Paul Craig Roberts : »Sollte die Oligarchie unfähig sein Trump zu kontrollieren, könnte er ermordet werden«


Paul Craig Roberts : »Sollte die Oligarchie unfähig sein Trump zu kontrollieren, könnte er ermordet werden«

Von Paul Craig Roberts

paul craig robertsDie US-Präsidentenwahl ist historisch, weil es das amerikanische Volk geschafft hat die Oligarchen zu schlagen. Hillary Clinton, eine Agentin der Oligarchie, wurde trotz der bösartigen Medienkampagnen gegen Donald Trump besiegt. Dies zeigt, dass die Medien und das politische Establishment der politischen Parteien nicht länger das Vertrauen des amerikanischen Volkes genießen.

Es bleibt abzuwarten, ob Trump eine Regierung auswählen und ins Amt berufen kann, die ihm und seinen Zielen dienen wird, amerikanische Arbeitsplätze wiederherzustellen und freundliche und respektvolle Beziehungen mit Russland, China, Syrien und dem Iran zu etablieren.

Weiter bleibt abzuwarten, wie die Oligarchie auf Trumps Sieg reagieren wird. Die Wall Street und die Federal Reserve könnten eine Wirtschaftskrise auslösen, um so Trump in die Defensive zu drängen und sie könnten diese Krise nutzen, um Trump dazu zu zwingen einen ihresgleichen als Finanzminister zu berufen. Skrupellose Agenten innerhalb der CIA und des Pentagons können einen False-Flag-Anschlag inszenieren, der freundliche Beziehungen mit Russland stören würde. Trump könnte einen Fehler machen und Neokonservative in seiner Regierung behalten.

Mit Trump gibt es zumindest Hoffnung. Sollte Trump nicht durch eine schlechte Auswahl seines Kabinetts und ihm in den Weg gestellte Hürden behindert werden, dann sollten wir ein Ende des von Washington orchestrierten Konflikts mit Russland erleben, die Entfernung der US-Raketen an der russischen Grenze in Polen und Rumänien, das Ende des Konflikts in der Ukraine und das Ende von Washingtons Bemühungen die Regierung in Syrien zu stürzen. Jedoch setzen derartige Errungenschaften die Niederlage der US-Oligarchie voraus. Obwohl Trump Hillary geschlagen hat, existiert die Oligarchie nach wie vor und sie ist mächtig.

Trump sagte, dass er 25 Jahre nach dem Kollaps der Sowjetunion keinen Sinn mehr in der NATO sehe. Falls er diese Ansicht beibehält, dann bedeutet dies große politische Veränderungen für Washingtons EU-Vasallen. Die Feindseligkeiten der derzeitigen EU- und NATO-Offiziellen gegenüber Russland würde aufhören. Die deutsche Kanzlerin Merkel müsste ihre Standpunkte ändern oder ersetzt werden. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg müsste entlassen werden.

Wir wissen nicht, wen Trump in sein Kabinett berufen wird. Es ist wahrscheinlich, dass Trump sich mit den vielen Möglichkeiten und ihren Positionen bei bestimmten Themen nicht auskennt. Es kommt wirklich darauf an, wer Trump berät und welcher Rat ihm gegeben wird. Sobald wir seine Regierung sehen, wissen wir ob wir auf Veränderungen hoffen können und ob sie eine Chance haben.

Sollte die Oligarchie unfähig sein Trump zu kontrollieren und sollte er tatsächlich Erfolg damit haben, die Macht und das Budget des militärisch-industriellen Komplexes einzuschränken und den Finanzsektor mit in die politische Verantwortung zu nehmen, dann könnte Trump ermordet werden.

Trump sagte, dass er Hillary ins Gefängnis bringen werde. Zunächst sollte er sie, zusammen mit all den Neokonservativen, wegen Verrats und Kriegsverbrechen vor Gericht stellen. Das würde den Weg für Frieden mit den anderen beiden Atommächten freimachen, über welche die Neokonservativen herrschen wollen. Obwohl die Neokonservativen immer noch Kontakte im versteckten Tiefen Staat haben, würde es für dieses Ungeziefer schwierig werden False-Flag-Operationen oder einen Mordanschlag zu organisieren. Skrupellose Elemente im militärisch-industriellen Komplex könnten immer noch eine Ermordung bewerkstelligen, aber ohne Neokons in der Regierung würde eine Vertuschung viel schwieriger werden.

