Wirsingkohl


Der grüne Kohlkopf mit den krausen Blättern ist salonfähig geworden: Sogar bei Sterneköchen kommt Wirsing inzwischen in Topf und Pfanne. Kein Wunder, denn Wirsingkohl überzeugt selbst Kohlmuffel durch seinen dezenten Geschmack, seine zarte Struktur und nicht zuletzt durch etliche gesundheitliche Pluspunkte.

Wirsingkohl - der Kohl für Feinschmecker

Das sollten Sie über Wirsingkohl wissen

Vor noch nicht allzu langer Zeit rümpften Feinschmecker über Wirsingkohl nur die Nase – er galt wie Kohl ganz generell als typisches Arme-Leute-Essen. Inzwischen hat aber sogar die ehemals Neue Deutsche Küche den Krauskopf für sich entdeckt, und das aus gutem Grund. Denn in der Tat ist Wirsingkohl im Vergleich zu Weiß- oder Rotkohl sozusagen was Besseres, jedenfalls dann, wenn man es eher fein als robust mag: Seine Blätter sind zarter und haben ein delikateres Aroma. Das gilt für Wirsingkohl allgemein, besonders aber für den hellgrünen und besonders zarten jungen Frühwirsing und für Sommerwirsing. Späte Sorten bzw. sogenannter Herbst- und Dauerwirsing ist in Konsistenz, Farbe und Aroma deutlich kräftiger.

Herkunft: Die ursprüngliche Heimat der leckeren Krausköpfe liegt in den Ländern rund ums Mittelmeer. Inzwischen baut man Wirsingkohl aber längst auch bei uns in Deutschland sowie in Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, Polen und Russland an.

Saison: Der erste Wirsingkohl des Jahres heißt kurioserweise „Adventswirsing“ und wird schon im April geerntet. Frühwirsing und Sommerwirsing kommen ab Juni auf den Markt; die Ernte von Herbstwirsing startet im August und dauert je nach Wetter und Region bis in den Februar. Von März bis Mai ist das Angebot an Wirsingkohl etwas eingeschränkter, aber auch dann gibt es dank ausgeklügelter Lagerung noch frische Köpfe.

Geschmack: Wirsingkohl unterscheidet sich nicht nur optisch von Weiß- oder Rotkohl – er schmeckt auch deutlich feiner als seine robusten Brüder. Das gilt besonders beim jungen Frühjahrswirsing, aber auch der kräftigere Herbst- und Winterwirsingkohl schmeckt noch vergleichsweise dezent.

Wie gesund ist eigentlich Wirsingkohl?

Mit rund 50 mg pro 100 Gramm gehört Wirsingkohl zu den Stars unter den Lieferanten von Vitamin C – eine Portion von 200 g deckt damit bereits unseren Tagesbedarf! Darüber hinaus glänzen die dunkelgrünen Köpfe durch reichlich enthaltene Nähr- und Mineralstoffe, allen voran Eisen, Eiweiß und Magnesium. Ebenfalls nicht zu verachten ist der Gehalt an Vitamin A, das auf Haut und Sehkraft besonders günstig wirkt. Erfreulich für alle, die auf ihre Figur achten: Wie die meisten Gemüsesorten ist auch Wirsingkohl in Sachen Kalorien- und Fettanteil ein Genuss ohne Reue. Eine spezielle Eigenart von Wirsingkohl ist sein hoher Gehalt an Vitamin B6, das unserem Nervenkostüm besonders gut tut.

Nährwerte von Wirsingkohl pro 100 Gramm
Kalorien 25
Eiweiß 3 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 2,4 g
Ballaststoffe 2,5 g

Einkaufs- und Küchentipps für Wirsingkohl

Einkauf: Achten Sie bei Wirsingkohl darauf, dass die Köpfe sich locker öffnen und an nicht zu langen Stielen sitzen. Gelbliche Verfärbungen und angewelkte Blätter sind tabu, der Kohl sollte schön grün aussehen.

Lagerung: Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt frischer Wirsingkohl gut 2-3 Tage frisch und knackig. Auch Einfrieren ist, mit leichten Geschmackseinbußen, möglich. Dafür blanchiert man den Kohl aber besser vorher kurz in kochendem Salzwasser und lässt ihn gut abtropfen.

