Kefir – ein natürliches traditionelles Heilmittel


Traditioneller Kefir

Kefir, auch Milchkefir genannt, wird mit Kulturen vom tibetischen- oder kaukasischen Milchpilz hergestellt. Dem Aussehen nach erinnert der gesunde Milchpilz mit seiner weißen Farbe an gekochte Reiskörner. Am Anfang hat er die Größe von 5 bis 6 mm und er wird im Laufe seiner fortlaufenden Teilung bis zu 50 mm groß, oft zerfällt er jedoch von selbst in kleinere Pilzknollen. Je nach den Umgebungsbedingungen verdoppelt er die Masse bei Raumtemperatur in etwa 2 bis 4 Wochen.

Der Pilz lebt und pflanzt sich in Milch fort, dabei entsteht der Milchkefir, zu dessen Inhaltsstoffen die Vitamine A, B1, B2, B6, B12, C und D sowie Kalzium, Eisen, Jod, Niacin, Folsäure, Proteine, Polysaccharide, Milchsäurebakterien (auch genannt: Lactobacillales, Laktobazillen oder Sauermilchbakterien), Hefepilze und eine minimale Menge Alkohol gehören.

Kefir wurde erstmals durch den russischen Zoologen, Anatomen und Bakteriologen Professor Ilja Iljitsch Metschnikow um 1900 erforscht, dem Begründer der Probiotik. Im Jahre 1908 erhielt er für seine Forschungen im Bereich der Immunologie den Nobelpreis und gilt seither als einer der Begründer der modernen Immunologie.

In Russland gilt der Kefir seit langer Zeit als ein Elexier der Gesundheit

wegen seiner einzigartigen Fähigkeit, die Darmflora und insgesamt die Gesundheit unseres Körpers als Ganzes positiv zu beeinflussen. Die Kefirpilze enthalten eine ganze Kolonie von verschiedenen Organismen, Streptokokken, Bazillen, Bakterien und Hefen. Alle diese Mikroorganismen wirken zusammen gegen die schädliche krankheitserregende Flora im Körper. Das Getränk hilft bei Darminfektionen und Tuberkulose, da es einige Krankheitserreger abtöten kann und läßt auch wieder eine gesunde Darmflora bei einer Dysbakterie entstehen, die beispielsweise durch Antibiotika verursacht wurde.
Der Gebrauch von Kefir kann ein ausgezeichneter Begleiter für das Immunsystem sein. Auch kann er das Problem von chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen und Nervosität lösen.
Dem Kefir werden viele Heilwirkungen nachgesagt, so bei Allergien, Erkrankungen der Leber, Gallenblase, löst Gallensteine, Herzerkrankungen, Magengeschwür und Darmkrämpfe auf, hält die Arteriosklerose der Blutgefäße an, hat eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung, reguliert den Blutdruck, kann die Entwicklung von Krebszellen anhalten, reguliert den Zustand von Müdigkeit und Verschleiß des Organismus, hält das Altern der Zellen im Organismus an, behandelt die Parodontitis, reinigt den Organismus vollständig von Schlacken, führt schädliche Stoffwechselprodukte, Cholesterin, Schwermetallsalze und Radionuklide heraus, erhöht die Leistung und die inneren Reserven des Organismus, verbessert das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit und stärkt das Immunsystem.

Zur Bereitung des Kefir

werden die Pilzknollen für 1 bis 2 Tage, aber auch bis 3 Tage, in Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch (Kondensmilch ist nicht geeignet) gegeben. Die optimalen Temperaturen für die Arbeit des Pilzes liegen im Bereich von 10 °C bis 25 °C (die Temperatur sollte 30 °C nicht überschreiten, denn das verträgt der Pilz schlecht). Dabei wird die Milch fermentiert und je nach Gärdauer und Temperatur bekommt das Getränk einen Alkoholgehalt von 0,2 Prozent bis etwa 2 Prozent. Das cremige Getränk hat einen leicht säuerlichen Geschmack und erinnert an frische Buttermilch. Nach Abschluss der Gärung wird der Kefir durch ein Kunststoffsieb geschüttelt und dabei von den Pilzknollen (die Pilzknollen niemals mit Metall in Berührung bringen, denn das würde sie zerstören) getrennt. Die Pilzknollen werden erneut mit Milch angesetzt und dabei 1 bis 2-mal wöchentlich mit lauwarmem Wasser abgespült. Für eine „Kefirpause“ können die Knollen in 1 l Milch gelegt und dann 2 bis 3 Wochen ohne Probleme im Kühlschrank lagern. Dazu sollte immer ein fest geschlossenes Glas verwendet werden.
Eine andere Empfehlung ist die Einlagerung der Pilzknollen in einer Wasser-Milch-Mischung (empfohlen wird das Verhältnis von 65% Wasser und 35% Milch). In dieser Form sollen die Pilzknollen auch bis zu 3 Wochen im Kühlschrank überdauern können. Danach benötigt der Milchpilz jedoch einige Tage, bis er wieder zu vollen Kräften kommt.
Das Einfrieren der Pilzknollen wird nicht empfohlen, da es meist zur Zerstörung des Pilzes führt.

Bei der Anwendung

von Kefir sollte man jedoch nicht davon ausgehen, dass sofort mit der ersten Aufnahme eine spürbare Heilwirkung empfunden wird. Meist treten derartige Empfindungen erstmals nach etwa 2 bis 3 Monaten auf. Als traditionelles Heilmittel ist Kefir ein natürliches Probiotikum und zählt zu den Lebensmitteln, die über heilende Eigenschaften verfügen. Wie alle traditionellen Heilmittel wird Kefir für die Entfernung der Ursachen einer Erkrankung eingesetzt. Eine seiner Haupteigenschaften ist die Aktivierung des Körperstoffwechsels, was dem Körper hilft, sein eigenes Reparaturprogramm zur Bekämpfung einer Krankheit aufzunehmen und erfolgreich durchzuführen. Bei dieser „Reparaturarbeit“ hilft der Kefir dem Körper. Längerfristige kurmäßige Anwendungszeiträume, die unter Umständen bis zu 1 Jahr und darüber hinaus währen können, um beispielsweise eine gestörte Darmflora (Dysbakterie) wieder zu reparieren, sind in diesem Zusammenhang völlig normal und stehen in Übereinstimmung mit den Erfahrungswerten der traditionellen Medizin. Im Einzelfall kann auch eine individuell auf den Patienten abgestimmte Dosierung und Anwendungsempfehlung nötig sein.

R E Z E P T E

Im Folgenden einige Beispiele für die Anwendung des Kefir als natürliches Heilmittel in der traditionellen russischen Medizin:

Wenn der Kefir ungewohnt ist, dann wird in den ersten Tagen der Kefiraufnahme die Aktivität des Magens heftig erhöht, es tritt verstärkte Gasbildung im Darm auf und flüssiger Stuhl ist möglich. Bei Vorhandensein von Erkrankungen der Leber und Nieren können unangenehme Empfindungen im Gebiet der kranken Organe auftreten. Allerdings werden diese Erscheinungen als normal angesehen und die Einnahme des Kefirs soll nicht unterbrochen werden. Nach 10 bis 12 Tagen hört die stürmische Reaktion des Organismus auf und es tritt die Verbesserung des allgemeinen Zustandes ein.
In dieser Gewöhnungsphase sollen täglich nur 0,25 l Kefir getrunken, auf alkoholische Getränke verzichtet und fette sowie scharfe Lebensmittel einschränkt werden.
Bei bestimmten Erkrankungen ist Kefir nur mit Vorsicht in der Ernährung zu verwenden. Beispielsweise kann ein dreitägiger starker Kefir ernsthafte Schwierigkeiten bei Patienten mit Magengeschwür oder Zwölffingerdarmgeschwür, erhöhtem Magensäurespiegel, Gastritis und Pankreatitis verursachen.

Kefir zur Prophylaxe

Zur Prophylaxe werden täglich 0,5 bis 0,8 l Kefir empfohlen. Die Menge wird in 4 Portionen aufgeteilt und vor dem Essen getrunken. Kinder sollen nicht mehr als 0,5 l Kefir am Tag trinken.
Für eine Kur wird von 3 Wochen bis zu 3 Monaten die Aufnahme von Kefir empfohlen. Nach einer monatlichen Pause kann die Kur wiederholt werden.

