Unnötig: Gesunder Jugendlicher stirbt an Kaffee, Limo und Energydrink.


Davis Allen Cripe aus Columbia in South Carolina (USA) war ein kerngesunder Teenager. Der 16-Jährige konsumierte weder Alkohol noch andere Drogen. Trotzdem verstarb er am 26. April 2017 aus heiterem Himmel.

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Auf einer Pressekonferenz am 15. Mai schockierte der Gerichtsmediziner Gary Watts die Anwesenden dann mit der Verkündung der Todesursache: „Davis starb an ganz legalen Substanzen.“ Der Junge hatte in den letzten 2 Stunden vor seinem Ableben einen Milchkaffee, eine große Flasche Zitronenlimonade und einen Energydrink getrunken. Kurze Zeit später brach er mitten im Klassenraum der Spring Hill High School zusammen. Er hatte einen Herzstillstand erlitten. Die Ärzte im Krankenhaus konnten nichts mehr für ihn tun. 

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Davis hatte jedoch keine Vorerkrankungen des Herzens. Wie konnte es also zu seinem plötzlichen Tod kommen? Laut den Gerichtsmedizinern war die kurze Zeitspanne, in der das viele Koffein konsumiert wurde, entscheidend. Den Energydrink habe der Junge förmlich ex getrunken, was eine letztlich tödliche Herzrhythmusstörung ausgelöst habe. 

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Davis‘ trauernder Vater warnte andere Eltern nun vor der legalen Droge Koffein: „Ich bitte alle Eltern, mit ihren Kindern über die Gefahren von Energydrinks zu reden. Es gibt keinen Grund, sie zu konsumieren.“ Mit seinem Appell hofft der Vater, weitere Fälle dieser Art verhindern zu können.

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Laut einer EU-Studie von 2015 sollten nicht mehr als 400 mg Koffein täglich konsumiert werden. Hier findest du eine Auflistung verschiedener Getränke und deren Koffeingehalt pro 100 ml.

Doch wie wirken Energydrinks überhaupt im Körper? 

 

  • Nach 10 Minuten: Das Koffein sowie die anderen Bestandteile des Getränks gelangen über die Leber, den Magen und den Dünndarm ins Blut. Der Blutdruck erhöht sich und der Puls steigt an.
  • Nach 20 Minuten: Das Koffein ist nun vollständig im Körper angekommen und hat einen aufputschenden Effekt: Man fühlt sich konzentrierter und wacher. Der Zucker wird unterdessen beständig von der Leber freigegeben und sorgt für gute Laune. Das Koffein wirkt ähnlich wie Adrenalin und verursacht häufig Herzrasen, insbesondere wenn man zu viel davon getrunken hat. Gerät das Herz durch zu viel Koffein völlig aus dem Rhythmus, kann das einen Herzstillstand auslösen. 
  • Nach 1 Stunde: Die Wirkungen des Zuckers und des Koffeins schwinden und man fühlt sich weniger energiegeladen.
  • Nach 12 Stunden: Nun ist das Koffein aus dem Blutkreislauf verschwunden und überflüssiger Zucker wird in Fett umgewandelt.

Im folgenden Video kannst du dir einen Bericht über den tragischen und sinnlosen Tod von Davis Cripe ansehen (auf Englisch):

Wenn du nicht auf Energydrinks, Kaffee & Co. verzichten möchtest, solltest du darauf achten, nicht zu viel davon zu trinken. Zudem ist es wichtig, diese Getränke langsam zu trinken, damit das Herz nicht aus dem Takt gerät. Wenn du eine bekannte Herzerkrankung hast, solltest du unbedingt mit deinem Arzt Rücksprache halten, ob und wie viel Koffein du zu dir nehmen darfst.

Quelle: http://www.gutfuerdich.co/koffein-ueberdosis/

Gruß an die Wissenden

TA KI

Welche Heilwirkungen besitzt Kaffee?


