Calcium richtig einnehmen


Ein Calciummangel kann langfristig krank machen. Wer jedoch Calcium in Form einer Nahrungsergänzung einnehmen möchte, weiss möglicherweise nicht immer, wie und wann dies am besten zu bewerkstelligen ist. Wir erklären, wie Sie herausfinden können, ob Sie zusätzliches Calcium benötigen und in welcher Form Sie es einnehmen können. Sie erfahren ausserdem, zu welcher Tageszeit Sie Calcium am besten nehmen, wie Sie es mit den Mahlzeiten kombinieren und ob Sie Calcium mit anderen Nahrungsergänzungen zusammen einnehmen können oder besser nicht.

Calcium als Nahrungsergänzung – Die richtige Einnahme

Um bestmöglich von Calciumpräparaten profitieren zu können, sollte man das Calcium nicht einfach zwischen Tür und Angel einnehmen, sondern bei der Einnahme einige Dinge beachten. Wir erklären, wie man Calcium richtig einnimmt.

Wie wichtig eine Nahrungsergänzung mit Calcium ist, zeigen längst Studien, denn Calciummangel ist gar nicht so selten – auch wenn es gemeinhin gerne heisst, die Bevölkerung sei mit der herkömmlichen Ernährung bestens mit Nähr- und Vitalstoffen versorgt und man solle bloss keine Nahrungsergänzungen einnehmen.

Im Jahr 2010 las man im renommierten Journal of Nutrition, dass nur 15 Prozent der 9- bis 13jährigen Mädchen, weniger als 10 Prozent der 14- bis 18jährigen Mädchen sowie weniger als 10 Prozent aller Frauen über 50 Jahren über die Ernährung ausreichend Calcium zu sich nehmen. Die Studie bezog sich nicht auf ein Entwicklungsland, sondern auf die ganz normale US-Bevölkerung.

In einer Studie vom Mai 2015 untersuchte man die Nährstoffversorgung von Kindern in Europa und stellte auch hier fest, dass latente Vitalstoffmängel (darunter auch eine zu geringe Calciumzufuhr) keine Seltenheit sind. In manchen Lebenssituationen ist die Einnahme von zusätzlichem Calcium daher dringend erforderlich.

Calciummangel ist nicht einfach diagnostizierbar

Calcium ist ein wichtiger Mineralstoff, ja, mengenmässig sogar der wichtigste Mineralstoff des Menschen. Im Körper befindet sich der Grossteil des Calciums (99 Prozent) zusammen mit Magnesium und Phosphat in den Knochen und Zähnen. Nur 1 Prozent schwimmt im Blut und in anderen Körperflüssigkeiten – und genau das ist das Problem, wenn man messtechnisch herausfinden möchte, ob man gut mit Calcium versorgt ist oder nicht.

Denn im Blut bleibt der Calciumspiegel immer recht identisch, ganz gleich wie die Versorgung des Organismus aussieht. Zwar schwankt auch im Blut der Calciumspiegel je nach Tageszeit ein wenig, da er von verschiedenen Hormonen abhängig ist, die ihre aktiven und weniger aktiven Phasen haben. Da in den Knochen jedoch naturgemäss sehr viel Calcium vorhanden ist, steht dem Blut hier ein wunderbares Reservoir zur Verfügung, aus dem es sich jederzeit bedienen kann.

Den persönlichen Calciumbedarf einschätzen

Man müsste also eher den Calciumgehalt der Knochen messen, um den persönlichen Calciumstatus herauszufinden, was jedoch meist nur zur Osteoporoseabklärung gemacht wird. Sehr viel sinnvoller ist es überdies, schon präventiv tätig zu werden, also noch bevor man eine schwindende Knochendichte erkennen könnte.

Zu diesem Zweck überprüft man seine Ernährung, seinen Gesundheitszustand und seine Lebensweise.(…)

Man kann sich z. B. die folgenden Fragen stellen:

  • Wie viel Calcium liefert meine Nahrung?
  • Achte ich bei der Zusammenstellung meiner Ernährung auf Faktoren, die die Calciumaufnahme fördern bzw. meide ich Faktoren, die meine Calciumversorgung verschlechtern könnten? (Beispiel: Früchte fördern die Calciumaufnahme, zu viel Salz sowie Kaffee und schwarzer Tee verschlechtern die Calciumbilanz)
  • Nehme ich Medikamente, die zu Calciumverschleiss führen, den Calciumbedarf erhöhen oder die Calciumresorption hemmen (z. B. Säureblocker, Cortison, Schilddrüsenhormone, Abführmittel etc.)?
  • Habe ich Gesundheitsbeschwerden, die einen Calciummangel begünstigen, z. B. Magenprobleme, chronische Darmerkrankungen, Nierenfunktionsstörungen?
  • Bewege ich mich genug, was den Calciumeinbau in die Knochen fördert?
  • Nehme ich genügend Vitalstoffe zu mir? Z. B. Vitamin D, das die Resorption von Calcium aus dem Darm fördert und Vitamin K, das den Calciumeinbau in die Knochen unterstützt?
  • Ist mein Calciumbedarf vielleicht derzeit so hoch, dass ich ihn allein über die Ernährung nicht decken kann? (Z. B. wenn die Gefahr einer Osteoporose droht)

Anhand Ihrer Antworten können Sie erstens einschätzen, ob Sie eine Nahrungsergänzung mit Calcium einnehmen sollten und Sie können zweitens entscheiden, welche Änderungen Ihrer Lebensweise Sie herbeiführen sollten, um künftig für eine bessere Calciumverwertung zu sorgen (sich mehr bewegen, Vitamine D und K einnehmen etc.). Sicher hilft Ihnen Ihr Arzt, Heilpraktiker oder ganzheitlicher Ernährungsberater bei der Beantwortung der obigen Fragen.

(…)

Die richtige Calcium-Dosis festlegen

Wenn Sie sich sodann für ein passendes Calciumpräparat entschieden haben, heisst es, die richtige Dosis festzulegen, die Sie benötigen. (…)

Der Calciumbedarf pro Tag wird im Allgemeinen für Erwachsene mit 1000 bis 1200 mg angegeben. Diese Calciummenge umfasst die Gesamtcalciumaufnahme pro Tag (dazu zählt also der Calciumgehalt der Nahrung und auch jener in Nahrungsergänzungen).

Enthält Ihre tägliche Ernährung beispielsweise 600 mg Calcium, könnten Sie 400 mg über eine Nahrungsergänzung zu sich nehmen.

Sobald Sie sich für eine bestimmte Dosis entschieden haben, geht es darum, wie und wann Sie Calciumpräparate am besten einnehmen.

Calcium richtig einnehmen

Calciumpräparate richtig einzunehmen, ist schon fast eine Kunst. Denn selbst, wenn man ein hervorragendes Calcium zu Hause hat, es aber falsch einnimmt, kommt man nicht umfassend in den Genuss des Calciums oder verträgt es womöglich nicht so gut. Daher nachfolgend die wichtigsten Tipps zur richtigen Calciumeinnahme:

Calcium mit dem Essen oder nüchtern einnehmen?

Calciumcarbonat benötigt ausreichend Magensäure, um optimal resorbiert werden zu können, ganz besonders isoliertes Calciumcarbonat (üblicherweise in Brausetabletten enthalten), weniger die natürlichen Calciumcarbonate wie die Sango Meeres Koralle und die Alge Lithothamnium calcareum.

Wer nur über wenig Magensäure verfügt und Calciumcarbonat zum Essen nimmt, läuft Gefahr, dass das Calciumcarbonat die sowieso schon geringfügige Magensäure noch weiter reduziert, nämlich neutralisiert. Daher nimmt man es am allerbesten ausserhalb der Mahlzeiten – und zwar auf möglichst viele kleine Dosen verteilt (siehe nächster Punkt).

Bei Magensäureüberschuss (Sodbrennen etc.) wirkt Calciumcarbonat lindernd, so dass man es in diesem Fall einnehmen kann, sobald die einschlägigen Beschwerden plagen, also auch zum oder unmittelbar nach dem Essen.

Calciumcitrat benötigt zur Resorption keine Magensäure. Es kann daher im Grunde zu einem x-beliebigen Zeitpunkt eingenommen werden – ob nüchtern, zum Essen oder nach dem Essen ist somit fast gleichgültig.

Allerdings hat die Einnahme von Calcium – ob Citrat oder (bei ausreichender Magensäure) Carbonat – zum Essen auch einen eindeutigen Vorteil: Ist der Körper gerade mit der Verdauungsarbeit beschäftigt, dann ist die Darmpassage des Calciums verlangsamt, was dem Darm über einen längeren Zeitraum hinweg die Gelegenheit gibt, das Calcium in aller Ruhe und somit in höheren Mengen aufzunehmen.

Auch führt die Einnahme von Calciumcitrat auf leeren Magen bei manchen Menschen zu Magendrücken, so dass die Einnahme zu den Mahlzeiten oft angenehmer ist.

Wenn Sie ein Calciumcarbonat zu Hause haben, es aber nicht so gut vertragen (u. U. aufgrund von Magensäuremangel), dann geben Sie etwas Zitronensaft dazu, was die Verträglichkeit steigert.

Besser mehrere kleine Calcium-Portionen als eine grosse

Aus einer Mahlzeit können allerhöchstens 500 mg Calcium resorbiert werden, häufig auch weniger – immer abhängig von den individuellen Resorptionsfähigkeiten, vom eigenen Vitamin-D-Spiegel und auch abhängig davon, woraus die Mahlzeit bestand und welche Nährstoffe sonst noch gerade resorbiert werden müssen.

Würden Sie also Ihren Calcium-Tagesbedarf von 1000 mg auf einmal zu sich nehmen, dann würde das zwar Ihre Nieren belasten (weil höchstens die Hälfte davon resorbiert werden würde und die Nieren den Rest ungenutzt wieder ausleiten müssen), Ihr Tagesbedarf wäre aber noch lange nicht gedeckt.

Am allerbesten ist es daher, wenn Sie die tägliche Calciumdosis, die Sie einnehmen möchten, in mindestens zwei Dosen aufteilen, z. B. zweimal je 300 oder 400 mg. Gerne können Sie das Calcium auch auf drei oder mehr Dosen aufteilen, wenn Sie organisatorisch damit nicht überfordert sind.

Mehrere kleine Dosen können stets besser und umfassender aufgenommen werden als wenige grosse. Besonders einfach geht das mit den Sango Tabs, die auch unterwegs einfach gekaut werden können.

Man kann auch die Calcium-Tagesdosis morgens mit einem Schuss frisch gepressten Zitronensaft in eine Flasche Wasser geben und davon immer wieder einen Schluck trinken.

Lediglich bei der therapeutischen Anwendung von Calcium zur Vorbeugung der Osteoporose in oder nach den Wechseljahren und wenn die Ernährung calciumarm gestaltet wird, lohnen sich offenbar höhere Dosen, wie im nächsten Abschnitt erklärt wird:

Calcium morgens oder abends einnehmen?

Gerade wenn man verstärkten Knochenabbau verhindern will, möchte man bei der Calciumeinnahme keinen Fehler machen.

In einer Studie mit Frauen nach der Menopause hatte sich gezeigt, dass eine einmalige Dosis in Höhe von 1000 mg am Abend bereits ein solcher Fehler wäre. Diese Einnahme-Methode konnte zwar den Knochenabbau über Nacht aufhalten, aber nicht am folgenden Tag.

