Die Entlarvung der grün-roten Klima-Alarmisten in der Talkshow von ServusTV


Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke
ServusTV ist auch in Deutschland zu Recht beliebt. Wirklich sehenswerte Krimis, wie Miss Fishers mysteriöse Mordfälle, gute Natursendungen, die Betonung von Heimatverbundenheit und vor allem Talk im Hangar 7 sind Markenzeichen dieses Senders.

Jeden Donnerstag Abend, so auch am 13.Juni 2019, war es wieder so weit: „Alle für den Klimaschutz: Aber zu welchem Preis?“ war das Thema in der Salzburger Talkshow von ServusTV „Talk im Hangar-7„. Leider sind diese Sendungen in Deutschland erst zeitversetzt um 23 Uhr 35 zu sehen, zu spät für die arbeitende Bevölkerung. Warum ServusTV dies macht, oder vielleicht sogar machen muss, wissen wir nicht. Es ist einfach schade. Immerhin, in der ServusTV-Mediathek sind diese Talk- Sendungen schon am nächsten Tage zu sehen, hier die besprochene Sendung .

Zuerst aber eine Entwarnung für EIKE-Leser(innen), die bei jedem Erscheinen einer ZDF-Talkshow auf dem Bildschirm von Brechreiz erfasst werden und sofort weiterzappen. Talk im Hangar-7 ist anders: keine bestellten Claqueure und nicht die unübersehbare Instrumentalisierung von Talkshows zur Durchsetzung einer herbeigesehnten rot-grünen Republik. Im Talk Hangar-7 gibt es nur das TV-Publikum zu Hause vor den Bildschirmen. Beim Moderator Michael Fleischhacker ist kaum Bevorzugung einer Seite zu bemerken, und es geht mit 2 gegen 2 fair zu. Das herabwürdigende Vernichten eines oder einer Eingeladenen von einer zahlenmäßigen Übermacht, wobei die AfD die bevorzugten Opfer stellt, gibt es bei ServusTV nicht. Auch sehr viel weniger das unerträgliche Dazwischengequatsche seitens der im ZDF nie fehlenden Grünen, wenn ihnen Gegenargumente nicht passen. Es ist eben eine grüne Spezialität, den Meinungsgegner nicht nur nicht anzuhören, sondern ihn möglichst erst gar nicht zu Wort kommen zu lassen. Man durfte also bei ServusTV gespannt sein. Und man wurde nicht enttäuscht.

Aber der Reihe nach: Die Vorstellung der Befragten ließ nur anfänglich wenig Gutes erwarten: Der junge grüne Politiker Stefan Kaineder, ein redegeschulter Polit-Karrierist mit dem Eingangsstatement „die Klimakrise ist da! Wollen wir unseren Planeten retten, müssen wir sofort handeln„, der Historiker und Unternehmer Dr. Rainer Zitelmann mit „ich bin Vielflieger und fahre ein Auto mit 560 PS. Für das Weltklima werde ich meinen Lebensstil sicher nicht ändern“ (mein Gott, haben da viele bei diesem provokativen Eingangsstatement gedacht, aber sein schelmisches Lachen und das T-Shirt mit einem Kapitalistenspruch drauf hätten warnen können), die hübsche, aber von Faktenkenntnis offenbar freie NGO-Aktivistin Laura Grossmann mit „Wir müssen den Kapitalismus überwinden, sonst können wir die Klimakatastrophe nicht verhindern“ und schließlich der Publizist Thomas Eppinger mit „Was Österreich tut, hat auf das Weltklima keinerlei Einfluss. Drosseln wir unsere Produktion, begeben wir uns sinnlos in die Armut“ (klang vernünftig, für Fachleute jedenfalls).

