Ätherische Öle gegen Depressionen


Ätherische Öle können bei sehr vielen Beschwerden eingesetzt werden. Sie lindern Stress und Nervosität, bessern Schlafstörungen und Schwangerschaftsbeschwerden und finden Anwendung bei Rücken- und Nackenschmerzen. Ja, sie können gar Kindern mit ADHS helfen. Zahlreiche Studien zeigen inzwischen, dass ätherische Öle auch die Therapie von Depressionen ganz massgeblich und auf natürliche Weise unterstützen können.

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Ätherische Öle bei Depressionen

Natürlich werden ätherische Öle allein keine Depression kurieren. Sie stellen also keine Alternative zu einer Psychotherapie und einem umfassenden ganzheitlichen Konzept dar, können aber ganz hervorragend in dieses integriert werden und seine Wirkung verstärken. Denn manche ätherischen Öle können gewisse psychische und auch körperliche Symptome lindern, die häufig mit Depressionen einhergehen. So können ätherische Öle beispielsweise Schlafstörungen mindern, die Stimmung heben und insgesamt die Lebensqualität des Menschen verbessern.

Ätherische Öle können aber auch ganz konkret Angstgefühle reduzieren, die ebenfalls häufig bei depressiven Zuständen auftreten können. Kein Wunder nutzen etwa 43 Prozent aller Personen mit Angstzuständen und Stresssymptomen irgendeine Form der alterntiven Therapie, um ihr Befinden zu bessern.

Ätherische Öle in der Aromatherapie

Ätherische Öle sind Bestandteile von Pflanzen. Sie werden aus Rinden, Blüten, Blättern, Stängeln, Wurzeln oder sonstigen Pflanzenteilen meist mit Hilfe von Destillation (Wasserdampf) extrahiert. In manchen Fällen kann man die ätherischen Öle auch über Kaltpressung gewinnen.

In der Aromatherapie werden ätherische Öle nun entweder inhaliert oder in die Haut massiert. Da man ätherische Öle bei der Anwendung auf der Haut nie pur aufträgt – andernfalls kann es zu Hautirritationen kommen – werden die Öle mit einem sog. Basisöl vermischt. Das kann beispielsweise ein Kokosöl sein, ein Mandelöl, ein Avocadoöl oder auch ein hochwertiges Olivenöl. Wer Allergien hat, sollte das ausgewählte ätherische Öl erst sehr vorsichtig austesten.

Ätherische Öle – Der Wirkmechanismus bei Depressionen

Die Wirkstoffe der ätherischen Öle werden nun über die Haut aufgenommen und gelangen in die Blutbahn oder aber sie stimulieren über die Nase bestimmte Gehirnbereiche, weil sie aufgrund ihrer ständigen Gegenwart auf der Haut auch ständig eingeatmet werden.

Wenn spezialisierte Nervenzellen im oberen Teil der Nase einen Duft wahrnehmen, senden sie einen Impuls zum sog. Riechkolben (Bulbus olfactorius) im Gehirn. Der Riechkolben wiederum sendet die entsprechenden Informationen über den jeweiligen Duft zu einem weiteren Bereich im Gehirn, dem limbischen System. Dieses Gehirnareal ist Experte für Emotionen. Hier werden Endorphine ausgeschüttet, die körpereigenen Opioide, also jene Stoffe, die bei uns – je nach Dosis – für Freude, Begeisterung, Wohlgefühl und Ekstase sorgen.

Das limbische System ist daher DER Ansprechpartner, wenn es um die Stimmungslage, aber auch um Erinnerungen geht.

Warum ätherische Öle bei jedem Menschen anders wirken können

Sicher kennen Sie das: Sie nehmen einen Duft war und plötzlich geht es Ihnen gut – oder nicht so gut – abhängig davon, mit welchen Erinnerungen Sie den Duft verbinden. Vielleicht ist es ein Blütenduft, der Sie an den Garten Ihrer Grosseltern erinnert, wo Sie stets herrliche Stunden verbracht haben. Dieser Duft versetzt Sie in ein entspanntes Wohlgefühl.

Oder es ist der Duft des Aftershaves eines Kollegen, der einen Heidenspass daran hat, sich stets kleine Intrigen auszudenken. Dieser Duft versetzt Sie in Alarmbereitschaft und bessert sicher nicht Ihre Stimmungslage. Trägt ein anderer Mensch dasselbe Aftershave, werden Sie ihn erst einmal nicht so sympathisch finden, auch dann nicht, wenn Sie ihn noch gar nicht kennen.

Menschen sind gar so duftsensibel, dass jeder Mensch Millionen verschiedene Aromen erkennen und mit der jeweiligen Information abspeichern kann.

Ätherische Öle können dementsprechend nicht bei jedem Menschen auf die gleiche Art und Weise wirken. Denn jeder Mensch verfügt über andere Erinnerungen in Bezug auf Düfte und natürlich auch über ganz andere abgespeicherte Düfte. So kann es immer wieder Düfte geben, die Sie noch gar nicht kennen und daher auch nicht mit Erinnerungen in Verbindung bringen – weder mit guten noch mit schlechten.

Ätherische Öle, die bei Depressionen helfen können

Bei Depressionen nun können einerseits jene Düfte helfen, die Sie an schöne Erlebnisse und liebe Menschen erinnern, andererseits helfen Düfte, die beim jeweiligen Menschen noch nicht abgespeichert wurden, sich aber in Studien als antidepressiv, schlaffördernd, angstlösend und stimmungsaufhellend erwiesen haben.

Selbstverständlich verwenden Sie von den nachfolgend vorgestellten ätherischen Öle nur jene, die Sie persönlich mögen und als angenehm empfinden. Denn wer z. B. als Kind bei Krankheit immer Kamillentee trinken musste, wird beim Duft der Kamille möglicherweise nicht gerade in beste Laune versetzt werden.

Basilikum hingegen verströmt einen Duft, der die meisten Menschen an Sommer, Sonne, Urlaub und leckere Speisen erinnert und daher häufig äusserst gute Stimmung verbreiten kann.

Ätherische Öle bei Depressionen – Die Liste

Zu jedem einzelnen ätherischen Öl bzw. zu den jeweiligen Ätherisch-Öl-Mischungen liegen wissenschaftliche Belege vor, die auf eine antidepressive Wirkung hinweisen.

  • Bergamotte kann Angst und Stress reduzieren.
  • Bergamotte, Lavendel und Weihrauch zeigten sich als schmerzlindernd und auch als antidepressiv bei Menschen mit Krebs im Endstadium. Die drei Öle wurden im Verhältnis 1 : 1 : 1 in ein Mandelöl (50 ml) mit einer 1,5%igen Konzentration gemischt. Das Öl wurde den Patienten sieben Tage lang jeden Tag für 5 Minuten lang in die Hände massiert.
  • Lavandin reduzierte in einer Studie an 150 Patienten in der Testgruppe eindeutig die Angst vor einer bevorstehenden Operation. Die Kontrollgruppe, die nur ein Jojobaöl erhalten hatte, blieb weiter ängstlich. Die Studie erschien im Jahr 2009 im Journal of Perianesthesia Nursing.
  • Lavendel kann Angstzustände bei Personen mit Zahnarztangst lindern – so eine Studie mit 340 Patienten aus dem Jahr 2010 – und Stress- und Angstsymptome bei Studenten mindern (Holistic Nursing Practice, 2009)
  • Lavendel, Weihrauch und Rose lösen bei werdenden Müttern Ängste während und vor der Geburt – so eine Studie, die schon im Jahr 2004 im Journal of the Medical Association of Thailand veröffentlicht wurde.
  • Rose hilft auch als Einzelöl bei Angstzuständen, Depressionen und Stress.
  • Lavendel, römische Kamille und Neroli (im Mischungsverhältnis 6 : 2 : 0,5) minderten in einer Studie im Jahr 2013 die Angst von Patienten vor einer sog. perkutanen Koronarintervention. Dabei handelt es sich um eine Technik zur Erweiterung eines verengten oder verschlossenen Herzkranzgefässes ohne offene Operation. Man führt stattdessen über die Leisten- oder Unterarmarterie einen Katheter ein, der dann zum Herzen geführt wird und dort die Verengung erweitert. Die Patienten atmeten mit jeweils 10 tiefen Atemzügen vor und nach dem Eingriff die ätherische Ölmischung von einem Duftstein ein. Im Vergleich zur Kontrollgruppe hatte die Ätherische-Öl-Gruppe weniger Angst und konnte nach dem Eingriff viel besser schlafen.
  • Lavendel fördert einen guten Schlaf und ist daher bei Schlafstörungen ein guter Duft.
  • Rosmarin besitzt ebenfalls antidepressive Wirkung.
  • Orange reduziert Ängste und beugt diesen vor – wie eine Studie im Jahr 2012 zeigte. Veröffentlicht wurde die Untersuchung im Journal of Alternative and Complementary Medicine. Die Teilnehmer hatten dank des ätherischen Orangenöls (Inhalieren des Duftes von 2,5 Tropfen) deutlich weniger Ängste als die Kontrollgruppen, die entweder den Duft von Teebaumöl oder von Wasser einatmeten, wobei letzteres natürlich keinen Duft verströmt.
  • Wilder Ingwer verhindert depressive Verhaltensmuster.
  • Ylang Ylang kann den gestressten Herzschlag verlangsamen, Blutdruck senken und den Atem beruhigen.