Trump hat mehr Verstand und Einblick als seine Gegenspieler realisieren. Es musste einem Mann wie Trump, der riskiert hat, sich so viele mächtige Feinde zu machen und seinen Wohlstand und seine Reputation zu verlieren, vollkommen klar gewesen sein, dass die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der herrschenden Klasse bedeutete, dass er zum Präsidenten gewählt werden könnte.

Wir werden erst dann wissen, was wir zu erwarten haben, wenn wir sehen wer die Minister und deren Stellvertreter sind. Falls es die üblichen Verdächtigen sein sollten, dann wissen wir, dass Trump eingefangen wurde.

Ein nachhaltig erfreuliches Ergebnis der Wahl ist die komplette Diskreditierung der US-Medien. Die Medien prognostizierten einen einfachen Sieg für Hillary und gar die Kontrolle der Demokraten im US-Senat. Trotz der bösartigen medialen Angriffe auf Trump, während der Vorwahlen und während des eigentlichen Wahlkampfes, hatten die Medien keinerlei Auswirkungen außerhalb der Nordost- und Westküste – den Tummelplätzen des Einen Prozent. Der Rest des Landes ignorierte die Medien, was noch viel mehr über den Verlust an Einfluss und Vertrauen der Medien aussagt.

Ich hätte nicht gedacht, dass die Oligarchie Trump gestatten würde zu gewinnen. Es sieht allerdings so aus, als hätten sich die Oligarchen von ihrer eigenen Medien-Propaganda täuschen lassen. Es wurde ihnen versichert, dass Hillary gewinnen würde und so waren sie wohl nicht darauf vorbereitet, ihre Pläne zum Stehlen der Wahl umzusetzen.

Hillary ist gefallen, aber nicht die Oligarchen. Sollte Trump geraten werden versöhnlich zu sein, seine Hand auszustrecken und das Establishment in seine Regierung aufzunehmen, dann wird das amerikanische Volk wieder einmal enttäuscht werden. In einem Land, dessen Institutionen so vollumfassend durch die Oligarchie korrumpiert sind, ist es schwierig wirkliche Veränderungen ohne Blutvergießen zustande zu bringen.

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/11/paul-craig-roberts-sollte-die-oligarchie-unfaehig-sein-trump-zu-kontrollieren-koennte-er-ermordet-werden/

Gruß an die Klardenker

TA KI

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Schwächster Börsenstart seit 1988- Dax sackt um 400 Punkte ab


china

Der Auftakt ins neue Jahr droht am deutschen Aktienmarkt deutlich nach hinten loszugehen. Statt steigender Kurse geben die Notierungen auf breiter Front nach. Der Grund des Übels: China.

Die ersten fünf Handelstage geben statistisch gesehen die Richtung für das Gesamtjahr am Aktienmarkt vor. Nach dieser Börsenregel können sich die Anleger hierzulande bereits am ersten Handelstag des Jahres warm anziehen – der Dax sackt in der Spitze um 3,8 Prozent ab. Das ist der schwächste Börsenstart seit 1988. Er reißt zudem eine wichtige charttechnische Marke. Der Grund für den Kursrutsch liegt in China.

Der Dax, mit einem Stand von 10.743 Punkten aus dem Jahr gegangen, fällt bis auf ein Tagestief von 10.330 Punkten, und pendelt sich dann um die Marke von 10.390 Zähler an. Das ist ein Abschlag von rund 350 Stellen oder 3,2 Prozent. Am 30. Dezember, dem letzten Handelstag 2015, hatte er 1,1 Prozent oder fast 120 Stellen niedriger geschlossen. Der MDax präsentiert sich ebenfalls mit deutlichen Abschlägen und sackt 2,5 Prozent auf 20.253 Punkte ab. Der TecDax büßt 2,4 Prozent auf 1786 Stellen ein.

Charttechnisch ist der Dax damit wieder angeschlagen. Die Unterstützung bei 10.500 Punkten ist dahin. Kurse um 10.100 liegen im Bereich des Möglichen und auch ein Fall unter die 10.000er Marke ist nicht mehr ausgeschlossen. Für den Leitindex gilt es nun, die 10.500er Marke möglichst noch im weiteren Tagesverlauf zurückzuerobern.