Der Talkmaster liess von Beginn an keine Zweifel daran, dass das Thema die aus der Klimahype folgende Politik und die Kosten sind. Die naturwissenschaftlichen Fakten wurden ausgespart, ein maßgebender Klimaeinfluss des menschgemachten CO2 hilfsweise von allen Diskutanten vorausgesetzt. Dies war angesichts der Diskussionszeit von nur einer Stunde vernünftig. Dennoch hätte ein kurzes Statement seitens Herrn Eppinger keine Zeit gekostet und schon Vieles im Vorfeld geklärt, etwa der Art:

Wir reden hier zwar über Klima-Politik und -Kosten, dennoch ist auf Folgendes hinzuweisen, Es gibt kein Globalklima, nur Klimazonen, es gibt keine Extremwetterzunahmen, dies hat das IPCC in Kap. 2.6 des AR5 ausführlich festgestellt, und schließlich ist die Klimawirkung des menschgemachten CO2 unbekannt, auch dies eine offizielle IPCC-Aussage“. Danach hätte eine kleine Entschuldigung beim Talkmeister folgen können, vom Thema abgewichen zu sein.

Im Grund war dies aber sogar unnötig, denn die beiden rot-grünen Vertreter wurden derart in die argumentative Zange genommen, dass sie einem fast leid taten. Der springende Punkt war: Die beiden rot-grünen Vertreter in der Runde wollte zur Verhinderung des „Klima-Weltuntergangs“ die Bevölkerung angeblich auf keinen Fall bevormunden oder gar zwingen, aber Steuern, Verbote und eine Abwendung vom Kapitalismus sollten es schon sein. Hmmm, fragte sich da bereits jeder Zuschauer, wie wollen die das denn machen? Um es vorweg zu nehmen, es kam keine befriedigende Antwort.

Von diesem hohen Ross kam rot-grün im Laufe der Sendung nicht mehr unbeschädigt herunter. Der Moderator M. Fleichhacker ließ nämlich nicht locker und wollte es immer wieder wissen: „Ok, in Ordnung, wir wissen es jetzt, aber dann erzählt uns doch bitte, wie Eure vielen Wenden konkret aussehen sollen“ (es war von Ernährungswende, Verkehrswende und natürlich Energiewende usw. die Rede). Die beiden Angesprochenen konnten es nicht sagen, weil sie selber keine konkreten Vorstellungen von den Folgen ihrer Hirngespinste hatten. Von S. Kaineder kam zwar fließend gesprochenes Sinnloses, so wie es auf grünen Parteitagen und Diskussionen anscheinend perfekt eingeübt wird. Es lief dennoch im Klartext immer wieder auf neue Steuern und Verbote hinaus, da konnte er noch so viel reden. Niemand nahm ihm etwas Anderes ab.

Frau Grossmann traf es noch schlimmer. Sie hatte überhaupt keine Antwort parat, die diese Bezeichnung verdient. Abkehr vom Kapitalismus war ihre Silberkugel, wie diese aussehen sollte, oder wie das funktionieren sollte, das blieb sie der Runde schuldig. Nun, die Dame ist noch blutjung und wird die Kunst dialektischer Diskussionen des Nichtssagens sicher mit der Zeit lernen.

Rainer Zitelmann lief dagegen zu argumentativer Höchstform auf: All die unzähligen Versuche von Antikapitalismus seien ausnahmslos brutal gescheitert, er hätte übrigens ruhig Kuba, Venezuela und Nord-Korea beim Namen nennen können. China habe dagegen eine Milliarde Menschen mit dem Kapitalismus aus der Armut geführt, denn vor der Wende zum Kapitalismus lebten in Chine 88% der Bevölkerung in Armut, heute sind es nur noch 2%. Vor allem entkräftete er das von Frau Grossmann hervorgebrachte Neid-Argument der wirtschaftlichen Ungleichheit, indem er auf den berühmten Nullsummenfehler der Antikapitalisten hinwies. Es ist eben nicht so, dass den Armen zu gute kommt, was man den Reichen einfach wegnimmt. Alle leiden, Kommunismus heißt, das betreffende Land herunter zu wirtschaften und zu zerstören. Gerade in China, wo sich eine Milliarde Menschen dem Zustand eines wohlhabenden Mittelstands annähern, gibt es die meisten Milliardäre. Warum auf diese Leute neidisch sein? – so Zietelmanns berechtigte Frage. Frau Grossmann ließ sich davon nicht beeindrucken, nach ihrer Meinung muss Gleichheit herrschen, egal auf welch tiefem wirtschaftlichem Niveau. Zietelmanns Coup war schließlich das Herzeigen seines Smartphones mit der Erklärung, dass dies ein Musterbeispiel kapitalistischen Fortschritts sei. Früher benötigte man jede Menge Geräte, vom Telefon über das FAX bis zum Fernseher, aber mit dem kapitalistischen Smart-Phone sei es nun „all in one“.

