An alle, die ihre Verbindung halten- Söhne Mannheims – Vielleicht


Ich verstehe jeden Zweifel,
schätze jeden Glauben hoch,
auch ich misstraue Übereifer.
Es sei am besten jeder froh,
mit dem was er glaubt oder
mit dem was er weiß.
Doch der an den ich glaube,
ist auch der den ich preis‘.

Vielleicht hör’n sie nicht hin,
vielleicht seh’n sie nicht gut,
vielleicht fehlt ihnen der Sinn
oder es fehlt ihnen Mut.

Ich versuche zu verstehn,
was andere in Dir sehn.
Warum sie Kriege anfangen
und in deinem Namen Morde begehen.
Warum sie Menschen dazu zwingen,
allein und wehrlos zu sterben
2000 Jahre nach Dir,
liegt hier alles in Scherben.

Vielleicht hör’n sie nicht hin,
vielleicht seh’n sie nicht gut,
vielleicht fehlt ihnen der Sinn
oder es fehlt ihnen Mut.

Vielleicht hör’n sie nicht hin,
vielleicht seh’n sie nicht gut,
vielleicht fehlt ihnen der Sinn
oder es fehlt ihnen Mut.

….

Vergib mir meine Schuld,
dann wenn ich Dich seh.
Solange trag ich meine Sünden,
wenn ich schlaf und wenn ich geh.
Ich will keine Versprechen,
die mir Menschen geben,
die sie dann wieder brechen,
so sind Menschen eben!
Alles was zählt,
ist die Verbindung zu Dir
und es wäre mein Ende,
wenn ich diese Verbindung verlier!

Vielleicht hör’n sie nicht hin,
vielleicht seh’n sie nicht gut,
vielleicht fehlt ihnen der Sinn
oder es fehlt ihnen Mut.

Vielleicht hör’n sie nicht hin,
vielleicht seh’n sie nicht gut,
vielleicht fehlt ihnen der Sinn
oder es fehlt ihnen Mut.

Vielleicht hör’n sie nicht hin,
vielleicht seh’n sie nicht gut,
vielleicht fehlt ihnen der Sinn
oder es fehlt ihnen Mut.

Gruß an die, die ihre Verbindung halten

TA KI

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Ist Xavier Naidoo kein Antisemit? – Gerichtsurteil verbietet Titulierung


Xavier Naidoo darf nicht als Antisemit bezeichnet werden. Dieses Urteil hat das Landgericht in Regensburg gefällt. Zuvor hatte eine Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung den Sprechsänger und Produzenten als Antisemiten bezeichnet und das mit seinen Texten begründet. Gegen das Urteil will die Referentin in Berufung gehen.

Das Landgericht in Regensburg hat am Dienstag entschieden: Xavier Naidoo darf nicht als Antisemit bezeichnet werden. Der Vorwurf einer Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung konnte aus Sicht der Richterin Barbara Pöschl nicht ausreichend belegt werden. Der Sänger selbst hatte sich in der Verhandlung drei Wochen zuvor auf Kunstfreiheit berufen und betonte zudem, dass er sich gegen Rassismus einsetze. Zu den antisemitischen Codes und Chiffren, die Naidoo in seinen Liedern nach Ansicht der Referentin verwendet haben soll, sagte er, diese seien ihm nicht bekannt. Außerdem merkte er an, dass seine Texte anders zu verstehen seien.

Das Urteil beruht darauf, dass mit der Bezeichnung Naidoos als Antisemit sein Persönlichkeitsrecht verletzt werde. Denn der Satz „Er ist Antisemit“ drücke aus, dass Naidoo in ganzer Person Antisemit sei, was nach der Darstellung Naidoos zu bezweifeln bleibe. Der Anwalt des Künstlers, Frank Wolf, sagt, er habe mit einem solchen Urteil gerechnet, weil aus seiner Sicht die Bezeichnung jeder Grundlage entbehre. Von der Meinungsfreiheit werde eine solche Tatsachenbehauptung nicht mehr erfasst, findet er.

Die Frage, ob Naidoo als Antisemit bezeichnet werden kann, ist damit noch nicht entschieden, denn die Referentin will in Berufung gehen. Aus ihrer Sicht wird diese Äußerung sehr wohl von der Meinungsfreiheit abgedeckt, die sie sich von einem Gericht auch nicht einschränken lassen will. Die Stiftung bezeichnet das Urteil als „ein fatales Signal für die politische Bildung“.