Vorbereiten: Wirsingkohl ist pflegeleicht: Einfach äußere Blätter entfernen, den Strunk herausschneiden und den Kopf vierteln. Dann in Streifen schneiden und kurz unter fließendem Wasser abspülen – fertig. Für Kohlrouladen aus Wirsingkohl lösen Sie einfach die Blätter vom ganzen Kopf und schneiden die dicken Blattrippen in der Mitte heraus. Ganz jungen Frühjahrs-Wirsingkohl können Sie einfach roh füllen, ansonsten sollten die Blätter vor dem Füllen 1-2 Minuten in kochendem Salzwasser vorgegart werden.

Zubereitungstipps für Wirsingkohl:

Zubereitung: Wirsingkohl wird sehr viel schneller gar die meisten anderen Kohlsorten: Bei jungem Wirsingkohl reichen maximal 15 Minuten, bei der Winterversion genügen etwa 25 Minuten. Seine kurze Garzeit macht Wirsingkohl perfekt für feine, aber schnelle Gerichte wie zum Beispiel ein Wirsing-Apfel-Gemüse, einen leckeren Auflauf mit Schupfnudeln oder würzige Pasta.

Natürlich kann man aus Wirsingkohl auch einfach eine fixe Beilage zaubern: Nach dem Putzen, Waschen und Zerkleinern kann man die Kohlstreifen in Brühe oder etwas Salzwasser garen und evtl. mit etwas Butter oder Crème fraiche abrunden. Mit frisch gehackter Petersilie bestreut schmeckt dieses Wirsingkohlgemüse wunderbar zu praktisch allem, was sich braten lässt.

Ganz wunderbar macht sich Wirsingkohl auch als Hülle für smarte Kohlrouladen mit Hähnchenfüllung oder für vegetarische Wirsingrouladen! Überhaupt passt Wirsingkohl hervorragend zu leckerer Hausmannskost nach moderner, leichter Art – einen Versuch wert sind beispielsweise Pichelsteiner Eintopf oder ein deftiger Hackfleischeintopf.

Dass Wirsingkohl außerdem in der feinen Gourmet-Küche punkten kann, zeigen zum Beispiel unsere Wirsing-Crêpe-Röllchen oder das edle Seeteufelfilet in Wirsing, mit dem Sie sogar verwöhnte Gäste begeistern können.

Quelle: https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/wirsingkohl

Gruß an die Besseresser

TA KI

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Vorsicht beim Kartoffel-Kauf


Kartoffeln sind leicht verdaulich, gelten als basisch und sind eine gute Kaliumquelle. Allerdings können in Kartoffeln auch Pestizide stecken – und zwar nicht nur Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, die zur Abwehr von Insekten gespritzt werden, sondern auch Überreste von sog. Keimhemmern. Diese Chemikalien werden vor oder nach der Ernte auf die Kartoffel gesprüht. Sie sollen das Austreiben der Knolle verhindern und damit ihre Haltbarkeit erhöhen. Beim Kartoffel-Kauf ist daher erhöhte Vorsicht geboten.

Beim Kartoffel-Kauf auf unbehandelte Kartoffeln achten

Da Kartoffeln zur Keimhemmung mit Chemikalien behandelt sein können, empfiehlt es sich, beim Kauf von Kartoffeln auf unbehandelte Ware zu achten.

Kartoffeln können zwar bei guter Lagerung auch völlig unbehandelt monatelang aufbewahrt werden. Doch spätestens im April oder Mai beginnen die Knollen – ihrem natürlichen Zyklus gemäss und je nach Sorte – auszutreiben. Schliesslich möchte jede Kartoffel zu einer neuen Pflanzen heranwachsen und im Verlauf des Sommers viele neue Knollen bilden.