Andere ätherische Öle, zu denen noch nicht ausreichend überzeugende Studien und Belege vorliegen, sind die folgenden:

  • Basilikum reduziert Stress, Ängste und Depressionen.
  • Kamille beruhigt Emotionen und nervöse Anspannung.
  • Muskatellersalbei löst Ängste, mindert Stress, beruhigt bei Panikattacken und wirkt antidepressiv.
  • Geranie löst ebenfalls Ängste, lindert Stress und bessert stressbedingte Erschöpfung.
  • Grapefruit hat beruhigende Wirkung – sowohl bei Ängsten als auch in Stresssituationen.

Ätherische Öle und die wissenschaftlichen Belege

Es ist nicht einfach, die Wirkung von ätherischen Ölen objektiv und wissenschaftlich am Menschen zu belegen. Denn die Teilnehmer werden automatisch am Duft bemerken, ob sie zur Verumgruppe gehört (Prüfgruppe, die das tatsächliche ätherische Öl erhält) oder zur Kontrollgruppe (die nur ein Placebo erhält). Eine Verblindung ist hier daher nur schwer durchführbar und es wird noch viel Zeit vergehen, bis Therapeuten und Ärzte eine Aromatherapie als Mittel der ersten Wahl bei Depressionen verordnen können.

Begleitend jedoch kann eine Aromatherapie ganz hervorragend schon jetzt eingesetzt werden, vor allem dann, wenn der Betroffene sich ganz gezielt jene ätherischen Öle aussucht, die er als sehr angenehm wahrnimmt. Dann kann die Aromatherapie bei Depressionen die herkömmlichen Therapien unterstützen und den Erfolg des Gesamttherapiekonzeptes verstärken.

Mögliche Nebenwirkungen von ätherischen Ölen bei Depressionen

Wie jedes Mittel, so können natürlich auch ätherische Öle zu hoch dosiert oder falsch angewandt werden – und dann auch Nebenwirkungen haben, wie z. B. die oben genannten Hautirritationen.

Kleinkinder, schwangere Frauen oder stillende Frauen sollten mit Aromatherapien vorsichtig sein und diese ausschliesslich mit dem jeweiligen Arzt besprechen.

(…)

Quelle:https://www.zentrum-der-gesundheit.de/depressionen-aetherische-oele.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Hausmittel gegen Krampfadern


Krampfadern sind geschlängelte, erweiterte Venen, die vor allem an den Beinen bzw. im Bereich der Waden auftreten. Die Ursachen von Varizen (Krampfadern) sind vielfältig. Müde, schwere und geschwollene Beine sind typische Begleiterscheinungen. Meist verschlimmern sich die Beschwerden in der Wärme und nach langem Stehen oder Sitzen.

Rauchen, hochhackige Schuhe, Bewegungsmangel, langes Sitzen, die Antibabypille und Übergewicht: All dies bedeutet Stress für die Venen. In Zeiten hormoneller Umstellung (z.B. während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren) sind Frauen besonders gefährdet, Krampfadern zu bekommen. Probleme mit den Venen sollten durch einen Spezialisten (Phlebologen) abgeklärt werden. Oft helfen einfache Hausmittel, vor allem dann, wenn diese schon im Anfangsstadium angewendet werden.

Tipps für den Alltag

Bei Krampfadern sollten die Beine so oft wie möglich hochgelegt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Füße höher liegen als der Kopf. Wer es etwas bequemer haben möchte, besorgt sich dafür ein spezielles Venenkissen. Das Ganze kann durch kühle Wadenwickel unterstützt werden.

Woman touching painful varicose veins on a leg
Krampfadern zeigen sich häufig im Bereich der Waden. Bild: zlikovec/fotolia.com

Wer eine sitzende Tätigkeit ausübt, sollte immer wieder aufstehen, ein paar Minuten umherlaufen und dabei im Wechsel auf Zehenspitzen oder auf den Fersen gehen. Um den Blutfluss zu unterstützen, hilft im Sitzen das Bewegen der Füße. Lassen Sie die Füße kreisen, strecken Sie die Zehenspitzen und ziehen sie diese anschließend heran.

Aktivitäten wie regelmäßiges Spazierengehen, Fahrradfahren und Wandern wirken ebenfalls präventiv und sind eine wirkungsvolle Maßnahme, wenn bereits Krampfadern bestehen.Das Übereinanderschlagen der Beine behindert den Blutfluss und ist deshalb ungesund. Auch sollten Waden mit Krampfadern niemals massiert werden. Ein sanftes Einreiben mit Franzbranntwein vor dem Schlafengehen bringt den Beinen Erholung über Nacht.

Die tägliche Pflege mit einer Lotion oder einer Tinktur, die Rosskastanie enthält, ist eine Wohltat. Dies kühlt, fördert die Durchblutung und wirkt abschwellend.

Zuviel Wärme ist ist bei Krampfadern kontraproduktiv. Der Gang in die Sauna, vor allem bei ausgeprägten Venenproblemen, sollte unbedingt vorher mit dem Arzt abgesprochen werden.

Wickel – Umschläge für die Waden

Die Beine hochlegen und dazu einen Wickel um die Waden – das nimmt die Schwere und die Schwellung. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige bewährte Umschläge gegen Krampfadern vor.

Achtung: Bei allen Anwendungen ist grundsätzlich darauf zu achten, dass die Beine währenddessen stets höher als der Kopf gelagert werden.

Wohlende Hilfe durch kühles Wasser

Ein Wickel mit kaltem Wasser ist schnell gemacht und trotzdem wirkungsvoll. Ein Küchenhandtuch wird in kühles Wasser getaucht, ausgewrungen und dann um die Wade gelegt. Der Umschlag bleibe so lange auf der Haut, wie er als kühlend empfunden wird. Sobald er sich erwärmt hat, wird er abgenommen und bei Bedarf wiederholt.

Wickel mit ätherischen Ölen

Wirkungsvoll bei Krampfadern sind ätherische Öle wie Wacholder, Zypresse, Lavendel, Zitrone, Schafgarbe und Lemongras. Diese können als Mischung oder einzeln angewandt werden.

Ein Bein-Wickel mit ätherischen Ölen (wie z.B. Lavendelöl) kann sehr wirkungsvoll bei dauerhaft erweiterten Venen sein. (Bild: anoli/fotolia.com)
Ein Bein-Wickel mit ätherischen Ölen (wie z.B. Lavendelöl) kann sehr wirkungsvoll bei dauerhaft erweiterten Venen sein. (Bild: anoli/fotolia.com)
Anleitung für Öl-Wickel:

  1. Füllen Sie eine Schüssel mit kühlem Wasser
  2. Geben Sie von jedem gewünschtem Öl einen Tropfen in etwas Sahne
  3. Rühren Sie die Mischung in das Wasser ein
  4. Nun wird ein Baumwolltuch darin getränkt und ausgewrungen
  5. Bringen Sie den Wickel für ca. 30 Minuten auf die betroffene Stelle auf
  6. Die Anwendung kann täglich bis zu zweimal durchgeführt werden

Quarkumschlag

Der bekannte Quarkwickel ist ein uraltes Hausmittel, das auch bei Krampfadern hilfreich ist. Der Quark kühlt und lindert die Schwellung. Dieser wird in die Mitte eines Geschirrtuchs aufgetragen, dann schlagen Sie die beiden anderen Seiten ein und legen den Umschlag mit der dünnen Seite nach unten um die Wade herum. Dort bleibt der Wickel solange, bis er keine Kälte mehr abgibt.

Wickel mit Retterspitz

Retterspitz ist ein traditionelles Heilmittel, das wieder modern geworden ist, da seine Inhaltsstoffe äußerst wirkungsvoll und bei den verschiedensten Problemen hilfreich sind. Dazu gehören unter anderem Schwellungen, Zerrungen, Fieber, Schmerzen und Krampfadern.

Anleitung für Retterspitz-Umschlag:

  1. Vermengen Sie 25 Milliliter Retterspitz mit 25 Millilitern kühlem Wasser
  2. Tränken Sie ein Baumwolltuch mit der Lösung
  3. Wickeln Sie dieses um das betroffene Bein
  4. Nach etwa einer Stunde wird der Umschlag wieder abgenommen

Umschlag mit Calendulaessenz

Calendulaessenz (Calendula = Ringelblume) wird mit Wasser im Verhältnis 1:5 vermischt. Das darin getränkte Tuch wird um die Wade(n) gelegt. Die Ringelblume hat eine heilende und abschwellende Wirkung.

