Agartha, die unterirdische Welt


gefunden auf bibliotecapleyades.net, übersetzt von Antares

Von: Dr. R. W. Bernard, B. A., M. A., Ph.D.

Das Wort „Agharta“ ist buddhistischen Ursprungs. Es bezieht sich auf die unterirdische Welt oder Reich an deren Existenz alle wahren Buddhisten zutiefst glauben. Sie glauben auch, dass diese unterirdische Welt Millionen Einwohner und viele Städte hat, alle unter der Führung aus der Hauptstadt der unterirdischen Welt Shamballah. Dort wohnt der Höchste Regent dieses Reiches – im Orient als der König der Welt bekannt. Es wird angenommen, dass er seine Verfügungen an den Dalai Lama von Tibet gab, der als sein irdischer Vertreter galt. Seine Nachrichten werden über bestimmte geheime Tunnel überbracht, die die unterirdische Welt mit Tibet verbindet.

Ähnliche geheimnisvolle Tunnel scheinen unter Brasilien gelegen. Brasilien im Westen und Tibet im Osten mögen die beiden Teile der Erde  sein, wo der Kontakt zwischen der unterirdischen und der Oberflächen- Welt am leichtesten erreicht werden kann, aufgrund der Existenz dieser Tunnel.

 

Der berühmte russische Künstler, Philosoph und Forscher, Nicholas Roerich, der mehrfach in den Fernen Osten reiste, äusserte dass Lhasa, die Hauptstadt von Tibet, durch einen Tunnel mit Shamballah, der Hauptstadt des unterirdischen Reiches von Agharta verbunden wurde. Der Eingang des Tunnels wurde von Lamas bewacht, die geschworen haben, ihren tatsächlichen Aufenthaltsorts vor Außenstehenden als Geheimnis zu bewahren, im Auftrag des Dalai Lama.
Von einem ähnlichen Tunnel wird angenommen, dass er die geheimen Kammern an der Basis der Pyramide von Gizeh mit der unterirdischen Welt verbindet, durch den die Pharaonen Kontakt mit den Göttern oder Übermenschen der Unterwelt aufnahmen.

Die verschiedenen gigantischen Statuen der frühen ägyptischen Götter und Könige, ebenso wie diejenigen des Buddha, die im ganzen Orient gefunden wurden, stellen unterirdische Übermenschen dar, die an die Oberfläche kamen, um der menschlichen Rasse zu helfen. Sie werden allgemein als geschlechtsneutral dargestellt. Sie waren Abgesandte Aghartas, dem unterirdischen Paradies, welches alle echten Buddhisten als Ziel zu erreichen wünschen.

Die Buddhistischen Traditionen erklären, dass Agartha zuerst vor vielen Tausenden von Jahren besiedelt wurde, als ein heiliger Mann einen Stamm führte, der im Untergrund verschwand. Die Zigeuner sollen aus Agartha stammen, was ihre Unruhe auf der Oberfläche der Erde und ihre ständigen Reisen erklärt, um ihre verlorene Heimat zurückzugewinnen. Das erinnert an Noah, der wirklich ein Atlantischer war, der eine würdige Gruppe vor dem Kommen der Flut rettete, durch die Atlantis unterging. Es wird angenommen, dass er seine Gruppe auf das Hochplateau in Brasilien brachte, wo sie sich in unterirdischen Städten ansiedelten, die mit der Oberfläche durch Tunnel verbunden waren. Sie wollten damit einer Vergiftung durch den radioaktiven Niederschlag entgehen, der durch den Atomkrieg der Kämpfe der Atlanter entstanden war und die Flut mit sich brachte, die zum Untergang ihres Kontinents unter Wasser führte.

Von der unterirdischen Zivilisation von Agartha wird angenommen, dass sie eine Fortsetzung der atlantischen Zivilisation sei, die die Lektion der Sinnlosigkeit des Krieges gelernt hatte. Danach verblieben sie in einem Zustand des Friedens und erreichten seitdem gewaltige wissenschaftliche Fortschritte ohne Rückschläge durch diverse Kriege, wie das bei unserer Oberflächen-Zivilisation der Fall war. Ihre Zivilisation ist viele tausend Jahre alt (Atlantis versank vor ca. 11.500 Jahren), während unsere noch sehr jung ist – nur ein paar Jahrhunderte alt.

Die unterirdischen Wissenschaftler sind in der Lage, die Kräfte der Natur zu handhaben über die wir nichts wissen, wie ihre fliegenden Untertassen demonstrierten, die durch eine neue, unbekannte Quelle von Energie – subtiler als Atomenergie – betrieben werden. Ossendowski behauptet, dass das Reich von Agartha aus einem Netzwerk von unterirdischen Städten besteht – miteinander durch Tunnel verbunden, durch die Fahrzeuge mit enormer Geschwindigkeit fahren, sowohl unter dem Land wie unter dem Meer.

Diese Menschen leben unter der Herrschaft einer wohlwollenden Regierung, geleitet durch den König der Welt. Sie stellen dieAgartha Nachkommen der verlorenen Kontinente Lemuria und Atlantis dar, als auch der ursprünglichen perfekten Rasse der Hyperboreer, dem Göttergeschlecht.

Während verschiedener Epochen in der Geschichte kamen die Menschen aus Agartha an die Oberfläche, um die Menschheit zu lehren und sie vor Kriegen, Katastrophen und Zerstörung zu bewahren. Die Sichtung von fliegenden Untertassen bald nach der ersten Atomexplosion in Hiroshima repräsentiert einen weiteren solchen Besuch, doch während dieser Zeit erschienen die Götter nicht selbst unter den Menschen, sondern sandten ihre Botschafter.

Der indische Epos „Ramayana“ beschreibt Rama als einen solchen Abgesandten von Agartha –mit einem Luftfahrzeug ankommend, das  wahrscheinlich eine fliegende Untertasse war. Eine chinesische Tradition spricht von göttlichen Lehrern, die mit Luftfahrzeugen ankamen. Auch der Gründer der Inka-Dynastie, Manco Copac, kam auf die gleiche Weise.

Einer der grössten Lehrer aus Agartha in Amerika war Quetzalcoatl, der grosse Prophet der Mayas und Azteken und der amerikanischen Indianer im Allgemeinen – sowohl in Süd- als auch in Nordamerika. Dass er ein Fremdling unter ihnen war, von einer anderen Rasse kommend (der atlantischen) ist durch sein Wesen angedeutet: er war hell, während sie dunkel waren; sein Wesen war hochstämmig, während sie kurz waren; er war bärtig, sie bartlos. Er wurde lange vor der Ankunft des weissen Mannes als Retter verehrt – von den Indianern in Mexiko, Yucatan und Guatemala. Die Azteken nannten ihn „Gott des Überflusses“ und der „Morning Star“. Sein Name Quetzalcoatl bedeutet „Gefiederte Schlange“, das heisst ein Weisheitslehrer (von der Schlange symbolisiert), der fliegt. Ihm wurde dieser Name gegeben, weil er in einem Luftfahrzeug ankam, welches wohl eine fliegende Untertasse war. Er kam wahrscheinlich aus der unterirdischen Welt, denn nachdem er einige Zeit bei den Indianern geblieben war, verschwand er geheimnisvoll auf die gleiche Weise, wie er kam. Man nahm an, dass er in die unterirdische Welt aus der er kam zurückgekehrte.

Quetzalcoatl wird beschrieben als „ein Mann von gutem Erscheinungsbild und ernstem Antlitz, mit einer weissen Haut und Bart  und bekleidet einem langen wallenden weissen Gewand“. Er wurde auch als Huemac bezeichnet, wegen seiner grossen Güte und Enthaltsamkeit. Er lehrte den Indianern den Weg der Tugend und versuchte, sie vom Laster abzuhalten, indem er ihnen Gesetze gab und sie beriet, die Lust einzuschränken und Keuschheit zu üben. Er lehrte Pazifismus und verurteilt alle Formen der Gewalt. Er führte eine vegetarische Ernährung ein, mit Mais als Hauptnahrungsmittel, und lehrte Fasten und Körperpflege. Nach dem südamerikanischen Archäologen Harold Wilkins war Quetzalcoatl auch der spirituelle Lehrer der alten Einwohner Brasiliens.