Chemikalien zur Keimhemmung verhindern das Austreiben

Im Lebensmittelhandel ist genau das aber nicht erwünscht. Kartoffeln sollen in jedem Fall bis zur nächsten Ernte im Herbst gelagert werden können, ohne dass sich Triebe oder sonstige Veränderungen an der Kartoffel zeigen. Inzwischen gelingt das recht gut, denn wann haben Sie zuletzt eine austreibende Kartoffel in Ihrer Speisekammer entdeckt? Schon lange nicht mehr? Das wäre kein Wunder.

Denn das Austreiben hat man der Kartoffel längst ausgetrieben – und zwar mit Chemikalien, genauer gesagt mit Maleinsäurehydrazid, das unter verschiedenen Markennamen im Handel ist, wie z. B. Itcan. Übrigens behandelt man damit nicht nur Kartoffeln, sondern auch Zwiebeln, Knoblauch und Schalotten – und zwar schon seit mindestens 2009. Wie beliebt die Methode ist, zeigt die Tatsache, dass zwei weitere Maleinsäurehydrazid-Produkte in den Jahren 2012 (Fazor) und ganz aktuell 2017 (CROWN) auf den Markt gebracht wurden.

Keimhemmer werden vor oder nach der Ernte aufgetragen

Keimhemmende Chemikalien werden entweder bereits während des Wachstums auf die Blätter gesprüht oder aber man begast die Kartoffeln nach der Ernte, und zwar gleich mehrmals. Ist letzteres der Fall, dann wird hierzu das Herbizid Chlorpropham vewendet. Weitere Stoffe, die zum Zwecke der Keimhemmung im Einsatz sind, kennt man bereits aus dem Bereich der behandelten Zitrusfrüchte: Imazalil und Thiabendazol.

Giftig für Nützlinge

Maleinsäurehydrazid nun kommt aus der Gruppe der Wachstumsregulatoren. Es ist ein Pestizid und gilt als Nervengift, wird jedoch in jenen Mengen, die in Lebensmitteln nachweisbar sind, als nicht erbgutschädigend (in anderen Quellen sehr wohl erbgutschädigend) und auch als nicht krebserregend beschrieben. Die akute Giftigkeit ist gering.

Die Langzeitwirkungen auf den Verbraucher jedoch sind unbekannt, genauso wie Wechselwirkungen mit anderen Pestiziden. Denn man weiss, dass einzelne Pestizide unproblematisch sein können, gemeinsam mit anderen Pestiziden aber plötzlich ungeahntes Schadpotential aufweisen können. Man spricht hier dann vom sog. Cocktail-Effekt, der bei der Zulassung der Mittel grundsätzlich nicht berücksichtigt wird.

Auf manche Insekten, wie z. B. die Florfliege, die als wichtiger Nützling gilt, wirkt Maleinsäurehydrazid giftig, auf Fische und Wasserlebewesen ebenfalls, bei Vögeln weiss man es noch nicht und bei Regenwürmern heisst es, man rechne nicht mit „untragbaren Auswirkungen“. Dem jeweiligen Landwirt wird allerdings empfohlen, das Mittel nur mit Schutzanzug und Gummistiefeln auszubringen.

Weder waschen noch schälen hilft

Der Stoff wird erst drei bis vier Wochen vor der Ernte auf die Pflanze aufgesprüht. Über die Blätter und Wurzeln gelangt er in die Knollen und lagert sich dort ein, was dazu führt, dass man ihn weder mit waschen noch schälen entfernen könnte.

Keine Kennzeichnungspflicht!

Problematisch für den Verbraucher ist, dass keine Kennzeichnungspflicht für diese Form der Keimhemmung besteht. Als Konsument lässt sich daher nicht erkennen, ob die Kartoffel nun mit Maleinsäurehydrazid behandelt wurde oder nicht – es sei dann man greift gleich von vornherein zu Bio-Kartoffeln. Denn in der biologischen Landwirtschaft ist der Einsatz von Maleinsäurehydrazid verboten.

Interessant ist, dass der maximale Rückstandswert bei Kartoffeln 50 mg/kg betragen darf, bei Zwiebeln und Schalotten jedoch nur 15 mg/kg – und das, wo man doch von Kartoffeln viel mehr isst als von Zwiebeln.