Im vergangenen Jahr hatte die Referentin vor Publikum gesagt, es sei an Naidoos Liedern strukturell nachweisbar, dass er antisemitische Klischees bediene. Der Künstler hatte daraufhin geklagt.

(…)

Hier kann man den gesamten Artikel lesen:

Quelle

Gruß an die Sehenden

TA KI

Behörden warnen vor 4500 „Reichsbürgern“ in Deutschland – Auch Schäuble, Gysi und Bahr sagten „Deutschland ist nicht souverän“


Auf Wikipedia wird die sogenannte Reichsbürger-Bewegung als „sektenartige Gruppe von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen“ abgestempelt. Auch Deutschlands Behörden warnen vor der Gruppe. Die These der „Reichsbürger“, Deutschland wäre nicht souverän, wird aber auch von Politikern und Künstlern vertreten.

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Die Zahl der sogenannten Reichsbürger in Deutschland nimmt einem Zeitungsbericht zufolge zu. Mindestens 4500 Anhänger der Bewegung gebe es derzeit in Deutschland, berichtete die „Rheinische Post“ aus Düsseldorf am Dienstag unter Berufung auf eine Umfrage bei den Innenministerien und Verfassungsschutzbehörden der Bundesländer.

Mit rund 1700 leben die meisten in Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg mit 650 sowie Thüringen mit 550 Anhängern.

In Nordrhein-Westfalen lebten nach Angaben des Innenministeriums zwischen 200 und 300 Angehörige der Szene, berichtete das Blatt weiter. Sachsen gab demnach an, die Zahl nicht zu erheben. Auch Hessen habe keine Angaben liefern können. Sechs Länder gingen davon aus, dass sich die Zahl der den Behörden bekannten „Reichsbürger“ bald deutlich erhöhen wird, weil die Szene in allen Ländern durch den Verfassungsschutz überwacht werden soll.

Deutschland ein von Alliierten besetztes Gebiet

Die in etliche Kleinstgruppen zersplitterten sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht an. Sie gehen davon aus, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert.

Darüber hinaus wird die Behauptung aufgestellt, die Bundesrepublik Deutschland wäre lediglich eine GmbH („BRD GmbH“,auch grob vereinfacht „Deutschland GmbH“).

Weiter meinen sie, das Deutsche Reich sei noch immer von Alliierten besetzt und befinde sich im Kriegszustand, wobei auf die ausländischen Militärbasen, Artikel 120 GG und die bis heute existierende UN-Feindstaatenklausel verwiesen wird. Gesetze und Gerichte seien genauso unrechtmäßig wie die erhobenen Steuern. Vertreter der Reichsbürgerbewegung fordern oft die Ablösung des Grundgesetzes, indem sie auf Artikel 146 GG verweisen. Diese Forderung wird auch von der NPD erhoben, die im Grundgesetz ein „Diktat der westlichen Siegermächte“ erkennen will. (Quelle)

In Wikipedia und anderen Medien wird die Reichsbürger-Bewegung als „sektenartige Gruppe von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen“ abgestempelt.

Tatsächlich behaupten aber nicht nur die Reichsbürger, dass Deutschland kein souveräner Staat sei, sondern auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Linke-Politiker Gregor Gysi, der in 2015 verstorbene SPD-Politiker Egon Bahr, Sänger Xavier Naidoo und andere. (so/afp)

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/behoerden-warnen-vor-4500-reichsbuergern-in-deutschland-auch-schaeuble-gysi-und-bahr-sagten-deutschland-ist-nicht-souveraen-a1998737.html?latest=1

Gruß an die Erwachenden

TA KI

 

Was die Reichsbürger wirklich glauben


Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik als Staat ab. Sind sie rechtsextrem? Eine Gefahr? Es gibt zu wenige Informationen, sagen die Grünen, und fordern eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

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Helga F.* hat ihren bisherigen Namen abgelegt. Sie nennt sich mittlerweile „Die Frau Helga aus der Familie F.“ oder abgekürzt „a.d.F.F“. Im April 2014 schickte die 65-jährige frühere Hauswirtschafterin ein Fax an den Bürgermeister der Stadt Willebadessen und verkündete darin ihren persönlichen Austritt aus der Bundesrepublik Deutschland. Sie sei „Staatsangehörige des Freistaates Preußen“ und besitze eine entsprechende „Staatsangehörigkeitsurkunde“. Die Stadt Willebadessen sei keine staatliche Behörde, sondern eine „private Firma“ und nicht für sie zuständig.