Nach einiger Zeit mit den Indianern und als er sah, wie wenig sie sich kümmerten, seinen Lehren zu folgen, bis auf seine Empfehlung Mais zu pflanzen und anstelle von Fleisch als Grundnahrungsmittel zu essen, äusserte Quetzalcoatl, dass er eines Tages zurückkehren würde. Dass dieser „Besucher aus dem Himmel“ auf die gleiche Art und Weise ging, in der er gekommen war – mit einer fliegenden Untertasse – wird durch verschiedene Tatsachen angegeben. Als Cortez Mexiko eroberte, glaubte der Kaiser Montezuma, dass die vorhergesagte „Rückkehr von Quetzalcoatl“ eingetreten war, weil ein Feuerball dann über Mexiko-Stadt kreiste, so dass die Leute jammerten und schrien. Der Tempel des Kriegsgottes geriet davon in Brand. Dieser Feuerball –so wurde geglaubt, enthielt die fliegende Untertasse, in der Quetzalcoatl reiste.

Osiris war ein weiterer dieser unterirdischen Götter. Gemäss Donnelly waren die Götter der Antike – die Herrscher von Atlantis und die Mitglieder einer übermenschlichen Rasse, die die menschliche Rasseregierten –wie er in seinem Buch „Atlantis – The Antediluvian World“ schrieb. Vor der Zerstörung ihres Kontinents, die sie vorhersahen, reisten sie mit fliegenden Untertassen durch die polaren Öffnung zur unterirdischen Welt in das hohle Innere der Erde, wo sie seitdem weiterleben.

„Im Reich der Agartha“, schrieb Ossendowski in seinem Buch “ Beasts, Men and Gods „, „erstrecken sich unterirdische Tunnel zu allen Teilen der Welt.“ In diesem Buch berichtet er von einem riesigen Netz von Tunneln – durch eine prähistorische Rasse in entferntestem Altertum erbaut, welches sowohl unter den Ozeanen, wie auch unter den Kontinenten hindurchführt und durch das Fahrzeuge mit immensen Geschwindigkeiten reisen. Das Reich von denen Ossendowski spricht und über welches er während seiner Reisen in der Mongolei von Lamas im Fernen Osten erfuhr, besteht offensichtlich aus unterirdischen Städten innerhalb der Erdkruste, welche von den im hohlen Zentrum bestehenden unterschieden werden sollten. So gibt es zwei unterirdische Welten, eine mehr oberflächliche und eine in der Mitte der Erde.

Huguenin, dessen Buch über fliegende Untertassen und die unterirdische Welt wir bereits erwähnten, ist der Auffassung, dass es viele unterirdische Städte in verschiedenen Tiefen gibt, zwischen der Erdkruste und ihrem hohlen Inneren. In Bezug auf die Bewohner dieser unterirdischen Städten schreibt er:

„Die andere Menschheit hat einen erhöhten Grad der Zivilisation erreicht, in wirtschaftlicher und sozialer Organisation, sowie kulturellem und wissenschaftlichen Fortschritt. Im Vergleich dazu ist die auf der Erdoberfläche lebende Menschheit eine Rasse von Barbaren.“

In seinem Buch zeigt Huguenin ein Diagramm des Erdinneren, wie verschiedene unterirdische Städte in verschiedenen Tiefen miteinander durch Tunnel verbunden sind. Er beschreibt diese Städte als in immensen Hohlräume in der Erde existierend. Die Stadt Shamballah, die Hauptstadt des unterirdischen Reiches, schildert er als im Zentrum der Erde befindlich, in seinem hohlen Inneren, weniger innerhalb seiner festen Kruste. Ossendowski schreibt:

„All die unterirdischen Höhlen von Amerika werden von antiken Menschen bewohnt, die von der Welt verschwunden sind. Diese Menschen und die unterirdischen Regionen, in denen sie verweilen, sind unter der höchsten Autorität des Königs der Welt. Sowohl der Atlantik als auch der Pazifik waren einst die Heimat von ausgedehnten Kontinenten, die später überflutet wurden. Ihre Bewohner fanden Zuflucht in der unterirdischen Welt. Die tieferen Höhlen werden von einem prächtigen Licht beleuchtet, das den Anbau von Getreide und anderen Gemüsesorten ermöglicht und den Bewohnern eine lange Lebensdauer frei von Krankheiten ermöglicht. In dieser Welt gibt es eine grosse Bevölkerung und viele Stämme.“

In seinem Buch „The Coming Race“ beschreibt Bulwer Lytton eine unterirdische Zivilisation, die erheblich weiter entwickelt ist als die unsere. Diese bewohnt einen grossen Hohlraum in der Erde und ist mit der Oberfläche durch einen Tunnel verbunden. Diese immense Höhle wurde von einem seltsamen Licht erhellt, für das keine Lampen erforderlich waren, aber offenbar von einer Elektrifizierung der Atmosphäre herrührte. Dieses Licht unterstützt die Pflanzenwelt und ermöglicht es den Menschen, ihre unterirdischen Lebensmittel anzubauen. Die Bewohner von Lytton’s Utopia werden als Vegetarier beschrieben. Sie hatten bestimmte Vorrichtungen, mit denen sie flogen, statt zu gehen. Sie waren frei von Krankheiten und hatten eine perfekte soziale Organisation, so dass jeder erhielt, was er brauchte, ohne Ausbeutung des einen durch andere.

Atacama Wüste in Chile

Es wird behauptet, dass die Erdkruste durch ein Netz von Tunneln durchlöchert wird – unter den Meeren – von Kontinent zu Kontinent und zu unterirdischen Städten in grossen Hohlräumen der Erde. Diese Tunnel sind besonders zahlreich in Südamerika, vor allem unter Brasilien, das das Haupt-Zentrum der atlantischen Kolonisation war. Es ist möglich, dass sie durch die Atlanter gebaut wurden. Der berühmteste dieser Tunnel ist die „Strasse der Inkas“, die sich über mehrere hundert Meilen südlich von Lima in Peru erstreckt und unter Cuzco, Tiahuanaco und „den Three Peaks“ bis zur Atacama Wüste erstreckt. Ein weiterer Zugang befindet sich in Arica in Chile und wurde von Madame Blavatsky besucht.

Es wird behauptet, dass die Inkas diese Tunnel benutzten, um von den spanischen Eroberern und der Inquisition zu fliehen, als ganze Armeen in sie gelangten, mit all ihrem Gold und den Schätze auf dem Rücken von Pack-Lamas, als die spanischen Eroberer das Land betraten. Ihr mysteriöses Verschwinden zu diesem Zeitpunkt wird durch ihren Eintritt in diese Tunnel erklärt. Nur die Rasse der Quechua-Indianer blieb zurück. Es wird weiter behauptet, dass als Atahualpa, der letzte König der Inka, brutal von Pizarro ermordet wurde. Das Gold, das für sein Lösegeld genutzt wurde, soll in einem Zug von 11.000 Pack-Tieren getragen worden sein, die Zuflucht in diesen Tunneln fanden. Auch hier wird behauptet, dass diese Tunnel eine Form von künstlicher Beleuchtung hatten und von der Rasse errichtet wurden, die Tiahuanco gebaut hatte, lange bevor der erste Inka in Peru erschien.

Da die Inkas, die vor den Spaniern in diese Tunnel entkamen, nie mehr gesehen wurden und von der Erdoberfläche verschwunden blieben, ist es wahrscheinlich, dass sie weiterhin in den beleuchteten unterirdischen Städten leben, zu denen diese Tunnel führen.

