Sag Herzinfarkt den Kampf an. Mit diesen Lebensmitteln.


Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Eine der Hauptursachen dafür ist Arteriosklerose – eine Verstopfung der Gefäße, die den Blutfluss stört und damit das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte immens erhöht. Stress, Bewegungsmangel und vor allem ungesunde Ernährung tragen täglich dazu bei, die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen. Doch mit ein paar kleinen Änderungen in der Ernährung lässt sich das Risiko deutlich minimieren. Hier sind ein paar Lebensmittel, die fortan auf keinen Fall mehr auf deinem Speiseplan fehlen sollten:

Lachs

lachs

Lachs wird oft als richtig gesund für das Herz angepriesen. Der Grund hierfür liegt an vielen gesunden Fettsäuren, die im Lachs enthalten sind. Sie tragen dazu bei, das Cholesterin, Triglyceride und kleine Entzündungen zu senken und zu lindern. Ähnlich gute Fischsorten sind Thunfisch, Hering und Makrelen – wie bei allen Fischsorten sollte man hier jedoch auf Bio-Ware zurückgreifen.

Orangensaft

orangensaft

100 Prozent purer Orangensaft steckt voller Antioxidantien, die die Blutgefäße unterstützen. Gleichzeitig senkt der leckere Saft den Blutdruck. Zwei Gläser am Tag reichen, um den Tagesbedarf an Vitamin C zu decken und die positiven Eigenschaften zu genießen.

Kaffee

kaffe

Ja! Endlich ein Grund für den Muntermacher am Morgen. Studien haben gezeigt, dass Kaffeegenuss das Risiko eines Herzinfarktes um bis zu 20 Prozent senken kann. Die besten Wirkung entfaltet sich bei zwei bis vier Tassen pro Tag. Allerdings solltest du beachten, dass Kaffee auch schädliche Auswirkungen auf den Magen haben kann und zu viel Koffein auch nicht gesund ist.

Nüsse

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Nüsse sind schon lange dafür bekannt, dass sie viele gesunde Fette beinhalten. Dies sind unter anderem Omega-3 Fettsäuren und einfach gesättigte Fette. Diese Fette sind nicht nur gut für den Cholesterinspiegel, sondern auch für die Gelenke und das Gedächtnis. Gute Sorten sind Walnüsse oder Mandeln. Bereits eine halbe Handvoll am Tag reicht.

Kaki (Sharonfrucht)

kaki

In Deutschland noch nicht sehr lange populär, findet die Kaki-Frucht hier immer mehr Anhänger. Zu recht, denn sie steckt voller Ballaststoffe und Sterine die dabei helfen, Cholesterin zu senken. Richtig lecker sind Kakis als Marmelade oder im Salat.

Kurkuma

kurkuma

Kurkuma enthält Curcumin, das eine Menge positiver Eigenschaften besitzt. Das Gewürz hilft, Fettspeicher und Entzündungen im Gewebe zu verringern. In vielen Gerichten ist Kurkuma ein leckere Ergänzung, alternativ kannst du dir auch einen Tee aus dem Gewürz aufbrühen.

Grüner Tee

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Grüner Tee ist seit langem für seine anregende und gleichzeitig beruhigende Wirkung bekannt. Einer der Gründe ist das darin enthaltene Cetachin. Dieses Antioxidans verringert die Aufnahme von Cholesterin und unterstützt den Fettstoffwechsel. Für den maximalen Effekt solltest du ein bis zwei Tassen am Tag trinken.

Wassermelone

wassermelone

Die gerade im Sommer beliebte Frucht erweitert die Blutgefäße, indem sie die Produktion von Stickstoffmonoxid anregt. Ab und zu ein Stück Wassermelone wirkt dabei schon Wunder.

Vollkorn

vollkorn

Vollkorn ist ein weiteres Lebensmittel, das gegen Cholesterin hilft. Die darin enthaltenen Ballaststoffe binden das Cholesterin und verhindern, dass es sich zu leicht in den Arterien absetzen kann. Damit verringert eine Ernährung mit genügend Vollkornprodukten nicht nur die Aufnahme von Cholesterin, sondern baut bereits vorhandenes Cholesterin noch weiter ab. Gute Quellen sind Haferflocken, brauner Reis und Vollkornbrot.

Käse

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Käse hat oftmals einen schlechten Ruf, wenn es um Cholesterin geht. Dabei kann er – sofern nicht im Überfluss konsumiert – dabei helfen, Blutdruck und Cholesterin zu senken.

Algen

algen

Die Liste der guten Inhaltsstoffe von Algen liest sich beeindruckend: Algen sind reichhaltig an Mineralien, Vitaminen, Proteinen, Antioxidantien und Carotonoiden. Der regelmäßige Verzehr hilft, den Blutdruck zu regulieren und erweitert die Gefäße, was wiederum wichtig für einen fitten Blutkreislauf ist. Menschen, die Algen essen, können ihr Cholesterin um bis zu 15 Prozent senken.

Cranberries

cranberries

Cranberries sind eine leckere Quelle für Kalium. Wenn du regelmäßig ungesüßten Cranberrysaft trinkst, wird das gute Cholesterin erhöht, während das gefährliche immer weiter sinkt. Der regelmäßige Konsum von 2 Gläsern am Tag senkt das Risiko für Herzattacken um satte 40 Prozent.

Zimt

zimt

Zimt ist nicht nur lecker als Tee oder auf Gebäck, sondern auch eine wahre Wunderwaffe gegen Cholesterin. Zimt verhindert Ablagerungen in de Gefäßen. Ein paar Teelöffel täglich reichen bereits aus, um eine deutlich spürbare Wirkung zu erzielen.

Granatapfel

granatapfel

Granatäpfel stecken voller sekundärer Pflanzenstoffe, die ebenfalls die Produktion von Stickstoffmonoxid anregen. So wird auf natürliche Weise der Blutkreislauf angeregt. Sehr beliebt ist Granatapfelsaft. Doch du kannst die Frucht zur Abwechslung auch mal im Salat probieren.

Spinat

spinat

Nicht nur gut für Muskelpakete wie Popeye: Blattspinat hilft, die Arterien zu entkalken und den Blutdruck zu senken. Auch wenn der hohe Eisengehalt mittlerweile als Mythos entlarvt ist, steckt Spinat doch voller Kalium und Folsäure. Beides senkt das Risiko für Herzinfarkte und unterstützt das Muskelgewebe.

Olivenöl

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Italiener und Griechen wissen es schon lange: Gutes Olivenöl ist auch gut für dich. Kaltgepresstes Olivenöl versorgt den Körper mit gesunden Fetten und reduziert Cholesterin. Das führt dazu, dass sich das Risiko für Herzattacken um bis zu 41 Prozent verringert.

Brokkoli

brokkoli

Das grüne Powergemüse verhindert durch den hohen Anteil an Vitamin K, dass sich Kalzium in den Arterien festsetzt. Und der Einfluss auf Blutdruck und Cholesterin sind ebenfalls positiv. Egal, ob als Snack oder in einer richtigen Mahlzeit, eine Portion Brokkoli am Tag stellt sicher, dass du wirklich von den Inhaltsstoffen profitierst.

Avocado

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Dass Avocados gesund sind, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Die in ihr enthaltenen Fette fördern eine gesunde Balance zwischen gutem und schlechtem Cholesterin. Das ist wichtig für gesunde Arterien. Die vielseitige Frucht schmeckt zu Salat, auf dem Brot und einfach gelöffelt mit Salz und Pfeffer.

Spargel

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Grüner Spargel ist ein echter Herkules im Kampf gegen Cholesterin. Die im Spargel enthaltenen Inhaltsstoffe entfernen Verstopfungen in den Venen und hemmen Entzündungen. Auch Spargel schmeckt immer lecker als Hauptgericht, im Salat, als Suppe oder als Beilage zu Nudelgerichten oder Kartoffeln.

Das ist doch tatsächlich mal eine satte Auswahl an Lebensmitteln. Da ist bestimmt für jeden etwas dabei. Es ist immer gut, wenn lecker und gesund aufeinander treffen.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/arterien-frei/

Gruß an die, die sich gesund essen

TA KI

Süssspeisen – Gesund und lecker


Wer sich gesund ernähren möchte, muss nicht auf Süsses verzichten. Süssspeisen können mit wenigen Kniffen so gesund gestaltet werden, dass sie zu den reinsten Superfoods werden. Sie finden bei uns also nicht nur Süssspeisen, die man in Ausnahmefällen einmal essen darf. Viele unserer Süssspeisen sind hingegen so konzipiert, dass man sie gar täglich essen könnte – so gesund sind sie. Denn eine Kombination aus beispielsweise Rosinen, Gojibeeren, Ingwer, Zimt, Hanf und Mandelmus hält bekanntlich viele gesundheitlichen Vorteile bereit – und schmeckt gleichzeitig herrlich süss.

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Süssspeisen – nur mit gesunden Süssungsmitteln

Süssspeisen sollten süss schmecken. Schon allein diese Eigenschaft führt dazu, dass viele Menschen glauben, Süssspeisen seien automatisch ungesund. Denn die Süsse stammt in den allermeisten Süssspeisen vom Haushaltszucker (auch Kristallzucker, Industriezucker, raffinierter Zucker oder weisser Zucker genannt). Und dieser Zucker hat keinen guten Ruf.

Er irritiert nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern gilt allgemein als Risikofaktor für eine Vielzahl von Krankheiten (z. B. Lungenkrebs, Brustkrebs, Alzheimer, Fettleber, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck etc.) und ist auch für die Intelligenz keine allzu grosse Hilfe.

Doch kann man einen süssen Geschmack sehr gut ohne Haushaltszucker zaubern – einfach indem man gesunde Süssungsmittel verwendet: Die neun gesündesten Süssungsmittel. Dazu gehören beispielsweise Trockenfrüchte, Yaconsirup, Yaconpulver, Stevia, rotes Bananenpulver oder auch der Kokosblütenzucker.

Ein weiteres gesundes Süssungsmittel ist: Lucuma, eine Frucht aus den Anden, die getrocknet und pulverisiert ein sehr feines süsses Aroma mit sich bringt und sich besonders für Shakes, Smoothies und Desserts eignet.

Diese Proteinkugeln beispielsweise werden mit Yaconsirup gesüsst, die Kürbiskuchentaler mit Kokosblütenzucker und dieses Walnuss-Teegebäck ist mit Xylit gesüsst. Achten Sie bei Xylit darauf, dass Ihr Hund nichts von den Keksen bekommt. Xylit kann für Hunde lebensgefährlich sein.

Süssspeisen – nur mit gesundem Mehl

Meist ist neben Zucker das Weizenmehl eine weitere wichtige Zutat in Süssspeisen – und in den allermeisten Fällen ist es ein Auszugsmehl (Weizenmehl Type 405), also ein Mehl, das fast nur aus Stärke und Eiweiss besteht und nur noch sehr wenige Vital- und Ballaststoffe enthält.

Im Vergleich zum Vollkornmehl liefert das Weizenmehl beispielsweise nur noch

  • 13 % der Vitamin-B1-Menge,
  • 17 % der Vitamin-B2-Menge,
  • 14 % der Vitamin-B3-Menge,
  • 35 % der Vitamin-B6-Menge,
  • 20 % der Folsäure-Menge,
  • 20 % der Vitamin-E-Menge und
  • 18 % der Magnesium-Menge

Wann immer daher in Süssspeisen Mehl zum Einsatz kommt, wählt man am besten die Vollkornvariante – wie z. B. bei diesem Schoko-Gewürzkuchen oder unserer Quitten-Vanille-Tarte.

Süssspeisen – Weizenfrei, glutenarm oder glutenfrei

Gleichzeitig ist Weizenmehl sehr glutenreich. Gluten ist das Eiweiss im Weizen. Viele Menschen reagieren empfindlich darauf. Man spricht dann von einer Glutensensitivität. Dabei handelt es sich in den seltensten Fällen um eine Zöliakie, die nach Glutenverzehr mit starken Verdauungsbeschwerden einhergeht und nur mit einer glutenfreien Ernährung gemanagt werden kann.

Die meisten Menschen aber mit Glutenempfindlichkeit erleben Befindlichkeitsstörungen nach Glutenverzehr, ohne an einer Zöliakie zu leiden. Man spricht dann von einer zöliakieunabhängigen Glutensensitivität. Viele Jahre glaubte man, es handle sich um einen esoterischen Hokuspokus, den sich die Betroffenen nur einbilden, weil sie irgendwann einmal etwas darüber gelesen hatten. Inzwischen aber haben sich verschiedene Wissenschaftler dem Phänomen gewidmet und konnten belegen, dass es die zöliakieunabhängige Glutensensitivität sehr wohl gibt und nicht auf Einbildung beruht.

Gluten kann bei Betroffenen zu den unterschiedlichsten Symptomen führen. Auch manche chronische Krankheiten können sich infolge eines Glutenverzehrs verstärken oder überhaupt erst entwickeln (Multiple Sklerose, Autismus, Hashimoto, Allergien etc.). Nicht immer ist jedoch eine glutenfreie Ernährung erforderlich. Wenn nicht gerade eine Zöliakie vorliegt, genügt oft schon eine glutenarme oder auch nur eine weizenfreie Ernährung.

Dinkel beispielsweise enthält ebenfalls Gluten und dazu noch mehr als Weizen. Doch ist das Dinkelgluten offenbar für viele Menschen sehr viel besser verträglich, so dass in diesen Fällen häufig schon eine weizenfreie Ernährung zu einer Verbesserung der Beschwerden führt.

Gesunde Süssspeisen sollten daher – entsprechend der persönlichen Verträglichkeit – weizenfrei, glutenarm oder glutenfrei sein, wie z. B. diese Beeren-Muffins aus Buchweizen- und Mandelmehl.

Nussmehle & Proteinpulver statt Mehl

In gesunden Süssspeisen kann man ausserdem häufig das Mehl – entweder komplett oder teilweise – gegen andere Lebensmittel austauschen. Hierzu eignen sich beispielsweise Nussmehle, Mandelmehl, Erdmandelmehl oder pflanzliche Proteinpulver. Besonders die Nuss- und Mandelmehle sind gerne verwendete Mehlalternativen in der Paleoküche.

Bei Nuss- und Mandelmehl handelt es sich nicht um die gemahlenen Nüsse und Mandeln, sondern um die gemahlenen Reste der Nuss- bzw. Mandelölproduktion. Das bedeutet, Nuss- und Mandelmehle sind im Vergleich zu den ganzen Nüssen und Mandeln deutlich fettärmer und liefern stattdessen im Verhältnis mehr Proteine. Auf der Verpackung steht daher oft „entölt“.

Mandelmehl ist beispielsweise Hauptbestandteil dieses Walnuss-Teegebäcks.

Erdmandelmehl hingegen besteht einfach aus den gemahlenen Erdmandeln. Dabei handelt es sich um die kleinen Erdknöllchen einer Grasart, die im Mittelmeerraum heimisch ist. Erdmandeln sind fettarm, ballaststoffreich und schmecken sehr lecker – ein bisschen nach Mandel, daher der Name. Erdmandelmehl ist eine der Hauptzutaten in diesen glutenfreien Waffeln.

Zu den pflanzlichen Proteinpulvern gehören einerseits die sehr proteinreichen Reis- und Erbsenproteine mit einem Proteingehalt von jeweils über 80 Prozent, andererseits das Hanf- und Lupinenprotein, die beide 40 – 50 Prozent Proteingehalt aufweisen sowie das Kürbiskern- und das Sonnenblumenkernprotein mit jeweils 55 Prozent Proteingehalt.

Zwar kann man die Proteinpulver auch in Kuchen und Gebäck verwenden, besonders beliebt sind sie jedoch in Shakes, Smoothies und Desserts, wie z. B. in diesem Brombeer-Shake oder in der Schoko-Energie-Mousse.

