James Turk: Wiederholt sich die Geschichte im Silbermarkt?


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James Turk im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 01.08.2016


James TurkJames Turk: »Eine Menge der Aufregung, die wir bei Gold und Silber in den vergangenen paar Monaten erlebt haben, löst sich gerade auf, Eric, was an sich eine gute Sache ist. Es erlaubt den Edelmetallen sich neu zu formieren und Unterstützung nach ihren jüngsten Rallyes aufzubauen.

Wir müssen bedenken, dass Gold im laufenden Jahr um 28 % und Silber um 48 % gestiegen ist. Das ist nach allen Maßstäben eine spektakuläre Leistung und obwohl ich erwarte, dass da bis zum Jahresende noch erheblich mehr kommt, so trägt ein kleiner Fluch bei den Edelmetallen in den letzten paar Wochen absolut nichts dazu bei, die Aussichten für Gold und Silber zu mindern.

Wiederholt sich die Geschichte im Silbermarkt?

Die heutigen Umstände erinnern mich tatsächlich an den August 2010. Seinerzeit wurde Silber zu etwa $ 18 die Unze gehandelt. Sie werden sich erinnern, dass wir beide sehr bullisch hinsichtlich des kurzfristigen Potenzials bei Silber waren, aber der August in jenem Jahr war so langweilig, als würde man Farbe beim Trocken zusehen. Nur acht Monate später aber war Silber auf fast $ 50 explodiert, nahe seines Allzeithochs. Vielleicht wird sich die Geschichte wiederholen.

Derweil möchte ich gerne den folgenden Chart mit Ihnen teilen. Ein Freund hat ihn mir kürzlich zugesandt, als der Yen bei 100 zu 1 zum Dollar stand. Dieser Chart war für mich ein Augenöffner:

Bedenken Sie, dass der Yen sich seit Oktober von 124 auf 100 entwickelt hat und aktuell bei rund 102 je Dollar steht. Die Stärke des Yen über die vergangenen 8 Monate war zweifelsohne zum Teil dadurch begründet, dass es zur Abdeckung von Shorts kam und Carry-Trades im Yen abgewickelt wurden. Aber vergleichen Sie das einmal mit der Flutwelle an Geldschöpfung und anderen Schritten, die von der Bank of Japan unternommen wurden, um den Yen zu entwerten. Dazu zählt auch die Bekanntmachung der letzten Woche, dass die ETF-Käufe der BoJ sich nun auf 6 Billionen Yen verdoppeln werden.

Die Welt steht Kopf

Man muss sich fragen, warum die Bank of Japan den Kampf um die Entwertung des Yen einfach nicht gewinnt? Warum ist der Yen trotz all der Geldschöpfung immer noch so stark?

Wir wissen alle, dass Märkte sich nicht gradlinig bewegen, bis es zu einer Fluchtphase kommt. Und die Flucht ins Vergessen, einhergehend mit der Zerstörung der Kaufkraft des Yen, liegt ohne Zweifel auf dem Tisch, sobald die Realität zuschlägt und die Menschen aufwachen und erkennen, was die Bank of Japan der Landeswährung angetan hat. Entsprechend sind durchaus gegenläufige Bewegungen zu erwarten. Aber 20 % Zuwachs über 8 Monate ist angesichts der gewaltigen Anstrengungen zur Entwertung des Yen zweifellos erstaunlich.

Wenn man sieht, in welchem Umfang die Bank of Japan Geld druckt und wie sehr der Yen trotzdem geschätzt wird, dann frage ich mich, ob es möglich sein kann, dass alles was ich in den vergangenen 50 Jahren gelernt habe nicht mehr gültig ist? Natürlich ist es das immer noch, nur manchmal kann es schwierig sein, dies in einer historischen Blase zu erkennen.

Der Yen vorm Abgrund?

Die bizarren Bedingungen heute sind wie ein Kreisel, der es obwohl der Drehmoment abnimmt und er anfängt zu taumeln irgendwie schafft, sich der Schwerkraft entgegenzustellen und sich noch ein letztes Mal aufzurichten, bevor er endgültig umfällt. Ich denke, der Yen hat sich nochmal für eine letzte Rallye aufgerichtet. Ist der Yen dann endgültig fertig? Ich denke ja.

Ich habe die Geldentwertung der Zentralbanken immer wie ein Pferderennen beschrieben. Wird es der Dollar, der Euro, das Pfund oder der Yen sein, der das Rennen gewinnt und als Währung zerstört wird. Es macht den Anschein, als sei der Yen bereit die Führung zu übernehmen und die erste Währung zu sein, welche über den Abgrund geht.

Ungeachtet der Frage aber, ober der Yen dieses Rennen gewinnt, die Geldentwertung der nationalen Währungen durch die Zentralbanken ist heutzutage eine Tatsache. Sie wird dafür sorgen, dass Gold und Silber in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigen werden.«

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>>> zum englischsprachigen Original-Beitrag

Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2016/08/james-turk-wiederholt-sich-die-geschichte-im-silbermarkt/

Gruß an die Durchblickenden

TA KI

Schwächster Börsenstart seit 1988- Dax sackt um 400 Punkte ab


china

Der Auftakt ins neue Jahr droht am deutschen Aktienmarkt deutlich nach hinten loszugehen. Statt steigender Kurse geben die Notierungen auf breiter Front nach. Der Grund des Übels: China.