 

Diese geheimnisvollen Tunnel, ein Rätsel für Archäologen, existieren unter Brasilien in grösster Zahl, wo sie sich an verschiedenen Orten zur Oberfläche öffnen. Der berühmteste befindet sich in den Roncador Bergen im Nordosten von Mato Grosso, wo Colonel Fawcett zuletzt gesehen war. Es wird behauptet, dass die atlantische Stadt, nach der er suchte nicht die Ruinen einer toten Stadt an der Oberfläche, sondern einer unterirdischen Stadt mit noch lebenden Atlantern als ihren Bewohnern waren; und dass er und sein Sohn Jack diese Stadt erreichten und noch immer dort leben. Das ist der Glaube von Professor de Souza, Commander Strauss und O.C. Huguenin, den wir bereits erwähnten.

Die Roncador- Tunnelöffnung wird von grimmigen Xavantes Indianern bewacht (siehe auch hier), die jeden töten, der sie uneingeladen zu betreten wagt und der die unterirdischen Bewohner belästigen könnte, denen gegenüber sie Achtung und Ehrfurcht haben. Auch die Murcego Indianer bewachen diese geheimen Tunnelöffnungen, die zu unterirdischen Städten der Roncador Bergregion von Mato Grosso führen. Wir zitieren einen Brief an den Autor von einem Amerikaner namens Carl Huni, der viele Jahre lang in Mato Grosso lebte und eine spezielle Studie zu diesem Thema durchführte:

„Der Eingang zu den Höhlen wird von Murcego Indianern bewacht, die eine dunkelhäutige, recht kleine Rasse von grosser Körperkraft sind. Ihr Geruchssinn ist weiter entwickelt als der der besten Bluthunde. Selbst wenn sie dir den Zugang in die Höhlen genehmigen habe ich Angst, dass man der heutigen Welt verloren geht, weil sie das Geheimnis sehr genau hüten und es nicht zulassen mögen, dass jemand wieder heraus möchte. (Dies könnte Colonel Fawcett und seinem Sohn Jack so gegangen sein, die glaubten, einen Tunnel zu einer unterirdischen Stadt in den Roncador Bergen betreten zu haben und nie wieder zurückkehrten.)“

„Die Murcego Indianer leben in Höhlen und gehen in der Nacht in den umliegenden Dschungel, aber sie haben keinen Kontakt zu den unterirdischen Bewohnern. Sie bewohnen eine unterirdische Stadt, in der sie eine halb-geschlossene Gemeinschaft bilden und eine beträchtliche Bevölkerung haben. Es wird angenommen, dass die unterirdischen Städte, die sie bewohnen zuerst durch die Atlanter gebaut wurden. Sicher ist, dass kein radioaktiver Fallout sie erreichen kann. Niemand weiss, ob diejenigen, die in diesen alten atlantischen unterirdischen Städten leben, selbst Atlanter sind oder andere, die dort siedelten, nachdem ihre ursprünglichen Bauherren verschwunden waren.“

Serra do Roncador

„Der Name des Gebirges, wo diese atlantischen unterirdischen Städten existieren, ist Roncador im Nordosten von Mato Grosso. Wenn ihr auf die Suche nach diesen unterirdischen Städten geht, nehmt euer Leben in die eigenen Hände. Womöglich verschwindet ihr sonst, wie es Colonel Fawcett widerfuhr.“

„Als ich in Brasilien war, hörte ich eine Menge über die unterirdischen Höhlen und unterirdischen Städte. Sie sind jedoch weit von Cuiaba entfernt. Sie sind in der Nähe des Rio Araguaya, der in den Amazonas mündet. Sie sind im Nordosten von Cuiaba am Fusse der enorm langen Bergkette namens Roncador. Ich verzichtete auf weitere Untersuchungen, weil ich hörte, dass die Murcego Indianer den Eingang zu den Tunneln eifersüchtig vor Personen bewachen, die nicht ausreichend entwickelt sind, weil sie keine Schwierigkeiten wollen. In erster Linie wollen sie niemanden, der noch in Kommerz verstrickt ist und den Wunsch nach Geld hat.“

„Es gibt auch Höhlensysteme in Asien und Tibet, die von Reisenden erwähnt wurden. Aber soweit ich weiss sind die grössten in Brasilien und existieren dort auf drei verschiedenen Ebenen. Ich bin sicher, ich würde die Erlaubnis bekommen, wenn ich mich ihnen anschliessen wollte und sie würden mich als einen der ihren akzeptieren. Ich weiss, dass sie überhaupt kein Geld verwenden. Ihre Gesellschaft basiert auf einer streng demokratischen Ordnung. Die Menschen altern nicht und leben in ewiger Harmonie. „

Diese unterirdische Utopia von Herrn Huni (jetzt mit Wohnsitz in New York) scheint der stark zu ähneln, die Bulwer Lytton in seinem Buch „The Coming Race“ erwähnt. Lytton war ein Rosenkreuzer und wahrscheinlich basiert sein Roman auf okkulten Informationen über bestehende unterirdische Städte.

Die Ruinen von einer Reihe atlantischer Städte wurden im Norden von Mato Grosso und dem Amazonasgebiet gefunden, was darauf hinweist, dass Atlanter einmal dieses Land besiedelten. Vor einigen Jahren hörte ein englischer Lehrer Gerüchte über eine verlorene atlantische Stadt auf einem Hochplateau in dieser Region und begann, sie zu suchen. Die Strapazen der Reise kosteten das Leben. Bevor er starb schickte er durch eine Brieftaube eine Notiz mit der Beschreibung einer herrlichen Stadt, die er entdeckt hatte, deren Strassen durch hohe Goldstatuen gesäumt waren.

Wenn die Atlanter wirklich Brasilien kolonisierten und Städte in Mato Grosso auf seiner Oberfläche gebaut haben, warum bauten sie unterirdische Städte? Es kann nicht den Grund gehabt haben, der Sintflut zu entkommen, durch die Atlantis und Randgebiete untergingen, denn Mato Grosso ist ein Hochplateau. Dort konnte kein Hochwasser hingelangen. Der südamerikanische Archäologe Harold Wilkins äussert die Theorie, dass die unterirdischen Städte gebaut wurden, um dem radioaktiven Fallout des Atomkrieges der Atlanter zu entkommen. Dies scheint eine sehr vernünftige Erklärung zu sein, denn sonst gäbe es hier keinen Grund, die immense Arbeit der Ausgrabungen zum Bau von unterirdischen Städten zu tätigen, wenn die Atlanter herrliche Städte auf der Erdoberfläche nutzen.

Falls wir von einem Atomkrieg bedroht wären, müssten auch wir Zuflucht im Inneren der Erde finden und dort in beleuchteten unterirdischen Städten wohnen und unsere Lebensmittel unter diesem Licht produzieren. Es wäre natürlich viel einfacher, vorhandene – durch die Atlanter vor Tausenden von Jahren gebaute – unterirdische Städte zu betreten, deren beträchtliches Ausmass unsere Ingenieurskunst gravierend übertrifft. Falls freundlicher Kontakt mit den unterirdischen Bewohnern hergestellt werden könnte, wenn derartige Gefahren drohen würden oder möglichst zuvor, so würde es sehr zu unserem Vorteil sein, diese unterirdischen Städte zu kontaktieren und es erlaubt würde, dass wir dort wohnen dürften..

In Agartha gibt es kein Alter und keinen Tod, eine Gesellschaft, in der jeder jung aussieht, sogar wenn man viele Hunderte oder sogar Tausende von Jahren „alt“ ist. Das scheint für die Oberflächenbewohner unglaublich, die den schädlichen Auswirkungen der Sonneneinstrahlung und der Vergiftung durch Lebensmittel aus einer falschen Ernährung ausgesetzt sind. Die Alterserscheinungen sind nicht das natürliche Ergebnis von ablaufender Zeit oder einem angenommenen Alterungsprozess, sondern von nachteiligen biologischen Bedingungen und Gewohnheiten. Altersschwäche ist eine Krankheit.