Wird das herkömmliche Mehl durch Proteinpulver ersetzt, dann steigt natürlich der Proteingehalt der jeweiligen Süssspeise enorm, während gleichzeitig der Kohlenhydratgehalt sinkt. Die Süssspeise kann auf diese Weise zu einer Low-Carb-Rezeptur werden.

Kokosmehl und Mehlmischungen

Auch Kokosmehl kann verwendet werden. Man muss jedoch darauf achten, dass man gleichzeitig für ausreichend Flüssigkeit im Rezept sorgt. Denn Kokosmehl bindet sehr viel Wasser und lässt – bei zu wenig Flüssigkeit im Rezept – das Gebäck krümeln. Dieser Tortenboden wird ausschliesslich mit Kokosmehl gebacken, enthält aber zusätzlich Öl, Mandelmilch und Apfelmus, also ausreichend flüssige Bestandteile.

Oft werden auch Mehlmischungen verwendet, da jedes Mehl andere Eigenschaften aufweist, wie z. B. in diesem veganen Happy Cake (Schoko-Rhabarber-Kuchen). Hier werden Lupinenprotein (= Lupinenmehl), Sojamehl, Erdmandelmehl und Mandelmehl gemischt. Lupinenmehl schenkt Proteine, Sojamehl bindet, Erdmandelmehl versorgt mit Ballaststoffen und Mandelmehl gibt ein feines Aroma.

Dieser vegane Mandarinen-Kokos-Kuchen ist ein weiteres Beispiel für den Einsatz einer Mischung aus glutenfreien Mehlalternativen (Mandelmehl, Maismehl, Buchweizenmehl).

Süssspeisen – nur mit gesunden Fetten und Ölen

Für die meisten Kuchen wird vermutlich herkömmliche streichfähige Margarine verwendet oder aber Butter. Letztere kommt nicht in Frage, wenn man vegan backen und kochen will. In herkömmlicher Margarine sind wiederum die verschiedensten Zutaten enthalten, die nicht jeder in seiner selbst gemachten Süssspeise haben will (Molkebestandteile, Emulgatoren, Aromen etc.).

Wir empfehlen beim Kauf von Margarine auf die hier beschriebenen Kriterien zu achten (Butter oder Margarine?). Gerade die Bio-Alsan-Margarine schmeckt sehr gut und eignet sich auch zum Backen.

Auch Kokosöl ist ein sehr feines Öl, das in Süssspeisen gut verwendet werden kann. Es schenkt nicht nur ein wunderbares Aroma, sondern ist auch sehr gut hitzeresistent, dass man damit sogar frittieren könnte, wenn man wollte.

Süssspeisen ohne Ei

Meist kommen „normale“ Kuchen und Torten und auch viele Desserts nicht ohne Eier aus. Statt Eier können jedoch wunderbare die hier vorgestellten Ei-Ersatzmöglichkeiten ausgeschöpft werden: Ei-Ersatz

Weinstein statt Backpulver

Backpulver beinhaltet meist ein Phosphat synthetischer Herkunft. Viele Menschen möchten Phosphate meiden, da in der herkömmlichen Ernährung diese sowieso schon überreichlich vorhanden sind (in Milch- und Getreideprodukten, in Fleisch und Wurst sowie in Softdrinks). Auch könnten Phosphate bei manchen Menschen zu Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsdefiziten führen, was bei Kindern mit ADHS im Gespräch ist.

Weinsteinpulver ist hingegen ein natürliches Produkt und führt im Gebäck überdies zu einem deutlich milderen Geschmack als Backpulver.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gesunde-suessspeisen.html

Gruß an die, die wissen, daß man wunderbar und gesund mit Honig und Melasse süßen kann, bitte unter keinen Umständen Xylit verwenden, was Hunden schadet kann für uns nicht gut sein und anstelle des Backpulvers Kaiser Natron als gesunde Alternative verwenden.

TA KI

Zimt


Zimt gilt weltweit als ein Liebling unter den Gewürzen. Zimt besitzt höchste Mengen an Antioxidantien, wirkt entzündungshemmend und effektiv gegen Diabetes. Die wärmende Wirkung vom Zimt regt die Fettverbrennung an, erhöht den Stoffwechsel und hilft beim Abnehmen. Zimt ist herrlich im Geschmack und Geschenk für die Seele. Er wirkt beruhigend und entspannend, kontrolliert die Herzfrequenz sowie den Blutdruck. Zimt steigert ebenso die Gehirnaktivität, wirkt präventiv gegen Alzheimer und verhindert die Verstopfung der Blutgefäße. Der aromatische Zimt wärmt den Körper an kalten Wintertagen, ist in einem Tee ein Wohlgenuss und mit einem Apfelmus ein Traum.

 

Zimt Gesund – Ist Zimt gesund?

Zimt gehört zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an Antioxidantien, deckt mit einem Teelöffel bereits 22% der täglichen Menge an Mangan und ist in der Lage mit nur 2 Gramm den Cholesterinspiegel zu senken. Die Zimtaldehyde in Zimtstangen haben eine antigerinnende Wirkung, verhindern die Verstopfung der Blutplättchen und damit den Verschluss von Blutgefäßen. Die würzige Zimtrinde ist eine ausgezeichnete Quelle von Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium. Eisen ist für den Zellstoffwechsel und die Bildung der roten Blutkörperchen wichtig. Kalium ist ein wichtiger Bestandteil der Zelle und der Körperflüssigkeiten und kontrolliert die Herzfrequenz sowie den Blutdruck. Und Mangan sowie Kupfer sind wichtige Co-Faktoren für das antioxidative Enzym Superoxid-Dismutase. Die ätherischen Öle im Zimt sind der Grund für seinen süß aromatischen Duft und werden in der Zahnmedizin wegen ihrer antiseptischen Wirkung hochgeschätzt.

Zimt hat eine entzündungshemmende Wirkung, lindert in Kombination mit Honig Arthritis Schmerzen und verschafft für den Candida Pilz eine Umgebung, wo das Überleben nicht möglich ist. Zimt senkt den Blutzuckerspiegel und erhöht die Menge der Insulinproduktion. Wird Zimt Lebensmitteln zugefügt, verhindert es deren Verderb und die Ausbreitung von Bakterien. Bereits nur durchs Riechen am Zimt werden die kognitiven Funktionen stimuliert und das Gedächtnis auf Hochtouren gebracht. Zimt ist ein wirksames Heilmittel gegen Kopfschmerzen und kann mit Hilfe des Mangans vor Arthritis, Diabetes und Epilepsie vorbeugen.

Was ist Zimt

Zimt ist ein herrlich duftendes Gewürz und besteht aus der braunen Rinde des Zimt-Baumes. Es gehört zu den ältesten bekannten Gewürzen und findet weltweit in den verschiedensten Gerichten Verwendung. Der charakteristische Zimtgeschmack und sein Aroma stammen aus einer Verbindung ätherischer Öle, den sogenannten Zimtaldehyden.

Der Zimt-Baum ist ein kleiner immergrüner buschiger Baum. Während der Ernte wird seine Zimtrinde mittels speziellen Werkzeugen vom Baum geschält, anschließend von Hand als Federkiele gerollt und dann in der Sonne getrocknet. Einmal getrocknet, werden die Zimtstangen in verschiedene Längen geschnitten und wie Zigarren in Stacheln verpackt. Je nach Zimtsorte, Anbau und Verarbeitung unterscheidet sich der Durchmesser der Zimtstangen von 6mm bis 32mm. Es gilt: Je dünner die Zimtstange ist, desto höher ist ihre Qualität.

Zimt ist als röhrenförmige Zimtstange oder als gemahlenes Pulver erhältlich. Aus der Rinde des Zimt-Baums wird ebenso das aromatische Zimtöl gewonnen. Es verfügt über eine goldgelbe Farbe, mit dem charakteristischen Zimtduft und ist im Geschmack sehr scharf aromatisch.

Zimt Herkunft

Ursprünglich stammt der Zimt von der Insel Sri Lanka und wird heute in vielen Ländern wie Indien, China, Bangladesch und Indonesien angebaut.

Es lassen sich verschiedene Zimtsorten unterscheiden, jedoch gilt der Ceylon-Zimt aus Sri Lanka als der “echte Zimt”. Der Ceylon-Zimt besteht aus vielen dünnen Streifen der Zimtrinde. Er ist weich, krümelig und hat einen intensiven Zimtduft. Er ist weniger süß und hat ein leichtes Zitrusaroma. Der Ceylon-Zimt lässt sich leicht in kleine Stücke brechen und ist in der Farbe der deutlich heller als andere Zimttypen. Seine arbeitsintensive Verarbeitung ist der Grund für den deutlich teureren Preis.

Der Cassia-Zimt, auch als chinesischer Zimt bekannt, ist gröber, schärfer und süßer. Er duftet nicht so stark und besteht aus einer harten, dicken, schweren Rinde. Der Cassia-Zimt lässt sich nur schwer in eine Zimtstange rollen, sodass für das Walzen in der Regel ein Stock verwendet wird. Häufig wird er jedoch auch als flache Zimt-Chips verkauft. Wegen seiner Härte wird gern als Weihnachtsdekoration verwendet oder ist Zutat herzhafter Gerichte.

Zimt Inhaltsstoffe

Zimt ist nicht nur lecker und herrlich im Genuss, Zimt ist ebenso eine ausgezeichnete Quelle von Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium. Dazu liefert Zimt sehr gute Mengen an Vitamin A, Niacin, Pantothensäure und Pyridoxin. Zimt enthält ebenso eine Vielzahl an Antioxidantien, Flavonoide und Polyphenole wie Carotine, Zea-xanthin, Lutein und Cryptoxanthin.

Bereits in geringer Menge an Zimt wird der Körper mit einer Fülle an Nährstoffe versorgt. 1 Teelöffel gemahlener Zimt umfasst so viele Antioxidantien wie eine halbe Tasse Blaubeeren, deckt 16% der täglichen Verzehrmenge an Mangan sowie 4% an Eisen und 2% an Kalzium. 4 Gramm Zimt bestehen aus 2 Gramm Kohlenhydrate, welche sich zum größten Teil aus Ballaststoffen zusammensetzen und enthält nur 6 Kalorien.

Zimt Mangan

Mangan ist im Zimt hochvertreten. Im Körper arbeitet es als wichtiger Enzym-Aktivator und spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau einer guten Knochenstruktur. Mangan hilft Fett und Kohlenhydrate zu verstoffwechseln, reguliert den Blutzucker, hilft Kalzium besser aufzunehmen und ist für eine optimale Funktion von Gehirn-und Nervenfunktion sehr wichtig. Eine ausreichende Zufuhr an Mangan hilft bei Osteoporose, kann die Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS) reduzieren und wirkt präventiv gegen Diabetes und Arthritis.

Zimt Öle

Die in den Zimtstangen enthaltenden Öle sind der Grund für ihr süß aromatisches Aroma. Sie bestehen zu 75% aus Zimtaldehyden, welche für ihre antigerinnende Wirkung bekannt sind. Sie verhindern die Verstopfung der Blutgefäße und schützen dadurch vor einem Schlaganfall, koronare Herzerkrankungen sowie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.

Weitere wichtige Aromastoffe sind beim Ceylon-Zimt das Eugenol und beim Cassia-Zimt das Cumarin (dieses hat einen Waldmeister-ähnlichen Geruch).

Das Eugenol besitzt antiseptische und lokalanästhetische Eigenschaften und ist in der Medizin während Zahn- und Zahnfleischbehandlungen sehr beliebt.

Zimt Antioxidantien

Mit einem ORAC-Wert von 267.536 gehört Zimt zu den sieben stärksten antioxidativen Lebensmitteln der Welt. Mit dem ORAC-Wert wird die Fähigkeit zum Abfangen von Sauerstoffradikalen beschrieben. Ein Apfel besitzt im Vergleich zum Zimt einen ORAC-Wert von 1.250.

Die im Zimt enthaltenden Antioxidantien schützen vor Auswirkungen von freien Radikalen, verhindern und bekämpfen chronische Krankheiten (wie Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und rheumatoide Arthritis) und reduzieren die Zeichen der Hautalterung (wie Falten und Elastizitätsverlust der Haut).

Eine bestimmte Art der Antioxidantien sind die Polyphenole im Zimt. Sie helfen den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und sorgen für ein Gefühl der Zufriedenheit. Dadurch werden Heißhungerattacken verhindert und das Abnehmen erleichtert.

Zimt Wirkung

Zimt Abnehmen

Zimt hilft in mehrfacher Weise beim Abnehmen. Er hat eine Blutzucker regulierende Wirkung und erhöht gleichzeitig die Insulinproduktion im Körper. Dadurch werden hohe Blutzuckerspiegel sowie Heißhungerattacken vermieden. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann im Körper zu einer erhöhten Speicherung von Fett führen. Zimt hilft, diese erhöhte Fettspeicherung zu verhindern und im Gegenteil Gewicht zu verlieren.

Zimt beeinflusst außerdem die Verstoffwechselung vom Zucker. Er verhindert die Umwandlung von Zucker in Fett und hilft gleichzeitig mehr Nährstoffe über die Nahrung aufzunehmen. Dazu verlangsamt Zimt die Entleerung des Magens und sorgt dadurch für ein längeres Sättigungsgefühl. Mit der Blut verdünnenden Wirkung von Zimt wird zusätzlich der Stoffwechsel angeregt und vermehrt die Giftstoffe aus dem Blut geschwemmt.

Tipp: Zimt imitiert die biologische Aktivität von Insulin und erhöht dadurch den Glucosestoffwechsel. Das heißt, wenn Zimt in Kombination mit zuckerhaltigen Lebensmitteln verzehrt wird, steigt der Blutzuckerspiegel nur sehr langsam an. Eingelagerte Fette können so besser abgebaut und eine Fettansammlung vermieden werden. Gleichzeitig wird das Sättigungsgefühl gesteigert, Heißhungerattacken vermieden und das Essen übermäßiger Kalorien vermieden.

Zum Abnehmen sollte der Verzehr vom Ceylon-Zimt bevorzugt werden. Für ein sichtbares Ergebnis ist ein Verzehr von 6 Gramm Zimt für 6 Wochen empfehlenswert.

Zimt Fettverbrennung

Die Stoffwechsel steigernde Wirkung von Zimt hat eine indirekte Wirkung auf die Fettverbrennung. Mit Hilfe von Zimt wird die Insulinsensitivität und die Glukoseaufnahme verbessert. Der Stoffwechsel wird als Folge angeregt, eine übermäßige Fettspeicherung verhindert und dadurch überschüssige Fette abgebaut. Die größten Effekte sind zentral am Bauch zu beobachten. Zimt hat somit keinen direkten Einfluss auf die Fettverbrennung, hilft jedoch durch indirekt durch eine abnehmende Insulinunempfindlichkeit die Fettverbrennung natürlich anzukurbeln.

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Zimt Diabetes

Laut Untersuchungen hilft Zimt bei Typ-2-Diabetiker den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Zimt verbessert unter anderem die Insulinproduktion, sowie die Fähigkeit vom Körper auf das Insulin zu reagieren. Außerdem wird mit Hilfe von Zimt die Magenentleerung verlangsamt und dadurch der Anstieg des Blutzuckerspiegels deutlich reduziert.

Während einer Studie wurde von 14 Probanden eine Tasse Milchreis entweder mit einem Teelöffel Zimt oder ohne Zimt verzehrt. Durch das Hinzufügen vom Zimt konnte die Geschwindigkeit der Magenentleerung von 37% auf 34,5% verlangsamt werden. Die Forscher beobachteten dadurch einen deutlich geringeren Blutzuckeranstieg sowie eine Stimulation der Insulin-Rezeptoren.