T. Eppinger war gegenüber R. Zitelmann leider farbloser, seiner Argumentation war aber ebenfalls nichts entgegen zu setzen. 0,2% österreichischer CO2-Emmissionen und 2% deutscher im globalen Maßstab würden das „Weltklima“ nicht retten (hier wieder der falsche Begriff „Weltklima“). Wie man aber die Chinesen, die USA, Indien und Afrika bei der CO2-Einsparung zum Mitmachen bewegen könnte, diese Antwort blieb die rot-grüne Fraktion der Runde schuldig. Eppingers Verdienst in der Sendung war es auch, über den wahren Sachverhalt des Pariser Klima-Abkommens aufzuklären. Leider war Herr Eppinger unnötigerweise zu defensiv. Im ersten Teil der Sendung ließ er sich ohne Gegenwehr andauernd von Kaineder in seiner Argumentation unterbrechen und sogar über den Mund fahren. Erst im zweiten Teil fasste er dann Mut und verbat sich energisch die dauernden Unterbrechungsversuche seines grünen Kontrahenten. Das wirkte, von Kaineder war nach dem Abstellen seiner Unart nicht mehr viel zu vernehmen.

Fazit: eine gute Sendung, viele Österreicher werden sie gesehen und sich ihren Reim auf die Klima-Hype gemacht haben. Etwas erschreckend, dass die österreichischen Liberalen beim Klima-Alarmismus mitmachen. Sie sollten noch einmal gründlich nachdenken.

Nun wird es vielleicht Zeit, endlich auch einmal mehr zum naturwissenschaftlichen Teil der Angelegenheit zu kommen. Dieser ist nämlich die Basis der ganzen Angelegenheit. Wie wäre es daher bei Talk im Hangar-7, einmal Lüning und Lüdecke gegen Knutti und Stocker antreten zu lassen? Es wäre uns ein Vergnügen. Dazu wird es aber garantiert nicht kommen, denn Knutti und Stocker werden kneifen. Mit Schellnhuber und Rahnstorf oder Marotzke und Latif wären wir selbstverständlich ebenso einverstanden. Aber auch die werden sich nicht trauen, eigentlich schade.

Quelle und Kommentare

Danke an Elisabeth

Gruß an die Klardenker

TA KI

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Bedeutende Studie zur globalen Erwärmung, die zum Pariser Klimaabkommen mit Milliardenzusagen führte, basiert auf manipulierten Zahlen


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Wie die Staatschefs der Welt mit Hilfe manipulierter Zahlen zur globalen Erwärmung dazu verführt wurden, Milliarden zu investieren. Von David Rose für http://www.DailyMail.co.uk, 4. Februar 2017


Die Mail on Sunday enthüllt heute erstaunliche Beweise, wonach die weltweit führende Organisation für Klimazahlen voreilig einen bedeutenden Aufsatz veröffentlichte, in dem die Klimaerwärmung übertrieben wird und mit dem das historische Pariser Abkommen zum Klimawandel beeinflusst werden sollte.

Ein hochrangiger Enthüller teilte dieser Zeitung mit, dass die Amerikanische Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) ihre eigenen Regeln zur wissenschaftlichen Integrität missachtete, als sie einen sensationellen, aber fehlerhaften Bericht veröffentlichte, um damit 2015 bei der UN Klimakonferenz in Paris einen maximalen Einfluss auf die Staatschefs der Welt, wie etwa Barack Obama und David Cameron, zu erzielen.