Die Einnahme von morgens 500 mg und abends 500 mg reduzierte wiederum den Knochenabbau am Tag, jedoch nicht in der Nacht. Erst bei einer Einnahme von 500 mg morgens und 1000 mg am Abend konnte der Knochenabbau sowohl über Nacht als auch tagsüber gehemmt werden. Wohlgemerkt, diese Studie betraf Frauen nach der Menopause, die konkret zur Risikogruppe für Osteoporose gehörten.

Dennoch wird häufig die Einnahme von Calcium am Abend empfohlen, um einen nächtlichen Knochenabbau zu verhindern. Wie jedoch im vorigen Abschnitt erklärt, ist die allerbeste Lösung jene, Calcium in mehreren kleinen Dosen über den Tag verteilt einzunehmen, wobei man die letzte Dosis natürlich dann auch auf den Abend vor dem Schlafengehen legen kann.

Vitamin D & Co. nicht vergessen!

Natürlich muss bei der Einnahme von Calciumpräparaten auch an jene Nähr- und Vitalstoffe gedacht werden, die der Organismus sowohl für die Resorption als auch für die Verwertung des Calciums benötigt.

Fehlen diese Begleitstoffe, wäre alle Calcium-Mühe umsonst. Selbst die beste Calciumquelle könnte dann nicht wie erhofft wirken, ja, es käme zu einem Calciummangel trotz hervorragender Calciumeinnahme.

Vitamin D

An erster Stelle steht hier das Vitamin D. Ohne Vitamin D kann Calcium nicht aus dem Darm resorbiert werden. Bedenken Sie jedoch, dass Sie umso mehr Calcium resorbieren, je mehr Vitamin D Sie nehmen.

Wenn Sie also langfristig hohe Vitamin-D-Dosen einnehmen, dann kann dies auch zu einer Calcium-Überdosierung führen, falls Sie gleichzeitig verstärkt Calciumpräparate zu sich nehmen.

Nehmen Sie daher in diesem Fall nur so viel Calcium ein, wie Sie auch tatsächlich benötigen. Denn der angegebene Tagesbedarf von 1000 bis 1200 mg Calcium für Erwachsene geht von einer Resorptionsquote von gerade einmal 30 Prozent aus. Diese Quote kann sich aber bei hohen Vitamin-D-Dosen stark erhöhen.

Zu einer Nahrungsergänzung mit etwa 500 mg Calciumcarbonat genügt im Allgemeinen die Einnahme von 1000 bis maximal 2000 IE Vitamin D3 pro Tag – vorausgesetzt Ihr Vitamin-D-Spiegel liegt in akzeptablen Bereichen.

Falls nicht, muss dieser natürlich mit höheren Vitamin-D-Dosen wieder in den Normalbereich gebracht werden. Reduzieren Sie in dieser Zeit jedoch die Dosis Ihrer Calciumnahrungsergänzung.(…)

Vitamin K2

Vitamin K2 ist für die ordnungsgemässe Umverteilung des Calciums im Körper zuständig. Ist ausreichend Vitamin K2 vorhanden, kann das Calcium dorthin gebracht werden, wo es auch hingehört, nämlich in die Knochen und Zähne.

Fehlt Vitamin K2, kann es passieren, dass das Calcium sich verstärkt an Stellen ablagert, wo man es ganz und gar nicht haben will – wie z. B. in den Blutgefässen oder in den Nieren (Nierensteine) o. ä.

Die erforderliche Vitamin-K2-Dosis liegt zwischen 45 und 200 Mikrogramm pro Tag – abhängig von Ihrer Ernährung, Ihrem Befinden und natürlich auch der Vitamin-D-Einnahme.

Wir empfehlen folgende Vitamin-K2-Einnahme:
 

  • 100 µg Vitamin K2 bei bis zu 2.500 IE Vitamin D pro Tag
  • 200 µg Vitamin K2 bei Vitamin-D-Dosen über 2.500 IE pro Tag
     

Beachten Sie jedoch auch den Vitamin-K2-Gehalt Ihrer Nahrung. Wenn Sie über die Nahrung genügend Vitamin K2 aufnehmen, müssen Sie eventuell nur in den ersten Wochen Ihrer Vitamin-D-Einnahme Vitamin K2 einnehmen. Informationen dazu finden Sie hier: Vitamin K2 (Regel Nr. 11)

Vitamin K2 gibt es in verschiedenen Formen, wir empfehlen als Nahrungsergänzung das Menachinon-7, das auch als MK-7 abgekürzt wird. Es ist vegan und gilt als die am besten resorbier- und verwertbare Vitamin-K2-Form.

Wer Blutverdünner oder andere Medikamente einnimmt, die sich mit Vitamin K nicht so gut vertragen, muss die Vitamin-K-Gabe vorsichtshalber mit dem Arzt besprechen.

Magnesium

Magnesium aktiviert Vitamin D. Das heisst, ohne Magnesium kein wirksames Vitamin D, und ohne wirksames Vitamin D keine Calciumresorption im Darm. Daher ist Magnesium mit das wichtigste Mineral, an das man denken muss, wenn man seine Knochengesundheit verbessern bzw. die Calciumversorgung optimieren möchte.

Immer wieder erschienen in den letzten Jahren Studien, in denen sich zeigte, dass die Nahrungsergänzung mit Calcium nicht so ideal (z. B. für das Herz-Kreislauf-System) sei oder auch nicht die erwünschte Wirkung auf die Knochen habe. Das Problem ist hier jedoch nicht etwa das Calcium, sondern das fehlende Magnesium. Ist man gut mit Magnesium versorgt, schadet Calcium keineswegs dem Herzen (im Gegenteil) und kann erst jetzt den Knochen nutzen.

Wenn Sie die Sango Meeres Koralle nehmen, so ist in ihr bereits Magnesium enthalten.(…)

Der Tagesbedarf an Magnesium beträgt für einen Erwachsenen etwa 400 mg. Wer über die Ernährung täglich diese Magnesiummenge aufnimmt, dürfte bei einer Vitamin-D-Supplementierung von bis zu 5.000 IE gut versorgt sein.

Wer jedoch mehr Vitamin D einnimmt, sollte mit dieser höheren Vitamin-D-Dosis auch Magnesium einnehmen, und zwar zwischen 200 und 300 mg – je nach Magnesiumgehalt der Ernährung.

Calcium und Magnesium – zusammen einnehmen oder getrennt?

Nun heisst es häufig, Magnesium und Calcium dürfe man nicht gemeinsam einnehmen, weil sich diese gegenseitig bei der Resorption behindern würden. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn Sie beide Mineralstoffe im richtigen Verhältnis einnehmen, dann fördern sich die beiden sogar gegenseitig.

Problematisch wird es nur, wenn Sie von einem der beiden sehr viel und vom anderen nur sehr wenig einnehmen. Dann kann es zu einer Unterversorgung desjenigen Minerals kommen, das nur in geringen Mengen aufgenommen wird.

Ein gutes Magnesium-Calcium-Verhältnis wäre 1 : 2 bis sogar 2 : 1 – wobei hier unbedingt die Ernährung ebenfalls mit einbezogen werden sollte. Denn wenn Sie beispielsweise eine calciumreiche Ernährung praktizieren, dann benötigen Sie keine Calcium-Nahrungsergänzungen, aber umso mehr eine Magnesium-Nahrungsergänzung, um das Gleichgewicht zwischen beiden Mineralstoffen wieder herzustellen.

Angenommen, Ihre Ernährung weist zwar ein ausgewogenes Magnesium-Calcium-Verhältnis auf, enthält aber von beiden Mineralstoffen zu wenig, um Ihren Bedarf zu decken, dann kämen beispielsweise die folgenden Kombinationen in Frage:

  • Wenn Sie 800 mg Calcium einnehmen, könnten Sie 400 mg Magnesium einnehmen.
  • Nehmen Sie 300 mg Calcium, können Sie 150 bis theoretisch 600 mg Magnesium einnehmen. (Theoretisch deshalb, weil Magnesium in höheren Dosen abführend wirken kann).
  • Nehmen Sie 150 mg Calcium, können Sie bis zu 300 mg Magnesium einnehmen.

In der Sango Meeres Koralle sind beide Mineralstoffe bereits naturgemäss in einem guten Verhältnis (1 : 2) kombiniert. Wenn Sie zwei verschiedene Präparate haben (z. B. ein Calciumcitrat und ein Magnesiumcitrat, dann kümmern Sie sich um eine dem erwünschten Verhältnis entsprechende Dosierung.

Magnesium und Calcium können also zusammen eingenommen werden. Sie können aber auch das eine morgens, mittags, abends und das andere vormittags und nachmittags nehmen. Lediglich über den Tag verteilt sollte ein ordentliches Verhältnis erreicht werden.

Calcium und andere Nahrungsergänzungen

Benötigen Sie neben Calcium und Magnesium noch andere Nahrungsergänzungen, wie z. B. Eisen und Zink, dann heisst es ebenfalls oft, dass es hier zu Wechselwirkungen kommen könne. Studien zeigten jedoch folgendes:

  • Nimmt man Calcium in Dosen von weniger als 1500 mg, muss man keinerlei ungünstige Wechselwirkungen mit anderen Mineralstoffen oder Spurenelementen befürchten. Bei einer Calciumaufnahme von mehr als 1500 mg täglich (z. B. bei einem therapeutischen Einsatz des Calciums) ist es jedoch möglich, dass das Calcium die Aufnahme anderer Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Eisen hemmt.
  • In einer Studie schien es zunächst so, als hemme eine Calcium-Nahrungsergänzung die Resorption von Eisen. Dann zeigte sich jedoch, dass dies wirklich nur so schien, nämlich 1,5 Stunden nach der gleichzeitigen Aufnahme von Calcium und Eisen. Nach 4 Stunden jedoch konnten keine negativen Auswirkungen auf den Eisenspiegel beobachtet werden.
  • Umgekehrt können Eisen und Zink die Calciumresorption hemmen, aber nur, wenn grosse Eisen- oder Zinkmengen eingenommen werden (z. B. 60 mg pro Tag, was eigentlich niemand tut) und gleichzeitig niedrige Calciummengen vorhanden waren.
  • Bei organischen Eisenverbindungen, z. B. chelatiertem Eisen sind noch weniger Einflüsse auf die Resorption anderer Mineralstoffe zu befürchten, als dies bei einem anorganischen Eisenpräparat (Eisensulfat) der Fall sein könnte.
  • Darüber hinaus zeigte sich in Untersuchungen, dass eine gegenseitige Resorptionshemmung oft nur dann beobachtet werden kann, wenn man die Stoffe zusammen auf nüchternen Magen einnimmt. Nimmt man sie zum Essen, war alles bestens.

Wenn Sie dennoch auf Nummer Sicher gehen möchten, dann halten Sie einfach zwischen den einzelnen Nahrungsergänzungen einen Zeitabstand von drei Stunden ein.

Angenommen, Sie haben einen Eisenmangel und nehmen ein Eisenpräparat ein, müssen aber zusätzlich mit Calcium und Magnesium supplementieren, dann nehmen Sie Calcium und Magnesium beispielsweise morgens, nachmittags und abends und das Eisen zum Mittagessen.

Zeitabstand zu Medikamenten und manchen Nahrungsergänzungen

Falls Sie Medikamente nehmen müssen, empfiehlt es sich ebenfalls, einen zeitlichen Abstand von mindestens zwei bis drei Stunden zwischen der Einnahme der Medikamente und der Calciumeinnahme einzuhalten.

