Razzia bei Deutscher Bank in Frankfurt


Bei der Deutschen Bank hat es offenbar eine neue Razzia gegeben. Ermittler haben nach Angaben aus Kreisen die Zentrale der Bank in Frankfurt durchsucht. Das Geldhaus lehnte einen Kommentar ab.

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Die Deutsche Bank hat erneut Besuch von der Justiz bekommen. Ermittler durchsuchten die Zentrale der Bank in Frankfurt, wie aus Ermittlerkreisen verlautete. Das Geldhaus bestätigte die Untersuchung. Es würden keine Mitarbeiter beschuldigt, sagte ein Sprecher.

„Die Durchsuchung zielt darauf ab, Beweismittel im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Kunden in Bezug auf bestimmte Wertpapiertransaktionen sicherzustellen“, erklärte die Bank weiter. Um welche Transaktionen es sich handelt, wollte sie nicht sagen.

Auch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wollte sich zunächst nicht zu den konkreten Vorwürfen äußern. Man führe „in einem laufenden Verfahren prozessuale Zwangsmaßnahmen“ durch, sagte ein Justizsprecher am Dienstag in Frankfurt.

Zu Gegenstand und Umfang der Ermittlungen könne die Behörde nichts sagen, weil „die operative Phase“ noch laufe. Der Sprecher verneinte allerdings einen Zusammenhang mit dem Verfahren zu Umsatzsteuerbetrug beim Handel mit Luftverschmutzungsrechten (CO2-Zertifikate).

Die Zentrale der Deutschen Bank ist bereits mehrmals durchsucht worden. Das Institut steht wegen zahlreicher Affären im Visier der Justiz. Zuletzt hatten die beiden Chefs des Instituts, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, ihren Rücktritt angekündigt.

2,3 Milliarden Euro Strafe

Die meisten Rechtsstreitigkeiten und Altlasten, mit denen die Deutsche Bank immer noch kämpft, haben ihren Ursprung in der Investmentbank, die der scheidende Co-Chef Jain jahrelang geführt hatte.

Das Führungsduo hatte nach seinem Amtsantritt Mitte 2012 einen „Kulturwandel“ versprochen. Doch macht die Bank immer noch vor allem mit Rechtsstreitigkeiten, in die sie verwickelt ist, Schlagzeilen.

Für die Manipulation des Referenzzinssatzes Libor hatte sie kürzlich 2,3 Milliarden Euro zahlen müssen. Vergangene Woche wurde in Finanzkreisen bekannt, dass sich ein Fall von Geldwäsche, mit dem die Bank in Russland konfrontiert ist, auf ein Volumen von mehr als sechs Milliarden Dollar wachsen könnte.

Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/article142172093/Razzia-bei-Deutscher-Bank-in-Frankfurt.html

Gruß an die Bankster

TA KI