Brandbrief einer Autobahnpolizistin: „Ich sehe mein Land den Bach runtergehen“


„Überhaupt ist Trickdiebstahl ihre Arbeitsweise. Wann immer ich in der Zeitung was vom Kettentrick, Glas-Wasser-Trick, Tuch-Trick etc. lese, weiß ich genau, dass die Täter Zigeuner waren (aber die normalen Bürger wissen das natürlich nicht). Eigentlich sollte man meiner Meinung nach alle Bürger warnen, sich von Zigeunern fernzuhalten, da diese wirklich zu 99 Prozent klauen und betrügen“.

Polizist auf der deutsch-österreichischen Grenze

Polizist auf der deutsch-österreichischen Grenze

Foto: GUENTER SCHIFFMANN/Getty Images

In seinem Sachbuch „Die Asylindustrie“ veröffentlichte der Journalist Udo Ulfkotte einen Brandbrief einer Autobahnpolizistin, der nun auch auf Info-Kopp erschienen ist. In dem Brief beschreibt die Polizistin ihr Erlebnisse inmitten der Flüchtlingskrise. Sie ist „wütend und frustriert“, schreibt sie, und sehe Deutschland den Bach runtergehen. Aber machen könne sie nichts dagegen… Nachfolgend der Brief im Wortlaut.

Sehr geehrter Herr Ulfkotte,

seit geraumer Zeit lese ich ihre immer interessanten und aufschlussreichen Berichte über die Zustände in unserem Land. Ihre Aussagen in diversen Talkshows zum Thema Islam und Zuwanderung stimmen absolut mit meinen Beobachtungen überein. Ich habe daher interessiert Ihren Aufruf an direkt Betroffene gelesen und habe mich daher entschlossen, aus meinem beruflichen Alltag zu erzählen. Ich möchte (natürlich) anonym bleiben. Es hätte mit Sicherheit dienstrechtliche Konsequenzen, wenn ich geoutet werden würde.

Ich bin eine Polizistin Anfang 30 in Bayern. Seit der Grenzöffnung zu Osteuropa werden wir quasi geflutet mit kriminellen Banden aus Südosteuropa. Es sind eigentlich hauptsächlich Banden aus Rumänien, dann folgen Bulgarien, Litauen, Serbien, Polen etc. Wir haben nahezu jeden Tag die Schleuse der Dienststelle und die Zellen voll mit Kriminellen, die professionell Ladendiebstähle, Autodiebstähle, Einbrüche etc. begehen. Da wir ja unter uns sind, kann ich Tacheles schreiben. Oft sitzen bei uns Zigeunersippen, bei denen die Kinder schon zum Einbrechen geschickt werden. Die Frauen tragen Klauschürzen unter ihren Röcken, die Männer so eine Art Badeanzüge oder Stützmieder, in denen die Waren versteckt werden, wenn es auf Diebestour geht.

Das ganze Auto ist voll mit Diebesgut, am liebsten mit Kaffee, Duschgel, Schokolade, Shampoo, Windeln etc. Da man die ganzen Waren keinem Tatort zuordnen kann, bleibt uns nur, das Diebesgut sicherzustellen. Die Zigeuner werden mit einer Zustellungsvollmacht entlassen (Sicherheitsleistung nicht möglich, da nie Geld mitgeführt wird bzw. versteckt) und das war es dann. Von der Hygiene brauch ich gar nicht erst anzufangen, diese Sippen hausen in ihren Autos schlimmer als Tiere.

Dazu sind sie noch frech und dreist und die Frauen ziehen bei Kontrolle gern mal blank – das geschieht, um zu irritieren und abzulenken. Diese Sippen sind nur hier zum Klauen und Geld abzocken. Es ist unglaublich, aber sie kennen jeden Trick, mit dem man hier Geld abstauben kann. Da werden zig rumänische Geburtsurkunden mitgeführt, um Kindergeld zu kassieren etc.

Sie laufen durch die Innenstädte mit Kladden und machen einen auf »Taubstumme« und wenn ein Rentner spendet, wird ihm die Geldbörse gestohlen. 

Überhaupt ist Trickdiebstahl ihre Arbeitsweise. Wann immer ich in der Zeitung was vom Kettentrick, Glas-Wasser-Trick, Tuch-Trick etc. lese, weiß ich genau, dass die Täter Zigeuner waren (aber die normalen Bürger wissen das natürlich nicht). Eigentlich sollte man meiner Meinung nach alle Bürger warnen, sich von Zigeunern fernzuhalten, da diese wirklich zu 99 Prozent klauen und betrügen. Aber das wäre ja nicht politisch korrekt. Dass diese Gruppe nirgendwo in Europa gern gesehen wird, ist absolut nachvollziehbar!! Wenn ich und meine Kollegen in der Zeitung von »systematischer Verfolgung und Diskriminierung der Sinti und Roma« lesen, wissen wir nicht, ob wir lachen oder weinen sollen.

Überhaupt sind die Zigeuner sehr erfindungsreich, wenn es darum geht, den Staat und unsere Gesetze auszutricksen. So hat sich eine Vorgehensweise etabliert, mit der die Zigeuner keinen Cent Kfz-Versicherung, Steuer, Bußgeld etc. zahlen müssen. Das Ganze nennt sich »Scheinhalterschaft« und funktioniert so:

Ein Rumäne geht aufs Einwohnermeldeamt und meldet sich auf einem fiktiven Wohnsitz an. Mit der Meldebescheinigung erhält er ein Konto und geht zur Kfz-Zulassungsstelle und lässt über wenige Tage hinweg mehrere Autos auf sich zu. Diese Autos gibt er an kriminelle Banden weiter. Der Rumäne fährt wieder nach Rumänien zurück und hat dafür ca. 100 Euro kassiert. 

In der Zwischenzeit werden mit diesen Autos, die jetzt ein reguläres deutsches Kennzeichen haben, alle Arten von Straftaten begangen – Einbrüche, Tankstellenüberfälle, Bandendiebstähle etc. Die Ermittlungen über das Kennzeichen führen ins Leere, da der Halter nicht am angegebenen Wohnsitz wohnt. Natürlich wird auch keine Versicherung etc. gezahlt – es dauert ca. drei Monate aufgrund der Einspruchsfristen der Versicherung, bis diese das Auto endlich ausschreiben kann zur Entstempelung!

Entweder wird das Auto dann irgendwann mal durch Zufall gefunden und entstempelt oder der nächste Scheinhalter lässt es einfach auf sich zu. Das Spiel kann ewig so weitergehen. Unsere Behörden sind viel zu langsam. Noch dazu ist dieses Verhalten noch nicht einmal strafbar – ich selbst habe ein Ermittlungsverfahren gegen den rumänischen Scheinhalter eingeleitet wegen »mittelbarer Falschbeurkundung«, doch das Verfahren wurde durch die StA eingestellt, da es sich bei dem Fahrzeugschein angeblich nicht um eine Urkunde handelt. So viel dazu. Da fragt man sich, warum man selbst eigentlich so doof ist und brav seine Kfz-Versicherung zahlt.

Kommen wir nun zum Thema Asylbewerber:

Wir haben hier auch sehr viele Zigeuner vom Balkan, die hier Asyl beantragen. Erst kürzlich habe ich eine serbische Familie kontrolliert, die ihren Leistungsbescheid im Auto mit dabei hatte. Es war eine Familie mit vier Kindern, die über 2000 Euro jeden Monat erhielt. Und das seit 1,5 Jahren, obwohl sie keinerlei Grund für Asyl vorweisen konnten. Von Fachkräften kann hier übrigens keine Rede sein, die meisten können nicht einmal lesen und schreiben.

Interessant war auch, als ich vor einigen Wochen einen Serben kontrollierte, der mir seinen serbischen Reisepass vorzeigte. Er fuhr gerade Richtung Serbien und anhand der Ein- und Ausreisestempel konnte ich sehen, dass er öfters von Serbien nach Deutschland reist. 

Bei der INPOL-Abfrage kam für ihn eine erkennungsdienstliche Behandlung als Asylbewerber heraus und ich wunderte mich, warum ich seinen Reisepass in den Händen hielt und keine Aufenthaltsgestattung als Asylbewerber! Wir klärten das Ganze auf der Dienststelle ab und es kam heraus, dass er bei der Ausländerbehörde nur seinen serbischen Personalausweis abgegeben hatte – er hatte behauptet, er habe seinen Reisepass verloren! Also konnte er abkassieren als Asylant und ein- und ausreisen, wie er wollte mit seinem serbischen Reisepass! Außerdem war er bereits das dritte Mal da als Asylbewerber. Jedes Mal, wenn sein Antrag abgelehnt wurde, stand er nach kurzer Zeit wieder auf der Matte und hat erneut Asyl beantragt und wieder monatelang abkassiert. Dass man da wütend wird, ist wohl verständlich!

Aber man kann ja fast noch »froh« sein über die Zigeuner, denn die beklauen uns wenigstens »nur«! Mit den Zigeunern sickern hier auch täglich Moslems aus Afrika und Nahost ein. Meine Stadt hat ca. 70 000 Einwohner und die Kopftuchdichte ist rasant gestiegen. Ich muss wohl nicht betonen, dass ich dem Islam nichts abgewinnen kann. Den Koran habe ich gelesen und mir ist danach klar gewesen, warum alles derzeit so passiert, wie es eben passiert. Jeder vernünftige Mensch muss das erkennen, nachdem er sich mit der Lehre des Islam beschäftigt hat. Aber das ist ein anderes Thema.

Natürlich schießen bei uns auch die Asylantenheime wie Pilze aus dem Boden und damit einhergehend Messerstechereien, Belästigungen, Diebstähle, Schlägereien. Auch die ersten Vergewaltigungen gab es schon. Wir hatten bei uns im Asylantenheim einen Bulgaren (mit Familie!!), der sich als Kosovare ausgegeben hat und hier eine Einheimische vergewaltigt hat. Außerdem vor Kurzem einen Vergewaltigungsversuch einer 14-Jährigen durch einen afrikanischen Asylbewerber aus Gambia. Zudem schleichen immer wieder Syrer auf den Schulhöfen umher und belästigen junge Mädchen. Auch im Freibad gab es Vorfälle, wo sich Syrer an jungen Mädchen rieben. In den letzten Wochen war fast jeden Tag eine Schlägerei oder Messerstecherei im Asylantenheim.

Dafür habe ich es bei diversen Kontrollen immer wieder mit Moslems zu tun, die sich von mir als Frau nichts sagen lassen wollen oder sogar aggressiv werden, wenn ihr Fahrzeug durchsucht werden soll. Einmal hatten wir einen Moslem, der Angehöriger der DEUTSCHEN Bundeswehr war und sich absolut aggressiv aufgeführt hat. Er ist beinahe ausgerastet, als ich seinen Gebetsteppich auseinanderwickeln wollte. Mein Kollege hat ihn dann zur Sau gemacht, wie er sich hier aufführt, und er hat es zähneknirschend dulden müssen.

Aber da überlegt man schon, was für Leute bei der Bundeswehr sind und unser Land verteidigen sollen.

Zum Thema Asylbewerber fällt mir noch ein, dass wir hier auch sehr viele Banden haben, die hier nur Asyl beantragen, um auf Diebestour gehen zu können. Z.B. sind das oft professionelle Diebe aus Georgien, die hierher zum Einbrechen und Stehlen kommen. Eigentlich habe ich bisher noch keinen Georgier getroffen, der noch nichts auf dem Kerbholz hatte. Da kann man wirklich von 100 Prozent sprechen, da in Georgien kein Krieg ist und der Weg so weit ist, dass man sich fragt, warum um alles in der Welt muss man in Deutschland Asyl beantragen. 

Wir sind alle wütend, aber wir können nichts machen. Ein Phänomen sind auch noch die mongolischen Asylbewerber, die ebenfalls wie die Georgier nur zum Klauen herkommen. Diese sind auf Parfümdiebstahl spezialisiert. Die Parfüms werden mithilfe von speziellen präparierten Diebstahlstaschen aus den Drogerien entwendet und in die Mongolei transportiert. Bei Kontrollen können wir natürlich nicht nachweisen, dass sie die selbst geklaut haben, also kommt nur eine Anzeige wegen Hehlerei in Betracht. Dann wird die Zustellungsvollmacht ausgefüllt und das war es dann. Kein Wunder, dass die keine Angst vor unserer Justiz haben.

Ich bin wütend und frustriert und sehe mein Land den Bach runtergehen und kann nichts dagegen machen. Meinen Kollegen geht es genauso. Bei uns sagt jeder: »Wenn die normalen Leute wüssten, was bei uns abgeht, gäbe es einen Aufstand«, aber es wird ja in den Zeitungen alles politisch korrekt verschwiegen. Ab Montag ziehen bei uns übrigens 200 »Flüchtlinge« in die Turnhalle der Schule. Ich bin gespannt, wie sich die Lage dort entwickelt.