Zimt Verdauung

Zimt enthält eine Menge verdauungsfördernder Ballaststoffe. Sie erhöhen die Bewegung des Darmtraktes und erhöhen die Sekretion von Magen-Darm-Enzymen. Die Verdauung wird angeregt und normalisiert.

Die Kombination aus Ballaststoffen und Kalzium im Zimt ist außerdem in der Lage Gallensalze binden und diese aus dem Körper entfernen. Durch ihre Entfernung werden Beschädigungen der Darmzellen verhindert sowie das Risiko für Darmkrebs stark reduziert.

 

Zimt Reizdarmsyndrom (IBS)

Die verdauungsfördernde Wirkung von Zimt hilft, die unangenehmen Gefühle eines Reizdarmsyndroms zu reduzieren. Zimt tötet schädliche Bakterien im Körper ab, heilt Infektionen des Magen-Darm-Traktes und ermöglicht eine normale Funktion der Magensäfte. Zur Schmerzlinderung von Magenkrämpfen oder -verstimmungen empfiehlt es sich, 2-3 Mal täglich eine Tasse Zimt Tee zu trinken.

Zimt Aphrodisiakum

Der Genuss von Zimt hat eine wärmende Wirkung auf den Körper. Zimt fördert einen gesunden Blutfluss und verbessert die Durchblutung der Genitalien. Dadurch werden sowohl Mann als auch Frau sexuell stimuliert und die Libido gesteigert.

Der süß aromatische Zimtduft sowie der leckere Zimtgeschmack regen ebenso die Sinne an und erhöhen die Leidenschaft zum Sex. Bereits 1 Tropfen Zimtöl kann durch Einreiben auf die Genitalien dessen Durchblutung fördern und die Lust zum Sex steigern.

Zimt steigert die Gehirnfunktion

Zimt verbessert nicht nur die Fähigkeit vom Körper, die aufgenommenen Kohlenhydrate besser als Energie zu nutzen. Zimt steigert bereits durch Schnuppern an seinem duftenden Geruch die Gehirnaktivität. Während einer Studie fanden Forscher heraus, dass sich durch das Kauen eines nach Zimt riechenden Kaugummis die kognitive Leistung der Studienteilnehmer verbesserte. Die Teilnehmer konnten mit Hilfe von Zimt, Aufgaben an einem Computer-Programm aufmerksamer, mit einem besseren Arbeitsgedächtnis und einer erhöhten visuell-motorischen Geschwindigkeit bewältigen.

Während der Studie wurde der Test noch mit weiteren natürlichen riechenden Lebensmitteln durchgeführt (Jasmin und Pfefferminz), wobei der Zimt der klare Sieger war.

Zimt als Antigerinnungsmittel

Thrombozyten (Blutplättchen) sorgen bei Körperverletzungen dafür, dass der Blutfluss gestoppt wird. Ist die Verklumpungsneigung der Blutplättchen jedoch zu groß, können sie verklumpen und das Blutgefäß verschießen. Die Folge kann ein Schlaganfall, Herzinfarkt oder eine Thrombose sein.

Zimt hat dank der vorhandenen Zimtaldehyde eine blutverdünnende Wirkung. Er verhindert das unerwünschte Verklumpen der Blutplättchen und sorgt dadurch für einen gesunden Blutfluss. Die Zimtaldehyde hemmen die Freisetzung der Arachidonsäure der Thrombozytenmembran und reduzieren die Bildung des Moleküls Thromboxan A2. Dadurch wird die Verklumpung verhindert und Entzündungen verringert.

Hinweis: Die blütverdünnende Wirkung von Zimt ist stark, sodass Menschen mit blutverdünnenden Medikamenten vor dem Zimt-Verzehr mit ihrem Arzt sprechen sollten.

Zimt senkt Cholesterinspiegel

Mehrere Studien zeigen, dass der Verzehr von Zimt zu einer signifikanten Abnahme von Triglyceriden (23-30%), dem schlechten LDL-Cholesterinspiegel (7-27%) sowie dem Gesamtcholesterinspiegel (12-26%) führen. Gleichzeitig kommt es zu einer Erhöhung des guten HDL-Cholesterinspiegels. Zimt fördert die Verdauung und damit die Bindung und Ausscheidung der Gallensäure. Mit der Reduktion der Galle, wird der Körper zur Neubildung der Gallensäure angeregt. Dafür benötigt er das Cholesterin im Körper. Als Folge sinken die Cholesterinwerte.

Zimt gegen Bakterien und Pilze

In der ayurvedischen Medizin wird Zimt schon seit Langem wegen seiner immunstärkenden und antimikrobiellen Eigenschaften verwendet. Untersuchungen haben gezeigt, dass Zimt in der Lage ist, das Wachstum von Bakterien und Pilzen (einschließlich der Candida Pilz) zu stoppen. Eine weitere Studie hat außerdem ergeben, dass Zimt eine wirksame Alternative zu chemischen Konservierungsmitteln ist. In gekühlter Karottenbrühe verhindern bereits nur ein paar Tropfen ätherisches Zimtöl das Wachstum von Lebensmittel-Krankheitserreger (Bacillus cereus) für etwa 60 Tage.

Tipp: Etwa ½ Teelöffel Zimt mit 250ml Wasser verdünnen und als natürliches Desinfektionsmittel nutzen. Zum Beispiel zum Abwischen der Arbeitsplatte in der Küche, Türgriffe, Kühlschrank oder Spielzeuge der Kinder.

Zimt Nebenwirkungen

Der tägliche Verzehr von Zimt hat einen sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit. Zimt ist somit für die Stärkung der körpereigenen Funktionen sowie zur Behandlung etlicher Leiden zu empfehlen. Beim Verzehr sollte auf die richtige Dosierung geachtet werden, um unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden.

Für die Sicherheit von Zimt sollten einige Kriterien beachtet werden:

  1. richtige Dosierung
  2. Schwangerschaft – Zimt kann während der Schwangerschaft gegen Magenschmerzen, Blähungen sowie Verdauungsstörungen sehr hilfreich sein. Jedoch hat Zimt auch eine stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter, sodass sich die Gefahr für frühzeitige Wehen oder Gebärmutterkontraktionen erhöht. Diese Wirkung kann am Ende einer Schwangerschaft die Geburt erleichtern. Während einer Schwangerschaft sollte vor dem Genuss von Zimt genaue Rücksprache mit dem jeweiligen Arzt Rücksprache gehalten werden, um ungewollte Nebenwirkungen zu vermeiden.
  3. Cumarin – Der Cassia-Zimt enthält ca. 5% Cumarin und sollte daher nur in geringen Mengen verzehrt werden. Der Ceylon-Zimt enthält hingegen nur 0,04% Cumarin und sollte somit für den täglichen Verzehr bevorzugt werden. Cumarin hat in großen Mengen eine gesundheitsschädigende Wirkung auf die Leber.
  4. Blutverdünnung – Zimt verdünnt das Blut. Aus diesem Grund sollten Menschen mit Blutgerinnungsstörungen oder bei Einnahme von Blut verdünnenden Medikamenten vor dem Verzehr von Zimt mit ihrem Arzt sprechen. (Unter Aufsicht des Arztes könnte das Medikament phasenweise abgesetzt werden.)
  5. Diabetes – Zimt hat Einfluss auf den Insulinspiegel, die Insulinproduktion und Glukoseaktivität. Diabetiker sollten vor dem Genuss von Zimt mit ihrem Arzt sprechen.
  6. Antibiotikum Konflikt – Zimt kann mit verschriebungpflichtigen Antibiotika interagieren.

Zimt kaufen

Zimt ist entweder ganz als Zimtstange, gerieben als Pulver oder in Form von Zimtöl erhältlich. Der Markt bietet außerdem bereits verarbeitete Zimtkapseln oder Zimt Tabletten.

Zimt Kauftipps

  • Ceylon-Zimt bevorzugen (er enthält nur eine sehr geringe Menge an Cumarin + ist häufig wirkungsvoller gegen Diabetes und zur Fettverbrennung)
  • Ceylon-Zimt ist heller in der Farbe, hat einen dünneren Durchmesser, krümelig, weicher und etwas teurer als der Cassia-Zimt
  • Ceylon-Zimt hat einen süßig-würzigen Geruch
  • ganze Zimtstange kaufen und eigenständig zum Zimtpulver mahlen (bereits gemahlener Zimt verliert an Duft und Geschmack. Der Grund dafür ist, dass die enthaltenden Öle im Laufe der Zeit abnehmen und somir ihre Wirkung verringert wird.)
  • 100% Bio-Qualität

Zimt Lagerung

Zimt sollte in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Frische Zimtstangen sind bei richtiger Lagerung etwa ein Jahr haltbar. Gemahlener Zimt ist dagegen nur 6 Monate haltbar.

Zimt Dosierung

Täglich ist eine Verzehrmenge von maximal 6 Gramm Zimt zu empfehlen. Diese Dosiermenge kann für 6 Wochen verzehrt werden. Anschließend sollte der Zimt Verzehr für eine Woche pausiert und anschließend wieder für sechs Wochen weitergeführt werden.
Weitere Möglichkeit zur Dosierung von Zimt:

5 Tage in der Woche max. 6 Gramm Zimt verzehren und 2 Tage (z.B. am Wochenende) pausieren.

Zimt in den Alltag integrieren

Zimt enthält eine riesige Nährstoffvielfalt und lässt sich ebenso vielfältig in den Alltag integrieren. Hier ein paar Tipps:

  1. Zimt Tee – frisch gemahlenes Zimtpulver auf einen beliebigen Tee streuen
  2. Zimt mit Reis – Eine ganze Zimtstange dem kochenden Reis zugeben. Der reis wird duftig und sehr geschmacksvoll.
  3. Zimt beim Backen verwenden – entweder als Zutat im Gebäck oder Kuchen oder als Topping zum Verzieren
  4. Zimt gegen Fußpilz – 2-3 Zimtstangen brechen und in eine warme bis heiße Schüssel Wasser geben. Die Füße eintauchen und für etwa 20 Minuten einweichen lassen.
  5. Zimt als erfrischendes Wasser – Eine Zimtstange in einem Topf mit Wasser auf mittlerer Hitze langsam zum köcheln bringen. Vom Herd nehmen und eine Orangenscheibe hinzufügen. Es ist ein tolles erfrischendes Getränk.
(…)
Gruß an die Wissenden
TA KI

Mineral-Make-up selbst herstellen: So geht es.


Was tun bei nervigen Rötungen, Pickeln und anderen Hautunebenheiten? Wie kann ich sie am besten abdecken? Voll im Trend sind gerade Mineral-Make-ups. Das Besondere an ihnen ist, dass sie die Poren der Haut nicht verstopfen und sie atmen lassen. Außerdem sind sie auch für empfindliche Haut gut geeignet, da sie frei von Farb- und Konservierungsstoffen sind. Mit Mineral-Make-ups „kleisterst“ du deine Haut nicht zu und behältst einen natürlichen Look. Du kannst dein eigenes natürliches Make-up auch ganz leicht selbst herstellen.

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Du brauchst: 

  • leeren Behälter (z.B. Einweckglas)
  • 1/4 Tasse Pfeilwurzelmehl
  • 1/2 bis 1 TL gemahlenen Zimt
  • 1/4 TL geriebene Muskatnuss
  • 1/4 TL gemahlenen Ingwer
  • 2 TL grüne Tonerde
  • 4 EL Kakaopulver
  • 10 Tropfen Vitamin-E-Öl
  • 10-12 Tropfen Lavendelöl

So geht es: 

Gib alle Zutaten in einen Behälter bzw. ein Schälchen und vermische sie sorgfältig. Rühre abschließend die Öltropfen in die Mischung ein. Fertig!

Sieh dir noch einmal im Video an, wie es gemacht wird:

Die Tonerde im Puder absorbiert das überschüssige Öl auf der Haut und hinterlässt ein mattes Finish. Probiere es einfach einmal aus! Es ist schließlich auch noch äußerst günstig.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/mineral-make-up/

Gruß an die Selbermacher

TA KI

10 Pflanzen, die deinem Körper erstaunlich gut tun.


Die Kraft der Natur weiß in der heutigen Zeit kaum noch jemand zu nutzen. Durch die Pharmaindustrie haben wir verlernt, Pflanzen und Kräuter gegen Krankheiten einzusetzen, dabei ist das Wissen über die Eigenschaften dieser natürlichen Heilmittel überaus wertvoll. Hier haben wir dir 10 Kräuter und Pflanzen zusammengestellt. Du wirst erstaunt sein, wie vielseitig und wirkungsvoll ihre Eigenschaften sind!

Knoblauch

Wikipedia/Knoblauch – Donovan Govan

Der Knoblauch hat sich seit Jahrzehnten gegen Bluthochdruck und Herzerkrankungen bewährt. Zusätzlich ist die Knolle bekannt für ihre bakterienhemmende Wirkung. Es wird sogar vermutet, dass Knoblauch dabei hilft, bestimmte Arten von Krebs zu verhindern.

Weißdorn

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Dieses Kraut senkt den Blutdruck und weitet die Arterien, womit sich die Herzfrequenz beruhigen lässt. Jedoch muss das Kraut über mehrere Monate eingenommen werden, um eine Besserung vollbringen zu können.

Rosskastanie

Wikipedia/Rosskastanie – Solipsist

Dieses uralte Heilmittel ist in Europa ein beliebtes Mittel bei Venenproblemen. Die Rosskastanie reduziert Schwellungen in den Venen und Kapillaren und hilft gegen Krampfadern und Hämorrhoiden. Sie schützt vor Thrombosen und Herzerkrankungen. Man kann sie als Tinktur einnehmen oder als Salbe anwenden. Mehr dazu gibt es hier.

Zimt

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Das bekannte Gewürz hat die Eigenschaft das Kreislaufsystem zu stärken und einen hohen Blutzuckerspiegel zu senken.

Löwenzahn

Wikipedia/Gemeiner Löwenzahn – Furu Maru

Der Löwenzahn hat eine faszinierende Besonderheit: Er ist in der Lage das Blut im Körper zu reduzieren, was zu einer Senkung von Bluthochdruck führt. Daher sollte Löwenzahn allerdings nicht bei Anämie (Blutarmut) verzehrt werden.

Cayenne

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Dieses bekannte Kraut hat sich bereits in der Medizin etabliert. Es wird verwendet um Blutungen bei Unfallopfern schnell zu stillen. Cayenne macht die Blutgefäße elastischer und trägt dazu bei, den Blutdruck normalisieren.

Sonnenhut (Echinacea)

Wikipedia/Sonnenhüte – Plenuska

Sonnenhut, vielen eher bekannt als Echinacea, ist ein geläufiges Mittel gegen Infektionen. Das Kraut stärkt das Immunsystem und hat eine antibakterielle Wirkung. Mittlerweile findet man es häufig in Arzneimitteln gegen Grippe.

Holunder

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Die Beeren des Holunders haben eine harntreibende Wirkung. Seit dem 18. Jahrhundert wird Holunder auch als fiebersenkendes Mittel eingesetzt. Auch gegen Atemwegsinfekte ist er ein hilfreiches Mittel.

Seetang

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Aufgrund des starken Konsums dieser Pflanze im asiatischen Raum ist der Seetang das populärste Kraut der Welt. Auch in Europa erfreut es sich immer größerer Beliebtheit. Seetang enthält sehr viel Jod, welches unserer Schilddrüse zugute kommt. Außerdem ist Jod besonders bei Heranwachsenden für das Wachstum wichtig.

Brennnessel

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Die Brennnessel fördert die Blutbildung des Körpers, daher wird sie gerne bei Anämie (Blutarmut) verwendet. Aber auch gegen Arthritis und Heuschnupfen kann sie Linderung verschaffen.