Steuern und Abgaben zahle sie an das „Landesfinanzamt der Provinz Westfalen“. Das Schreiben hat F. auf Anfrage der „Welt“ zugeschickt. Sie sagt, sie habe keinen Personalausweis und keinen Führerschein der BRD mehr. Sie besitzt einen grünlich-grauen Führerschein mit dem Stempel „Freistaat Preußen Verkehrsministerium“.

Helga F. lebt in einem ländlichen Winkel des Städtchens Willebadessen tief verborgen im nordrhein-westfälischen Kreis Höxter, an ihrer Garage sticht ein scheinbar behördliches Schild ins Auge. Darauf ist ein Adler zu sehen, das Symbol des „Freistaates Preußen“, mit dem amtlich klingenden Hinweis: „Dieses Haus, Grundstück und Bewohner stehen unter dem Schutz der Genfer Konventionen“. Das „Betreten vom Personal der BRD-Deutschland“ sei verboten und löse „die internationale Strafverfolgung in jeglicher Konsequenz“ nach Genfer Konventionsrecht und Haager Landkriegsordnung (HLKO) aus.

Die Preußen wollen gar keine Reichsbürger sein

Das klingt danach, als ob dieses Schild ein anderes Territorium markiert. Im März dieses Jahres tauchte dort morgens die Polizei mit Beamten des Sondereinsatzkommandos (SEK) und einer Einsatzhundertschaft auf. Sie machte bei F. und zeitgleich an einem anderen Standort eine Razzia.

Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Paderborn und das Landeskriminalamt NRW beschuldigen einen 30-Jährigen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Er habe versucht, ein Gewehr des Typs AK-47 zu beschaffen, um eine „Polizeitruppe“ für den „Freistaat“ aufzubauen. Dies soll im Einvernehmen mit F. geschehen sein, die als „Vertreterin für innere Angelegenheiten der Provinz Westfalen“ auftritt. Die Ermittlungen hätten zudem „Anhaltspunkte dafür ergeben, dass es möglicherweise weitere Versuche gegeben hat, Waffen zu beschaffen“, erklärt die Staatsanwaltschaft.

Die Beschuldigte F. weist den Vorwurf auf „Welt“-Anfrage zurück und sieht die Razzia nur als weitere Schikane der aus ihrer Sicht unrechtmäßigen BRD. Das rigorose Einschreiten der Polizei zeigt wiederum, dass die Sorge vor einer Eskalation mit solchen Gruppen wächst, die weder Gesetze noch staatliche Souveränität der Bundesrepublik anerkennen und sich, wie im Fall vom Helga F. aus Willebadessen, als Angehörige des „Freistaates Preußen“ oder als „Reichsbürger“ oder als „Germaniten“ oder „Selbstverwalter“ bezeichnen. Helga F. betont, sie habe mit „Reichsbürgern“ nichts zu tun. Doch die Auffassungen dieser Gruppen ähneln sich.

Der Verdacht, dass eine eigene bewaffnete Polizei aufgebaut werden soll, offenbart zudem nach Ansicht der Sicherheitsbehörden eine neue Gefahr, die von diesen Gruppen ausgehen kann. Sie beschränken sich längst nicht mehr darauf, ihre Verschwörungstheorien und Ansichten im Internet zu verbreiten und mit angeblichen Belegen und schier endlosen staatsrechtlichen Interpretationen zu untermauern. Sie leben ihre Haltung im Alltag konsequent aus. Verwaltungen, Gerichte, Ämter haben zunehmend Mühe mit solchen Gruppen, weil deren Anhänger sich weigern, Grundsteuern, Abgaben, Bußgelder zu entrichten und die geltenden Gesetze und behördlichen Vertreter und Anordnungen anzuerkennen.