Mit freundlichen Grüßen aus Bayern

Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/europa/brandbrief-einer-autobahnpolizistin-ich-sehe-mein-land-den-bach-runtergehen-a1283963.html

Gruß an die Begreifenden

TA KI

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Die Gralstafeln von Chartres


Gralstafeln von ChatresZur Erinnerung: Erschien am 11.05.2014

Die Gralstafeln von Chartres sind eine Meditationstechnik, die von französischen Zigeunern aus dem Mittelalter überliefert wurde. Durch Schielen mit den Augen kann in der Mitte eine virtuelle dritte Tafelreihe erzeugt werden, die aus der Bildebene herauszuspringen scheint und zunächst zwischen den Farben Blau und Rot hin- und herpendelt. Nach einiger Zeit bildet sich ein violetter Farbton heraus, und das Bild kommt zur Ruhe. Heute weiß man, daß die Tafeln ein einfaches Biofeedbackgerät darstellen, um den Aktivitätszustand der beiden Gehirnhälften zu überwachen. Ziel der Übung ist die Synchronisation der Gehirnhälften, was zunächst zu einem Entspannungseffekt, bei längerer Übung dann zum Eintritt in neue Erkenntnisräume führt.

Inhalt:

1)     Symphonie in Stein

»Ein beinahe lächerlich kleines Stück Raum am Rande eines als unbegrenzt geltenden Kosmos ist überwunden worden; die Fähigkeit aber, in den Kosmos des menschlichen Gehirns einzutauchen, so wie es unseren Vorfahren noch möglich war, ist verlorengegangen. Der Mensch findet nicht mehr zu dem Reichtum und den Wundern eines freien Lebens; die Trugbilder einer falschen, Schritt für Schritt in das Nichts führenden Wissenschaft halten ihn gefangen.«

Der französische Schriftsteller Pierre Derlon, von dem diese Worte stammen, hat über dreißig Jahre seines Lebens dem Studium des Lebens und der Gebräuche französischer Zigeunerstämme gewidmet, und als wohl erstem Nichtzigeuner gewährten ihm die Patriarchen dieses geheimnisumwobenen Volkes Einblick in ihr altüberliefertes Wissen.

Schon früh war Derlon aufgefallen, daß sich der Anführer einer Sippe des öfteren während des Tages für einige Stunden in einen abgelegenen »Garten der Einweihung« zurückzog, um dort zu meditieren. Diese »Gärten« hatten bei allen Zigeunerstämmen, die Derlon besuchte, immer wieder die gleiche Gestalt: In einem mit Holzpflöcken abgesteckten Rechteck legten sie in zwei Reihen geometrische Figuren aus Holz oder Blech aus: Je ein Rechteck, ein Quadrat und einen Kreis von abwechselnd blauer und roter Farbe.

Später wurde Pierre Derlon in das Geheimnis dieser Gärten eingeweiht: Der Meditierende setzt sich vor die ausgelegten Tafeln und betrachtet diese mit leicht schielendem Blick, so daß sich die beiden Reihen scheinbar verdoppeln und sich schließlich in der Mitte zu einer einzigen vereinigen. Es kann ihm so gelingen, in innere Erkenntnisräume einzudringen, die dem oberflächlichen Denken unserer heutigen Zeit fremd geworden sind.

Die verwendete Sehtechnik ist gegenwärtig hochaktuell und kommt unter anderem auch bei den derzeit so in Mode gekommenen »Cyberoptics«, den dreidimensionalen Illusionsbildern, zur Anwendung.

Doch die »Gärten der Einweihung« der französischen Zigeuner waren alles andere als ein vergnüglicher Zeitvertreib. Es gilt für uns einmal mehr, von der Oberfläche eines Phänomens in die Tiefe zu schauen und so verlorenes Wissen wiederzuentdecken. Daß bei der Betrachtung der hier ausgelegten geometrischen Formen die gleiche Sehtechnik angewandt wurde wie bei den heutigen Computerbildern, bedeutet noch lange nicht, daß in beiden Fällen auch das gleiche geschieht.

Es ist schwer, das Weitere in Worten zu beschreiben. Am besten wäre es, Sie würden selbst einmal versuchen, die blauen und roten Farbtafeln durch Schielen mit den Augen zunächst zu verdoppeln und die verdoppelten Bilder schließlich in der Mitte zur Deckung zu bringen. Als erstes dürften Sie bemerken, daß die entstehende mittlere Reihe in Richtung der dritten Dimension aus dem Papier herauszuspringen scheint. Dies entspricht dem Effekt der Cyberoptics.

Um die weiteren Vorgänge zu verstehen, müssen wir einen kleinen Ausflug in die Physiologie des Gehirns machen. Die linke Tafelreihe wird bei der vorliegenden Sehtechnik hauptsächlich mit dem rechten Auge gesehen, das mit der linken Gehirnhälfte verbunden ist. Analog gelangt das Bild der rechten Tafelreihe über das linke Auge in die rechte Gehirnhälfte. Das Sehzentrum im Gehirn versucht nun stets, aus den Informationen, die ihm die beiden Augen liefern, ein konsistentes Bild zusammenzusetzen. Dadurch entsteht unsere Fähigkeit, stereoskopisch, also dreidimensional, zu sehen.

In diesem Fall aber wird das Gehirn vor eine schwierige Aufgabe gestellt, da die von den Augen gelieferten Informationen in der Farbgebung nicht übereinstimmen. So pflegt das dreidimensionale Bild zu Anfang zwischen den Farben Rot und Blau hin- und herzuspringen, bis man schließlich nach einiger Zeit den Mischton Violett sieht. Das Bild kommt zur Ruhe.

Gehirnphysiologisch spricht man von einer Synchronisation der beiden Großhirnhälften, und man weiß heute genau, daß dadurch tief veränderte Bewußtseinszustände ausgelöst werden können – eine Erfahrung, die den Zigeunern seit Jahrhunderten bekannt ist.

Mit zunehmender Übung kann es auch Ihnen gelingen, das dreidimensionale Illusionsbild in der Mitte der Tafel länger und länger festzuhalten und dadurch auch bei sich selbst tief meditative Zustände zu erreichen. (Genaueres im Abschnitt „Verborgene Wirklichkeit“)

Es hat sich gezeigt, daß die Tafeln von Chartres insbesondere eine starke Wirkung zeigen, wenn man die Übung kurz vor dem Einschlafen macht. Dies kann tiefgreifende Auswirkungen auf das Traumleben haben und zu sehr interessanten Traumerfahrungen führen. Aus diesem Grund sind die Tafeln auch von ganz besonderer Bedeutung in Zusammenhang mit Klartraumübungen (s. auch „Spektrum der Nacht“)

Doch die »Gärten der Einweihung« bergen noch weitergehende Geheimnisse. Wer über längere Zeit mit den Tafeln arbeitet, kann an sich Bewußtseinsveränderungen erleben, die allein durch den Zustand der Gehirnsynchronisation nicht mehr erklärt werden können. Die verwendeten geometrischen Figuren sind aber auch nicht beliebig gewählt. Das Rechteck hat ein Seitenverhältnis von 2 zu 1, und das Quadrat und der Kreis sind so konstruiert, daß alle drei Flächen den gleichen Flächeninhalt haben. Diese Konstruktion sprengt symbolisch den Rahmen unseres rationalen Denkens, denn die Quadratur des Kreises ist eine für unsere bekannte Geometrie unlösbare Aufgabe.

Ganz offenbar ist die Verwendung genau dieser Figuren entscheidend für die tiefen Bewußtseinsveränderungen, die beim Betrachten der Tafeln ausgelöst werden können. Pierre Derlon konnte durch eigene Experimente belegen, daß bereits durch das Weglassen einzelner Figuren (wenn man zum Beispiel nur die Quadrate betrachten würde) die Wirkung abgeschwächt wird. Er fragte den Zigeunerpatriarchen Pietro Hartiss eines Tages, woher den Zigeunern diese Tafeln bekannt seien, und erhielt zur Antwort, sie stammten aus der Kathedrale von Chartres.

Dies führt uns zurück zum Ausgangspunkt unserer Überlegungen, wonach seit uralter Zeit Menschen ihr geheimes Wissen in heiligen Stätten in Stein verewigt und in der geometrischen Anordnung ihrer Kultorte auf Landkarten hinterlassen haben. Wenn auch unsere heutige Wissenschaft den Blick für diese Geheimnisse weitgehend verloren hat – die Zeugnisse uralter Weisheit liegen überall offen herum und warten darauf, von uns wiederentdeckt zu werden.

Wer immer die Kathedrale von Chartres besucht hat, der weiß, daß es sich hierbei nicht um irgendeine Kirche handelt. Er wird nach dem Verlassen dieses Gebäudes nicht mehr der selbe Mensch sein wie vorher. Die offizielle Wissenschaft sagt, daß es sich um die älteste im gotischen Stil erbaute Kathedrale handelt, deren erste Bauphasen bis ins 12. Jahrhundert reichen. Darüber hinaus jedoch merken selbst anerkannte Kunsthistoriker wie etwa Jan van der Meulen und Jürgen Hohmeyer an: »Sie wirft damit auch sofort die Frage auf, wieviel von den Beweggründen, die diesen Bau bewirkt haben, mit den Stil- und Epochenbegriffen einer neuzeitlichen Kunstgeschichtsschreibung überhaupt zu erfassen sind, ja, ob solche Begriffe den Zugang nicht viel eher verstellen als erleichtern.«

Die Kathedrale von Chartres ist mehr als ein normales Gotteshaus, sie ist auch mehr als ein Kunstobjekt – sie ist eine mystische Einweihungsstätte voller Geheimnisse.

Einige Besonderheiten fallen sofort ins Auge. So ist das Kirchenschiff, im Gegensatz zu den meisten anderen mittelalterlichen Kathedralen, nicht in ost-westlicher Richtung ausgerichtet, sondern in einem Winkel von etwa 47 Grad in Richtung Nordost. Auf einem Hügel erbaut, überragt sie die umgebende Stadt derart, daß von der Autobahn aus nur die Kirche, nicht aber die Stadt zu sehen ist. Das imposante Gebäude würde man ohnehin eher in einer viel größeren Stadt vermuten. Chartres zählt heute etwa 87000 Einwohner und dürfte im 12. Jahrhundert bestenfalls von einigen Tausend Menschen bewohnt gewesen sein. Wozu brauchte eine so kleine Stadt ein so monumentales Gotteshaus, und woher kamen die Arbeiter und die gewaltigen Geldmengen zum Bau der Kirche? Diese Frage wird noch weitere Kreise ziehen, und wir werden darauf noch eingehen müssen.

cathedrale von Chatres

Im Innern der Kathedrale stößt man auf weitere Merkwürdigkeiten. So entdeckte der französische Journalist und Sachbuchautor Louis Charpentier an einer Stelle des Fußbodens einen merkwürdigen, nicht passenden Stein. Genau oberhalb dieses Steins hat eines der mittelalterlichen Buntglasfenster ein ganz offenbar beabsichtigtes Loch, durch das genau am 21. Juni, am Tag der Sommersonnenwende, um 12 Uhr mittags ein Sonnenstrahl auf diesen Stein fällt.

Auch die Winkelabweichung von 47 Grad von der Ost-West-Ausrichtung konnte Charpentier klären: Sie peilt exakt den Sonnenaufgang zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche im Frühling an.

Derartiges würde man doch wohl eher in einem prähistorischen heidnischen Sonnenheiligtum wie dem englischen Stonehenge vermuten als in einer christlichen Kathedrale des Mittelalters, gebaut in einer Zeit, als die allmächtige und alleinseligmachende katholische Kirche jede Abweichung von der offiziellen Lehre Roms mit dem Scheiterhaufen bedrohte!

Und wie ist die Bemerkung des Zigeunerpatriarchen zu verstehen, seine Meditationstafeln entstammten der Kathedrale von Chartres? Wenn Sie denken, Sie könnten die Kirche betreten und würden irgendwo in einem Mosaik oder Kirchenfenster diese drei geometrischen Figuren finden, so täuschen Sie sich. Es handelt sich wieder um verborgenes Wissen, das erst entdeckt werden will, um ein Wissen, das viel gewaltigere Konsequenzen in sich birgt, als man auf den ersten Blick annehmen würde.

Louis Charpentier hat dieses Rätsel in langjähriger Forschungsarbeit zumindest teilweise gelöst: Die drei Tafeln von Chartres sind in der Geometrie der Kathedrale verewigt, sie bilden sozusagen einen unsichtbaren Bauplan, der ihre gesamten Proportionen in entscheidender Weise prägte.

Geheimnis der Erbauer

Es beginnt damit, daß der Chor der Kathedrale genau doppelt so lang wie breit ist. Seine abschließende Rundung ist so gewählt, daß der Flächeninhalt genau einem Rechteck mit einem Seitenverhältnis von 2:1 gleicht. Die erste Tafel hätten wir also gefunden (Abb. 2).

Konstruiert man nun ein Quadrat mit gleichem Flächeninhalt und legt es in Gedanken auf dem Fußboden aus, so zeigen seine Ecken die Breite des Hauptschiffes an. Seine Seitenlänge ist 23,19 Meter, was einem Zehntel der Grundlinie der Cheopspyramide entspricht.