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Kaffee (Coffea)

Welche Heilwirkungen besitzt Kaffee?

von Gökhan Siris
Heilpraktiker und psychologischer Berater

Der Kaffeestrauch wurde erstmals um 570 n.Chr. in Äthiopien angebaut und hat seitdem eine schnelle Verbreitung zu allen Kulturen der Welt gefunden. In diesem Artikel erfahren Sie nützliche Informationen für die Zubereitung, richtige Auswahl und Lagerung, aber auch viel Wissenswertes zu den Heilwirkungen dieser Kulturpflanze, die inzwischen zu den wichtigsten Ernteerzeugnissen der Welt gehört.

Das sollten Sie über Kaffee wissen

Der Kaffee mit dem derzeit größten Anteil der weltweiten Produktion ist die Sorte Arabica (90%), gefolgt von Robusta (9%), weit abgeschlagen folgt die Sorte Liberica (1%). Je nach Vorlieben gibt es Kaffee aus gerösteten oder gemahlenen Kaffeebohnen, aber auch Instant-Kaffeepulver wird gerne verwendet.

Echter Kaffee wird aus gemahlenen und gerösteten Kaffeebohnen hergestellt, bei Instant-Kaffee werden die Bohnen zum größten Teil gefriergetrocknet. Geschmäcker sind in diesem Fall verschieden, es bleibt somit jedem Konsumenten selbst überlassen was er bevorzugt. Fest steht, dass Instant-Kaffee nur halb so viel Koffein (65 mg) enthält, wie eine Tasse „echter“ Kaffee. Ein sogenannter entkoffeinierter Kaffee enthält immerhin noch 3mg Koffein.

Um das Immunsystem anzuregen und die Konzentration zu fördern, können Sie über den Tag verteilt etwa 6 Tassen trinken, jedoch nur an Tagen, an denen Sie es unbedingt nötig haben, d.h. wenn ausreichender Schlaf und Wassertrinken keine Wirkung gezeigt haben. Vermeiden Sie es, täglich diese Mengen zu trinken, genießen Sie stattdessen hin und wieder eine Tasse.

Kaffeepulver und -bohnen sollten stets luftdicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, so bleibt das typische Kaffeearoma enthalten. Trinken Sie gerne entkoffeinierten Kaffee, achten Sie darauf, dass dieser mit dem Secoffex-Verfahren hergestellt wurde. Bei diesem Verfahren wird Wasser als Extraktionsmittel verwendet, andere Verfahren hingegen verwenden Lösungsmittel, die meiner Meinung nach bei der Herstellung von Kaffee nichts zu suchen haben.

Kaffee – Nicht nur ein Muntermacher

Kaffee wird vor allem wegen seiner munter machenden Eigenschaft getrunken. Der Wirkstoff Koffein im Kaffee verbessert erwiesenermaßen unsere Reaktionszeiten und führt dadurch zu mehr Vitalität und Effizienz. Auch die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung wird gesteigert (etwa 10%). In diesem Zusammenhang könnte man berechtigterweise behaupten, dass auch Depressionen und Ängste positiv beeinflusst werden können, zumal es auch Untersuchungen gibt, die dies vermuten lassen. Achten Sie jedoch auf die konsumierte Menge, denn zu viel führt zu Zittern, Schwitzen, Schlaflosigkeit und Herzklopfen.

Kaffee steigert den Stoffwechsel

Eine Steigerung der Stoffwechselvorgänge führt nicht nur zur beschleunigten Fettverbrennung, sondern hat auch viele andere positive Wirkungen. Wird der Stoffwechsel beschleunigt, so gelangt auch der lebensnotwendige Sauerstoff und Nährstoffe schneller an ihren Bestimmungsort, auch kommt es zu einer beschleunigten Entgiftung. Die Kalorienverbrennung ist hierbei nicht allzu hoch, genügt jedoch das eine maßvolle Zufuhr sinnvoll erscheint. Fest steht jedenfalls, dass Koffein die Stoffwechselrate und die Geschwindigkeit, mit der Fette aufgespalten werden, vorübergehend ansteigen lässt.