Asien: Chinas stoppt Aktienhandel

In China ist der Leitindex Shanghai Composite um fast 7 Prozent eingebrochen. Der Handel wurde deswegen – den erst vor kurzem eingeführten neuen Regeln entsprechend – für den Handelstag vorzeitig beendet, um weitere Verluste zu vermeiden. Ausschlaggebend für den Kursrutsch sind erneut Sorgen, dass das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt einen erheblichen Dämpfer versetzt bekommt: Der Caixin-Einkaufsmanagerindex ist im Dezember zum zehnten Mal in Folge gesunken und liegt unter der Expansionschwelle von 50. Zudem fiel er schlechter aus als von Experten vorhergesagt.

„Damit zerschlägt sich nicht nur die Hoffnung auf eine Erholung, sondern die Sorge vor einer Beschleunigung der Abschwächung kommt auf“, schätzt ein Händler ein. Das Thema könne die Märkte noch lange beschäftigen.

Eine Rolle spielte ferner der bevorstehende Ablauf eines Aktien-Verkaufsverbots für Großaktionäre, das im Zuge von Chinas Börsencrashs im Sommer eingeführt wurde. Viele Anleger trennten sich von ihren Papieren, weil sie davon ausgingen, dass die Großinvestoren dies nach Fristende ebenfalls tun.

Auch an anderen asiatischen Börsen ging es steil bergab: Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans verlor 2,5 Prozent. Der japanische Nikkei-Index brach um 3,1 Prozent auf 18 451Zähler ein. Damit sackte er auf den tiefsten Stand seit fast zehn Wochen. Der breiter gefasste Topix büßte 2,4 Prozent auf 1510 Punkte ein. „Sichere Häfen sind gefragt“, sagt n-tv-Börsenexpertin Sabrina Marggraf. Euro, Yen und Gold zählten dazu.

Bange Blicke Richtung Wall Street

In den USA hatte bereits am Donnerstag der Chicago-Einkaufsmanagerindex stark enttäuscht. Mit Bangen blicken Marktteilnehmer daher nun auf den ISM-Index für die US-Industrie. Er wird am Nachmittag veröffentlicht. Kaum stützend auf das Sentiment wirken die gemischt ausgefallenen Einkaufsmanager-Daten aus Europa. Insgesamt fiel der Index für die Eurozone mit 53,2 einen Tick besser aus als erwartet.

 

Dax: Alle 30 Werte im Minus

Am Vormittag notieren alle 30 Dax-Werte mit Abschlägen. Am deutlichsten geht es dabei für RWE nach unten. Die Titel verlieren rund 6 Prozent. Auch Eon büßen mit mehr als 4 Prozent überdurchschnittlich ein. Am letzten Handelstag 2015 waren die beiden Papuere noch die einzigen Gewinner im Leitindex. Auf Jahressicht wiesen sie jedoch die stärksten Verluste auf. Die geringsten Abgaben weisen  Lufthansa auf. Hier geht es knapp 1 Prozent abwärts.

Interviews der Vorstände von Adidas und Continental zum Jahreswechsel verpuffen angesichts des starken Abgabedrucks nahezu wirkungslos am Markt. „Unsere Orderbücher für das erste Halbjahr 2016 sind voll. Als Konzern planen wir wieder ein deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn“, sagt Adidas-Chef Herbert Hainer der „Süddeutschen Zeitung“. Adidas waren mit mehr als 60 Prozent Kursgewinn der Dax-Topwert 2015, nun geht es 2,5 Prozent abwärts.

Continental-Chef Elmar Degenhart erklärte der „Börsen-Zeitung“, sollte VW wegen des Skandals Diesel-Marktanteile in Europa verlieren, so würde dies auch Umsatzeinbußen bei Continental zur Folge haben. Continental geben 3,5 Prozent ab.