Ein anschließender gedachter Kreis mit gleicher Fläche endet genau am Hauptportal. Die drei Figuren zusammen bestimmen also die Länge des Kirchenschiffs. Welchen Grund konnten die Erbauer haben, derartige geometrische Formen als Grundlage des Kathedralenbaus zu benutzen? Wir sind hier einer heiligen Geometrie auf der Spur, die uns weit über die Erkenntnisse einer einseitig materialistisch ausgerichteten Wissenschaft hinausführt.

Gemäß einer alten Überlieferung haben drei Tafeln den heiligen Gral getragen, und »ihre Zahl ist 21«.

Die erste Gralstafel ist danach die im Neuen Testament überlieferte rechteckige Tafel, an der Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl feierte. Hatte sie – wie Charpentier vermutet – ein Seitenverhältnis von 2:1, so daß »ihre Zahl 21« war?

Weiter heißt es in der Überlieferung, daß Joseph von Arimathäa, der Onkel von Jesus, nach der Kreuzigung das Blut Christi in einer Schale – wiederum ein Symbol des Grals – auffing. Nach seiner Gefangennahme durch die Römer soll Christus ihm im Kerker erschienen sein, um ihm den Auftrag zu geben, in einem anderen Land eine neue, diesmal quadratische Gralstafel zu errichten. Joseph von Arimathäa soll daraufhin die Flucht nach England gelungen sein, und er gilt allgemein als Begründer der ersten Kirchengemeinde in Glastonbury, dem mystischen Avalon der Kelten.

Dort wiederum errichtete nach der Sage König Uther Pendragon, der Vater von König Artus, im Auftrag des Zauberers Merlin eine runde Tafel, uns allen bekannt durch König Artus‘ Tafelrunde. Die Artussage ist eine Allegorie für die Suche nach dem verschollenen Gral, der den Rittern am Ostersonntag nur in Form einer Vision erschienen war.

Wir sehen deutlich, wie die drei Gralstafeln einen zunehmenden Prozeß der Verweltlichung beschreiben. So ist es nicht verwunderlich, daß der Besucher der Kathedrale von Chartres, wenn er aus der Welt des Profanen in das Kirchenschiff eintritt, zunächst die runde Gralstafel überquert, anschließend die quadratische, während die rechteckige Abendmahlstafel erst hinten im Chor zu finden ist. Noch heute heißt dieser Teil der Kathedrale Chapelle du Saint Sacrement – Kapelle des heiligen Sakraments, also des Abendmahls. In früheren Zeiten hat sich hier auch der Altar befunden.

Doch die Geheimnisse der Kathedrale gehen noch weiter: Die Proportionen der Säulen und Galerien stehen zueinander in harmonischen Verhältnissen, die der im Mittelalter üblichen gregorianischen Tonleiter entsprechen. Man weiß, daß sich die Kirche über einem unterirdischen Dolmen befindet, einem uralten keltischen Heiligtum, in dem eine heilige Quelle entspringt. Diente das Kirchenschiff als Resonanzkörper, als eine Art Musikinstrument, das die heilkräftigen Schwingungen aus dem Erdinnern an die Oberfläche weiterleiten und verstärken sollte? Die im 12. Jahrhundert wie aus dem Nichts neuentstandene Bauweise der Gotik mit ihren schwindelerregend hohen Gewölben und fast schwerelos wirkenden Bögen erzeugt in der Tat eine ganz eigene Akustik. Es fällt in diesem Zusammenhang auch auf, daß zwar das Äußere der Kathedrale durch Hunderte von Statuen reich geschmückt ist, während man im Innern nur schlichte, glatte Wände findet. Ganz offenbar sollte die Akustik der riesigen Halle nicht durch überflüssigen Zierat zerstört werden. Dies blieb erst späteren Baustilen, etwa dem Barock, vorbehalten, als vieles uraltes Wissen längst vergessen war.

Die Technik, durch Spannung in den steinernen Bögen Klangräume zu erzeugen, so wie bei den Saiten eines Klaviers, hat uralte Wurzeln. So steht zum Beispiel in der Nähe des Dorfes St. Just in der Bretagne auf einem Hügel bis heute der Roche de Tréal, ein Dolmen aus der Zeit um 2500 v. Chr., dessen Steine klingen, wenn man sie mit dem Finger oder einem kleinen Stein anschlägt. Durch geomantische Linien ist er verbunden mit weiteren prähistorischen Kultstätten der Umgebung, etwa dem Château Bû, einem in Europa einmaligen Bauwerk aus dem vierten vorchristlichen Jahrtausend. Die Namengebung aus heutiger Zeit ist nur ein Ausdruck der Hilflosigkeit unserer Archäologen, Sinn und Zweck prähistorischer Monumente einzuordnen.

Geomantische Untersuchungen am Roche de Treal

Abb. 3: Die Autorin Grazyna Fosar führt geomantische Untersuchungen durch am Roche de Tréal (Bretagne).

Niemand weiß bis heute genau, zu welchem Zweck das Château Bû gedient haben mag. Ein »Château«, also eine Burg, ist es mit Sicherheit nicht gewesen. Den Hauptteil der Anlage bildet ein Cromlech, also ein Steinkreis, der aber zu den sonst in der Gegend gefundenen Menhiren keinerlei Ähnlichkeiten aufweist. Zwei unterirdische Grabstätten wurden nachweislich erst viel später, zur Bronzezeit, etwa 1500 v. Chr. hinzugefügt. Handelte es sich um einen vorzeitlichen Tempel oder Opferplatz?

Chateau Bu

Abb. 4: Das „Chateâu Bû“ bei St. Just (Bretagne).

Auf jeden Fall ist Chateâu Bû ein heiliger Ort der Kraft. Wir besuchten die Stelle im Spätsommer, als das Gras durch die wochenlang andauernde Sommerhitze überall braun und verbrannt war. Nur im Innern des Steinkreises war es nach wie vor frisch und grün (Abb. 4).

Haben die Erbauer der Kathedrale von Chartres etwa das Geheimwissen der keltischen Druiden übernommen? Ein angesichts der gnadenlosen Verfolgung »heidnischer« Bräuche im Mittelalter geradezu revolutionärer Gedanke. Und doch liegt er nahe, wenn man die Geschichte des unterirdischen Dolmens unter der Kirche genauer betrachtet.

Chartres ist nämlich schon vor dem 12. Jahrhundert ein jahrhundertealter bedeutender Wallfahrtsort gewesen. Es heißt, ein keltischer Druide habe etwa 100 Jahre vor Christi Geburt nach einer Vision prophezeit, eine Jungfrau werde ein Kind gebären. Daraufhin sei an diesem Ort bereits in vorchristlicher Zeit der gebärenden Jungfrau ein Heiligtum errichtet worden. Bereits zur Zeit der Kelten wurde hier eine schwarze Madonna angebetet. Nach der Christianisierung wurde dann dieser bedeutende Kultort einfach als Marienheiligtum übernommen. Die Kathedrale von Chartres ist demzufolge auch der Jungfrau Maria geweiht und trägt bis heute den Namen Notre-Dame.

Bei diesem Namen fällt einem natürlich sofort die viel bekanntere Kathedrale Notre-Dame in Paris ein, und dies führt uns zum nächsten Geheimnis. In nur wenig mehr als hundert Jahren, also für die damalige Zeit nahezu gleichzeitig, sind im 12. und 13. Jahrhundert in Nordfrankreich eine große Anzahl gotischer Kathedralen gebaut worden, die alle Notre-Dame heißen, also der Jungfrau Maria geweiht sind. Die bedeutendsten befinden sich außer in Chartres und Paris noch in Reims, Amiens, Rouen, Bayeux, Laon, L’Epine und Evreux.

Verbindet man diese Städte auf der Landkarte durch Linien, so bilden sie das Sternbild Jungfrau.

Diese Tatsache beweist eindeutig, daß die Verehrung der gebärenden Jungfrau vorchristliche Wurzeln haben muß, denn die meisten genannten Städte sind uralte keltische Siedlungen, die bereits zur Zeit des gallischen Kriegs existierten, als Cäsars Legionen ins Land einfielen.

Und doch haben die Baumeister der gotischen Kathedralen ihr Wissen nicht von den »heidnischen« Druiden übernommen, denn die ältesten erhaltenen schriftlichen Zeugnisse über die Jungfrauenverehrung der Kelten stammen erst aus dem 14. Jahrhundert, also aus einer Zeit, da die gotischen Kathedralen allesamt schon errichtet waren.

Das Rätsel löst sich auf ganz andere Weise: Paradoxerweise mußten die Franzosen des Mittelalters weite Reisen unternehmen, um das gleiche Wissen zu erwerben, das ihre eigenen Vorfahren auch besessen haben. Erst später dann ist ihnen ganz offenbar diese Übereinstimmung aufgefallen. So kann dogmatisches Denken den Blick des Menschen trüben.

Anfang des 12. Jahrhunderts zogen neun französische und flämische Ritter ins Heilige Land, um – wie es offiziell hieß – die Pilgerwege nach Jerusalem vor Räubern zu schützen. Eine seltsame Aufgabe für Männer, die größtenteils dem Hochadel angehörten. Bald schon zeigte es sich, daß ihr eigentlicher Auftrag ganz anderer Natur war. Der König von Jerusalem, Balduin II., wies den Rittern ein Quartier fernab von der kämpfenden Truppe an, auf dem Gelände der Al-Aksa-Moschee, wo sich früher der Tempel Salomos befunden hatte. Sie nannten sich dementsprechend »Arme Ritter Christi vom Salomonischen Tempel« oder kurz Templer. Keiner von ihnen war je im Kampfeinsatz gegen räuberische Beduinen. Statt dessen suchten sie in den Ruinen des Tempels nach geheimem Wissen – nach der Bundeslade.

Viel ist schon über Konstruktion und Inhalt der Bundeslade geschrieben worden. Fest steht, daß die Israeliten sie wie einen Schatz gehütet und durch mehrere Stufen von Sicherheitsvorkehrungen vor unerlaubtem Zugriff bewahrt hatten. König Salomo schließlich baute den Tempel in Jerusalem eigens zu dem Zweck, einen sicheren Ort zur Aufbewahrung der Lade zu erhalten.

Was befand sich in dieser Lade? Nach dem alten Testament waren es zwei steinerne Gesetzestafeln, die Moses auf dem Berg Sinai von Gott empfangen hatte. Das mag ja sein, aber welcher Art waren diese Gesetze? Waren es die zehn Gebote, so wie man es uns offiziell weismachen will? Wieso sollte man Steintafeln, die die zehn Gebote enthalten, so sorgsam vor der Öffentlichkeit verstecken? Diese Gesetze waren und sind schließlich jedermann bekannt und sollten es auch sein.

Waren möglicherweise andere Gesetze in der Bundeslade verborgen? Waren es, wie Louis Charpentier vermutet, die Gesetze der Harmonie und der heiligen Geometrie, die uns nicht nur als äußere Zeichen die herrlichen Bauwerke der Gotik bescherten, sondern dem Eingeweihten auch große Macht verliehen? Ist dies der Grund, daß die zweite Gralstafel in ihren Proportionen der Grundfläche der Cheopspyramide entspricht? Moses war in Ägypten geboren und in ägyptisches Geheimwissen eingeweiht.

Stand auf den Gesetzestafeln des Moses das Wissen über den Heiligen Gral? Wir müssen bedenken, daß die Vorstellung des Grals als Kelch eine christianisierte Form der Legende ist. Wolfram von Eschenbach, angeblich selbst ein Templer, bezeichnete hingegen in seinem Parzival-Epos den Gral ausdrücklich als einen Stein. Im Grunde aber sollte man sich den Gral vermutlich überhaupt nicht als irgendeinen Gegenstand vorstellen, sondern eher als einen Einweihungsweg, ein geheimes Wissen, so wie es durch die drei Gralstafeln von Chartres repräsentiert wird.

Jetzt paßt jedenfalls alles zusammen: Nach etwa zehn Jahren im Heiligen Land kehrten die Templer im Jahre 1128 nach Frankreich zurück. Ihr Auftrag war erfüllt, obwohl mit Sicherheit immer noch räuberische Araberstämme die Pilgerwege bedrohten. Und kurz nach dem Eintreffen der Tempelritter in der Heimat begann man allenthalben in Nordfrankreich fieberhaft Kathedralen zu bauen, in einem Baustil, der bislang unbekannt war – der Gotik.

Die Templer lieferten das Wissen dazu, aber sie lieferten auch die notwendige Infrastruktur. Von König und Papst mit weitreichenden Privilegien ausgestattet, bauten sie in kurzer Zeit eine Art Staat im Staate auf, verfügten über riesige Güter und Geldmengen – die »Armen Ritter Christi«!

Dieses Geld benutzten sie nicht für sich selbst, sondern zum Bau der gotischen Kathedralen.

Als der Templerorden Anfang des 14. Jahrhunderts durch Philipp den Schönen aufgelöst wurde und die letzten Templer den Weg zum Scheiterhaufen antreten mußten, verschwand auch der Baustil der echten Gotik so plötzlich, wie er gekommen war. Wohl baute man weiterhin Kirchen mit hohen Gewölben und Spitzbögen, aber dies waren nur noch äußerliche Kunstwerke, teilweise bis ins Groteske überladen, die nichts mehr mit der heiligen Geometrie des Originalbaustils zu tun hatten.