Wickel mit Ringelblumentee

Aus einem Esslöffel Ringelblumen wird mit einem halben Liter Wasser ein Tee hergestellt, der mindestens zehn Minuten ziehen soll. Ist dieser etwas abgekühlt, kommt er in den Kühlschrank und wird – sobald kalt genug – für einen Umschlag verwendet.

Die Ringelblume stellt für viele Heilpraktiker eine der wichtigsten Heilpflanzen überhaupt dar. Ein Aufguss mit der Blume eignet sich sehr gut für einen Umschlag gegen Krampfadern. (Bild: DoraZett/fotolia.com)
Die Ringelblume stellt für viele Heilpraktiker eine der wichtigsten Heilpflanzen überhaupt dar. Ein Aufguss mit der Blume eignet sich sehr gut für einen Umschlag gegen Krampfadern. (Bild: DoraZett/fotolia.com)

Wasseranwendungen: Prävention und Linderung

Wasser ist ein ganz einfaches Hausmittel bei Krampfadern. Richtig und täglich durchgeführt, kann die Hydrotherapie präventiv helfen und bei bestehenden Problemen Linderung verschaffen. Bei stärkeren Beschwerden und/oder bei massiven Krampfadern sollten die Wasseranwendungen vorher mit dem Arzt abgesprochen werden. Nach den Güssen sind eventuell dicke Socken nötig.

Der Knieguss

Beim Knieguss bleibt der Oberkörper bekleidet. Am rechten Fuß außen beginnend wird der warme Wasserstrahl an der Wade entlang nach oben, um das Knie herum und dann nach unten bis zum Fuß geführt. Danach ist das linke Bein dran. Anschließend wird das Ganze mit kaltem Wasser durchgeführt. Je kälter das Wasser ist, desto schneller wird abgeduscht. Der gesamte Vorgang kann mehrmals wiederholt werden.

Schenkelguss

Der Schenkelguss ist eine Steigerung der Knieguss Variante. Hier ist der Oberkörper ebenso bekleidet, nur endet der Wasserstrahl nicht am Knie, sondern an der Hüfte. Ansonsten ist die Vorgehensweise dieselbe.

Wechselduschen gegen Krampfadern

Wechselduschen härten ab, stimulieren das Immunsystem und stärken die Venen. Dementsprechend ist diese Anwendung eine gute Möglichkeit, um täglich etwas für die überlasteten Gefäße zu tun. Wichtig: Beachten Sie dabei, dass stets mit dem rechten Arm begonnen wird.

Kneipp´sches Wassertreten

Das Kneipp´sche Wassertreten ist durchaus zuhause durchführbar. Zuerst sollte der Körper jedoch durch oben genannte Güsse an das kalte Wasser gewöhnt sein. Für die Kneipp-Kur im eigenen Bad wird die Badewanne in Wadenhöhe mit kaltem Wasser gefüllt.

Wichtig ist, dass sich in der Wanne eine rutschhemmende Unterlage befindet. Dann kann mit dem „wandern“ auf und ab begonnen werden. Bei jedem Schritt wird dabei der Fuß komplett aus dem Wasser gezogen.

Das berühmte Wasser treten kann auch ganz einfach in der heimischen Badewanne durchgeführt werden. (Bild: Jenny Sturm/fotolia.de)
Das berühmte Wasser treten kann auch ganz einfach in der heimischen Badewanne durchgeführt werden. (Bild: Jenny Sturm/fotolia.de)

Hilfe – von innen heraus

Krampfadern nur durch von außen aufgebrachte Hausmittel zu behandeln, wäre zu wenig. Vielmehr ist es wichtig, den Körper auch von innen heraus mit den geeigneten Mitteln zu unterstützen. Hier bieten die im Folgenden aufgeführten Teemischungen einen guten Ansatz.

Achtung: Schwangere und stillende Frauen sollten bei allen genannten Teesorten unbedingt im Vorfeld einen Arzt oder Therapeuten zu der Anwendung befragen.

Buchweizen unterstützt die Gefäße

Buchweizenkraut dient zur Arteriosklerose-Prophylaxe, wirkt entzündungshemmend und hat einen positiven Einfluss auf die Gefäße, was bei Krampfadern sehr wichtig ist.

Rezept für Buchweizen-Tee:

  1. Erwärmen Sie zwei Teelöffel Buchweizenkraut mit einem viertel Liter Wasser
  2. Lassen Sie die Mischung eine Minute kochen
  3. Nehmen Sie den Aufguss vom Herd und lassen Sie ihn zehn Minuten zugedeckt ziehen
  4. Seihen Sie den Tee ab und trinken Sie in kleinen Schlucken
  5. Eine Teekur mit zwei Tassen täglich, über einen Zeitraum von 6 Wochen, stärkt die Venen.

Vorsicht: Der Inhaltsstoff Fagopyrin kann die Haut lichtempfindlich machen.

Teemischung: Steinklee, Schafgarbe, Zaubernuss

Steinklee wirkt sich positiv auf die Lymphe aus, verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und hilft bei dicken Beinen.

Die Schafgarbe wird nicht nur als Hausmittel gegen Durchfall und bei Menstruationsbeschwerden wie z.B. Eisprung-Schmerzen verwendet, sondern wirkt auch gefäßtonisierend. Dadurch können venöse Beschwerden wie Krampfadern, geschwollene Füße und Durchblutungsstörungen positiv beeinflusst werden.

Die Zaubernuss, auch Hamamelis genannt, wirkt entzündungshemmend, adstringierend und wird häufig auch bei Hämorrhoiden angewandt.

Teemischung gegen Krampfadern:

  1. Mischen Sie Steinklee, Schafgarbe und Zaubernuss zu gleichen Teilen
  2. Übergießen Sie einen Teelöffel davon mit 250 Millilitern kochendem Wasser
  3. Lassen Sie den Aufguss vor dem Abseihen fünf bis sechs Minuten ziehen

Anwendung: Trinken Sie von dem Tee täglich drei Tassen, am besten in Form einer Kur über einen Zeitraum von sechs Wochen. Dann muss auf jeden Fall eine Pause eingelegt werden.

Lapacho Tee

Der Lapacho Tee wird aus der Rinde des Lapacho Baumes hergestellt und ist zu einem beliebten Hausmittel der Neuzeit geworden. Dem Tee werden vielfältige positive Wirkeigenschaften nachgesagt. So soll Lapacho Tee auch bei Krampfadern beziehungsweise deren Prävention seine Wirkung zeigen.

Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm wirkt krampflösend (spasmolytisch), senkt einen zu hohen Harnsäurespiegel und kräftig das Bindegewebe. Letzteres ist vor allem wichtig bei Venenproblemen, da die Entstehung von Krampfadern meist auch mit einer Bindegewebsschwäche zusammenhängt.

Rezept für Ackerschachtelhalm-Tee:

  1. Geben Sie zwei Teelöffel zerkleinertes Ackerschachtelhalmkraut in einen Topf
  2. Übergießen Sie es mit zwei Tassen (je 250 ml) kochendem Wasser
  3. Lassen Sie die Mischung circa fünf Minuten weiter kochen
  4. Vor dem Abseihen sollte der Aufguss zehn Minuten lang ziehen
  5. Trinken Sie täglich zwei bis drei Tassen von dem Tee

Das Bindegewebe stärken

Bei Varizen sollte stets das Bindegewebe gestärkt werden. Silizium, ein Spurenelement, das in Kieselsäure enthalten ist, kann dabei helfen. Kieselsäure findet sich in Getreide, Obst und Gemüse, vor allem in Hirse und in Bananen. Wer noch etwas mehr tun möchte, besorgt sich Braunhirse im Reformhaus, die einfach übers Müsli oder den Quark gestreut wird. Eine weitere Möglichkeit ist Kieselsäuregel, welches ebenfalls im Reformhaus erhältlich ist. Dieses kann der Körper durch die Gelform besonders gut aufnehmen.

Braunhirse ist besonders reich an Kieselerde und daher eine empfehlenswerte Nahrungsergänzung bei Varizen. (Bild: emuck/fotolia.com)
Braunhirse ist besonders reich an Kieselerde und daher eine empfehlenswerte Nahrungsergänzung bei Varizen. (Bild: emuck/fotolia.com)

Die richtige Ernährung bei Krampfadern

Für gesunde Venen und Venenklappen ist Vitamin C sehr wichtig. Dies ist vor allem enthalten in Hagebutten, Sanddorn, schwarzen Johannisbeeren, Stachelbeeren, Petersilie, Grünkohl, Paprika und Rosenkohl. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer vermindern die Gerinnungsstoffe im Blut und sollten daher regelmäßig beim Kochen zum Einsatz kommen.

Die Nahrung sollte viele Ballaststoffe enthalten, da diese einer übermäßigen Blutgerinnung vorbeugen. Achten Sie auf eine zuckerfreie und fettarme Kost sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten in Form von stillem Wasser.