Kefir bei einer Dysbakterie

Bei einer Dysbakterie wird über 1 Jahr täglich 1 bis 2-mal 30 Minuten vor dem Essen oder 90 Minuten vor dem Schlaf 0,25 l Kefir empfohlen. Dabei soll nach jeweils 20 Tagen Kefir-Aufnahme eine Pause von 10 Tagen sein.

Kefir bei einem Magengeschwür

Bei Magengeschwür und Darmkrampf wird sofort nach dem Schlaf 1 Glas Wasser vermischt mit ½ EL Honig, vor dem Essen jeweils 125 ml frischer Weißkohlsaft und nach dem Essen 125 ml Kefir empfohlen. Vor dem Schlaf kann zusätzlich ½ TL Olivenöl eingenommen werden.

Kefir bei Erkrankungen der Leber

Bei Erkrankungen der Leber wird vor jedem Essen 125 ml frischer Gurkensaft und vor dem Schlaf 125 ml Kefir empfohlen.

Hinweis: Industriell hergestellter und im Handel angebotener Milchkefir entspricht in seiner Zusammensetzung leider nicht dem traditionell mit dem tibetischen- oder kaukasischen Milchpilz hergestellten Getränk, denn es wird in der Industrie mit anderen Bakterienkulturen gearbeitet. Ursächlich dafür ist, dass sich die traditionelle Pilzkultur für eine Verwendung in der industriellen Produktion nicht eignet. Dadurch fehlen dem industriell hergestellten Milchkefir viele wichtige Inhalte, die die gesundheitlichen Wirkungen des traditionellen Kefir begründen.

Das traditionelle Getränk ist nach angemessener Gärdauer frei von Laktose. Aufgrund seiner Eigenschaften ist er in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker auch für Diabetiker geeignet.

Quelle

Gruß an die Wissenden

TA KI

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Vier Gründe, öfter Pilze zu essen


Abnehmen, Nährstoffe tanken, Knochen stärken: Das alles können Pilze bewirken, wie Studien zeigen. Lesen Sie hier alles über das „Fleisch des Waldes“, seine Geschichte, Zubereitung und das richtige Pilzesammeln.

Ob gegrillt, gebraten oder im Risotto: Pilze bereichern den Speiseplan und bringen dem Körper eine Vielzahl von Nährstoffen. Was genau das „Fleisch des Waldes“ so gesund macht, haben Wissenschaftler aus Boston jetzt untersucht. Sie kamen auf vier Hauptpunkte, warum Sie sich ab sofort öfter Champignons, Shiitake oder Austernpilze auf den Teller legen sollten:

  • Gewicht verlieren und halten: Weiße Champignons statt rotem Fleisch bekamen die Studienteilnehmer ein Jahr lang zu essen – und taten sich in der Folge leichter damit, Kilos zu verlieren und dem Jojo-Effekt zu entgehen.
  • Bessere Nährstoffversorgung: Da Pilze so viele Nährstoffe in sich bunkern, verbessern sie automatisch die Versorgung des Pilzfans mit Vitalstoffen für verschiedenste Körperfunktionen.
  • Knochen mit natürlichem Vitamin D stärken: Pilze als Nahrungsergänzung gegen Osteoporose? Aber ja doch: Eine US-amerikanische Studie konnte zeigen, dass getrockneter Pilzextrakt ebenso viekl bewirkt wie Vitamin D in Pillenform.
  • Immunstärkung: Zwei bis drei Portionen getrocknete Shiitake-Pilze pro Woche sollen das Immunsystem aufbauen. Getrocknete Champignons dienten Versuchsmäusen zudem als Abwehrschild gegen Salmonellen. 

Pilze mauserten sich vom „Gesinde-Essen“ zur Delikatesse

Pilze gehören übrigens weder dem Pflanzen- noch Tierreich an, sondern bilden im Stammbaum des Lebens ein eigenes Reich. Neben den ungeliebten Schimmelpilzen im Haushalt schenkt uns die Natur köstlich schmeckende Waldpilze. Vor allem im Spätsommer und Herbst schwärmen Pilzliebhaber aus und „gehen in die Pilze/Schwammerl“. Doch Vorsicht: Nicht alle Waldpilze sind genießbar, manche sogar giftig. Viele Speisepilze haben gefährliche Doppelgänger, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sehen und zu einer Pilzvergiftung führen können.

Ein kleiner Rückblick in die Jahrhunderte zeigt die wechselvolle Geschichte der Pilze: von „Herrenpilzen“ im Mittelalter zum Gesindeessen in der Renaissance bis zur heutigen Delikatesse, den Edelpilzen oder „schwarzen Diamanten“, wie die schwarzen Trüffel auch genannt werden. Trüffel gelten als die Königinnen der Pilze und als teuerste Lebensmittel der Welt.

Eiweißreicher Ersatz für fleischliche Kost

Tausende von Kriegsgefangenen in den sibirischen Steppen und Wäldern verdanken den Pilzen ihr Leben und ihre Gesundheit. Sie galten als „Fleisch des Waldes“: Für die ärmere Bevölkerung stellten sie eine wichtige Ergänzung ihrer eiweißarmen pflanzlichen Kost dar und waren auch Ersatz für das Fleisch von Tieren. Ihr Nährwert liegt zwischen dem von Fleisch und Gemüse: Sie sind eiweißreich (vor allem Champignons und Boviste), haben einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten, viele Mineralstoffe, unter anderem Kalium und Phosphor, Eisen und Niacin.

Außerdem enthalten Sie Vitamin D und Vitamin B2. Pilze bestehen zu rund drei Viertel aus Wasser, sie haben einen hohen Gehalt an gärungsfördernden Fermenten, aber kaum Fett. Dadurch sind sie zum Abnehmen geradezu ideal. Außerdem sind die meisten Speisepilze Basenspender und regulieren den Säure-Basen-Haushalt.

Pilze länger erhitzen und gut kauen!

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Schwarze Trüffel – auch Tuber melanosporum oder Périgordtrüffel genannt – sind sehr selten und teuer.
Getty Images/iStockphoto

Zu beachten ist jedoch: Die „Haut“, genauer die Zellwand oder Membran von Pilzen, besteht nicht aus Cellulose, sondern aus Chitin. Also dem Stoff, aus dem die meisten Insekten und Gliedertiere sind. Chitin ist unverdaulich, weshalb eine Pilzmahlzeit schwer im Magen liegen oder Verdauungsstörungen wie Blähungen hervorrufen kann. Vor allem dann, wenn sie in Eile eingenommen wurde und dabei das Kauen zu kurz kam. Andererseits ist Chitin aber ein Ballaststoff, der die Darmtätigkeit anregt.

Deshalb frische Wildpilze nicht roh essen, sondern stets hoch und lang genug erhitzen, mindestens 15 bis 20 Minuten lang – nicht zuletzt, um zum Beispiel die Larven des gefährlichen Fuchsbandwurms zu töten. Ertränken Sie die frischen Pilze aber nicht in zu viel Fett wie Butter, Speck oder Sahne. Dadurch verlieren sie ihren Eigengeschmack und werden noch schwerer verdaulich. Und genießen Sie in Maßen: Als Richtwert gelten maximal 250 Gramm Wildpilze pro Woche.

Nahrungs- und Genussmittel mit vielen Duftnoten

Austernpilz, Bovist, Champignon, Egerling, Feldchampignon, Flockenstieliger Hexenröhrling, Hallimasch, Herbsttrompete, Igel-Stachelbart, Keulenpilz, Krause Glucke, Milchling, Morchel, Parasol, Pfifferling, Portobello-Pilz, Reifpilz, Ritterling, Röhrling, Samtfußrüpli, Schopftintling, Semmelstoppelpilz, Shiitake, Steinpilz, Trichterling, Trüffel….:

Wahrscheinlich sind Ihnen nur einige dieser Speisepilze namentlich bekannt und nur die wenigsten geschmacklich. „Wer Pilze gar nicht kennt, gleicht einem, der ohne Geschmackssinn ist. Auch wer nur Steinpilz und Pfifferling kennt, erahnt bloß einen Hauch von den feinschmeckerischen Reizen, die Pilzkennern offen stehen.