Auch Chlorpropham bleibt nicht auf der Schale, sondern wandert in die Knolle

Falls der Landwirt nicht zu Maleinsäurehydrazid greifen will, kann er oder dasjenige Unternehmen, das die Kartoffeln einlagert, die Kartoffeln nach der Ernte mit Chlorpropham begasen, was in Deutschland seit Ende der 1990er Jahre gang und gäbe ist. Diese Keimhemmer-Chemikalie gilt als eventuell krebserregend. Man weiss es also nicht genau, setzt das Mittel aber dennoch vorsorglich schon seit Jahrzehnten ein.

Toxikologe Hermann Kruse von der Universität Kiel erklärte schon 2013 gegenüber K-Tipp, dem Schweizer Konsumentenmagazin, dass Chlorpropham ausserdem das Nervensystem, die Leber und die Nieren schädigen könne, weshalb man darauf verzichten sollte. Chlorpropham ist überdies umweltschädlich, insbesondere für Wasserorganismen und Vögel.

Chlorpropham verbleibt grösstenteils auf der Schale, wurde aber auch schon bei Tests – laut der österreichischen Umweltorganisation Global 2000 – im Kochwasser, in gekochten Kartoffeln und verarbeiteten Produkten wie Chips und Pommes Frites gefunden, was bereits eine Studie aus dem Jahr 2001 bestätigt hatte.

Grenzwerte bei Keimhemmer-Chemikalien

Als Rückstandshöchstwerte gelten 10 mg Chlorpropham pro Kilogramm Kartoffeln. Dem Verbraucher wird gleichzeitig empfohlen, nicht mehr als 0,2 mg pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen. Wiegt nun ein 6-jähriges Kind beispielsweise 20 kg, dann würde es schon mit 400 g Kartoffeln (sollten diese mit 10 mg Chlorpropham pro kg belastet sein), den Maximalwert erreichen. Und wenn das Kind nur die Hälfte der Kartoffeln essen würde (was einer grossen Portion Pommes entspräche), dann würde es immerhin den Grenzwert erreichen, der bis zum Jahr 2006 noch gültig war.

Da man sich bei der Festsetzung von Grenzwerten eher an der geläufigen Schadstoffbelastung orientiert und weniger an der Gesundheit des Menschen, musste seinerzeit der Wert erhöht werden, weil man bei Kartoffeln so hohe Chlorpropham-Mengen einsetzt, dass der niedrigere Wert möglicherweise zu oft überschritten wurde. Mit dem neuen Wert hingegen ist richtig viel Luft da und Chlorpropham kann ganz entspannt eingesetzt werden.

In Deutschland Kennzeichnungspflicht, nicht aber in Österreich und der Schweiz

In Deutschland besteht immerhin eine Kennzeichnungspflicht für Chlorpropham und Co., doch muss der Stoff nicht namentlich genannt werden. Wenn also auf dem Etikett des Kartoffelbeutels der Hinweis steht: „nach der Ernte behandelt“, dann handelt es sich um Chlorpropham, Imazalil, Thiabendazol oder ähnliche Chemikalien, die sich auf und in den Kartoffeln befinden.

In Österreich und in der Schweiz besteht leider keine Kennzeichnungspflicht (Stand 2015 (A) und 2011 (CH)).

Bio-Kartoffeln sind frei von Chemikalien

In der biologischen Landwirtschaft sind auch diese Mittel nicht zulässig. Bio-Kartoffeln werden also weder vor noch nach der Ernte mit den genannten Chemikalien behandelt. Es kommen hingegen kümmelöl- und pfefferminzölhaltige Mittel zum Einsatz.

Auch ist Ethylen als biologischer Keimhemmer zugelassen – jenes sog. Reifegas, das auch von Äpfeln und vielen anderen Obstarten ausgedünstet wird. Während es Salate welk macht, verhindert es das Austreiben von Kartoffeln, weshalb Äpfel trotz gegenteiliger Infos im Netz sehr wohl neben Kartoffeln lagern können, zumindest dann, wenn man deren Austreiben verhindern will.