Richtige Kleidung

Wichtig ist es, auf die „richtige“ Kleidung zu achten. Dazu gehört bequemes Schuhwerk. Hohe Absätze sind nicht geeignet. Die Kleidung sollte auf keinen Fall einengend sein. Bei längerem Sitzen, zum Beispiel im Zug oder Flugzeug, sind Stützstrümpfe empfehlenswert.

Bei Schmerzen und Schwellungen immer zum Arzt

Krampfadern sind, vor allem, wenn sie mit Schmerzen und/oder starken Schwellungen einhergehen, ein ernst zunehmendes Problem. Hier sollte nicht selbst therapiert, sondern immer zuerst ein Arzt hinzugezogen werden, da sich aus „einfachen“ Krampfadern auch Venenentzündungen oder eine Thrombose entwickeln können. (sw, nr; zuletzt aktualisiert am 1.12.2016)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/hausmittel-gegen-krampfadern.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Arnika


Die goldgelben, margeritenähnlichen Blüten der Arnika (Arnica montana) sind als Wundheilmittel bei Verletzungen aller Art schon in mittelalterlichen Kräuterbüchern beschrieben. Goethe trank Arnika-Tee gegen sein Herzleiden und Pfarrer Kneipp schätzte sie besonders bei der Wundbehandlung.

Arnika Arnica© Adobe Stock

Arnika: Seltene aber wertvolle Erste-Hilfe-Pflanze

Das Heilmittel ist als erste Hilfe bei Unfällen aller Art unübertroffen. Dies drücken auch die Namen aus, welche die Volksheilkunde dieser Heilpflanze gab: Bergwohlverleih, Wohlverleih, Stichkraut, Mutterwurz, Fallkraut, Kraftrose.

Die Pflanze Arnica Montana wächst, wie der Name schon vermuten lässt, in bergigen Regionen wie beispielsweise in den Alpen und Vogesen. Sie ist eine Pflanzenart der Gattung Arnika und der Familie der Korbblütler, die unter Naturschutz steht. Die Hersteller der Arzneimittel bauen sie auf Feldern an.

Wurzelstockpulver für homöopathische Zwecke

Das homöopathische Mittel Arnica wird aus dem vorsichtig getrockneten und pulverisierten Wurzelstock der blühenden Pflanze hergestellt.

Als homöopathische Mittel ist Arnika in erster Linie ein Akutmittel der ersten Stunde für alle stumpfen Verletzungen sowie für blutende Wunden, denn das Mittel nimmt den Verletzungsschmerz und kann sowohl innere als auch äußere Blutungen stillen, zum Beispiel nach einer Operation.

Später kann es allerdings notwendig werden, ein weiteres Mittel anzuwenden, um die Verletzung vollständig auszuheilen.

Achtung: Nehmen Sie das Mittel niemals vorbeugend, etwa vor einem zahnärztlichen Eingriff ein. Sie könnten dadurch die anschließenden Beschwerden noch verschlimmern. Wenden Sie Arnica nicht in Potenzen unterhalb der D6 oder C6 an, da niedrigere Potenzen Blutungen fördern anstatt stoppen würden.

Arnica wirkt:

  • entzündungshemmend
  • desinfizierend
  • wundheilend
  • schmerzlindernd
  • durchblutungsfördernd

Hauptanwendungsgebiete von Arnica:

  • Prellungen
  • Blutergüsse
  • Quetschungen
  • Zerrungen
  • Kopfverletzungen mit Gehirnerschütterung
  • Muskelkater
  • Schwellung nach Zahnziehen
  • Gelenkschmerzen
  • Verstauchungen
  • Furunkel
  • Sonnenbrand

Typische Symptome:

  • Zerschlagenheitsgefühl
  • Die Beschwerden werden heruntergespielt
  • Hohe Schmerzempfindlichkeit
  • Angst, berührt zu werden
  • Neigt zu Blutungen

Verbesserung der Beschwerden:

  • Hinlegen
  • Ruhe
  • Frische Luft

Verschlechterung :

  • Berührung
  • Bewegung
  • Erschütterung
  • Durch leichten Druck auf die erkrankte Stelle

Ursache für die Beschwerden:

  • Schlag, Stoß
  • Schock
  • Überanstrengung
  • Entzündung
  • Unfall

Blütenblätter zur äußerlichen Anwendung

Zur medizinischen äußerlichen Anwendung werden ausschließlich die getrockneten Blütenstände der Arnika verwendet. Da das Helenalin im ätherischen Blütenöl der Blätter giftig wirkt, werden Salben und Tinkturen Anwendung hergestellt. In dieser Form kann Arnika folgende Wirkungen erzielen:

  • entzündungshemmend
  • abschwellend
  • schmerzstillend
  • keimtötend

Für die entzündungshemmenden Eigenschaften wird der Wirkstoff Thymol verantwortlich gemacht, der Bestandteil des ätherischen Öls ist. Ganz ähnlich wirkt auch das Helenalin.

Diese Substanz kann einen entzündungsfördernden Botenstoff (TNF alpha) hemmen und so Entzündungen und Ödembildungen verhindern. Damit hat Arnika eine ähnliche Wirkung wie Kortison, jedoch ohne dessen schädliche Nebenwirkungen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • Flavonoide
  • ätherisches Öl (Thymole, Sesquiterpene, Phenolcarbonsäuren)
  • Helenalin
  • Polysaccharide
  • Cumarine
  • Bitterstoffe (Arnicin)

So wenden Sie Arnika an

Getrocknete Arnika-Blüten, -Essenzen, Fertigpräparate mit Arnika-Extrakten und homöopathische Globuli erhalten Sie in der Apotheke. Salben und Tinkturen können Sie auch im Drogeriemarkt kaufen. Der früher von der Volksmedizin zur Herzstärkung beliebte Arnika-Tee wird heute nur noch für Mundspülungen verwendet.

  • Grundrezept für Arnika-Tee: Übergießen Sie ein bis zwei Teelöffel getrocknete Arnikablüten mit einer Tasse kochendem Wasser und seihen Sie den Aufguss nach 15 Minuten ab. Machen Sie mit dem lauwarmen Tee bei Entzündungen im Mund und bei Aphten mehrmals täglich eine Mundspülung.
  • Abschwellende Arnikakompressen: Vermischen Sie einen Esslöffel Arnika-Essenz mit neun Esslöffeln Wasser und tränken Sie damit ein Kompressentuch. Lassen Sie bei Prellungen und Quetschungen zur Schmerzlinderung und Abschwellung die Kompresse 15 Minuten auf der verletzten Stelle einwirken.
  • Schmerzstillendes Arnika-Öl: Füllen Sie ein Schraubdeckelglas mit einer Handvoll Blüten und übergießen Sie diese mit Olivenöl bis diese vollkommen bedeckt sind. Lassen Sie den Ansatz drei Wochen an einem sonnigen Ort ziehen. Verwenden Sie das Öl nach dem Abfiltern zur Massage bei Muskel- oder Gelenkschmerzen.
  • Homöopathische Anwendung: Lassen Sie bei Verletzungen oder Operationen unmittelbar nach dem Ereignis einmalig drei Globuli in der Potenz C30 langsam im Mund zergehen.

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/arnika/

Gruß an die, die Arnika immer in ihrer Hausapotheke haben.

TA KI

Ungesunde Ernährung erhöht ADHS-Risiko


Eine Studie, die in der Januarausgabe 2017 im Fachjournal Pediatrics zu lesen war, zeigt die Verbindung zwischen einer ungesunden Ernährung und dem erhöhten Risiko für ADHS auf. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur eine ungesunde Ernährung ADHS wahrscheinlicher machen kann, sondern auch, dass eine gesunde mediterrane Ernährung vor ADHS schützen und ein bestehendes ADHS bessern kann. Bei ADHS sollte daher eine hochwertige Ernährung ein wichtiger Teil der Therapie sein.

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Eine Ursache von ADHS: Schlechte Ernährung

Das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom ADHS ist heute jedem bekannt – ein Zeichen dafür, wie weit verbreitet die neurologische Störung ist, übrigens nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Denn ADHS wächst sich nicht unbedingt aus. Das Syndrom äussert sich insbesondere in Konzentrationsstörungen, impulsivem Verhalten und Hyperaktivität.

Gemäss der amerikanischen Seuchenschutzbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erhielten seit 2011 ungefähr 11 Prozent aller Kinder zwischen 4 und 17 Jahren eine ADHS-Diagnose. ADHS ist damit eine der häufigsten neurologischen Störungen in der Kindheit.

Die konkrete Ursachen für ADHS sind nach wie vor unklar. Doch lassen schon frühere wissenschaftliche Arbeiten vermuten, dass eine schlechte Ernährung eine wichtige Rolle bei der ADHS-Entstehung spielt.

Weniger Farbstoffe: ADHS bessert sich

Im März 2013 schrieben Forscher im American Journal of Psychiatry beispielsweise, dass manche Kinder empfindlich auf künstliche Lebensmittelfarbstoffe reagierten. Sorgte man bei diesen Kindern dafür, dass sie keine Farbstoffe mehr erhielten, besserten sich ihre ADHS-Symptome.