Mit Antibiotika, Bisphosponaten (Osteoporosemedikamente) und Bluthochdruckmedikamenten gibt es meist Wechselwirkungen, so dass Sie in diesen Fällen das Calcium unbedingt mit mindestens dreistündigem Abstand nehmen sollten.

Herzmedikamente können durch das Calcium in ihrer Wirkung verstärkt werden. Also auch hier – genau wie bei L-Thyroxin (Schilddrüsenhormon) – einen ordentlichen Abstand einhalten. Am besten besprechen Sie die Angelegenheit mit Ihrem Arzt.

Lebensmittel, die die Calciumaufnahme hemmen können

Verschiedene Lebensmittel bzw. Stoffe darin können die Calciumaufnahme hemmen oder zu einer verstärkten Calciumausscheidung über den Urin führen und sollten daher – wenn man seine Calciumversorgung verbessern möchte – gemieden werden. Kochsalz beispielsweise (auch in natriumreichen Mineralwässern enthalten) schwemmt Calcium aus dem Körper aus. Wer salzarm isst, hat somit schon einmal einen viel niedrigeren Calciumbedarf als Menschen, die ständig nachsalzen.

Alkoholische Getränke, Kaffee, Schwarztee und andere koffeinhaltige Getränke sowie Zucker erhöhen ebenfalls die Calciumausscheidung über die Nieren.

Phosphathaltige Lebensmittel wie z. B. Wurstwaren, Schmelzkäse, Softdrinks etc. verschlechtern die Calciumresorption aus dem Darm.

Fettreiche Speisen behindern ebenfalls die Calciumaufnahme, während eine proteinlastige Ernährung die Calciumausscheidung fördert. Mit fettreich ist hier nicht etwa ein Salat mit Mandelmusdressing gemeint, sondern beispielsweise Wurst, Käsewürfel und Bratwürstchen.

Oft werden beim Thema Calcium auch die Phytinsäure oder die Oxalsäure genannt, die angeblich die Calcium-Aufnahme erschweren sollen. Phytinsäure findet sich insbesondere in Getreide, Samen und Nüssen.

Einen Mineralstoffmangel durch Phytinsäure erleidet jedoch in unseren Gefilden niemand. Bekannt ist das Phänomen lediglich aus armen Ländern, in denen die Menschen nicht nur insgesamt wenig zu essen haben, sondern auch noch oft nur von etwas Getreidebrei leben müssen.

Da Phytinsäure auch vorteilhafte Auswirkungen auf die Gesundheit hat, lohnt es sich also nicht wirklich, phytinsäurehaltige Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen.

Auch oxalsäurereiche Lebensmittel wie Sauerampfer, Kakao, Mangold, Portulak, Gänsefuss etc. werden selten in riesigen Mengen vertilgt und noch seltener als Alleinnahrung. Sie haben daher auch keinen übermässigen Einfluss auf den Mineralstoffhaushalt eines Menschen, der sich abwechslungsreich ernährt.

Ballaststoffe werden manchmal als resorptionsverschlechternd aufgeführt. Dies mag zutreffen, wenn Sie zu Ihrem Calciumpräparat auch einen grossen Löffel Flohsamenschalenpulver oder Kleie einnehmen würden. Denn schliesslich handelt es sich dabei um konzentrierte und isolierte Ballaststoffe, die eine ganz andere Wirkung haben als beispielsweise ein Vollkornbrot, als Vollkornpasta oder ein Gemüseteller.

Konzentrierte und isolierte Ballaststoffe nimmt man daher meist auf leeren Magen und mindestens im Abstand von 30 Minuten zu den Mahlzeiten und Nahrungsergänzungen – zumal sie auch dann die beste Wirkung haben (verdauungsfördernd, entgiftend).

Lebensmittel, die die Calcium-Resorption fördern

Früchte können die Calciumaufnahme fördern. Einerseits sind es die organischen Fruchtsäuren, die die Calciumaufnahme verbessern, andererseits ist es das Vitamin C, die ebenfalls diese Funktion erfüllt. Sie können daher sehr gut Ihr Calciumpräparat zu oder nach einem Fruchtsalat einnehmen oder auch zu einem bunten Salat mit einem Dressing aus Orangen- oder Zitronensaft.

Natürlich kann man Calcium im Grunde zu oder nach allen basenüberschüssigen und vitalstoffreichen Mahlzeiten einnehmen, da diese frei von resorptionshemmenden Eigenschaften sind (Phosphate, Zucker, Salz, Alkohol, Koffein) und weder fettreich noch proteinlastig sind.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/calcium-richtig-einnehmen.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

Fersensporn – Ganzheitliche Massnahmen


Ein Fersensporn ist ein knöcherner Auswuchs am Fersenbein. Er bildet sich bei permanenter fehlerhafter Belastung oder Überlastung des Fusses. Nicht immer, aber manchmal macht sich der Fersensporn schmerzhaft bemerkbar, nämlich dann, wenn es an der Ferse zusätzlich zu entzündlichen Prozessen kommt. Bei jedem Schritt sticht es jetzt in die Ferse, als stecke ein Nagel in der Schuhsohle. Mit ganzheitlichen Massnahmen kann man in vielen Fällen dafür sorgen, dass sich die Entzündung wieder zurückbildet und man sich bald wieder schmerzfrei bewegen kann.

Fersensporn – Entstehung und Symptome

Bei einem Fersensporn bildet sich am Fersenbein (Knochen der Ferse) ein knöcherner teils dornförmiger Auswuchs – und zwar meist genau dort, wo die Plantarfaszie ansetzt. Dieser Sporn kann die Plantarfaszie reizen und dort zu Entzündungen führen, die mit stechenden Schmerzen einhergehen.

Die Plantarfaszie ist eine Sehnenplatte, die an der Fusssohle vom Fersenbein bis zur Zehenbasis verläuft. Sie spannt das Fusslängsgewölbe auf und dämpft den Aufprall beim Gehen und Laufen. Ist die Plantarfaszie beispielsweise dauerhaft überdehnt, leidet man an einem Platt- bzw. Senkfuss.

Um die Plantarfaszie jedoch merklich reizen zu können, muss der Fersensporn laut mancher Quellen mindestens 10 mm gewachsen sein. Daher haben viele Menschen einen Fersensporn, wissen aber gar nichts von ihm, weil sie ihn nicht spüren.

Taucht der Schmerz aber auf, dann denkt man fast bei jedem Schritt an den Fersensporn. Es fühlt sich an, als habe man einen Nagel in der Schuhsohle, der sich in die Ferse bohrt. Besonders schlimm sind die ersten Schritte am Morgen oder nach längeren Ruhe-/Sitzpausen. Im Laufe der Bewegung mildert sich der Schmerz etwas und wird erträglicher.

Aufgrund des Schmerzes humpelt man häufig und belastet den Fuss verstärkt auf der Aussenkante. Dies kann dazu führen, dass sich der Schmerz verlagert und bis in den Unterschenkel zieht.

Auch wenn man bei 70 Prozent aller Patienten mit entzündeter Plantarfaszie (Plantarfasziitis) einen Fersensporn findet, kann die Plantarfasziitis (Entzündung der Plantarfaszie) auch ohne Fersensporn auftreten.

Fersensporn an der Achillessehne

Der Fersensporn wiederum kann sich nicht nur am vorderen Fersenbein bilden, sondern auch am hinteren/oberen, also dort, wo die Achillessehne ansetzt. Es kommt jetzt beim Gehen und Stehen weniger zu einem stechenden Schmerz, sondern vielmehr zu einem Druckschmerz. Auch eine Schwellung und Rötung am Achillessehnenansatz ist häufig erkennbar.

Oft ist es übrigens nicht einmal der Fersensporn, der Auslöser der Entzündung und der Schmerzen im Fuss ist. In vielen Fällen ist es der Plantarfaszienansatz, der überfordert und überlastet ist, dadurch kleine Risse bekommt, brüchig wird und sich letztendlich entzündet. Jetzt versucht der Organismus durch die Bildung von zusätzlichem Knochenmaterial den Sehnenansatz und das Fersenbein zu schützen. Der Fersensporn entsteht. Die Bildung eines Fersensporns ist somit eigentlich die Folge einer Selbstschutzmassnahme des Organismus.

Fersensporn – Die Diagnose

Ein Fersensporn kann in fast jedem Alter auftreten, bevorzugt jedoch im mittleren Alter. Er kann sehr leicht auf dem Röntgenbild entdeckt werden. Auf dem Röntgenbild sieht man oft auch Hinweise auf eine mögliche Fehlstellung oder Fehlbelastung der Fersen.

Der Zustand der Plantarfaszie (verdickt? entzündet?) lässt sich per Ultraschall einschätzen. Auch kann man über Ultraschalluntersuchungen den späteren Heilerfolg überprüfen.

Andere Ursachen eines Fersenschmerzes

Da Fersenschmerzen jedoch auch ganz andere Ursachen haben können, sollte man nicht nur an einen Fersensporn denken, sondern vom Orthopäden alle andere Möglichkeiten ausschliessen lassen.

Dem Fersensporn ähnliche Schmerzen kann beispielsweise auch ein eingeklemmter Nerv verursachen. Genauso können eine Achillessehnenverkürzung, eine Arthrose im Fuss, ein Gichtanfall oder eine Arthritis zu Schmerzen in der Ferse führen. Weitere Problematiken, die Fersenschmerzen zur Folge haben können, sind eine Haglundferse und die Verminderung des Fersenfettpolsters:

  • Verminderung des Fersenfettpolsters: Das Fersenfettpolster ist ein Stossdämpfer, um die Stösse beim Gehen auf die Ferse zu mildern. Bildet es sich zurück, dann kommt es zu einer starken Belastung der Nerven und Sehnen, was zu Fersenschmerzen führen kann. Cortisoninjektionen, die manches Mal beim Fersensporn in die Ferse gegeben werden, können zu genau dieser Fersenfettpolsterverminderung führen, was dann natürlich langfristig erneut zu Fersenschmerzen führt.
  • Haglundferse: Hierbei handelt es sich um ein Überbein an der Ferse, das ebenfalls zu Entzündungen und damit zu Fersenschmerzen führen kann.

Ist es jedoch tatsächlich ein Fersensporn, dann interessiert natürlich die Ursache. Denn um den Fersensporn nachhaltig heilen zu können, muss in erster Linie die Ursache behoben werden.

Ursachen des Fersensporns

Eine für den Fersensporn typische Überlastung findet man z. B. bei vielen Athleten und Läufern. Auch Menschen, die nach jahrelanger Untätigkeit ganz neu mit Joggen oder Walken durchstarten, können aufgrund der plötzlich ungewohnten Belastung einen Fersensporn entwickeln.