Welcher Art war die Macht, die die Anwendung der heiligen Geometrie den Menschen verlieh? Welche Kräfte stecken in gotischen Kathedralen wie der von Chartres, wenn sie an Orten der Kraft gebaut wurden? Es wird hier ganz deutlich, daß es nicht nur um Ausstrahlungen von unterirdischen Wasseradern geht. Die Gralstafeln werden von den Zigeunern zur Bewußtseinsveränderung benutzt – eine Technik, die von jedem nachvollzogen werden kann. Weckte auch die Kathedrale Bewußtseinskräfte, die uns noch unbekannt sind?

Hierzu müssen wir noch auf eine andere Besonderheit eingehen, nämlich das Labyrinth. In mehreren Kathedralen der Gotik findet sich im Fußboden ein Labyrinth. Chartres ist die einzige von ihnen, in denen das ursprüngliche Labyrinth noch nahezu vollkommen erhalten ist. Es ist auch mit fast 13 Metern Durchmesser das größte. Ein weiteres Labyrinth ist noch in Amiens zu besichtigen. Es wurde aber nur nach alten Vorlagen rekonstruiert. Das Labyrinth in der Kathedrale von Reims hingegen wurde zerstört, weil es angeblich von Kindern als Spielplatz mißbraucht wurde.

Nach verbreiteter Ansicht der Kunsthistoriker ist das Labyrinth von Chartres ein Sinnbild für das menschliche Leben von der Geburt bis zum Tode. Dies mag oberflächlich richtig sein, nur sollte man nicht vorschnell alles zu bloßen Sinnbildern erklären, dessen wahren Sinn man nur nicht verstanden hat.

Zunächst einmal ist der Begriff Labyrinth irreführend. Im Gegensatz zu dem wirklichen Labyrinth, das Daedalus der Sage nach im Tempel zu Knossos auf Kreta als Gefängnis für den Minotaurus errichtete, kann man sich im Labyrinth von Chartres nämlich nicht verirren. Es stellt nur einen einzigen, wenn auch verschlungenen Weg dar, der von der Peripherie ins Zentrum führt, und es ist überliefert, daß in früheren Zeiten Menschen diesen Weg zu Zwecken der Meditation auch tatsächlich abgegangen sind. Heute ist dies nicht mehr möglich, da der größte Teil des Labyrinths durch Stuhlreihen verstellt ist.

Nur der mittlere Teil im Gang liegt frei, und täglich marschieren Tausende von Touristen über diesen uralten Einweihungsweg, ohne sich dessen bewußt zu sein. Die abwechselnd hellen und schwarzen Steine weisen eine sehr starke, abwechselnd positive und negative Ausstrahlung auf, die sich radiästhetisch einwandfrei messen läßt. Ganz offenbar diente das Labyrinth ursprünglich dazu, Menschen durch das Abgehen der verschlungenen Wege unter dem Einfluß dieser Erdkräfte in veränderte Bewußtseinszustände zu versetzen.

Auch König David, der selbst ein Eingeweihter war, tanzte vor der Bundeslade. Rituelle Tänze zur Bewußtseinserweiterung sind auch aus anderen Kulturen bekannt, etwa von den tanzenden Derwischen, einer geheimen islamischen Bruderschaft. Das Labyrinth von Chartres liegt inmitten der runden Gralstafel. Sollte der Mensch durch einen rituellen Tanz auf die Einweihung in höhere Geheimnisse vorbereitet werden?

Warum wurde dieses Wissen seit der Zeit der biblischen Könige vor der ganzen Welt geheimgehalten? Konnten dadurch Kräfte geweckt werden, die der Mensch ohne genügende Vorbereitung nicht beherrschen konnte? Hinweise darauf finden sich bereits im Alten Testament, und zwar in einem Buch, in dem man es vielleicht am wenigsten vermuten könnte – im Hohenlied Salomos.

König Salomo, der Erbauer des Tempels in Jerusalem und bis heute sprichwörtlicher Weiser, war ganz offenbar in das Geheimnis der Bundeslade eingeweiht. Das Hohelied, das er verfaßte, erscheint äußerlich als ein ganz profanes Liebeslied, so daß es eigentlich verwundert, einen solchen Text in der Heiligen Schrift überhaupt zu finden. Man sollte aber nicht vergessen, daß das hebräische Alphabet zugleich ein Zahlsystem war, das über das geheime Buch der Kabbala entschlüsselt werden konnte. Louis Charpentier jedenfalls vermutet, daß Salomo genau in diesem Buch geheimes Wissen über die Bundeslade versteckt hat.

Natürlich kann man mit Hilfe einer neuzeitlichen Bibelübersetzung dem wahren Sinn nicht mehr auf die Spur kommen. Hierzu müßte der hebräische Urtext – der eigentliche Geheimcode – untersucht werden. Immerhin finden sich auch im äußeren Text bereits Hinweise auf die Verehrung der schwarzen Madonna sowohl in gotischen Kathedralen als auch in keltischen Druidentempeln, so z. B. im Kapitel 1, Vers 5: »Ich bin schwarz, aber gar lieblich, ihr Töchter Jerusalems.«

Schwarze Madonnengestalten sind weltweit zu finden. Die Jungfrau im Dolmen von Chartres ist kein Einzelfall. In der Kathedrale ist die heilige Anna, die Mutter Marias, mit schwarzem Gesicht in einem Kirchenfenster dargestellt. Und vergessen wir nicht die »Königin Polens«, die weltberühmte schwarze Madonna von Tschenstochau, zu der jährlich Millionen Gläubiger pilgern.

Mehrmals in seinem »Liebeslied« verkündete Salomo dann aber auch eine ernsthafte, fast leidenschaftliche Warnung, so zum Beispiel im 2. Kapitel, Vers 7: »Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, bei den Rehen oder bei den Hinden auf dem Felde, daß ihr meine Freundin nicht aufweckt noch regt, bis es ihr selbst gefällt.«

Möglicherweise waren in der Bundeslade geheime Formeln der heiligen Geometrie versteckt, deren Anwendung durch Unbefugte gefährlich wäre. Genaueres könnte man wohl nur erfahren, wenn man den Originaltext mit Hilfe kabbalistischer Schlüssel dechiffrieren würde.

Es gibt aber noch einen anderen Weg. Wie wir inzwischen herausgefunden haben (und wie auch den Baumeistern des Mittelalters zunehmend bewußt wurde), verfügten auch die keltischen Druiden über das gleiche Geheimwissen, wie es die Templer aus Salomos Tempel mitgebracht hatten. Eine Pilgerfahrt zum Dolmen von Chartres und zur schwarzen Madonna diente nicht nur der Anbetung von Göttern. Dies sind nur ritualisierte Symbolhandlungen, die wir mit unseren vom Christentum geprägten Augen erkennen können. Wir schauen nach wie vor nur auf die Oberfläche eines magischen Bildes, und die dahinterliegenden eigentlichen Wahrheiten haben sich vor unseren Augen noch nicht entfaltet.

Dieses Geheimnis muß etwas mit Erdkräften zu tun haben. Erinnern wir uns an den Steinkreis von Château Bû, in dem das Gras auch im trockensten Hochsommer noch grün und frisch war. Erinnern wir uns daran, daß unter heiligen Orten zumeist auch heilige Quellen sprudeln, so wie in Chartres, aber auch in Glastonbury mit seiner berühmten Gralsquelle, oder am Mont St. Odile im Elsaß. Wir könnten noch beliebig viele Beispiele angeben.

Ganz offenbar dienten prähistorische Dolmen und Tempel, aber auch gotische Kathedralen des Mittelalters, dazu, geeignete Resonanzkörper zu schaffen, die die vorhandenen Erdkräfte verstärken sollten. Die Verehrung gebärender Jungfrauen an solchen Orten zeigt deutlich, daß es hier vorrangig um den Kontakt zur Mutter Erde ging – der ältesten Religion der Menschheit, deren Wurzeln bis tief in die Altsteinzeit zurückreichen.

Die Impulse, die ein Mensch an solchen Orten erhalten kann, beziehen sich nicht nur auf heilende Kräfte, sondern eröffnen ihm auch den Zugang zu anderen Dimensionen des Bewußtseins. In der Regel sind solche Impulse schwach, und erst durch jahrelange Schulung konnte ein Mensch darauf vorbereitet werden, sie zu empfangen.

Dieser Weg führte den Einzuweihenden stets durch die Tiefen seines eigenen Selbst, so daß er lernte, seine egoistischen Bedürfnisse zu erkennen und schließlich zu überwinden. Durch Resonanzverstärkung hingegen wurde es möglich, den Zugang zu spirituellen Dimensionen nunmehr auch unvorbereiteten Menschen zugänglich zu machen, die dieses Wissen später in den Dienst ihres persönlichen Strebens stellen konnten. Genau hier liegen die Gefahren des Mißbrauchs, die schon König Salomo gekannt hatte, als er so leidenschaftlich davor warnte, diese Kräfte vor der Zeit zu wecken.

Wir sehen, daß das höhere Wissen stets die Tendenz hatte, sich selbst zu schützen. Einem Menschen, der das kleine Einmaleins nicht beherrscht, kann man unbesorgt ein Lehrbuch der Atomphysik in die Hand geben. Er wird dennoch nicht in der Lage sein, eine Atombombe zu bauen. Die Technik erst versetzt uns in die Lage, Wissen mißbräuchlich anzuwenden. Gibt man dem Ungebildeten die fertige Atombombe in die Hand, so kann er sehr wohl damit Schaden anrichten.

Genauso bergen die mystischen Einweihungsstätten von den Pyramiden des alten Ägypten bis hin zu den gotischen Kathedralen des Mittelalters Geheimnisse, die nicht vor der Zeit geweckt werden sollten. Dieses Wissen schützt sich nicht mehr von selbst, denn es liegt für jeden greifbar offen da. Wir selbst sind es, die nur nicht in der Lage sind, es zu erkennen. Durch unsere eigenen Vorurteile, durch die Doktrinen und Dogmen unserer Zeit, die vorrangig von einer zu einseitig materialistisch ausgerichteten Wissenschaft definiert werden, versperren wir uns selbst den Blick auf höhere Erkenntnisse – vielleicht zu unserem eigenen Schutz. Wir sind so etwa in der gleichen Situation wie die Templer, die auf der Suche nach dem geheimen verlorenen Wissen die mühevolle und gefährliche Pilgerreise ins Heilige Land auf sich nehmen mußten, weil sie in ihrem religiösen Eifer nicht in der Lage waren zur Kenntnis zu nehmen, daß die »heidnischen« Druiden direkt vor ihrer Haustür steinerne Zeugen der gleichen universell gültigen Gesetze hinterlassen haben.

Es geht uns im Moment um weitaus mehr als um die Regeln der heiligen Geometrie und des harmonikalen Bauens. Louis Charpentier gibt selbst zu, in seiner jahrelangen Forschungsarbeit noch nicht alle Geheimnisse der Kathedrale gelüftet zu haben. Es gelang ihm immerhin, zwei geheime Maßeinheiten zu finden: Eine, die den Grundriß, also die ersten zwei Dimensionen, festlegt, und eine weitere, die die Konstruktion des Gewölbes, also die dritte Dimension, bestimmte.

Er war sich jedoch darüber im Klaren, daß die Kathedrale von Chartres ein Ort der Begegnung zweier Welten ist, wie so viele andere mystische Stätten auch. Es muß daher noch ein drittes verborgenes Maß – entsprechend der dritten Gralstafel – geben, das folgerichtigerweise den Zugang zur vierten Dimension eröffnet. Diese ist aber die Dimension der Zeit. Hier liegt die eigentliche Gefahr. Wer das dritte Maß der Kathedrale von Chartres kennt, der wird zum Herrn der Zeit und damit – wenn er noch nicht genügend persönliche Reife erworben hat – zum Herrscher der Welt.

Drudenfuß

Auch in den verschiedenen Gralslegenden ist immer wieder die Rede davon, daß der Gral seinem Besitzer große – auch weltliche – Macht verleiht.

Steht dieses geheime dritte Maß in Zusammenhang mit der dritten Gralstafel, mit dem Rechteck, »dessen Zahl 21 ist«? Liegt dieses Geheimnis dort bis heute unerkannt verborgen? Es dürfte kaum ein Zufall sein, daß im Chorumgang von Chartres in allen Fensternischen schmiedeeiserne Gitter angebracht wurden, an denen große Pentagrammsymbole befestigt sind! (Abb. 5) Soll im Chor der Kathedrale, am Ort des Allerheiligsten, der dritten Gralstafel, etwas vor unbefugtem Zugriff geschützt werden?

Leider hat es den Anschein, daß das Sicherheitssystem Lücken hat, daß Spuren des verlorenen Wissens über die Jahrhunderte immer wieder durchgesickert und zu Machtzwecken mißbraucht worden sind.