Die ersten fünf Handelstage geben statistisch gesehen die Richtung für das Gesamtjahr am Aktienmarkt vor. Nach dieser Börsenregel können sich die Anleger hierzulande bereits am ersten Handelstag des Jahres warm anziehen – der Dax sackt in der Spitze um 3,8 Prozent ab. Das ist der schwächste Börsenstart seit 1988. Er reißt zudem eine wichtige charttechnische Marke. Der Grund für den Kursrutsch liegt in China.

Der Dax, mit einem Stand von 10.743 Punkten aus dem Jahr gegangen, fällt bis auf ein Tagestief von 10.330 Punkten, und pendelt sich dann um die Marke von 10.390 Zähler an. Das ist ein Abschlag von rund 350 Stellen oder 3,2 Prozent. Am 30. Dezember, dem letzten Handelstag 2015, hatte er 1,1 Prozent oder fast 120 Stellen niedriger geschlossen. Der MDax präsentiert sich ebenfalls mit deutlichen Abschlägen und sackt 2,5 Prozent auf 20.253 Punkte ab. Der TecDax büßt 2,4 Prozent auf 1786 Stellen ein.

Charttechnisch ist der Dax damit wieder angeschlagen. Die Unterstützung bei 10.500 Punkten ist dahin. Kurse um 10.100 liegen im Bereich des Möglichen und auch ein Fall unter die 10.000er Marke ist nicht mehr ausgeschlossen. Für den Leitindex gilt es nun, die 10.500er Marke möglichst noch im weiteren Tagesverlauf zurückzuerobern.

Asien: Chinas stoppt Aktienhandel

In China ist der Leitindex Shanghai Composite um fast 7 Prozent eingebrochen. Der Handel wurde deswegen – den erst vor kurzem eingeführten neuen Regeln entsprechend – für den Handelstag vorzeitig beendet, um weitere Verluste zu vermeiden. Ausschlaggebend für den Kursrutsch sind erneut Sorgen, dass das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt einen erheblichen Dämpfer versetzt bekommt: Der Caixin-Einkaufsmanagerindex ist im Dezember zum zehnten Mal in Folge gesunken und liegt unter der Expansionschwelle von 50. Zudem fiel er schlechter aus als von Experten vorhergesagt.

„Damit zerschlägt sich nicht nur die Hoffnung auf eine Erholung, sondern die Sorge vor einer Beschleunigung der Abschwächung kommt auf“, schätzt ein Händler ein. Das Thema könne die Märkte noch lange beschäftigen.

Eine Rolle spielte ferner der bevorstehende Ablauf eines Aktien-Verkaufsverbots für Großaktionäre, das im Zuge von Chinas Börsencrashs im Sommer eingeführt wurde. Viele Anleger trennten sich von ihren Papieren, weil sie davon ausgingen, dass die Großinvestoren dies nach Fristende ebenfalls tun.

Auch an anderen asiatischen Börsen ging es steil bergab: Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans verlor 2,5 Prozent. Der japanische Nikkei-Index brach um 3,1 Prozent auf 18 451Zähler ein. Damit sackte er auf den tiefsten Stand seit fast zehn Wochen. Der breiter gefasste Topix büßte 2,4 Prozent auf 1510 Punkte ein. „Sichere Häfen sind gefragt“, sagt n-tv-Börsenexpertin Sabrina Marggraf. Euro, Yen und Gold zählten dazu.

Bange Blicke Richtung Wall Street

In den USA hatte bereits am Donnerstag der Chicago-Einkaufsmanagerindex stark enttäuscht. Mit Bangen blicken Marktteilnehmer daher nun auf den ISM-Index für die US-Industrie. Er wird am Nachmittag veröffentlicht. Kaum stützend auf das Sentiment wirken die gemischt ausgefallenen Einkaufsmanager-Daten aus Europa. Insgesamt fiel der Index für die Eurozone mit 53,2 einen Tick besser aus als erwartet.

 

Dax: Alle 30 Werte im Minus

Am Vormittag notieren alle 30 Dax-Werte mit Abschlägen. Am deutlichsten geht es dabei für RWE nach unten. Die Titel verlieren rund 6 Prozent. Auch Eon büßen mit mehr als 4 Prozent überdurchschnittlich ein. Am letzten Handelstag 2015 waren die beiden Papuere noch die einzigen Gewinner im Leitindex. Auf Jahressicht wiesen sie jedoch die stärksten Verluste auf. Die geringsten Abgaben weisen  Lufthansa auf. Hier geht es knapp 1 Prozent abwärts.