Eine andere Methode zur Verhinderung des Keimens ist eine optimale Lagerung bei Dunkelheit und Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad, die jedoch nicht schwanken dürfen. In einer Reportage zeigte ein bayrisches Unternehmen im Februar 2016, dass diese chemiefreie Vorgehensweise sehr gut funktioniert.

In der Saison Bio-Kartoffeln kaufen, ausserhalb der Saison etwas anderes essen

Fazit: Wir empfehlen, Kartoffeln ausschliesslich aus biologischer Erzeugung zu kaufen. Hier kann es sein, dass die Kartoffeln ab dem Frühjahr nicht mehr so lange aufbewahrt werden können und schneller austreiben.

Falls Sie zu Hause ausgetriebene Kartoffeln haben, müssen Sie diese nicht wegwerfen. Die Triebe sollten lediglich entfernt und grosszügig ausgeschnitten werden, da sich darin Solanin bildet, jener Giftstoff, der auch in den grünen Stellen der Kartoffel zu finden ist. Solanin könnte – wenn in relevanten Mengen verzehrt – zu Übelkeit und einem Brennen und Kratzen im Hals führen.

Damit bei Ihnen zu Hause die Kartoffeln nicht so schnell austreiben, lagern Sie sie kühl (aber nicht zu kalt, also bei ca. 4 bis 8 Grad) und dunkel. Bei einer Lagerung unter 4 Grad würde die Kartoffel beginnen, ihre Stärke zu Zucker abzubauen und würde plötzlich extrem süss schmecken.

Sollten Sie doch einmal konventionelle Kartoffeln kaufen, dann schälen Sie diese in jedem Fall vor der Zubereitung. Falls Frühkartoffeln erhältlich sind, wählen Sie diese, da sie sowieso nicht lagerfähig sind und daher – im Gegensatz zu Lagerkartoffeln – nur selten behandelt werden.

Vielleicht sollten wir auch einfach wieder zu einem natürlichen Rhythmus zurückfinden, Kartoffeln nur so lange essen, wie sie eben ohne gelagert werden können, im Sommer andere Beilagen genissen und uns auf die neue Kartoffelernte im Herbst freuen.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/kartoffeln-keimhemmer.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Bundesverfassungsgericht: Hartz-IV-Bezieher ohne Anspruch auf volle Übernahme von Wohn- und Heizkosten


Bezieher von Arbeitslosengeld II haben keinen Anspruch auf eine volle Übernahme ihrer Wohn- und Heizkosten, so der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts. Seit Jahren steigen die Mieten rasant an, Wohnungen im unteren Preissegment zu finden wird immer schwieriger, das betrifft nicht nur die Hartz-IV-Empfänger. Zudem erhöhte Nebenkosten, seien es die Gebühren für Müllentsorgung, Wasser, Grundstückssteuer, Schornsteinfeger, Strom und Heizung. Indes mangelt es nicht an Geld, wenn Merkels Gäste in Häusern, Reihenhäusern, Hotels und Wohnungen untergebracht werden, der Mietzins spielt keine so große Rolle.  Der Wohnungsmarkt wird sich kaum entspannen, der Familiennachzug und die unbegrenzte Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen werden zu Verteilungskämpfen führen, wobei „die hier schon länger leben“ keine Lobby haben.

[…] Empfänger von Arbeitslosengeld II haben keinen Anspruch auf eine volle Übernahme ihrer Wohn- und Heizkosten. Es sei verfassungskonform, dass der Gesetzgeber „keinen Anspruch auf unbegrenzte Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizung normiert hat“, entschied das Bundesverfassungsgericht in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss. Vielmehr dürften Jobcenter die Erstattung auf einen Betrag begrenzen, der für vergleichbare Wohnungen im „unteren Preissegment“ üblich sei. (Az. 1 BvR 617/14 u.a.)

Geklagt hatte eine Sozialhilfeempfängerin, die allein in einer 77 Quadratmeter großen Wohnung lebt. Zunächst hatte das zuständige Jobcenter die Miete und die Heizkosten vollständig, ab 2008 nur noch teilweise übernommen. In ihrer Verfassungsbeschwerde gab die Klägerin an, in ihrem Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum verletzt zu sein.