Die Ursachen und Risikofaktoren eines Fersensporns werden daher folgendermassen angegeben:
 

  • Übermässiges Joggen oder Springen auf harten Untergründen
  • Ungewohntes Walken, Joggen oder Springen nach langen inaktiven Phasen
  • Regelmässige lange Autofahrten, bei denen die Füsse gezwungen sind, in einer bestimmten, meist angespannten Haltung zu verharren
  • Einseitiges oder unnormales Gehen, was für das Fersenbein, aber auch für die Bänder, Sehnen und Nerven übermässigen Stress und übermässige Belastung bedeutet
  • Schlecht passende Schuhe, harte oder hochhackige Schuhe, letztere verkürzen die hinteren Sehnen und Muskeln
  • Übergewicht und Fettleibigkeit
  • Diabetes kann das Fersensporn-Risiko erhöhen
  • Verkürzte Achillessehne: Bei einer verkürzten Achillessehne wird beim Gehen und Laufen die Plantarsehne stärker belastet. Es kann zu einer Überlastung des Plantarsehnenansatzes und somit zu einem Fersensporn kommen. Eine gut gedehnte Achillessehne beugt diesem Zustand vor.
  • Chronisch verkrampfte Wadenmuskulatur

Herkömmliche Therapieformen des Fersensporns

Die schulmedizinische Vorgehensweise beim Fersensporn besteht aus Schonung, speziellen Übungen, Eisauflagen, Schuheinlagen, entzündungshemmenden Medikamenten und besonderen Therapieformen, wie z. B. die Stosswellentherapie, die jedoch nicht in jedem Fall von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Natürlich sollte auch aus Sicht der Schulmedizin die Ursache gefunden und möglichst behoben werden, was besonders einfach ist, wenn es ungünstiges Schuhwerk war, das den Fersensporn wachsen liess.

Da die Ursachen des Fersensporns so unterschiedlich sind, müssen die Massnahmen an die individuelle Situation des einzelnen Patienten angepasst werden.

Ungünstig ist es in jedem Fall, den Fersenschmerz zu ignorieren und einfach weiter zu trainieren. Schonung ist zunächst angesagt. Aufgrund der Enzündung sind ausserdem kühle Umschläge sehr sinnvoll.

Da es jedoch auch nicht besonders ideal ist, sich überhaupt nicht mehr zu bewegen, helfen Schuheinlagen die Überlastung des Plantarsehnenansatzes zu reduzieren. Fällt die Überlastung weg, kann der Heilprozess einsetzen.

Zu den herkömmlichen Behandlungsmethoden, wie z. B. Kältetherapie, Stosswellentherapie, Phono- und Iontophorese, Kältetherapie, Matrixtherapie etc. lassen Sie sich bitte von Ihrem Orthopäden und Physiotherapeuten beraten.

Gerade letzterer wird Ihnen ausserdem spezielle Dehnungsübungen gegen Ihre Fersenschmerzen sowie Massnahmen zeigen, die Ihnen helfen, bisherige Fehlbelastungen zu korrigieren. Sämtliche Therapien gegen den Fersensporn können deutlich wirkungsvoller sein, wenn der Patient regelmässig Dehnübungen der Sehnen (Achilles- und Plantarsehne) und Muskeln durchführt, so dass es sehr empfehlenswert ist, die Tipps des Physiotherapeuten auch umzusetzen.

Cortison beim Fersensporn

In manchen Fällen von Fersenschmerzen werden auch Cortisoninjektionen gegeben. Cortison ist zwar sehr schnell wirksam (entzündungshemmend und schmerzlindernd), aber nicht wirklich nachhaltig. Denn die Ursache bleibt bestehen. Ausserdem kann Cortison – wie oben bereits erwähnt – zum Abbau des Fersenfettpolsters führen, was die gesamte Ferse schwächt und anfällig für weitere Fussbkeschwerden macht.

Zusätzlich kann Cortison sogar den Sehnenansatz spröde machen und das Gewebe dort so schwächen, dass die Sehnenrissgefahr steigt. Diese Nebenwirkung bleibt noch Monate oder sogar Jahre nach der Cortisonanwendung bestehen. Cortison kann also langfristig Fersenprobleme nicht nur verstärken, sondern ganz neue erschaffen. Cortison sollte daher nach Möglichkeit nur kurzfristig oder gar nicht in die Therapie des Fersensporns mit einbezogen werden.

Botox beim Fersensporn

Manchmal wird bei Fersenschmerzen Botox in den Fuss gespritzt. Botox wirkt bekanntlich muskelentspannend, entkrampfend, ja geradezu lähmend. Im Fuss nimmt Botox den Zug vom Sehnenansatz und kann bei einem entzündeten Plantarfaszienansatz zu einer bis zu einjährigen Beschwerdefreiheit führen. Darüber hinaus kommt es nicht zu den cortisontypischen Rückbildungen des Fersenfettpolsters.

Schmerzmittel beim Fersensporn

Neben Cortison kommen häufig noch andere Entzündungshemmer zum Einsatz – und zwar solche, die man einnehmen kann. Dabei handelt es sich ganz einfach um die üblichen Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac und ASS.

Da die Medikamente die Entzündung und damit auch den Schmerz – womöglich trotz anhaltender Fehl- oder Überlastung – lindern, ist der Patient versucht, sich weder zu schonen noch die Ursachen zu beheben. Die Therapie und der Heilprozess ziehen sich dadurch in die Länge, was nun wiederum die Gefahr der typischen Nebenwirkungen der Entzündungshemmer mit sich bringt. Dazu gehören Verdauungsbeschwerden (Übelkeit, Magendrücken, Völlegefühl bis hin zum Leaky Gut Syndrom, inneren Blutungen und Magengeschwüren).

Um einen Teil dieser Nebenwirkungen zu verhindern, wird daher oft gleichzeitig ein sog. Magenschutz verschrieben. Dahinter aber verbergen sich Protonenpumpenhemmer (Säureblocker), wie z. B. Omeprazol, Pantoprazol oder ähnliche. Ihre Nebenwirkungen sind nicht viel harmloser als jene der Entzündungshemmer, wie wir hier beschreiben: PPI – Der Teufelskreis der Säureblocker

Operation beim Fersensporn

In manchen Fällen wird der Fersensporn auch operativ entfernt. Das jedoch nützt nicht viel, wenn die ursächliche Fehlbelastung nicht behoben wird. Dann nämlich bildet sich der Fersensporn wieder neu. Aus diesem Grund wird eine Operation auch nur empfohlen, wenn sich der Fersensporn bzw. die mit ihm in Verbindung stehenden Schmerzen mit nichtoperativen Methoden auch nach einem Jahr noch nicht beheben liessen, was nur bei 10 Prozent der Betroffenen der Fall sein soll.

Wie jede Operation, so birgt auch die operative Entfernung des Fersensporns Risiken. Nerven könnten verletzt werden, so dass es anschliessend zu Nervenschmerzen oder dauerhafter Taubheit im Fuss kommen könnte. Wird die Plantarfaszie verletzt, kann es zu Fusskrämpfen, Sehnenentzündungen und Instabilität des Fusses kommen.

Ganzheitliche Massnahmen beim Fersensporn

Da die schulmedizinischen Therapievorschläge oft rein symptomatisch oder nebenwirkungsreich sind, suchen viele Menschen nach natürlichen Möglichkeiten, den Fersensporn und die mit ihm einhergehenden Entzündungen auf natürliche Weise wieder abzubauen bzw. den Organismus so zu stärken, dass der Heilprozess beschleunigt werden kann.

Selbstverständlich gehören in die ganzheitliche Therapie des Fersensporns bzw. der Fersenschmerzen ebenfalls die passenden Schuheinlagen, um die Plantarfaszie zu entlasten, richtiges Schuhwerk, Physiotherapie, Massagen (u. a. der Triggerpunkte) und regelmässige Übungen, die man zu Hause durchführen sollte. Denn Nahrungsergänzungen und die richtige Ernährung können hier wirklich nur unterstützend helfen, da diese Massnahmen natürlich nicht in der Lage sind, verkürzte Sehnen zu dehnen oder dauerhaft die Muskulatur zu entkrampfen.

1. Dehnen auf dem Treppenabsatz

Bei vielen Menschen ist die Wadenmuskulatur chronisch verkrampft (besonders bei Frauen, die gerne Schuhe mit hohen Absätzen tragen) und die Sehnen sind verkürzt. Die folgende Übung (sie wird auf http://www.tennisarm.ch vorgestellt) kann hier erfahrungsgemäss nach spätestens zwei Wochen bereits deutliche Erfolge erzielen:

Stellen Sie sich mit der vorderen Hälfte Ihrer Füsse auf eine Treppenstufe. Die hintere Hälfte schwebt in der Luft. Lassen Sie nun die Fersen nach unten sinken – so weit es geht. Bleiben Sie dabei mit dem Restkörper in aufrechter Position. Sie werden ein Ziehen in den Waden spüren. Auch ein leichter Schmerz ist möglich. Zu starke Schmerzen sollten aber vermieden werden. Gehen Sie also nur so weit mit den Fersen nach unten, dass die Übung für Sie erträglich ist.

Halten Sie die Übung 20 Sekunden lang. Bringen Sie Ihren Fuss anschliessend wieder in die Waagerechte, wo er entspannen kann. Dann erneut die Fersen nach unten kippen lassen und die Dehnung für 20 Sekunden halten usw. Üben Sie auf diese Weise täglich 5 bis 10 Minuten. Gehen Sie es jedoch langsam an. Dehnen Sie besser weniger stark, aber halten die Dehnung länger.

2. Triggerpunkt-Massage

Bei manchen Betroffenen hilft alles Dehnen nichts. Sobald sie jedoch mit der Triggerpunkt-Massage beginnen, ist Besserung in Sicht – oft nach vielen Monaten des Leidens. Bei einem Triggerpunkt handelt es sich um sog. Muskelknoten, Ansammlungen von Muskelfasern, die stark verspannt sind. Sie geben diese Anspannung nicht selten an die Plantarfaszie weiter und führen so zu Fersenschmerzen.

Die Triggerpunkt-Therapie kann von speziell darin ausgebildeten Physiotherapeuten ausgeführt werden. Sie können jedoch auch lernen, einige Triggerpunkte selbst zu massieren. Tasten Sie Ihre Waden oder auch direkt die Füsse ab. Drücken Sie dabei sanft verschiedene Punkte. Sie werden sehen, manche Bereiche fühlen sich völlig normal an, andere Bereiche schmerzen plötzlich sehr heftig. Das sind Ihre Triggerpunkte!

Wenn Sie Ihre Triggerpunkte gefunden haben, können Sie diese gezielt massieren: Setzen Sie sich so hin, dass Sie Ihre Fusssohle massieren können. Legen Sie nun Ihren Daumen auf einen der Triggerpunkte und üben Sie 10 Sekunden lang Druck auf ihn aus. Lassen Sie los und üben Sie erneut 10 Sekunden Druck auf den Triggerpunkt aus. Gehen Sie so bei jedem Triggerpunkt vor – jeweils etwa drei- bis fünfmal.

Sie werden sehen, dass der Schmerz durch anhaltenden Druck immer schwächer wird. Wird er es nicht, drücken Sie womöglich zu stark, was Ihr Nervensystem nicht so gerne mag. Pausieren Sie in diesem Falle kurz und starten dann erneut – diesmal mit weniger Druck.

Eine Alternative ist, jeden Triggerpunkt mit 10 bis 15 ganz kurzen Massagestrichen zu massieren.

Wenn Sie sich mit dieser Beschreibung überfordert fühlen, suchen Sie nach der „Triggerpunkttherapie bei Fersenschmerzen“ im Internet. Sie finden dort ausführliche Anleitungen. Auch gibt es Seminare, in denen man die Triggerpunktmassage erlernen kann.