Im Bericht wird behauptet, dass die „Pause“ oder „Verlangsamung“ der globalen Erwärmung seit 1998 – die von UN Wissenschaftlern 2013 entdeckt wurde – nie existierte und die Welttemperaturen vielmehr noch schneller stiegen, als die Wissenschaftler erwarteten. Nachdem der Bericht durch die NOAA mit großem Mediengetöse veröffentlicht wurde fand er in den Medien der Welt große Aufmerksamkeit und wurde wiederholt von Politikern und politischen Beratern angeführt.

Der Enthüller Dr. John Bates allerdings, bei dem es sich um einen NOAA Wissenschaftler mit makellosem Ruf handelt, legte der Mail on Sunday unwiderlegbare Beweise vor, die zeigen, dass der Aufsatz auf irreführenden „unbestätigten“ Zahlen beruhte.

Er wurde auch nie dem rigorosen internen Überprüfungsprozess unterzogen – den Dr. Bates entwickelte.

Seine heftigen Einwände gegen die Veröffentlichung der fehlerhaften Zahlen wurden von seinen Vorgesetzten bei der NOAA übergangen, was er beschreibt als „offenen Versuch, den Einfluss zu vergrößern“ für das was später als das „Pausebaster Paper“ [Pausenbrecher Aufsatz, d.Ü.] bekannt wurde.

Seine Aufdeckungen werden wahrscheinlich Präsident Trumps Entschluss stärken, seine Versprechen einzuhalten, wonach er die „grüne“ Politik seines Vorgängers beenden und sich aus dem Pariser Abkommen zurückziehen will – was einen heftigen politischen Streit auslösen wird.

In einem Exklusivinterview warf Dr. Bates dem Hauptautoren des Aufsatzes Thomas Karl vor, der bis letztes Jahr bei der NOAA Direktor jener Abteilung – dem nationalen Zentrum für Umweltinformationen (NCEI) – war, die für das Erstellen der Klimazahlen verantwortlich ist, dass er „auf Entscheidungen und wissenschaftliche Möglichkeiten bestand, welche die Erwärmung maximierten und die Aufzeichnungen dazu minimierten.. um damit die Auffassung zu konterkarieren, wonach es eine Erwärmungspause gibt, und den Aufsatz auch überstürzt veröffentlichte, um damit die nationalen und internationalen Beratungen zur Klimapolitik beeinflussen zu können“.

Dr. Bates war einer von zwei leitenden Wissenschaftlern beim NCEI, das sich in Asheville, North Carolina, befindet.

Die offiziellen Delegationen aus Amerika, Großbritannien und der EU waren beim Erzwingen des Pariser Abkommens stark von der fehlerhaften NOAA Studie beeinflusst – wobei die fortgeschrittenen Nationen versprachen, ihre Nutzung fossiler Energien zu reduzieren und jährlich 80 Milliarden Pfund für klimabezogene Hilfsprojekte auszugeben.

Der Skandal erinnert stark an die „Klimagate“ Affäre, die kurz vor der UN Klimakonferenz 2009 an die Öffentlichkeit gelangte und bei der tausende E-Mails von Klimawissenschaftlern enthüllt wurden, die vermuten liessen, dass sie Zahlen manipulierten und verbargen. Einige davon waren britische Experten vom einflussreichen Klimaforschungsinstitut der Universität von East Anglia.

Der fragliche „Pausebuster“ Aufsatz der NOAA von 2015 basierte auf zwei neuen Temperaturzahlenreihen – eine, die Temperaturmessungen von der Landoberfläche enthielt und eine mit Messungen von der Meeresoberfläche.

Beide Zahlenreihen enthielten Fehler. Diese Zeitung konnte in Erfahrung bringen, dass die NOAA inzwischen und nur 18 Monate nach ihrer erstmaligen Veröffentlichung entschied, dass die Meereszahlen ersetzt und bedeutend überarbeitet werden müssen, weil unzuverlässige Methoden verwendet wurden, welche die Geschwindigkeit der Erwärmung übertrieben. Die überarbeiteten Zahlen werden sowohl niedrigere Temperaturen zeigen, als auch eine langsamere Erwärmung.

