Gift auf den Lippen- „…aber hauptsache es macht schön…“


 

Gefährliches Gift im Lippenstift

 

Dieser Artikel erschien hier bereits am 28.04.2014

Wer schön sein will, muss leiden. Dieses alte Sprichwort ist bekannt und dennoch wird es nicht allzu ernst genommen. Wie viel Wahrheit sich tatsächlich dahinter verbirgt, zeigen wir Ihnen an einem Beispiel aus dem Bereich der dekorativen Kosmetik – dem Lippenstift.

Gift  im Lippenstift © Sandor Kacso – Fotolia.com

 

Frauen lieben den Lippenstift

Frauen leiden natürlich in der Regel nicht darunter, sich täglich hübsch zu machen. Schliesslich macht es Spass, das Aussehen mit ein paar kleinen Tricks positiv zu verändern. Ein wenig Make-up zaubert aus einer faden, unebenmässigen Haut schnell einen frischen und ebenmässigen Teint. Doch was wäre das schönste Make-up ohne einen passenden Lippenstift?

Der Lippenstift ist das Kosmetikutensil, mit dem Frau ihre Weiblichkeit unterstreichen und ihre eigene Auffassung von Eleganz und Stil ausstrahlen kann. Daher ist der Lippenstift ein Muss für jedes perfekte Make-up. In unzähligen Farben und unterschiedlichen Texturen angeboten zählt der Lippenstift heutzutage zu dem mit Abstand beliebtesten Schminkzubehör.

Doch ein mit Lippenstift ausdrucksvoll geschminkter Mund ist nicht nur schön anzusehen. Der Lippenstift birgt auch eine Gefahr für die Gesundheit, denn er kann eine Menge an Giftstoffen enthalten.

Diese werden durch das Benetzen der Lippen mit der Zunge zumindest teilweise vom Speichel aufgenommen und gelangen so in den Körper. Was sie dort anrichten können, verleiht dem oben zitierten Sprichwort, „Wer schön sein will muss leiden“, eine ganz andere Dimension.

Ein Lippenstift für höchste Ansprüche

Der Anspruch an den Lippenstift ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Während die Frauen früher noch glücklich darüber waren, dass ihre Lippen eine interessantere Farbe annahmen, muss der Lippenstift von heute einiges mehr können. Und was das genau ist, bestimmen die Werbespezialisten der Kosmetikhersteller.

Ein Lippenstift liegt heutzutage nur dann im Trend, wenn er bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Hierzu zählen: besonders intensive Farbpigmente, ein unwiderstehlicher Glanz sowie eine Haltbarkeit von mindestens 24 Stunden – selbstverständlich ohne in den Lippenfältchen zu verlaufen oder an Farbintensität zu verlieren.

Eines sollte in diesem Zusammenhang jeder Frau klar sein: Je effektvoller und haltbarer die Farbpigmente im Lippenstift oder Lipgloss sind, umso ausgefeilter müssen auch die für diesen Effekt verantwortlichen Ingredienzen sein.

Da kann auf eine breite Palette synthetischer Substanzen längst nicht mehr verzichtet werden. Man kann halt nicht gleichzeitig auf Schönheit UND Gesundheit achten, oder vielleicht doch? Dazu später mehr.

Teuer ist nicht gleichzeitig gut

Viele der verwendeten Inhaltsstoffe konventioneller Lippenstifte geben Anlass zur Besorgnis, denn sie sind bekanntermassen gesundheitsgefährdend.

Einige von ihnen stehen im Verdacht, allergische Reaktionen auszulösen und andere zeigen gar eine karzinogene Wirkung. Obwohl dies längst bekannt ist, sind diese Substanzen nach wie vor in fast allen herkömmlichen Lippenstiften zu finden – in billigen Fabrikaten ebenso wie in hochpreisigen Markenprodukten.

Inhaltsstoffe konventioneller Lippenstifte

Zu den gesundheitlich bedenklichen Inhaltsstoffen in Lippenstiften zählen beispielsweise die aus Erdöl gewonnenen Paraffine und Mineralöle. Sie legen einen nicht wasserlöslichen Film auf die Lippen, der sie scheinbar weich und geschmeidig macht.