Die überlegene wissenschaftliche Kultur der unterirdischen Menschen, von denen ihre fliegenden Untertassen ein offensichtliches Beispiel sind, ist das Ergebnis von herausragender Entwicklung des Gehirns und mehr energischer Verbindung. Ihre vitalen Energien fliessen bis zu ihrem Gehirn und werden nicht durch den sexuellen Kanal blockiert, wie bei den sogenannten „zivilisierten“ Oberflächen-Rassen. In der Tat ist sexuelle Schwäche ausserhalb ihrer Leben. Aufgrund ihrer Ernährung mit Früchten sind ihre Endokrine in einem Zustand der perfekten Balance und des harmonischen Funktionierens, wie bei kleinen Kindern. Sie werden nicht durch abnorme Aktivitäten von StoffwechselgiftenBrasil 007 300x225 Machu Picchu e Salar de Uyuni 2005   Peru e Bolívia stimuliert, wie Industrie-Lebensmitteln – Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier und durch solche Aphrodisiaka wie Salz, Pfeffer, Kaffee, Tabak und Alkohol. Indem sie ihren Blutstrom rein und frei von Giftstoffen halten, sind die unterirdischen Menschen in der Lage, in vollständiger Kontinenz zu leben, alle lebenswichtigen Energien und deren Umwandlung in überlegene geistige Fähigkeiten zu wandeln. Ihre genialen wissenschaftlichen Leistungen ergeben sich aus der Tatsache, dass ihre Gehirne besser als unsere in der geistigen Entwicklung sind.

Professor J. Henrique de Souza, Präsident der brasilianischen Theosophischen Gesellschaft und eine führende Autorität bezüglich der unterirdischen Welt schrieb in seiner Zeitschrift einen Artikel bezüglich Agartha: „Gibt es Shangri-la wirklich?„, daraus zitieren wir:

„Unter allen Menschenrassen, zurück bis zu den Anfängen der Zeit gab es eine Tradition über die Existenz eines Heiligen Landes oder irdischen Paradies, wo die höchsten Ideale der Menschheit gelebte Realitäten sind. Dieses Konzept wird in den alten Schriften und Traditionen der Völker Europas, Kleinasiens, Chinas, Indiens, Ägyptens und Amerikas beschrieben. Das Heilige Land, so heisst es, kann nur den Menschen bekannt werden, die würdig, rein und unschuldig sind, weshalb es das zentrale Thema der Träume der Kindheit darstellt.“

„Der Weg, der zu diesem gesegneten Land, dieser unsichtbaren Welt, diesem esoterischen und okkulten Bereich führt, zeichnet die zentrale Suche und den Master-Schlüssel aller Mysterien-Lehren und Systemen der Einweihung in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus. Dieser magische Schlüssel ist der „Sesam-Öffne-Dich“, der die Tür zu einer neuen und wunderbaren Welt entriegelt. Die alten Rosenkreuzer benannten sie nach dem französischen Wort VITRIOL, einer Kombination aus den Anfangsbuchstaben des Satzes: `VISTA INTERIORA TERRAE RECTIFICANDO INYENES OMNIA LAPIDEM,“ um anzuzeigen, dass „ im Innern der Erde das wahre Geheimnis versteckt ist“. Der Weg, der zu dieser Verborgenen Welt führt, ist der Weg der Initiation.“

„Im alten Griechenland, in den Mysterien von Delphos und Eleusis, wurde dieses Himmlische Land als der Berg Olymp und die Elysischen Felder bezeichnet. In den frühesten vedischen Zeiten gab es bereits verschiedene Namen, wie zum Beispiel Ratnasanu (Spitze des Edelsteins), Hermadri (Berg von Gold) und der Berg Meru (Heimat der Götter und Olymp der Hindus). Symbolischer weise ist die Spitze dieses heiligen Berges im Himmel, ihre Mitte auf der Erde und ihre Basis in der unterirdischen Welt.“

„Die skandinavische Edda erwähnt ebenfalls diese himmlische Stadt, die sich im unterirdischen Land Asar der Völker Mesopotamiens befand. Es war das Land von Amenti des heiligen Totenbuches der alten Ägypter. Es war die Stadt der sieben Blütenblätters von Vishnu und die Stadt der sieben Könige von Edom oder Eden der jüdischen Tradition. Mit anderen Worten, es war das irdische Paradies.“

„In ganz Kleinasien, nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch heute gibt es einen Glauben an die Existenz einer Stadt der Geheimnisse voller Wunderwerke, die als Shamballah (Shamb-Allah) bekannt ist, wo der Tempel der Götter ist. Es ist auch die Erdamf der Tibeter und Mongolen.“

„Die Perser nennen es Alberdi oder Aryana, Land ihrer Vorfahren. Die Hebräer nannten es Canaan und die Mexikaner Tula oder Tolan, während die Azteken es Maya-Pan nannten. Die spanischen Eroberer, die nach Amerika kamen, glaubten an die Existenz einer solchen Stadt und organisierten viele Expeditionen, sie zu finden, nannten sie El Dorado oder City of Gold. Vermutlich hörten sie von den Ureinwohnern darüber, die es Manoa nannten oder Stadt, deren König Kleidung aus Gold trägt.“

„Bei den Kelten war dieses Heilige Land als „Land der Mysterien“ bekannt – Duat oder Dananda. Eine chinesische Tradition spricht vom Land von Chivin oder der Stadt eines Dutzend von Schlangen. Es ist die unterirdische Welt, die an den Wurzeln des Himmels liegt. Es ist das Land der Calças, Calcis oder Kalki, des berühmten Colchida, nach dem die Argonauten suchten, als sie auf der Suche nach dem Goldenen Vlies waren.“

„Im Mittelalter wurde es als die Insel von Avalon bezeichnet, wo die Ritter der Tafelrunde unter der Führung von König Artus und unter der Anleitung des Zauberers Merlin auf die Suche nach dem Heiligen Gral gingen, dem Symbol des Gehorsams, der Gerechtigkeit und der Unsterblichkeit. Als König Artus in einer Schlacht schwer verwundet wurde, bat er seinen Begleiter Belvedere mit den folgenden Worten auf einem Boot bis an die Grenzen der Erde zu fahren: „Leb wohl, mein Freund und Begleiter Belvedere, und bis zum Land, wo es nie regnet, wo es keine Krankheit gibt und niemand stirbt.“ Dies ist das Land der Unsterblichkeit oder Agartha, die unterirdische Welt.“

Dieses Land ist die Walhalla der Deutschen, Monte Salvat der Ritter des Heiligen Grals, die Utopia von Thomas More, die Stadt der Sonne von Campanella, das Shangri-la von Tibet und das Agartha der buddhistischen Welt. „

Quelle: http://transinformation.net/agartha-die-unterirdische-welt/

Gruß ins Paradies

TA KI

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Die Bräuche um die Stille Zeit (Weihnachten – Jul)


Kreuz der heiligen Brigitta von Irland

Wie zu keiner anderen Jahreszeit, verändert Weihnachten die Stimmung und das Verhalten der Menschen. Heute jedoch, nicht unbedingt positiv. Dem Rausch des Konsums und der Alltagshektik erlegen, vergessen immer mehr, die wahre Bedeutung der Bräuche um die Weihnachtszeit. Eines gleich vorweg: Die ursprüngliche Bedeutung hat nichts mit dem Geburtstag eines ominösen Herrn Christus in Betlehem zutun, sondern geht zurück auf den archaischen Sonnenkult der Urvölker.

Bereits Jahrhunderte vor der Ausbreitung des Christentums war das Weihnachtsfest in allen indogermanischen Regionen und auch anderorts verbreitet. Die Griechen feierten die Geburt des Lichtgottes „Soter“, die Phrygier nannten ihren Sonnengott „Artis“, die Sryrer „Thamuz“, und die Iraner feierten wie die alten Römer die Ankunft ihres Licht– und Sonnengottes „Mithras“. Die Römer drückten mit ihrem „Sol invictus“, was „unbesiegter Sonnengott“ bedeutet, besonders eindruckvoll ihre Ehrerbietung für das Starke und Kräftige aus. Bei unseren direkten Vorfahren, den Germanen und Kelten war dieses Fest unter den Namen „Jul“ bzw. „Yule“ bekannt, wobei konkret hier in Mitteleuropa der Begriff „Wintersonnenwende“ gebräuchlich war.