„Querulanten oder anderweitig verhaltensauffällige Personen“

Sie schicken seitenweise Begründungen gespickt mit Paragrafen, juristischen Zitaten und staatsrechtlichen Abhandlungen. Sie berufen sich auf das Deutsche Reich, etwa in den Grenzen von 1937. Die Angehörigen des „Freistaates Preußen“ pochen auf die Verfassung vom 30. November 1920. Manche versuchen erfolglos, Sozialleistungen mit Berufung auf die Haager Landkriegsordnung einzuklagen, in einem Fall ging die Betroffene bis zum Bundessozialgericht, das ihr dann – juristisch zumindest – Einhalt gebot.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium schickte den Kommunen im Land vor einigen Wochen eine vertrauliche dreiseitige Verschlusssache mit der Klassifizierung „VS – Nur für den Dienstgebrauch“. Darin warnt es explizit vor diesen Leuten. „Der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen registriert seit Beginn des Jahres 2014 eine steigende Zahl von Vorfällen mit Personen, die als ,Reichsbürger‘ oder ,staatliche Selbstverwalter‘ bezeichnet werden“, heißt es in dem internen Schreiben, das der „Welt“ vorliegt. Es müsse sich dabei „nicht in jedem Einzelfall um Rechtsextremisten handeln, jedoch besteht – schon rein inhaltlich – eine hohe Affinität zu diesem Phänomenbereich“. Diese Leute verfolgten das „Ziel, Verwirrung zu stiften, um staatliche Stellen vom rechtlich gebotenen Handeln abzulenken“.

Das Innenministerium warnt, dass es öfter Personen „in psychischen oder existenziellen Ausnahmesituationen“, „Querulanten oder anderweitig verhaltensauffällige Personen“ seien. Es müsse bei einem persönlichen Kontakt „stets von einer nicht auszuschließenden Gefährdung der Mitarbeiter ausgegangen werden“. Beim Vollzug von Maßnahmen und persönlichen Gesprächen sollte „verstärkt auf Eigensicherung (weitere Mitarbeiter im Büro, geöffnete Verbindungstür etc.) und Persönlichkeitsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geachtet werden“, warnt das Ministerium. Der Schriftwechsel sei auf das „absolut notwendige Mindestmaß“ zu beschränken.

Die Bundesrepublik ist kein Staat, sondern nur eine „Firma“

Die Stadt Willebadessen hat leidvolle Erfahrungen mit den Angehörigen des „Freistaates Preußen“ gemacht. Bürgermeister Hans Hermann Bluhm (CDU) hält sich aus Gründen des Datenschutzes mit Äußerungen zurück. Angesprochen auf den Brief von F. im vergangenen Jahr, antwortet Bluhm lediglich: „Für uns gibt es den einseitig erklärten ,Austritt aus der Bundesrepublik‘ nicht. Wer hier wohnt und seine Rechte gegenüber unserem Staat geltend macht, hat selbstverständlich auch seinen Pflichten nachzukommen.“ Wer seiner Steuerpflicht nicht nachkomme, zu dem werde der Vollstreckungsbeamte geschickt.

Die Kreispolizei in Höxter betont auf Anfrage, dass es keine Kompromisse gibt. Sie akzeptiert keine „Papiere“ des „Freistaates Preußen“, und als im vergangenen Jahr Autos mit selbst gefertigten Kennzeichen auftauchten, schritten die Beamten ein.

Das ist ein ganz erbärmliches System, reine Willkür, Diktatur, ein Polizeistaat. Es ist alles hier komplett krank

Günther G.
Lehnt die Bundesrepublik als Staat ab

Wer sind diese Leute? Die Kontaktaufnahme zu Helga F. ist kompliziert. Sie überlegt, ob sie sich mit der Presse treffen soll, denn einerseits möchte sie ihre Beweggründe erläutern, andererseits meint sie, dass ohnehin alles zensiert wird. Damit teilt sie die populäre Generalkritik in ihren Kreisen an den sogenannten Systemmedien. Es kommt dann zu einem Treffen in ihrem Haus in Willebadessen. Es ist ein Samstag im März. Auch der anwesende Günther G.* aus Hessen kommt hinzu.

Man merkt rasch, sie haben ein festes Weltbild und befinden sich in ständigem innerem Widerspruch zu den Behörden – Vertretern, der von ihnen nicht akzeptierten Bundesrepublik. Man weiß in den nächsten zwei Stunden nicht, was man glauben kann. Das Einzige, was sicher ist, sie wirken fest entschlossen. Helga F. erzählt, dass sie sich früher stark in der Nachbarschaft engagiert habe und beliebt gewesen sei. Sie habe in den 80er-Jahren den landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern übernommen. Vor drei Jahren seien ihr Zweifel gekommen, ob das hier alles so richtig sei. Sie habe sich erkundigt. Nun ist sie davon überzeugt, dass die BRD kein rechtmäßiger Staat, sondern lediglich eine „Firma“ sei.