In Wahrheit besitzen sie jedoch keinerlei Pflegeeigenschaft. Im Gegenteil: Sie entziehen den Lippen die natürliche Feuchtigkeit und trocknen sie aus. Das Gleiche gilt auch für Silikone, die ebenfalls als Weichmacher im Lippenstift eingesetzt werden.

Formaldehyd als Konservierungsmittel und Diethylphthalat als lichtbeständiger Weichmacher sind auch in vielen Lippenstiften enthalten. Beide Substanzen bergen ein hohes karzinogenes Risiko.

Um den unangenehmen Geruch der verwendeten Rohstoffe zu übertönen, wird mit synthetischen Duftstoffen nicht gespart. Schliesslich würde keine Frau einen stinkenden Lippenstift verwenden. Doch die meisten dieser kreierten Düfte können allergische Reaktionen auslösen.

Ebenso wie die Duftstoffe werden auch die Farbpigmente im konventionellen Lippenstift ausschliesslich synthetisch hergestellt. Diese Methode ist einerseits besonders kostengünstig und bietet andererseits die Möglichkeit, den Kundinnen eine nahezu unbegrenzte Farbauswahl anzubieten.

Die verwendeten Farbstoffe sind jedoch äusserst kritisch zu betrachten. Als besonders heikel gelten Substanzen wie der Farbstoff CI 17200, der das krebsverdächtige Anilin abspalten kann, sowie das Tartrazin (CI 1914), dessen hohes allergisches Potential schon lange bekannt ist.

Blei & Co im Lippenstift

Eine amerikanische Studie der Universität von Kalifornien, Berkeley (UCB) ergab, dass Lippenstifte gesundheitsgefährdende Mengen an Metallen wie Aluminium, Cadmium, Blei, Titan sowie anderen Toxinen enthalten.

Besonders hoch war die Konzentration an Titan und Aluminium. Drei Prozent der getesteten Produkte führten bei regelmässiger Benutzung zu einer Aluminiumaufnahme, die über dem Toleranzwert liegt.

In 75 Prozent aller getesteten Lippenstifte war Blei enthalten; teilweise ergaben die Messungen erschreckend hohe Werte.

Die verschiedenen Metalle werden im Körper gespeichert und können erhebliche gesundheitliche Probleme auslösen. Gelangen Blei oder Aluminium ins Gehirn, können sie dort irreparable Hirnschäden verursachen.

Auch die FDA (Food and Drug Administration) gab eine Studie in Auftrag, bei der 400 Lippenstifte auf ihren Bleigehalt überprüft wurden. Das Ergebnis war, dass 95 Prozent der getesteten Lippenstifte eine Bleikonzentration aufwies, die die zulässige Höchstgrenze in Schokoriegeln (Lebensmittel!) überschritt.

Dennoch kam die FDA zu dem Schluss, dass diese Bleimengen noch keine Gefahr für die Gesundheit darstellen…

Die Auswirkung bleibt individuell

Sicher ist es nicht möglich, die Gefährlichkeit dieser Schadstoffen konkret einzuschätzen. Schliesslich ist die Gesamtbelastung eines Menschen mit Toxinen und anderen Schadstoffen ebenso individuell zu betrachten wie dessen grundsätzliche Schadstoff-Belastbarkeit. Daher ist es durchaus denkbar, dass die Toxine im Lippenstift das vielleicht bereits gefüllte „Belastungs-Fass“ zum Überlaufen bringen könnten.

Ganz besonders gefährdet sind Schwangere und stillende Frauen, denn sie geben die Toxine über die Plazenta, beziehungsweise über die Muttermilch direkt an das Ungeborene oder an das Baby weiter.

Die Bluthirnschranke der Babies und Kleinkinder ist noch nicht vollständig ausgebildet, so dass die Gifte nahezu ungehindert ins Gehirn gelangen und schwere Entwicklungsstörungen verursachen können.

In Anbetracht unzähliger weiterer Belastungs-Quellen, wie konventionelle Gesichts- und Körperpflege, Trinkwasser, Nahrungsmittel, Umweltbelastungen etc. , wird klar, dass zumindest die bewusste Aufnahme gesundheitsschädigender Substanzen unbedingt minimiert werden sollte.