3. Warme Öl-Fussmassagen

Warme Ölmassagen sind für die Füsse eine wahre Wohltat. Sie verbessern die Durchblutung, entspannen das verhärtete Gewebe und beschleunigen so den Heilprozess. Erwärmen Sie eine kleine Menge Kokos- oder Olivenöl und massieren Sie es gründlich in Ihre Füsse und Fersen. Sie können in das Öl zusätzlich ätherische Öle mit entzündungshemmenden Eigenschaften geben, wie z. B. Rosmarin- oder Thymianöl. Im Netz finden Sie Videos, die Anregungen zu Fussmassagen geben. Natürlich können Sie die Ölmassagen auch mit einer Triggerpunkt-Massage verknüpfen.

Testen Sie ferner, ob Ihnen Wärme oder Kälte besser bekommt. Wechselhafte Anwendungen (Wechselbäder) sind bei manchen Patienten ebenfalls oft hilfreich, wobei man stets mit der Kälte endet.

4. Hausmittel beim Fersensporn

Zahlreiche Hausmittel werden beim Fersensporn empfohlen. Ihre Anwendung kann allenfalls begleitend empfohlen werden, da sie allein eingesetzt beim Fersensporn und den damit in Verbindung stehenden Fersenschmerzen sicher keine nachhaltige Heilwirkung haben werden:

Apfelessig

Apfelessig wirkt schwach entzündungshemmend und etwas schmerzlindernd. Tauchen Sie dazu ein kleines Tuch/Handtuch, das Sie in Form Ihres Fusses geschnitten haben, in Apfelessig. Wringen Sie es gut aus, legen Sie es in Ihren Schuh und tragen Sie den Schuh nun wie gewohnt. Das Tuch sollte – so lange es im Schuh liegt – feucht bleiben. Machen Sie dies mindestens eine Woche lang.

Alternativ können Sie auch Fussbäder mit Apfelessig nehmen. Giessen Sie dazu eine halbe Tasse erwärmten Apfelessig in eine kleine Fussbadewanne mit warmem Wasser. Baden Sie Ihre Füsse darin 5 bis 10 Minuten lang – zweimal täglich über ein bis zwei Wochen hinweg.

Begleitend dazu können Sie auch die innerliche Apfelessig-Kur durchführen, bei der man täglich 1 Teelöffel bis 1 Esslöffel naturtrüben Apfelessig in ein Glas warmes Wasser gibt und dies zweimal täglich trinkt. Wenn Ihnen die Mischung zu sauer ist, können Sie 1 kleinen Teelöffel Honig dazu geben. Die gesundheitlichen Vorteile dieser Vorgehensweise lesen Sie auch hier: Apfelessig – Nicht nur zum Abnehmen

Eis-Behandlungen

Eis bzw. Kälte ist bei Entzündungen bekanntlich besonders gut. Auch Schwellungen können unter Kälteanwendungen zurückgehen. Legen Sie einfach eine zur Hälfte gefüllte Wasserflasche für etwa 30 bis 60 Minuten in das Gefrierfach. Die kalte Flasche können Sie jetzt – während Sie auf einem Stuhl sitzen – unter die Füsse legen. Rollen Sie die Flasche 10 bis 15 Minuten unter den Füssen. Legen Sie ein Tuch über die Flasche, damit Ihre Füsse nicht direkt in Kontakt mit dem eisigen Gegenstand kommen.

Epsomsalz

Epsomsalz ist Magnesiumsulfat und für seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bekannt – sei es innerlich oder äusserlich. Auch das Epsomsalz gilt als natürliche und sanfte Möglichkeit, Schmerzen und Entzündungen ein wenig zu lindern.

Geben Sie regelmässig am Abend 2 bis 3 Esslöffel Epsomsalz in eine Fussbadewanne mit warmem Wasser und baden Sie die Füsse 10 bis 15 Minuten darin. Massieren Sie Ihre Füsse gleichzeitig, um das verkrampfte Gewebe zu lösen und für Entspannung und bessere Durchblutung zu sorgen. Die Plantarfaszie verliert dadurch ihre Verhärtungen und Verspannungen. Tragen Sie anschliessend eine Fusscreme auf und gehen Sie gleich schlafen oder ruhen Sie sich aus.

Bentonit oder Zeolith mit Arnika

Auch regelmässige Bentonit- oder Zeolithumschläge mit Arnika-Essenz können entspannend und schmerzlindernd wirken. Dazu mischt man Bentonit bzw. Zeolith in einem Schüsselchen mit so viel Wasser, bis eine breiähnliche Konsistenz erreicht ist. Jetzt wird 1 EL Arnikaessenz dazu gegeben (z. B. von Weleda) und verrührt. Dieser Brei wird etwa einen halben Zentimeter dick auf die Ferse gestrichen und darf nun etwa 30 bis 60 Minuten einwirken. Er sollte in jedem Fall abgewaschen werden, bevor er vollständig austrocknet.

5. Nahrungsergänzungsmittel beim Fersensporn

Da die Fusssohle und dort die Plantarfaszie zu den eher schlecht durchbluteten Gewebebereichen des Körpers gehören, finden Nähr- und Vitalstoffe auch nicht so leicht Zugang und können daher auch nicht so beeindruckend wirken, wie man das vielleicht von Beschwerden in anderen Körperbereichen kennt. Nichtsdestotrotz ist auch der Fuss auf eine ordnungsgemässe Versorgung mit allen erforderlichen Nähr- und Vitalstoffen angewiesen. Und gerade weil dort nicht ganz so viel davon ankommt, wie man sich das wünschen würde, ist es wichtig, sich so gut mit diesen lebensnotwendigen Stoffen zu versorgen, damit wenigstens die benötigte Mindestmenge der Nähr- und Vitalstoffe die Ferse und Fusssohle erreichen kann.

Klinische Studien zur Wirkung der vorgestellten Vitalstoffe oder Nahrungsergänzungen liegen selten vor. Betrachten Sie unsere Hinweise daher als Ideen, die sich in der Praxis in vielen Fällen als hilfreich erwiesen haben und die Sie mit Ihrem Arzt besprechen, überprüfen und dann ggf. ausprobieren können.

Magnesium

Magnesium ist ein Mineralstoff, der sich auf ein überlastetes Fersenbein und das umliegende entzündete Gewebe mehrfach positiv auswirken kann. Einerseits wirkt Magnesium entzündungshemmend. Andererseits ist es wichtig für eine richtige Calciumverteilung im Körper sowie für eine gesunde Knochenbildung (mehr als die Hälfte des Körpermagnesiums ist in den Knochen gespeichert). Des Weiteren wird Magnesium für die Proteinbildung benötigt, für gesunde Nerven- und Muskelfunktionen und auch für die Bildung des körpereigenen Antioxidans namens Glutathion.

Da ein Magnesiummangel gar nicht so selten ist, wie oft behauptet wird, überprüfen Sie bitte in jedem Fall Ihre Magnesiumversorgung und optimieren Sie diese, wenn Sie feststellen, dass Sie zu wenig davon zu sich nehmen.

Interessante Magnesiumquellen sind beispielsweise Kürbiskerne, Linsen, Kichererbsen, weisse und schwarze Bohnen, Vollkornreis, grünes Blattgemüse, getrocknete Bananen und Trockenfeigen. (…)

Bei einer chronischen und dazu noch entzündlichen Erkrankung des Körpers steigt der Magnesiumbedarf noch weiter an. Sie können daher zur Deckung Ihres erhöhten Magnesiumbedarfes zusätzlich auch ein Magnesiumpräparat einnehmen (2 mal 100 bis 200 mg pro Tag). (…)

MSM – Organischer Schwefel

Kommt es zu Entzündungen im Bereich der Muskeln und Gelenke, dann empfiehlt die Naturheilkunde häufig MSM – organischen Schwefel – kurweise über eine Woche hinweg, mit täglich mehrmaliger Einnahme, z. B. 3 x täglich 1000 mg, am besten gemeinsam mit Magnesium.(…)

Auch bei Arthrose wird MSM häufig empfohlen, da der Stoff – gemeinsam mit Glucosamin – Schmerzen lindert, Schwellungen mindert, die Regeneration des Bindegewebes fördert und die Beweglichkeit verbessert (MSM bei Arthrose).

Alle beschriebenen Eigenschaften und Wirkungen von MSM klingen im Zusammenhang mit dem Fersensporn höchst interessant und vielversprechend, so dass die Schwefelverbindung auch hier eingesetzt werden könnte.

Vitamin B5

Vitamin B5 (Pantothensäure) ist ein Vitamin, das sich um eine ordnungsgemässe Nerven- und Muskelfunktion kümmert. Es ist beispielsweise an der Bildung von Acetylcholin beteiligt, einem Neurotransmitter (Botenstoff), der Nervensignale an die Muskeln weitergibt. Genauso weiss man, dass Vitamin B5 Heilprozesse unterstützt und beschleunigt.  

Zwar liefern viele Lebensmittel Vitamin B5. Um jedoch eine therapeutische Wirkung zu erzielen, sollte das Vitamin erstens höher dosiert (z. B. täglich bis zu 100 mg) und zweitens gemeinsam mit anderen B-Vitaminen als Nahrungsergänzungsmittel (Vitamin-B-Komplex) eingenommen werden, da sich diese in ihren Wirkungen gegenseitig unterstützen und verstärken. Als Ergebnis berichten Anwender von einer höheren Muskelkraft und weniger Schmerzen (sowohl in den Muskeln als auch in den Gelenken).

Proteolytische Enzyme

Präparate mit hochdosierten proteolytischen Enzymen z. B. von Biogena gelten als natürliche Entzündungshemmer. Normalerweise sorgen diese Enzyme für den Abbau von Proteinen in ihre einzelne Bausteine, die Aminosäuren. Verschiedene Studien zeigen, dass proteolytische Enzyme den Heilprozess beschleunigen können. Eingesetzt werden die Enzympräparate meist bei Gelenk- und Muskelschmerzen, aber auch bei Krebs und altersbedingten Erkrankungen.

Zu den proteolytischen Enzymen gehört beispielsweise das Bromelain. Es bekämpft Entzündungen, indem es bestimmte Abbauprodukte hemmt, die andernfalls Schwellungen und entzündliche Prozesse verursachen würden. Bromelain stammt aus der Ananas und befindet sich dort insbesondere im mittleren Strunk der Frucht.

Enzympräparate könnten auch beim Fersensporn hilfreich sein, denn auch hier liegen Entzündungen, häufig Schwellungen sowie Muskelschmerzen vor.

Omega-3-Fettsäuren

Zu den natürlichen Entzündungshemmern gehören die Omega-3-Fettsäuren. Da heutzutage insbesondere das Omega-6-Omega-3-Verhältnis gestört ist, wir also mit der modernen Ernährungsweise viel zu viele Omega-6-Fettsäuren aufnehmen, ist hier das gesunde Gleichgewicht verloren gegangen. Achtet man wieder auf eine höhere Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren, dann wird man auch weniger anfällig für entzündliche Erkrankungen.

Omega-3-Fettsäuren werden überdies therapeutisch eingesetzt, einerseits zur Blutverdünnung und Verbesserung der Gefäss- sowie Herz-Kreislauf-Gesundheit, andererseits zur Entzündungshemmung und Linderung von Schmerzen bei Gelenkproblemen. Auch hier zeigen die Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren, dass eine gute Versorgung mit diesen Fettsäuren auch die entzündlichen Vorgänge beim Fersensporn reduzieren können.