Denn unsere Pilze sind nicht nur Nahrungs-, sondern „zugleich auch Genussmittel von hohem Rang“, ist schon in Knaurs Pilzbuch von 1955, dem Klassiker für Pilzfreunde, zu lesen. Pilzinsider umschreiben die Vielfalt der Gerüche mit dem Duft von Kokosflocken, Seife, Marzipan, Honig, Birnen, Chlor, Weihrauch, Anis, Veilchen, Wanzen, Maggi, Knoblauch, Hühnerstall, Sperma, Lokomotivendampf…

Praktische Pilz-Tipps für Sammelanfänger

Noch ein Tipp für Sammler, die zum ersten Mal in die Pilze gehen: Am besten, Sie schließen sich einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter unter fachkundiger Führung an. Nehmen Sie einen Behälter mit, der luftdurchlässig ist. Pilze brauchen Luft, also keine Plastiktüte verwenden, denn darin zersetzen sie sich sehr schnell, was zu Lebensmittelvergiftungen führen kann.

Sammeln Sie maßvoll und umweltschonend. Lassen Sie alte, verfaulte sowie winzige, junge Pilze am Fundort. Reißen Sie den Pilz nicht mit der bloßen Hand heraus, dadurch beschädigen Sie sein unterirdisches Pilzgeflecht, das Myzel, und hindern den Pilz am Weiterwachsen.

Schneiden Sie ihn mit einem Messer ab oder – wenn Sie den Pilz nicht kennen – drehen Sie ihn vorsichtig heraus. Anhand der Knolle kann ihn ein Pilzsachverständiger besser bestimmen. Schauen Sie auch, unter welchem Baum er wächst, denn viele Pilze leben in Symbiose mit ganz bestimmten Bäumen.

Verlassen Sie sich nicht nur auf die Abbildungen in Pilzbüchern. Lassen Sie Ihr Sammelgut im Zweifelsfall vor dem Verzehr begutachten. Für den Ernstfall: Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung rufen Sie die Giftnotrufzentralen an. Adressen und Telefonnummern finden Sie hier.

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Wildpilze sind roh unbekömmlich. Bitte erst nach längerem Erhitzen verzehren!
Getty Images/Stockbyte Silver

Strahlung: Keine Entwarnung für Pilze

Wildpilze stehen auch in dem Verruf, Umweltgifte wie ein Schwamm aufzusaugen und dadurch schadstoffbelastet zu sein. Wer auf Nummer sicher gehen möchte und seine gesammelten Pilze auf radioaktive Belastung testen lassen will, kann dies von August bis Ende Oktober kostenlos beim Umweltinstitut München tun. Mindestens 250 Gramm werden für eine Messung benötigt.

Einziger Wermutstropfen: „Aufgrund der Messergebnisse der vergangenen Jahre und unserer langjährigen Erfahrung können wir keine Entwarnung geben”, erklärt Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München. “Unsere Empfehlung bleibt nach wie vor, dass besonders die so genannten Risikogruppen wie Kinder und Schwangere Waldpilze, Waldbeeren und Wildgerichte von ihrem Speiseplan streichen sollten.“ Alternativ kann man auf gekaufte Zuchtpilze zurückgreifen, die in der Regel keinen Schadstoffen ausgesetzt sind.

Quelle: https://www.lifeline.de/ernaehrung-fitness/gesund-essen/vier-gruende-oefter-pilze-zu-essen-id51375.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Zimt


Zimt gilt weltweit als ein Liebling unter den Gewürzen. Zimt besitzt höchste Mengen an Antioxidantien, wirkt entzündungshemmend und effektiv gegen Diabetes. Die wärmende Wirkung vom Zimt regt die Fettverbrennung an, erhöht den Stoffwechsel und hilft beim Abnehmen. Zimt ist herrlich im Geschmack und Geschenk für die Seele. Er wirkt beruhigend und entspannend, kontrolliert die Herzfrequenz sowie den Blutdruck. Zimt steigert ebenso die Gehirnaktivität, wirkt präventiv gegen Alzheimer und verhindert die Verstopfung der Blutgefäße. Der aromatische Zimt wärmt den Körper an kalten Wintertagen, ist in einem Tee ein Wohlgenuss und mit einem Apfelmus ein Traum.

 

Zimt Gesund – Ist Zimt gesund?

Zimt gehört zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Gehalt an Antioxidantien, deckt mit einem Teelöffel bereits 22% der täglichen Menge an Mangan und ist in der Lage mit nur 2 Gramm den Cholesterinspiegel zu senken. Die Zimtaldehyde in Zimtstangen haben eine antigerinnende Wirkung, verhindern die Verstopfung der Blutplättchen und damit den Verschluss von Blutgefäßen. Die würzige Zimtrinde ist eine ausgezeichnete Quelle von Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium. Eisen ist für den Zellstoffwechsel und die Bildung der roten Blutkörperchen wichtig. Kalium ist ein wichtiger Bestandteil der Zelle und der Körperflüssigkeiten und kontrolliert die Herzfrequenz sowie den Blutdruck. Und Mangan sowie Kupfer sind wichtige Co-Faktoren für das antioxidative Enzym Superoxid-Dismutase. Die ätherischen Öle im Zimt sind der Grund für seinen süß aromatischen Duft und werden in der Zahnmedizin wegen ihrer antiseptischen Wirkung hochgeschätzt.

Zimt hat eine entzündungshemmende Wirkung, lindert in Kombination mit Honig Arthritis Schmerzen und verschafft für den Candida Pilz eine Umgebung, wo das Überleben nicht möglich ist. Zimt senkt den Blutzuckerspiegel und erhöht die Menge der Insulinproduktion. Wird Zimt Lebensmitteln zugefügt, verhindert es deren Verderb und die Ausbreitung von Bakterien. Bereits nur durchs Riechen am Zimt werden die kognitiven Funktionen stimuliert und das Gedächtnis auf Hochtouren gebracht. Zimt ist ein wirksames Heilmittel gegen Kopfschmerzen und kann mit Hilfe des Mangans vor Arthritis, Diabetes und Epilepsie vorbeugen.

Was ist Zimt

Zimt ist ein herrlich duftendes Gewürz und besteht aus der braunen Rinde des Zimt-Baumes. Es gehört zu den ältesten bekannten Gewürzen und findet weltweit in den verschiedensten Gerichten Verwendung. Der charakteristische Zimtgeschmack und sein Aroma stammen aus einer Verbindung ätherischer Öle, den sogenannten Zimtaldehyden.

Der Zimt-Baum ist ein kleiner immergrüner buschiger Baum. Während der Ernte wird seine Zimtrinde mittels speziellen Werkzeugen vom Baum geschält, anschließend von Hand als Federkiele gerollt und dann in der Sonne getrocknet. Einmal getrocknet, werden die Zimtstangen in verschiedene Längen geschnitten und wie Zigarren in Stacheln verpackt. Je nach Zimtsorte, Anbau und Verarbeitung unterscheidet sich der Durchmesser der Zimtstangen von 6mm bis 32mm. Es gilt: Je dünner die Zimtstange ist, desto höher ist ihre Qualität.

Zimt ist als röhrenförmige Zimtstange oder als gemahlenes Pulver erhältlich. Aus der Rinde des Zimt-Baums wird ebenso das aromatische Zimtöl gewonnen. Es verfügt über eine goldgelbe Farbe, mit dem charakteristischen Zimtduft und ist im Geschmack sehr scharf aromatisch.

Zimt Herkunft

Ursprünglich stammt der Zimt von der Insel Sri Lanka und wird heute in vielen Ländern wie Indien, China, Bangladesch und Indonesien angebaut.

Es lassen sich verschiedene Zimtsorten unterscheiden, jedoch gilt der Ceylon-Zimt aus Sri Lanka als der “echte Zimt”. Der Ceylon-Zimt besteht aus vielen dünnen Streifen der Zimtrinde. Er ist weich, krümelig und hat einen intensiven Zimtduft. Er ist weniger süß und hat ein leichtes Zitrusaroma. Der Ceylon-Zimt lässt sich leicht in kleine Stücke brechen und ist in der Farbe der deutlich heller als andere Zimttypen. Seine arbeitsintensive Verarbeitung ist der Grund für den deutlich teureren Preis.

Der Cassia-Zimt, auch als chinesischer Zimt bekannt, ist gröber, schärfer und süßer. Er duftet nicht so stark und besteht aus einer harten, dicken, schweren Rinde. Der Cassia-Zimt lässt sich nur schwer in eine Zimtstange rollen, sodass für das Walzen in der Regel ein Stock verwendet wird. Häufig wird er jedoch auch als flache Zimt-Chips verkauft. Wegen seiner Härte wird gern als Weihnachtsdekoration verwendet oder ist Zutat herzhafter Gerichte.