Auch die anderen Autowerte im Dax sacken ab: Daimler verlieren rund 3,5 Prozent, VW ebenso. BMW sacken sogar etwa 4 Prozent ab.  Auf den zweiten Blick besser machen es – außerhalb des Dax – die Fiat-Chrysler-Titel: Der Kurs bricht zwar optisch um fast ein Drittel ein. Am Sonntag wurde aber die Abspaltung der Tochter Ferrari vollzogen, weshalb Fiat-Aktien nun ohne den Wert der Beteiligung gehandelt werden. Bereinigt notieren Fiat 0,4 Prozent höher. Aktionäre von Fiat Chrysler haben für 10 Stammaktien eine neue Stammaktie von Ferrari erhalten. Die Ferrari-Aktie startet mit 43 Euro, steigt im Hoch auf 43,24 Euro und pendelt dann um 42,50 Euro.

Devisen: Euro und Yen im Aufwind

Der Euro legt am Vormittag zu. Mit 1,0926 Dollar liegt er rund ein halbes Prozent über dem Stand vom Donnerstag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zum Ende des vergangenen Jahres auf 1,0887 Dollar festgesetzt. Stützend wirkt Händlern zufolge unter anderem, dass Goldman Sachs mit seiner Kursprognose zurückgerudert ist. Noch vor wenigen Wochen hatte die US-Großbank einen Absturz des Euro bis auf 80 US-Cent vorausgesagt, nun erwartet Europa-Chefvolkswirt Huw Pill im Jahresverlauf 2016 nur noch die Parität zum Dollar.

Gesucht ist auch der Yen. Angesichts der Lage im Nahen Osten profitiert er von seinem Ruf als sicherer Hafen und legt auf 119,28 je Dollar zu. Auch zum Euro zieht er an. Im Fokus steht aber auch der chinesische Yuan. Die Zentralbank in Peking hat den Referenzkurs über der Marke von 6,50 Dollar festgesetzt. Damit ist der Yuan so schwach wie zuletzt im Mai 2011.

Rohstoffe: Ölpreis dreht nach unten

Der Anstieg des Ölpreises von mehr als 2 Prozent wegen der politischen und diplomatischen Krise zwischen dem Iran und Saudi Arabien hält nur kurz an. Bereits am Montagvormittag notiert die Nordseesorte Brent wieder im Minus: 0,5 Prozent bei 37,42 Dollar. WTI präsentiert sich noch nahezu unverändert bei 37,11 Dollar. Beide Ölsorten können die 37-Dollar-Marke damit vorerst halten. . Insgesamt liegen die Ölpreise weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Laufe des vergangenen Jahres waren sie für beide Ölsorten um etwa ein Drittel abgesackt.

Die fundamentalen Aussichten für das Öl seien weiter negativ, heißt es mit Blick unter anderem auf die neuerlich eher enttäuschenden Konjunkturdaten aus China. Der Sektor leidet unter Überkapazitäten und nur schwachen Wachstumsaussichten. Eine Eintrübung der ohnehin nur geringen Erwartungen an das globale Wachstum könnte einen erneuten Schub nach unten auslösen.

Saudi-Arabien hatte am Sonntag nach einem Angriff auf die saudische Botschaft im Teheran angekündigt, seine diplomatischen Beziehungen zum Iran abzubrechen. Hintergrund des Angriffs auf die Botschaft waren Proteste gegen die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien gewesen. Das hatte den Ölpreis zunächst klettern lassen.

Gold gefragt, Industriemetalle nicht

Während der Goldpreis leicht steigt, setzen die China-Probleme dem Kupferpreis deutlich zu, denn das Reich der Mitte ist der globale Top-Rohstoff-Konsument. Das Industriemetall verbilligt sich in der Spitze um 1,5 Prozent auf 4635 Dollar je Tonne. Anleger fürchten seit Monaten, dass auf die – nach den USA – zweitgrößte Volkswirtschaft eine deutliche Wachstumsschwäche zukommt.

Solange die Anleger wegen der Sorgen um China vorsichtig blieben, dürfte der Druck auf die Metallpreise anhalten, sagt Dominic Schnider von UBS Wealth Management. Er sieht den Kupferpreis in drei Monaten nur noch bei 4200 Dollar je Tonne. Im vergangenen Jahr ist der Preis um gut 25 Prozent eingebrochen.

Quelle:http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktberichte/Dax-sackt-um-400-Punkte-ab-article16683391.html

Gruß an die weniger Überraschten

TA KI

„Digital Angel“ – ein Weg zur totalen Überwachung?