Mutter Natur hat im Laufe ihrer Geschichte viele hilfreiche Mittel gegen diverse Gebrechen für uns bereitgestellt. Es liegt an uns, diese Hilfsmittel nicht in Vergessenheit geraten zu lassen!

Gefunden bei: http://www.gutfuerdich.co/medizin-der-natur/

Gruß an die Erwachenden

TA KI

Natürliche Blutverdünner


Blutverdünner hemmen die Blutgerinnung und beugen auf diese Weise Blutgerinnseln vor. Andernfalls könnte es zu Gefässverschlüssen und infolgedessen zu Embolien, Herzinfarkt und Schlaganfall kommen. Blutverdünner aber sind nicht ohne Nebenwirkungen. Gefährliche Blutungen können eintreten, die Knochen leiden und Demenz wird wahrscheinlicher. Natürliche Blutverdünner halten das Blut vorbeugend und nebenwirkungsfrei gesund. Wir stellen die besten natürlichen Blutverdünner vor.

Natürliche Blutverdünner © sabine hürdler – Fotolia.com

 

Natürliche Blutverdünner – Für wen?

An Herz-Kreislauferkrankungen sterben weltweit die meisten Menschen. Um einem verfrühten Tod durch Herzinfarkt, Schlaganfall und Embolien vorzubeugen, schlucken daher Millionen Menschen regelmässig Blutverdünner.

Doch gibt es auch sehr viele Lebensmittel, Kräuter, Gewürze und Nahrungsergänzungsmittel, die als natürliche Blutverdünner fungieren können.

Wer jedoch bereits Arzneimittel zur Blutverdünnung nehmen muss, darf diese nicht einfach absetzen und zu den natürlichen Blutverdünnern greifen. Denn natürliche Blutverdünner lassen sich nicht so leicht dosieren. Niemand weiss, wie viel davon erforderlich ist, um diese oder jene Wirkung zu erzielen.

Selbstverständlich können Sie den Einsatz der natürlichen Blutverdünner aber mit Ihrem ganzheitlichen Arzt oder Heilpraktiker besprechen. Vielleicht können Sie auf diese Weise die Dosis Ihrer blutverdünnenden Medikamente peu à peu reduzieren.

Natürliche Blutverdünner eignen sich daher insbesondere für Menschen, die vorbeugen möchten und die Fliesseigenschaften ihres Blutes so verbessern möchten, dass sie gar nie in die Verlegenheit kommen, pharmazeutische Blutverdünner zu benötigen.

Blutverdünner für die Erben der Neandertaler

Wenn nun das Kind aber bereits in den Brunnen gefallen ist und Sie Blutverdünner brauchen, dann liegt das möglicherweise an Ihren Neandertaler-Genen. Forscher John Capra von der Vanderbilt University in Nashville fand mit seinem Team heraus, dass der Neandertaler nicht wirklich ausgestorben ist. Denn ein bisschen Neandertaler steckt offenbar in jedem von uns.

Capra stellte fest, dass manche unserer Erbanlagen vom Neandertaler stammen, zum Beispiel das Gen für eine verstärkte Blutgerinnung.

In alten Zeiten war das ein sehr vorteilhaftes Gen, denn man zog sich ständig Wunden zu, und je weniger diese bluteten (je schneller also das Blut gerann), umso besser waren die Überlebenschancen. Der Neandertaler hatte überdies reichlich Bewegung und ernährte sich sehr vitalstoff- und antioxidantienreich – Voraussetzungen für gesunde Gefässe und einen gesunden Blutfluss.

Beim heutigen eher geruhsamen Lebensstil aber ist dieses Neandertaler-Gen eher von Nachteil. Wir werden uralt, bewegen uns wenig und ernähren uns auch noch so, dass es in den Blutgefässen früher oder später zu Verengungen und Verhärtungen kommt. Wenn jetzt aufgrund einer verstärkten Blutgerinnungsneigung Blutgerinnsel entstehen, dann können diese das eine oder andere Blutgefäss verstopfen und zu Thrombosen, Embolien, Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

Also müssen viele Neuzeitmenschen irgendwann im Laufe ihres Lebens Blutverdünner nehmen, z. B. bei Vorhofflimmern, der koronaren Herzkrankheit, der peripheren Verschlusskrankheit (PVK), Herzinsuffizienz, einem bereits überstandenen Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei einem Herzklappenfehler oder auch wenn bereits eine künstliche Herzklappe eingesetzt wurde.

Blutverdünner – Cumarine, Heparine und ASS

Der Begriff Blutverdünner ist ein wenig missverständlich, da das Blut nicht wirklich verdünnt wird. Die Medikamente hemmen lediglich die Blutgerinnung. Da der Begriff „Blutverdünner“ aber im Volksmund weit verbreitet ist und somit von jedem problemlos verstanden wird, verwenden wir ihn in diesem Artikel, auch wenn er fachlich nicht korrekt ist.

Da an der Blutgerinnung verschiedene Prozesse beteiligt sind, können Blutverdünner auch über ganz unterschiedliche Mechanismen die Blutgerinnung reduzieren und so das Blut dünnflüssiger machen.

Cumarine

In Europa nehmen die meisten Betroffenen Cumarine, die auch Vitamin-K-Antagonisten genannt werden, da sie die Wirkung des Vitamin K blockieren. Vitamin K wird im Körper zur Bildung von Gerinnungsfaktoren benötigt. Wird das Vitamin K nun blockiert, können die Gerinnungsfaktoren nicht gebildet werden und das Blut wird dünnflüssiger, gerinnt also nicht mehr so leicht.

(Gerinnungsfaktoren sind spezielle körpereigene Eiweisse, die unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. bei einer Verletzung) ihren Zustand von flüssig nach fest ändern können und so dazu führen, dass das Blut stellenweise zu stocken beginnt und sich Blutgerinnsel bilden.)

Zur Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten gehört das bekannte Phenprocoumon (das als Marcumar® im Handel ist) sowie Warfarin, das eher in den USA im Einsatz ist. In der Schweiz ist es nicht erhältlich. In Deutschland wird es unter dem Namen Coumadin® verkauft.

Heparine

Weitere Blutverdünner sind die Heparine, die meist injiziert oder per Infusion verabreicht werden. Falls Sie schon einmal operiert wurden und nach der Operation die sog. Thromboseprophylaxe-Spritzen bekommen haben, dann handelte es sich hierbei höchstwahrscheinlich um Heparin. Heparine wirken anders als die Vitamin-K-Antagonisten. Sie beschleunigen die Wirkung von körpereigenen Gerinnungshemmern (Antithrombin).

ASS

Vielleicht nehmen Sie aber auch ASS (z. B. Aspirin) zur Blutverdünnung. Diese Blutverdünner-Gruppe hemmt die Funktion der Blutplättchen, so dass diese sich nicht mehr so gut verklumpen können.

Direkte orale Antikoagulanzien

Eine relativ neue Gruppe der blutverdünnenden Medikamente wird direkte orale Antikoagulanzien genannt. Diese Blutverdünner hemmen direkt die Gerinnungsfaktoren. Obwohl sie erst seit 2008 im Umlauf sind, werden sie schon sehr oft verordnet.

Blutverdünner – Milliardenmarkt trotz Nebenwirkungen

Zu den direkten oralen Antikoagulanzien gehört auch Rivaroxaban, der Blutverdünner und Kassenschlager von Bayer. Er ist als Xarelto® im Handel und bringt Bayer derzeit 2 Milliarden Euro pro Jahr, ist aber nicht unumstritten.

Erst war der Blutverdünner nur zur Thromboseprophylaxe zugelassen. Doch ist dieser Markt eher klein. Daher wurde an über 15.000 älteren Patienten eine Phase-III-Studie durchgeführt, die zeigen sollte, dass Xarelto® nicht schlechter als Warfarin ist. Das Mittel bestand und wurde 2010 auch zur Schlaganfallprophylaxe zugelassen, ein 20-Milliarden-Euro-Markt.

Im Jahr 2011 schon konnte Bayer 0,7 Millionen Tagesdosen an den Mann bringen (allein in Deutschland). Ein Jahr später waren es 25,5 Millionen Tagesdosen – ein Zeichen für die Spitzenkompetenz von Bayers Marketingabteilung, nicht aber für die uneingeschränkte Verträglichkeit des Medikaments.

Bereits 2012 gingen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 750 Meldungen zu unerwünschten Wirkungen von Xarelto® ein, darunter 58 Todesfälle. In den ersten acht Monaten des Jahres 2013 waren es 968 Fälle unerwünschter Wirkungen mit 72 Todesfällen – wie der Spiegel seinerzeit berichtete.

Natürlich wiesen sowohl BfArM als auch Bayer selbst einen ursächlichen Zusammenhang weit von sich. Also alles nur reiner Zufall – oder doch nicht?

Blutverdünner – Die Nebenwirkungen

Blutverdünner sind bekannt für ihre Nebenwirkungen. Das Hauptproblem ist die schwierige Dosierung, die für jeden Betroffenen ganz individuell eruiert werden muss. Es dauert daher stets einige Zeit, bis man mit der richtigen Dosis „eingestellt“ ist. Und auch dann kann sich die Situation immer wieder ändern.

Aus diesem Grund müssen viele Cumarin-Patienten mindestens einmal pro Monat zum Arzt, um sich checken zu lassen. Ein anderer Teil der Patienten ist in der Lage, mit einem Messgerät die Gerinnungsfähigkeit des Blutes (den INR-Wert) eigenständig zu Hause zu kontrollieren und die Dosis der Medikamente entsprechend anzupassen.

Der INR-Wert (INR für International Normalized Ratio) liegt bei gesunden Menschen bei etwa 1 oder knapp darunter.

Ist der Wert erhöht, ohne dass Blutverdünner eingenommen werden, liegt ein gesundheitliches Problem vor, z. B. ein Vitamin-K-Mangel. Denn Vitamin K reguliert die Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Fehlt es, kommt es zu Gerinnungsstörungen.

Muss das Blut nun medikamentös verdünnt werden (zur Prävention von Thrombosen und Embolien), dann nimmt man vom Blutverdünner so viel, dass der INR-Wert auf 2 bis 3 steigt. In manchen Fällen mit besonders hohem Blutgerinnselrisiko lässt man den Wert sogar auf 3,5 bis 4,5 steigen.

Der medikamentös erzielte Wert unterscheidet sich also vom Wert des gesunden Blutes ganz enorm. Das Blut wird viel stärker „verdünnt“, als dies beim gesunden Blut der Fall ist. Was ist die Folge?

Innere Blutungen durch Blutverdünner

Es kann zu inneren Blutungen kommen. Bleiben diese geringfügig, merkt man sie nicht. Doch kommt es zu einem stetigen Blutverlust, den der Körper permantent kompensieren muss.

Sind die Blutungen stärker, erkennt man sie daran, dass plötzlich Blut im Urin ist oder im Stuhl. Zahnfleischbluten kann auftreten oder Nasenbluten. Man bekommt blaue Flecken unter der Haut, auch wenn man sich nur leicht gestossen hat.

Besonders bedenklich ist es, wenn sich die Blutungen im Gehirn ergeben. Dies kann langfristig zu einer schnelleren Entwicklung von Demenz führen: Blutverdünner erhöhen Demenzrisiko und ausserdem genau das auslösen, was die Blutverdünner eigentlich verhindern sollen: Schlaganfall

Bei bestehenden Nierenschäden können die Medikamente überdies nicht schnell genug wieder ausgeschieden werden, so dass die inneren Blutungen einen tödlichen Verlauf nehmen können.

Kranke Knochen durch Blutverdünner

Muss man die Blutverdünner langfristig nehmen (länger als 1 Jahr), können sie sich negativ auf den Knochenstoffwechsel auswirken, die Knochendichte mindern und somit eine Osteoporose begünstigen.

Besonders verwunderlich ist das nicht, da die Vitamin-K-Antagonisten die Wirkung des Vitamin K mindern – und Vitamin K ist nicht nur zur Bildung der Gerinnungsfaktoren erforderlich, sondern auch für gesunde Knochen unentbehrlich.

Selbst die neuen Blutverdünner (Rivaroxaban & Co.) schaden den Knochen, zwar auf eine andere Weise, da sie das Wachstum der Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) hemmen, doch ist das Ergebnis mehr oder weniger dasselbe wie bei den Vitamin-K-Antagonisten.

Blutverdünner: Unverträglich mit anderen Medikamenten

Darüber hinaus gilt es, sehr darauf zu achten, welche Medikamente zusammen mit den Blutverdünnern genommen werden dürfen und welche nicht.

Blutverdünner werden ja meist älteren Menschen verordnet, die oft gleichzeitig noch viele weitere Medikamente nehmen, wie z. B. Blutdrucktabletten, Blutzuckersenker, Statine, nicht-steroidale Entzündungshemmer (ASS & Co.) und vieles mehr.

Gerade letztere verstärken die Wirkung der Blutverdünner sehr stark, da sie ja selbst häufig blutverdünnende Eigenschaften mit sich bringen.

Ebenfalls verstärkend auf Blutverdünner wirken manche Antidepressiva, manche Antibiotika, Schilddrüsenhormone, manche Schmerzmittel etc.

Cortison und Metformin (Blutzuckersenker) hingegen schwächen die Wirkung von Cumarinen ab.

Blutverdünner und Heilpflanzen: Nicht immer eine gute Kombination

Auch pflanzliche Arzneimittel sind manchmal nicht empfehlenswert, wenn Blutverdünner eingenommen werden. Johanniskraut beispielsweise – ein beliebtes pflanzliches Antidepressivum – verträgt sich mit den Blutverdünnern nicht so gut und setzt deren blutverdünnende Wirkung herab.

Ginseng, Gingko biloba, Sägepalme, Engelwurz (Dong Quai), Ingwer, Weihrauch, Mutterkraut und viele weitere mehr treten ebenfalls in Wechselwirkung mit den Blutverdünnern.

Nicht immer kennt man den Grund für diese Wirkung der Heilpflanzen, wie es z. B. bei der Gojibeere der Fall ist.

Gojibeere – Natürlicher Blutverdünner?

Die in Asien als Heilpflanze bzw. Heilfrucht eingesetzte Beere soll Blutverdünner dermassen verstärken können, dass es in einigen Fällen zu einer enormen Erhöhung des INR-Wertes kam, nachdem die betreffenden Patienten Gojibeerentee oder -saft getrunken hatten.

Man weiss noch nicht, wie die Gojibeere das macht, vermutet aber, dass sie selbst eine stark blutverdünnende Wirkung hat. Daher wird massiv davor gewarnt, Gojibeerenzubereitungen zu verzehren, wenn man auf Blutverdünner eingestellt ist.

Leider wird nicht überprüft, ob nicht die Gojibeere allein für manche Patienten eine ausreichende Blutverdünnung garantieren könnte, so dass erst gar nicht auf nebenwirkungsreiche Medikamente zurückgegriffen werden müsste.

Die Gojibeere könnte also ein natürlicher Blutverdünner sein. Doch gibt es noch viele andere Lebensmittel, Kräuter und Gewürze, die eine blutverdünnende Wirkung haben.

Natürlich werden diese nie so stark die Blutgerinnung hemmen, wie es die pharmazeutischen Blutverdünner tun, doch ist das auch gut so. Denn die Natur will immer nur regulieren und heilen. Nie würde sie das Blut so massiv verdünnen, dass es zu inneren Blutungen kommen kann.

Baut man die natürlichen Blutverdünner in seinen Speiseplan ein, dann wird dies – gemeinsam mit einer gesunden Lebensführung – ausserdem dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu Gefässerkrankungen kommt, deretwegen man schliesslich das Blut verdünnen muss.

Denn wie kommt es überhaupt zu Gefässerkrankungen? Wie kommt es zu „dickem Blut“, also einer übermässigen Gerinnungsneigung des Blutes? Und nein, allein das Neandertaler-Gen ist dafür nicht verantwortlich zu machen! Es führt zwar zu einer stärkeren, aber nicht zu einer krankhaften und lebensgefährlichen Blutgerinnung.