Ein Lippenstift aus kontrollierter Herstellung

Beginnen Sie doch am besten gleich mit dem Naheliegenden: Kaufen Sie sich als erstes einen neuen Lippenstift. Ausgezeichnete Alternativen zu den herkömmlichen Produkten finden Sie im Bereich der zertifizierten Naturkosmetik.

Die zertifizierte Naturkosmetik unterliegt einer strengen Überwachung. Hier dürfen für die Herstellung von Lippenstiften ausschliesslich kontrollierte Pflanzenauszüge sowie kontrollierte mineralische oder Erdpigmente verwendet werden. Als Duftstoff dienen ätherische Öle.

Ein Lippenstift in kontrollierter Naturkosmetik-Qualität schützt und pflegt Ihre Lippen. Anders als noch vor ein paar Jahren, sind diese Lippenstifte mittlerweile ebenfalls in einer grossen Farbauswahl erhältlich. Nur den 24 Stunden-Halt dürfen Sie hier nicht erwarten, denn der ist ausschliesslich unter Zuhilfenahme gesundheitsschädlicher Beimischungen möglich. Und genau darauf wollen Sie zukünftig doch sicher verzichten, oder ?

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Gruß an die Natur
TA KI
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Das Schweinefleischverbot im Patriarchat


Augen auf „Neues“ (165) – Das Schweinefleischverbot im Patriarchat

Überall spricht man darüber, aber niemand kann wirklich sagen, warum das Schweinefleisch,
bzw. das Schwein so verrufen ist? Warum es u.a. still und heimlich systematisch aus Kindergärten, Schulen, Altenheimen etc. verschwindet? Sicherlich nicht wegen den momentanen beigemengten Zusätzen, wie Impfstoffe, Hormone und dem schlechten Futter!

Selbst Religiöse aus dem Islam wie aus dem Judentum beantworten diese Frage damit, dass dieses Tier sich im Dreck suhlt und unsauber wäre. Aber ist das wirklich der Grund warum u.a. in diesen Religionen das Schweinefleisch so verachtet wird und ihre Gottheit es als absolutes Verbot aussprach, in sich aufzunehmen? Es heisst sie würden lieber sterben…da es die grösste Lästerung gegen den Bund JAHWE/ALLAH wäre?! In diesem Video werdet ihr erfahren warum in diesen patriarchalen Religionen die Frau unterdrückt wird und was u.a. die Schweinefleischverachtung und der Mondzyklus damit zu tun haben könnte.

Am Ende des vorgetragenen Artikels, werde ich noch ein paar Gedankengänge in Form eines Nachwortes einbringen, welche für mich hochbrisant sind und diese unbedingt mit Euch teilen möchte!

***Fehlerfreie Rhetorik ,(Vor)lese und Rechtschreibfehler natürlich ohne
Gewähr***

*** Die Gedanken des Videoerstellers müssen nicht zwangsläufig,
mit der Meinung des Verfassers der angebenen Quelle konform gehen… ***

Quelle:
„Das Schwarzmond-Tabu“ @Jutta Voss

Link zur Videoreihe des matriarchalen Weltbildes
Augen auf „alte“ Erd-Welt-Theorie:
https://www.youtube.com/playlist?list…

Danke Marco

Grüße an Dich und Deine Familie

TA KI

Die Verbindung zwischen Pflanzen und Weiblichkeit


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– ein Interview mit dem Schamanenwissenschaftler Terence McKenna

 

Ist die Verbindung zwischen Pflanzen und Weiblichkeit das neue Leitbild der Kultur?

Führt die Suche der psychedelischen Erfahrung, die zur intellektuellen Krise des 20. Jahrhunderts gehört zu einem Archaismus, zu einer Wiederbelebung vorgeschichtlicher Werte?
Auf die Fragen des deutschen Autorenkollegen Renèe Zucker antwortet Terence McKenna, die legendärste Person, die in den letzten 15-20 Jahren in Erscheinung getreten war, „als das poetischste Sprachrohr und die wohl radikalste philosophische Stimme, die uns unterstützt, die psychedelische Erfahrung mit den urzeitlichen Traditionen des Schamanismus zu verknüpfen“, wie Timothy Leary es ausdrückte.