 

Ein sehr irdisches Super-Implantat · Die Fakten

von Grazyna Fosar und Franz Bludorf       

Glauben Sie an einen Schutzengel? Wenn ja, dann kann er Ihnen vielleicht schon bald nicht mehr helfen! Wenn nein, dann gewöhnen Sie sich schon einmal langsam daran, dass es ihn gibt. Allerdings hat der „Schutzengel“, von dem wir hier reden, keine Flügel, sondern er ist ein Mikrochip, den man auch Ihnen schon sehr bald unter die Haut implantieren kann.

Was ist ein Digital Angel?

Digital Angel ist ein Mikrochip, der eine Verbindung herstellt zwischen Biosensor-Technologie und Global Positioning System (GPS, ein satellitengestütztes Navigationssystem, mit dessen Hilfe man seine genaue Position auf der Erde feststellen kann). Laut Patent wurde der kleine Bio-Schutzengel gezielt für den Einsatz beim Menschen entwickelt und kann seinen Träger das ganze Leben begleiten.

Der Miniatursender und –empfänger, den man so harmlos „Engel“ nennt, wird entweder körpernah getragen oder sogar unter die Haut implantiert. Das Gerät kann unterschiedliche Daten senden und empfangen und in jedem Moment vom satellitengestützten GPS-System lokalisiert werden.

Außer diesem Anpeilen der Menschen kann der „Engel“ unterschiedliche menschliche Vitalfunktionen überwachen, in gewissem Rahmen Diagnosen erstellen und Daten an eine Basisstation auf der Erde übertragen, die an das Internet angeschlossen ist.

Droht dem Träger etwa ein Herzinfarkt, wird sogar ein spezieller Impuls erzeugt, der einen Anruf bei der Feuerwehr auslöst und daher sofortige ärztliche Hilfe in die Wege leitet.

Der Digital Angel misst bereits heute ständig den Blutdruck, die Körpertemperatur, den Puls sowie nach Bedarf weitere Parameter wie z. B. den Blutzuckerspiegel. Für zukünftige Modelle kündigt der Hersteller sogar noch kompliziertere Überwachungsfunktionen wie etwa komplette EKG- und EEG-Messungen an.

Über diese medizinischen Funktionen hinaus dient das Gerät natürlich auch dazu, vermisste Personen aufzufinden, und das nicht nur für die Polizei. Angehörige können auf diese Weise jederzeit ein Kind wiederfinden, das sich allein irgendwo verlaufen hat, oder eine ältere Person, die beispielsweise an der Alzheimer Krankheit erkrankt ist und sich nicht mehr zurechtfindet. Mehr noch: die Angehörigen können nicht nur sofort erfahren, wo sich die Person befindet, sondern auch, ob sie wohlauf ist.

Klingt gut, nicht wahr?

 

Der Digital Angel soll den Menschen das Leben erleichtern, indem er sie immer überwacht, beschützt und dafür sorgt, dass jede Ehefrau ständig wissen kann, wo sich ihr Mann befindet.

Klingt es immer noch gut? Sehen wir weiter.

Wer stellt „Digital Angel“ her?

Beim „Digital Angel“ handelt es sich um das neueste High-Tech-Produkt der Firma Applied Digital Solutions. Dies ist nicht etwa eine Briefkastenfirma eines dubiosen Garagenbastlers. ADS-Aktien werden an der NASDAQ in New York gehandelt, und das Unternehmen gehört zu den fünf erfolgreichsten Firmen der Welt auf dem Gebiet der Elektronik. Die Firma arbeitet auf der sogenannten „I3 Services Platform“: „Intelligent Integrated Information Services“. Das Hauptquartier des Unternehmens befindet sich in Saint Paul, Minnesota.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten des „Digital Angel“

Im Dezember 1999 gab Applied Digital Solutions bekannt, die Patentrechte an der Erfindung erworben zu haben. Bereits bei dieser Gelegenheit nannten die Vertreter des Unternehmens weitere Anwendungsmöglichkeiten des Chips, die teilweise weit über die genannten Lokalisierungs- und medizinischen Überwachungsfunktionen hinausgehen, und zwar Anwendungen in den Bereichen Justiz und Sicherheit.

Neben der Möglichkeit, verirrte Personen wiederzufinden, geht es auch um das Lokalisieren von Entführungsopfern sowie von „militärischem, diplomatischem und anderem wichtigen Regierungspersonal“.