Für die Nordgermanen hatte die Wiederkehr des Lichts jedoch eine ganz andere eindringlichere Bedeutung als für uns Mitteleuropäer. Bereits mit Samhain, der Nacht der Toten beginnt zu Ende Oktober die Dunkle Zeit des Jahres. Bedingt durch das raue, harte Klima und die strengen Winter bedeutete das Ende des Winters nichts anderes als das Überleben der Menschen im hohen Norden zu sichern. Denn die Vorräte gingen langsam zu Ende und ohne Sonnenlicht, lag der Ackerbau und Viehzucht, also die Lebensgrundlage der Nordmänner brach. Der bekannteste römische Geschichtsschreiber Tacitus berichtete im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende, dass die Germanen die Weihnachtszeit für ein großes Festmahl mit allerlei Spielen nutzen. Der griechische Geschichtsschreiber Prokop berichtete dazu, dass im 6.Jahrhundert die Nordleute zu dieser Zeit Boten auf die höchsten Berge schickten, um nach der wiederkehrenden Sonne Ausschau zu halten. Am 21.Dezember hat die Nacht den Höhepunkt des Jahres erreicht, denn ab jetzt nimmt das Sonnenlicht wieder zu. Die Wiederkehr der Sonne wurde dann mit Julfeuern und brennenden Räder gefeiert, von denen letztere ins Tal gerollt wurden.

Das heidnische Jahr, dass sich an Mond und Sonne orientierte hat jeweils 4 Hoch– und 4 Jahresfeste, wobei zwei davon immer, im Abstand von ungefähr einem halben Jahr zusammengehören. So entspricht die Wintersonnenwende, die bedingt durch den Stand der Gestirne traditionell auf den 21.Dezember fällt, der Sommersonnenwende am 21.Juni. Auch ist hier schon in der heidnischem Monatsbezeichnung „Julmond“ für Dezember, die immense Bedeutung des Lichtfestes für den germanischen Menschen erkennbar.

Der Begriff „Weihnachten“ weist in dieser From bereits auf seine Mehrzahl hin und besitzt Assoziationen zum altdeutschen Begriff „wjh“, was „heilig“ bedeutet. Daher erfolgte auch die Ableitung zur „Heiligen Nacht“. Weihnachten umfasst einen Zeitraum von genau 11 Tagen und 12 Nächten. Diese „Stille Zeit“ liegt zwischen dem alten Mondjahr und dem neuen Sonnenjahr. Erklären läßt sich das astronomisch folgendermaßen: ca. 365 mal dreht sich die Erde um ihre eigene Achse, während sie die Sonne umkreist. Auch der Mond dreht sich um sich selbst, jedoch rascher als unser Heimatplanet. So braucht der Mond exakt 29,5 Tage für seine Umkreisung der Erde. Nun ergibt sich rein rechnerisch ein Unterschied zwischen Mond- und Sonnenjahr. Denn 12mal 29,5 Tage ergeben 354 Tage anstatt 365. Deshalb wird die Zeit zwischen 21.Dezember und 1.Januar weder zum alten noch zum neuen Jahr hinzugerechnet, sondern stellt eine Art Zwischenstadium da. In dieser „Toten Zeit“ soll die Arbeit ruhen, die Menschen sich besinnen und im Kreise der Familie und Sippe die Wiederkehr des Lichts feiern.

Diese „Zwölften“ wurden auch die Rauhnächte genannt, in denen sich z.B. die Mythen und Märchen der „Frau Holle“ und „die wilde Jagd Wotan – Odins“ abspielen. Aus dieser „Frau Holle“ wurde mit der Zeit die Totengöttin „Hel“, „Hella“ bzw. „Percht“, da Kälte und Winter mit dem Tod in Verbindung gebracht wurden. Wobei diese Verbindung nicht nur eine negative Seite hatte sondern auch eine äußerst positive, da so der Weg frei für neues Leben wurde. Hel ist somit nicht nur Toten– sondern auch Schutzgöttin ‚#150; doch woran wir bei ihr sind, bleibt uns verborgen, verhehlt.

Das Märchen „Frau Holle“ von den Gebrüdern Grimm handelt von den Personen Goldmarie und Pechmarie. Die fleißige Spinnerin Goldmarie wird für ihre Taten belohnt, wobei im Gegenzug Pechmarie für ihre bequeme und oberflächliche Wesensart bestraft wird. Ab dem 10.Jahrhundert wurde dann das Wort „Hel“ zu einer synonymen Bezeichnung für die Unterwelt, wobei dieser Begriff nicht negativ missverstanden werden darf. Erst die Kirche deutete diese Welt zum Qualort um und formte daraus die grausame Hölle für die „Sünder“. Durch das massive Kirchengebimmel zu dieser Jahreszeit sollten die „bösen heidnischen Geister“ vertrieben werden. Im Gegenzug kann jeder klar erkennen, dass die Opfergaben unserer Vorfahren in Form von Äpfel, Nüsse und Honig wohl kaum geeignet gewesen wären zur Dämonenaustreibung.

Bei der wilden Jagd reitet der einäugige Sturm– und Kriegsgott des Göttergeschlechts der Asen auf seinen weißen achtfüßigen Schlachtross Sleipnir durch die Lüfte auf der Jagd nach dem Wild, vorzugsweise einem Eber. Begleitet wird er hierbei von seinen Raben Mugin und Munin („der Gedanke und die Erinnerung“) und seinen beiden Wölfen Geri und Freki („der Gierige und der Gefräßige“). Auf dieser ewigen Jagd, die sich jedes Jahr wiederholt, benutzt er vorzugsweise seinen Speer Gungnir, der niemals sein Ziel verfehlt und wird sowohl von den gefallenen Krieger die in Walhalla residieren begleitet, genannt die Einherier, als auch von einigen wenigen auserwählten sterblichen Helden. Odins Wilde Jagd besitzt äußert vielseitige Züge auf die hier leider aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit und Lesbarkeit nicht ausführlicher eingegangen werden kann. Generell ist die Jagd jedoch als ein Sinnbild für die Toten– und Ahnenverehrung zu verstehen, die aber selbstverständlich auch den Fruchtbarkeitskult in Form von Streben nach Wachstum miteinschließt. Ebenfalls wurde zur Feier des Anlasses ein eignes Julbier für diese Jahrzeit hergestellt sowie mit reichlich Kerzen– und Lichterschmuck, Symbolgebäck, warmen Met und einem Festtagsschmaus (z.B. „Julgalt“ (Weihnachtseber) und „Jultupp“ (Weihnachtshahn) die Rückkehr der Sonne herbeigesehnt.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch der obligatorische Weihnachtsbaum. Unsere Vorfahren hatten sei jeher große Bewunderung für die einzigartige Baum– und Pflanzenwelt. So wurden in heiligen Hainen Feiern abgehalten, dem Donner– und Fruchtbarkeitsgott Thor die Eiche geweiht und die großen Versammlungen – Things genannt – unter einem großen Baum abgehalten. Auch in der nordischen Mythologie stellt der Baum als wunderbares Sinnbild für die Einzigartigkeit der Natur den Beginn des Menschengeschlechtes dar. Besondere Bedeutung fällt hier auch der Esche zu, denn der germanische Weltenbaum Yggdrasil stellt die Basis der nordischen Kosmologie da. Somit war es eigentlich nur logisch, auch zu solch einen bedeutenden Fest wie Jul, den Baumkult beizubehalten. Nebenbei bemerkt: Auch der Lichterkranz (bzw. Adventkranz) ist in seiner ursprünglichen Form ein heidnischer Kultgegenstand. Er ist in seiner Funktion vergleichbar mit einem Grabkranz und diente somit ebenfalls der Toten– und Ahnenverehrung. Auch die Vorgehensweise war eine andere: Heute wird am 1.Advent eine Kerze angezündet und dies gesteigert bis zum 4.Advent, wo dann alle vier Kerzen brennen. Früher war es jedoch genau anders herum: Es wurde mit 4 Kerzen begonnen und mit zunehmender Abnahme des Lichts erlosch jeweils eine weitere Kerze; um so die zunehmende Macht der Dunkelheit passend untermalen zu können, bevor dann an Jul, die Wiederkehr des Lichts in allen möglichen Formen gefeiert werden konnte.