Auf einer Wellenlänge mit Xavier Naidoo?

Günther G. schildert, dass er als Immobilienmakler vom Finanzamt drangsaliert und „geschröpft“ worden sei und seitdem alles infrage stellt. „Das ist ein ganz erbärmliches System, reine Willkür, Diktatur, ein Polizeistaat. Es ist alles hier komplett krank“, zürnt G. Er betont, dass die „Reorganisation“ auf friedlichem Wege passieren solle. „Wir sind keine ,Reichsbürger‘. Wir sind keine Rechtsradikalen. Wir sind reichsdeutsche Männer und Frauen“, sagt er. Es gebe viele Gruppen, die nur noch nicht zusammengefunden hätten und im Grunde ein Ziel hätten. Er selbst wehrt sich nach eigener Darstellung juristisch massenhaft. Einige Tage später schickt er eine fast 20-seitige Liste mit Gerichtsverfahren und mit Namen von Richtern, Oberbürgermeistern, Mitarbeitern von Finanzämtern.

Beim Autorisieren der Zitate weist Günther G. noch per Mail darauf hin, dass man sich an den Sänger Xavier Naidoo wende möge, weil sie auf einer „Wellenlänge“ seien. Der populäre Musiker war am 3. Oktober 2014 bei einer Kundgebung unter anderem mit „Reichsbürgern“ und Vertretern des „Freistaates Preußen“ vor dem Reichstagsgebäude in Berlin aufgetreten. Naidoos Management reagiert auf eine „Welt“-Anfrage und erklärt, es gebe Äußerungen des Sängers in dieser Sache gegenüber dem „Südwestrundfunk“. Naidoo sagte dem Sender, dass er die Thesen der „Reichsbürger“ nicht teile, meint aber auch, dass sie „Systemkritiker“ seien, so wie er selbst. „Wir brauchen diese Meinungsfreiheit“, sagt Naidoo. Er wolle auf alle Menschen zugehen, so wie sein Vorbild Jesus.

In Brandenburg hat man sich bisher am intensivsten mit „Reichsbürgern“ und all diesen ähnlichen Gruppen befasst, weil sich dort Zwischenfälle vor einigen Jahren bedenklich häuften. Das hiesige Landesamt für Verfassungsschutz widmete dieser Strömung in seinem Bericht 2012 zwanzig Seiten und mahnt Verwaltungen und Betroffene in einem aktuellen Flugblatt, konsequent gegen die „Reichsdeutschen“ aufzutreten.

Blödsinn ist nicht strafbar

In der „Verwaltungsrecht-Zeitschrift“ für die fünf neuen Bundesländer haben zwei Wissenschaftler die Argumentation der „Reichsbürger“ beziehungsweise „Reichsdeutschen“ untersucht. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass „nicht stringent argumentiert wird, sondern einzelne Sätze zusammenhanglos aus einem komplexen Kontext gepickt werden“. Sie empfehlen, „auf keinen Fall“ auf die Argumentation einzugehen. Die Anhänger wollten die „Verwaltung aufhalten und mit sinnloser, unnötiger Arbeit beschäftigen“. Freilich schreiben die Autoren in durchaus launigem Ton, dass das Auftreten als „Reichsbürger“ allein keine Straftat darstelle. „Denn: Blödsinn ist nicht strafbar.“ Entsprechende Dokumente seien als „Jux“ zu erkennen und damit keine Urkundenfälschung.

Doch die Grenze zwischen Spinnerei und ernsthaftem Umsturzgedanken ist augenscheinlich nicht so klar, denn im Internet findet man mitunter auch auf bestimmten Seiten Aufrufe zur „Notwehr“. Die Amadeu-Antonio-Stiftung in Berlin sieht bei diesen Gruppen „menschenfeindliche“ und „antidemokratische“ Einstellungen und kommt wie der Verfassungsschutz in Brandenburg zu dem Schluss: „Die Reichsideologie ist in ihrem Kern rechtsextrem.“

In den vergangenen Jahren seien von ihnen Morddrohungen und Übergriffe ausgegangen. Bei Razzien habe die Polizei auch Schusswaffen gefunden. Dass diese Waffen „ganz legal im Besitz dieser Menschen gewesen sein sollen, verschlimmert diesen Umstand nur noch. Sollten sich die reichsideologischen Überzeugungen zu einem geschlossenen Weltbild verengen, steigert sich deren Gefahrenpotenzial beträchtlich“, heißt in einer Studie, welche die Stiftung mit Förderung des Bundesinnenministeriums publiziert hat.