Man könne zudem mit Hilfe des Digital Angel Personen identifizieren, etwa zum Zwecke der Sicherheit des elektronischen Handels (z. B. im Internet oder bei Geldautomaten).

 

An dieser Stelle hört wohl endgültig der Spaß auf.

Zum einen beweist die letztgenannte Anwendung eindeutig, dass der Digital Angel keineswegs nur die Position und medizinische Daten übermittelt. Schließlich kann man einen Menschen wohl kaum anhand seines Pulsschlages oder Blutdrucks identifizieren.

Dementsprechend gibt die Firma auch an, der Digital Angel ermögliche eine „optimale, volle Identifikation von Personen“, wobei sogar so spezielle Daten überprüft werden können, ob die Person etwa im Besitz eines Waffenscheines ist.

Zum anderen ist auch die Sache mit dem Auffinden von Entführungsopfern eine zweischneidige Sache. Solange es nur um ältere Familienangehörigen geht, die an Alzheimer leiden und sich dann beim Spaziergang verlaufen, kann die Familie sicher tatsächlich durch gezielte Anschaffung eines solchen Gerätes etwas mehr Sicherheit gewinnen.

Niemand kann jedoch vorhersagen, wer im Laufe seines Lebens einmal Opfer einer Entführung werden wird. Man kann Geiseln nicht gezielt mit derartigen Peilsendern ausrüsten, da sie ja in diesem Moment bereits gekidnapped sind. Der „Digital Angel“ hilft also zweifelsohne bei Entführungen nur dann, wenn alle Menschen mit ihm bereits vorher ausgerüstet sind.

 

Microchip ameiseSchöne neue Welt der Nanotechnologie: Ameise präsentiert Mikrochip

microchip menschSchöne neue Welt der Nanotechnologie: Mikrochip präsentiert Mensch

Und das ist bei weitem noch nicht alles, wie der Präsident von Applied Digital Solutions, Richard Sullivan, wörtlich sagte: „Wir glauben, sein (des Digital Angel, Anm.d.Autoren) Potential zur Verbesserung der persönlichen und kommerziellen Sicherheit und zur Anhebung der Lebensqualität für Millionen von Menschen ist praktisch unbegrenzt.“

Wie funktioniert der „Digital Angel“?

Im Prinzip ganz einfach. Ein Chip, der unter die menschliche Haut implantiert wird, empfängt ein Signal aus dem Satellitennetz. Er selbst braucht keine Batterie, da er durch die Energie des Körpers versorgt wird. Nachdem ein Signal empfangen worden ist, wird es zu einer Bodenstation übertragen, die ein autorisierter Empfänger im Internet ist. Diese Bodenstation kann dann in jedem Moment die Position und die persönlichen und medizinischen Daten des betreffenden Menschen abrufen.

Die Energieversorgung des Gerätes ist so angelegt, dass es vollkommen wartungsfrei ist und niemals zu einem Batteriewechsel ausgebaut werden muss. Es kann sich die Energie direkt von den Muskelbewegungen des Menschen holen, oder – was noch schlimmer klingt – die Energieversorgung und Aktivierung des Chips kann auch durch eine externe GPS-Kontrollstation erfolgen.

Damit das Ganze nicht nach einer neuen „Verschwörungstheorie“ klingt, hier ein Zitat aus einem Interview von WorldNetDaily mit dem leitenden Wissenschaftler von Applied Digital Solutions, Dr. Peter Zhou, worin er sagte: „Ich glaube, das Implantat wird so populär werden wie Handys oder Schutzimpfungen. Digital Angel wird eine Verbindung von Dir und der elektronischen Welt. Es wird Dein Wächter und Beschützer. Es wird Dir Gutes tun.

Wir werden ein Hybrid sein aus elektronischer Intelligenz und unserer eigenen Seele.“

 

„Digital Angel“ ist keine Science Fiction! Er ist bereits auf dem Markt!

Die erste Version des Digital Angel wurde im Oktober 2000 der Öffentlichkeit vorgestellt im Rahmen einer groß angelegten Präsentation in New York vor über 300 geladenen Gästen, darunter der US-Wirtschaftsminister und andere Regierungsbeamte, potentielle Lizenznehmer und Joint-Venture-Partner sowie Pressevertreter.