Ursachen für kranke Gefässe und für „zu dickes Blut“

Eine krankhafte Gerinnungsneigung bzw. Thromboseneigung des Blutes kann tatsächlich angeboren sein, was aber eher selten der Fall ist.

Die Ursachen liegen vielmehr in der allgemeinen Lebens- und Ernährungsweise der Betroffenen.

Meist kommt es in den Venen zu Thrombosen, also dort, wo das Blut langsamer fliesst. Der Blutfluss könnte jedoch beschleunigt werden, nämlich dann, wenn sich der jeweilige Mensch regelmässig bewegen würde. Bewegung ist daher eine der besten Massnahmen, um das Blut dünnflüssig und in Schwung zu halten. Sitzende oder stehende Tätigkeiten – womöglich noch in Kombination mit Übergewicht – sind hingegen Gift für den Blutfluss und damit auch Gift für die Gefässe.

Eine andere Ursache für die Entstehung von Blutgerinnseln sind Schäden in den Blutgefässwänden. An diesen Stellen bilden sich gerne Ablagerungen (Arteriosklerose) und Blutgerinnsel. Löst sich dann ein Blutgerinnsel und bleibt schliesslich in einem nachfolgenden engeren Blutgefäss stecken, ist die Thrombose bzw. Embolie da.

Zu Schäden in den Gefässwänden und auch zu einer erhöhten Gerinnungsneigung des Blutes sowie zu Ablagerungen kommt es insbesondere aufgrund der folgenden Ursachen:

  • Bewegungsmangel (auch durch Bettlägerigkeit)
  • Rauchen (verengt die Blutgefässe und führt gleichzeitig zu Schäden an den Blutgefässwänden)
  • Ungesunde Ernährung mit Antioxidantien- und Vitalstoffmangel
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Hoher Homocysteinspiegel
  • Blutzuckerschwankungen (Diabetes)
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Synthetische Hormone (Antibabypille!)
  • Chronisch entzündliche Erkrankungen, wie z. B. rheumatische Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen etc.
  • Medikamente

Zwar ist an dritter Stelle bereits die ungesunde Ernährung genannt, doch ist auch ein Grossteil der übrigen aufgeführten Faktoren oft die Konsequenz einer ungünstigen Ernährungs- und Lebensweise, so dass hier präventiv sehr viel getan werden könnte.

So ist z. B. ein erhöhter Homocysteinspiegel meist die Folge eines Vitamin- und Antioxidantienmangels. Auch der Fettstoffwechsel, der Blutzuckerspiegel und der Blutdruck, vom Gewicht ganz zu schweigen, lassen sich hervorragend mit der Ernährung beeinflussen und regulieren.

Die entsprechenden vorbeugenden Massnahmen klingen wenig spektakulär, sind aber von spektakulärer Wirkung:

  • Bewegung/Sport
  • Nicht rauchen, kein Alkohol
  • Gesunde Ernährung
  • Fehlende Vitalstoffe über Nahrungsergänzungen
  • Übergewicht reduzieren
  • Verzehr natürlicher Blutverdünner in Form von Lebensmitteln, Kräutern und Gewürzen

Natürliche Blutverdünner

Die natürlichen Blutverdünner stossen in der Wissenschaft und Forschung leider nur auf wenig Gegenliebe. Man zieht es hingegen vor – wie oben bei den Gojibeeren erklärt – Blutverdünnerpatienten vor natürlichen Blutverdünnern zu warnen und vom Verzehr abzuraten.

Das ist schade. Denn sicher könnte man auf natürliche Weise das Blut verdünnen und die Gesundheit dabei massgeblich verbessern, ohne ständig mit gefährlichen Nebenwirkungen rechnen zu müssen.

Da es bislang jedoch kaum Studien zum Wirkmechanismus und zur richtigen Dosierung von blutverdünnenden Lebensmitteln gibt, bleibt ihr gezielter Verzehr offiziell nur der Prävention vorbehalten.

Aus demselben Grund können wir keine konkreten Informationen zur Dosierung angeben. Besprechen Sie eine solche im Falle der Nahrungsergänzungsmittel und Heilpflanzen am besten mit Ihrem ganzheitlichen Arzt oder Heilpraktiker. Auch Apotheker sind inzwischen aufgeschlossener, insbesondere wenn in der entsprechenden Apotheke eine grosse Auswahl an Naturheilmitteln angeboten wird.

Zu den blutverdünnenden, gefässschützenden Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln gehören laut verschiedener Untersuchungen aus den letzten Jahren u. a. die folgenden:

  • Natto/Nattokinase
  • Bromelain
  • Kurkuma
  • Ingwer
  • Zimt
  • Capsaicin
  • Knoblauch
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Brennnessel und Basilikum
  • Dunkle Schokolade
  • OPC

Die folgenden Lebensmittel (und viele weitere mehr) können ebenfalls als natürliche Blutverdünner fungieren, werden aber unten nicht näher beschrieben. Bei Zwiebeln, Rotweinextrakt und Ginseng können Sie jedoch für weitere Informationen den jeweiligen Link verfolgen:

  • Zwiebeln
  • Rotweinextrakt
  • Ginseng
  • Tomaten (Lycopin)
  • Beeren

Nattokinase

Kalifornische Wissenschaftler konnten 2006 in einem In-Vitro-Versuch eine signifikante Senkung der Blutgerinnung und Blut-Viskosität durch das Enzym Nattokinase nachweisen. Nattokinase wird aus fermentierten Sojabohnen gewonnen und gilt als stark fibrinolytisch (gerinnungshemmend).

Daher warb so mancher Hersteller erst auch begeistert damit, dass Nattokinase ein natürlicher Blutgerinner sei und Blutgerinnsel in Nullkommanichts auflösen könne, was natürlich recht schnell unterbunden wurde. Denn Nahrungsergänzungsmittel dürfen nun einmal nicht mit derart konkreten „Heilaussagen“ beworben werden – ob die Aussage nun stimmig ist oder nicht.

In einer weiteren Studie aber – diesmal am Menschen (doppelblind und plazebokontrolliert) – bestätigte sich die blutverdünnende Wirkung des Sojabohnenenzyms. Für die japanische Studie aus dem Jahr 2015 mit 12 gesunden jungen Männern zeigte sich bereits nach einer Einzelgabe von Nattokinase eine verbesserte Fibrinolyse, was bedeutet, dass die Nattokinase die Fähigkeiten des Körpers, Blutgerinnsel eigenständig aufzulösen, verstärkte.

Nattokinase ist jedoch ein isoliertes Enzym, also kein natürliches Lebensmittel mehr und kann daher vermutlich auch – in der falschen Dosierung – ebenfalls (genau wie die medikamentösen Blutverdünner) zu einer zu starken Blutverdünnung führen.

Allerdings sind in diesem Zusammenhang nur Fallberichte bekannt, bei denen die betreffenden Patienten nicht nur Nattokinase genommen hatten, sondern Nattokinase zusätzlich zu ihren blutverdünnenden Medikamenten nahmen.

Wie schon bei den Gojibeeren ist es auch hier sehr schade, dass man nie nur die Nattokinase gab und eben nicht zeitgleich auch blutverdünnende Medikamente. Anhand der INR-Messung hätte sich die Wirkung der Nattokinase problemlos überprüfen lassen. Stattdessen wird auch im Falle der Nattokinase massiv vor einer Einnahme abgeraten – wie z. B. im arznei-telegramm Ausgabe 2 des Jahres 2011.

Wer Nattokinase im natürlichen Lebensmittel verzehren will, könnte auf die Idee kommen, Natto zu verzehren, eine traditionelle japanische Speise aus fermentierten Sojabohnen, die in manchen Asia-Shops erhältlich ist. Der Geschmack ist jedoch gewöhnungsbedürftig.

Darüber hinaus ist Natto gleichzeitig relativ Vitamin-K-reich – und Vitamin K gilt (in hohen Dosen) als Widersacher der Blutverdünner. Daher greift man besser zu einem Vitamin-K-bereinigten Nattokinase-Produkt.

Ein weiteres blutverdünnendes Enzym ist neben der Nattokinase das Bromelain aus der Ananas:

Bromelain

In einem Review der britischen University of West London aus dem Jahr 2011 untersuchte man sechs Studien zum Thema Bromelain und Blutverdünnung.

Es zeigte sich, dass Bromelain – das bekannte Enzym aus der Ananas – zur Behandlung von akuter Thrombophlebitis (Thrombose der oberflächlichen Venen) geeignet ist, da es das Zusammenklumpen der Blutplättchen (Blutgerinnung) reduziert, eine herzschützende Wirkung hat und die Bildung von Blutgerinnseln verhindert.

Kurkuma

Kurkuma ist ein Gewürz, das inzwischen sehr gut erforscht ist und viele positive Eigenschaften für die Gesundheit bereithält, ganz gleich ob Entgiftung, Leberschutz, Zahnpflege, Blutzuckersenkung oder Krebsprävention.

In Sachen Herz-Kreislauf-Schutz und natürliche Blutverdünnung schrieb die University of Maryland Medical Center mit Stand April 2014 über Kurkuma:

Studien zeigen, dass Kurkuma Arteriosklerose vorbeugen hilft und die Blutplättchen am Verklumpen hindert, somit also Blutgerinnseln vorbeugt.“

Die blutverdünnende Wirkung von Kurkuma scheint so beeindruckend zu sein, dass man gar empfiehlt, Kurkuma-Nahrungsergänzungen zwei Wochen vor einer geplanten Operation abzusetzen.

Auch kann Kurkuma die blutverdünnende Wirkung von Warfarin, Aspirin & Co verstärken, weshalb auch von Kurkuma als Nahrungsergänzung abgeraten wird, wenn man pharmazeutische Blutverdünner nimmt.

In einer koreanischen Studie von 2012 wurden die gerinnungshemmende Eigenschaften von Curcumin – dem isolierten Wirkstoff aus Kurkuma – untersucht. Überraschenderweise waren die blutverdünnenden Effekte von Curcumin so gut, dass es hiess, ein täglicher Verzehr des Gewürzes Kurkuma könne langfristig die gesunden Fliesseigenschaften des Blutes aufrechthalten.

Ingwer

Auch der Ingwer gilt als natürlicher Blutverdünner. Aufgrund seiner scharfaromatischen Geschmacksstoffe ist er ein äusserst beliebtes Gewürz oder auch – häufig gezuckert und schokoliert – ein gern genaschter Snack.

In einer australischen Studie von 2003 wurde die Aktivität von isolierten Substanzen aus dem Ingwer auf die Blutgerinnung getestet. Die Ingwerstoffe verdünnten das Blut besser als Aspirin.

Da man aber nicht die isolierten Stoffe des Ingwers isst, sondern meist ein Stück des ganzen Ingwers, nimmt man mit dem Ingwer natürlich nicht so hohe Mengen der blutverdünnenden Ingwersubstanzen zu sich, so dass dann auch die blutgerinnungshemmende Wirkung nicht so stark ausfällt.

Doch zu einem gesunden Blut kann der regelmässige Verzehr des Ingwers in jedem Falle beitragen, zumal er überdies noch über starke antioxidative Fähigkeiten verfügt, die aus ihm einen guten Gefäss- und Herzbeschützer machen.

Das natürliche Präparat Zinopin beispielsweise besteht aus einer Kombination aus Ingwerextrakt und Pycnogenol (Kiefernrindenextrakt). Zwar wurde Zinopin vordergründig als Mittel gegen Übelkeit (Reisekrankheit, Schwangerschaftsübelkeit, Übelkeit nach Operationen etc.) beworben. Entwickelt aber wurde es auch, um den bei Reisen nicht selten auftretenden tiefen Venenthrombosen vorzubeugen.

An der Entwicklung war Dr. John Scurr beteiligt, ein führender Gefässchirurg, der in einer Publikation schrieb, dass mindestens bei einem von 10 Reisenden ein Venenleiden vorliege. „Die Ingwer- und Kiefernrindenextrakte“, erklärte Scurr, „reduzieren die Durchlässigkeit der feinen Blutgefässen, fördern den Blutfluss und mindern die Blutgerinnung.“

Eine Studie, die im Clinical Applied Thrombosis/Hemostasis Journal veröffentlicht wurde, bestätigte Dr. Scurrs Ansichten und zeigte, dass Pycnogenol die Durchblutung fördert, Ödemen vorbeugt und das Risiko für tiefe Venenthrombosen mindern kann.

Zimt

Auch Zimt wirkt gerinnungshemmend, aber ebenfalls meist in Form von Extrakten, wie z. B. dem ätherischen Zimtöl oder einem Zimtdestillat. Ein wässriger Extrakt aus Zimt (Zimttee) hatte keinen blutverdünnenden Effekt. Auch dies spricht dafür, dass die zimtspezifischen Inhaltsstoffe hochdosiert genommen werden müssten, um eine medizinische Wirkung zu erzielen.

Cayenne Pfeffer (Capsaicin)

Eine australische Studie aus dem Jahr 2014 zeigte, dass Capsaicin – der scharfe Wirkstoff aus der Chilischote (auch Cayenne Pfeffer genannt) – als natürlicher Blutverdünner fungieren kann und die Thromboseentwicklung verzögerte.

Auch die Autoren Stargrove, Treasure und McKee des Werkes „Herb, Nutrient, and Drug Interactions: Clinical Implications and Therapeutic Strategies“ erklären, dass Chili blutverdünnende Eigenschaften aufweise, aber eben auch nur in hohen Dosen bzw. in Form des isolierten Capsaicins als Nahrungsergänzung.

Knoblauch

Knoblauch hat u. a. laut einem Artikel von Kritchevsky vom Wistar Institute of Anatomy and Biology in Philadelphia (veröffentlicht 2003 in Trends in Food Science & Technology) viele hilfreiche Eigenschaften in Bezug auf die Gesundheit der Gefässe und des Blutes:

Knoblauch soll den Cholesterinspiegel senken sowie den Blutdruck und die Gerinnung hemmen bzw. Blutgerinnsel auflösen, so dass die kleine Knolle all jene Faktoren beeinflusst, die andernfalls zu Herz-Kreislauferkrankungen führen würden. Leider gibt es keine einheitlichen Aussagen über eine passende Dosierung.

Auch gibt es kaum aktuelle Studien, die sich konkret auf Knoblauch als natürlichen Blutverdünner beziehen würden. Er wird eher – im Rahmen einer gesunden Ernährung – zur Vorbeugung der Arteriosklerose empfohlen (z. B. im Review israelischer Wissenschaftler von 2007 in Molecular Nutrition & Food Research).

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind bekannt für ihre blutverdünnende Wirkung. Nimmt man diese natürlichen Blutverdünner gemeinsam mit den blutverdünnenden Medikamenten, verstärken sie deren Wirkung. In einem Fallbericht war dies nach der Einnahme von 2000 mg Fischöl pro Tag der Fall, wobei hier der INR-Wert schon sehr hoch war, was darauf hinweist, dass die Öle bereits in deutlich niedrigeren Dosen als natürliche Blutverdünner wirken.

Wenn Sie präventiv Omega-3-Fettsäuren einnehmen (zur Nahrungsergänzung) oder mit den entsprechenden Ölen Ihre Mahlzeiten zubereiten, sorgen Sie für gesunde Fliesseigenschaften Ihres Blutes.

Interessant ist dabei, dass die Alpha-Linolensäure hier besonders wirkungsvoll zu sein scheint. Für die Blutverdünnung ist sie weitaus besser geeignet als die langkettigen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA.

Sie müssen zur Blutverdünnung also kein Fisch-, Algen- oder Krillöl einnehmen, sondern können sich ganz an Leinöl und Hanföl halten und diese für leckere Rohkostgerichte verwenden (da diese Öle nicht erhitzt werden dürfen).