Wo Unrecht zu Recht wird, ist Widerstand Pflicht

Frau Helga aus der Familie F.
Staatsangehörige des Freistaates Preußen

In der Grünen-Bundestagsfraktion stuft man diese reichsdeutschen Gruppen als hoch problematisch ein. Deren innenpolitische Sprecherin Irene Mihalic fordert eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz: „Wir brauchen endlich ein klar konturiertes Bild über die ,Reichsbürger‘, ihre Motive, ihre Strategien. Es ist absolut unverständlich, dass die ,Reichsbürgerbewegung‘ bisher nicht im Verfassungsschutzbericht auftaucht“, sagt Mihalic auf Anfrage der „Welt“. Sie erinnert an die Razzia in Willebadessen: „Spätestens wenn eine klar den ,Reichsbürgern‘ zuzuordnende Gruppe wie ,Freistaat Preußen‘ eine eigene Polizei mit Waffen auszustatten versucht, müssen doch alle Alarmglocken schrillen. Diese Aktivisten stellen das Fundament unseres Staates infrage und wollen ihn überwinden. Das muss uns in höchstem Maße beunruhigen“, erklärt Mihalic.

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hatte im Innenausschuss des Bundestages im Dezember 2014 betont, bei der „Reichsbürgerbewegung“ seien „nicht alle Personen per se Rechtsextremisten“. Man könne keine einheitliche Bewertung vornehmen. Da die „Reichsbürgerbewegung“ keine bundesweite Struktur habe, sei sie nicht Gegenstand des Bundesverfassungsschutzberichtes. Die Verfassungsschutzämter der Länder würden Personen in diesem Spektrum beobachten, die die freiheitlich-demokratische Ordnung ernsthaft infrage stellten, sagte Maaßen.

In Willebadessen ist Helga F. nach wie vor davon überzeugt, dass sich alles ändern muss und dass diese Bundesrepublik illegal ist. Sie beklagt „Volksbetrug“ und „Hochverrat gegenüber den Deutschen“. Sie ist nach der Razzia im März überzeugter denn je: „Ich werde meinen Weg gehen und mein Ziel weiter verfolgen, nach dem Motto: Wo Unrecht zu Recht wird, ist Widerstand Pflicht.“

*Namen geändert

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article140955301/Was-die-Reichsbuerger-wirklich-glauben.html

Gruß an die Erwachten- und immer daran denken: Der Verfassunsschutz hat seine V-Leute überall infiltriert 😉

TA KI

Naidoo bekräftigt Thesen über «unfreies Deutschland»


Xavier Naidoo

Gut fünf Monate nach seinem umstrittenen Auftritt vor rechtspopulistischen «Reichsbürgern» hat Sänger Xavier Naidoo (43) seine Thesen zur angeblich fehlenden Souveränität Deutschlands bekräftigt.

Es gebe geheime Vereinbarungen zwischen den USA und der Bundesregierung, wonach die Amerikaner Deutschland überwachen dürften, behauptete der gebürtige Mannheimer im Magazin «Stern»: «Deutschland ist insoweit kein souveränes Land. Wir sind nicht frei.»

Naidoo hatte Anfang Oktober 2014 in Berlin bei einer Demonstration der sogenannten Reichsbürger gesprochen. Diese erkennen Deutschland nicht als Staat an. Bereits zuvor hatte der Sänger geäußert, er halte Deutschland für kein freies Land.

Zu dem Vorwurf, rechtspopulistisch zu sein, sagte Naidoo dem Magazin: «Mein Image war eh schon immer etwas verdreht. Man bezeichnete mich als homophob, als esoterischen Spinner und als religiösen Fanatiker. All das bin ich genauso wenig wie rechtspopulistisch.» Seinen Auftritt vor den «Reichsbürgern» bereue er nicht. «Man kann es mir doch nicht verübeln, mich zu informieren.»

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/naidoo-bekr%C3%A4ftigt-thesen-%C3%BCber-unfreies-deutschland-152730672.html

Gruß an die, die die Wahrheit sagen DÜRFEN

TA KI