Und im Juli 2016 erschien eine Studie, die zeigte, dass Kinder umso wahrscheinlicher ein ADHS entwickelten, je mehr Softdrinks sie konsumierten.

Umgekehrt weiss man seit spätestens einer Studie aus dem Jahr 2014, dass eine gesunde fettarme Ernährung mit gleichzeitig ausreichend essentiellen Fettsäuren, gesunden Kohlenhydraten und genügend Mineralstoffen zu einem deutlich niedrigeren Risiko führt, je an ADHS zu erkranken.

Mediterrane Ernährung reduziert ADHS-Risiko

Jetzt veröffentlichten spanische Forscher rund um Dr. María Izquierdo Pulido von der Universität in Barcelona eine Studie, in der untersucht wurde, ob eine Mediterrane Ernährung vor ADHS schützen könnte.

Die Mediterrane Ernährung ist die Bezeichnung für eine Ernährungsform aus bevorzugt Früchten, Gemüse, Fisch, Vollkorngetreide, Nüssen und Hülsenfrüchten. Sie ist ferner arm an Fleisch, Eiern, Milchprodukten und Süssigkeiten. Diese Form der Ernährung gilt nachweislich als hervorragende Präventionsmethode, um sich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alzheimer und etlichen Krebsarten zu schützen.

Um nun herauszufinden, ob die Mediterrane Ernährung auch bei ADHS hilfreich sein kann, analysierten Pulido und ihr Team die Daten von 60 Kindern und Heranwachsenden im Alter zwischen 6 und 16 Jahren, die alle eine ADHS-Diagnose erhalten hatten. Als Kontrollgruppe dienten 60 gesunde Kinder in demselben Alter.

Es zeigte sich, dass die Kinder, die sich am ehesten an die Regeln der Mediterranen Ernährung hielten, am seltensten mit ADHS in Berührung kamen, Kinder, die sich so gut wie gar nicht mediterran ernährten, hatten dagegen das höchste ADHS-Risiko.

Süssigkeiten und Limo – und das ADHS-Risiko steigt

Besonders hoch war das ADHS-Risiko für jene Kinder, die viele Süssigkeiten assen, reichlich gezuckerte sowie koffeinhaltige Limonaden tranken und gleichzeitig nur wenige essentielle Fettsäuren zu sich nahmen.

Die ADHS-Kinder konsumierten in der vorliegenden Studie ausserdem mehr als doppelt so viel Koffein wie die gesunden Kinder, dafür assen sie sehr viel weniger Obst und Gemüse als die Kinder ohne ADHS.

Zwar lasse sich nicht wirklich garantieren, dass eine Mediterrane Ernährung vor ADHS schütze, doch könne man eindeutig schlussfolgern, dass eine ungünstige Ernährung zu ADHS beitragen könne – so die Forscher aus Barcelona.

Zu einer gesunden Ernährung gehört übrigens auch, dass die entsprechenden Lebensmittel möglichst wenig mit Pestiziden in Kontakt kamen, denn bestimmte Spritzmittel (Organophosphate) können das Risiko für ADHS um das Doppelte bis Dreifache steigern – wie eine Studie vom Sommer 2016 ergeben hatte.

Gesunde Ernährung bei ADHS

Die wichtigsten Richtlinien einer gesunden Ernährung bei ADHS bzw. zur Prävention von ADHS lauten also wie folgt:

  • Viel Obst und Gemüse
  • Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse
  • Möglichst Bio-Lebensmittel (Lebensmittel ohne Pestizidbelastung)
  • Ausreichend essentielle Fettsäuren, z. B. Olivenöl, Fisch, Hanföl, Leinöl u. a. oder entsprechende Nahrungsergänzungen
  • Keine Softdrinks
  • Keine koffeinhaltigen Getränke
  • Keine Fertigprodukte, schon gar nicht Fertigprodukte mit künstlichen Farbstoffen
  • So wenige Süssigkeiten wie möglich
  • Auf genügend Magnesium und Vitamin D achten (…)

.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/adhs-ernaehrung-170204014.html

Gruß an die Mütter, die ihren Kindern gesunde Lebensmittel geben- und keinen freien und ständigen Zugang zu Süßigkeiten!

TA KI

Anis


anis-03Anis ist eine sehr alte Heil- und Gewürzpflanze. Der Anis stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. In unseren Breiten ist er nur in Gärten oder im landwirtschaftlichen Anbau zu finden. Wilde Pflanzen sind sehr selten.

Seine süßlich schmeckenden Früchte sind in der Weihnachtsbäckerei und in Schnäpsen (z.B. Ouzo) bekannt.

In der hilft Anis bei Husten, Blähungen und bei der Milchbildung.

Haupt-Anwendungen:

Husten,

Heilwirkung:

antibakteriell,
entspannend,
harntreibend,
krampflösend,
schleimlösend,
tonisierend,

Anwendungsbereiche:

Abgeschlagenheit,
Aphrodisiakum,
Appetitlosigkeit,
Asthma,
Blähungen,
Bronchitis,
Epilepsie (unterstützend),
Erbrechen,
Halsinfektionen,
Insektenstiche,
Kopfschmerzen,
Milchbildung,
Magenkrämpfe,
Pfeiffersches Drüsenfieber
Reizhusten,
Schlaflosigkeit,
Schluckbeschwerden,
Trockener Husten,
Verdauungsschwäche,

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Anethol, Isoanethol, Ansiketon, Anissäure, Acetaldehyd, Acetylcholin, Azulen, Bergapten, Bor, Kampfer, Carvon, Chamazulen, Eugenol, Kaffeesäure, Cumarine, Myristicin, Salicylate, Thymol, Umbelliferon, Xanthotoxin, Vitamin C,

Tages-Dosis:

4 Gramm (Erwachsene und Kinder über 6 Jahre), 1 Gramm (Kinder bis 2 Jahre), 2 Gramm (Kinder zwischen 2-6 Jahren)

Gegenanzeigen:

Schwangerschaft; Allergie gegen Anis oder Anethole

Nebenwirkungen:

Allergische Hautreaktionen auch der Schleimhäute

Anwendung

 

Anis ist Bestandteil vieler Teemischungen, weil er nicht nur eine ausgeprägte Wirkung gegen viele Beschwerden hat, Anis wertet langweilige Kräutermischungen geschmacklich auf.

Anis findet sich in einigen Tee-Mischungen gegen Fieber, z.B. in Kombination mit Weidenrinde.

Der Stilltee, den junge Mütter zu Beginn der Stillzeit trinken sollten, besteht aus Anis, Kümmel und Fenchel. Der Tee entfaltet seine Wirkung indirekt über die Muttermilch und wirkt gegen Blähungen des Babys. Gleichzeitig regt dieser Tee die Milchbildung an.

Stillenden Müttern hilft auch reiner Anistee bei der Milchbildung, hier nimmt der Säugling ebenfalls die Inhaltsstoffe gegen Blähungen über die Muttermilch auf. Die milchbildende Wirkung beruht auf der östrogenen Wirkung des Anisöls.

Die Samen sollten vor der Anwendung zerquetscht werden, z.B. mit einem Mörser, da so die Wirkstoffe besser freigesetzt werden können.

Der Geschmack von Anis ist süßlich, blumig und mild.

Durch seinen freundlichen Geschmack ist Anis auch besonders für Kinder geeignet.

Das ätherische Öl des Anis wird nach der Einnahme über die Lunge ausgeschieden und wirkt dadurch durch die Lungenbläschen und Bronchien von innen.

Auch die Verdauungsvorgänge werden auf milde Weise angeregt. Blähungen lösen sich durch die krampflösende Wirkung in Wohlgefallen auf.

Das ätherische Anisöl kann man, verdünnt mit fetten Ölen oder als Salbe, zu Einreibungen verwenden. So hilft es bei Brusteinreibungen gegen Husten und bei Baucheinreibungen gegen Blähungen und Magen- und Darmkrämpfe.

Für Inhalation mit Anisöl nimmt man heißes Wasser und etwa 5 Tropfen Anisöl, die Dämpfe atmet man etwa 10 Minuten ein. Lindert die Beschwerden bei Erkältungen.

Auf keinen Fall sollte man Anisöl unverdünnt innerlich anwenden oder in die Augen bringen. Ätherische Öle dürfen nicht bei Säuglingen eingesetzt werden.

In der Küche ist der Anis, vor allem bei Süßspeisen und Gebäck sehr beliebt. Auch hier hilft er, die Verdauung zu unterstützen und fördert die Atmung.

Blähungs-Teemischung

Zutaten:

  • 40 gr Anis-Früchte (=Samen)
  • 40 gr Fenchel-Früchte (=Samen)
  • 20 gr Kamillen-Blüten

Anleitung:

  1. Brüh einen Tee auf mit einem Esslöffel Teemischung pro Tasse.
  2. Lass den Tee 10-15 Minuten ziehen.
  3. Filter den Tee anschließend ab.
  4. Trink den Tee in kleinen Schlucken.