Brennnessel und Basilikum

Interessant ist, dass auch Lebensmittel, die als Vitamin-K-reich gelten, wie z. B. Brennnesseln und Basilikum das Blut verdünnen können – wie Untersuchungen ergeben haben. Allerdings kam hierbei nicht das grüne Blatt zum Einsatz, sondern ein wässriger Extrakt, also Brennnessel- bzw. Basilikumtee.

Nichtsdestotrotz sollten Sie Vitamin K nicht als Feind betrachten, wie das manche Ärzte heute noch immer tun und ihren Patienten konkret von gesunden Lebensmitteln abraten, nur weil diese Vitamin-K-reich sind.

Denn gerade die Vitamin-K-reichen Lebensmittel gehören mit zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt, z. B. Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Kräuter und alle grünen Blattgemüse.

Inzwischen weiss man, dass der Verzehr dieser Lebensmittel bei der Einnahme von Blutverdünnern keine Probleme bereitet. Die Dosis der Blutverdünner muss lediglich entsprechend angepasst werden und man sollte täglich am besten ähnlich hohe Vitamin-K-Mengen zu sich nehmen, um starke Schwankungen zu vermeiden.

Vitamin-K-reiche Lebensmittel haben daher auch für Blutverdünner-Patienten mehr Vorteile als Nachteile. Denn die genannten Lebensmittel liefern natürlich nicht nur Vitamin K, sondern auch viel Calcium, Magnesium, Chlorophyll und die so wertvollen sekundären Pflanzenstoffe.

Kakao und dunkle Schokolade

Die Wirkstoffe in natürlichem Kakao sind derart stark, dass dunkle Schokolade (mit hohem Kakaogehalt und möglichst wenig oder keinem Zucker) zu einem regelrechten Heilmittel wird:

Kakao enthält so viele hochkonzentrierte Flavonoide und OPC, dass 2003 im American Journal of Clinical Nutrition von einer Studie berichtet wurde, in der die Teilnehmer 28 Tage lang entweder eine Nahrungsergänzung mit den Wirkstoffen des Kakao oder ein Placebo erhalten hatten.

Am Ende der Versuchszeit war die Blutgerinnung signifikant zurückgegangen, was zeigt, dass sich Kakao sehr gut als natürlicher Blutverdünner eignet.

Wie Sie eine zuckerfreie Schokolade selbst herstellen können, haben wir hier erklärt: Schokolade selbst gemacht

OPC – Oligomere Proanthocyanidine

OPC ist natürlich nicht nur im Kakao enthalten. Auch im Traubenkernextrakt und dem Rotweinextrakt sind relevante OPC-Mengen vorhanden.

Das OPC hält für das Herz-Kreislauf-System hervorragende Eigenschaften bereit:

Als kraftvolles Antioxidans schützt OPC die Blutgefässwände vor oxidativem Stress und vor Angriffen freier Radikale. Die Blutgefässe bleiben auf diese Weise elastisch und stabil. Es können sich keine Schäden und somit auch keine Ablagerungen bilden.

Überdies gehört die chronische Veneninsuffizienz (die meist mit Krampfadern einhergeht) zu jenen Indikationen, für die es im Hinblick auf OPC die meisten wissenschaftlichen Belege zu geben scheint.

OPC wirkt hier nachweislich sehr vorteilhaft. Es erleichtert den Schmerz und lindert die Schwellung, ist also für das gesamte Gefässsystem und somit auch für einen verbesserten Blutfluss ein gutes natürliches Hilfsmittel.

Natürliche Blutverdünner kombinieren

Schon die Aufzählung der natürlichen Blutverdünner zeigt, wie gut eine gesunde Ernährung mit der entsprechenden Nahrungsergänzung vor einer übermässigen Blutgerinnung, vor Blutgerinnseln und einem verlangsamten Blutfluss schützen kann.

Hauptsächlich die Flavonoide (bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe) sind es, die aus den genannten Lebensmitteln natürliche Blutverdünner machen. Daher ist eine Ernährung, die insbesondere aus pflanzlichen Lebensmitteln zusammengestellt wird, auch eine so gute Gesundheitsprävention und Krankheitsvorsorge, wenn es um Herz-Kreislauf-Probleme geht.

Wenn Sie also …

  • reichlich flavonoidreiche Gemüse und Früchte essen,
  • wenn Sie hochwertige Öle mit Omega-3-Fettsäuren verwenden,
  • wenn Sie ab und zu dunkle Schokolade naschen,
  • wenn Sie üppig mit Kurkuma, Ingwer und Zimt würzen,
  • wenn Sie Ihre Mahlzeiten mit Knoblauch und Zwiebeln verfeinern,
  • gelegentlich Brennnesseltee trinken und
  • bei Bedarf zu bestimmten Nahrungsergänzungen greifen, wie z. B. OPC, Curcumin, Rotweinextrakt oder Capsaicin,

… ist nicht nur Ihr Blut in bester Verfassung. Auch Ihre Gefässe sind geschützt. Es können sich keine Ablagerungen mehr bilden und Ihr Herz-Kreislaufsystem wird bis ins hohe Alter hervorragende Arbeit leisten.

(…)

Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/blutverduenner-natuerlich-ia.html

Gruß an alle Heilenden

TA KI

Blutverdünner erhöhen Risiko für Demenz- Natürliche Blutverdünner


Blutverdünner gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Besonders nach Operationen, bei Herzrhythmusstörungen oder allgemein zur Thromboseprophylaxe werden die sog. Antikoagulanzien oder Gerinnungshemmer eingesetzt. Viele Menschen nehmen die Arzneimittel jahrzehntelang. Jetzt hat sich gezeigt, dass die Blutverdünner das Risiko für die Entstehung einer Demenz erhöhen, man also mit höherer Wahrscheinlichkeit dement wird, wenn man langfristig Blutverdünner einnimmt.

Blutverdünner: Risiko für Demenz © Photographee.eu – Shotterstuck.com

 

Der Boom mit den Blutverdünnern

Vorhofflimmern gehört zu den Herzrhythmusstörungen und ist – besonders in der älteren Bevölkerung – eine recht verbreitete Erkrankung. Das Herz schlägt dabei unregelmässig und ungewöhnlich schnell. Müdigkeit, Schwindel und Kurzatmigkeit sind die Folgen.

Der Absatz von Blutverdünnern boomt daher. Denn bei unbehandeltem Vorhofflimmern könnte es zu einer Thrombembolie kommen, einer Komplikation, bei der sich kleine Blutgerinnsel in den Vorhöfen des Herzens lösen, anschliessend Blutgefässe verstopfen und so zu einem Schlaganfall führen. Das Risiko für einen Schlaganfall steigt bei Vorhofflimmern gar auf das Fünffache.

Es heisst folglich, dass Blutverdünner unzählige Leben gerettet hätten.

Blutverdünner und das Demenzrisiko

Jetzt zeigte sich in Untersuchungen, dass Blutverdünner auch eine bislang unbekannte Gefahr bergen: Sie können bei Patienten zu Demenz führen.

Ganz konkret ging es dabei um Warfarin, dem in den USA bevorzugt eingesetzten Blutverdünner. In Europa hingegen wird eher Marcumar verordnet. Beide Medikamente gehören jedoch zur selben Arzneimittelgruppe und arbeiten nach demselben Wirkmechanismus.

Schätzungsweise 20 Millionen US-Amerikaner nehmen derzeit Warfarin. Doch kann es – genau wie andere Blutverdünner – zu kleinsten Blutungen im Gehirn führen, die wiederum im Laufe der Zeit negative Auswirkungen auf die Hirnfunktionen haben können und so eine Demenz begünstigen.

Demenz besonders bei Warfarin-Patienten mit Vorhofflimmern

Beim 37. Treffen der Heart Rhythm Society wurden Studienergebnisse präsentiert, die aus Daten von mehr als 10.000 Patienten entstanden waren. Jeder dieser Patienten war ein Langzeitnutzer von Warfarin. Einige nahmen das Medikament infolge eines Vorhofflimmerns, andere aufgrund von Herzklappenfehlern und wieder andere, um Thrombembolien zu verhindern. Niemand hatte zunächst eine Demenz gehabt.

Nach 7 Jahren jedoch stellte man fest, dass besonders in der Gruppe der Vorhofflimmer-Patienten Demenzerkrankungen entstanden waren. Fast 6 Prozent zeigten Demenzsymptome.

Die Studie wurde von Dr. T. Jared Bunch und seinem Forscherteam am Intermountain Medical Center Heart Institute in Salt Lake City, Utah durchgeführt.

Demenzrisiko unabhängig von der Qualität des Warfarin-Managements

Warfarin ist bekannt dafür, dass es sehr genau dosiert werden muss. Es kommt schon fast einer Gratwanderung gleich, bei der sich die Patienten stets zwischen der Gefahr von Blutgerinnseln auf der einen Seite und inneren Blutungen auf der anderen Seite bewegen.

Jeder Patient reagiert überdies anders auf das Medikament. Darüber hinaus wird die Wirkung von Warfarin von verschiedenen Faktoren beeinflusst (Lebens- und Ernährungweise, andere Medikamente etc.). Und zuguterletzt braucht es eine Weile, bis die tatsächliche Wirkung des Arzneimittels auch einsetzt.

Es kann also ein langer Weg sein, die individuell richtige Dosis des Medikaments herauszufinden.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass ein schlechtes Warfarin-Management, wenn also unpassende Dosen eingenommen werden, bei Patienten mit Vorhofflimmern das Demenzrisiko erhöhen kann.

Die vorliegende Studie unterstützt diese früheren Ergebnisse. Denn das Demenzrisiko war in der Tat bei Personen mit schlechtem Warfarin-Management erhöht.

Dennoch zeigte sich, dass die Demenzzahlen bei den Warfarin-Patienten auch dann stiegen, wenn das Medikament perfekt dosiert und die Dosis regelmässig kontrolliert und angepasst wurde.

Ob also nun die Warfarin-Dosis zu hoch, zu niedrig oder gerade richtig ist, das Demenzrisiko steigt, sobald die Blutverdünner eingenommen werden.

Demenzrisiko steigt bei allen Warfarin-Patienten – unabhängig von der Indikation

Auch ergab sich in der vorliegenden Studie, dass das Demenzrisiko nicht nur bei Patienten stieg, die das Medikament zur Behandlung von Vorhofflimmern einnahmen, sondern bei allen Patienten, die Warfarin schluckten – ganz egal, warum sie es schluckten.

Dr. Bunch rät daher dringend, Blutverdünner wie Warfarin und Marcumar wirklich nur dann zu nehmen, wenn es auch tatsächlich erforderlich ist. Andere Medikamente, die ebenfalls die Blutgerinnung hemmen, wie z. B. Aspirin bei Kopfschmerzen, Fieber etc., sollten von Warfarin- bzw. Marcumar-Patienten überhaupt nicht genommen werden.

Wie das Blut auf natürliche Weise vorbeugend gesund und dünnflüssig gehalten werden kann, lesen Sie hier:

Natürliche Blutverdünner

Blutverdünner hemmen die Blutgerinnung und beugen auf diese Weise Blutgerinnseln vor. Andernfalls könnte es zu Gefässverschlüssen und infolgedessen zu Embolien, Herzinfarkt und Schlaganfall kommen. Blutverdünner aber sind nicht ohne Nebenwirkungen. Gefährliche Blutungen können eintreten, die Knochen leiden und Demenz wird wahrscheinlicher. Natürliche Blutverdünner halten das Blut vorbeugend und nebenwirkungsfrei gesund. Wir stellen die besten natürlichen Blutverdünner vor.

Natürliche Blutverdünner © sabine hürdler – Fotolia.com

 

Natürliche Blutverdünner – Für wen?

An Herz-Kreislauferkrankungen sterben weltweit die meisten Menschen. Um einem verfrühten Tod durch Herzinfarkt, Schlaganfall und Embolien vorzubeugen, schlucken daher Millionen Menschen regelmässig Blutverdünner.

Doch gibt es auch sehr viele Lebensmittel, Kräuter, Gewürze und Nahrungsergänzungsmittel, die als natürliche Blutverdünner fungieren können.

Wer jedoch bereits Arzneimittel zur Blutverdünnung nehmen muss, darf diese nicht einfach absetzen und zu den natürlichen Blutverdünnern greifen. Denn natürliche Blutverdünner lassen sich nicht so leicht dosieren. Niemand weiss, wie viel davon erforderlich ist, um diese oder jene Wirkung zu erzielen.

Selbstverständlich können Sie den Einsatz der natürlichen Blutverdünner aber mit Ihrem ganzheitlichen Arzt oder Heilpraktiker besprechen. Vielleicht können Sie auf diese Weise die Dosis Ihrer blutverdünnenden Medikamente peu à peu reduzieren.

Natürliche Blutverdünner eignen sich daher insbesondere für Menschen, die vorbeugen möchten und die Fliesseigenschaften ihres Blutes so verbessern möchten, dass sie gar nie in die Verlegenheit kommen, pharmazeutische Blutverdünner zu benötigen.

Blutverdünner für die Erben der Neandertaler

Wenn nun das Kind aber bereits in den Brunnen gefallen ist und Sie Blutverdünner brauchen, dann liegt das möglicherweise an Ihren Neandertaler-Genen. Forscher John Capra von der Vanderbilt University in Nashville fand mit seinem Team heraus, dass der Neandertaler nicht wirklich ausgestorben ist. Denn ein bisschen Neandertaler steckt offenbar in jedem von uns.

Capra stellte fest, dass manche unserer Erbanlagen vom Neandertaler stammen, zum Beispiel das Gen für eine verstärkte Blutgerinnung.

In alten Zeiten war das ein sehr vorteilhaftes Gen, denn man zog sich ständig Wunden zu, und je weniger diese bluteten (je schneller also das Blut gerann), umso besser waren die Überlebenschancen. Der Neandertaler hatte überdies reichlich Bewegung und ernährte sich sehr vitalstoff- und antioxidantienreich – Voraussetzungen für gesunde Gefässe und einen gesunden Blutfluss.

Beim heutigen eher geruhsamen Lebensstil aber ist dieses Neandertaler-Gen eher von Nachteil. Wir werden uralt, bewegen uns wenig und ernähren uns auch noch so, dass es in den Blutgefässen früher oder später zu Verengungen und Verhärtungen kommt. Wenn jetzt aufgrund einer verstärkten Blutgerinnungsneigung Blutgerinnsel entstehen, dann können diese das eine oder andere Blutgefäss verstopfen und zu Thrombosen, Embolien, Herzinfarkt und Schlaganfall führen.

Also müssen viele Neuzeitmenschen irgendwann im Laufe ihres Lebens Blutverdünner nehmen, z. B. bei Vorhofflimmern, der koronaren Herzkrankheit, der peripheren Verschlusskrankheit (PVK), Herzinsuffizienz, einem bereits überstandenen Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei einem Herzklappenfehler oder auch wenn bereits eine künstliche Herzklappe eingesetzt wurde.

Blutverdünner – Cumarine, Heparine und ASS

Der Begriff Blutverdünner ist ein wenig missverständlich, da das Blut nicht wirklich verdünnt wird. Die Medikamente hemmen lediglich die Blutgerinnung. Da der Begriff „Blutverdünner“ aber im Volksmund weit verbreitet ist und somit von jedem problemlos verstanden wird, verwenden wir ihn in diesem Artikel, auch wenn er fachlich nicht korrekt ist.

Da an der Blutgerinnung verschiedene Prozesse beteiligt sind, können Blutverdünner auch über ganz unterschiedliche Mechanismen die Blutgerinnung reduzieren und so das Blut dünnflüssiger machen.