Daneben hatte auch das Sozialgericht Mainz zwei Verfahren vorgelegt, weil es die Regelung für die Kostenerstattung von Unterkunft und Heizung für verfassungswidrig hielt. Das Bundesverfassungsgericht urteilte anders: Auch wenn „die grundlegende Lebenssituation eines Menschen“ betroffen sei, ergebe sich „daraus nicht, dass auch jedwede Unterkunft im Fall einer Bedürftigkeit staatlich zu finanzieren und Mietkosten unbegrenzt zu erstatten wären“. […] Quelle: Die Welt.de/14.11.2017

Quelle: https://politikstube.com/bundesverfassungsgericht-hartz-iv-bezieher-ohne-anspruch-auf-volle-uebernahme-von-wohn-und-heizkosten/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

 

„Sheroes“-Kollektion: Barbie-Puppe trägt jetzt erstmals ein Kopftuch


Barbie bekommt einen Hidschab. Für die neue Puppe in der „Sheroes“-Kollektion hat die US-Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad (31) als Vorlage gedient, gab der Spielzeughersteller Mattel am Montag bekannt. Die Barbie trägt den muslimischen Hidschab, ein Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt. Als erste Sportlerin mit Hidschab war Muhammad im vergangenen Jahr in Rio bei Olympia angetreten.

Mit der „Sheroe“-Puppe, deren Namen sich aus den englischen Wörtern „she“ (sie) und „hero“ (Held) zusammensetzt, will Mattel eigenen Angaben zufolge weibliche Vorbilder feiern, die Mädchen inspirieren sollen.

Kindheitstraum wahr geworden
Die Sportlerin selbst zeigte sich auf Twitter begeistert von der neuen Puppe. „Ich bin stolz, zu wissen, dass kleine Mädchen überall jetzt mit einer Barbie spielen können, die einen Hidschab trägt.“ Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden, sagte Muhammad.

Quelle: http://www.krone.at/598406

Gruß an die Sehenden

TA KI

Hausmittel gegen Krämpfe


Ist von Krämpfen die Rede, sind meist Muskelkrämpfe gemeint. Diese kommen in der Skelettmuskulatur vor, insbesondere an Wade und Oberschenkel. Krämpfe sind mitunter sehr schmerzhafte Muskelanspannungen, die häufig nachts auftreten. Ursachen für diese Schmerzen sind oft ein Mineralstoffmangel, ein erhöhter Alkoholkonsum oder ein Flüssigkeitsmangel. Welche Hausmittel gegen Krämpfe hilfreich sein können, lesen Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

  • Hilfe bei Krämpfen durch Mineralstoffmangel
  • Was beim Sport zu beachten ist
  • Johanniskrautöl gegen Krämpfe in den Muskeln
  • Rosmarinöl, Orangenöl
  • Lavendel, Zitronenmelisse, Rosmarin
  • Mandeln – gesundes Naschen
  • Ein ausgewogenes Frühstück
  • Bananenmüsli
  • Quarkschichtspeise
  • Leichte Gymnastik gegen Muskelkrämpfe
  • Was tun bei nächtlichem Wadenkrampf?
  • Kneipp´scher Knieguss gegen Krämpfe

Hilfe bei Krämpfen durch Mineralstoffmangel

Ein Mineralienmangel ist häufig schuld an Krämpfen. Davon sind in der Regel Magnesium, Kalium oder Calcium betroffen. Magnesium kommt reichlich vor in Vollkornprodukten, Nüssen, Mandeln, Kürbiskernen und Sonnenblumenkernen. Kalium ist vor allem enthalten in Sojaprodukten, Weizenkleie, Vollkorn, verschiedenen Gemüsesorten, Bananen und getrockneten Aprikosen.

Muskelkrämpfe können zum Beispiel durch starke und ungewohnte Belastung oder einen Mineralstoffmangel verursacht werden. (Bild: Paolese/fotolia.com)

Lebensmittel, reich an Calcium, sind Milchprodukte, Brokkoli, Blattspinat, Fenchel und Brennnesseln. Bei leichten Krämpfen sollte zuerst einmal durch die Ernährung versucht werden, diesen beizukommen. Hilft dies nicht, so kann ein Blutbild Klarheit bringen. Eventuell müssen die Mineralstoffe in Form von Nahrungsergänzungen substituiert werden. Jedoch ist hierfür der ärztliche Rat nötig.