ADS-Präsident Richard Sullivan sagte bei dieser Gelegenheit: „Das Interesse an diesem Gerät ist sehr groß. Die Reaktionen sind sehr positiv. Wir erhalten viele Fragen, aber auch viele konstruktive Vorschläge bezüglich der Anwendung des Digital Angels. Alle sind an diesem Gerät interessiert, von Telekommunikationsfirmen bis zur Welt der Hochfinanz an der Wall Street.“

Sullivan kündigte an, der Digital Angel würde dem Unternehmen in den nächsten Jahren geschätzte 70 Milliarden Dollar einbringen.

Obwohl das Feld zum Missbrauch, wie wir gesehen haben, unglaublich groß ist, lassen sich weite Kreise der amerikanischen Bevölkerung davon nicht beeindrucken.

Schon jetzt melden sich die Menschen in Scharen, um das niedliche kleine Schutzengelchen zu bekommen. Das Interesse ist riesig.

Seit fünf Jahren liefen bereits geheime Tests mit diesem Chip mit freiwilligen Testpersonen. Die Londoner „Times“ schrieb dazu im Jahre 1998: „Unter 45 Personen, die zuerst an den geheimen Tests teilgenommen hatten und denen man den Chip implantiert hatte, befanden sich hauptsächlich Filmstars und Kinder von Millionären.“

Früher waren es zumeist die „bösen Außerirdischen“, die angeblich die Menschen mit Implantaten quälten. Heute sehen wir, dass offenbar seit Jahrzehnten bereits von Menschen an Menschen eine Technologie erprobt wurde (natürlich anfangs zumeist unfreiwillig), die jetzt zur Marktreife gediehen ist. Außerdem haben die Geschichten über die angeblichen „außerirdischen Implantate“ viele Menschen so desensibilisiert, dass sie inzwischen offenbar schon so weit sind, ein Implantat „chic“ zu finden.

 

Kritische Stimmen aus Amerika

Unterschiedliche Organisationen haben schon jetzt angekündigt, dass sie sich energisch gegen eine mögliche Pflichtimplantierung des Chips einsetzen würden. George Getz, ein amerikanischer Politiker, sagte: „Schließlich hat keine Regierung jemals jemanden dazu gezwungen, einen Führerschein zu besitzen. Aber probieren Sie, ihn nicht zu haben. Wenn alle von der Bank, der Autovermietung, dem Hotel bis zum Lebensmittelladen verlangen, dass Sie ihn vorzeigen, damit Sie an ihre Dienstleistungen kommen können. Das bedeutet, dass ein Führerschein praktisch Pflicht ist (in Amerika, wo es keine Personalausweise gibt, Anm. d. Autoren). Wenn die Regierung Sie zwingen kann, Ihre Fingerabdrücke zu registrieren, um Ihnen einen Führerschein auszustellen, warum könnte sie Sie nicht dazu zwingen, ein Implantat unter Ihrer Haut zu tragen? Das sind die Unterschiede, die den Grad und nicht die Art des Zwangs zeigen. Deshalb ist es so wichtig, dass eine Verletzung der Privatsphäre durch Machtstrukturen schon an der Wurzel bekämpft wird.“

 

Marc Rotenberg, der Direktor des Electronic Privacy Information Center in Washington, kommentiert den elektronischen Schutzengel folgendermaßen: „Ich denke, die Benutzung von Implantaten zur Lokalisierung ist der Übergang in ein neues Territorium. Es bringt uns dem Orwellschen 1984 näher.“

 

Werden in der Zukunft Implantate zur Pflicht?

Eine von Elaine M. Ramish für das Franklin Pierce Low Center vorbereitete Studie kommt zu dem Schluss, dass eine allgemeine Pflicht der Identifikation mit Hilfe der Implantat-Technologie in zwei Etappen erreicht werden könnte. Zuerst freiwillig, damit das Implantat als nutzvoll erkannt werden kann. Dann könnte man die Implantation als eine Pflichtprozedur einsetzen.