„Der wohl wesentlichste und wirklichste Teil ‘Alten Wissens’, ist was Leute über Pflanzen wussten, weil sie in einer solch engen Verbindung zu Pflanzen lebten. Wir sehen uns gern als eine Spezies von Jägern, aber in Wirklichkeit war das Essen von Fleisch eher ein seltenes Ereignis, gemessen an der Zeit, die aufgewendet wurde, um Beeren, Nüsse, Wurzeln und Blätter zu sammeln. Diese Heilpflanzen , die mit Wesenheiten assoziiert werden, sind seit ewigen Zeiten eingebunden in den menschlichen Lebenszusammenhang; sie wurden ständig gesammelt, miteinander gekreuzt und wegen ihrer jeweiligen Wirkungsweisen beständig gesammelt. Lange Zeit bevor Nahrungspflanzen angebaut wurden, bestand bereits ein erhöhtes Interesse an psychoaktiven Heilpflanzen.

Diese Pflanzen symbolisieren das kulturelle Erbe tausender Jahre von Jäger- und Sammlerkultur; aber wir verstehen sie (noch) nicht als Produkt unserer Kultur, so wie wir ein Auto oder Flugzeug als Kulturgut betrachten. Wir wissen das diese tropischen Wälder voll von chemisch interessanten und medizinisch wirksamen Pflanzen sind. Die Wälder von Amazonas, Guatemala, Hawaii, Assam, West Iriam, Bali…. all diese Ökosysteme sind bedroht und wenn einmal eine Spezies ausgestorben ist, wird das für immer sein, denn… sie ist einzigartig im Universum.“

Ich habe meinen Uni-Abschluss über den Schutz natürlicher Ressourcen gemacht, wobei ich besonders den Schamanismus berücksichtigt habe. Je näher ich diese schriftlosen Kulturen kennen lernte, desto mehr sah ich, das in ihrem Zentrum ein hochentwickeltes System der Pflanzenmedizin stand. Und ich lernte die Ängste über die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage kennen. Ich meine, diese Menschen sind keine Museumsstücke und es wäre blauäugig zu erwarten, dass sie in Grashütten leben, wenn alle anderen Mercedes fahren. Also gilt es ihr Erbe und die damit verbundenen Pflanzen erhalten.. zumindest solange, bis das unsere Medizin sich genug entwickelt hat, um diese Kenntnisse einzubinden.

Wenn ich so oft von der Verbindung zwischen Pflanzen und Weiblichkeit spreche, dann denke ich dabei an die Suche nach einem neuen Leitbild, das zur intellektuellen Krise des 20. Jahrhunderts gehört. Diese Suche führte zu einem Archaismus, zu einer Wiederbelebung vorgeschichtlicher Werte. Ich glaube, dass die Vorgeschichte von partnerschaftlichen Gesellschaften – Rianne Eisner prägte diesen Begriff – gekennzeichnet war. Das heißt die Kraft des Femininen war der Kraft des Maskulinen gleichgestellt, woraus sich ein wesendlich angenehmeres und befriedigenderes kulturelles Leben entwickelte.

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Und dieser partnerschaftliche Stil war nicht zuletzt durch Pflanzen vermittelt, die wir Halluzinogene nennen würden. Pflanzen die eine psychologische Veränderung hervorrufen, ein Auflösen von Grenzen, von Kategorien und kulturellen Erwartungen. Es scheint mir sehr einleuchtend, dass unsere Vorfahren diese visionäre, pflanzenbezogene Rückverbindung zur Natur als Teil ihrer Erdgöttinnen-Religion erfuhren. Das ist die wirkliche Ur-Religion der Menschheit; sehr alt und weitverbreitet.

Darum meine Geschichte, in der ich davon ausgehe, dass unsere Evolution in bislang unberücksichtigtem Maße durch das Vorhandensein halluzinogener Pflanzen in der Nahrung der frühen Primaten voranbewegt wurde. Das mag anfangs vielleicht unbemerkt geschehen sein, aber sobald der Zusammenhang einmal bemerkt wurde,, wurde er wahrscheinlich auch maximiert… und daraus entwickelten sich schließlich die extatisch-orgiastischen, göttinnenorientierten Religionen der frühen Menschheit. Noch fehlt uns eine Tradition des rechten Umgangs mit jenen sakralen Drogen, eine Tradition der Integration von Halluzinogenen in das Leben der Gemeinschaft, wie das beim Schamanismus, wie er im Amazonas praktiziert wird, der Fall ist. Da geht es nicht um ein beiläufiges High werden oder Erholung, sondern es ist eine extrem fordernde spirituelle Disziplin.