Geschichte und Brauchtum

Anis ist eine alte Gewürz- und Heilpflanze, die den Menschen schon seit vielen Jahrtausenden begleitet. Anis wurde den Göttern geopfert und ist Bestandteil vieler festlicher Gerichte.

Hexen empfahlen getrocknete Anispflanzen gegen schlechte Träume.

Taubenzüchter nutzten das Öl um die jungen Tauben an ihren Schlag zu binden und noch heute wird Anis den jungen Tauben dem Futter beigemischt.

Im Herbst und Winter haben die Frauen ihren Männern anishaltige Nahrung und Getränke zubereitet, damit der müde Mann wieder munter wurde.

Pflanzenbeschreibung

Anis Heimisch ist der Anis im südöstlichen Mittelmeerraum und Asien. Nach Mitteleuropa kam der Anis durch Mönche und Nonnen in Klostergärten.

Der Anis ist eine einjährige Pflanze. Er wird etwa 50 cm hoch.

Die Blätter im unteren Bereich sind dreilappig, weiter oben sind sie gefiedert. Ganz oben sind die Blätter schmal gelappt.

Im Juli und August blüht der Anis in weißen Dolden.

Aus den Blüten entstehen die Früchte mit ihrer eiförmigen Form, die sich nach oben verjüngen.

Vom tödlich giftigen Schierling kann man den Anis am leichtesten durch den angenehmen Duft unterscheiden.

Anbau

Der Standort sollte trocken, warm und sonnig sein.

Der Boden sollte wasser- und luftdurchlässig sein.

Im Frühjahr im Abstand von etwa 20 cm aussäen.

Da die Pflanze einjährig ist, muss man sie jedes Jahr neu säen, man sollte aber an gleicher Stelle nur alle 3 Jahre Anis anbauen.

Ernte

Sobald im Frühherbst die Samen-Früchte reif sind, werden diese geerntet, diese werden sanft nachgetrocknet und dürfen auf keinen Fall erhitzt werden, da sonst die wertvollen ätherischen Öle verloren gehen.

Bei der Lagerung kann sich an den Gefäßwänden ein Teil der ätherischen Öle niederschlagen, dies ist zwar ein Zeichen für unsachgemäße Lagerung hat aber keinen großen Einfluss auf die Qualität der Samen.

Quelle: http://heilkraeuter.de/lexikon/anis.htm

Gruß an die Heilpflanzen

TA KI

 

 

Wissenswertes zur Pflanzenheilkunde


Pflanzenheilkunde oder Phytotherapie bezeichnet die Lehre von der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel zur Vorbeugung und Therapie von Erkrankungen. Sie gehört zu den ältesten bekannten Therapien, die kulturübergreifend auf allen Erdteilen anzutreffen ist. Den Begriff Phytotherapie prägte im 20. Jahrhundert der Arzt Rudolf Fritz Weiss, der ihn im deutschen Sprachraum einführte.

Die verschiedenen Bestandteile der Pflanzenheilkunde

Als Grundlage der Pflanzenheilkunde gilt die Lehre von den Heilpflanzen (Heilpflanzenkunde oder Phytopharmakognosie), das Wissen um Inhaltsstoffe und Wirkung der verschiedenen zur Heilung verwendeten Pflanzen. Pharmakologie beschreibt die Lehre von der Wechselwirkung zwischen Stoff und Lebewesen. Pharmazeutik ist die Lehre von den Arzneimitteln und Toxikologie die Lehre von den Giftstoffen. Sie alle sind Bestandteil der Pflanzenheilkunde.

In der Pflanzenheilkunde kommen ganze Pflanzen oder Pflanzenteile wie Wurzeln, Rinde, Samen oder Blätter zur Anwendung, die man als Aufguss, Tee, Saft, ätherisches Öl, Salbe oder Tinktur zubereitet. Eine Isolierung einzelner Pflanzenwirkstoffe nimmt man anders als bei schulmedizinischen Präparaten nicht vor. Pflanzenheilkunde ist neben der Homöopathie und der anthroposophischen Medizin eine von dreien außerhalb der Schulmedizin anerkannten Therapieformen. Pflanzliche Mittel darf man ohne besonderen Nachweis der Wirksamkeit verordnen.

Der pflanzliche Farbstoff Chlorophyll

Die grüne Färbung vieler Pflanzen rührt von diesem Farbstoff her. Er ähnelt dem menschlichen roten Blutfarbstoff Hämoglobin im chemischen Aufbau sehr. Chlorophyll kommt in Pflanzen und Algen vor und ist für die Photosynthese unerlässlich. Bei der Photosynthese wandeln die Zellen der grünen Pflanzen die Energie des Lichts in eine für alle Lebewesen nutzbare Form der chemischen Energie um: in das Kohlenhydrat Glucose. Zu dieser besonderen Syntheseleistung sind keine anderen Lebewesen außer Pflanzen, Algen und einigen Mikroorganismen fähig.

Forscher fanden darüber hinaus heraus, dass Chlorophyll unangenehmen Körpergeruch vermindert (z. B. nach dem Genuss von Knoblauch oder bei Diäten).

Bitterstoffe zur Heilung

Die Wirkung von Heilpflanzen beruht auf verschiedenen Wirkkomponenten. Einige bekannte Wirkstoffe häufig angewendeter Heilpflanzen sind Bitterstoffe und Schleimstoffe. Beruht die Heilwirkung einer Pflanze auf ihren bitter schmeckenden Inhaltsstoffen, spricht man von Bitterstoffdrogen. Pharmazeutisch spricht man von einer Droge, wenn es um Wirkstoffe pflanzlicher, tierischer oder chemischer Herkunft geht. Bei den Pflanzen, die aufgrund ihrer Bitterstoffe heilsam wirken, unterscheidet man drei Gruppen:

  1. reine Bitterstoff-Drogen
  2. Pflanzen, die Bitterstoffe in Kombination mit ätherischen Ölen enthalten
  3. Pflanzen, die neben Bitterstoffen scharf schmeckende Wirkstoffe enthalten

Reine Bitterstoffe reizen die Geschmacksknospen der Zunge im hinteren Zungenareal und bewirken die vermehrte Bildung und Ausschüttung von Verdauungssäften besonders im Magen. Aus diesem Grund dienen Bitterstoffe dazu, den Appetit anzuregen und die Verdauungsfunktionen zu unterstützen. Bekannte Vertreter dieser Heilpflanzengruppe sind Tausendgüldenkraut und Gelber Enzian. Deren Wirkung beruht vor allem auf den Bitterstoffen Amarogentin und Gentiopikrin. Das Tausendgüldenkraut enthält die Bitterstoffe in Stengeln und Blüten, beim Enzian gilt die Wurzel als Lieferant der begehrten Stoffe. Darüber hinaus setzt man diese Heilpflanzen als tonisierende (anregende) Arzneien bei Rekonvaleszenz und nervöser Erschöpfung ein

Wirkung und Vertreter

Bitterstoffe in Gesellschaft von ätherischen Ölen wirken auf die Magensaftausschüttung und tonisierend, wobei die ätherischen Öle unterstützend mitwirken. Diese Drogen fördern die Darm-, Gallen- und Leberfunktion. Darüber hinaus kommen ihnen die antibakteriellen Eigenschaften der ätherischen Öle zugute. Man begrüßt meist ebenfals den leicht harntreibenden Effekt dieser Pflanzen. Bekannte Vertreter dieser Pflanzengruppe sind Beifuß, Wermut (Bitterstoff Absinthin), Engelwurz, Benediktinerkraut und Pomeranze (Bitterorange). In Verbindung mit scharf schmeckenden Stoffen unterstützen Bitterstoffe den Kreislauf. Zu diesen Heilpflanzen zählen Pfeffer, Ingwer und Galgant.

Eine traditionelle Anwendung bitterer Pflanzenzubereitungen ist der bittere Salat am Abend aus Endivie oder Chicorée, der schlaffördernd wirken soll. Beide Pflanzen enthalten bittere Lactane. Eine weitere in der Ernährung genutzte Wirkung der Bitterstoffe ist der gallentreibende Effekt von Löwenzahn und Artischocke. Der Bitterstoff der Artischocke (Cynarin) hilft darüber hinaus, den Cholesterinspiegel zu senken. Es hemmt den Fettabbau bei der Verdauung und die Freisetzung von Fettbegleitstoffen wie Cholesterin. Zusammen mit dem Cholesterin, das die Leber für die Bildung von Gallensäuren verbraucht, trägt dies zur Senkung des Cholesteringehaltes im Blut bei.