 

Quelle: http://www.fosar-bludorf.com/chartres/

Gruß an die heilbringende Weiblichkeit

TA KI

Gaunerzinken und Mauscheln


GAUNERZINKEN – ROTWELSCH

(rot = Gauner, Landstreicher – welsch = unverständliche Sprache)

Diese Geheimzeichen werden unter Bettlern, Einbrechern, Dieben, Hausierern, fahrendem Volk, Sektenwerbern, Drücker-Kolonnen oder Vertretern als Verständigungsmittel und Hinweis auf die Art des Empfanges in den betreffenden Wohnungen und Häusern verwendet.

Wer ein derartiges mit Kreide, Kohle oder Bleistift gezeichnetes Mitteilungszeichen an Hauswand, Türstock, Gartenzaun, Briefkasten oder neben dem Klingelknopf entdeckt, sollte dieses vorsorglich sofort entfernen und in der Folgezeit im häuslichen Umfeld besonders aufmerksam sein und sich mit den Nachbarn austauschen.

 

Hier gibt es Geld Achtung! Bissiger Hund Leute rufen Polizei Abhauen Die Leute sind ruppig Hier gibt es Essen

Hier gibt es Geld

Achtung! Bissiger Hund

Leute rufen Polizei

Abhauen

Die Leute sind ruppig

Hier gibt es Essen

Fromm tun lohnt sich Aufdringlich werden Nur Männer im Haus Vorsicht, Prügel! Arbeit wird belohnt Nachtlager möglich
Gefährlich: Hände weg Ein liebenswürdiger Herr lebt hier Allein stehende Person Hier wohnen alte Leute Allein stehende Frau Nur Frauen im Haus
Hier wohnen Frauen mit weichen Herzen Behördenmitglied Günstig zum Diebstahl Hier ist die Polizei Aktive Polizisten Gefahr oder immer bewohnt
Dieser Gemeinde ausweichen Bereits beraubt Nichts Interessantes Unbewohntes Haus Achtung, brutaler Hausbesitzer! Hier lohnt sich ein Einbruch wirklich - fette Beute
Hier ist nichts zu holen Ruhig aufdringlich werden Hier gibt es was Hier gibt es nichts Am Abend kommen Die Polizei wird gerufen
Hier einmal gearbeitet Verhaftet Kein Mann im Haus Frau liebt Männer Bedrohung durch Waffe gestehen
leugnen Rache Aus der Haft entlassen Sonntags einbrechen Nachts einbrechen Morgens einbrechen

Leugnen

Rache

Aus der Haft entlassen

Sonntags einbrechen

Nachts einbrechen

Morgens einbrechen

Hund Leise sein Krank spielen arme Leute 2 Kinder, 2 Frauen und 1 Mann im Haus lohnendes Objekt

Hund

Leise sein

Krank spielen

Arme Leute

2 Kinder, 2 Frauen
und 1 Mann im Haus

Lohnendes Objekt

Quelle: http://www.code-knacker.de/gaunerzinken.htm

Gaunerzinken Hand1Gaunerzinken Hand2Gaunerzinken Hand3Gaunerzinken Hand4Quelle: http://www.kirchenweb.at/gaunerzinken/gaunerzinken/index.htm

Gaunerzinken

1 Bedeutung von „Zinken“

•  Ausdruck „Zinken“ erst seit dem 18. Jahrhundert Ableitung vom lat.:“signum“ (das Zeichen) und dem althochdeutschen „zinko“ (die Zacke, die Spitze •  Zinken sind graphische und akustische Zeichen, wie z.B. Verständigung durch Handzeichen und Winke, aber auch Nachahmung von Tierstimmen •  Absichten vor Außenstehenden verbergen und Stabilisierung der eigenen Identität in der Gruppe => Wurde meist vom fahrenden Volk benutzt (Verdunkelungs- bzw. Geheimhaltungsfunktion) => Zinken waren Verständigungsmittel des nonverbalen Bereichs, somit Symbole und standen für Geheime Botschaften

 

2 Die Entwicklung der Zinken

•  im 16. Jahrhundert erstmals graphische Hinweise in Europa => Mordbrennerzeichen •  Lieferten den Bandenmitgliedern Informationen darüber, wo und wann ein bestimmtes Haus überfallen, ausgeraubt und in Brand gesteckt werden sollte •  Die Mordbrennerzeichen umfassen 340 Zeichen und sind differenzierter ausgestaltet als die späteren Zinken => wurden von Zinken abgelöst

3 Funktion und Zweck

•  Zinken sind einer bestimmten Bevölkerungsgruppe zuzuordnen, die aufgrund sozialer Bedingungen ständig mit Repressionen rechnen musste (bis zum 18. Jahrhundert eine Standesgesellschaft => „standlose Klasse“)

•  Es war somit eine geheime, nonverbale Kommunikation nötig (über größere Distanz, bei Anwesenheit von Mithörern)

•  Inhalte der Zinken waren meist Informationen für Nachreisende: – wie und wo man erfolgreich essen, betteln oder schlafen kann (Mitteilungszinken) – Erkennungsmerkmale, die bestimmte fahrende Leute identifizierten (Erkennungszinken) – Warnungen – in welche Richtung eine bestimmte Personenkolonne vor wie vielen Tagen weitermarschiert ist (Wegweiser- und Richtungszinken) => Zinken und Rotwelsch trugen zusammen in hohem Maße zur Sicherung der Existenz bei => Bei Entschlüsselung durch Außenstehende Defunktionalisierung und Aufhebung der Abgeschlossenheit der Gruppe

4 Graphische Zinken

4.1 Mitteilungszinken

•  Bildeten den größten Teil der verschiedenen Zinkenarten: entsprach einer Bild- bzw. Sinnschrift, da das Verstehen nicht an den sprachlichen Ausdruck geknüpft war

•  Wurden mit Kreide, Rötel, Kohle oder Bleistift an Gebäuden, die sehr gut besucht waren, wie Kirchen, Klöster, Scheunen, Wirtshäuser und dergleichen angebracht •  Bei Wirtshäusern wurden die Zinken meist neben der Tür angebracht, bei Bahnhöfen auch auf den Stufen, sodass man schon im Vorbeigehen die Zinke sehen konnte

•  Der Ort, an dem gezinkt wurde, stand oft in Verbindung zu der Mitteilung des Zeichens: an Kirchen und Kapellen oder Wirtshäusern handelte es sich meist um Bettlerzinken

 

4.1.1 Gaunerzinken

•  Bilden größte Gruppe der Mitteilungszinken •  Durch sie konnten Komplizen angeworben werden, und übermittelten ferner Nachrichten über Verrat, Flucht, Haft oder Geständnisse •  Ermöglichten auch Information über geplante Straftaten und lokale Verhältnisse

 

4.1.2 Bettlerzinken

•  Unter den Bettlerzinken waren stereotype Zeichen zu verstehen, die angaben, ob es sich lohnt zu betteln, ob man Almosen erhält oder ob die Hausbewohner fromm und großzügig sind

•  Verwendung von Zeichen und Bilderzinken, wobei bei den Bilderzinken metaphorische Ausdrucksweise gewählt wurde

•  Bettlerzinken gehen auf den Ursprung der Zinken zurück; Entwicklung von Banden aus den Bettelorden

 

4.1.3 Erkennungszinken

•  Bezeichneten Familien und Einzelpersonen und hatten für den Träger hohen Stellenwert => jeder Gauner besaß seinen eigenen Zinken

•  Dienten zur Identifizierung der einzelnen fahrenden Familien und waren Bestandteil des Ehrgefühls

•  Hatten Ähnlichkeit mit Wappen: meist Tierdarstellungen und geometrische Figuren (Kreis, Oval, Dreieck, Kreuz und Viereck); angereichert mit Schmuckelementen wie Schlangenlinien

•  Wurden meist selbst angefertigt und waren auch auf den Siegelringen des Urhebers zu finden

•  Diese Zinken wurden geachtet und durften nicht nachgeahmt werden

Beispiele für Namen- und Wappen- Zinkender „Zünfte“:


4.1.4 Richtungs- und Wegweiserzinken

•  Wenn ein Gauner mit seinen Freunden Kontakt aufnehmen wollte, dann zeichnete er einen Wegweiserzinken mit Datum an eine bestimmte zentrale Stelle, um einen Treffpunkt auszumachen

•  Sollte Nachfahrenden zeigen, welchen Weg Teile der Familie, Gauner oder Freunde genommen hatten und zu welchem Datum die Abreise erfolgt war

•  Konnte auch mit dem Familienwappen kombiniert werden => somit war es möglich, den Aufenthaltsort einer bestimmten Person ausfindig zu machen und ihr zu folgen

•  Diese Zinken wurden meist an Weggabelungen auf Steinen, Bäumen oder am Boden angebracht => Es wurden auch einfache Äste auf den Weg gelegt; Anzahl der Personen an eingeschnitzten Kerben erkennbar

•  Richtungszinken sind immer gleich aufgebaut: Pfeil, der die Zugrichtung angibt, ein Datum (Abreisetag) und Striche (Personen)

Beispiel 1): Richtungszinken

  1.   Richtungsangabe

  2.   Mann

  3.   Frau

  4.   Kind

  5.   Hund

Beispiel 2): Richtungszinken

1 Personenzinken (Wappen)

2 Wappeninhaber: männlich

3 Ehefrau/Geliebte des Wappeninhabers

4 Weiterer männlicher Mitfahrer, alleinstehend

5 Weitere weibliche Mitfahrerin, alleinstehend

6/7 Weiteres Paar

8/9 Kinder des Wappeninhabers

10/11 Kinder des Mitfahrenden

12 Richtungsangabe; hier ohne Pfeilspitze

Beispiel 3): Wegweiserzinken

=> Richtungsangabe mit Attributen der Mitteilungszinken

=> Schlangenlinien als Symbol für eine gelungene Tat:

Ende der Linie deutet in die Richtung, in die die Gauner geflüchtet sind

(hier: nach rechts)

Beispiel 4): Wegweiserzinken

=> folgender Zinken wurde gewöhnlich am Stadttor oder am

Ausgang des überfallenen Gehöfts angebracht

=> das Datum der Tat wurde einfach neben den Zinken gesetzt (hier: links)

5 Nichtgraphische Zinken

•  Nichtgraphische Zinken wurden im direkten Kontakt mit dem Kommunikationspartner benutzt und wurden in speziellen Situationen verwendet

•  Spielten eine geringere Rolle als graphische Zinken

•  Man unterscheidet drei verschiedene Arten: – Jagdzinken – Kenzinken – Schlichnerzinken

5.1 Jagdzinken

•  Jagdzinken wurden auch Fehmzinken oder Grifflingszinken genannt

•  Sie wurden mit den Fingern gebildet; Grundlage war das einhändige Taubstummenalphabet => erlaubte eine genaue, aber relativ langsame Verständigung

•  Zuordnen von Techniken, bei denen man Wörter in die Luft, oder bei Dunkelheit, in die Handfläche des „Gesprächpartners“ schrieb

•  System der Jagdzinken wurde deshalb auch als „optische Telegraphie des Gaunertums“ bezeichnet

5.2 Kenzinken

•  Kenzinken ähneln den Jagdzinken sehr, da auch sie als Basis das Taubstummenalphabet haben

•  Unterschied besteht im Gebrauch: Kenzinken wurden als Erkennungsmerkmale verwendet; Jagdzinken zur Kommunikation im engeren Sinn

•  Beispiel: Bildung der Buchstaben C,F,G oder K galten als Erkennungszeichen für Gleichgesinnte => für Außenstehenden nicht nachvollziehbar

•  Sonderfall: Scheinlingszwack oder Scheinlingszwicken – besondere Grimasse mit einem geschlossenen und einem leicht schielenden Auge an dem sich Gleichgesinnte erkennen konnten

•  Es gab auch phonische Zinken: bestimmte verabredete Lautbildungen dienten dem gegenseitigen Erkennen (v.a. bei Nacht und über weite Entfernungen) => meist Nachahmung von Hunden, Eulen, Wachteln oder Hähnen => waren unauffälliger als Pfeifen, Rufen, Räuspern oder mit der Zunge schnalzen

5.3 Schlichnerzinken

•  Sonderfall der Zinken

•  Schlichner = Verräter wurden noch bis in das erste Viertel des 19. Jahrhunderts ermordet

•  Später: Bestrafung des Verräters durch Schnitt in die Wange => bleibende, für alle sichtbare Narbe als Folge

•  War somit vor ganzer Gesellschaft als ehemaliger Gauner und Verräter gekennzeichnet à unterster sozialer Stand

•  Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wich man auf eine Prügelstrafe aus

6 Moderne Zinken

•  Nach dem 18./19. Jahrhundert gerieten Zinken zwischen den beiden Weltkriegen in Vergessenheit

•  Seit einigen Jahren geraten Zinken wieder in den Blick der Öffentlichkeit: – sie tauchen immer wieder im Zusammenhang mit der Bettelei und Wohnungseinbrüchen auf – Sekten und religiöse Gruppen verwenden vermehrt Zinken – Vertreter und Drücker von Zeitschriften und Bücherclubs

•  Zinken werden einfach neben Klingeln und Haustüren, sowie Hauswänden und Türstöcken gezeichnet

•  Zinken als leicht durchschaubare Geheimsprache

•  Die Zinken wurden nach einiger Zeit nicht mehr verwendet, da ihre Entzifferung zu einfach wurde => eigneten sich längerfristig nicht als Geheimsprache