Terences Lebenspartnerin Kat, die auch Redakteurin des (in den USA monatlich erscheinenden) Newsletters ‘Plantwise’ ist und mit ihrem gemeinsamen Sohn und ihrer Tochter zusammen – und mit Terence in Trennung lebt, fügt hinzu:
„Es sind keineswegs nur psychoaktive Pflanzenstoffe, die in den alkaloidhaltigen Schlingpflanzen der Botanical Dimensions-Anlage gleich tonnenweise vorhanden sind! Auch Pflanzen die nicht bewusstseins-erweiternd sind, wie z.B. das ‘Chiccuru Piri-Piri’; dass die Ureinwohner von Cupalca erfolgreich als Verhütungsmittel einsetzten, werden hier kultiviert.“

Und doch interessierte uns seinerzeit gerade die zeitgemäße Kernaussage des psychedelischen Forschungsunternehmens, die Terence – selbst kein Biologe oder Chemiker -, auf die Fragen des deutschen Autorenkollegen Renèe Zucker hin klar zu umschreiben begann.

Was das in Bezug auf den Umgang mit Halluzinogenen in unserer Kultur bedeutet, ist eine enorme Erziehungsaufgabe. Leute wurden belogen über das, was Drogen sind, man hat Drogen zum Dämon des modernen Lebens gemacht. Ich gehe davon aus, dass Menschen schon immer Drogen nahmen und auch weiter nehmen werden. Und dass genau wie es zu unserem Leben gehört, für unser sexuelles Leben Verantwortung zu übernehmen, es ebenso zu unserem Reifeprozess gehört, für unser psychedelisches Leben Verantwortung zu übernehmen. Deswegen lautet unsere Aufgabe Erziehung. Deswegen ist es wichtig, sorgfältig herauszufinden, was Drogen bewirken und vermitteln, was Drogen bewirken, was ihre Konsequenzen sind, basierend auf einer rationalen Sammlung von Beobachtungen. Wir können nicht länger jenes hysterische Pendel zum Maßstab nehmen, wo auf der einen Seite alle paar Jahre ein Drogen-Utopia proklamiert wird und auf der anderen Seite neuerliche Hexenjagden veranstaltet werden.

Das erstaunlichste an den psychedelischen Drogen ist, dass sich jeder Mensch, wo immer er sich befindet, zu einer Art Zauberer im eigenen Wohnzimmer verwandeln. Die Welt ist nicht ohne Herausforderungen, sobald man die Herausforderungen der Psychedelika akzeptiert hat. Jedes Apartment, jeder Grashügel kann zur Startrampe für eine ekstatische, visionäre Reise in eine andere Seinsebene werden. Das ist die große Wahrheit, die unsere Kultur vor uns verborgen hält; das wir von einem gewaltigen Nachlass von Information umhüllt sind, von einer anderen Dimension, deren einziger Fehler/Nachteil es ist, das sie vor unseren Kulturellen Werten keine Gnade findet. Und jetzt berichten uns die Anthropologen, das diese primitiven Leute mit ihren Pflanzen selige Reisen in unvorstellbare Welten unternehmen, in Welten voll Risiko und voll transzendenter Schönheit.

In unserer Entwicklung als westliche Menschen haben wir zuerst die einfachen, dringlichen Fragen behandelt: was ist Luft?, was ist Erde?, was ist Feuer? Die liegen inzwischen hinter uns (obgleich geade das Wasser als Informationsträger neu entdeckt wird). Aber womit wir nun tatsächlich konfrontiert sind, sind die Fragen: was ist Geist?, was ist Selbst, was ist Identität? Diese Fragen haben sich die alten Schamanenkulturen nicht gestellt, jedenfalls nicht in der Weise/Form in der wir es tun, aber es sind Fragen, auf die psychedelische Drogen ein Licht werfen. Wenn wir uns auf eine reifere Kultur zu bewegen wollen, zu einer Gesellschaft, die fair ist und offen ist und jede Frage stellen kann, auch auf die Gefahr hin, dass diese Antworten sehr, sehr erstaunlich sein werden.