Die übliche Omega-3-Dosis, die mit Kapseln eingenommen wird (z. B. über die veganen Opti3-Kapseln), beträgt 800 bis 1000 mg der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. (…)

Kurkuma/Curcumin

Kurkuma enthält die Stoffgruppe der Curcuminoide, deren bekanntester Vertreter das Curcumin ist. Es gilt als natürlicher Entzündungshemmer, so dass bei chronischen Entzündungen – ganz gleich wo im Körper – Curcumin als Nahrungsergänzung eingenommen werden kann. Da Curcumin überdies antioxidativ, leberregenerierend, entgiftend und krebshemmend wirkt, kann man mit dieser Massnahme nicht nur seine Fersenschmerzen mildern, sondern sehr viel mehr für die Allgemeingesundheit tun.

Curcumin nimmt man in Kapselform gemäss den Angaben des Herstellers ein (z. B. Curcuperin). Sie können jedoch auch zusätzlich verstärkt Kurkuma in Ihren Speiseplan einbauen – und z. B. 3 bis 5 Gramm Kurkuma täglich in verschiedene Rezepte geben.

Sie könnten beispielsweise am Morgen einen Frühstückssmoothie mit Kurkuma geniessen, mittags ein Blumenkohlsteak mit Kartoffeln und Salat zubereiten und am Abend köstlich frische Kurkumabrötchen zur Suppe servieren.

(…)

Vitamin D und Vitamin K

Vitamin D ist immer nötig – ganz gleich, ob man gesund oder krank ist. Da das Vitamin jedoch insbesondere an der Knochengesundheit beteiligt ist, sollte der Vitamin-D-Spiegel natürlich speziell dann überprüft und optimiert werden, wenn in diesem Bereich etwas im Argen liegt.

Die Bildung des Fersensporns zeigt, dass im Körper Kalkablagerungen an Stellen gebildet werden, wo man sie nicht gebrauchen kann, ja, wo sie sogar Schmerzen und Entzündungen verursachen. Zwar muss beim Fersensporn hauptsächlich die ursächliche Fehlbelastung und Muskelverspannung aufgehoben werden, doch würde eine gute Vitamin-D-Versorgung den Heilprozess und die richtige Umverteilung des Calciums merklich untersützen können.

Zusätzlich ist bei einer Vitamin-D-Gabe immer auch an das Vitamin K zu denken. Während das Vitamin D nämlich die Calciumaufnahme fördert, ist das Vitamin K dafür zuständig, das Calcium an den richtigen Ort zu dirigieren (in die Knochen), um eine Ablagerung in den Blutgefässen (Arteriosklerose) oder an der Ferse zu verhindern. (…)

Entsäuerung

Da nicht jeder Mensch infolge einer Fehlbelastung oder Überlastung einen Fersensporn oder einen entzündeten Plantarfaszienansatz entwickelt, scheinen noch weitere Voraussetzungen erfüllt werden zu müssen, bevor dieser Prozess in Gang gesetzt wird. Aus Sicht der Naturheilkunde muss vor jedem krankhaften Prozess zunächst – auf irgendeine Art und Weise – das körpereigene Gleichgewicht gestört sein. Erst wenn dies zutrifft, können sich spürbare Beschwerden einstellen.

Die chronische Übersäuerung ist einer dieser Faktoren, die auf ein Ungleichgewicht im Körper hinweisen – in diesem Fall auf ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt. Ist das Gewebe chronisch übersäuert (Gewebsazidose) – so das Erklärungsmodell im Falle des Fersensporns – werden die Sehnen durch die saure Umgebung brüchig. Calcium wird jetzt eingelagert, um die Sehnen wieder zu stabilisieren und die Säuren zu neutralisieren.

Daher gehört zu einer naturheilkundlichen Therapie eines Fersensporns auch immer die Überprüfung der persönlichen Ernährungs- und Lebensweise. Finden sich darin nun zahlreiche säurebildende Gewohnheiten (ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Schlafmangel, Stress, Vitalstoffmangel u. a.), dann sollten diese schnellstmöglich in gesunde Gewohnheiten umgewandelt werden.

Dies gelingt z. B. mit einer basenüberschüssigen Ernährung, mit regelmässiger (den Beschwerden angepasster) Bewegung, ausreichend Schlaf, einer Optimierung der Vitalstoffversorgung und mit entsäuernden Basenkonzentraten oder einem umfassenden Entsäuerungsprogramm.

Der Fersensporn – Ganzheitliche Massnahmen

Eine ganzheitliche Therapie beim Fersensporn bzw. bei Fersenschmerzen besteht also aus sehr vielen Massnahmen aus ganz verschiedenen Bereichen, wobei unsere Massnahmenliste sicher nicht vollständig ist und es noch viele weitere Möglichkeiten gibt, die man aus ganzheitlicher Sicht umsetzen könnte.

Selbstverständlich sollten überdies nicht alle der genannten Massnahmen auf einmal umgesetzt werden. Suchen Sie sich stattdessen jene aus, die zu Ihnen und Ihren Beschwerden am allerbesten passen und besprechen Sie sie im Zweifel mit Ihrem Arzt. Gerade wenn Sie Medikamente nehmen müssen (gegen was auch immer), sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt, ob und welche naturheilkundlichen Massnahmen Sie zusätzlich zu Ihren Medikamenten nehmen können.

Übungen und Massagen sowie gutes Schuhwerk und ggf. die passenden Einlagen sind jedoch in jedem Fall ein unverzichtbarer Bestandteil der Therapie eines Fersensporns. Es nützt also in den meisten Fällen nicht viel, wenn Sie nur Nahrungsergänzungsmittel einnehmen und hoffen, das Problem löse sich dann früher oder später von selbst. Wie immer ergänzen sich die ganzheitlichen Massnahmen beim Fersensporn gegenseitig, so dass insgesamt eine umfassende Therapie entsteht, die den Körper auf nahezu allen Ebenen beim Heilprozess unterstützen kann.

Das Schöne einer ganzheitlichen Vorgehensweise ist ferner, dass sie sich nicht nur auf einen einzigen Körperteil auswirkt, sondern auf den gesamten Körper. Es kann daher sein, dass Sie zwar gerade Ihre Fersenschmerzen im Fokus haben und möchten, dass diese verschwinden, Sie aber mit den genannten Massnahmen langfristig auch Ihre Arthrose, Ihren Blutzuckerspiegel und Ihren Bluthochdruck bessern können.

Denn eine gesunde Ernährung, eine gute Vitalstoffversorgung, eine Regulierung des Säure-Basen-Haushalts und individuell passende Nahrungsergänzungen sind nun einmal die Basis dafür, dass echte Heilung überhaupt erst stattfinden kann.

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/fersensporn.html

Gruß an die Wissenden

TA KI

9 gute Gründe, täglich 2 Eier zu essen.


„Iss bloß nicht täglich Eier. Die erhöhen deinen Cholesterinspiegel!“ – Diesen Satz kennt wohl jeder Eierliebhaber nur zu gut. Auch bei Abnehmwilligen gelten Eier oft als No-go-Lebensmittel auf dem Speiseplan. Verschiedene Studien zeigen jedoch, dass du überhaupt nicht auf dein geliebtes Frühstücksei oder das leckere Omelett verzichten musst. Ganz im Gegenteil: 2-3 Eier pro Tag sind außerordentlich gesund für deinen Körper. Schwer zu glauben, oder?

Wenn du diese 9 Fakten kennst, wirst du nie wieder ein schlechtes Gewissen beim Verzehr von Eiern haben:

1. Du senkst dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Hühnereier sind mit 400 Milligramm pro Stück ziemlich reich an Cholesterin. Ein zu hoher Cholesterinspiegel im Körper steigert das Risiko für Schlaganfälle und Herz-Kreislauf-Erkrankungen enorm. Entgegen vielen Meinungen treiben Eier den Cholesterinspiegel jedoch nicht in die Höhe. Der Grund dafür ist, dass die Produktion des Gallenfettes bei einer hohen Cholesterinzufuhr gedrosselt wird. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass nur ein Drittel des in den Blutgefäßen abgelagerten Cholesterins aus der zugeführten Nahrung kommt. Den größten Teil davon produziert der Körper nämlich ganz von selbst.

Diese Tatsache erklärt auch das Ergebnis einer Studie des Biomedical Research Center in Baton Rouge (Louisiana, USA). Die 152 übergewichtigen Studienteilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Die erste durfte zum Frühstück alles essen, was sie wollte, bei der zweiten standen zum Frühstück 2 Eier auf dem Speiseplan und für die dritte gab es jeden Morgen Bagels. Die Beobachtungen der Wissenschaftler waren erstaunlich: Nicht nur, dass die Eier-Esser 65 Prozent mehr Gewicht und 35 Prozent mehr Bauchfett verloren als die Bagel-Esser – der Cholesterinspiegel änderte sich bei ihnen überhaupt nicht. 

Der hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren in Eiern sorgt zudem dafür, dass der Triglycerid-Spiegel im Blut gesenkt wird. Somit verringert sich auch die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da erhöhte Triglycerid-Werte das Risiko erhöhen, Krankheiten dieser Art zu bekommen.

2. Du verhinderst folsäuremangelbedingte Fehlentwicklungen deines Ungeborenen. 

Ein Ei enthält 0,7 mcg (Mikrogramm) Vitamin B9, auch Folsäure genannt. Besteht während der Schwangerschaft ein Mangel an Folsäure, kann das zentrale Nervensystem des ungeborenen Babys einen erheblichen Schaden nehmen. Das führt im schlimmsten Fall zu Fehlbildungen des Rückenmarks, der Wirbelsäule und des Gehirns. Daher sind Eier ein gutes Nahrungsmittel, um einem Folsäuremangel vorzubeugen.

3. Du verlangsamst deinen Alterungsprozess. 

 

Misha Beliy/shutterstock

In einer Studie der Charité Berlin hat sich gezeigt, dass der Verzehr von Eiern aus Grünlandhaltung die Hautalterung verlangsamen und Hautkrebs vorbeugen kann. Die Forscher Dr. Karoline Hesterberg und Professor Jürgen Lademann konnten zeigen, dass die Eier von Hühnern mit viel Auslauf besonders viele gelbe Farbstoffe enthalten. In jenen Farbstoffen sind besonders viele Karotinoide (Antioxidantien) enthalten, welche den Alterungsprozess entschleunigen können. Karotiniode können nicht selbst vom Körper gebildet werden, weshalb sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie haben die wichtige Funktion, freie Radikale aufzufangen und unschädlich zu machen.

Um noch mehr von dem verjüngendem Effekt zu profitieren, solltest du auch auf die richtige Zubereitungsart achten: „Ein gekochtes Ei besitzt mehr wertvolle Karotinoide als ein rohes Ei, da beim Erhitzen Umwandlungsprozesse ablaufen“, erklärt Professor Lademann.

4. Du senkst dein Krebsrisiko. 

In einer im Fachmagazin „Breast Cancer Research“ veröffentlichten Studie konnte gezeigt werden, dass Frauen, die in ihrer Jugend täglich Eier essen, ihr Brustkrebsrisiko um 18 Prozent senken können. Eier enthalten viele Aminosäuren, Mineralstoffe sowie Vitamine und binden das Sexualhormon Östrogen im Körper. Da ein erhöhter Östrogenspiegel als ein möglicher Auslöser für Brustkrebs gilt, könnte dies der Grund für den krebsvorbeugenden Effekt sein. 

5. Du tust deiner Haut, deinen Haaren und deiner Leber etwas Gutes. 

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Eier sind reich an Biotin, Vitamin B12 und Proteinen. Diese Nährstoffe sind wichtig für gesunde Haare und eine schöne Haut. Besonders die Eiweiß-Schwefel-Verbindung im Eidotter hilft erstaunlich gut dabei, stumpfes und brüchiges Haar wieder glänzend und kräftig werden zu lassen.

