US-Luftangriffe in Syrien nicht ausgeschlossen


Verteidigungsminister Hagel: IS ist eine extreme Bedrohung für die USA

chuck hagelUS-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als extreme Bedrohung für die Vereinigten Staaten bezeichnet. „Es ist weit mehr als eine Terrorgruppe“, sagte Hagel im Pentagon. Sie sei „so hoch entwickelt und gut finanziert wie keine andere“. Der Minister schloss auch Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien nicht aus. „Wir denken über alle Optionen nach“, sagte er.

IS verfüge militärisch über eine ausgefeilte strategische und taktische Schlagfähigkeit, sagte Hagel. Diese Bedrohung sei „jenseits von allem, was wir gesehen haben“, fügte er hinzu.
Generalstabschef Martin Demspey erklärte, die Organisation könne nicht besiegt werden, ohne ihren Arm in Syrien ins Kalkül zu ziehen. Der Kampf müsse auf beiden Seiten der „quasi nicht existierenden Grenze“ zwischen dem Irak und Syrien geführt werden. „Das wird passieren, wenn wir ein Bündnis in der Region haben, dass die Aufgabe übernimmt, IS langfristig zu besiegen“, sagte Dempsey mit Blick auf die internationale Gemeinschaft. Luftangriffe seien aber nur ein kleiner Teil der dafür notwendigen Werkzeuge. Er wolle aber nicht ankündigen, dass die USA sie ausführen würden, betonte er.

Ex-General drängt zu Luftangriffen gegen IS in Syrien

Hagel kündigte eine Fortsetzung der Luftangriffe gegen IS-Stellungen im Irak an. „Wir verfolgen eine langfristige Strategie.“ Er betonte aber, dass der US-Einsatz klar eingegrenzt sei. Um die Extremisten vollständig zu besiegen, müsse der Irak seine innenpolitischen Probleme in den Griff bekommen, mahnte Hagel.

Der ehemalige US-General John Allen sprach sich dafür aus, die Dschihadisten umgehend nicht nur im Irak, sondern auch in Syrien „auszumerzen“. Eine Verschiebung der dafür erforderlichen Luftangriffe hieße, „dass wir es später teuer bezahlen“, befand der Vier-Sterne-General im Onlinemagazin „Defense One“.

Durch Lösegelder finanzierter Terror

Die Miliz hatte nach einem Bericht der „New York Times“ 100 Millionen Euro Lösegeld für den später getöteten US-Journalisten James Foley verlangt. Im Gegensatz zu europäischen Staaten lehnen es die USA kategorisch ab, Lösegelder zur Geiselbefreiung zu zahlen. Foley wurde von den Terroristen enthauptet, zugleich drohen diese mit dem Tod weiterer Amerikaner.

Laut „New York Times“ sind Lösegelder aus europäischen Ländern zum Haupteinkommen des Terrornetzwerks Al-Kaida und seiner Ableger geworden. Sie hätten in den vergangenen fünf Jahren mindestens 125 Millionen Dollar an Lösegeldern eingenommen, ergab demnach eine Studie der Zeitung.

Obama wirft IS-Milizen Völkermord vor

US-Präsident Barack Obama verurteilte den Mord scharf. Die Tat „schockiert das Bewusstsein der gesamten Welt“, sagte er. Die IS-Terrormilizen strebten einen „Völkermord an einem alten Volk an“, sie hätten „keinerlei Wertschätzung für menschliches Leben“. Die Terroristen hätten „keinen Platz im 21. Jahrhundert“, sagte er.

Der Islamische Staat will ein länderübergreifendes Kalifat mit Irak und Syrien errichten und hat dabei bereits zahlreiche Gräueltaten gegen Zivilisten verübt. Auch Deutschland und Italien wollen deshalb Kurden im Nordirak sowie die irakische Armee mit Waffen beliefern. Zuvor hatten bereits Großbritannien und Frankreich Rüstungslieferungen für den Kampf gegen die IS in Aussicht gestellt. Auch Dänemark erklärte sich zum Transport von Hilfsgütern bereit.

USA setzen Luftangriffe gegen IS im Irak fort

Im Irak setzte die US-Luftwaffe ihre Angriffe gegen Stellungen der Islamisten fort. Kampfjets hätten sechs Ziele in der Nähe des Mossul-Staudamms angegriffen, teilte das US-Zentralkommando in Tampa mit. Mehrere Fahrzeuge und Stellungen seien zerstört oder beschädigt worden. Die irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria News meldete, mindestens 35 Extremisten seien getötet worden. Seit Beginn der Luftschläge am 8. August flogen die Amerikaner nach eigenen Angaben insgesamt 90 Angriffe.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_70722090/islamischer-staat-usa-werten-is-als-eine-extreme-bedrohung.html

Gruß an Egon Tech, er sagt immer “ …es beginnt mit Syrien und der Türkei…“

TA KI

 

3 Kommentare zu “US-Luftangriffe in Syrien nicht ausgeschlossen

  1. Ich fasse das mal zusammen: die VSA und einige ihrer Verbündeten haben über ihre Geheimdienste eine Organisation irregulärer Kämpfer aufgebaut und ausgerüstet, die ursprünglich in Syrien die Regierung unter Präsident Assad beseitigen sollte. Das funktionierte nicht so geplant. Jetzt hat sich diese ISIS oder ISIL oder IS über Syrien hinaus in den IRAK ausgedehnt und wird dort nun von der VS Luftwaffe bombardiert. Die ISIS tötet vor laufender Kamera einen amerikanischen Reporter, der ursprünglich in Syrien war, weshalb jetzt die militärischen Maßnahmen gegen ISIS intensiviert werden sollen. Luftangriffe innerhalb Syriens werden in Erwägung gezogen.
    Einmal abgesehen vom internationalen Recht, das nach meinem Wissen Luftangriffe innerhalb eines anderen Staates ohne dessen Zustimmung nicht erlaubt, stellt sich noch das ganz praktische Problem einer bislang intakten syrischen Luftverteidigung, die auch mit ganz modernen russischen Flugabwehrraketen ausgerüstet ist. Also muss man diese Luftverteidigung irgendwie neutralisieren, entweder durch entsprechende militärische Angriffe, was der „casus belli“ wäre, oder durch eine entsprechende Absprache mit der syrischen Führung. Letzteres liefe auf eine indirekte Unterstürzung der Regierung von Präsident Assad hinaus. Womit sich wiederum eine Konfliktsituation mit den Staaten ergeben dürfte, die die gegen Assad kämpfenden Kräfte unterstützen, namentlich Saudi-Arabien und Katar. Und was hält eigentlich die Türkei von diesen Spielchen?
    Wohin hat man in Washington D.C. eigentliche seine Gehirne ausgelagert?

  2. Pingback: US-Luftangriffe in Syrien nicht ausgeschlossen | Der Honigmann sagt...

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