Kaffee bei Asthma

Laut wissenschaftlichen Untersuchungen aus den USA und Italien, sowie vielen Patientenberichten weltweit, wird die Anzahl der Asthma-Anfälle durch das tägliche Trinken von 3-4 Tassen Kaffee am Tag deutlich reduziert. Auch die Heftigkeit der Anfälle wird nach Beobachtungen von Betroffenen gesenkt.

Quelle: http://equapio.com/de/gesundheit/kaffee-coffea-welche-heilwirkungen-besitzt-kaffee/

Gruß an die Kaffeetrinker

TA KI

Koffein hilft bei chronischem Stress


In Phasen von ständigem und chronischem Stress greifen viele Menschen vermehrt zum Kaffeebecher. Das könnte tatsächlich klüger sein, als bisher angenommen, denn Koffein, beziehungsweise gesteigerter Koffein-Konsum scheint einige der negativen Begleiterscheinungen von chronischem Stress reduzieren zu können. Darunter erhebliche Unannehmlichkeiten wie Depressionen und Gedächtnisverlust. In einer kürzlich im „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) veröffentlichten Studie haben sich Wissenschaftler tiefgehend mit den Auswirkungen von Koffein auf das Gehirn auseinandergesetzt und dabei ein Protein ausgemacht, welches ein potentielles Behandlungsziel gegen die Symptome von langfristigem Stress sein könnte.

Bonn (Deutschland). Chronischer und unvorhersehbarer Stress wirkt sich direkt auf die neuralen Schaltkreise im Hippocampus aus und hinterlässt dort seine Spuren. Er senkt die Stimmung, reduziert die Leistungsfähigkeit des Gedächtnis und erhöht die Empfänglichkeit für Depressionen deutlich. Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler beobachteten die Auswirkungen direkt an Labormäusen. Die Tiere wurden über lange Zeiträume chronischem und unvorhersehbarem Stress aufgesetzt: Rütteln an den Käfigen, Geräusche von Raubtieren, feuchten Sägemehl, Umsiedlung in leer Käfige und plötzliche Umkehrung des Schlafzyklus. Genau wie es Menschen ergeht, die chronischem Stress ausgesetzt sind, waren die Symptome bei den Mäusen schnell erkennbar. Sie verloren an Gewicht und ihre Gedächtnis litten erheblich. Die Mäuse wirkten schnell verloren und hilflos und reagierten nicht mehr auf Stimuli, bei den Tieren ein sicheres Zeichen für eine beginnende Depression.

Den Mäusen wurde dann aber Koffein unter ihr Trinkwasser gemischt. Anstatt, wie sonst, die Spuren des chronischen Stress deutlich sichtbar zu tragen, vertrugen die Mäuse mit Koffein den Stress deutlich besser. Die depressiven Symptome wurden schwächer und die Gedächtnisleistung der Tiere, gemessen durch Aufgaben in Labyrinthen, war hervorragend.

Die positive Wirkung des Koffein

Koffein dockt an ein bestimmtes Protein namens Adenosinerezeptor an und genau deswegen nahmen die Wissenschaftler um Forschungsleiterin Manuella Kaster die Veränderungen im Adenosine A1 und Adenosine A2A durch chronischen Stress genau unter die Lupe. Dabei wurde deutlich, dass der A2A Rezeptor unter Stress vermehrt produziert wird und dadurch einen Kettenreaktion auslöst, die schlussendlich die eigentlichen Stresssymptome verursacht. Koffein wiederum dockt an genau diesem Rezeptor an und verhindert dadurch den „stressigen“ Reaktionsablauf. „Wurde in den Mäusen das Gen, das den Rezeptor A2A codiert, stumm geschaltet oder wurde der Rezeptor durch Koffein oder spezifische A2A-Hemmer blockiert, dann klangen die Beschwerden durch den anhaltenden Stress ab“, berichtet Co-Leiterin der Studie Christa Müller von der Universität Bonn.