Zimt Inhaltsstoffe

Zimt ist nicht nur lecker und herrlich im Genuss, Zimt ist ebenso eine ausgezeichnete Quelle von Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium. Dazu liefert Zimt sehr gute Mengen an Vitamin A, Niacin, Pantothensäure und Pyridoxin. Zimt enthält ebenso eine Vielzahl an Antioxidantien, Flavonoide und Polyphenole wie Carotine, Zea-xanthin, Lutein und Cryptoxanthin.

Bereits in geringer Menge an Zimt wird der Körper mit einer Fülle an Nährstoffe versorgt. 1 Teelöffel gemahlener Zimt umfasst so viele Antioxidantien wie eine halbe Tasse Blaubeeren, deckt 16% der täglichen Verzehrmenge an Mangan sowie 4% an Eisen und 2% an Kalzium. 4 Gramm Zimt bestehen aus 2 Gramm Kohlenhydrate, welche sich zum größten Teil aus Ballaststoffen zusammensetzen und enthält nur 6 Kalorien.

Zimt Mangan

Mangan ist im Zimt hochvertreten. Im Körper arbeitet es als wichtiger Enzym-Aktivator und spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau einer guten Knochenstruktur. Mangan hilft Fett und Kohlenhydrate zu verstoffwechseln, reguliert den Blutzucker, hilft Kalzium besser aufzunehmen und ist für eine optimale Funktion von Gehirn-und Nervenfunktion sehr wichtig. Eine ausreichende Zufuhr an Mangan hilft bei Osteoporose, kann die Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS) reduzieren und wirkt präventiv gegen Diabetes und Arthritis.

Zimt Öle

Die in den Zimtstangen enthaltenden Öle sind der Grund für ihr süß aromatisches Aroma. Sie bestehen zu 75% aus Zimtaldehyden, welche für ihre antigerinnende Wirkung bekannt sind. Sie verhindern die Verstopfung der Blutgefäße und schützen dadurch vor einem Schlaganfall, koronare Herzerkrankungen sowie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.

Weitere wichtige Aromastoffe sind beim Ceylon-Zimt das Eugenol und beim Cassia-Zimt das Cumarin (dieses hat einen Waldmeister-ähnlichen Geruch).

Das Eugenol besitzt antiseptische und lokalanästhetische Eigenschaften und ist in der Medizin während Zahn- und Zahnfleischbehandlungen sehr beliebt.

Zimt Antioxidantien

Mit einem ORAC-Wert von 267.536 gehört Zimt zu den sieben stärksten antioxidativen Lebensmitteln der Welt. Mit dem ORAC-Wert wird die Fähigkeit zum Abfangen von Sauerstoffradikalen beschrieben. Ein Apfel besitzt im Vergleich zum Zimt einen ORAC-Wert von 1.250.

Die im Zimt enthaltenden Antioxidantien schützen vor Auswirkungen von freien Radikalen, verhindern und bekämpfen chronische Krankheiten (wie Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und rheumatoide Arthritis) und reduzieren die Zeichen der Hautalterung (wie Falten und Elastizitätsverlust der Haut).

Eine bestimmte Art der Antioxidantien sind die Polyphenole im Zimt. Sie helfen den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und sorgen für ein Gefühl der Zufriedenheit. Dadurch werden Heißhungerattacken verhindert und das Abnehmen erleichtert.

Zimt Wirkung

Zimt Abnehmen

Zimt hilft in mehrfacher Weise beim Abnehmen. Er hat eine Blutzucker regulierende Wirkung und erhöht gleichzeitig die Insulinproduktion im Körper. Dadurch werden hohe Blutzuckerspiegel sowie Heißhungerattacken vermieden. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann im Körper zu einer erhöhten Speicherung von Fett führen. Zimt hilft, diese erhöhte Fettspeicherung zu verhindern und im Gegenteil Gewicht zu verlieren.

Zimt beeinflusst außerdem die Verstoffwechselung vom Zucker. Er verhindert die Umwandlung von Zucker in Fett und hilft gleichzeitig mehr Nährstoffe über die Nahrung aufzunehmen. Dazu verlangsamt Zimt die Entleerung des Magens und sorgt dadurch für ein längeres Sättigungsgefühl. Mit der Blut verdünnenden Wirkung von Zimt wird zusätzlich der Stoffwechsel angeregt und vermehrt die Giftstoffe aus dem Blut geschwemmt.

Tipp: Zimt imitiert die biologische Aktivität von Insulin und erhöht dadurch den Glucosestoffwechsel. Das heißt, wenn Zimt in Kombination mit zuckerhaltigen Lebensmitteln verzehrt wird, steigt der Blutzuckerspiegel nur sehr langsam an. Eingelagerte Fette können so besser abgebaut und eine Fettansammlung vermieden werden. Gleichzeitig wird das Sättigungsgefühl gesteigert, Heißhungerattacken vermieden und das Essen übermäßiger Kalorien vermieden.

Zum Abnehmen sollte der Verzehr vom Ceylon-Zimt bevorzugt werden. Für ein sichtbares Ergebnis ist ein Verzehr von 6 Gramm Zimt für 6 Wochen empfehlenswert.

Zimt Fettverbrennung

Die Stoffwechsel steigernde Wirkung von Zimt hat eine indirekte Wirkung auf die Fettverbrennung. Mit Hilfe von Zimt wird die Insulinsensitivität und die Glukoseaufnahme verbessert. Der Stoffwechsel wird als Folge angeregt, eine übermäßige Fettspeicherung verhindert und dadurch überschüssige Fette abgebaut. Die größten Effekte sind zentral am Bauch zu beobachten. Zimt hat somit keinen direkten Einfluss auf die Fettverbrennung, hilft jedoch durch indirekt durch eine abnehmende Insulinunempfindlichkeit die Fettverbrennung natürlich anzukurbeln.

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Zimt Diabetes

Laut Untersuchungen hilft Zimt bei Typ-2-Diabetiker den Blutzuckerspiegel zu normalisieren. Zimt verbessert unter anderem die Insulinproduktion, sowie die Fähigkeit vom Körper auf das Insulin zu reagieren. Außerdem wird mit Hilfe von Zimt die Magenentleerung verlangsamt und dadurch der Anstieg des Blutzuckerspiegels deutlich reduziert.

Während einer Studie wurde von 14 Probanden eine Tasse Milchreis entweder mit einem Teelöffel Zimt oder ohne Zimt verzehrt. Durch das Hinzufügen vom Zimt konnte die Geschwindigkeit der Magenentleerung von 37% auf 34,5% verlangsamt werden. Die Forscher beobachteten dadurch einen deutlich geringeren Blutzuckeranstieg sowie eine Stimulation der Insulin-Rezeptoren.

Zimt Verdauung

Zimt enthält eine Menge verdauungsfördernder Ballaststoffe. Sie erhöhen die Bewegung des Darmtraktes und erhöhen die Sekretion von Magen-Darm-Enzymen. Die Verdauung wird angeregt und normalisiert.

Die Kombination aus Ballaststoffen und Kalzium im Zimt ist außerdem in der Lage Gallensalze binden und diese aus dem Körper entfernen. Durch ihre Entfernung werden Beschädigungen der Darmzellen verhindert sowie das Risiko für Darmkrebs stark reduziert.

 

Zimt Reizdarmsyndrom (IBS)

Die verdauungsfördernde Wirkung von Zimt hilft, die unangenehmen Gefühle eines Reizdarmsyndroms zu reduzieren. Zimt tötet schädliche Bakterien im Körper ab, heilt Infektionen des Magen-Darm-Traktes und ermöglicht eine normale Funktion der Magensäfte. Zur Schmerzlinderung von Magenkrämpfen oder -verstimmungen empfiehlt es sich, 2-3 Mal täglich eine Tasse Zimt Tee zu trinken.

Zimt Aphrodisiakum

Der Genuss von Zimt hat eine wärmende Wirkung auf den Körper. Zimt fördert einen gesunden Blutfluss und verbessert die Durchblutung der Genitalien. Dadurch werden sowohl Mann als auch Frau sexuell stimuliert und die Libido gesteigert.

Der süß aromatische Zimtduft sowie der leckere Zimtgeschmack regen ebenso die Sinne an und erhöhen die Leidenschaft zum Sex. Bereits 1 Tropfen Zimtöl kann durch Einreiben auf die Genitalien dessen Durchblutung fördern und die Lust zum Sex steigern.