•  Es gab noch unzählige andere Geheimsprachen (Rotwelsch, Welsch, Kauderwelsch) und Geheime Zeichen (chiffrierte Polizeischrift,…), die aber auch wegen Entschlüsselung nicht mehr zuverlässig genug waren

•  Die Zinken verschwanden auch durch die Auflösung organisierter Räuberbanden, die bis ins 19. Jahrhundert existierten => Heute: einfachere Kommunikation und andere Möglichkeiten, Häuser und dergleichen auszurauben => allerdings durch Vergessen wieder einfacher, diese alten Zinken zu verwenden und damit Erfolg zu haben ( => Millionendiebstähle in Italien)

7 Mauscheln

7.1 Bedeutung von „mauscheln“

•  „mauscheln“: – unter der Hand und in zweifelhafter, undurchsichtiger weise Vorteile aushandeln, Vereinbarungen treffen; – beim Kartenspiel betrügen; – mit jiddischem Tonfall reden; – leise und unverständlich sprechen; – betrügen; – illegale Geschäfte betreiben; – seit dem 17. Jahrhundert belegt; aus dem Jiddischen der Handelsjuden => Mose = Mausche (Jude) •  Vielfach in antisemitischem Zusammenhang gebraucht

7.2 Das Kartenspiel

•  Ähnlich dem Spiel des Pokerns à Glücksspiel

•  Ablauf und Regeln: – alle Spieler zahlen einen vorher besprochenen Einsatz in die Kasse ein – jeder Spieler erhält 4 Karten: zuerst 2, dann wird die oberste Karte vom Kartenstoß abgehoben à Trumpfkarte in diesem Spiel – anschließend werden wieder 2 Karten an jeden Spieler ausgeteilt – Kartengeber kann Spiel eröffnen (Mauscheln); falls er dies ablehnt, verliert er seinen eingezahlten Gewinn und der nächste Spieler eröffnet – nach Eröffnung gehört ihm der Trumpf und er kann eines seiner Blätter weglegen – der Rest der Spieler kann mitgehen und darf alle gegebenen Karten tauschen („Kaufen“) – Anzahl der Stiche entscheidet über Anteil am Gewinn in der Kasse – kein Stich: Betrag in Kasse zahlen => „Beth“

•  Gewinn und Verlust sind bloßer Zufall

•  Gefahr: Einsatz durch Zufall verlieren, da man Karten kauft und nicht weiß, ob sie gut sind

•  Ist in Deutschland Glücksspiel wegen zu hohen Einsätzen und Unsicherheit verboten

•  Erhöhung des Gewinnzufalls durch Betrügen: Mauscheln

•  Einfache, unauffällige Bewegungen mit der Hand, um zu zeigen, welche Karten man hat, und wie man sie ausspielt

•  Wird auch häufig beim Watten angewandt, beim Schafkopfen eigentlich verboten

7.3 Mauscheln beim Kartenspiel

•  Verschiedene Farben werden dem Spielpartner mit „unauffälligen“ Bewegungen deutlich gemacht (v.a. beim Watten)

: •  bei den Trümpfen: – Eichel 7: linkes Auge leicht zuzwinkern – Schelle 7: rechtes Auge leicht zuzwinkern – Herz König: schnellen, leicht angedeuteten Kussmund machen

•  Bei den Farben: – Gras: mit Augen zum Fenster schielen – Eichel: kurz in zum Schritt schauen – Schelle: im Mund mit Zunge an Backe – Herz: kurz über die Brust streichen

8 Bibliographie

– Avé- Lallement, Friedrich Christian Benedikt. Das Deutsche Gaunertum in seiner sozial-politischen und linguistischen Ausbildung zu seinem heutigen Bestande. Georg Olms Verlag, Hildesheim,New York. 1980

– Girtler, Roland. Rotwelsch: Die alte Sprache der Gauner, Dirnen und Vagabunden. Wien, Köln, Weimar.1998

– Scheller, Kerstin. Internationale Geheimsprache der Diebe. Aus früheren Bettlerzeichen an Hauswänden wurden Gaunerzinken. In: Der Standard vom 28.12.1998

– Seidenspinner, Wolfgang: Mythos Gesellschaft: Erkundungen in der Subkultur der Jauner. Internationale Hochschulschriften Band 279. Münster 1998

– Siewert, Klaus: Grundlagen der Sondersprachenforschung. Habilschrift. Münster, 1998

– Stern, Heidi: Wörterbuch zum jiddischen Lehnwortschatz in den deutschen Dialekten. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2000

– Wolf, Siegmund: Wörterbuch des Rotwelschen. Deutsche Gaunersprache. Mannheim, 1956

– Viertler, Johann: Die Zinke- eine geheime Bilderschrift. In: Die Kärntner Landsmannschaft. Heft 10, 1976

http://de.wikipedia.org/wiki/Zinken_%28Geheimzeichen%29

http://www.gppa.de/history/text-2Mauscheln%20%20Poker%201903.asp

Quelle>: http://wwws.phil.uni-passau.de/histhw/TutKrypto/tutorien/gaunerzinken.htm

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Gruß an die Sprachenvielfalt

TA KI

Weißer und schwarzer Pfad- universelle Lehre Franz Bardon III.


Die Universelle Lehre
Der Stufenweg zur Erleuchtung

Der moderne Mensch ist nur eine Eintagsfliege im Vergleich zur Existenz allein unseres materiellen Universums, und er betrachtet von moderner Wissenschaft und deren Komplexität beeindruckt sein begrenztes Bewusstsein und seinen Verstand als Masstab.
Eine Entwicklung von Körper, Geist und Seele findet aber überall im Universum und für uns nicht sichtbar in den verschiedensten Welten statt.
Der Mensch durchläuft auf unserem Planeten momentan hauptsächlich eine Verstandesentwicklung, die ihn vom Tierreich abhebt, und er ist noch nicht genügend entwickelt, um Geist und Seele bewusst wahrnehmen zu können.
Es existieren zwei Hauptlinien der Evolution: Die eine Linie hat mit der Materie und der Form zu tun. Hier identifiziert sich die Seele lange Zeit mit dem Formaspekt und strebt danach, dem dunklen ‚Pfad des Todes‘ zu folgen (Naturalismus).
Die zweite Linie hat mit der Seele, dem Bewusstseinsaspekt und dem Denker in der Form, zu tun.
Auf den Pfad der spirituellen Seele zu gehen bedeutet bewusste und schnellere Entwicklung mit vielen Wendepunkten und unsicheren Erfolgsaussichten bei Unkenntnis der Stufen des Pfades aber auch des persönlichen Dharmas.

Sri Aurobindo als bekannter spiritueller Philosoph der Neuzeit schrieb dazu :
„…Die ganzen Schwierigkeiten dieser Ungewißheit resultieren aus der Tatsache, daß wir nicht fähig sind, der ganzen Wirklichkeit der Welt wie sie ist ins Auge zu sehen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, was diese Welt eigentlich ist und was sie notwendigerweise sein wird. Diese Welt ist zweifellos scheinbar auf Materie aufgebaut. Ihr höchster Ursprung aber ist Geist, und der Aufstieg zum Geistigen muß deshalb das Ziel und die Rechtfertigung ihres Daseins sein und gleichzeitig der Wegweiser zu ihrem Sinn und Zweck.
Die natürliche Schlußfolgerung aber, die aus der Tatsache der Überlegenheit und der Seinshöhe des Geistes gezogen werden kann, ist getrübt durch die falsche oder unvollkommene Vorstellung vom Geistigen, wie sie vom Intellekt in seiner Unwissenheit und seinem allzu hastigen und einseitigen Streben nach Erkenntnis gebildet worden ist. Man hat sich Geist nicht als etwas Alldurchdringendes und als das geheime Wesen unseres Seins vorgestellt sondern als etwas, das von den Höhen zu uns herunterblickt und das uns nur zu diesen Höhen hinaufzieht und vom Rest des Daseins ablenkt. So kommen wir zu der Vorstellung, daß unser kosmisches und unser individuelles Dasein eine große Illusion sei und daß sowohl eine Trennung von diesem Dasein als auch eine Auslöschung sowohl des Individuellen als auch des kosmischen in unserem Bewußtsein unsere einzige Hoffnung und einzige Befreiung sei.
Oder wir bilden uns die Vorstellung, die Erde sei nichts als eine Welt des Leidens und der Versuchung und unsere einzige Hoffnung bestehe in der Flucht in einen Himmel bzw. in ein Jenseits. Hier auf Erden sei keine Aussicht auf das Göttliche für uns. Selbst in einer äußersten Entwicklung auf Erden könne es für den Körper keine Erfüllung geben bzw. keine siegreiche Verklärung und keinen höchsten Zweck, der in diesdem irdischen Dasein erfüllt werden könnte.
Wenn aber dass (göttliche) Supramentale existiert und es herabkommt, wenn es zum herrschenden Prinzip wird, so wird alles was dem Denkwesen jetzt unmöglich erscheint nicht nur möglich sondern unvermeidlich.
(Sri Aurobindo, Die Offenbarung des Supramentalen – S. 122)

Spiritueller Fortschritt und Meisterschaft wurden auch schon in vergangenen Zeiten erlangt. Das Wissen um die Methoden wurde aber streng gehütet und gelangte erst im letzten Jahrhundert in grossem Masse an die Öffentlichkeit. Daher ist es ratsam, sich zuerst einmal an den früher geheimen ausgehauenen Pfaden der Vergangenheit zu orientieren, die von den Eingeweihten zumeist in einer geheimen Symbolik oder einer tantrischen Zwielichtsprache niedergeschrieben wurden, und die vielfach auch nur mündlich weitergegeben wurden.
Die Entschleierung dieser Symbolik soll Gegenstand des Folgenden sein, und dabei wird sich ein universeller Entwicklungsprozess offenbaren, den prinzipiell jede spirituelle Entwicklung durchläuft.

Es ist dabei durchaus nicht meine Absicht, die alten äusseren Religionen wieder auferstehen zu lassen, die zu Verfälschungen der Religion der Gründer degenerierten, manchmal wie im Hinduismus aber auch nur den äusseren Kult für noch nicht eingeweihte Schüler bilden. Die folgenden tieferen Erklärungen waren in den etablierten äusseren Kreisen sowieso nicht bekannt. Aber es gibt in der Welt eine Unzahl von Meditationsmethoden und anderen Techniken, deren Sinn und Grenzen erst durch das Verständnis dieser Universellen Lehre klar wird, die den dahinterstehenden Prozess aufdeckt.

Alle spirituellen Lehren haben unbewusst diese UNIVERSELLE LEHRE als Basis, die der geheime Schlüssel zu den Arkanen war und ist. Sie beschreibt den Prozess der individuellen und der kosmischen Evolution innerhalb der höheren Welten . Momentan benutzen nur wenige Geistesschulen offen diesen Begriff, aber sie lehren nicht die Aufteilung der ersten kosmischen Einweihung in 22 Stufen.
Diese Stufen und der ganze Entwicklungsprozess waren in der Vergangenheit ein behütetes hermetisches Geheimnis und dürfen nicht vollkommen offengelegt werden, nicht zuletzt, damit sie nicht in falsche oder unwürdige Hände gelangen.

Die Zyklen der menschlichen Entwicklung

Die UNIVERSELLE LEHRE beschreibt den Stufenweg der menschlichen Entwicklung, die zuerst einmal die drei grossen involutionären Vorstufen der Natur-Evolution durchläuft :

1. der ganz primitive Naturmensch
Die unterste Stufe ist die unbewusste Umgebungsanpassung jenes Menschen, der im Grunde genommen nur ein Tier ohne Intelligenz ist. Primitive Wilde gehören zu dieser Kategorie und viele sehr einfache Bauern, die sich mit primitiver Feldarbeit befassen und keine moderne Erziehung genossen haben. Der Mensch dieses Stadiums ist völlig vom Instinkt geleitet und nur wenig besser dran als ein Tier.

2. der Mensch beginnt seine Gefühlsnatur und den natürlichen Verstand zu entwickeln
Diese nächste unbewusste Anpassung an die Umgebung betrifft den Menschen, der einen schwachen Schimmer gedanklichen Erfassens zu zeigen beginnt. Dies erfolgt zum Teil instinktiv und beruht auf zunehmender Selbstsucht. Hier ist mehr ICH – Bewusstsein als instinktives Gruppenbewusstsein festzustellen. Man findet dieses keimende Selbstgefühl z.B. bei primitiven Bewohnern der sog. Armeleuteviertel oder beim kleinen Verbrecher, der genügend instinktbegabt ist, um sich mit seinen Streichen durchs Leben zu schlagen, schnell zu reagieren und seine manuelle Geschicklichkeit auszunützen. Dies ist das Stadium der Tierschläue. Ein grosser Teil der heutigen Menschheit steht erst am Anfang der nächsten Stufe.