Ersatzstoff ohne negative Nebenwirkung

Aller Wahrscheinlichkeit nach wirkt Koffein bei Menschen sehr ähnlich, hat aber auch negative Auswirkungen auf den Blutdruck und das Schlafverhalten. Um diese negativen Effekte zu umgehen haben die Wissenschaftler zum einen bei Mäusen die A2A Rezeptoren komplett genetisch entfernt. Ein Vorgang, der beim Menschen sicherlich nicht ohne gravierende Nebenwirkungen vollzogen werden könnte. Zum anderen wurde aber eine Chemikalie entwickelt, die ähnlich des Koffeins wirkt und ebenfalls erfolgreich die A2A Rezeptoren blockiert und die positiven Begleiterscheinungen des Koffeins bei den Testmäusen hervorrief. „Die Substanz ist dem Koffein sehr ähnlich, hat aber weniger Nebenwirkungen“, berichtet Müller. „Sie blockiert ausschließlich die A2A-Rezeptoren und wirkt deutlich stärker als das Koffein.“

Ob sich diese Substanz zur Behandlung von Stress und Stressfolgen beim Menschen eignet, sollen nun weitere Studien belegen.

Quelle: http://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/koffein-hilft-bei-chronischem-stress-13372202

Gruß an die Kaffeetrinker

TA KI

 

SPD-Expertin fordert Altersbeschränkung für Energydrinks


Drobinski-Weiß für Änderung des Jugendschutzgesetzes

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Aus der SPD kommen Forderungen nach einem Abgabeverbot von Energydrinks an unter 18-Jährige. Energydrinks seien nicht für Minderjährige gemacht und sollten ihnen deshalb „nicht verkauft werden dürfen“, sagte die Verbraucherexpertin der SPD-Bundestagsfraktion, Elvira Drobinski-Weiß, der „Saarbrücker Zeitung“. Mit einer Änderung des Jugendschutzgesetzes solle das Verbot umgesetzt werden.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich bereits dafür ausgesprochen, eine Altersbeschränkung für den Kauf der umstrittenen Energydrinks zumindest zu prüfen, weil die hohen Koffeinbelastungen für Kinder und Jugendliche nicht unbedenklich seien. Auch Verbraucherschutzorganisationen fordern seit längerem eine Altersbeschränkung.

Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) lehnt dies allerdings ab und verweist auf die geltenden Grenzwerte und Warnhinweise. Drobinski-Weiß kritisierte hingegen, mit besserer Kennzeichnung und Aufklärung seien „Jugendliche in Partylaune kaum zu erreichen“. Das Abgabeverbot müsse daher durch eine Änderung des Jugendschutzgesetzes umgesetzt werden.

Laut Experten kann der übermäßige Konsum der hoch dosierten Koffein-Getränke, die wach halten und leistungsfördernd sein sollen, zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Besonders beliebt sind sie bei jugendlichen Partygängern.

Quelle: https://de.nachrichten.yahoo.com/spd-expertin-fordert-altersbeschr%C3%A4nkung-f%C3%BCr-energydrinks-083400442–finance.html

Gruß an die, die mehr schlafen, statt „Aufputschlimos“ zu trinken

TA KI

Herzkrank durch Energy-Drinks?


Energy-Drinks sind vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt. Oft werden sie in Nachtbars oder Discotheken in grösseren Mengen konsumiert, um die Müdigkeit zu überwinden. Häufig kommen dann noch alkoholhaltige Getränke und körperliche Anstrengung hinzu. Doch dieser Cocktail aus ungünstigen Bedingungen kann zu teils schwerwiegenden Herzproblemen führen.

Herzkrank durch Energy-Drinks © Syda Productions – Fotolia.com

 

Energy Drinks belasten das Herz

Energy-Drinks enthalten Koffein. In 250 ml eines Energy-Drinks findet sich so viel Koffein wie in zwei Tassen Espresso, also nicht gerade wenig.

Koffein erhöht unter anderem die Herzschlagrate und damit den Puls. Kommt dann körperliche Belastung hinzu, kann das Herz dadurch vollends aus dem Takt geraten.

Etliche Energy-Drinks enthalten zudem weitere aufputschende und fragwürdige Inhaltsstoffe.

Aufputschende Stoffe in Energy Drinks

Neben Koffein findet man beispielsweise in 52 Prozent der Energy-Drinks Taurin und in 33 Prozent der Drinks Stoffe, die die Müdigkeit dämpfen und die Stimmung anheben sollen (so genannte Glucuronolactone).