Die in der Studie verwendete Zahlenreihe für die Landtemperaturen ist betroffen von einer Software voller Fehler, weshalb die Erkenntnisse daraus „instabil“ sind.

Der Aufsatz basiert auf einer Vorversion der Zahlenreihe, die nie bestätigt oder verifiziert wurde.

Eine finale und offiziell freigegebene Version dieser Zahlenreihe existiert bis heute nicht. Keine der Zahlen, die im Aufsatz verwendet wurden sind angemessen „archiviert“ worden – eigentlich eine zwingende Voraussetzung, um sicherzustellen, dass die verwendeten Rohdaten und Software für andere Wissenschaftler zugänglich sind, damit sie die NOAA Erkenntnisse nachprüfen können.

Dr. Bates ging Ende des letzten Jahres nach einer 40 Jahre langen Karriere in Meteorologie und Klimawissenschaft in Rente. Noch 2014 ehrte ihn die Obamaregierung mit einer besonderen Goldmedaille für seine Arbeit an neuen und vorgeblich bindenden Standards, „mit denen Klimazahlenreihen produziert und erhalten“ werden.

Doch als es darum ging, einen Aufsatz zur Beeinfluss der Pariser Konferenz zu produzieren, so Dr. Bates, wurden diese Standards offen ignoriert.

Der Aufsatz wurde im Juni 2015 im Science Magazin veröffentlicht. Betitelt war er mit „Mögliche Artefakte mit Zahlenverzerrungen bezüglich der aktuellen weltweiten Erwärmungspause an der Oberfläche,“ wobei der Aufsatz selbst aussagte, die vielberichtete „Pause“ oder „Verlangsamung“ sei ein Mythos.

Weniger als zwei Jahre davor gab es einen bahnbrechenden Bericht durch den zwischenstaatlichen UN Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC), der die Arbeiten von hunderten Wissenschaftlern aus aller Welt zusammenfasste und dabei „einen viel kleineren Erwärmungstrend in den letzten 15 Jahren 1998-2012 fand, als es ihn in den letzten 30 bis 60 Jahren gab“. Die Erklärung dieser Pause wurde zu einem Kernthema der Klimawissenschaft. Skeptikern der globalen Erwärmung haben sich auf sie berufen, da der CO2 Anteil in der Atmosphäre gleichzeitig weiter stieg.

Einige Wissenschaftler vertreten die Ansicht, dass die Pause bedeutet, das Weltklima reagiere weniger sensibel auf Treibhausgase als man davor annahm, weshalb die weitere Erwärmung langsamer stattfinden würde. Einer von ihnen ist Professorin Judith Curry, die vormalige Leiterin der Klimawissenschaft am Georgia Institute of Technology, die sagte, die Pause lässt darauf schliessen, dass die Computermodelle für Klimaprognosen „zu heiss laufen“.

Dagegen behauptete der Pausebuster Aufsatz, dass die Klimaerwärmung von 1950 bis 1999 0,113°C pro Jahrzehnt betrug, während die Rate von 2000 bis 2014 tatsächlich bei 0,116°C lag. Die Behauptungen des IPCC hinsichtlich der Erwärmungspause, so der Aufsatz, seien daher „nicht mehr länger relevant“.

Der Einfluss war groß und bleibend. Am Tag der Veröffentlichung sagte die BBC, die Pause in der Klimaerwärmung sei „eine Illusion, basierend auf schlechten Zahlen“.

Ein amerikanisches Magazin beschrieb den Aufsatz, als eine „wissenschaftliche Bombe“, die über den Skeptikern explodierte.