3. der heutige Massenmensch mit dem mentalen Ich-Bewusstsein
Es folgt das bewusste und völlig egoistische Anpassen des Einzelnen an die Umgebung. In diesen Fällen ist der Mensch sich seiner Motive bewusst. Er denkt sie durch und holt dann das Beste heraus. Er zwingt sich dazu, möglichst harmonisch mit seiner Umgebung auszukommen. Darin liegt gewiss ein gutes Motiv, aber im Prinzip ist dieser Mensch so stark vom Verlangen nach allerlei Genuss und Bequemlichkeit beherrscht, dass er den Biedermann spielt, um überall zu bestehen und mit jedermann auszukommen.
Der Mensch steht hier noch voll unter dem Einfluss der sog. Maya(-äther) des Samsara.

Den drei grossen involutionären Vorstufen folgt ein vielfältiger Entwicklungszyklus von 22 Stufen zum Tor der ersten kosmischen Einweihung. Diese 22 Stufen weisen vier Hauptabschnitte auf :

Anfängertum (1-9), Probepfad (10-14), Pfad (15-19) und Meisterschaft (20-22).

Die Darstellung der 22 Stufen ist in den verschiedenen Religionen sehr unterschiedlich umgesetzt worden. Verschiedene Charaktäre und Tiere und ein Teil der auch alchemistischen Fabelwesen stellen in den Schriften Teile der menschlichen höheren Körper (zB. Jiva, das individuelle Selbst; das Pferd als Symbol für spirituelle Liebe) oder auch bestimmte Kräfte dar. Diese vollziehen miteinander bzw. gegeneinander bestimmte Wandlungsprozesse. Auch die Namen haben meist eine tiefe Bedeutung, sowohl inhaltlich als auch quabbalistisch.
Andererseits finden sich zB. schon in „Dhammapada 294“ Sätze wie, ein Brahmane wandle ohne Fehl und Tadel, wenn er Vater und Mutter erschlagen habe (gemeint ist hier, dass er Selbstsucht und Lebensdurst in sich vernichtet hat – dh. Arterhaltungstrieb und Selbsterhaltungstrieb). Ähnliche Sätze finden sich in der esoterischen Literatur nicht selten. Schon im Neuen Testament findet sich der Satz „wer nicht Vater, Mutter, Bruder und Schwester um meinetwillen verlässt, kann nicht mein Jünger sein“. Teilweise wurden solche Werke aber auch verschlüsselt oder Satzteile oder Schriftzeichen verstellt.

Auf diesen 22 Stufen vollziehen sich periodische Zyklen der 7 Strahlen oder 4 höheren „Elemente“ oder „Universalprinzipien“ (4 Tiere am Thron Gottes), die wiederum positive und negative Aspekte entwickeln, wbei sich die höheren menschlichen Körper entwickeln. Viele atheistische Spiritualitätssucher gehen nur von einer höchsten Kraft aus, aber diese Kraft ist auch höchstes BEWUSSTSEIN und somit eine universale überkosmische Gottheit, die unpersönlich und selbst für die Meister noch bewusstseinsmässig unfassbar ist !

Das bekannteste Stufensystem der spirituellen Entwicklung ist das achtstufige System des  RAJA-YOGA (oder Ashtanga-Yoga).
Es macht jeweils einen  >> Doppelschritt und kennt daher nur 16 der 22 Stufen. Aber dieses System kennt weitere Samadhis (Samadhi-pada : 1. Laya Samadhi; 2. Savikalpa Samadhi; 3. Nirvikalpa Samadhi; 4. Sahaja Samadhi). Der Nirvikalpa-Samadhi ist schon die eigentliche Erleuchtung mit dem kosmischen Bewusstsein (U.L. 18/19).

ÄGYPTEN

Diese 22 Stufen waren auch den  weiter ägyptischen Eingeweihten bekannt, und sie wurden in den Tarot-Karten überliefert, deren Ursprung in ägypten vermutet wird, da es in den ägyptischen Mysterien eine ähnliche Symbolik gibt. Allerdings konnte inzwischen genetisch nachgewiesen werden, dass der Ursprung der Zigeuner in Indien liegt.

KABBALAH

Merkmale der modernen Kabbalah sind der kabbalistische Baum mit den 10 Sephiroth, das EN-SOPH-AUR, das darüberstehende grenzenlose Licht, und der EN-Soph, mit dem der Mensch (nach der Kabbala) nicht eins werden kann und Bücher wie das „Sepher Jezirah“, das von „Jah Jahve Sebaoth“ spricht, dem EINEN allmächtigen, barmherzigen und gnädigen Gott und Schöpfer.
Diese 22 Stufen sind also nicht willkürlich gewählt, sondern sie haben ihre Entsprechungen in den 22 Buchstaben des alten hebräischen Alphabets, wie auch im „Sepher Jezirah“ angedeutet, das auch eine Buchstabenmystik lehrt. Die 22 Tarotkarten, die kleinen Arkanen, die sich auf diese Buchstaben beziehen, sind aber schon eine Abbildung des Prozesses der 22 universellen Stufen auf ein spirituelles System.
Jeweils 10 aufeinanderfolgende Stufen sind auch den 10 Sephiroth (Akashaprinzip der Sphären) analog, die in der Sphärenmagie der Adepten im Mittelpunkt stehen, die dortigen mentalen Spären sind aber tiefer als die Sephiroth. „Das Erscheinen der 10 Sephiroth ist wie ein Blitz ohne Ende“, heisst es im Sepher Jezirah . Auf Stufe 16 der Universellen Lehre (siehe das zugehörige Tarotbild 16) übernimmt diese göttliche Kraft die Führung : Gottes-Extase, wie der Ishvara-Samadhi des Raja – Yoga. Letztendlich verwirklicht der Kabbalist über die Quabbalah alle Sephiroth in sich und wird zum „Adam Kadmon“.

 

Altes Testament

Das Alte Testament ist eine Sammlung von Schriftrollen, die von der Priesterschaft behütet wurden. Neben der Genesis ist der Exodus das bekannteste Buch der Bibel, und selbst R. Steiner schrieb in „Das Christentum als mystische Tatsache“, dass hier der Auszug der Seele aus der Materie beschrieben wird, dazu  weiter mehr…

TAOISMUS

„Im Nichthandeln liegt das Handeln“, sagt das Tao Te King. ES handelt im verwirklichten Taoisten : „Wu Wei“. Das  weiter Tao ist der tiefere leitende „Sinn“ hinter allen Dingen.

MAYA-KULTUR

Die Relikte der südamerikanischen Maya-Kulturen hinterlassen ein zwiespältiges und eher schamanistisch-magisches Bild, das mit seinen Sternenkriegen und Blutopfern schwarze Züge aufweist. Aber auch hier finden sich Darstellungen des magischen Teilpfades(Pyramidenzeichnung in Palenque ) :
Der Urvater erschafft zwei Söhne, die sehr stark werden (Stufe 12 – 2 Säulen). Danach muss der Urvater zur Prüfung in die Unterwelt, das Reich das Jaguar, der an den taoistischen Tiger erinnert – Stufe 13. Er besteht aber dank der Kraft seiner Söhne alle Prüfungen. Danach wird er wiedergeboren (Stufe 14).
Eine ähnliche Geschichte mit Unterweltshandlungen, findet sich im Popul Vuh, wo die beiden Söhne als Sonne und Mond enden. ( Hunahpu ).
Deren Geburt nach einer Verfehlung seitens ‚HunHunahpu und Xquic‘ erinnert an Adam und Eva. Der spätere Gang durch die Unterwelt und die Überlistung und Tötung der Herrscher lassen sich als Stufe 13 und 14 der U.L. deuten. Die Verbrennung und die Wiederauferstehung der Zwillinge entsprchen den beiden letzten Phasen der Stufe 14 der U.L..
Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass der aus Südamerika überlieferte Schamanismus mit den 4 Tieren und der Allkraft dem magischen Pfad zuzuordnen ist, der auf Stufe 14 endet und dann in eine Breitenentwicklung verzweigt, die in einer Vertreibung des Herrschers der Unterwelt durch die Zwillinge endet.
Teilweise ist der Schamanismus auch mit astralen Naturgeistern verflochten. Der südamerikanische Schamanismus hat überraschend viele Parallelen zum Taoismus. Die sich um das Sonnentor drehende Spiritualität der Inkas ist hier die Ausnahme.
Der Taoismus geht aber später durch Vermischung mit dem Mahayana weit darüber hinaus .

GRIECHISCHE MYSTERIEN

Die Philosophie der Antike wird durch die Eule der Göttin Athene symbolisiert. Griechenland mit seiner Mythologie wird vielfach als Wiege der europäischen Philosophie angesehen.
Begriffe wie das Absolute und der Logos kommen von hier.
Aus den griechischen Mysterien sind die Taten des Herakles bekannt, die A.A.B. esoterisch kommentiert hat und natürlich die Odyssee, deren mystischer Hintergrund schon von R. Steiner erwähnt wurde(beide beschreiben Stufe 13 und 14) sowie das Höhlengleichnis des Platon , der davon spricht, dass die Menschen wie in einer Höhle leben(der dunklen Maya-Höhle), die Schatten für die Wirklichkeit halten und man sie zum Eingang ans Licht zerren sollte.
Auch die Schule des Pythagoras hatte nebst Vegetarismus eine Seelenlehre.

Die moderne Philosophie mit ihren mentalen Ansätzen und Spekulationen ist vielfach eher ein grosser Irrgarten mit fruchtlosen Diskussionen, die sich im Grunde nicht von den begrenzten Wahrheiten der unteren Ebenen lösen. Sie lebt mangels Introspektion und Selbstverwirklichung(atma-jnana) in der dunklen Mayahöhle mit ihren Täuschungen, Verblendungen und Illusionen.
Die wirkliche spirituelle Wahrheit ist eine vom Verstand nur unzureichend erfassbare Wahrheit des Seins und des Bewusstseins. Die göttliche Wahrheit(Chit) existiert darüber hinaus in Dimensionen von Unendlichkeit und Ewigkeit und letztendlich sogar noch jenseits dessen.

Die Mysterien wurden streng geheimgehalten und später auch nach Italien weiterüberliefert, wo viel später die ersten Tarotkarten erschienen. Kaiser Augustus verbannte den Dichter Ovid u.a. weil er in seiner Dichtung die Mysterien zu offen angedeutet hatte. Amor hat in einigen Schriften die Rolle des „Cupido“ der sechsten Tarotkarte, wie zB. beim „Pfeil aus Blei“ (Saturnphase) und der folgenden Verwandlung in den Lorbeerbusch am Strom im Hades“(Beginn der Stufe 14).

CHRISTENTUM

Neben den Apostelbriefen basiert das Christentum auf den vier Evangelien und der Apokalypse des Johannes. Deren 22 visionäre Kapitel entsprechen exakt den 22 Stufen der Universellen Lehre. Die vier Evangelien beginnen aber erst auf höheren Stufen, dazu  >> mehr…

NORDEUROPäISCHE MYSTERIEN

In der alten nordeuropäischen Mystik symbolisierten die 18 Runen des Futhorks die ersten 18 Stufen der 22 Stufen. Sie wurden aber in der Vergangenheit meist völlig missverstanden, fehlinterpretiert und missbraucht. Noch heute findet sich neben den Externsteinen im Teutoburgerwald der alte kleine Einweihungssarg – genau wie in der Cheops-Pyramide in der hinteren Kammer(die Menschen waren damals noch kleiner).
Bezüglich der Edda gehört der Tod Baldurs, der durch Tyr’s(der Mensch der Stufe 12) Hinterlist von Baldurs blindem (dh. das Unbewusste der ‚Saturnphase‘)) Bruder Hödur[*] mit einer Mistel getötet wurde(Stufe 13) und im Hel bleiben muss bis zur Götterdämmerung(Ende der Stufe 14) zu den Mysterienweisheiten.

BUDDHISMUS

Im neueren Buddhismus wären diese fehlenden Stufen des Raja-Yoga : Bodhisattwa, Nirvana, Maha-Nirvana und Para-Nirvana.
Im Buddhismus ist Stufe 10 der 22 Stufen der „Dreher des achtspeichigen Rades des Dharma“. Vorher ist der Mensch ein „Sünder“, der dem Karma unterliegt. Um auf Stufe 13 das „Meer der Vergänglichkeit“ zu überqueren (den Ozean des Samsara), muss er sich traditionell aber erst die dazu notwendige Kraft der „Güte“ erwerben. In der tibetischen Mystik ist es auch der Gang durch die Unterwelt und das überschreiten des „Flusses ohne Boden“. Auf der Stufe 15 erbaut der Buddhist sein diamantenes Fahrzeug, den Diamantkörper, den auch die Johannes-Apokalypse im 15. Kapitel beschreibt, und er erlangt schliesslich den “ diamantenen Samadhi“. Am Ende der Stufe 17 ist der Schüler „vom zweiten anderen Ufer“ – ein Bodhisattwa. Auf der Stufe 19 erlangt er die Erleuchtung.
Der Buddhismus ist natürlich viel älter als Buddha Gautama. Der heutige Buddhismus ist für Aussenstehende oft eine verwirrende Mixtur alter Landestraditionen und der „Lehre“ verschiedener Linien, die sich mit dem achtfachen Pfad vermischten bzw. sich weiterentwickelten.
Buddha Gautama, der mehrere Meister wieder verliess („sie wollen euch nur benutzen“), lehrte seine Schüler, aus allen Lehren zu lernen und das Beste zu bewahren.
Nur wenige Buddhisten wissen heute um den geheimen Hintergrund des Buddhismusses, dazu weiter mehr
Die Erleuchtung ist auch nicht ein fast unerreichbarer höchster spiritueller Bewusstseinszustand, oder eine Mahamudra (Grosses Siegel), oder nur ein Zustand höchster Reinheit, sondern sie ist identisch mit dem Nirbikalpa-Samadhi des Raja-Yoga.
Viele Buddhisten werden den Vergleich Ihrer Religion mit anderen Religionen nicht schätzen, aber diese Webseite koordiniert die Lehren mit dem Prozess der 22 Stufen !
Der kommende Buddha Maitreya soll den Buddhismus wieder reinigen und den Pfad zeigen. Allerdings könnte das auch jeder echte Meister. Die Lehre von der Vorsehung verschleiert, um nicht soviele Erleuchtete zu haben(Weltplan) und natürlich um den Missbrauch einzuschränken.