Cumarine

In Europa nehmen die meisten Betroffenen Cumarine, die auch Vitamin-K-Antagonisten genannt werden, da sie die Wirkung des Vitamin K blockieren. Vitamin K wird im Körper zur Bildung von Gerinnungsfaktoren benötigt. Wird das Vitamin K nun blockiert, können die Gerinnungsfaktoren nicht gebildet werden und das Blut wird dünnflüssiger, gerinnt also nicht mehr so leicht.

(Gerinnungsfaktoren sind spezielle körpereigene Eiweisse, die unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. bei einer Verletzung) ihren Zustand von flüssig nach fest ändern können und so dazu führen, dass das Blut stellenweise zu stocken beginnt und sich Blutgerinnsel bilden.)

Zur Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten gehört das bekannte Phenprocoumon (das als Marcumar® im Handel ist) sowie Warfarin, das eher in den USA im Einsatz ist. In der Schweiz ist es nicht erhältlich. In Deutschland wird es unter dem Namen Coumadin® verkauft.

Heparine

Weitere Blutverdünner sind die Heparine, die meist injiziert oder per Infusion verabreicht werden. Falls Sie schon einmal operiert wurden und nach der Operation die sog. Thromboseprophylaxe-Spritzen bekommen haben, dann handelte es sich hierbei höchstwahrscheinlich um Heparin. Heparine wirken anders als die Vitamin-K-Antagonisten. Sie beschleunigen die Wirkung von körpereigenen Gerinnungshemmern (Antithrombin).

ASS

Vielleicht nehmen Sie aber auch ASS (z. B. Aspirin) zur Blutverdünnung. Diese Blutverdünner-Gruppe hemmt die Funktion der Blutplättchen, so dass diese sich nicht mehr so gut verklumpen können.

Direkte orale Antikoagulanzien

Eine relativ neue Gruppe der blutverdünnenden Medikamente wird direkte orale Antikoagulanzien genannt. Diese Blutverdünner hemmen direkt die Gerinnungsfaktoren. Obwohl sie erst seit 2008 im Umlauf sind, werden sie schon sehr oft verordnet.

Blutverdünner – Milliardenmarkt trotz Nebenwirkungen

Zu den direkten oralen Antikoagulanzien gehört auch Rivaroxaban, der Blutverdünner und Kassenschlager von Bayer. Er ist als Xarelto® im Handel und bringt Bayer derzeit 2 Milliarden Euro pro Jahr, ist aber nicht unumstritten.

Erst war der Blutverdünner nur zur Thromboseprophylaxe zugelassen. Doch ist dieser Markt eher klein. Daher wurde an über 15.000 älteren Patienten eine Phase-III-Studie durchgeführt, die zeigen sollte, dass Xarelto® nicht schlechter als Warfarin ist. Das Mittel bestand und wurde 2010 auch zur Schlaganfallprophylaxe zugelassen, ein 20-Milliarden-Euro-Markt.

Im Jahr 2011 schon konnte Bayer 0,7 Millionen Tagesdosen an den Mann bringen (allein in Deutschland). Ein Jahr später waren es 25,5 Millionen Tagesdosen – ein Zeichen für die Spitzenkompetenz von Bayers Marketingabteilung, nicht aber für die uneingeschränkte Verträglichkeit des Medikaments.

Bereits 2012 gingen beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 750 Meldungen zu unerwünschten Wirkungen von Xarelto® ein, darunter 58 Todesfälle. In den ersten acht Monaten des Jahres 2013 waren es 968 Fälle unerwünschter Wirkungen mit 72 Todesfällen – wie der Spiegel seinerzeit berichtete.

Natürlich wiesen sowohl BfArM als auch Bayer selbst einen ursächlichen Zusammenhang weit von sich. Also alles nur reiner Zufall – oder doch nicht?

Blutverdünner – Die Nebenwirkungen

Blutverdünner sind bekannt für ihre Nebenwirkungen. Das Hauptproblem ist die schwierige Dosierung, die für jeden Betroffenen ganz individuell eruiert werden muss. Es dauert daher stets einige Zeit, bis man mit der richtigen Dosis „eingestellt“ ist. Und auch dann kann sich die Situation immer wieder ändern.

Aus diesem Grund müssen viele Cumarin-Patienten mindestens einmal pro Monat zum Arzt, um sich checken zu lassen. Ein anderer Teil der Patienten ist in der Lage, mit einem Messgerät die Gerinnungsfähigkeit des Blutes (den INR-Wert) eigenständig zu Hause zu kontrollieren und die Dosis der Medikamente entsprechend anzupassen.

Der INR-Wert (INR für International Normalized Ratio) liegt bei gesunden Menschen bei etwa 1 oder knapp darunter.

Ist der Wert erhöht, ohne dass Blutverdünner eingenommen werden, liegt ein gesundheitliches Problem vor, z. B. ein Vitamin-K-Mangel. Denn Vitamin K reguliert die Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Fehlt es, kommt es zu Gerinnungsstörungen.

Muss das Blut nun medikamentös verdünnt werden (zur Prävention von Thrombosen und Embolien), dann nimmt man vom Blutverdünner so viel, dass der INR-Wert auf 2 bis 3 steigt. In manchen Fällen mit besonders hohem Blutgerinnselrisiko lässt man den Wert sogar auf 3,5 bis 4,5 steigen.

Der medikamentös erzielte Wert unterscheidet sich also vom Wert des gesunden Blutes ganz enorm. Das Blut wird viel stärker „verdünnt“, als dies beim gesunden Blut der Fall ist. Was ist die Folge?

Innere Blutungen durch Blutverdünner

Es kann zu inneren Blutungen kommen. Bleiben diese geringfügig, merkt man sie nicht. Doch kommt es zu einem stetigen Blutverlust, den der Körper permantent kompensieren muss.

Sind die Blutungen stärker, erkennt man sie daran, dass plötzlich Blut im Urin ist oder im Stuhl. Zahnfleischbluten kann auftreten oder Nasenbluten. Man bekommt blaue Flecken unter der Haut, auch wenn man sich nur leicht gestossen hat.

Besonders bedenklich ist es, wenn sich die Blutungen im Gehirn ergeben. Dies kann langfristig zu einer schnelleren Entwicklung von Demenz führen: Blutverdünner erhöhen Demenzrisiko und ausserdem genau das auslösen, was die Blutverdünner eigentlich verhindern sollen: Schlaganfall

Bei bestehenden Nierenschäden können die Medikamente überdies nicht schnell genug wieder ausgeschieden werden, so dass die inneren Blutungen einen tödlichen Verlauf nehmen können.

Kranke Knochen durch Blutverdünner

Muss man die Blutverdünner langfristig nehmen (länger als 1 Jahr), können sie sich negativ auf den Knochenstoffwechsel auswirken, die Knochendichte mindern und somit eine Osteoporose begünstigen.

Besonders verwunderlich ist das nicht, da die Vitamin-K-Antagonisten die Wirkung des Vitamin K mindern – und Vitamin K ist nicht nur zur Bildung der Gerinnungsfaktoren erforderlich, sondern auch für gesunde Knochen unentbehrlich.

Selbst die neuen Blutverdünner (Rivaroxaban & Co.) schaden den Knochen, zwar auf eine andere Weise, da sie das Wachstum der Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) hemmen, doch ist das Ergebnis mehr oder weniger dasselbe wie bei den Vitamin-K-Antagonisten.

Blutverdünner: Unverträglich mit anderen Medikamenten

Darüber hinaus gilt es, sehr darauf zu achten, welche Medikamente zusammen mit den Blutverdünnern genommen werden dürfen und welche nicht.

Blutverdünner werden ja meist älteren Menschen verordnet, die oft gleichzeitig noch viele weitere Medikamente nehmen, wie z. B. Blutdrucktabletten, Blutzuckersenker, Statine, nicht-steroidale Entzündungshemmer (ASS & Co.) und vieles mehr.

Gerade letztere verstärken die Wirkung der Blutverdünner sehr stark, da sie ja selbst häufig blutverdünnende Eigenschaften mit sich bringen.

Ebenfalls verstärkend auf Blutverdünner wirken manche Antidepressiva, manche Antibiotika, Schilddrüsenhormone, manche Schmerzmittel etc.

Cortison und Metformin (Blutzuckersenker) hingegen schwächen die Wirkung von Cumarinen ab.

Blutverdünner und Heilpflanzen: Nicht immer eine gute Kombination

Auch pflanzliche Arzneimittel sind manchmal nicht empfehlenswert, wenn Blutverdünner eingenommen werden. Johanniskraut beispielsweise – ein beliebtes pflanzliches Antidepressivum – verträgt sich mit den Blutverdünnern nicht so gut und setzt deren blutverdünnende Wirkung herab.

Ginseng, Gingko biloba, Sägepalme, Engelwurz (Dong Quai), Ingwer, Weihrauch, Mutterkraut und viele weitere mehr treten ebenfalls in Wechselwirkung mit den Blutverdünnern.

Nicht immer kennt man den Grund für diese Wirkung der Heilpflanzen, wie es z. B. bei der Gojibeere der Fall ist.

Gojibeere – Natürlicher Blutverdünner?

Die in Asien als Heilpflanze bzw. Heilfrucht eingesetzte Beere soll Blutverdünner dermassen verstärken können, dass es in einigen Fällen zu einer enormen Erhöhung des INR-Wertes kam, nachdem die betreffenden Patienten Gojibeerentee oder -saft getrunken hatten.

Man weiss noch nicht, wie die Gojibeere das macht, vermutet aber, dass sie selbst eine stark blutverdünnende Wirkung hat. Daher wird massiv davor gewarnt, Gojibeerenzubereitungen zu verzehren, wenn man auf Blutverdünner eingestellt ist.

Leider wird nicht überprüft, ob nicht die Gojibeere allein für manche Patienten eine ausreichende Blutverdünnung garantieren könnte, so dass erst gar nicht auf nebenwirkungsreiche Medikamente zurückgegriffen werden müsste.

Die Gojibeere könnte also ein natürlicher Blutverdünner sein. Doch gibt es noch viele andere Lebensmittel, Kräuter und Gewürze, die eine blutverdünnende Wirkung haben.

Natürlich werden diese nie so stark die Blutgerinnung hemmen, wie es die pharmazeutischen Blutverdünner tun, doch ist das auch gut so. Denn die Natur will immer nur regulieren und heilen. Nie würde sie das Blut so massiv verdünnen, dass es zu inneren Blutungen kommen kann.

Baut man die natürlichen Blutverdünner in seinen Speiseplan ein, dann wird dies – gemeinsam mit einer gesunden Lebensführung – ausserdem dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu Gefässerkrankungen kommt, deretwegen man schliesslich das Blut verdünnen muss.

Denn wie kommt es überhaupt zu Gefässerkrankungen? Wie kommt es zu „dickem Blut“, also einer übermässigen Gerinnungsneigung des Blutes? Und nein, allein das Neandertaler-Gen ist dafür nicht verantwortlich zu machen! Es führt zwar zu einer stärkeren, aber nicht zu einer krankhaften und lebensgefährlichen Blutgerinnung.

Ursachen für kranke Gefässe und für „zu dickes Blut“

Eine krankhafte Gerinnungsneigung bzw. Thromboseneigung des Blutes kann tatsächlich angeboren sein, was aber eher selten der Fall ist.

Die Ursachen liegen vielmehr in der allgemeinen Lebens- und Ernährungsweise der Betroffenen.

Meist kommt es in den Venen zu Thrombosen, also dort, wo das Blut langsamer fliesst. Der Blutfluss könnte jedoch beschleunigt werden, nämlich dann, wenn sich der jeweilige Mensch regelmässig bewegen würde. Bewegung ist daher eine der besten Massnahmen, um das Blut dünnflüssig und in Schwung zu halten. Sitzende oder stehende Tätigkeiten – womöglich noch in Kombination mit Übergewicht – sind hingegen Gift für den Blutfluss und damit auch Gift für die Gefässe.

Eine andere Ursache für die Entstehung von Blutgerinnseln sind Schäden in den Blutgefässwänden. An diesen Stellen bilden sich gerne Ablagerungen (Arteriosklerose) und Blutgerinnsel. Löst sich dann ein Blutgerinnsel und bleibt schliesslich in einem nachfolgenden engeren Blutgefäss stecken, ist die Thrombose bzw. Embolie da.

Zu Schäden in den Gefässwänden und auch zu einer erhöhten Gerinnungsneigung des Blutes sowie zu Ablagerungen kommt es insbesondere aufgrund der folgenden Ursachen:

  • Bewegungsmangel (auch durch Bettlägerigkeit)
  • Rauchen (verengt die Blutgefässe und führt gleichzeitig zu Schäden an den Blutgefässwänden)
  • Ungesunde Ernährung mit Antioxidantien- und Vitalstoffmangel
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Hoher Homocysteinspiegel
  • Blutzuckerschwankungen (Diabetes)
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Synthetische Hormone (Antibabypille!)
  • Chronisch entzündliche Erkrankungen, wie z. B. rheumatische Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen etc.
  • Medikamente

Zwar ist an dritter Stelle bereits die ungesunde Ernährung genannt, doch ist auch ein Grossteil der übrigen aufgeführten Faktoren oft die Konsequenz einer ungünstigen Ernährungs- und Lebensweise, so dass hier präventiv sehr viel getan werden könnte.

So ist z. B. ein erhöhter Homocysteinspiegel meist die Folge eines Vitamin- und Antioxidantienmangels. Auch der Fettstoffwechsel, der Blutzuckerspiegel und der Blutdruck, vom Gewicht ganz zu schweigen, lassen sich hervorragend mit der Ernährung beeinflussen und regulieren.

Die entsprechenden vorbeugenden Massnahmen klingen wenig spektakulär, sind aber von spektakulärer Wirkung:

  • Bewegung/Sport
  • Nicht rauchen, kein Alkohol
  • Gesunde Ernährung
  • Fehlende Vitalstoffe über Nahrungsergänzungen
  • Übergewicht reduzieren
  • Verzehr natürlicher Blutverdünner in Form von Lebensmitteln, Kräutern und Gewürzen

Natürliche Blutverdünner

Die natürlichen Blutverdünner stossen in der Wissenschaft und Forschung leider nur auf wenig Gegenliebe. Man zieht es hingegen vor – wie oben bei den Gojibeeren erklärt – Blutverdünnerpatienten vor natürlichen Blutverdünnern zu warnen und vom Verzehr abzuraten.

Das ist schade. Denn sicher könnte man auf natürliche Weise das Blut verdünnen und die Gesundheit dabei massgeblich verbessern, ohne ständig mit gefährlichen Nebenwirkungen rechnen zu müssen.

Da es bislang jedoch kaum Studien zum Wirkmechanismus und zur richtigen Dosierung von blutverdünnenden Lebensmitteln gibt, bleibt ihr gezielter Verzehr offiziell nur der Prävention vorbehalten.

Aus demselben Grund können wir keine konkreten Informationen zur Dosierung angeben. Besprechen Sie eine solche im Falle der Nahrungsergänzungsmittel und Heilpflanzen am besten mit Ihrem ganzheitlichen Arzt oder Heilpraktiker. Auch Apotheker sind inzwischen aufgeschlossener, insbesondere wenn in der entsprechenden Apotheke eine grosse Auswahl an Naturheilmitteln angeboten wird.

Zu den blutverdünnenden, gefässschützenden Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln gehören laut verschiedener Untersuchungen aus den letzten Jahren u. a. die folgenden:

  • Natto/Nattokinase
  • Bromelain
  • Kurkuma
  • Ingwer
  • Zimt
  • Capsaicin
  • Knoblauch
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Brennnessel und Basilikum
  • Dunkle Schokolade
  • OPC

Die folgenden Lebensmittel (und viele weitere mehr) können ebenfalls als natürliche Blutverdünner fungieren, werden aber unten nicht näher beschrieben. Bei Zwiebeln, Rotweinextrakt und Ginseng können Sie jedoch für weitere Informationen den jeweiligen Link verfolgen:

  • Zwiebeln
  • Rotweinextrakt
  • Ginseng
  • Tomaten (Lycopin)
  • Beeren

Nattokinase

Kalifornische Wissenschaftler konnten 2006 in einem In-Vitro-Versuch eine signifikante Senkung der Blutgerinnung und Blut-Viskosität durch das Enzym Nattokinase nachweisen. Nattokinase wird aus fermentierten Sojabohnen gewonnen und gilt als stark fibrinolytisch (gerinnungshemmend).