Was beim Sport zu beachten ist

Um Muskelkrämpfe erst gar nicht entstehen zu lassen, ist Folgendes zu beachten. Wichtig ist eine Kleidung, die nicht zu eng ist, aus atmungsaktivem Material besteht und die Muskeln vor allem in den kalten Wintermonaten warm hält. Vor dem Sport ist ein Aufwärmen und Dehnen zu empfehlen.

Damit der Körper ausreichende Flüssigkeit bekommt, sollte, gerade wenn viel geschwitzt wird, auch während des Sports Mineralwasser getrunken werden. Nach der körperlichen Belastung ist ein großes Glas Apfelschorle das richtige Getränk. Um Muskelkater und Krämpfen vorzubeugen, sind zudem Sauna, ein heißes Bad oder eine heiße Dusche zu empfehlen.

Johanniskrautöl gegen Krämpfe in den Muskeln

Johanniskrautöl, auch als Rotöl bekannt, ist vielseitig einsetzbar, sowohl innerlich als auch äußerlich. Als Hausmittel bei Krämpfen wird dies in den betroffenen Muskel sanft einmassiert, eventuell vor größeren Belastungen, aber auch im akuten Zustand. Johanniskrautöl wirkt wundheilend, durchwärmend und – was in bei krampfartigen Schmerzen hilfreich ist – durchblutungsfördernd. Beim Kauf des Rotöls ist unbedingt auf Reinheit und Qualität zu achten.

Rosmarinöl, Orangenöl

Ätherische Öle sind gut zur Behandlung von Krämpfen geeignet. Die Wahl fällt hier auf Rosmarinöl und/oder Orangenöl. Davon werden je Öl vier Tropfen in 50 Milliliter Oliven-, Mandel oder Sesamöl gemischt und damit die betroffenen Muskeln eingerieben. Treten die Krämpfe vor allem nachts auf, so wird dies schon am Abend vor dem Schlafen durchgeführt. Vorsicht: Bei Bluthochdruck darf Rosmarinöl nicht angewandt werden.

Zitronenmelisse-Tee ist ein bewährtes Hausmittel gegen Krämpfe. (Bild: Hetizia/fotolia.com)

Lavendel, Zitronenmelisse, Rosmarin

Verschiedene Teesorten, wie Lavendel, Zitronenmelisse und Rosmarin sind gute Hausmittel bei Krämpfen. Diese werden am besten präventiv getrunken. Die drei verschiedenen Pflanzen könnten gemischt oder aber auch einzeln zum Einsatz kommen. Vorsicht bei Rosmarin: dies sollte niemals verwendet werden wenn ein BluthochdrucK (Hypertonie) vorliegt.

Bei allen Teesorten gilt die Regel, dass diese auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum als sechs Wochen getrunken werden sollen. Danach ist der Tee unbedingt zu wechseln.

Mandeln – gesundes Naschen

Mandeln enthalten viele Mineralstoffe und sind deshalb eine gute, leckere Knabberei, die Krämpfen entgegenwirkt. Am besten werden drei bis sechs geschälte Mandeln im Laufe des Tages gegessen.

Ein ausgewogenes Frühstück

Ein ausgewogenes Frühstück ist ein guter Start in den Tag und sorgt dafür, dass der Körper mit gesunden Nährstoffen versorgt wird, was dem Auftreten der Krämpfe vorbeugt.

Bananenmüsli

Dies ist ein wohlschmeckendes Müsli, das lange satt macht und reich an Mineralien, vor allem an Magnesium und Kalium, ist. Eine Banane wird klein geschnitten und mit einem Teelöffel Mandelmus, einem Becher Sojajoghurt, einem Teelöffel Honig und drei Esslöffeln Weizenkleie gemischt. Je nach Geschmack und Appetit kann das Müsli noch mit etwas Obst und ein paar Löffeln zarten Haferflocken angereichert werden.