Den Einfluss des Aufsatzes konnte man im letzten Monat auch in dieser Zeitung beobachten, als Prince Charles anlässlich der Veröffentlichung seines Buches „Ladybird“ beherzt feststellte:

„Es gibt keine Pause.. es ist schwer, Fakten zurückzuweisen, die auf Beweisen beruhen.“

Die Meereszahlenreihe, die von Thomas Karl und Kollegen verwendet wurden – es war Version 4 der Temperaturreihe, oder ERSSTv4 – wurde der Erwärmungstrend zwischen 2000 und 2014 von lediglich 0,036°C pro Jahrzehnt – wie es in Version 3 der Fall war – verdreifacht auf 0,099°C pro Jahrzehnt. Einzelne Messungen aus einigen Regionen der Welt ergaben eine Erwärmung um etwa 0,1°C, wodurch sich ein dramatischerer Anstieg der Temperaturgesamtentwicklung ergab, die dann in den Aufsatz einfloss. Dr. Bates aber sagte, der Temperaturanstieg sei mit zweifelhaften Mitteln erreicht worden. Der Hauptfehler bestand in der „Aufwärtsanpassung“ der Messungen an festsitzenden und schwimmenden Bojen, die allgemein zuverlässig sind, um sie in Übereinstimmung zu bringen mit den Messungen einer weitaus zweifelhafteren Messquelle – Wasser, das von Schiffen gemessen wird. Dies, so Dr. Bates, ist seit langem als fragwürdig bekannt: Schiffe sind selbst Wärmequellen, weshalb die Messungen je nach Schiff unterschiedlich ausfallen und auch die Tiefe, aus der das Wasser aufgenommen wird variiert, je nachdem wie schwer ein Schiff beladen ist – und wodurch am Ende die Temperaturmessungen beeinflusst werden. Dr. Bates sagte:

„Sie hatten gute Zahlen von den Bojen. Und dann haben sie diese nichtig gemacht, indem sie eine „Korrektur“ vornahmen mit den schlechten Zahlen von den Schiffen. Man verändert nie gute Zahlen, um sie in Übereinstimmung mit schlechten zu bringen, allerdings haben sie genau das getan – es war ein Vorgehen, um das Meer wärmer wirken zu lassen.“

Die „angepassten“ ERSSTv4 Messungen waren 0,12°C höher. Ebenfalls ignoriert wurden Zahlen von Satelliten, welche die Temperatur in der unteren Atmosphäre messen und von denen ebenfalls angenommen wird, dass sie verlässlich sind. Dr. Bates sagte, er sei die Autoren des Aufsatzes „hart angegangen“, allerdings haben sie „ihr Handeln nie wirklich gerechtfertig.“

Inzwischen haben einige der selben Autoren eine neue und überarbeitete Version der Meereszahlenreihe produziert – ERSSTv5. Der Entwurf eines dieser Zeitung vorliegenden Dokuments erklärt die Methoden, mit denen Version 5 erstellt wurde, wobei es so aussieht, als würden in dieser neuen Version die Fehler von Version 4 korrigiert werden, indem die Bojenapassungen verändert werden, einige Satellitenzahlen mit einfliessen und Messungen von einem Netzwerk spezieller schwimmender technisch ausgefeilter Bojen namens Argo miteinbezogen werden. Im Ergebnis kann man davon ausgehen, dass es dadurch zu Reduktionen ommt und zwar sowohl hinsichtlich der absoluten Temperaturen, als auch der kürzlichen globalen Erwärmung.

Die zweite im Pausebuster Aufsatz verwendete Zahlenreihe war eine neue Version der NOAA Landaufzeichungen, bekannt als weltweites historisches Klimanetzwerk (BHCN), in dem es eine Analyse gibt, welche Temperaturmessungen von  etwa 4.000 weltweit bestehenden Wetterstationen umfast.

Diese neue Version stellte fest, dass frühere Temperaturen kühler waren und die aktuellen höher liegen, als zuvor gedacht  – damit die Erwärmung stärker wirkt. Für den Zeitraum von 2000 bis 2014 steigerte der Aufsatz den Erwärmungstrend an Land von 0,15°C auf 0,164°C pro Jahrzehnt.