Daher warb so mancher Hersteller erst auch begeistert damit, dass Nattokinase ein natürlicher Blutgerinner sei und Blutgerinnsel in Nullkommanichts auflösen könne, was natürlich recht schnell unterbunden wurde. Denn Nahrungsergänzungsmittel dürfen nun einmal nicht mit derart konkreten „Heilaussagen“ beworben werden – ob die Aussage nun stimmig ist oder nicht.

In einer weiteren Studie aber – diesmal am Menschen (doppelblind und plazebokontrolliert) – bestätigte sich die blutverdünnende Wirkung des Sojabohnenenzyms. Für die japanische Studie aus dem Jahr 2015 mit 12 gesunden jungen Männern zeigte sich bereits nach einer Einzelgabe von Nattokinase eine verbesserte Fibrinolyse, was bedeutet, dass die Nattokinase die Fähigkeiten des Körpers, Blutgerinnsel eigenständig aufzulösen, verstärkte.

Nattokinase ist jedoch ein isoliertes Enzym, also kein natürliches Lebensmittel mehr und kann daher vermutlich auch – in der falschen Dosierung – ebenfalls (genau wie die medikamentösen Blutverdünner) zu einer zu starken Blutverdünnung führen.

Allerdings sind in diesem Zusammenhang nur Fallberichte bekannt, bei denen die betreffenden Patienten nicht nur Nattokinase genommen hatten, sondern Nattokinase zusätzlich zu ihren blutverdünnenden Medikamenten nahmen.

Wie schon bei den Gojibeeren ist es auch hier sehr schade, dass man nie nur die Nattokinase gab und eben nicht zeitgleich auch blutverdünnende Medikamente. Anhand der INR-Messung hätte sich die Wirkung der Nattokinase problemlos überprüfen lassen. Stattdessen wird auch im Falle der Nattokinase massiv vor einer Einnahme abgeraten – wie z. B. im arznei-telegramm Ausgabe 2 des Jahres 2011.

Wer Nattokinase im natürlichen Lebensmittel verzehren will, könnte auf die Idee kommen, Natto zu verzehren, eine traditionelle japanische Speise aus fermentierten Sojabohnen, die in manchen Asia-Shops erhältlich ist. Der Geschmack ist jedoch gewöhnungsbedürftig.

Darüber hinaus ist Natto gleichzeitig relativ Vitamin-K-reich – und Vitamin K gilt (in hohen Dosen) als Widersacher der Blutverdünner. Daher greift man besser zu einem Vitamin-K-bereinigten Nattokinase-Produkt.

Ein weiteres blutverdünnendes Enzym ist neben der Nattokinase das Bromelain aus der Ananas:

Bromelain

In einem Review der britischen University of West London aus dem Jahr 2011 untersuchte man sechs Studien zum Thema Bromelain und Blutverdünnung.

Es zeigte sich, dass Bromelain – das bekannte Enzym aus der Ananas – zur Behandlung von akuter Thrombophlebitis (Thrombose der oberflächlichen Venen) geeignet ist, da es das Zusammenklumpen der Blutplättchen (Blutgerinnung) reduziert, eine herzschützende Wirkung hat und die Bildung von Blutgerinnseln verhindert.

Kurkuma

Kurkuma ist ein Gewürz, das inzwischen sehr gut erforscht ist und viele positive Eigenschaften für die Gesundheit bereithält, ganz gleich ob Entgiftung, Leberschutz, Zahnpflege, Blutzuckersenkung oder Krebsprävention.

In Sachen Herz-Kreislauf-Schutz und natürliche Blutverdünnung schrieb die University of Maryland Medical Center mit Stand April 2014 über Kurkuma:

Studien zeigen, dass Kurkuma Arteriosklerose vorbeugen hilft und die Blutplättchen am Verklumpen hindert, somit also Blutgerinnseln vorbeugt.“

Die blutverdünnende Wirkung von Kurkuma scheint so beeindruckend zu sein, dass man gar empfiehlt, Kurkuma-Nahrungsergänzungen zwei Wochen vor einer geplanten Operation abzusetzen.

Auch kann Kurkuma die blutverdünnende Wirkung von Warfarin, Aspirin & Co verstärken, weshalb auch von Kurkuma als Nahrungsergänzung abgeraten wird, wenn man pharmazeutische Blutverdünner nimmt.

In einer koreanischen Studie von 2012 wurden die gerinnungshemmende Eigenschaften von Curcumin – dem isolierten Wirkstoff aus Kurkuma – untersucht. Überraschenderweise waren die blutverdünnenden Effekte von Curcumin so gut, dass es hiess, ein täglicher Verzehr des Gewürzes Kurkuma könne langfristig die gesunden Fliesseigenschaften des Blutes aufrechthalten.

Ingwer

Auch der Ingwer gilt als natürlicher Blutverdünner. Aufgrund seiner scharfaromatischen Geschmacksstoffe ist er ein äusserst beliebtes Gewürz oder auch – häufig gezuckert und schokoliert – ein gern genaschter Snack.

In einer australischen Studie von 2003 wurde die Aktivität von isolierten Substanzen aus dem Ingwer auf die Blutgerinnung getestet. Die Ingwerstoffe verdünnten das Blut besser als Aspirin.

Da man aber nicht die isolierten Stoffe des Ingwers isst, sondern meist ein Stück des ganzen Ingwers, nimmt man mit dem Ingwer natürlich nicht so hohe Mengen der blutverdünnenden Ingwersubstanzen zu sich, so dass dann auch die blutgerinnungshemmende Wirkung nicht so stark ausfällt.

Doch zu einem gesunden Blut kann der regelmässige Verzehr des Ingwers in jedem Falle beitragen, zumal er überdies noch über starke antioxidative Fähigkeiten verfügt, die aus ihm einen guten Gefäss- und Herzbeschützer machen.

Das natürliche Präparat Zinopin beispielsweise besteht aus einer Kombination aus Ingwerextrakt und Pycnogenol (Kiefernrindenextrakt). Zwar wurde Zinopin vordergründig als Mittel gegen Übelkeit (Reisekrankheit, Schwangerschaftsübelkeit, Übelkeit nach Operationen etc.) beworben. Entwickelt aber wurde es auch, um den bei Reisen nicht selten auftretenden tiefen Venenthrombosen vorzubeugen.

An der Entwicklung war Dr. John Scurr beteiligt, ein führender Gefässchirurg, der in einer Publikation schrieb, dass mindestens bei einem von 10 Reisenden ein Venenleiden vorliege. „Die Ingwer- und Kiefernrindenextrakte“, erklärte Scurr, „reduzieren die Durchlässigkeit der feinen Blutgefässen, fördern den Blutfluss und mindern die Blutgerinnung.“

Eine Studie, die im Clinical Applied Thrombosis/Hemostasis Journal veröffentlicht wurde, bestätigte Dr. Scurrs Ansichten und zeigte, dass Pycnogenol die Durchblutung fördert, Ödemen vorbeugt und das Risiko für tiefe Venenthrombosen mindern kann.

Zimt

Auch Zimt wirkt gerinnungshemmend, aber ebenfalls meist in Form von Extrakten, wie z. B. dem ätherischen Zimtöl oder einem Zimtdestillat. Ein wässriger Extrakt aus Zimt (Zimttee) hatte keinen blutverdünnenden Effekt. Auch dies spricht dafür, dass die zimtspezifischen Inhaltsstoffe hochdosiert genommen werden müssten, um eine medizinische Wirkung zu erzielen.

Cayenne Pfeffer (Capsaicin)

Eine australische Studie aus dem Jahr 2014 zeigte, dass Capsaicin – der scharfe Wirkstoff aus der Chilischote (auch Cayenne Pfeffer genannt) – als natürlicher Blutverdünner fungieren kann und die Thromboseentwicklung verzögerte.

Auch die Autoren Stargrove, Treasure und McKee des Werkes „Herb, Nutrient, and Drug Interactions: Clinical Implications and Therapeutic Strategies“ erklären, dass Chili blutverdünnende Eigenschaften aufweise, aber eben auch nur in hohen Dosen bzw. in Form des isolierten Capsaicins als Nahrungsergänzung.

Knoblauch

Knoblauch hat u. a. laut einem Artikel von Kritchevsky vom Wistar Institute of Anatomy and Biology in Philadelphia (veröffentlicht 2003 in Trends in Food Science & Technology) viele hilfreiche Eigenschaften in Bezug auf die Gesundheit der Gefässe und des Blutes:

Knoblauch soll den Cholesterinspiegel senken sowie den Blutdruck und die Gerinnung hemmen bzw. Blutgerinnsel auflösen, so dass die kleine Knolle all jene Faktoren beeinflusst, die andernfalls zu Herz-Kreislauferkrankungen führen würden. Leider gibt es keine einheitlichen Aussagen über eine passende Dosierung.

Auch gibt es kaum aktuelle Studien, die sich konkret auf Knoblauch als natürlichen Blutverdünner beziehen würden. Er wird eher – im Rahmen einer gesunden Ernährung – zur Vorbeugung der Arteriosklerose empfohlen (z. B. im Review israelischer Wissenschaftler von 2007 in Molecular Nutrition & Food Research).

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind bekannt für ihre blutverdünnende Wirkung. Nimmt man diese natürlichen Blutverdünner gemeinsam mit den blutverdünnenden Medikamenten, verstärken sie deren Wirkung. In einem Fallbericht war dies nach der Einnahme von 2000 mg Fischöl pro Tag der Fall, wobei hier der INR-Wert schon sehr hoch war, was darauf hinweist, dass die Öle bereits in deutlich niedrigeren Dosen als natürliche Blutverdünner wirken.

Wenn Sie präventiv Omega-3-Fettsäuren einnehmen (zur Nahrungsergänzung) oder mit den entsprechenden Ölen Ihre Mahlzeiten zubereiten, sorgen Sie für gesunde Fliesseigenschaften Ihres Blutes.

Interessant ist dabei, dass die Alpha-Linolensäure hier besonders wirkungsvoll zu sein scheint. Für die Blutverdünnung ist sie weitaus besser geeignet als die langkettigen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA.

Sie müssen zur Blutverdünnung also kein Fisch-, Algen- oder Krillöl einnehmen, sondern können sich ganz an Leinöl und Hanföl halten und diese für leckere Rohkostgerichte verwenden (da diese Öle nicht erhitzt werden dürfen).

Brennnessel und Basilikum

Interessant ist, dass auch Lebensmittel, die als Vitamin-K-reich gelten, wie z. B. Brennnesseln und Basilikum das Blut verdünnen können – wie Untersuchungen ergeben haben. Allerdings kam hierbei nicht das grüne Blatt zum Einsatz, sondern ein wässriger Extrakt, also Brennnessel- bzw. Basilikumtee.

Nichtsdestotrotz sollten Sie Vitamin K nicht als Feind betrachten, wie das manche Ärzte heute noch immer tun und ihren Patienten konkret von gesunden Lebensmitteln abraten, nur weil diese Vitamin-K-reich sind.

Denn gerade die Vitamin-K-reichen Lebensmittel gehören mit zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt, z. B. Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Kräuter und alle grünen Blattgemüse.

Inzwischen weiss man, dass der Verzehr dieser Lebensmittel bei der Einnahme von Blutverdünnern keine Probleme bereitet. Die Dosis der Blutverdünner muss lediglich entsprechend angepasst werden und man sollte täglich am besten ähnlich hohe Vitamin-K-Mengen zu sich nehmen, um starke Schwankungen zu vermeiden.

Vitamin-K-reiche Lebensmittel haben daher auch für Blutverdünner-Patienten mehr Vorteile als Nachteile. Denn die genannten Lebensmittel liefern natürlich nicht nur Vitamin K, sondern auch viel Calcium, Magnesium, Chlorophyll und die so wertvollen sekundären Pflanzenstoffe.

Kakao und dunkle Schokolade

Die Wirkstoffe in natürlichem Kakao sind derart stark, dass dunkle Schokolade (mit hohem Kakaogehalt und möglichst wenig oder keinem Zucker) zu einem regelrechten Heilmittel wird:

Kakao enthält so viele hochkonzentrierte Flavonoide und OPC, dass 2003 im American Journal of Clinical Nutrition von einer Studie berichtet wurde, in der die Teilnehmer 28 Tage lang entweder eine Nahrungsergänzung mit den Wirkstoffen des Kakao oder ein Placebo erhalten hatten.

Am Ende der Versuchszeit war die Blutgerinnung signifikant zurückgegangen, was zeigt, dass sich Kakao sehr gut als natürlicher Blutverdünner eignet.

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OPC – Oligomere Proanthocyanidine

OPC ist natürlich nicht nur im Kakao enthalten. Auch im Traubenkernextrakt und dem Rotweinextrakt sind relevante OPC-Mengen vorhanden.

Das OPC hält für das Herz-Kreislauf-System hervorragende Eigenschaften bereit:

Als kraftvolles Antioxidans schützt OPC die Blutgefässwände vor oxidativem Stress und vor Angriffen freier Radikale. Die Blutgefässe bleiben auf diese Weise elastisch und stabil. Es können sich keine Schäden und somit auch keine Ablagerungen bilden.

Überdies gehört die chronische Veneninsuffizienz (die meist mit Krampfadern einhergeht) zu jenen Indikationen, für die es im Hinblick auf OPC die meisten wissenschaftlichen Belege zu geben scheint.

OPC wirkt hier nachweislich sehr vorteilhaft. Es erleichtert den Schmerz und lindert die Schwellung, ist also für das gesamte Gefässsystem und somit auch für einen verbesserten Blutfluss ein gutes natürliches Hilfsmittel.

Natürliche Blutverdünner kombinieren

Schon die Aufzählung der natürlichen Blutverdünner zeigt, wie gut eine gesunde Ernährung mit der entsprechenden Nahrungsergänzung vor einer übermässigen Blutgerinnung, vor Blutgerinnseln und einem verlangsamten Blutfluss schützen kann.

Hauptsächlich die Flavonoide (bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe) sind es, die aus den genannten Lebensmitteln natürliche Blutverdünner machen. Daher ist eine Ernährung, die insbesondere aus pflanzlichen Lebensmitteln zusammengestellt wird, auch eine so gute Gesundheitsprävention und Krankheitsvorsorge, wenn es um Herz-Kreislauf-Probleme geht.

Wenn Sie also …

  • reichlich flavonoidreiche Gemüse und Früchte essen,
  • wenn Sie hochwertige Öle mit Omega-3-Fettsäuren verwenden,
  • wenn Sie ab und zu dunkle Schokolade naschen,
  • wenn Sie üppig mit Kurkuma, Ingwer und Zimt würzen,
  • wenn Sie Ihre Mahlzeiten mit Knoblauch und Zwiebeln verfeinern,
  • gelegentlich Brennnesseltee trinken und
  • bei Bedarf zu bestimmten Nahrungsergänzungen greifen, wie z. B. OPC, Curcumin, Rotweinextrakt oder Capsaicin,

… ist nicht nur Ihr Blut in bester Verfassung. Auch Ihre Gefässe sind geschützt. Es können sich keine Ablagerungen mehr bilden und Ihr Herz-Kreislaufsystem wird bis ins hohe Alter hervorragende Arbeit leisten.

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Gruß an die Wissenden
TA KI