Zimt steigert die Gehirnfunktion

Zimt verbessert nicht nur die Fähigkeit vom Körper, die aufgenommenen Kohlenhydrate besser als Energie zu nutzen. Zimt steigert bereits durch Schnuppern an seinem duftenden Geruch die Gehirnaktivität. Während einer Studie fanden Forscher heraus, dass sich durch das Kauen eines nach Zimt riechenden Kaugummis die kognitive Leistung der Studienteilnehmer verbesserte. Die Teilnehmer konnten mit Hilfe von Zimt, Aufgaben an einem Computer-Programm aufmerksamer, mit einem besseren Arbeitsgedächtnis und einer erhöhten visuell-motorischen Geschwindigkeit bewältigen.

Während der Studie wurde der Test noch mit weiteren natürlichen riechenden Lebensmitteln durchgeführt (Jasmin und Pfefferminz), wobei der Zimt der klare Sieger war.

Zimt als Antigerinnungsmittel

Thrombozyten (Blutplättchen) sorgen bei Körperverletzungen dafür, dass der Blutfluss gestoppt wird. Ist die Verklumpungsneigung der Blutplättchen jedoch zu groß, können sie verklumpen und das Blutgefäß verschießen. Die Folge kann ein Schlaganfall, Herzinfarkt oder eine Thrombose sein.

Zimt hat dank der vorhandenen Zimtaldehyde eine blutverdünnende Wirkung. Er verhindert das unerwünschte Verklumpen der Blutplättchen und sorgt dadurch für einen gesunden Blutfluss. Die Zimtaldehyde hemmen die Freisetzung der Arachidonsäure der Thrombozytenmembran und reduzieren die Bildung des Moleküls Thromboxan A2. Dadurch wird die Verklumpung verhindert und Entzündungen verringert.

Hinweis: Die blütverdünnende Wirkung von Zimt ist stark, sodass Menschen mit blutverdünnenden Medikamenten vor dem Zimt-Verzehr mit ihrem Arzt sprechen sollten.

Zimt senkt Cholesterinspiegel

Mehrere Studien zeigen, dass der Verzehr von Zimt zu einer signifikanten Abnahme von Triglyceriden (23-30%), dem schlechten LDL-Cholesterinspiegel (7-27%) sowie dem Gesamtcholesterinspiegel (12-26%) führen. Gleichzeitig kommt es zu einer Erhöhung des guten HDL-Cholesterinspiegels. Zimt fördert die Verdauung und damit die Bindung und Ausscheidung der Gallensäure. Mit der Reduktion der Galle, wird der Körper zur Neubildung der Gallensäure angeregt. Dafür benötigt er das Cholesterin im Körper. Als Folge sinken die Cholesterinwerte.

Zimt gegen Bakterien und Pilze

In der ayurvedischen Medizin wird Zimt schon seit Langem wegen seiner immunstärkenden und antimikrobiellen Eigenschaften verwendet. Untersuchungen haben gezeigt, dass Zimt in der Lage ist, das Wachstum von Bakterien und Pilzen (einschließlich der Candida Pilz) zu stoppen. Eine weitere Studie hat außerdem ergeben, dass Zimt eine wirksame Alternative zu chemischen Konservierungsmitteln ist. In gekühlter Karottenbrühe verhindern bereits nur ein paar Tropfen ätherisches Zimtöl das Wachstum von Lebensmittel-Krankheitserreger (Bacillus cereus) für etwa 60 Tage.

Tipp: Etwa ½ Teelöffel Zimt mit 250ml Wasser verdünnen und als natürliches Desinfektionsmittel nutzen. Zum Beispiel zum Abwischen der Arbeitsplatte in der Küche, Türgriffe, Kühlschrank oder Spielzeuge der Kinder.

Zimt Nebenwirkungen

Der tägliche Verzehr von Zimt hat einen sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit. Zimt ist somit für die Stärkung der körpereigenen Funktionen sowie zur Behandlung etlicher Leiden zu empfehlen. Beim Verzehr sollte auf die richtige Dosierung geachtet werden, um unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden.

Für die Sicherheit von Zimt sollten einige Kriterien beachtet werden:

  1. richtige Dosierung
  2. Schwangerschaft – Zimt kann während der Schwangerschaft gegen Magenschmerzen, Blähungen sowie Verdauungsstörungen sehr hilfreich sein. Jedoch hat Zimt auch eine stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter, sodass sich die Gefahr für frühzeitige Wehen oder Gebärmutterkontraktionen erhöht. Diese Wirkung kann am Ende einer Schwangerschaft die Geburt erleichtern. Während einer Schwangerschaft sollte vor dem Genuss von Zimt genaue Rücksprache mit dem jeweiligen Arzt Rücksprache gehalten werden, um ungewollte Nebenwirkungen zu vermeiden.
  3. Cumarin – Der Cassia-Zimt enthält ca. 5% Cumarin und sollte daher nur in geringen Mengen verzehrt werden. Der Ceylon-Zimt enthält hingegen nur 0,04% Cumarin und sollte somit für den täglichen Verzehr bevorzugt werden. Cumarin hat in großen Mengen eine gesundheitsschädigende Wirkung auf die Leber.
  4. Blutverdünnung – Zimt verdünnt das Blut. Aus diesem Grund sollten Menschen mit Blutgerinnungsstörungen oder bei Einnahme von Blut verdünnenden Medikamenten vor dem Verzehr von Zimt mit ihrem Arzt sprechen. (Unter Aufsicht des Arztes könnte das Medikament phasenweise abgesetzt werden.)
  5. Diabetes – Zimt hat Einfluss auf den Insulinspiegel, die Insulinproduktion und Glukoseaktivität. Diabetiker sollten vor dem Genuss von Zimt mit ihrem Arzt sprechen.
  6. Antibiotikum Konflikt – Zimt kann mit verschriebungpflichtigen Antibiotika interagieren.

Zimt kaufen

Zimt ist entweder ganz als Zimtstange, gerieben als Pulver oder in Form von Zimtöl erhältlich. Der Markt bietet außerdem bereits verarbeitete Zimtkapseln oder Zimt Tabletten.

Zimt Kauftipps

  • Ceylon-Zimt bevorzugen (er enthält nur eine sehr geringe Menge an Cumarin + ist häufig wirkungsvoller gegen Diabetes und zur Fettverbrennung)
  • Ceylon-Zimt ist heller in der Farbe, hat einen dünneren Durchmesser, krümelig, weicher und etwas teurer als der Cassia-Zimt
  • Ceylon-Zimt hat einen süßig-würzigen Geruch
  • ganze Zimtstange kaufen und eigenständig zum Zimtpulver mahlen (bereits gemahlener Zimt verliert an Duft und Geschmack. Der Grund dafür ist, dass die enthaltenden Öle im Laufe der Zeit abnehmen und somir ihre Wirkung verringert wird.)
  • 100% Bio-Qualität

Zimt Lagerung

Zimt sollte in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Frische Zimtstangen sind bei richtiger Lagerung etwa ein Jahr haltbar. Gemahlener Zimt ist dagegen nur 6 Monate haltbar.

Zimt Dosierung

Täglich ist eine Verzehrmenge von maximal 6 Gramm Zimt zu empfehlen. Diese Dosiermenge kann für 6 Wochen verzehrt werden. Anschließend sollte der Zimt Verzehr für eine Woche pausiert und anschließend wieder für sechs Wochen weitergeführt werden.
Weitere Möglichkeit zur Dosierung von Zimt:

5 Tage in der Woche max. 6 Gramm Zimt verzehren und 2 Tage (z.B. am Wochenende) pausieren.

Zimt in den Alltag integrieren

Zimt enthält eine riesige Nährstoffvielfalt und lässt sich ebenso vielfältig in den Alltag integrieren. Hier ein paar Tipps:

  1. Zimt Tee – frisch gemahlenes Zimtpulver auf einen beliebigen Tee streuen
  2. Zimt mit Reis – Eine ganze Zimtstange dem kochenden Reis zugeben. Der reis wird duftig und sehr geschmacksvoll.
  3. Zimt beim Backen verwenden – entweder als Zutat im Gebäck oder Kuchen oder als Topping zum Verzieren
  4. Zimt gegen Fußpilz – 2-3 Zimtstangen brechen und in eine warme bis heiße Schüssel Wasser geben. Die Füße eintauchen und für etwa 20 Minuten einweichen lassen.
  5. Zimt als erfrischendes Wasser – Eine Zimtstange in einem Topf mit Wasser auf mittlerer Hitze langsam zum köcheln bringen. Vom Herd nehmen und eine Orangenscheibe hinzufügen. Es ist ein tolles erfrischendes Getränk.
(…)
Gruß an die Wissenden
TA KI

Sesam


Viele Schätze in nur einem Körnchen

– Sesam öffne Dich! Jeder kennt die Zauberformel aus der Märchenwelt. Sie öffnet eine Felsenhöhle mit unermesslichen Schätzen. Ähnlich unermesslich ist der Vitalstoffreichtum im Sesamsamen. So kann Sesam aufgrund seines Calciumreichtums für die Knochengesundheit eingesetzt werden. Sesam senkt überdies – regelmässig verzehrt – den Blutdruck und während die Sesamkörnchen innerlich Haut und Haar versorgen, pflegt das Sesamöl die Haut von aussen. Wie Sie aus Sesam eine pflegende Paste für raue Hände rühren können und wie lecker Sesammilch, Sesambutter und Sesamsauce schmecken, erfahren Sie bei uns.