Die Inhaltsstoffe Taurin und so genannte Glucuronolactone in Energy-Drinks sind fragwürdig. Ihnen werden zwar teils positive Wirkungen nachgesagt, die wissenschaftlich aber nicht eindeutig belegbar sind.

Die Zugabe von Taurin in Energy-Drinks wird damit gerechtfertigt, dass es sich unter anderem leistungsfördernd auswirken soll, so die Behauptung der Anbieter. Diese Wirkung ist aber nicht unabhängig von der des Koffeins nachweisbar.

Die Glucuronolactone werden von den Herstellern der Energy-Drinks als gut angepriesen, da sie auch vom Körper selbst hergestellt werden und die Entgiftung des Körpers von Umweltschadstoffen unterstützen sollen.

Allerdings sind die in Energydrinks enthaltenen Glucuronolactonmengen so extrem hoch, dass sie in diesen Dosen nicht mehr erforderlich sind und in Kombination mit Koffein, Taurin und womöglich Alkohol eher als negativ bewertet werden.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es sich um Stoffe handelt, die für den Körper mehr als überflüssig sind. Wenn der Nutzen in Frage steht und die Gefahren unbekannt sind, sollte man lieber auch aus diesem Grund vom Konsum der Energy-Drinks Abstand nehmen.

Energy Drinks – In Frankreich lange verboten

Eine aktuelle Studie der European Society of Cardiology (ESC) hat sich knapp zwei Jahre lang der Fragestellung gewidmet, inwieweit das Herz durch den Konsum von Energy-Drinks Schaden nehmen kann.

Die Ergebnisse wurden von Professor Dr. Milou-Daniel Drici auf dem diesjährigen Kongress der ESC vorgestellt und am 31. August 2014 im Online-Fachmagazin ScienceDaily veröffentlicht.

Dr. Drici erläuterte, dass Energy-Drinks in Frankreich erst 2008 eine offizielle Vertriebsgenehmigung erhalten hätten. Bis dahin stuften die französischen Behörden den Konsum von Energy-Drinks nämlich als gesundheitlich bedenklich ein.

2009 wurde die Genehmigung für Energy-Drinks mit einem Programm der nationalen Ernährungsüberwachung ergänzt. Gesundheitliche Einrichtungen wurden aufgerufen, die Agentur für Lebensmittelsicherheit über ungünstige Nebenwirkungen von Energy-Drinks zu informieren.

Energy-Drinks schaden dem Herzen

Die Agentur für Lebensmittelsicherheit erhielt innerhalb von vier Jahren (2009 bis 2012) insgesamt 257 Meldungen in Bezug auf Nebenwirkungen durch Energy-Drinks.

212 Fälle davon lieferten ausreichend Informationen über die schädliche Wirkung von Energy-Drinks auf das Herz.

Bei 95 Personen wurden Herzkreislauf-Probleme geschildert, bei 74 beobachtete man psychische und bei 57 Personen neurologische Symptome.

46 Menschen hatten Herzrhythmus-Störungen, 13 klagten über Schmerzen in der Brust (Angina Pectoris) und drei hatten nach dem Energy-Drink erhöhten Blutdruck. Teilweise traten die Beschwerden natürlich auch kombiniert auf.

Sogar gravierende Ereignisse wie Herzstillstand oder plötzlicher Tod wurden in acht Fällen dokumentiert.

Koffein-Syndrom durch Energy-Drinks

Das wohl geläufigste Problem sei das so genannte „Koffein-Syndrom“, berichtete Dr. Drici. Es wurde bei 60 Menschen nach dem Konsum von Energy-Drinks beobachtet.

Bei einem Syndrom handelt es sich immer um eine Kombination von Symptomen. Beim Koffein-Syndrom sind es insbesondere Herzrasen (Tachykardie), Zittern, Ängstlichkeit und Kopfschmerzen.

Zusätzlich können Schlafstörungen, erhöhter Blutdruck, Konzentrationsschwierigkeiten, oder Durchfall hinzukommen.