Zudem enthalten Eier viel Lezithin, welches die Darmschleimhaut schützt und der Leber bei der Entgiftung behilflich ist.

6. Du erhältst deine Augengesundheit. 

Hast du gewusst, dass du mit dem Essen von Eiern deine Sehkraft maßgeblich beeinflussen kannst? In Eiern steckt viel Vitamin A, Lutein und Zeaxanthin. Vitamin A ist wichtig für das Hell-Dunkel-Sehen, wohingegen Lutein und Zeaxanthin das Auge vor freien Radikalen schützen sowie eine hohe Bedeutung für das Farb- und Tagessehen haben.

Ist im Auge zu wenig Lutein und Zeaxanthin enthalten, steigt das Risiko, destruktive Veränderungen im Augengewebe und Augenkrankheiten zu erleiden, wie zum Beispiel Makuladegeneration oder Grauen Star.

7. Du nimmst schneller ab. 

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Kohlenhydrate haben einen höheren glykämischen Index als Eiweiße. Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index führen dazu, dass der Blutzuckerspiegel in die Höhe schießt. Ein hoher Blutzuckerspiegel sinkt jedoch sehr schnell wieder ab. Das führt zu einem starken Heißhungergefühl. Abnehmwillige sollten daher bei der Wahl ihrer Lebensmittel auf einen niedrigen glykämischen Index achten. Eier sind in der Hinsicht perfekt, da sie einen glykämischen Index von 0 aufweisen und damit nicht nur optimal sättigen, sondern auch beim Abnehmen helfen. Das liegt unter anderem auch daran, dass der Körper wesentlich mehr Energie beim Verdauen von Eiweißen benötigt, als dies bei Kohlenhydraten und Fetten der Fall ist.

8. Du schützt dein Gehirn und sorgst für einen gesunden Stoffwechsel.  

Eier enthalten den Nährstoff Cholin, welcher für verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper sowie einen gesunden Fettstoffwechsel notwendig ist. Cholin wird im Gehirn und in den Nerven zu dem Neurotransmitter Acetylcholin umgewandelt, welcher für die Reizübertragung eine große Bedeutung hat. Ein Mangel an Cholin kann die Erinnerungsfähigkeit negativ beeinträchtigen und bei schwangeren Frauen eine Frühgeburt oder ein zu niedriges Geburtsgewicht des Ungeborenen zur Folge haben. Deinen Bedarf an Cholin kannst du beispielsweise ganz einfach mit zwei Eiern täglich decken.

9. Du hältst deine Knochen gesund und füllst deine Kalziumspeicher auf. 

Pixabay

Fast jeder weiß, dass Vitamin D und Kalzium sehr wichtig für gesunde Knochen und Zähne sind. Das hat nun auch eine Studie des National Center for Biotechnology Information in Bethesda (Maryland, USA) nachgewiesen. Die Forscher konnten zeigen, dass das Kalzium und die Proteine in engem Zusammenspiel für den Kalziumspeicher und einen gesunden Knochenstoffwechsel eine große Bedeutung haben. Zudem enthalten Eier reichlich Vitamin D, welches dabei hilft, das Kalzium besser zu absorbieren. 

Wie du siehst, sind Eier also alles andere als schädlich für die Gesundheit. Du solltest jedoch darauf achten, dass deine Eier aus Biohaltung stammen, da Eier aus Hühnerfarmen mit industrieller Käfighaltung oft Medikamentenrückstände enthalten. Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten 3 Eier wöchentlich auf deinem Speiseplan stehen. Ein gesunder Mensch kann jedoch 2 bis 3 Eier täglich essen, ohne gesundheitliche Schäden befürchten zu müssen. Diabetiker und herzkranke Menschen sind hierbei jedoch ausgenommen und sollten 3 Eier pro Woche nicht überschreiten.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/eier-essen-2/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Vitamin D gegen chronische Schmerzen


Vitamin D ist bekannt für seine vielen vorteilhaften Wirkungen auf die Gesundheit. Bei einem Vitamin-D-Mangel – der heutzutage sehr weit verbreitet ist – führt die Gabe von Vitamin daher zu merklichen Besserungen des Befindens. Selbst bei chronischen Schmerzzuständen kann Vitamin D helfen, die Schmerzen zu lindern – wie Forscher im Mai 2017 verkündeten. Gemeinsam mit guter Schlafhygiene soll das Vitamin D die Schmerzen bei Arthritis, Fibromyalgie, Menstruationskrämpfen und Rückenbeschwerden lindern können.

Vitamin D bei chronischen Schmerzen

Vitamin D ist jenes Vitamin, das eigentlich gar kein Vitamin ist, sondern eher ein Hormon, da es vom Körper selbst in ausreichenden Mengen hergestellt werden kann – allerdings nur, wenn die Sonne scheint und die Haut mit genügend UVB-Strahlung in Kontakt kommt.

Vitamin D sorgt unter anderem für starke Knochen und Zähne. Es stärkt das Immunsystem, senkt somit die Infektanfälligkeit, wirkt entzündungshemmend, hebt die Stimmung und bessert – wenn zuvor ein Vitamin-D-Mangel vorlag – die meisten chronischen Erkrankungen.

Während nun die Rolle des Vitamin D im Knochenstoffwechsel sehr gut erforscht ist, zeigt sich immer mehr, dass Vitamin D auch für viele andere biologische Prozesse unverzichtbar ist – etwa bei der Verarbeitung von Schmerzsignalen und in der Regulierung des Wach-Schlaf-Rhythmus.

Vitamin D, Schmerzen und Schlafstörungen: Die Zusammenhänge

Man weiss nun zwar, dass Schlafstörungen Schmerzen verstärken können und umgekehrt. Wie genau jedoch das Vitamin D in diese Zusammenhänge passt, war bislang noch unklar. Eine entsprechende Untersuchung wurde nun von Forschern des Department of Psychobiology der Federal University of São Paulo in Brasilien durchgeführt und im Mai 2017 im Journal of Endocrinology veröffentlicht.

In ihrem Review untersuchten die brasilianischen Forscher die neuesten Studien zum Zusammenhang zwischen Vitamin D, Schlaf und Schmerz. Im Mittelpunkt standen insbesondere chronische Schmerzen, z. B. bei Rückenproblemen, Fibromyalgie, Arthritis und Menstruationsbeschwerden. Chronische Schmerzen betreffen inzwischen mehr Menschen als Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes zusammen. Daher sind chronische Schmerzen auch der Hauptgrund für einen Arztbesuch.

Vitamin D und guter Schlaf lindern chronische Schmerzen

Schmerzen werden vom Zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) gemeinsam mit dem peripheren Nervensystem reguliert. Letzteres besteht aus Nerven im Organismus, die das Schmerzsignal zum Gehirn und Rückenmark weiterleiten. Von dort erfährt der Mensch dann, wo genau es ihm wie stark weh tut.

Auch das Immunsystem ist an der Schmerzintensität beteiligt. Es interagiert mit dem peripheren Nervensystem z. B. über Entzündungsprozesse, was die Schmerzempfindlichkeit des Betroffenen enorm steigern kann. Genauso kann die Qualität des Schlafs den Schmerz beeinflussen. Je schlechter und weniger man schläft, umso intensiver das Schmerzgeschehen.

Da Vitamin D nun sowohl an der Schlafqualität als auch an Entzündungsprozessen beteiligt ist (es wirkt entzündungshemmend), kann es auch über diese beiden Wege die Schmerzempfindlichkeit beeinflussen. Studienautorin Dr. Monica Levy Andersen schrieb somit in ihrer Zusammenfassung:

Wir können davon ausgehen, dass eine passende Vitamin-D-Einnahme mit der richtigen Schlafhygiene Schmerztherapien wirkungsvoller macht.“

Vitamin D fördert die Schlafqualität

Dr. Andersens Team zeigte den Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Schlafqualität anhand von 19 Studien aus den Jahren 2011 bis 2017. So kann Vitamin D beispielsweise das Restless Legs Syndrom bessern, was dann wieder zu einem deutlich besseren Schlaf führt. Auch die Obstruktive Schlafapnoe, die mit starker Beeinträchtigung des Schlafs einhergeht, lässt sich von einem gesunden Vitamin-D-Spiegel lindern. Viele der analysierten Studien untersuchten auch direkt den Einfluss des Vitamin D auf die allgemeine Schlafqualität und Schlafdauer.

Vitamin D bei Schmerzzuständen

In weiteren 16 Studien (veröffentlicht zwischen 2008 und 2017) ging es um den Zusammenhang zwischen Vitamin D und chronischem Schmerz. Die Studien widmeten sich Arthritisschmerzen, muskuloskelettalen Schmerzen, Schmerzen bei Fibromyalgie, Krebs und Rückenleiden. Auch hier zeigte sich ein positiver Einfluss des Vitamin D.

Wir erklären hier beispielsweise, wie Vitamin D chronische Fibromyalgie-Schmerzen bessern kann(…)

(…)

Vitamin D bessert beides: Schlaf und Schmerz

Da sich nun chronischer Schmerz und Schlafstörungen gegenseitig beeinflussen und Vitamin D bei beiden Problematiken eine wichtige Rolle spielt, ist die Regulierung des Vitamin-D-Spiegels hier von enormer Bedeutung.

Bei chronischen Schmerzen sollte man daher in jedem Falle für eine gute Schlafhygiene sorgen und zusätzlich den Vitamin-D-Spiegel überprüfen. Beide Massnahmen führen – laut Dr. Andersen – zu einem besseren Erfolg einer jeden Schmerztherapie. Die Lebensqualität der Betroffenen würde durch diese einfachen Massnahmen verbessert und die Gesundheitskosten könnten massiv reduziert werden.

Gute Schlafhygiene bei chronischen Schmerzen

Zu einer guten Schlafhygiene gehören u. a. die folgenden Punkte (natürlich nicht nur bei chronischen Schmerzen):

  • Jeden Tag zur gleichen frühen Zeit zu Bett gehen, z. B. um 22 Uhr.
  • Jeden Tag zur gleichen frühen Zeit aufstehen, z. B. um 7 Uhr.
  • Für frische Luft im Schlafzimmer sorgen.
  • Bei Dunkelheit schlafen (Fensterläden, Rollläden oder dichte Vorhänge)
  • Bequemes Kissen, passende Matratze
  • Vor dem Zubettgehen keine aufregenden oder belastenden Filme ansehen, am besten auch keine Nachrichten, die teilweise schlimmer sind als so mancher Thriller
  • Vor dem Zubettgehen (mind. 1 bis 2 Stunden) Bildschirme meiden, da deren Licht den Melatoninspiegel senken und somit den Schlaf verschlechtern kann
  • Den Tag entspannt ausklingen lassen: Entspannungsübungen, schöne Musik hören o. ä.