 

In Deutschland läuft die Desensibilisierungsstrategie hinsichtlich der relativ unkontrollierten Verfügbarkeit persönlicher Daten etwas anders als in den USA. Wir meinen die jüngst geäußerten Pläne der Bundesregierung, medizinische und diagnostische Daten (zwangsweise!) auf den Chipkarten der Krankenkassen zu speichern. Der geplante Sicherheitsgewinn für den Patienten ist pure Augenwischerei. Wenn der Arzt bei Medikamenten, die ihm der Patient nennt, Wechselwirkungen nicht erkennt, wird er sie wohl auch übersehen, wenn er die Daten von der Chipkarte abliest. Auf jeden Fall steht der Nutzen in keinem Verhältnis zu der Gefahr, wer außer dem der Schweigepflicht unterliegenden Arzt noch so alles diese Daten lesen und auswerten kann. Schließlich kann man PC-kompatible Chipkarten-Lesegeräte für ein paar Mark in jedem Elektronik-Supermarkt kaufen.

 

Auch in den USA hat man die breite Masse der Menschen nicht sofort mit der doch nicht so ganz unumstrittenen Implantat-Technologie konfrontiert. Für die Markteinführung des Digital Angel entwickelte man jedenfalls erst einmal eine entschärfte Version, die in einer simplen Armbanduhr eingebaut ist. Offenbar ist das Vertrauen der Bevölkerung in die neue Technologie doch nicht so groß, wie es die euphorischen Kommentare der Firmenvertreter vermuten lassen.

Die vergleichsweise eher harmlose Armbanduhr ermöglicht es, auf sanfte Weise die Kundschaft von den versprochenen Vorteilen des Digital Angel zu überzeugen und bestehende Vorurteile abzubauen.

Ohnehin könnte sich in der aktuellen Lage, angesichts eines stark erhöhten Sicherheitsbedürfnisses der Bevölkerung und starker Ängste vor Terrorakten und anderen Gewaltverbrechen die allgemeine Stimmungslage sehr schnell ändern.

Wenn man die Website von Applied Digital Solutions aufruft, sieht man jedenfalls bis heute nur die genannte Armbanduhr-Version des Digital Angel. Die Möglichkeit von Implantaten wird hier mit keinem Wort erwähnt.

Sehen die Firmenbosse nicht, wie sie sich selbst widersprechen, wenn sie gleichzeitig auf diesen Webseiten anpreisen, das Gerät eigne sich auch dazu, entlaufene Hunde wiederzufinden (seit wann tragen Hunde Armbanduhren?) oder Entführte zu lokalisieren (eine Armbanduhr könnte der Kidnapper bei seiner Geisel schnell finden und aus dem Fenster des Fluchtfahrzeugs werfen)?

„Digital Angel“ und „die Welt danach“

Wenn wir „die Welt danach“ (d. h. nach dem 11. September 2001) betrachten, so kommt man nicht umhin, neben den verständlichen Sicherheitsbedürfnissen der Staaten und ihrer Bürger auch die andere Seite der Medaille zu betrachten:

Inwieweit besteht eine Gefahr, dass ein Digital Angel nicht auf längere Sicht nicht nur als Sender, d. h. zur Überwachung, sondern auch als Empfänger benutzt werden könnte?

Dass der Digital Angel grundsätzlich ein Empfänger ist, steht außer Frage. Er empfängt Peilsignale von den GPS-Satelliten und eventuell elektromagnetische Signale von der Bodenstation zur Sicherung der Energieversorgung. Wer schützt uns eigentlich davor, dass in derartige Signale nicht unbemerkt weitere Informationen eingebettet werden könnten, die im Extremfall einen Menschen sogar zu Handlungen veranlassen könnten, deren er sich gar nicht bewusst ist und die er vielleicht bewusst niemals ausführen würde? In einer Zeit, da das Phänomen der „Schläfer“ unsere Schlagzeilen beherrscht, die jahrelang als scheinbar unbescholtene Bürger (und gleichzeitig potentielle Zeitbomben) unerkannt unter uns leben, müssen auch solche Fragen erlaubt sein. Wird der Digital Angel als „Im-Plan-Tat“ in Zukunft der erste Schritt zu einem „Super-Schläfer“ sein?

Der Digital Angel kann nicht nur zu einem Zeitalter der totalen Überwachung der Bevölkerung führen, sondern sogar zur Verhaltenssteuerung! Wie kann man in einer solchen Situation eigentlich noch die „bösen Buben“ von den „Guten“ unterscheiden?

Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/archiv/Digitalangel/digitalangel.htm

Gruß an die Gechipten

TA KI