Helfende Schleimstoffe

Unter Pflanzenschleimen versteht man in der Heilkunde Stoffe, die Kohlenhydrate enthalten und unter Zugabe von Wasser stark aufquellen. Sie bilden dann eine gallertartige Masse. Bei vielen Pflanzen unterstützen die Schleimstoffe die Wirkung der jeweiligen Hauptinhaltstoffe. Anders bei Eibisch, Malve, Spitzwegerich (zusammen mit Gerbstoffen), Königskerze (zusammen mit Saponinen), Huflattich (zusammen mit Gerbstoffen), Leinsam und Isländisch Moos (zusammen mit Bitterstoffen). Hier gelten Schleimstoffe als vorherrschendes Wirkprinzip. Schleimstoffe legen sich als dünner, schützender Film auf die gereizten Schleimhäute und halten weitere Reizungen fern. Diese Eigenschaft nutzt man bei Leinsam zur Linderung einer Magenschleimhautentzündung.

Pflanzenschleime nimmt der Körper nicht durch die Darmwand ins Blut auf, sie entfalten daher ihre Wirkung nur lokal an der Schleimhaut. Da Leinsam jedoch viel Flüssigkeit bindet (daher bei der Einnahme von Leinsamen immer viel trinken), wirkt er zugleich mild abführend. Aus diesem Grund verzehrt man ihn oft pur oder als Zugabe zu Joghurt, Dickmilch oder Müsli. Bekannt ist die hustenlindernde Wirkung von Spitzwegerich, Isländisch Moos und Huflattich. Auch hier legen sich die Schleime schützend auf die Schleimhaut des Rachens oder des Kehldeckels. Sie wirken also, wenn die Ursache des Hustens dort liegt. Eine interessante Wirkung der Schleimstoffe besteht darin, dass sie die Geschmacksempfindungen vor allem für saures Empfinden mindern. Schleimstoffreiches Obst wie Himbeeren schmeckt daher trotz eines geringeren Zuckergehaltes, süßer als die schleimstoffarmen Johannisbeeren.

Quelle: http://www.fid-gesundheitswissen.de/pflanzenheilkunde/

Gruß an die Natur

TA KI

Die besten Tipps für ein starkes Immunsystem


Wie das Immunsystem natürlich gestärkt werden kann

Das Immunsystem besteht nicht nur aus einem Organ sondern, so wie es der Name schon verrät, aus einem ganzen System. Zu diesem gehören alle lymphatischen Organe, lymphatischen Gewebe, Hormonsystem und Nervensystem. Bei dieser Komplexität ist verständlich, dass sich Einflüsse wie Stress, massive Belastungen im Leben oder Hormonschwankungen negativ auf das Immunsystem auswirken können. Um dieses zu stärken, müssen verschiedene Aspekte bedacht und organübergreifend therapiert werden.

Das Abwehrsystem: Aufbau und Entwicklung

Zu den Organen des Abwehrsystems gehören das Knochenmark, die Milz, der Thymus, Lymphknoten, Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln sowie das lymphatische Gewebe im Darm. Die Zellen, die mit der Abwehr beschäftigt sind, entwickeln sich alle aus einer sogenannten Stammzelle im Knochenmark. Anschließend wandern diese Zellen dann an die verschiedensten Stellen im Körper, um dort ihrer Abwehrarbeit nachzukommen.


Die zum Immunsystem zählenden Organe werden in primäre und sekundäre lymphatische Organe unterteilt. (Bild: Henrie/fotolia.com)

Die Organe und das Gewebe des Immunsystems werden in zwei Kategorien eingeteilt: Erstere bilden die primären lymphatischen Organe wie Thymus und Knochenmark. Hier reifen die unreifen Immunzellen zu sogenannten immunkompetenten Zellen heran und gelangen dann in die zweite Kategorie, die sekundären lymphatischen Organe. Diese bestehen aus den Lymphknoten, dem sogenannten lymphatischen Rachenring (Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln), der Milz, den Peyer-Plaques (lymphatisches Gewebe im Dünndarm) und weiteren Lymphgeweben im Körper. Dort gehen die Immunzellen ihrer Arbeit nach.

Ein Baby kommt mit einem sogenannten Nestschutz auf die Welt. Das bedeutet, dass die Mutter, solange das Kind noch im Mutterleib ist, plazentagängige Antikörper auf das Ungeborene, (Immunglobuline der Klasse G, kurz: IgG ) überträgt. Somit besitzt das Kind gleich nach der Geburt für die ersten Monate eine passive Immunität in Bezug auf Krankheiten wie z.B. Masern, Röteln und Mumps.

Nach den ersten Monaten sinkt dieser Antikörperspiegel im Blut ab und die Kleinen sind in den ersten Lebensjahren äußerst anfällig für Infektionen. Der Organismus des Kindes wird im weiteren Lebensverlauf mit vielen Erregern konfrontiert und legt sich dadurch, über Jahre hinweg, selbst eine aktive Immunität zu.

Zellen der Abwehr

Die eigentlichen Abwehrzellen gehören alle zu der Gruppe der Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Diese werden aus der Stammzelle im Knochenmark gebildet. Diese Vorläuferzellen der Leukozyten können zwei verschiedene Entwicklungswege einschlagen. Entweder werden sie zu Granulozyten, Monozyten oder Makrophagen, wobei diese drei Zellarten zu dem sogenannten unspezifischen Abwehrsystem gehören. Oder sie entwickeln sich zu den lymphatischen Vorläuferzellen, aus denen dann später Lymphozyten oder natürliche Killerzellen werden. Diese Zellarten wiederum bilden einen Teil der spezifischen Abwehr.

Unspezifische Abwehr

Die unspezifische Abwehr ist für eine schnelle Reaktion verantwortlich. So ist zum Beispiel gewährleistet, dass die bei einer kleinen Schnittwunde eingedrungenen Erreger, schnellstens unschädlich gemacht werden. Zu der unspezifischen Abwehr gehören auch Substanzen, die sich im Speichel befinden, um hier schnell für eine Abwehr zu sorgen.

Spezifische Abwehr

Diese Art der Abwehr braucht etwas länger, um effektiv wirken zu können. Sie hat die Gabe, sich Erreger merken zu können um bei einem erneuten Eindringen sofort zu reagieren. Ein Beispiel dafür ist eine bereits durchgemachte Kinderkrankheit, die bei einem Neukontakt sofort vom Körper erkannt und abgewehrt wird.

Das unspezifische und spezifische Abwehrsystem arbeiten nicht getrennt sondern übergreifend. So ist es möglich, dass erstere zum Beispiel einen Erreger „markiert“, damit dieser von der spezifischen Abwehr anschließend schneller erkannt und eliminiert werden kann.


Das Immunsystem ist entscheidend für die Abwehr von Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien. (Bild: ag visuell/fotolia.com)

Das Immunsystem

Das Immunsystem ist kein isoliertes System, sondern arbeitet eng mit dem Abwehrsystem, dem Hormonsystem und dem Nervensystem zusammen. Dementsprechend ist es auch beeinflussbar durch Gedanken, Gefühle und Stress.

Das Immunsystem hat die Aufgabe abzuwehren, zu zerstören oder zu adaptieren. Damit ist nicht nur Arbeit auf der rein körperlichen Seite gemeint, sondern auch auf seelischer und geistiger Ebene. So gelingt es dem einen Menschen Dinge, die auf ihn einstürmen, abzuwehren und dabei gesund zu bleiben. Der andere reagiert auf nahezu dieselben Lebensumstände mit ständig wiederkehrenden Infekten. Jeder Mensch hat seine „schwachen“ Körperregionen, die am ehesten zu Erkrankung neigen, wenn Stress, Trauer oder massive Belastungen das Leben erschweren.

Ursachen für ein schwaches Immunsystem

Starke Störungen im Immunsystem entstehen durch Autoimmunerkrankungen. Bei diesen richten sich die Abwehrmechanismen nicht gegen Eindringlinge, sondern gegen körpereigenes Gewebe. Das Immunsystem bei diesen Erkrankungen zu stärken, erfordert große Vorsicht, da eine Stimulation hier eventuell zu einer Verschlimmerung führen kann. Bei Autoimmunerkrankungen darf daher nur moduliert und niemals stimuliert werden.

Medikamente, wie Schmerzmittel oder Zytostatika, können auch zu einer Schwäche des Immunsystems führen. Massive Nierenerkrankungen, bei denen es zu Eiweißverlusten kommt, haben häufig ein gestörtes Immunsystem zur Folge.

Gleiches gilt für Hungerzustände, Diabetes, Kinderkrankheiten sowie über kurze Zeiträume auch für akute und chronische Infektionen. Übermäßiger Sport, massive Sonnenexposition, Hormonstörungen, Stress und starke seelische und körperliche Belastungen führen unter Umständen auch zu einem geschwächten Immunsystem.


Stress, Krisen und starke seelische Belastungen können die Abwehrkräfte schwächen. (Bild: vgstudio/fotolia.com)

Stärkung des Immunsystems

Um das Immunsystem zu stärken muss der Mensch als Ganzes gesehen werden. So sollte nicht nur etwas für die Körperabwehr getan, sondern auch der Mensch als Gesamtheit mit Seele und Geist gestärkt werden.