Zurück zu der Beziehung zum Christentum: Wie kam es dann eigentlich dazu, dass heute Weihnachten für ein christliches Fest gehalten wird? Ganz einfach: Die hohen Würdenträger der Kirche machten sich Gedanken, wie man die ungläubigen Heiden doch am besten zum Wüstengotte hin bekehren könne. Da kam ihnen die Wintersonnwendfeier, welche ja im ganzen Abendland verbreitet war, gerade recht. Entstehungsgeschichtlich wurde dann zum ersten mal im Jahre 325 Weihnachten im christlichen Festverzeichnis erwähnt. Papst Julius, welcher in den Jahren 337 bis 354 die Macht inne hat, legte den Geburtstag des Zimmermanns dann willkürlich auf den 25.Dezember. Willkürlich deshalb, da in den ältesten Urkunden der Christenheit, ganz andere Monate bzw. Tage in Erwähnung gezogen wurden. Also wieso nicht gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, dachte sich dann wohl auch die Kirche…

Viele der obigen Mythen, Bräuchen und Geschichten sind nicht immer leicht zu verstehen. Um hier mit einem Zitat von Björn Ulbrich aus „Die geweihten Nächte“ zu schließen: «Wie nähern uns ehrfürchtig in Bildern von magischer, übersinnlicher Faszination. Übersinnlich bedeutet: mit den Sinn nicht vollständig zu erfassen. Das heißt nicht „übernatürlich“, denn es gibt nichts außerhalb der Natur. Die Natur ist allumfassend, ewig, göttlich.»

Quellen:

– Björn Ulbrich, Holger Gerwin, aus „Die Geweihten Nächte“
– Manfred Gebhard
http://www.asatru.de (Hermann Husstedt)
http://www.bbv-net.de (Bocholter-Borkener Volksblatt)

Quelle: http://www.runenkunde.de/rk/brauchtum/jul.htm

Gruß an die Erfassenden

TA KI

Die Asen


Einführung


Asgard, der Götterwohnsitz der Asen
(Illustration von H. Hendrich, um 1890)

Die Asen sind die Hauptgötter des Nordischen Pantheons. Sie erschufen die Menschen und greifen aktiv in ihre Geschicke ein. Sie wohnen in Asgard, der Burg der Götter, die Menschen bewohnen Midgard, Utgard ist dem Riesengeschlecht vorbehalten. Den Asen zur Seite stehen die älteren Wanen, die Naturgötter. Beide kämpfen gegen die Kräfte des Bösen, das Geschlecht der Riesen, die auf die Vernichtung der Welt und der Götter, Ragnarök, hinarbeiten.

Der vornehmste, Erstgeborene der Asen ist Odin, der Allvater mit den vielen Namen. Seine beiden Brüder sind Wili und Wili . In anderen Sagen treten diese drei auch als Wotan, Loki und Hönir auf.

Odin ist mit Frigga vermählt, einer Fruchtbarkeitsgöttin, hat aber noch viele weitere Frauen und zeugt zahlreiche Kinder, darunter auch seine Söhne Thor und Baldur. Er reitet auf seinem Hengst Sleipnir durch die Welt und stiftet Kriege an, er beobachtet die Welt durch die Augen seiner zwei Raben Hugin (Gedanke) und Munin (Erinnerung). Und nicht zuletzt schickt er seine Walküren aus, um von den Schlachtfeldern (Walstätten) die gefallenen Helden zu bergen, damit sie sich in Walhalla mit ihm auf die letzte große Schlacht vorbereiten.

Die Geschicke der Asen sollen nun an ausgewählten Beispielen vorgestellt werden.

Baldurs Tod


Wikingerbestattung, F. Dicksee, 1893

Baldur, dem guten sanftmütigen, träumte, dass seinem Leben Gefahr dräute. Und als er den anderen Asen seine Träume sagte, pflogen sie Rat zusammen und beschlossen, ihm Sicherheit vor allen Gefahren auszuwirken. Frigg, die Herrin über die Natur, nahm Eide von Feuer und Wasser, Eisen und allen Erzen, Steinen und Erden, von Bäumen, Krankheiten und Giften, dazu von allen vierfüßigen Tieren, Vögeln und Würmern, dass sie Baldurs schonen wollten. Als das geschehen war, trieben die Asen allerlei Kurzweil mit Baldur, stellten ihn inmitten ihres Kreises und schossen nach ihm, hieben auf ihn ein, wieder andere warfen schwere Steine nach ihm. Doch was sie auch anstellen mochten, nichts konnte ihm einen Harm tun.

Das verdross nun freilich den Loki und er ging zu Frigg in Verkleidung eines alten Weibes und frug sie, ob sie denn wirklich alles in Eid genommen. Solcherart erfuhr der Listige, dass östlich von Walhall eine Staude, Mistel genannt, wachse ,die für zu jung befunden worden wäre, in Eid genommen zu werden.

Darauf ging nun Loki hin, bemächtigte sich der Mistel und gesellte sich wieder den anderen Asen zu. Im äußersten Kreise der Männer stand der blinde Hödur; diesen nahm Loki alsbald zur Seite und nötigte ihn, mit dem Zweiglein, dass er ihm reichen wolle, auch Baldur Ehre zu tun und nach ihm zu schießen. Wie groß das Entsetzen aller, als nun dieses Zweiglein von des Blinden Hand den Baldur durchbohrte, dass er tot zur Erde stürzte!

Frigg befrug nun jeden, ob er sich reichen Lohn verdienen wolle, und in ihrem Auftrag der Hel ein reiches Lösegeld für Baldur anbieten , auf dass er heimkommen könne nach Asgard. Diesen Auftrag nahm Hermodhr an, des Odins Sohn, bestieg dessen unvergleichlichen Hengst Sleipnir und nahm den Helweg auf sich.

Unterdessen wurde Baldurs Leichnam mit allen Ehren bestattet, jedoch ohne Rache, denn der Heimtückische befand sich auf geheiligter Freistätte.

Hermrodhr gelangte auch wirklich ins Reich der Hel und forderte Baldurs Rückkehr ins Land der Lebenden, doch stellte Hel für die Erfüllung dieses Wunsches eine Bedingung: Baldur solle nach Asgard zurückkehren dürfen, wenn alle Dinge auf Erden, tote wie Lebende, um ihn weinten, doch sei auch nur eines dabei, welches keine Trauer zeige und nicht um ihn weine, müsse er in ihrer, Hels, Obhut immerdar bleiben.

So ritt Hermodhr wieder zurück ins Land der Lebenden und verkündete seine Botschaft; die Asen sandten daraufhin Abgesandte in alle Länder, auf dass alle Dinge um Baldur weinten, damit er von der Hel erlöst werden könnte.

Die Gesandten erfüllten ihr Werk auch vortrefflich, doch, schon auf dem Rückweg nach Asgard, fanden sie das Riesenweib Thöck, die sich, man erzählt sich, Loki habe sie aufgehetzt, weigerte, um Baldur zu weinen, da sie weder im Tode noch im Leben etwas mit ihm zu schaffen gehabt hätte und ihr sein Schicksal, Hel oder nicht, herzlich gleichgültig sei.