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Sesam – Eine der ältesten Ölpflanzen

Sesam wurde nachweislich schon um 3000 v. Chr. angebaut. Funde in Mesopotamien, dem heutigen Syrien/Irak stammen aus dem Jahr 2000 v. Chr. Eine Tontafel aus dieser Zeit, auf der in babylonischer Keilschrift geschrieben steht „Mit Sesam würzen die Götter“, zeugt davon, welche Wertschätzung man diesen Samen schon damals entgegenbrachte.

Im Laufe des 2. Jahrtausends breitete sich Sesam in weiten Teilen Indiens aus. Auch die frühen Hochkulturen der Ägypter, Griechen und Römer schworen auf Sesam als Öl und Gewürz.

So soll Sesam als Beigabe im Grab des Tutanchamun (ägyptischer König von 1333 bis 1323 v. Chr.) gefunden worden sein, und im antiken Griechenland wurde Sesamöl als Salböl bei allen grossen Übergängen – Geburt, Hochzeit und Tod – verwendet.

Griechische und türkische Soldaten trugen überdies häufig ein Päckchen Sesam zur Stärkung im Marschgepäck.

Sesam – Goldfarben & schwarz

Sesamsamen kommen in den Farben schwarz und goldgelb bis hellbraun vor.

Bei der schwarzen Variante handelt es sich um die Urform des Sesams. Schwarzer Sesam schmeckt ähnlich wie der goldene. Er weist eine inhaltlich noch wertvollere Zusammensetzung auf als sein heller Verwandter, so dass er auch für den medizinischen und kosmetischen Bereich genutzt wird.

Sesam im Bioanbau

Sesam gedeiht in warmen, mässig-feuchten Gebieten. Da er nur bescheidene Ansprüche an den Boden stellt und auf jegliche Art von Düngung verzichtet werden kann, eignet er sich ausgesprochen gut für den biologischen Anbau.

Firmen, die kontrolliert-biologischen Sesam anbieten, setzen zudem keine gesundheitsbedenklichen Mittel zur Schädlingsbekämpfung ein, sondern töten Schädlingslarven (nach der Ernte) unter Überdruck mit Kohlendioxid oder Kälte ab.

Sesam – In der Küche

Sesam findet in verschiedenster Form in den Küchen des Orients, Afrikas, Asiens und Indiens Verwendung. Er wird als Zutat von Backwaren und Knabbereien ebenso eingesetzt wie als Würzmittel.

Auch bei uns ist es mittlerweile gängig, Backwaren mit Sesam zu verfeinern oder Müsliriegel damit anzureichern.

Was darüber hinaus noch mit Sesam möglich ist, können wir uns aus anderen Küchen abschauen:

Tahin – Sesammus für süsse und herzhafte Gerichte

So ist beispielsweise die im Orient geschätzte Würzpaste „Tahini“ (auch „Tahin“ genannt) inzwischen auch bei uns erhältlich. Das Sesammus ist mit oder ohne Salz erhältlich und kann zum Beispiel in ein Getreide-Obst-Frühstück eingerührt mit der nötigen Energie für einen langen Schul- oder Arbeitstag versorgen.

Die gesalzene Variante eignet sich hingegen sehr gut als Fettzusatz und geschmackliche Abrundung für herzhafte gekochte Gerichte oder zum Abschmecken von Saucen, deren Konsistenz durch das Sesammus sämiger wird.

Tahin gibt es überdies aus geschältem oder ungeschältem Sesam. Während die Variante aus geschältem Sesam schon an der weissen Optik erkennbar ist und sehr mild schmeckt, ist der Geschmack des Tahin aus ungeschältem Sesam deutlich herb mit bitterer Note, aber natürlich vollwertiger.

Gomasio – Sesamsalz für alle pikanten Gerichte

Das ursprünglich japanische Würzmittel Gomasio (Sesamsalz), bei dem gerösteter und gemahlener Sesam mit einem geringen Anteil Meer- oder Steinsalz vermischt wird, gehört hierzulande zum Basissortiment der meisten Bioläden und verfeinert viele pikante Gerichte mit seinem nussig-salzigen Aroma – und zwar ohne allzu stark zu salzen.

Streuen Sie Gomasio z. B. über einen Salat, über gebratenen Tofu oder Seitan. Sehr lecker schmecken auch Pellkartoffeln mit Avocadocreme und Gomasio bestreut. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Sie können Gomasio auch selber herstellen:

Gomasio – Selbst gemacht

Für Gomasio wird Stein- oder Meersalz leicht erhitzt, um eine mögliche Restfeuchte verdunsten zu lassen. Dann wird das Salz je nach gewünschter Körnung im Mörser zerstossen.

Die ungeschälte Sesamsaat wird nun ohne Fett gleichmässig in einer Pfanne gebräunt, bis sich ein nussähnliches Aroma ausbreitet.

Die gebräunte Sesamsaat wird nun ebenfalls im Mörser zermahlen und dann mit dem Salz vermischt – je nach persönlichem Geschmack 10 – 15 Teile Sesam mit einem Teil Salz.

Statt Gomasio können Sie aber auch gerösteten Sesam pur verwenden, z. B. über Ihr Müsli oder sonstige Süssspeisen streuen.

Wichtig ist dabei nur, dass Sie die Sesamsamen vorsichtig und durch beständiges Schwenken der Pfanne gleichmässig anrösten, damit diese ihren aromatisch nussigen Geschmack noch intensivieren, ohne aber bitter zu schmecken, was bei zu starkem oder langem Anrösten der Fall sein könnte.

Ein weiteres Produkt aus Sesam ist das Sesamöl:

Sesamöl – Das Öl des Ayurveda

Sesamöl wird nicht nur als hochwertiges Speiseöl, sondern wie z. B. in Indien traditionell auch zur Herstellung von Kosmetika, Körpersalben und Seifen verwendet.

Im Ayurveda gilt Sesamöl, das tief in die Haut eindringt, als DAS Massageöl schlechthin.

Man nimmt es ausserdem zur Durchführung von Ölgüssen und auch zur morgendlichen Ölziehkur.

Sesamöl unterstützt die Regeneration der Haut und hält sie jung. Dem Öl wird ausserdem ein leichter Lichtschutzeffekt zugeschrieben.

Eine Studie aus dem Jahr 2009, die mit deutschen Soldaten während eines Afghanistan-Einsatzes durchgeführt wurde, brachte zutage, dass Sesamöl auch erfolgreich bei Rhinitis sicca, also chronisch trockener Nasenschleimhaut, einsetzbar ist.

Bei fast allen Soldaten, die aufgrund der klimatischen Einflüsse (Temperaturen von ca. 50 Grad bei Erkundungsfahrten, andererseits klimatisierte Unterkünfte) an Nasenbluten, verstopfter Nase oder Borkenbildung litten, brachte die regelmässige Anwendung von Sesamöl deutlich spürbare Verbesserungen bis hin zur Beschwerdefreiheit.

Sesam liefert hochwertiges Fett

Sesamsamen haben einen Fettgehalt von stolzen 40 bis 50 Prozent.

Das Sesamfett bzw. Sesamöl besteht zu 87 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren.

Diese wiederum setzen sich zur Hälfte aus einfach ungesättigten Fettsäuren und zur anderen Hälfte aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen.

Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren dominiert vor allem die Linolsäure, eine Omega-6-Fettsäure. Linolsäure hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und ist Bestandteil der menschlichen Haut sowie der Darmschleimhaut.