Diese Beschwerden können einmalig und akut nach einer hohen Aufnahme von Koffein auftreten oder sie machen sich immer wieder (chronisch) beim Konsum koffeinhaltiger Getränke bemerkbar.

Keine Energy Drinks für Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen

Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen müssen folglich mit Energy-Drinks besonders vorsichtig sein. Sie sollten sich der potentiellen Gefahr bewusst sein, die von Energy-Drinks ausgeht, so der französische Professor.

Koffein ist ein starkes Aufputschmittel und ein unkontrollierter Konsum kann insbesondere bei vorhandenen Krankheiten fatale Folgen haben.

Ausserdem unterstrich Dr. Drici die Tatsache, dass Energy-Drinks – wie weiter oben schon angedeutet – besonders in Verbindung mit körperlicher Belastung gefährlich seien und diese Kombination daher strikt zu vermeiden sei.

Mehr zu den negativen Auswirkungen von Koffein finden Sie hier:

Auswirkungen von Koffein

Gruß an die Energievollen
TA KI

Red Bull- Fragwürdige Wirkung des Energy Drinks


Fragwürdige Wirkung des Energy Drinks Red Bull

Dem Bullen die Flügel gestutzt

Stimulation mit Schattenseiten: Eine Dose Red Bull enthält 80 mg Koffein.
Stimulation mit Schattenseiten: Eine Dose Red Bull enthält 80 mg Koffein. (Bild: imago)
Eine Dose Red Bull regt den Kreislauf an, vermindert aber auch die Blutversorgung des Gehirns. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Gefährlich sind Energydrinks mit einem erhöhten Gehalt an Koffein nicht – wenn man den Konsum im Griff hat.

Red Bull verleiht nicht nur Flügel, der Energydrink belastet auch das Herz und beeinträchtigt die Blutversorgung des Gehirns. Zu diesem Schluss kommen Mediziner um Erik Grasser von der Universität Freiburg in einer neuen Studie, bei der sie die Wirkung des koffeinhaltigen Getränks mit jener von Wasser verglichen haben («European Journal of Nutrition», online).

Die Hersteller von Red Bull behaupten, dass ihr Drink «Geist und Körper belebt» – die Freiburger Forscher wollten wissen, was wirklich hinter solchen Marketingversprechungen steckt. Sie liessen 25 gesunde Menschen im Alter von 20 bis 31 Jahren entweder eine 355-Milliliter-Dose Red Bull oder Wasser trinken. «Anders als in bisherigen Studien haben wir nicht kurze Zeit nach dem Genuss oder bloss ein einziges Mal die Auswirkungen auf den Blutkreislauf untersucht, sondern kontinuierlich während zwei Stunden», erklärt Erik Grasser.

Nach dem Konsum des wohl beliebtesten aller Energydrinks stieg der Blutdruck während 80 Minuten an und blieb bis zum Ende der Messungen erhöht. Der Puls sank in der ersten halben Stunde, stieg dann aber nach 60 Minuten ebenfalls an. In der zweiten Stunde nach dem Genuss von Red Bull schlug das Herz im Durchschnitt vier Schläge pro Minute schneller, und es pumpte insgesamt mehr Blut durch den Körper, als wenn die Versuchsteilnehmer zuvor Wasser getrunken hatten.

Nicht besser im Rechnen

Dass insbesondere das Koffein in Energydrinks eine anregende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System hat, wurde schon in anderen Untersuchungen beobachtet. Erstaunt waren die Wissenschafter der Universität Freiburg aber, als sie mittels Ultraschallmessungen feststellten, dass Red Bull in der grössten der drei Hirnarterien auch den Widerstand erhöhte und dadurch die Fliessgeschwindigkeit des Blutes abnahm. «Obwohl wir das nicht direkt gemessen haben, könnte sich dadurch der eigentliche Blutfluss ins Gehirn um rund 10 Prozent verringern», erklärt Grasser.