Interviews der Vorstände von Adidas und Continental zum Jahreswechsel verpuffen angesichts des starken Abgabedrucks nahezu wirkungslos am Markt. „Unsere Orderbücher für das erste Halbjahr 2016 sind voll. Als Konzern planen wir wieder ein deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn“, sagt Adidas-Chef Herbert Hainer der „Süddeutschen Zeitung“. Adidas waren mit mehr als 60 Prozent Kursgewinn der Dax-Topwert 2015, nun geht es 2,5 Prozent abwärts.

Continental-Chef Elmar Degenhart erklärte der „Börsen-Zeitung“, sollte VW wegen des Skandals Diesel-Marktanteile in Europa verlieren, so würde dies auch Umsatzeinbußen bei Continental zur Folge haben. Continental geben 3,5 Prozent ab.

Auch die anderen Autowerte im Dax sacken ab: Daimler verlieren rund 3,5 Prozent, VW ebenso. BMW sacken sogar etwa 4 Prozent ab.  Auf den zweiten Blick besser machen es – außerhalb des Dax – die Fiat-Chrysler-Titel: Der Kurs bricht zwar optisch um fast ein Drittel ein. Am Sonntag wurde aber die Abspaltung der Tochter Ferrari vollzogen, weshalb Fiat-Aktien nun ohne den Wert der Beteiligung gehandelt werden. Bereinigt notieren Fiat 0,4 Prozent höher. Aktionäre von Fiat Chrysler haben für 10 Stammaktien eine neue Stammaktie von Ferrari erhalten. Die Ferrari-Aktie startet mit 43 Euro, steigt im Hoch auf 43,24 Euro und pendelt dann um 42,50 Euro.

Devisen: Euro und Yen im Aufwind

Der Euro legt am Vormittag zu. Mit 1,0926 Dollar liegt er rund ein halbes Prozent über dem Stand vom Donnerstag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zum Ende des vergangenen Jahres auf 1,0887 Dollar festgesetzt. Stützend wirkt Händlern zufolge unter anderem, dass Goldman Sachs mit seiner Kursprognose zurückgerudert ist. Noch vor wenigen Wochen hatte die US-Großbank einen Absturz des Euro bis auf 80 US-Cent vorausgesagt, nun erwartet Europa-Chefvolkswirt Huw Pill im Jahresverlauf 2016 nur noch die Parität zum Dollar.

Gesucht ist auch der Yen. Angesichts der Lage im Nahen Osten profitiert er von seinem Ruf als sicherer Hafen und legt auf 119,28 je Dollar zu. Auch zum Euro zieht er an. Im Fokus steht aber auch der chinesische Yuan. Die Zentralbank in Peking hat den Referenzkurs über der Marke von 6,50 Dollar festgesetzt. Damit ist der Yuan so schwach wie zuletzt im Mai 2011.

Rohstoffe: Ölpreis dreht nach unten

Der Anstieg des Ölpreises von mehr als 2 Prozent wegen der politischen und diplomatischen Krise zwischen dem Iran und Saudi Arabien hält nur kurz an. Bereits am Montagvormittag notiert die Nordseesorte Brent wieder im Minus: 0,5 Prozent bei 37,42 Dollar. WTI präsentiert sich noch nahezu unverändert bei 37,11 Dollar. Beide Ölsorten können die 37-Dollar-Marke damit vorerst halten. . Insgesamt liegen die Ölpreise weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Laufe des vergangenen Jahres waren sie für beide Ölsorten um etwa ein Drittel abgesackt.

Die fundamentalen Aussichten für das Öl seien weiter negativ, heißt es mit Blick unter anderem auf die neuerlich eher enttäuschenden Konjunkturdaten aus China. Der Sektor leidet unter Überkapazitäten und nur schwachen Wachstumsaussichten. Eine Eintrübung der ohnehin nur geringen Erwartungen an das globale Wachstum könnte einen erneuten Schub nach unten auslösen.

Saudi-Arabien hatte am Sonntag nach einem Angriff auf die saudische Botschaft im Teheran angekündigt, seine diplomatischen Beziehungen zum Iran abzubrechen. Hintergrund des Angriffs auf die Botschaft waren Proteste gegen die Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien gewesen. Das hatte den Ölpreis zunächst klettern lassen.

Gold gefragt, Industriemetalle nicht

Während der Goldpreis leicht steigt, setzen die China-Probleme dem Kupferpreis deutlich zu, denn das Reich der Mitte ist der globale Top-Rohstoff-Konsument. Das Industriemetall verbilligt sich in der Spitze um 1,5 Prozent auf 4635 Dollar je Tonne. Anleger fürchten seit Monaten, dass auf die – nach den USA – zweitgrößte Volkswirtschaft eine deutliche Wachstumsschwäche zukommt.

Solange die Anleger wegen der Sorgen um China vorsichtig blieben, dürfte der Druck auf die Metallpreise anhalten, sagt Dominic Schnider von UBS Wealth Management. Er sieht den Kupferpreis in drei Monaten nur noch bei 4200 Dollar je Tonne. Im vergangenen Jahr ist der Preis um gut 25 Prozent eingebrochen.

Quelle:http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktberichte/Dax-sackt-um-400-Punkte-ab-article16683391.html

Gruß an die weniger Überraschten

TA KI