Charles Honorton, Diane C. Ferrari (1989) : Vorhersagen über die Zukunft – Eine Meta-Analyse


Vorhersagen über die Zukunft : Eine Meta-Analyse von selektiven Vorahnungsexperimenten, 1935-1987

Charles Honorton, Diane C. Ferrari

(publiziert im Journal of Parapsychology, Ausgabe 53, Dezember 1989)

 

Autoren:

Charles Honorton, Geschäftsführer Psychophysical Research Laboratories, Princeton
Diane C. Ferrari, Fachbereich Psychologie, Princeton Universität

Zusammenfassung:

Wir berichten über eine Meta-Analyse von selektiven Vorahnungsexperimenten aus der englischsprachigen parapsychologischen Literatur von 1935 bis 1987 (selektiv bedeutet, dass es stets eine abzählbare Menge an möglichen Resultaten gab – z.B. bei einem Würfel die Zahlen 1 bis 6). Diese Studien beinhalten Versuche bei denen Probanden versucht haben den Ausgang eines Zufallsexperiments vorherzusagen. Die Zeit zwischen Vorhersage und Durchführung des Experiments variierte zwischen einigen hundert Millisekunden und einem Jahr. Wir haben 309 Studien untersucht, welche von 62 Forschern durchgeführt wurden. Nahezu 2 Millionen individuelle Versuche wurden von mehr als 50.000 Probanden durchgeführt. Die Studien wurden sowohl auf Signifikanz der Ergebnisse als auch auf die Effektgröße hin untersucht. Es gibt einen kleinen aber zuverlässigen Effekt (x=11.41, p=6.3*10^-25).

Dreißig Prozent der Studien (durchgeführt von 40 unterschiedlichen Forschern) weisen signifikante Ergebnisse (über einem 5 Prozent-Schwellwert) auf. Eine Untersuchung möglicher Vorselektion der publizierten Ergebnisse ergab, dass für jede vorliegende Studie mindestens 46 weitere Studien mit einem Null-Effekt existieren müssten, um das Gesamtergebnis dieser Auswertung auf einen nicht-signifikanten Wert zu reduzieren.

Es konnte keine Beziehung zwischen den Ergebnissen der Studien und 8 Indexwerten zur Qualitätssicherung festgestellt werden. Die Effektgröße blieb grundsätzlich konstant über den gesamten Verlauf der Auswertung, während die Qualität der Untersuchung im Verlauf signifikant verbessert werden konnte.

Vier Variablen konnten identifiziert werden, die in direktem Bezug zum Ergebnis der Studien stehen:

  • Studien welche Probanden verwenden, die basierend auf früheren Eignungstests vorselektiert wurden, zeigen signifikant höhere Effekte als Studien mit zufällig ausgewählten Probanden
  • Probanden, die alleine durch einen Experimentator getestet werden, zeigen signifikant höhere Ergebnisse als Probanden, die in Gruppen getestet werden
  • Studien in denen Probanden nach jedem Teilversuch eine Rückmeldung über ihr Ergebnis erhalten haben, weisen eine signifikant höhere Effektgröße auf, als Studien bei denen das Feedback verzögert oder dem Probanden gar nicht mitgeteilt wurde.
  • Studien mit kurzen Intervallen zwischen der Vorhersage des Probanden und der Durchführung des Experiments zeigen signifikant höhere Effekte als Studien mit langen Intervallen.

Der kombinierte Einfluss dieser vier Variablen scheint extrem hoch zu sein. 7 von 8 Studien, die alle 4 Variablen berücksichtigen, weisen eine besonders hohe Effektgröße auf, wobei vorselektierte Probanden in kurzen Intervallen Vorhersagen machten und jeweils nach jedem Versuchsteil ein Feedback erhielten.

Download: http://www.deanradin.com/evidence/Honorton1989precogMA.pdf (englisch)

Quelle: https://www.matrixwissen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1327:honorton-ferrari-meta-analyse&catid=342&Itemid=363&lang=de

Gruß an die Ungläubigen

TA KI