In den Wochen nach der Veröffentlichung des Pausebaster Aufsatzes begann Dr. Bates eigenhändig eine Untersuchung. Seine Erkenntnisse daraus waren außerordentlich. Nicht nur haben Herr Karl und seine Kollegen jegliche formellen Prozeduren irgnoriert, mit denen sie ihre Zahlen hätten bestätigen lassen und archivieren müssen, sie haben auch eine „hochgradig experimentelle Versuchsversion“ eines Computerprogrammes verwendet, in dem die beiden vorher getrennten Zahlenreihen miteinander kombiniert wurden.

Damit wurde ein elementarer Prozess umgangen, der bekannt ist als die „paarweise Homogenitätsanpassung“, eine Methode, mit der „schlechte“ Messungen von einzelnen Wetterstationen erkannt werden, indem man sie mit den nebenan liegenden vergleicht.

Allerdings erfordert dieser Prozess eine ausgiebige und sorgfältige Überprüfung, die aber gerade erst begonnen wurde und weshalb die Zahlen nicht für die wissenschaftliche Verwendung reif waren. Heute, über zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Aufsatzes im Science Magazin, wird die neue Version der GHCN noch immer überprüft.

Hinzu kommt, dass die GHCN Software von ernsten Fehler betroffen war. Diese sorgten dafür, dass es so „instabil“ war, dass es jedes Mal, wenn die Rohdaten durch den Computer gejagt wurden, zu anderen Ergebnissen kam. Die neue, fehlerfreie Version wurde noch immer nicht freigegeben und eingesetzt. An ihr wurden, so Dr. Bates, „bedeutende Veränderungen“ vorgenommen, seitdem sie von Herr Karl und seinen Mitautoren verwendet wurde.

Dr. Bates enthüllte auch, dass die Nichtarchivierung und die mangelnde volle Zugriffsfähigkeit auf den verwendeten Zahlen nicht nur NOAA Regeln verletzen würde, sondern auch jene des Science Magazins. Bevor er im vergangenen Jahr in Rente ging hat er das Thema intern immer wieder angesprochen. Dann kam für ihn der letzte Schlag:

„Ich habe erfahren, dass der Computer, auf dem die Software lief komplett kaputt ging.“

Der Grund dafür ist unbekannt, aber es bedeutet, dass der Pausebuster Aufsatz nie repliziert oder von anderen Wissenschaftlern bestätigt werden kann.

Die fehlerhaften Schlussfolgerungen des Aufsatzes wurden von den Delegationen bei der Klimakonferenz in Paris ausgiebig besprochen. Herr Karl pflegt eine seit langem bestehende Beziehung zu Präsident Obamas wissenschaftlichem Chefberater John Holdren, der ihm eine kurze Leitung ins Weiße Haus ermöglichte.

Herr Holdren war auch ein starker Befürworter für robuste Massnahmen zur Verringerung der Emissionen. Der damalige britische Ministerpräsident David Cameron behauptete bei der Konferenz, dass 97 Prozent der Wissenschaftler behaupten würden, der Klimawandel sei dringend und menschengemacht und müsse daher angegangen werden, weshalb er für „legal bindende Mechanismen“ plädierte, um sicherzustellen, dass die Welt sich nicht um mehr als 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Zustand erwärmt.

Präsident Obama wies bei der Konferenz auf seinen Plan für saubere Energie hin, nach dem amerikanische Kraftwerke große Emissionseinsparungen erzielen müssen.

Präsident Trump versprach inzwischen, dass er diese Massnahme und die Unterzeichung des Pariser Abkommens zurücknehmen wird.

Was auch immer danach kommt, so Dr. Bates:

„Es braucht fundamentale Veränderungen in der Art und Weise, wie die NOAA mit ihren Zahlen umgeht, damit die Menschen die wissenschaftlichen Ergebnisse überprüfen und validieren können. Ich hoffe, dass dies ein Weckruf sein wird für die Klimawissenschftsgemeinde – ein Signal, um Prozesse zu implementieren, die sicherstellen, dass dieser Mist nicht noch einmal passieren kann.