Einerseits müssen die Schleimhäute in den Atemwegen und im Darm abgehärtet werden. Andererseits ist es wichtig, die Betroffenen dabei zu unterstützen, (wieder) zu einem inneren Gleichgewicht bzw. einem Wohlfühlzustand zu gelangen. Hier ist kein allgemeingültiges Rezept vorhanden, das jedem Menschen bei der Stärkung seiner Abwehr hilft. Jeder Mensch reagiert individuell und genau so ist auch sein Immunsystem zu behandeln.

Die richtige Ernährung für eine starke Abwehr

Grund für eine geschwächte Abwehr und damit verbundene häufige Infektionskrankheiten wie Erkältung, Bronchitis etc. kann auch eine mangelhafte Ernährung ohne ausreichend Vitamine und Mineralstoffe sein. Gerade Menschen, die viel Stress haben und ständig unter Zeitdruck stehen, neigen häufig zu ungünstige Ernährungsgewohnheiten. Sie verzehren öfter Fast-Food, essen im Stehen bzw. Gehen und greifen schnell zwischendurch zu ungesunden Snacks, anstatt sich Zeit für eine gesunde, ausgewogene Mahlzeit zu nehmen.

Um die Abwehr zu stärken, sollte daher das eigene Ernährungsverhalten kritisch geprüft und gegebenenfalls rasch geändert werden. Versuchen Sie, möglichst ausgewogen und vielfältig zu essen und vor allem viel Gemüse und Obst zu sich zu nehmen. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt hier täglich fünf Portionen, die möglichst frisch bzw. kurz gegart oder zum Teil auch in Form von Saft oder Smoothie zu jedem Essen gehören sollten.


Ernährungsexperten empfehlen für eine gesunde Ernährung fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. (Bild: Alexander Raths/fotolia.com)

Bei den Vitaminen sind vor allem die vor freien Radikalen schützenden Vitamine A, C und E wichtig. Erstere finden sich z.B. in Möhren, Tomaten und Spinat. Reich an Vitamin C sind unter anderem Zitronen, Kiwis, Brokkoli und Paprika. Vitamin E bekommen Sie z.B. durch Sonnenblumen- und Olivenöl, Mandeln und Walnüsse.

Die Ernährung sollte reichlich Vollkornprodukte, Reis, Kartoffeln und Hülsenfrüchte enthalten. Denn diese enthalten viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, gleichzeitig aber kaum Fett und Cholesterin. Die Ballaststoffe sorgen zudem dafür, dass die Darmschleimhaut ihre Aufgabe als Schutzschild gegen schädliche Erreger besser wahrnehmen kann.

Milchprodukte gehören (in Maßen) zu einer ausgewogenen Ernährung, da die enthaltenen Milchsäurebakterien positiv auf die Darmflora und damit auf das Immunsystem wirken. Andere tierische Produkte wie Fleisch, Wurstwaren und Eier sollten hingegen nur sparsam eingesetzt werden. Seefisch (mit anerkannt nachhaltiger Herkunft) als Lieferant für Omega-3-Fettsäuren, Jod und Selen, empfiehlt sich ein- bis zweimal in der Woche.

Generell sollten pflanzliche Fette und Öle bevorzugt werden (z. B. Raps- und Sojaöl), da sie im Vergleich zu tierischen Fetten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Versuchen Sie, auf Zucker bzw. zuckerhaltige Lebensmittel so gut es geht zu verzichten und verwenden Sie wenig Salz. Geben Sie stattdessen Ihren Gerichten lieber mit Kräutern und Gewürzen den richtigen Geschmack.

Wichtig ist, stets auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten. Am besten geeignet sind dabei Wasser bzw. Mineralwasser, Früchtetees sowie verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte. Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol sollten hingegen nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Die Psyche stärken mit natürlichen Mitteln

Steht die Psyche im Vordergrund, das heißt werden Betroffene stark durch seelische Belastungen in ihrer Abwehr beeinflusst, so muss hier als Erstes gegengesteuert werden. Empfehlenswerte Entspannungsverfahren zum Stressabbau sind in diesem Fall zum Beispiel Yoga oder autogenes Training.


Die Bachblütentherapie eignet sich gut zur Stärkung der psychischen Gesundheit. Die Auswahl der richtigen Blüte(n) erfolgt hier entsprechend des aktuellen Gemütszustandes des Patienten. (Bild: Johanna Mühlbauer/fotolia.com)

Um die Psyche positiv zu stärken, kann eine individuell abgestimmte Bachblütentherapie sehr wirksam sein. Dr. Bach, der Begründer dieser Therapie, hat 38 Blüten entdeckt, die jeweils für einen bestimmten Seelenzustand stehen. Leidet der Patient beispielsweise an mangelndem Selbstvertrauen, hilft Cerato. Mentale Erschöpfung kann mithilfe von Hornbeam gelindert werden und gegen depressive Stimmung wird Mustard eingesetzt. Bei Angstzuständen wäre Aspen das Mittel der Wahl, innere Unruhe lässt sich wiederum mit Rock Rose behandeln.

Um die richtige Blüte bzw. Kombination zu ermitteln, muss der aktuelle Seelenzustand genau analysiert werden. Sind die passenden Blüten identifiziert, wird daraus eine Tropfenlösung für die orale Einnahme erstellt. Andere Therapeuten arbeiten mit der klassischen Homöopathie, die ebenfalls sehr erfolgreich eingesetzt werden kann. Nach einer ausführlichen Anamnese wird das, für den Menschen passende, homöopathische Mittel verabreicht.

Weitere naturheilkundliche Mittel für die Seele liegen im Bereich der Komplexhomöopathie (Arzneimittel aus mindestens zwei Wirkstoffen), der Mineralstofftherapie mit Schüßler-Salzen (Heilen mit Mineralsalzen), der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und Aromatherapie (Heilen mit ätherischen Ölen).

Gesund durch pflanzliche Immunmodulatoren

Naturheilmittel, die das Immunsystem stärken sollen, wurden früher mit dem Begriff „Abhärtung“ bezeichnet. Dazu gehören Kneipp´sche Güsse, Sauna und tägliche Bürstenmassagen.

In der heutigen Naturheilkunde werden die Formulierungen Immunstimulation (Anregung der Immunantwort) und Immunmodulation (Veränderung der Immunantwort) gebraucht. Das Immunsystem unterliegt dabei heutzutage einer hohen Anforderung. Umweltgifte, Zivilisationskost und Stress bringen erhebliche Belastungen des Immunsystems mit sich. Deshalb wird in der Therapie meist eine Immunmodulation bevorzugt und auf eine Immunstimulation verzichtet.

Zu den Immunmodulatoren gehören Pflanzen wie Sonnehut (Echinacea), Mistel, Taigawurzel (Eleutherokokkus) oder der Lebensbaum (Thuja). Diese Pflanzen müssen jedoch in bestimmten Dosierungen und Potenzierungen eingesetzt werden, um ihre modulatorische Wirkung entfalten zu können.


Ein leckerer Tee mit Hagebutte stärkt die Abwehr und fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers. (Bild: laboko/fotolia.com)

Heilpflanzen wie Hagebutten und Lindenblüten können ebenfalls zu einem gesunden und starken Immunsystem beitragen. Ein Tee aus diesen Pflanzen kann dabei nicht die Abwehr positiv beeinflussen, sondern wirkt zugleich schleimlösend und ist daher ein gutes Hausmittel bei Erkältung.

Teemischung zur Abwehrstärkung:

  • 25 Gramm Hagebutten
  • 25 g Lindenblüten
  • 15 g Orangenschalen
  • 15 g Holunderblüten

Vermischen Sie die Zutaten und geben Sie einen gehäuften Esslöffel der Mischung in eine Tasse Gießen Sie einen Viertelliter kochendes Wasser darüber. Lassen Sie den Aufguss vor dem Abseihen 10 Minuten zugedeckt ziehen. Trinken Sie den Tee zwei bis drei Mal am Tag möglichst heiß. Bei Bedarf kann etwas Honig zum Süßen hinzu gegeben werden.

Eigenbluttherapie zur Aktivierung der Abwehr

Eine häufig eingesetzte Therapie zur Stärkung des Immunsystems ist die Eigenbluttherapie. Dabei wird aus der Vene Blut entnommen und dem Körper direkt oder aufbereitet in Form einer intramuskulären (in den Muskel) oder subcutanten (unter die Haut) Injektion wieder zurückgegeben. Durch diese Injektion bildet sich eine Entzündung, die wie eine kleine Infektion den ganzen Körper betrifft. Daraufhin werden verschiedene Immunreaktionen ausgelöst, da das injizierte Blut als fremd erkannt wird.

Durch die Aktivierung der Abwehr werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt und dadurch längerfristig das Immunsystem gestärkt. Bei einer Eigenbluttherapie wird meist über einen Zeitraum von 10 Wochen, einmal wöchentlich, Blut entnommen und injiziert. (sw, nr; zuletzt aktualisiert am 25.1.2017)

Quelle: http://www.heilpraxisnet.de/hausmittel/immunsystem-staerken.html

Gruß an die Wisenden

TA KI