Dieser Befund stellt zumindest die belebende Wirkung von Red Bull auf den Geist infrage. In einer noch nicht veröffentlichten Nachfolgestudie der Freiburger Forscher schlossen die Teilnehmer nach einer Dose Red Bull bei Kopfrechnungen jedenfalls nicht besser ab. «Die in der Werbung versprochenen Vorteile überwiegen nicht, und man muss wissen, dass der Konsum von Energydrinks wie Red Bull auch Nachteile haben kann», erklärt der Mediziner Erik Grasser.

«Die Studie zeigt keine Effekte, die über jene einer Tasse Kaffee hinausgehen würden», kommentiert Red Bull Schweiz auf Anfrage die Ergebnisse. Und es sei schwer zu verstehen, warum keine Koffein-Kontrollgruppe oder andere Getränke wie Kaffee oder Orangensaft in die Studie einbezogen worden seien. Red Bull sei nicht gesundheitsgefährdend, erklärt Grasser, und Energydrinks unterschieden sich in ihrer Wirkung tatsächlich nicht wesentlich von Kaffee. «Aber auch eine Tasse Kaffee ist für junge Menschen nicht geeignet.» Die amerikanische Akademie der Kinderärzte hat deshalb 2011 in einer umfassenden Analyse klipp und klar festgehalten, dass Energydrinks, die stimulierende Substanzen enthalten, in der Ernährung von Kindern nichts zu suchen haben.

Aus ethischen Gründen ist es nicht angebracht, an Jugendlichen Experimente mit koffeinhaltigen Getränken durchzuführen. Bei den unter 15-Jährigen hat der Konsum von Energydrinks in der Schweiz indessen in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Das lässt sich in der Umgebung von Primarschulen beobachten, wenn sich Viertklässler mit ihrem Sackgeld heimlich Red Bull oder die billigeren Energydrinks von Coop oder Migros kaufen. Das zeigen aber auch die einzigen für die Schweiz verfügbaren Zahlen (siehe Grafik Seite 54).

Mehrere Drinks pro Tag

Laut einer Schülerbefragung von Sucht Schweiz, der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme in Lausanne, tranken 1998 lediglich 5,5 Prozent der 15-jährigen Knaben und 2,4 Prozent der gleichaltrigen Mädchen ein- oder mehrmals täglich solche Drinks. 2010 waren die entsprechenden Anteile bei den Knaben schon auf 14 und bei den Mädchen auf 7,6 Prozent angestiegen. Im gleichen Jahr gaben fast 60 Prozent der 15-jährigen Knaben und 38 Prozent der Mädchen an, sie konsumierten mindestens einmal pro Woche Energydrinks, die durchschnittlich 80 Milligramm Koffein pro 250-Milliliter-Dose enthalten.

Auch zwanzig Jahre nach der Einführung steigen die Verkaufszahlen beim Marktführer Red Bull in der Schweiz an – wenn auch nur noch langsam. 1995 setzte die Red Bull AG nach eigenen Angaben hierzulande 9 Millionen Dosen ab, 2012 waren es 119 Millionen und 2013 120 Millionen; das macht 15 Dosen pro Kopf. Weltweit verkaufte Red Bull letztes Jahr rund 5,3 Milliarden Dosen, mit den grössten relativen Zunahmen in Indien (plus 55 Prozent) und in Japan (plus 32 Prozent).

Energydrinks enthalten neben Koffein in der Regel Taurin, den Abkömmling einer Aminosäure, die im menschlichen Körper vorkommt und auch in der Nahrung zu finden ist. Der Stoff soll die stimulierende Wirkung des Koffeins auf die Herzfunktion und den Kreislauf verstärken, wobei diese Wirkung unter Fachleuten umstritten ist. Ähnliches gilt für das Glucuronolacton, das entgiftende Eigenschaften aufweisen soll, aber den Stoffwechsel sowie die körperlichen Leistungen des Menschen wohl eher nicht beeinflusst. «Wahrscheinlich ist Koffein für sämtliche Effekte von Energydrinks verantwortlich», erklärt Erik Grasser.