Ich will die systemischen Probleme angehen. Mir ist es egal, ob die Modifikationen an den Zahlenreihen die Temperatur höher oder niedriger machen. Vielmehr will ich, dass die Ergebnisse für sich selbst sprechen und dafür braucht es einen neuen Ansatz dahingehend, dass die ethischen Standards eingehalten werden.“

Er sagte, dass er sich dazu entschloss in die Öffentlichkeit zu gehen, nachdem er Berichte in Zeitungen wie der Washington Post oder Forbes las, in denen behauptet wurde, dass Wissenschaftler Angst vor der Trumpregierung hätten, weil sie unter ihm womöglich nicht die Klimazahlenreihen weiterführen und beibehalten können. Dr. Bates sagte:

„Es ist schon ironisch, dass es nun diese Vorstellung gibt, Trump würde die Klimazahlen vernichten, wenn davor bereits Schlüsselentscheidungen getroffen wurden von jemandem, dessen Verantwortungsbereich darin lag, deren Integrität sicherzustellen – und er dabei scheiterte.“

Die NOAA ist nicht nur gescheitert, sondern sie hat effektiv eine Vertuschungsaktion durchgeführt, um ihre Zahlen zu verbergen. Nachdem der Aufsatz veröffentlicht war, hat das Wissenschaftskommittee des Repräsentantenhauses eine Untersuchung zu dem Aufsatz eingeleitet. Die NOAA weigerte sich dabei, Vorladungen des Kommitteevorsitzenden, dem texanischen Republikaner Lamar Smith, zu befolgen und nach denen interne E-Mails herausgegeben werden sollten, wobei sie auch behaupteten, dass es intern keine Einwände gegen den Aufsatz gab.

Gestern Abend bedankte sich Herr Smith bei Dr. Bates:

 „..für das mutige Aussprechen der Wahrheit über die führenden Vertreter der NOAA, welche mit den Zahlen unvorsichtig umgingen, um politisch gewollte Schlussfolgerungen zu erreichen.

Die Karl Studie verwendete fehlerhafte Zahlen, wurde überstürzt veröffentlicht, um die Klimaagenda des Präsidenten zu stützen und irgnorierte die eigenen NOAA Standards für wissenschaftliche Studien.“

Professor Curry, die inzwischen Präsidentin des Klimaprognosennetzwerks ist sagte gestern Abend:

„Umfangreiche Anpassungen an den Rohdaten und beudetende Veränderungen zu vorigen Versionen der Zahlenreihe deuten auf große Unsicherheiten hin.“

Sie sagte auch, dass es an der Zeit sei, dass Politiker und politische Berater diese Unsicherheiten endlich beachten.

Gestern Abend gab Herr Karl zu, dass die Zahlen nicht archiviert wurden, als der Aufsatz veröffentlicht wurde. Auf die Frage, warum er mit der Veröffentlichung nicht zögerte sagte er:

„John Bates spricht über einen formalen Prozess, der eine lange Zeit beansprucht.“

Er wies zurück, dass er den Aufsatz absichtlich überstürzt vor der Pariser Konfernez veröffentlichte und sagte:

„Es gab hinsichtlich Paris keine Diskussion.“

Er gab auch zu, dass die finale, überprüfte und „einsatzfertige“ Version der GHCN Landmessungszahlen „anders“ ausfallen würde, als die im Aufsatz verwendete.

In Bezug auf die ERSSTv4 Zahlenreihe behauptete er, dass es sich um andere Aufzeichnungen handelte – wie etwa jene der britischen Meteorologiebehörde – die aber falsch seien, weil sie die globale Erwärmung untertrieben und „zu niedrig verzerrt“ sind. Jeremy Berg, der wissenschaftliche Leiter bei Science sagte:

„Dr. Bates führt einige ernste Bedenken an. Sobald wir die Ergebnisse einer ordentlichen Untersuchung haben.. werden wir über Konsequenzen nachdenken.“

Er sagte auch, dass dies „das Zurückziehen des Aufsatzes beinhalten könnte.“

Die NOAA wollte keinen Kommentar abgeben.

Quelle: http://1nselpresse.blogspot.de/2017/02/bedeutende-studie-zur-globalen.html

Gruß an die Wahrheit

TA KI