So musste Baldur denn auf immer in Hels Reich verbleiben und Loki der Heimtückische hatte einen großen Sieg errungen.

Quelle: http://www.mythentor.de/nordisch/asen.htm

Gruß an die nordische Mythologie

TA KI

Germanische und keltische Feste


 

 

Die Fruchtbarkeit und die Jahreszeiten spielten dabei eine zentrale Rolle

 

Januar = Hartung – Perchtenfest
Das neue Jahr wird mit einem Umzug begrüßt. Dabei ziehen 12 hässliche (das alte Jahr) und 12 schöne (das neue Jahr) Perchten mit. Die christliche Ausgabe davon sind die drei Königsumzüge. Diese sind allerdings auch rein heidnisch, denn damit sind die drei Schöpfungsgötter Odin, Hönir und Loki gemeint.
Mittwinteropferfest: Zu Ehren Thors – Mitte Januar; Thor kämpfte zu dieser Jahreszeit mit den Eis/Frostriesen (Eisheiligen).

Januar = Hartung – Fröblot
Dieses Fest ist hauptsächlich Frey, dem Licht und Fruchtbarkeitsgott gewidmet. Bei diesem Fest wird eine Puppe aus Stroh oder Heu auf einem Berg angezündet. Sie symbolisiert den Winter. Das Vieh wird mit Hasel und Birkenzweigen berührt, um fruchtbarer zu werden.  
Fastnacht:
Vollmond nach dem 03.01. – hier wird das Ende des Eises gefeiert. Es war im Allgemeinen üblich, sich zu diesem Fest mit einer Tiermaske zu verkleiden.

Februar = Hornung
Disenopfertag: Vor allem in Schweden – Verehrung der Ahnen & Naturgottheiten (höhere Wesen) und ihrer Herrscherin Freyja in der ersten Februarwoche.
Frühlings Tag und Nacht gleiche: 20.2.

März = Lenzing – Sigrblot
Dieses Fest wurde rund drei Tage gefeiert. Es ist gleich mit dem christlichen Ostern. Die Tage sind nun länger als die Nächte.
Feier der Jugend: Göttin Iduna wurde gegen der 3. Märzwoche ein Fest veranstaltet.
Frühlingsbeginn: Im März (Tag ungenau) findet die Verehrung der Fruchtbarkeitsgöttin Nerthus statt. Ihr zuliebe gab es auch einen Umzug (Karneval), der mit einem geschmückten Wagen, sowie einem Abbild Ihrer stattfand. Dieses Fest zu Ehren Nerthus sollte für eine ertragreiche Ernte im nächsten Jahr sorgen.
Ostern: Zum 20.03. hin wurde Ostara, die Göttin der Fruchtbarkeit, mit verschiedenen Opferritualen verehrt. Als Fruchtbarkeitssymbole zu diesem Fest, galten insbesondere Eier und Kaninchen. Die Eier wurden oftmals bemalt und vergraben. Das Wiederauffinden dieser, durch nahestehende Personen, sollte für einen reichen Kindersegen im folgendem Jahr sorgen. Die Kaninchen wurde verbrannt oder verspeist. Im 19. Jahrhundert kam der Brauch zum heutigen Ostern wieder auf.

April = Wandelmond
Dieses Fest hängt mit hoher Wahrscheinlichkeit noch mit dem vorausgegangenen Sigrblot zusammen. An diesem Tag war es üblich, mit anderen Scherze zu treiben.
Begrüßung des Sommers: In der ersten Aprilhälfte wurden besonders der Alben und ihrem Herrscher Frey gedacht.
Walpurgisnacht: 30.04. (Beltane), den Namen Walpurgisnacht verdankt das keltische Beltane eigentlich der germanischen Göttin Walpurga, der Großen Göttin, für die es viele Bezeichnungen gibt. Die Hexen feierten in der Nacht zum 1. Mai traditionell die Heilige Hochzeit zwischen der Großen Göttin und ihrem Gefährten, die dadurch für fruchtbare Felder, Kindersegen und reichlich Jungvieh sorgten.

Mai = Hohe Maien – blota i moti sumri
Gefeiert wird hier die Vereinigung von Odin mit der Göttin Frigg. Es ist das Fruchtbarkeitsfest. Es fanden Jungfernversteigerungen statt, wo sich die jungen Männer ihre Braut ersteigern konnten. Natürlich mussten die Mädchen nicht teilnehmen – alles auf freiwilliger Basis. Junge Paare wälzten sich nackt im Tau auf der Wiese, um die Fruchtbarkeit der Natur auf sich zu übertragen.

Juni = Brachet – blota at midhjum sumri
Sommersonnenwende: Zum Mittsommer am 21.06. wurden Sunna und Baldur im Juni zu den Feierlichkeiten der Tag- und Nachtgleiche geehrt. Die Sonne (Baldr) befindet sich auf ihrem Höhepunkt, um danach zu „sterben“. Er wird von Loki, dem Gott der Lügen und des Feuers, mit einer Mistel umgebracht. Es wurden Teiche und Brunnen geschmückt, zu Ehren der Göttin des Wassers und der Weisheit, Saga.

Juli = Heuert
Leinenernte: 2. Vollmond nach Mittsommer (12. Ernting), hier wird der Erfolg der begonnenen Ernte gefeiert.
Getreide Feste: Zu Ehren Freys, Sif und Thors wurden zum August hin Feste an den Abenden zur Getreideernte ausgelegt.

August = Ernting – Hörmeitidr
Thor wird gerufen, um gutes Wetter zu bekommen, damit die Ernte nicht vernichtet wird.

September = Scheiding – Haustblot
Herbstopferfest (Tag und Nacht gleiche): Es wurde ursprünglich der Beginn der Jagd gefeiert (23.09).
Erntedankfest: Eines der wenigen germanischen Feste, dessen Bedeutung bis in unsere Zeit noch nicht verloren ist. Es findet im September (30.09.) nach dem Einholen der Ernte statt. Verehrung von Thor, Sif und Frey. Wird 3 Tage lang gefeiert. Den Göttern wird dabei für die Ernte gedankt. Baldr sinkt in die Unterwelt Hel (die Tage werden kürzer). Als Opfer wird der letzte Apfel am Baum hängen gelassen. Außerdem wird ein Eber geopfert und Wodelsbier gebraut. Aus den letzten Korngarben auf dem Feld wird ein Kranz geflochten.

Oktober = Gilbart
Samhain / Halloween: Samhain findet in der Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November statt. Es ist ein Totenfest, an dem man den Ahnen gedenkt. Zu Samhain öffnet sich die Unterwelt und die Geister der Ahnen erwachen.
Zweites Disenopferfest: 14.-15. Oktober. Zu diesem Herbstfest wird den Wesen der Natur, den Elfen und Disen für eine erfolgreich Ernte im nächstem Jahr, Kinderwunsch und ein friedliches Jahr geopfert. Der 14.10. galt besonders den eigenen Ahnen.

November = Neblung – blota i moti vetri
Allerheiligen: 01.11.(Samhain / Halloween)
Winteranfang. Die Germanen dachten damals, dass die Natur stirbt. Deshalb wird den Ahnen, Göttern und den Toten gedacht, indem sie Opfer brachten. Sie schmückten die Gräber mit Getreide, Nüssen und anderen Sachen. Es wurden keine menschlichen Opfer gebracht, hingegen aller Behauptungen. Die Krieger in Walhalla wurden gerufen, um in der bevorstehenden Götterdämmerung (Kampf der Götter mit den Riesen) auf Seiten der Götter zu kämpfen. Walhalla war so eine Art Himmel für die nordischen Kulturen (besonders der Kelten), in die alle im Kampf gefallenen Krieger kamen. „Normal“ gestorbene Männer kamen in die Hel.