Regulierung des Vitamin-D-Spiegels bei chronischen Schmerzen

Zur Regulierung des Vitamin-D-Spiegels in der Schmerztherapie sind diese Massnahmen erforderlich:

  • Aktuellen Vitamin-D-Spiegel feststellen
  • Entsprechend der gemessenen Vitamin-D-Werte die erforderliche Vitamin-D-Dosis festlegen
  • Ein passend dosiertes Vitamin-D-Präparat erwerben oder verschreiben lassen und einnehmen
  • In regelmässigen Abständen den Vitamin-D-Spiegel überprüfen und die Dosis entsprechend anpassen

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/chronische-schmerzen-vitamin-d.html

 

Gruß an die Wissenden

TA KI

Maitake / Klapperschwamm


Der Maitake (Grifola frondosa) auch Klapperschwamm genannt, ist durch seine rußfarbige, braungraue Farbe und zerklüftete Form ziemlich gut getarnt. Der Name Maitake kommt aus dem Japanischen und heißt „tanzender Pilz“, wohl deshalb, weil die Freude sehr groß war, wenn man ihn trotz seiner guten Tarnung entdeckte.

Wirkung

Bemerkenswert ist der hohe Anteil von Ergosterin, der Vorstufe des Vitamin D. Vitamin D verbessert die Resorption von Calcium, das auch für den Aufbau der Knochen von Bedeutung ist und das Risiko einer Osteoporose vermindert.

In klinischen Studien bei verschiedenen Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium (Brust-, Lungen-, Leber- und Prostatakrebs) verbesserte sich die gesundheitliche Situation. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Maitake D-Fraktion, die eine tumorwachstumshemmende und immunstabilisierende Wirkung hat.

Die antivirale Wirkungen der Maitake D-Fraktion gegen den HIV-Virus lassen ebenfalls berechtigte Hoffnungen aufkommen…

Einige Heilpilze wirken auf den Blutzucker senkend, so auch der Maitake. Dabei wird die Insulinsensitivität der Zellen erhöht und somit die Aufnahme von Glucose in die Zellen verbessert. Diese Wirkung ist jedoch keinesfalls mit der des Schopftintlings zu vergleichen.

Der Maitake / Klapperschwamm wirkt

– bei Diabetes Typ II
– bei Osteoporose
– als Leberschutz
– bei Krebserkrankungen
– bei AIDS
– blutdruckregulierend
– helfend beim Abnehmen

 

Der Maitake vermindert die Einlage von Fett im Gewebe. Damit wirkt er auf natürliche Weise gegen Fettleibigkeit. Kombinieren Sie diesen Pilz mit einer ausgewogenen Ernährung und Sport, damit Ihrem Idealgewicht nichts mehr im Wege steht!

Quelle: http://www.cysticus.de/heilpilze/grifola-frondosa/maitake.htm

Gruß an die Wissenden

TA KI

Der Austernseitling


Der Austernseitling (Pleurotus ostreatus), auch Kalbfleischpilz oder Weihnachtspilz genannt, zählt neben dem Champignon zu den bekanntesten Kulturpilzen. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass er optisch einer Auster ähnelt und der Eigenart, dass er seitlich an Bäumen wächst.

Der Geschmack seines Fruchtfleisches ist kräftig und erinnert an den feinen Geschmack von Kalbfleisch, deshalb auch der Beiname Kalbfleischpilz. Anzutreffen in der freien Natur ist er in der kühleren Jahreszeit (Herbst bis Frühjahr) – wenn die Temperaturen unter 11 ° C fallen gedeiht der Austernseitling an toten und lebenden Bäumen (meist Buchen oder Eichen).

Kultiviert haben ihn, wie auch den Champignon, die Franzosen. Ende des 19. Jahrhunderts starteten sie die ersten Versuche den Austernseitling künstlich auf Strohballen zu züchten. Verfeinert wurde die Technik im letzten Jahrhundert, vor allem in den osteuropäischen Ländern (z. B. Ungarn).

Auch der Medizin blieb der Austernseitling nicht vorenthalten. Anfang der 50er Jahre konnten Wissenschaftler die im Austernseitling enthaltende antibiotisch wirksame Substanz Pleuromulin extrahieren, welche heute noch in abgewandelter Form in der Pharmazie verwendet wird.

In der chinesischen Medizin (TCM) findet er große Anerkennung und wird dort z. B. zur Behandlung eines Hexenschusses eingesetzt. Darüber hinaus enthält der Austernseitling wichtige B-Vitamine (z. B. B1, B2, B5, B6 und B7), welche vor allem im Fleisch enthalten sind. Deshalb empfiehlt sich der Austernseitling insbesondere im Rahmen einer vegetarischen oder veganen Kost. Obendrein enthält er noch lebenswichtige Aminosäuren, Folsäure und Vitamin D. Besonders hervorzuheben ist seine probiotische Wirkung, die sich u.a. regenerativ auf die Darmschleimhaut auswirkt.

Der Austernseitling zählt deshalb auch zu einem wichtigen Heilpilz, der bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt werden kann.

Einsatzgebiete:

nach eine Antibiotika-Therapie: aufgrund seiner probiotischen Wirkungsweise empfiehlt sich der Verzehr des Austernseitlings nach einer Einnahme von Antibiotika. Er unterstützt den Aufbau der Darmflora und fördert so den Aufbau der Abwehrkräfte.

zur Prävention von Osteoporose: bei regelmäßigem Verzehr trägt das im Pilz enthaltende Vitamin D zur Vorbeugung von Osteoporose bei.

beugt Krebserkrankungen vor: Forschungen haben gezeigt, dass die Inhaltsstoffe des Austernseitling dazu beitragen das Wachstum von Krebszellen zu hemmen. Es wird daran geforscht zukünftig die Wirkstoffe des Pilzes im Rahmen der konventionellen Krebstherapie einzusetzen.

zur Cholesterinsenkung: der Austernseitling eignet sich sehr gut im Rahmen einer cholesterinarmen Diät. Zahlreiche Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Pilz den Wirkstoff Lovastatin enthält, der zur Reduzierung eines erhöhten Cholesterinspiegels eingesetzt wird (hier empfiehlt sich die tägliche Einnahme von Pilzextrakten)

zur Blutdrucksenkung: vor allem in Asien wird der Austernseitling zur Blutdrucksenkung eingesetzt, auch hier empfiehlt sich die tägliche Einnahme des Pilzextrakts.

antioxidative Wirkungsweise: generell wird dem Pilz eine antioxidative Wirkungsweise nachgesagt, die den Körper vor den freien Radikalen schützt. Somit beugt der regelmäßige Verzehr des Pilzes vor altersbedingten Zellschädigungen vor.

bei Glieder- und Muskelbeschwerden: insbesondere in der TCM wird der Austernseitling zur Stärkung der Muskeln und der Sehnen eingesetzt. Zudem lindert er Rückenschmerzen und Gliederstarre.

In der Küche kann der Austernseitling vielseitig eingesetzt werden. Ob gratiniert, gegrillt oder gebraten oder in der asiatischen Küche – er harmonisiert mit einer Vielzahl von Speisen.

TIPP! Der Austernseitling kann gut selber gezüchtet werden. Eine Austernpilzzuchtkultur für Zushause kann über den Fachhandel bezogen werden, so dass er immer frisch geerntet werden kann!

Wichtig!
Um in den Genuss der therapeutischen Heilkräfte des Austernseitlings zu kommen, reicht es nicht aus, 3 mal die Woche den Austernpilz zu vertilgen. Eine tägliche Einnahme von Pilzpulver bzw. Extrakt macht Sinn!

Quelle: http://www.cysticus.de/thema-der-woche/austernseitling.htm

Gruß an die Wissenden

TA KI

Vitamin-D-Mangel begünstigt Schub bei Colitis ulcerosa


Vitamin-D-Mangel hat viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sollte man daher auf einen gesunden Vitamin-D-Spiegel achten – so eine Studie der Harvard Medical School. Denn wenn Patienten mit Colitis ulcerosa zu wenig Vitamin D im Blut haben, dann wächst die Gefahr, schneller wieder einen Schub zu erleiden. Patienten mit höherem Vitamin-D-Spiegel hingegen bleiben länger in Remission. Überprüfen Sie daher Ihren Vitamin-D-Spiegel und bauen Sie diesen bei einem Mangel wieder auf.

Niedrige Vitamin-D-Spiegel bei Colitis ulcerosa

Forscher vom Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) – eine der Lehrkliniken der Harvard Universität – stellten fest, dass niedrigere Vitamin-D-Spiegel im Blut das Risiko für einen Schub bei Patienten mit Colitis ulcerosa erhöhen. Colitis ulcerosa ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Darms, bei der sich Geschwüre in der Dickdarmschleimhaut bilden. Schübe gehen mit starken Durchfällen einher und beeinträchtigen die Lebensqualität enorm.

Bei Patienten mit aktiver Colitis ulcerosa werden regelmässig niedrige Vitamin-D-Spiegel gemessen. Doch war bisher unklar, ob diese niedrigen Spiegel auch die Gefahr eines Schubs verstärken können.

Niedrige Vitamin-D-Spiegel: Folge oder Ursache von Schüben bei Colitis ulcerosa

Frühere Studien mit Patienten, die an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa litten, hatten bereits niedrige Vitamin-D-Spiegel mit einem Aufblühen der Krankheit in Zusammenhang gebracht,“ erklärt Studienautor Dr. Alan Moss, Gastroenterologe und Professor der Medizin an der Harvard Medical School.

Allerdings wussten wir nicht, ob die Schübe zu einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel führen oder ob die niedrigen Vitamin-D-Werte die Schübe verursachen bzw. mitverursachen. Also überprüften wir die Vitamin-D-Werte in der Remission (wenn die Krankheit inaktiv ist) und begleiteten die Patienten über 12 Monate hinweg, um zu sehen, wie die Vitamin-D-Werte den Krankheitsverlauf beeinflussten.“

Vitamin D schützt vor Schub bei Colitis ulcerosa

Studienteilnehmer waren 70 Patienten mit Colitis ulcerosa, die sich in Remission befanden. Die Vitamin-D-Spiegel wurden gemessen, genauso die Werte der Entzündungsmarker, die nicht nur über Bluttests, sondern auch mit Hilfe von Biopsien festgestellt wurden. Die Forscher konnten sodann zeigen, dass diejenigen Patienten, die einen Schub erlitten, niedrigere Vitamin-D-Werte hatten als jene, die gesund bleiben.

Patienten, die in Remissionszeiten höhere Vitamin-D-Werte hatten, erlitten seltener einen Schub“, sagte Dr. John Gubatan, Arzt am BIDMC und Hauptautor der Studie, die im Februar 2017 im Fachjournal Clinical Gastroenterology and Hepatology veröffentlicht wurde. „Das zeigt uns, dass höhere Vitamin-D-Spiegel eine Rolle bei der Prävention eines Schubes bei Colitis ulcerosa spielen.“

Ihr Vitamin-D-Wert sollte bei über 35 ng/ml liegen

Der Schwellenwert, der einen schützenden Effekt zu haben schien, lag bei über 35 ng/ml Vitamin D. Jetzt wollen Gubatan und Moss den Zusammenhang zwischen Cathelicidin und Vitamin D untersuchen. Cathelicidin ist ein körpereigenes Protein mit antibiotischer Wirkung, das die Darmschleimhaut vor pathogenen Erregern schützt, die Darmflora regulieren hilft und auf diese Weise die Darmbarriere schützt.

Die Werte des Cathelicidin sind gerade bei chronisch entzündlichen Erkrankungen oft zu niedrig. Vitamin D gilt als Vitamin, das die Menge des Cathelicidins erhöht und möglicherweise auf diese Weise so vorteilhaft auf Colitis ulcerosa einwirken kann.

(…)

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/colitis-ulcerosa-schub-vitamin-d-mangel-170304020.html

Gruß an die Wissenden

TA KI