Quarkschichtspeise

Für diese Quarkspeise wird etwas Magerquark mit Milch oder Mineralwasser cremig gerührt. Hinzu kommen ein Teelöffel Honig und etwas Vanille. In ein höheres Glas werden Quark, zarte Haferflocken und Beeren im Wechsel eingeschichtet. Dies sieht nicht nur schön aus, sondern schmeckt lecker und ist gesund.

Quark mit Beeren und Haferflocken versorgt den Körper mit vielen wichtigen Nährstoffen. (Bild: julijadmi/fotolia.com)

Leichte Gymnastik gegen Muskelkrämpfe

Ein weiteres vorbeugendes Hausmittel bei Krämpfen sind regelmäßige ausgeführte Gymnastikübungen. Diese regen die Durchblutung an und sind relativ einfach auszuführen.

Übung 1:
Sie stellen sich ganz locker hin und wechseln zwischen Fersen- und Zehenstand. Dies wird mindestens zehn Mal wiederholt und mehrmals am Tag durchgeführt.

Übung 2:
Eine weitere Übung ist Folgende: Sie sitzen bequem auf einem Stuhl und lassen die Füße abwechselnd kreisen.

Übung 3:
Sie stellen sich auf ein Bein. Das andere wird angewinkelt so nah wie möglich an den Körper herangezogen. Danach wird das Bein gewechselt. Diese Übung sollte, wenn möglich, mit jedem Bein zehnmal durchgeführt werden.

Was tun bei nächtlichem Wadenkrampf?

Häufig treten Wadenkrämpfe in der Nacht auf. Hier ist schnelle Linderung gefragt. Setzen Sie sich hin und halten Sie mit der Hand die Zehen des betroffenen Fußes fest. Ziehen Sie nun den Fuß ganz sanft und vorsichtig zu sich hin. Halten Sie die Spannung kurz an und lassen Sie den Fuß wieder los. Wiederholen Sie das Ganze mehrmals.

Hilft dies nichts, lassen Sie heißes Wasser über die Wade laufen oder hüllen Sie den Unterschenkel in ein Tuch, das mit heißem Wasser getränkt wurde. Aber Vorsicht – wenn Sie unter Krampfadern leiden, sollte das Wasser nicht heiß, sondern nur warm sein.

Schüssler Salze können bei Krämpfen ebenfalls eine schnelle Wirkung zeigen. Hier hilft die „heiße Sieben“. Lösen Sie von der Nummer Sieben, Magnesium phosphoricum, 10 Tabletten in abgekochtem, heißem Wasser auf, rühren mit einem Plastiklöffel um und trinken Sie in kleinen Schlucken.

Tritt mitten in der Nacht plötzlich ein schmerzhafter Wadenkrampf auf, kann eine so genannte heiße Sieben aus Schüssler Salzen helfen. (Bild: PhotoSG/fotolia.com)

Kneipp´scher Knieguss gegen Krämpfe

Kneipp´sche Güsse fördern die Durchblutung und können deshalb vor Krämpfen schützen. Der Knieguss wird am besten in der Dusche oder Badewanne durchgeführt. Das Wasser sollte dabei ablaufen können. Mit dem kalten Wasserstrahl wird an der rechten Fersen begonnen. Im weiteren Verlauf wird dann die Rückseite des Beines bis hin zu Hüfte abgeduscht.

Auf der Vorderseite geht der Weg wieder zurück bis hinunter zum Fuß. Dann kommt die linke Seite dran. Dies wird ein zweites Mal wiederholt . Danach müssen die Beine gut abfrottiert werden. Dicke Socken verhindern ein Auskühlen. Dieser Beinguss hilft nicht nur bei Krämpfen, sondern auch gegen Kopfschmerzen, Krampfadern und geschwollene Beine.

Leichte Krämpfe, die nur ab und zu auftreten, können mit Hausmitteln gut behandelt werden. Treten die Krämpfe jedoch regelmäßig auf und sind sehr schmerzhaft, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die genauen Ursachen sind hier dringend zu klären. (sw; aktualisiert am 27.9.2017)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/hausmittel-gegen-kraempfe.html

Gruß an die Unverkrampften

TA KI