ZEN

Im „ZEN in der Kunst des Bogenschiessens“(nur als Beispiel) zielt der Schütze in kontemplativer Stimmung mit dem krummen Haselnusspfeil und trifft trotzdem. ES schiesst und wird eins mit dem Ziel, d.h. beim fortgeschrittenen Schüler. Allerdings ist der berühmte Satori des ZEN noch lange nicht die wahre Erleuchtung, und auch die bekannte Mitte des Zen ist ist nicht das höchste spirituelle Selbst !

WEISSE BRUDERSCHAFT

Die 7 Initiationen von A.A.Baileys „Weisser Bruderschaft“ (A.A.Bailey : Initiation, menschliche und solare Einweihung) beginnen am Ende des „Probepfades“ am Ende der Stufe 14 und enden auf Stufe 22. Sie sind auch im Rosenkreuzertum bekannt.

ISLAM

Der Islam erscheint äusserlich als ein starres System von Regeln mit dem KORAN als Grundlage. Aber auch der inoffizielle eingeweihte  weiter Islam kennt verschiedene Einweihungssysteme.

HINDUISMUS (Sanatan Dharma)

Es gibt in Indien 5 traditionelle Hauptabschnitte des zweiundzwanzigstufigen Pfades :

1. Anfänger (Arbeiter – an sich selbst, Schudra) Tarot 1-9
2. Probepfad (Händler, Probepfad : Selbstloses Handeln) Tarot 10-14
3. Der Pfad (Kschatriya, Krieg für die Durchsetzung der Seele) Tarot 15,16
4. Priester (echter Brahmane, echter selbstverwirklichter IMAM des Islam )
5. (Bodhisattwa), Erleuchtung(Nirbikalpa – Samadhi), danach Meister usw. bis zur Kaivalya, der Stufe 22 der Universellen Lehre.
In Indien entwickelte sich dieses alte spirituelle System des Adi Shankara wieder zu einem erstarrten sozialen Kastensystem, dem heute die innere Substanz fehlt, dazu  weiter mehr .

ROSENKREUZERTUM

Die „Ich bin“ – Meditation der mittelalterlichen weiter Rosenkreuzer ist bekannt, ebenso die Schriften von J. Valentin Andreae wie die „Fama Fraternitatis Rosae Crucis“, die die ersten 18 Stufen der 22 Stufen beschreibt, und die siebentägige „Chymische Hochzeit“. In der FAMA trifft C.R. auf Stufe 6 seinen Lehrer P.A.L.. Auf Stufe 10 erwacht C.R.C. und „dreht das Rad“ bis zur ersten Einweihung. Rudolf Steiner stufte dessen Schriften als den europäischen Einweihungsweg ein.
Somit wird klar, dass die Evolution einen Transformationsprozess und einen Transfigurationsprozess beinhaltet, und dass sie nicht nur in einer erleuchteten oder höheren sich mit der Erkenntnisstufe verändernden philosophischen Sicht aller Dinge mündet.

Alchemie (Opus Magnum)

Zuguterletzt (als Zugabe für echte Sucher) ein altes Thema : Die Transmutation des Menschen, die spirituelle Alchemie (nicht die Goldmacherei), die ebenfalls genau die Stufen der Universellen Lehre durchläuft.
9. Materia Prima 10. Calcination 11. Sublimation 12. Solution 13. Putrefaction 14. Destillation 15. Coagulation 16. Tinctura 17. Multiplikation 18. Projection
Die 3 alchemistischen Grundprinzipien SAL, Sulphur und Mercurius sind vergleichbar mit den drei Gunas (Tamas, Rajas, Sattwa) bzw. den drei Doshas des Ayurveda (Vata, Pitta und Kapha), die sich ja auf die Eigenschaften der Maya und damit letztendlich der Materie beziehen. Die Herkunft dieses Wissens liegt ja auch im asiatischen Raum. Wahre eingeweihte Alchemie und Spargyrik gehen daher viel tiefer als das moderne Ayurveda : Opus Magnum – das grosse Werk, das Dich vollendet.
Bei der Lektüre der alten symbolischen und absichtlich verschleiernden und oft irreführenden Bücher dieser Traditionen ist daher grosse Vorsicht geboten.(Ungeführe Einführung : J. Helmond, Die entschl. Alchemie; O. Wirth : Lehrbrief zur hermetischen Alchemie)

Kosmische Einweihungen

Der Traditionelle Meister hat die Stufe 20 abgeschlossen. Nur sehr wenige Meister dürfen sich höher entwickeln bis zu Stufe 22 (Satguru). Dann fehlen dem Satguru noch die 2 Stufen bis zum Tor der ersten kosmischen Einweihung, die die ‚chymische Hochzeit‘ als die 2 fehlenden Blättlein erwähnt. Dazu gibt es auf dieser Webseite unter „ Kasmir-Shivaismus“ ein Schema (Paramshiva). Mehr ist auf unserem Planeten nicht möglich. Nur der S. S. Kumara machte hier eine Ausnahme.
Diese kosmischen Einweihungen und die höchsten Hierarchien wurden erstmals durch A.A. Bailey offengelegt. Unsere Erde ist esoterisch ein negativer Planet, und es gibt hier auch keine Einweiher für höhere kosmische Einweihungen. Der Logos unseres Planeten ist nach A. A. Bailey auf der ersten kosmischen Einweihung.

Nach A. A. Bailey hat der „Sanat Kumara“ am Anfang dieses Jahrhunderts seine kosmische Einweihung auf den Pleyaden begonnen, der Logos der Sonne sei auf der dritten kosmischen Initiation und der EINE vom Sirius sei auf der vierten kosmischen Einweihung.
Das Endziel der Menschheit ist nach A.A.B. einmal in fernen Zeiten die dritte kosmische Einweihung. Andererseits gibt es im Universum Millionen solch hoher eingeweihter göttlicher Wesenheiten – und auch in den anderen Universen. Der letztendliche überkosmische Schöpfergott steht über allen kosmischen Einweihungen im Sat. Dazu gibt es auf dieser Webseite unter „Spirituelle Texte : Kasmir-Shivaismus“ einen Erklärungsversuch. (s.a. Bailey : Telepathie und der ätherkörper, S. 148 u.a.)

Können Sie Erfolg auf dem Pfad haben ?
‚Das Karma, d.h. unsere Einbindung in die stofflichen Welten der Maya, in die Gesetzmäßigkeiten der Prakriti, der höheren mentalen Naturordnung, die auch das Göttliche indirekt über den Dharma verursacht hat, und daß Ishvara bzw. Sadashiva(Gott, die Vorsehung) es nicht will und darüber die Einen, der göttliche Adi-Dharma der siebten Ebene), sind die Hindernisse auf dem Pfad.‘

Sie werden all das nur wirklich verstehen, wenn Sie die angegebenen Bücher studieren und in praktische spirituelle Selbstverwirklichung umsetzen. Wer sich zuerst gar nicht zurechtfindet, möge sich erst einmal am Raja-Yoga orientieren, der die praktizierten Techniken offenlässt. Insbesondere das Tarotbuch von E. Haich ist diesbezüglich die einführende Referenz. Diese Seite koordiniert die alten Lehren, deren Techniken in den verschiedensten Varianten im Umlauf sind. Die Synthese aller Lehren wäre eine rein gnostisch-monadische Disziplin, die aber auch nicht die ersten Stufen einfach überspringen kann.

Sri Aurobindo hat diese Synthese in seinem Buch „Die Synthese des Yoga“ ohne Techniken angedeutet. Allerdings ist ein solcher rein spiritueller „Yoga“ fast nur in der Reinheit und Stille des Ashrams eines Meisters praktikabel. Zudem ist diese Synthese nicht notwendig, und die alten spirituellen Techniken sind erprobt und effektiv. Es findet sich heutzutage auch eine bestimmte Sorte von „fortgeschrittenen“ spirituellen Lehrern, die die vergangenen Techniken als veraltet abzutun versuchen und auf „Licht“ bauen. Dies ist natürlich ein pseudomoderner Unsinn, denn die 22 Stufen bauen aufeinander auf, und „Lichttechniken“ gab es schon immer. Wer nur auf „Licht“ baut, darf auf Erfolge warten. Auch sind wir heute zwar technisch viel moderner und in der Lage, die Hintergründe verstandesmässig zu erfassen, aber die Spiritualität geht in Richtung Inituition und wird letztendlich den Verstand vollständig ablösen.
Dem Argument, diese Bücher seien nicht für die heutige moderne Zeit, kann ich nur entgegnen : Der heutige Zeitgeist ist vielschichtiges MULTIMEDIA ohne tiefere Inhalte – entsprechend dem heutigen menschlichen oberflächlichen kulturellen Bewusstsein, das nach Zerstreuung sucht. Erfreulicherweise sind auch schon breite Schichten weltweit zu dieser Erkenntnis gekommen, ohne allerdings echte Spiritualität anzustreben.

Um den Pfad bewusst zu beschreiten, werden Sie daher Ihre Intuition und einen festen Willen entwickeln müssen, zusammen mit der Flamme der Aspiration und der Unterwerfung unter das innere spirituelle Wesen. (dazu z.B. : A.A.Bailey : Vom Intellekt zur Intuition, Rohm Verlag)

Die Mysterien sollten Eigentum der Menschheit sein, deren höheres und wahres Menschsein aber erst mit der Stufe 1 der 22 Stufen beginnt, von der der grösste Teil der Menschheit weit entfernt ist. Die Lehre ist in allen Zeiten symbolisch verkleidet überliefert worden. Die Lehre ist aber in dieser Systematik noch nicht veröffentlicht worden. Ich habe eigentlich schon zuviel gesagt – auch nur deshalb, weil allgemeine Verwirrung darüber herrscht, und die Spiritualität meist als etwas aus vergangener Zeit oder als philosophischer Seitenzweig belächelt wird. Daher habe ich mich meistens auf Buchzitate beschränkt.
Ausserdem gilt prinzipiell weiter der Spruch der mittelalterlichen Rosenkreuzer (und auch Matthäus,Kapitel 7,6) : „Werfet nicht Perlen vor die Säue oder Rosen vor die Esel, sonst fressen sie EUCH“, – oder : „Wissen-Wagen-Wollen-Schweigen“, denn der in der Körperlichkeit und im Vitalen verhaftete Durchschnittsmitmensch ist unempfänglich für Spiritualität und unterliegt natürlicherweise dem Arterhaltungstrieb und dem Selbsterhaltungstrieb .

Spiritualität ist nicht eine verfeinerte Art von Philosophie sondern ein von einer spirituellen Philosophie begleiteter Transformationsprozess, den auch schon viele Eingeweihte der vergangenen Jahrtausende verstanden und umgesetzt haben. Daher gibt es viele mehr oder weniger hohe und erprobte Techniken aus der Vergangenheit.

„Was ich mit spiritueller Transformation meine, ist etwas Dynamisches. Es ist ein Aufnehmen des spirituellen Bewusstseins in jedem Teil unseres Wesens bis hinunter ins Unbewusste. Das kann nicht durch den Einfluss des Selbstes geschehen, welches das Bewusstsein im Wesentlichen so belässt, wie es ist, wenn auch geläutert und mit einem erleuchteten Mental und Herzen und einem beruhigten Vitalen. Es bedeutet das Herabbringen des Göttlichen Bewusstseins, statisch und dynamisch, in all diese Teile und die völlige Ersetzung des gegenwärtigen Bewusstseins durch jenes“,(Sri Aurobindo)

„Lasst es keine Religion werden“, sagte Die Mutter(Aurobindo). „Die Religionen scheiterten, da sie abgetrennt waren. Die Menschen sollten unter Ausschluss anderer Religionen religiös sein, und jeder Zweig des Wissens scheiterte, da er exklusiv war. Was das neue Bewusstsein möchte (das ist es auch, worauf es beharrt), ist : Keine weiteren Abtrennungen. Man muss in der Lage sein, das spirituelle Extrem zu verstehen, das materielle Extrem, und den Treffpunkt zu finden, den Punkt wo dies eine wahrhaftige Kraft wird.“

Quelle: http://www.universelle-lehre.de/

Gruß an die, die sich entwickeln

TA KI