Der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren macht das im Sesamöl gleichzeitig vorhandene Lecithin, ein fettähnlicher Stoff, besonders gut für den Stoffwechsel verwertbar.

Lecithin gilt als Schlüsselbaustein der Zellmembranen, verhindert deren Verhärten und gewährleistet somit einen reibungslosen Austausch zwischen den Zellen. Lecithin ist zudem wichtig für die Emulgierung und Aufnahme der Nahrungsfette, beugt Gallensteinen vor und kann vom Gehirn bei Stress als Energiequelle genutzt werden.

Öle mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren sollten nicht hoch erhitzt werden – und dies gilt somit auch für das Sesamöl.

Sie sollten daher einem unraffinierten, kalt gepressten Sesamöl möglichst aus Bioanbau den Vorzug geben und dieses hauptsächlich zum nachträglichen Würzen von Speisen oder als Salatöl verwenden.

Zum längeren Kochen oder Braten sind dagegen Butterreinfett (Ghee) oder Kokosöl wie auch rotes Palmöl aus nachhaltigem Anbau besser geeignet.

Kalt gepresstes Sesamöl hat im Gegensatz zu dem geschmacksneutralen raffinierten Sesamöl ein angenehm nussiges Aroma.

Der hohe Gehalt an Antioxidantien macht Sesamöl zudem relativ lange haltbar. Bei geschlossener Flasche sowie dunkler und kühler Lagerung hält es sich bis zu zwölf Monate.

Nach dem Öffnen verkürzt sich die Haltbarkeit. Wenn das Öl ranzig riecht oder leicht bitter schmeckt, sollten Sie es nicht mehr verwenden.

Auch ein angebrochenes Glas Gomasio oder selbst hergestelltes Gomasio sollten Sie relativ zeitnah verbrauchen.

Sesam schenkt Aminosäuren für Knochen, Haut und Haare

Sesamsamen stellen eine äusserst hochwertige Eiweissquelle dar, da sie über alle essentiellen Aminosäuren verfügen und gleichzeitig besonders reich an Methionin, Cystein und Taurin sind.

Dabei handelt es sich um schwefelhaltige Aminosäuren, die zahlreiche Aufgaben im Körper wahrnehmen. Sie sind an der Bildung von Kollagen beteiligt, dem wichtigsten Faserbestandteil von Haut, Knochen, Sehnen, Knorpel, Bändern, Blutgefässen und Zähnen. Sie verleihen dem Bindegewebe Festigkeit und tragen zu einem gesunden Aufbau und Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln bei.

Cystein ist zusammen mit dem in Sesam vorhandenen Spurenelement Selen ein wichtiger Baustein bei der Herstellung von Glutathion und der Glutathionperoxidase.

Beide Substanzen gehören zu den wichtigsten körpereigenen Antioxidantien des Organismus.

Solche Lobeshymnen auf das schwefelhaltige Eiweiss machen zunächst skeptisch, wenn man bedenkt, dass die gleichen schwefelhaltigen Aminosäuren für die hohe Säurebildung beim Verzehr von Fleisch und Milchprodukten verantwortlich gemacht werden. Wie überall, entscheidet auch hier die Menge über Nutzen und Schaden.

Tierprotein enthält deutlich mehr schwefelhaltige Aminosäuren als Pflanzenprotein – der Methioningehalt wird z. B. um ein Drittel höher eingeschätzt. Nicht die schwefelhaltigen Aminosäuren an sich sind also das Problem, sondern ein Überschuss an ihnen.

Ein solcher bringt eine starke Säurebildung mit sich und begünstigt in Folge oxidativen Stress und Entzündungen.

Die Tatsache, dass Muttermilch Cystein und Methionin – genau wie Pflanzen – im Verhältnis 1:1 enthält, weist schon darauf hin, dass ein Verhältnis von 1:3 – wie es in Kuhmilch und Fleisch vorliegt – weniger gesund für uns Menschen sein dürfte.

Sesam zur Osteoporose-Prophylaxe

Sesam verfügt über einen ausgezeichneten Mineralstoffgehalt. Die Mengenelemente Calcium und Magnesium sind reichlich vertreten und liegen noch dazu in einem optimalen Verhältnis vor, um vom Körper bestens aufgenommen zu werden.

Gerade die natürliche Kombination dieser beiden Mengenelemente macht den Sesam so wertvoll für den Aufbau von Knochen, Knorpel und Gelenken, Zähnen und Muskeln – auch den Herzmuskel. Zudem wird die Reizleitung in den Nerven gefördert.

Im direkten Vergleich enthält Sesam 6,5 mal so viel Calcium wie Milchprodukte.

Sesam: 780 mg Calcium pro 100

Milch:    120 mg Calcium pro 100 g

Mit jedem Esslöffel Sesam (ca. 10 g) verzehren Sie somit ungefähr 78 mg Calcium, so dass Sie rein rechnerisch täglich drei Esslöffel Sesam verzehren müssten, um die in einem Joghurt (200 g) oder einem Glas Kuhmilch enthaltene Calciummenge aufzunehmen.

(Der durchschnittliche Calcium-Tagesbedarf eines Erwachsenen wird mit etwa 1000 mg angegeben.)

Entscheidend ist aber letztlich nicht die in einem Lebensmittel enthaltene Calciummenge, sondern die vom Körper tatsächlich aufnehmbare Menge.

Auch hier schneidet der Sesam sehr gut ab – und zwar trotz der naturgemäss enthaltenen sog. „Antinährstoffe“ (Phytinsäure, Lektine usw.), die mit den vorhandenen Mikronährstoffen unlösbare Verbindungen eingehen können, so dass diese dem Körper nicht mehr zur Aufnahme zur Verfügung stehen.

Im Sesam nun ist das Calcium trotz aller Widrigkeiten immer noch zu 21 – 24 Prozent verfügbar. Bei Milch liegt die Resorptionsrate bei etwa 30 Prozent.

Lässt man nun jedoch den Sesam vor der Weiterverarbeitung (z. B. zu Sesammilch – Rezept siehe unten) in Wasser quellen bzw. ankeimen, dann werden die Antinährstoffe wenigstens teilweise (abhängig von der Quelldauer) abgebaut.

Zusätzlich kann man davon ausgehen, dass sich der Organismus nach einiger Zeit an eine phytatreiche Ernährung anpasst, so dass dann die Resorptionsrate der Mineralstoffe wieder steigt.

Sesam bei Arthrose

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Studie, in der die Auswirkungen regelmässiger Sesamgaben auf Arthrose des Kniegelenks beobachtet wurden.

Während eine Gruppe von 25 Patienten neben der üblichen Medikation für einen Zeitraum von zwei Monaten 40 g (ca. 4 Esslöffel) Sesam pro Tag verzehrten, diente die zweite Gruppe als Vergleichsgruppe und erhielt lediglich die normalen Medikamente.

Es zeigte sich ein sehr positiver Einfluss des Sesams auf die klinischen Symptome der Arthrose. Es ergab sich vor allem ein deutliches Gefälle bezüglich der Schmerzintensität zugunsten der Sesam-Gruppe.

Wenn der Verzehr von Sesam nun derart positive Auswirkungen bei Arthrose hat, einer angeblichen Abnutzungserkrankung im Gelenk, die jedoch nicht in erster Linie mit Überbeanspruchung, sondern mit Fehlernährung und Entmineralisierung zu tun hat, ist wohl davon auszugehen, dass vom wertvollen Calcium – sowie all den anderen Mineralien und Spurenelementen im Sesam (z. B. Eisen, Zink, Selen) – durchaus eine beachtliche Menge dort ankommt, wo es gebraucht wird – Antinährstoffe hin oder her.

Der regelmässige Verzehr von Sesam dürfte somit auch eine sinnvolle Ergänzung zu jeder Cortison-Behandlung sein. Es ist bekannt, dass die häufige Gabe von Cortison eine Auslagerung von Calcium aus den Knochen zur Folge hat.

Sesam versorgt mit Antioxidantien

Sowohl die Samen als auch das unraffinierte Sesamöl haben einen hohen antioxidativen Wert. Dafür zeichnen insbesondere das vorhandene Vitamin E sowie die sekundären Pflanzenstoffe Sesamin und Sesamolin verantwortlich.