Damit klarzukommen, ist nicht einfach für unsere Kultur, und es wir eine Weile dauern, bis sie diese Tatsache assimiliert hat. Aber die Drogenfrage liegt in der kulturellen Entwicklung direkt vor uns.

Ich denke, dass, in der gleichen Weise, in der das 19. Jahrhundert eine allmähliche Abneigung gegen die Sklaverei empfand und sie schließlich abschaffte, auch die Frage der Drogen heute mehr und mehr als eine Sache von Bürgerrecht verstanden wird, als ein Prinzip menschlicher Freiheit.

So wie die menschliche Entwicklung dazu führte, das Gottesgnadentum der Könige abzuschaffen, in Anerkennung der menschlichen Freiheit, so müssen wir uns von der Vorstellung befreien, dass es eine Sache von Regierungen sei, zu entscheiden, welche Drogen die Leute nehmen dürfen.

Wir werden in den kommenden/nächsten 10-20 Jahren auf diesem Gebiet gemeinschaftlich umdenken. Die internationalen Drogenkartelle der Kokain- und Heroindealer sind in vielen Fällen schon so mächtig, dass sie ganze Regierungen kaufen (oder über die Industrie politische Entscheidungen beeinflussen) können Das musste die Regierungen, die das Entstehen dieses Drogenhandels und der Kartelle lange Zeit begünstigt haben, natürlich das Fürchten lehren.

Man erwägt ja inzwischen, sie aus dem Geschäft zu vertreiben, indem man den Drogenhandel legalisiert – auch um sich die lukrativen Steuereinnahmen zu sichern. Die staatlichen Institutionen zur Drogenbekämpfung unterscheiden zwischen Stoffen wie Heroin auf der einen und Psychedelika auf der anderen Seite, nur insofern, als das Psychedelika nicht zu den Drogen gehör/ten, mit denen jemand viel Geld verdienen kann/konnte.

Mit der Entstehung der elektronischen Musik erlebten die 90er Jahre einen neuerlichen Sommer der Liebe mitsamt seinen Acid-House, Techo-, Rave- und Trance Movements und nicht nur das synthetische LSD, sondern vor allem magische Zauber-Pflanzen und -Pilze, sowie entsprechenden Designerdrogen wie MDMA und MDE. Neue Drogengruppen wie Entaktogene, Entheogene wurden den psychedelisch Wirkenden Substanzen zugefügt; und für illegal erklärt.

Es gibt nur relativ wenig Leute die sie nehmen und deswegen sind sie weder für die Mafia noch für die Polizei von großem Interesse. Für das Gesetz sind die Psychedelika Nebensache, sie sind allerdings von großer Bedeutung unter dem Aspekt ihres kulturellen Einflusses.

Warum sind/waren sie dann vergleichsweise unpopulär?
Weil ihre Einnahme Mut erfordert, Intelligenz, Disziplin, Selbstkontrolle, Neugier, Aufmerksamkeit, derlei Qualitäten. Die meisten Leute nehmen Drogen /betrachten Rausch als etwas, um ihre Wahrnehmung abzustumpfen, um ihr Leiden wegzuwischen. Aus diesem Grund sind Alkohol und Nikotin (und in gew. Maß auch Kokain) die Drogen der Massen, sie töten den Schmerz, in einer leeren, hoffnungslosen Welt zu leben. Die Halluzinogene (und auch Marihuana) hingegen laden uns ein in eine höhere, weitere, tiefere Definition dessen, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Ich denke also, es gibt eine Zukunft für psychedelische Fragen, sogar eine sehr große Zukunft. Denn wenn es nicht die Erweiterung des Bewusstseins ist, die über der menschlichen Zukunft schwebt, was für eine Zukunft ist das dann !?

Quelle: Rave New World magazin 2000, S. 24, Das Interview mit Terence McKenna wurde 1993 auf dem Grundstück der Botanical Dimensions auf Hawaii von Renee’ Zucker geführt.

Quelle: http://www.dieneueenergiebewegung.de/shares/content/?conId=269

Gruß an Mutter Natur

TA KI