Dezember = Julmond – Sonarblot
Zu diesem Zeitpunkt muss alle Arbeit für dieses Jahr getan sein. Anschließend werden 12 Nächte durchgefeiert, wobei jede Nacht für einen Monat steht. Im Kampf gegen die Riesen verlieren außer Vidar und Vali alle Götter ihr Leben. Diese rächen ihren Vater (Odin) und zeugen einen neuen Gott, der als Reinkarnation von Odin bzw. Baldr angesehen wird. Das Licht siegt über die Dunkelheit und neues Leben wird entstehen.

Julfest /Wintersonnenwende: Ende Dezember (21.- 22.12.) / erste Januar Woche. Jul bedeutet soviel wie Sonnenrad / Besprechung mit den Toten. Einige im Norden gepflegte Weihnachtsbräuche haben ihren Ursprung in dem Julfest – z.B. das Verbrennen des Julblockes am Herdfeuer oder das zauberkräftige Julbrot. In Schweden gibt es heute noch den Julklapp, ein Geschenk das heimlich vorbereitet und anschließend mit einem lautem Schrei in die Stube geworfen wird. Während der Jultage wurden auch die Juleide ( Eidsbruderschaften, Gemeinschaftsbindungen und Militärische Bündnisse) neu geschworen, damit sie auch im neuen Jahr Bestand hatten. Im Allgemeinen wurden Frey und Odin sehr verehrt. Der letzte Tag des Julfestes jedoch war der Frigg oder Freyja gewidmet.

Diese beiden wichtigen Daten im Jahr geht man seit Ur-Zeiten mit den sogenannten Sonnenwendfeiern an. Die Sonnenwendfeier gilt heute vor allem als altgermanisches Volksfest, da sie in Mitteleuropa bis zur Neuzeit sehr beliebt war. Neben den Germanen gelten auch die Kelten und Slawen als eifrige Sonnenwendfeierer. Im Laufe der Christianisierung Europas wurden die Kulte um die Sonnenwende von kirchlicher Seite bekämpft und verboten.

Doch der Sonnenwendkult war im Bewusstsein der Menschen so stark verankert, dass man ihn nicht auslöschen konnte. Deshalb drückte die Kirche der Sonnenwendfeier einen christlichen Stempel auf. Ab dem 12./13. Jahrhundert wurde das Fest Johannis des Täufers auf die Sommersonnenwende gelegt und in das Johannisfest umbenannt.
Der mit der Sommersonnenwende verbundene Brauch des Sonnenfeuers wurde zum Johannisfeuer. Auch für die Wintersonnenwende wusste die Kirche ein Ersatz zu finden. So wurde aus dem germanischen Julfest das christliche Weihnachtsfest mit dem kleinen Jesus in der Krippe. Diese Idee kam den Kirchenfürsten um das 4. Jahrhundert.
Das germanische Jul war also am Tag der Wintersonnenwende.
Rauhenächte 
Darauf folgten die 12 Rauhenächte. Mit dem Julfest haben die Germanen das vollendete Sonnenjahr gefeiert. Das Sonnenjahr geht von Wintersonnenwende zu Wintersonnenwende und dauert exakt 365,25 Tage. Doch das Mondjahr hatte bei den Germanen auch eine große Bedeutung. Ein Mondjahr beinhaltet 12 Mondmonate die jeweils von Neumond zu Neumond gehen. Diese 12 Mondphasen dauern jeweils ca. 29,5 Tage. Dies ergibt für die Länge des Mondjahres genau 354 Tage. So ergab sich für die Germanen eine Differenz zwischen Sonnen- und Mondjahr von 11 Tagen und 12 Nächten – die 12 Rauhenächte. Diese 12 Rauhenächte liegen somit sprichwörtlich „zwischen den Jahren“ und sind gewissermaßen zeitlos.

Für die Germanen hatten die 12 Rauhenächte große Bedeutung. Hier sollten die Geschehnisse jeder einzelnen Nacht, symbolisch für einen Monat des folgenden Jahres stehen. So sollen z.B. die Träume in diesen Nächten Aufschluss darüber geben, was passieren wird. Es wurden in diesen Nächten auch Orakel befragt, die Auskunft über die Zukunft geben sollten. Dieser Brauch hat sich im Bleigießen zu Silvester erhalten. Es heißt, dass in den Rauhenächten die Seelen der Verstorbenen als wilde Horde, angeführt von Odin, durch die Luft brausen. Mit dem zu Jul entzündeten Räucherwerk wollte man die verstorbenen Seelen vom Heim fernhalten. Es wird allgemein angenommen, dass vom Rauch dieses Räucherwerkes der Name Rauhenächte abgeleitet wurde.

Frau Holle, ist wahrscheinlich mit die germanischen Freyja, manche vermuten Hel, gleichzusetzen, sie gilt als Schutzpatronin in diesen Tagen. Frau Holle mag es nicht, wenn jemand faul und unnütz in den Tag hinein lebt, doch in diesen 11 Tagen und 12 Nächten möchte sie, dass der Mensch sich ausruht und sich auf sein inneres Wesen besinnt. Zu Jul soll er deshalb alle Gedanken und Verhaltensweisen, die nicht zu ihm gehören, fallen lassen. Symbolisch heißt es, dass diese fremden Eigenschaften von Odins wildem Geisterheer der 12 Rauhenächte aufgenommen und für immer fortgetragen werden. Des weiteren sollen die Menschen in diesen Tagen Rückschau auf das vergangene Jahr halten und sich auf das Folgende vorbereiten und sich für dieses auch gute Vorsätze machen.
Die Kirche hat die 12 germanischen Rauhenächte in ihrem Weihnachtsfest übernommen. Daher folgt auf die 12 Nächte nach dem ersten christlichen Weihnachtstag am 25. Dezember, der 6.Januar als Dreikönigstag. Dieser ist nach den drei Magiern aus dem Morgenland benannt, welche dem Stern von Bethlehem folgten und so das Jesuskind fanden. Die Kirche verlegte also das Fest drei Tage nach vorne. Da der Beginn der 12 Rauhenächte seit Ur-Zeiten immer die erste Nacht nach der Wintersonnenwende war, hatten neben den Germanen auch Völker, wie die Inder, Iraner, Griechen und Römer dieses alte Datum.

Thing: Im Februar, zu Beginn des Frühjahres, hauptsächlich aber im Sommer abgehaltenes Gericht während des Julis. In Island wurde es auch schon im Juni, vor oder nach Einholen der Ernte, abgehalten. Tyr wird in dieser Zeit sehr verehrt.

Wochentage

Montag:       Tag des Mondes – Mani (Mond).
Dienstag:     (Schwedisch Tisdag – English Tiwesdeag) – Tag des Tyr.
Mittwoch:     (Schwedisch Onsdag – English Wednesday) – Tag des Wodan / Odin.
Donnerstag: Thor/Donarstag – English Thursday – Tag des Thor.
Freitag:         (English Friday ) – Tag von Freyja oder Frigg.
Samstag:      dän.:Lördag, altnordisch/Norwegisch:Laugadag bedeutet „Laugentag“= Badetag
Sonntag:       Tag der Sunna/Sol (Sonne).

Quellen:
http://www.sagengestalten.de/lex/germ_A.html   von A – Z
http://www.odinownsyouall.de
http://home.freiepresse.de/freis/feste.htm
http://www.berserks.de/Wikinger/wikingerkalender.htm
Germanische Göttersagen – Reclam Verlag – Reiner Tetzner
Die Enzyklopädie der Mythologie – Edition XXL GmbH – Arthur Cotterell
Bildatlas der Weltkulturen “ Die Wikinger“ – Bechtermünz Verlag – J. Graham- Campbell
Mythen der Welt “ Mythologie der Wikinger“ – Athenaion Verlag – Morgan J. Roberts
Runen-Welten – Schirner Verlag – Igor Warneck
Die Edda – Bechtermünz Verlag – Manfred Stange
Die Edda – Eugen Diederichs Verlag – Manfred Günther

Quelle: http://www.berel-am-ries.de/seiten/Chronik/Forschungen-bis-808-nChr/germanische-feste.htm

Gruß an die Ahnen

TA KI