Diese Pflanzenstoffe gehören zu den sog. Lignanen, die nicht nur als pflanzliche Hormone ausgleichend auf den Östrogenhaushalt wirken, sondern sich auch durch eine starke antioxidative Wirkung auszeichnen.

Gerade die Hemmung oxidativer Prozesse durch Antioxidantien kann äusserst vorteilhafte Auswirkungen haben, z. B. auf das Gefässsystem und somit auch auf den Blutdruck.

Sesam senkt den Blutdruck

Eine Doppelblindstudie an Bluthochdruckpatienten, die noch keine blutdrucksenkenden Medikamente bekamen, hat ergeben, dass Sesammehl – über einen gewissen Zeitraum regelmässig genommen – in der Lage ist, erhöhten Blutdruck signifikant zu senken.

Die Teilnehmer hatten täglich über vier Wochen lang nur eine kleine Menge schwarzen Sesammehls eingenommen.

Die antioxidative und zellverjüngende Wirkung des Sesams dürfte letztlich jedoch nicht nur im Hinblick auf Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen interessant sein. Oxidativer Stress spielt auch bei der Entstehung von Krebserkrankungen eine entscheidende Rolle.

Sesam schenkt Kraft und Energie

Sesam enthält neben dem schon aufgeführten Vitamin E eine ganze Reihe der wichtigen B-Vitamine – z.B. Vitamin B1, B2 und Niacin (Vitamin B3) – sowie Vitamin A.

Die in Sesam vorhandenen Vitamine schieben die Stoffwechselvorgänge ganzer Zellsysteme und Organe an. Sie unterstützen einen geordneten Kohlenhydrat-, Aminosäuren- und Fettsäuren-Stoffwechsel und haben eine wesentliche Bedeutung im Nervenstoffwechsel.

Sie gewährleisten den Energietransport in jede Zelle und sind somit unerlässlich für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und stärken gleichzeitig das Immunsystem und die Abwehrkraft, indem sie unter anderem für eine optimale Funktion von Haut und Schleimhäuten sorgen.

Auf diese Weise versorgen die Samen des Sesams nicht nur mit lebensnotwendigen Mineralien, sondern über Nährstoffe und Vitamine auch mit der nötigen Energie.

Sesam als Verdauungshilfe

Sesam verfügt über reichlich Ballaststoffe, die nicht nur extrem quellfähig sind, sondern auch eine hohe Bindungsfähigkeit besitzen.

So unterstützt Sesam den Darm darin, unverdaute Nahrungsreste und schleimhautreizende Stoffe geordnet auszuscheiden.

Ein oder zwei Löffel Sesam über das Müsli gestreut, ist also eine gute Möglichkeit, die Verdauung anzukurbeln.

Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt der Sesam als Lebensmittel, das die Verdauungsorgane, aber auch die Nieren und die Leber stärkt.

Sesam – Nieren- und Lebertonikum in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Sesam wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) der süssen Geschmacksrichtung zugeordnet und besitzt ein neutrales Temperaturverhalten. Somit gehört er auch zu den die Mitte (Verdauungssystem) stärkenden Lebensmitteln – in diesem Fall mit einer nährenden, stärkenden und darmbefeuchtenden Wirkung.

Eine gut funktionierende Mitte ist wiederum die Voraussetzung dafür, dass die Nierenenergien nicht mehr als nötig in Anspruch genommen werden müssen, ja regelrecht entlastet werden.

In der TCM wird Sesam überdies gerne nach Krankheit und Geburt eingesetzt, bei Blutarmut und Körperschwäche sowie zur Milchbildung bei stillenden Müttern.

Wie Sie nun den Sesam lecker und abwechslungsreich einsetzen können, erfahren Sie in den folgenden Rezepten.

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Rezepte mit Sesam

Selbstverständlich können Sie den Sesam in altbewährten Rezepturen wie Brot, Cracker, Gebäck, Müslis, Crunchys, Müsliriegel, Energiekugeln und vielem mehr einsetzen.

Einige weniger bekannte Ideen haben wir Ihnen nachfolgend zusammengestellt. Viel Spass mit unseren köstlichen und äusserst gesunden Sesam-Rezepten!

Sesammilch für zwei Personen

Zutaten:

  • 30 g Sesam
  • 500 ml Wasser
  • 6 getrocknete Datteln entsteint (oder mehr oder weniger – ganz nach Geschmack)
  • 1 Banane

Geben Sie Sesam und Wasser in einen Hochleistungsmixer und mixen Sie 1 Minute bei hoher Stufe. Anschliessend können Sie die entstandene Milch durch ein Presstuch/Abseihtuch oder einen feinen Sieb giessen, wenn Sie sie in feiner Konsistenz mögen.

Dann geben Sie die abgeseihte Milch wieder in den Mixer und fügen die übrigen Zutaten hinzu. Mixen Sie eine weitere Minute und fertig ist die Sesammilch.

Wenn Sie die Milch gerne ungesiebt mögen, dann können Sie gleich zu Beginn alle Zutaten gemeinsam in den Mixer geben und 1 – 2 Minuten mixen.

Sesambutter

Zutaten:

  • 125 g Sauerrahmbutter (rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie nicht mehr so fest ist)
  • 2 EL Sesam
  • 1 Knoblauchzehe
  • Rosenpaprika
  • Steinsalz

Rühren Sie die Butter weich und rösten Sie den Sesam vorsichtig in einer trockenen Pfanne an, bis er duftet. Schälen und pressen Sie dann den Knoblauch und rühren Sie ihn zusammen mit dem Sesam unter die Butter. Schmecken Sie zum Schluss mit etwas Salz und Rosenpaprika ab. (Der Sesam kann auch ungeröstet verwendet werden, was lediglich das Aroma mindert.)

Auberginensalat mit Sesamsauce

Zutaten:

  • 1 Aubergine
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 2 EL Sesampaste (Tahin)
  • 1 EL warmes Wasser
  • Steinsalz, 1-2 EL Reisessig

Waschen Sie die Aubergine und schneiden Sie diese der Länge nach in ca. 2 cm dicke Streifen, die Sie dann noch einmal ebenfalls der Länge nach halbieren. Geben Sie die Streifen in den Siebeinsatz eines Topfes und dämpfen Sie sie bei geschlossenem Deckel so lange, bis sie weich sind. Lassen Sie die Auberginenstreifen abkühlen.

Für die Sauce schälen und pressen Sie den Knoblauch und verrühren ihn mit den übrigen Zutaten zu einer glatten Sauce. Geben Sie die Sosse auf die abgekühlten Auberginen und vermischen Sie alles gut.

Dieses Gericht eignet sich als feine Vorspeise oder als Beilage für die warme Jahreszeit.

Panierter Tofu

Zutaten:

  • 70 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 90 ml stilles Wasser
  • ½ TL Steinsalz
  • 40 g heller Sesam
  • 40 g dunkler Sesam
  • 200 g Tofu natur
  • Ghee zum Anbraten

Verrühren Sie Mehl, Wasser und Salz mit einem Schneebesen cremig. Geben Sie diese Panade in eine flache Schale. Geben Sie hellen und dunklen Sesam vermischt in eine zweite flache Schale.

Schneiden Sie den Tofu in dünne Scheiben und erhitzen Sie das Ghee in einer Pfanne.

Ziehen Sie die Tofuscheiben durch den Mehlteig und wenden Sie sie dann vorsichtig in Sesam. Braten Sie die Tofuscheiben bei mittlerer Hitze von jeder Seite ca. 3-4 Minuten und lassen Sie die Scheiben kurz auf Küchenpapier abtropfen.

Diese Tofuscheiben eignen sich als Eiweissbeilage zu Gemüse und Getreide. Sie können sie auch als Fleischersatz für einen Burger verwenden oder sie zum Salat verzehren.

Sesam-Walnuss-Paste gegen raue Hände

Zutaten:

  • 15 g heller Sesam
  • 30 g Walnusskerne
  • 20 g Honig

Rösten Sie Sesam und Walnusskerne getrennt voneinander unter Umrühren vorsichtig in der Pfanne an, bis es duftet. Vermahlen Sie dann beides sehr fein in der Küchenmaschine oder im Mörser und verrühren Sie die Mischung mit dem Honig zu einer Paste. Bestreichen Sie Ihre Hände, die Sie vorher mit lauwarmem Wasser gewaschen haben sollten, täglich einmal damit und lassen Sie die Paste eine Zeitlang einwirken. Danach waschen Sie die Paste mit Wasser wieder ab.

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Gruß an die Ölhersteller
TA KI