Maximal 500 Milligramm Koffein pro Tag

Aber auch wenn Koffein natürlicherweise in Kaffee oder Tee vorkommt: Harmlos ist das Alkaloid nicht. Überdosierungen führen mitunter zu einer Koffeinvergiftung, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als eigenes Krankheitsbild definiert wird und sich in Symptomen wie Nervosität, Unruhe, Zittern, Schlaflosigkeit oder Herzrasen äussern kann. Laut einer Analyse von Ärzten um Chad Reissig von der Johns Hopkins University in Baltimore ist die Gefahr einer Überdosierung besonders gross bei Menschen, die den Konsum von Koffein nicht gewohnt sind – was bei Jugendlichen und vor allem Kindern die Regel sein sollte. Bezeichnend auch: Verzichtet ein gewohnheitsmässiger Konsument auf Koffein, treten Entzugserscheinungen auf, etwa Kopfweh oder Müdigkeit.

Erwachsene, die keine Empfindlichkeit auf Koffein aufweisen, sollten gemäss einer Empfehlung der amerikanischen Ärztegesellschaft nicht mehr als 500 Milligramm Koffein täglich zu sich nehmen. Das entspricht rund fünf Tassen Kaffee. Jugendliche sollten sich auf 100 Milligramm pro Tag beschränken. Weil auch Schokolade, Kakao oder Softdrinks wie Coca-Cola Koffein in geringeren Mengen enthalten, besteht aber die Gefahr, dass Heranwachsende das tägliche Quantum an Koffein mit Energydrinks viel schneller überschreiten.

«Es gibt gefährlichere Getränke als Energydrinks, aber Jugendliche sollten im Umgang damit eine gute Balance finden», sagt Monique Portner-Helfer von Sucht Schweiz. «Denn Energydrinks sind im Prinzip Dopingmittel – wenn auch legale. Sie haben viele Kalorien, ohne zu sättigen, sie greifen die Zähne an und sie wirken aufputschend.» Die Suchtexpertin rät deshalb den Eltern, mit ihren Kindern das Gespräch über den Gebrauch der Drinks zu suchen. Denn die Werbung für den Kick an Energie «überall und jederzeit» und das Propagieren von Helden richtet sich gezielt an das Lebensgefühl junger Menschen.

Im Prinzip müssen auf den Getränkedosen in der Schweiz die Hinweise stehen, dass Energydrinks für Kinder, Schwangere, Stillende sowie koffeinempfindliche Personen nicht geeignet sind und dass sie wegen des erhöhten Koffeingehalts nur in begrenzten Mengen konsumiert werden sollten. Doch wer am Wochenende unterwegs ist, stellt schnell fest: Energydrinks sind besonders mit Alkohol gemischt unter Jugendlichen äusserst beliebt. Sie kaschieren den für viele unangenehmen Alkoholgeschmack und überdecken die alkoholbedingte Schläfrigkeit. Und weil sich die Kids dann fitter einschätzen, als sie in Tat und Wahrheit sind, trinken sie noch mehr.

Da mag es befremdlich wirken, dass auf Energydrinks in der Schweiz seit dem Januar dieses Jahres die Warnung «nicht zusammen mit Alkohol mischen» nicht mehr obligatorisch ist, wie Mark Stauber vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bestätigt. Grund dafür ist eine Anpassung des Lebensmittels-Verordnungsrechts an internationale Bestimmungen zum Abbau von Handelshemmnissen. Denn zuvor war das Mischen von Energydrinks mit Alkohol verboten. Ein Verbot, von dem kaum jemand etwas wusste; daran gehalten hat sich niemand. Nach einer Übergangsfrist von zwei Jahren muss dafür neu auf jeder Dose stehen, mit welcher Menge jene Ration an Koffein erreicht wird, die pro Tag nicht überschritten werden sollte.

«Wir sind uns der Problematik um die Energydrinks bewusst», sagt Mark Stauber. «Aber alles hängt von der Menge ab, welche die Jugendlichen konsumieren.» Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit erarbeitet derzeit Empfehlungen für einen vernünftigen Konsum. Das ist gut gemeint, nützen wird es nicht allzu viel.

Quelle: http://www.nzz.ch/wissenschaft/uebersicht/dem-bullendie-fluegel-gestutzt-1.18291217

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Gruß an die Beflügelten

TA KI