Intelligente Tiere: Eine Betrachtung der gegenwärtigen Forschung


Über die Intelligenz der Hunde wird viel gesprochen. Es gibt aber viele weitere Tierarten, die sich durch geistige Fähigkeiten von anderen abheben. Interessante Fakten über intelligente Tiere und die verschiedenen Arten der Intelligenz hat unser Mitarbeiter Mario Jessat hier zusammengetragen.

Der Border-Collie zählt zu den klügsten Hunderassen. (Foto: KatrinKerou, <a href="http://pixabay.com/de/border-collie-rennender-hund-672633/" rel="nofollow">pixabay</a>, Public Domain)

Der Border-Collie zählt zu den klügsten Hunderassen. (Foto: KatrinKerou, pixabay, Public Domain)

Was ist Intelligenz?

Definition

Bei der genauen Definition von Intelligenz (lat. intellegere – verstehen) sind sich die Forscher nicht immer einig. Oftmals wird sie vereinfacht als Fähigkeit des Geistes beschrieben. Eine einheitliche Präzisierung konnte bisher jedoch noch nicht gefunden werden. Erkennbar ist die Divergenz besonders bei den Studien der Forscher Robert Sternberg und Douglas Detterman, die bei zwölf Experten nach einer Definition fragten und zwölf unterschiedliche Ergebnisse erhielten. Dazu kommt erschwerend, dass die Intelligenz kulturell unterschiedlich ist. An dieser Stelle muss auch der Jurist Alfred Binet erwähnt werden, der im Jahre 1905 gemeinsam mit Théodore Simon den Binet-Simon-Intelligenztest, ein Vorläufer des IQ-Tests, erfand. Obgleich die Auswahl der Definitionen von Intelligenz vielfältig ist, wird an dieser Stelle mit einer allgemeinen Beschreibung des Gabler Wirtschaftslexikons gearbeitet:

Intelligenz ist „in der Psychologie ein hypothetisches Konstrukt (d.h. eine Erklärung für ein nicht direkt beobachtbares Phänomen), das die erworbenen kognitiven Fähigkeiten und Wissensbestände einer Person bezeichnet, die ihr zu einem gegebenen Zeitpunkt zur Verfügung stehen.“

Fragestellung

Sind die Menschen den Tieren tatsächlich geistig überlegen oder sind es Entwicklungen wie beispielsweise die Sprache, die den Menschen so dominant machen?

Verschiedene Formen der Intelligenz

Heutzutage gehen die meisten Forscher von multipler Intelligenz aus, die mehrere Dimensionen miteinander verbindet. Erkennbar ist dies daran, dass es durchaus möglich ist, durch irreparable Schäden gewisse Bereiche des Gehirns nicht mehr nutzen zu können. Im Gegenzug sind andere Bereiche jedoch weiterhin aktiv. Um eine Form der Intelligenz jedoch als solche anzuerkennen, muss diese in einem bestimmten Hirnareal lokalisiert werden. Erkennbar ist das unter anderem daran, dass diese Funktionen bei einer Schädigung eben dieses Areals ausfallen und nicht mehr zur Verfügung stehen. Es gibt noch weitere Modelle, die auch den sozio-kulturellen Aspekt berücksichtigen, weswegen in diesem Zusammenhang einige Ausschnitte der verschiedenen Formen berücksichtigt werden.

Sprachliche Intelligenz

Zur sprachlichen Intelligenz gehören die Beherrschung der Sprache und die Fähigkeit, diese Kenntnisse zu vertiefen und zu erweitern. Das Lernen neuer Sprachen ist ebenfalls zu dieser Begabung zu zählen. Es gibt durchaus Tiere, die darüber verfügen. In den späteren Fallbeispielen werden einige Arten vorgestellt.

Logisch-mathematische Intelligenz

Diese Form behandelt die Kenntnisse über Zahlen und Logik. Bei den Menschen verfügen besonders Naturwissenschaftler oder Programmierer über diese Form. Es geht darüber hinaus um die Fähigkeit des logischen Denkens. Das Beispiel der Krähe verdeutlicht die logische Intelligenz im Tierreich.

Räumliche Intelligenz

Hier geht es um die Wahrnehmung der sichtbaren Umwelt sowie um die Veränderung dieser. Darüber hinaus stehen Orientierung, Wiedererkennung von Objekten und dreidimensionale Betrachtungsweisen im Vordergrund. Tiere verfügen über diese Art der Intelligenz, erkennbar am Bienentanz, der Richtung und Entfernung von Blüten genau wiedergibt. Diese besondere Form der räumlichen Intelligenz ist beachtenswert, zumal sie auch zur sprachlichen Intelligenz gezählt werden kann, denn der Tanz dient ebenso der Kommunikation zwischen den Insekten.

Musikalische Intelligenz

Takt-, Melodie- und Rhythmusgefühl sind Fähigkeiten, die bei der musikalischen Intelligenz von Bedeutung sind. Hier geht es darum, mehrere unterschiedliche Instrumente zeitgleich zu betätigen. Darüber hinaus ist das Erkennen von Melodien sowie von Disharmonien in einem musikalischen Stück von Bedeutung. Im Tierreich sind es Delfine, die durch Töne kommunizieren und über eine ausgeprägte musikalische Intelligenz verfügen.

Soziale Intelligenz

Zur sozialen Intelligenz gehören mehrere Aspekte. So beispielsweise das Erkennen und die Einsicht in soziale Situationen oder auch Empathie. Die friedliche Bewältigung von Konflikten kann ebenfalls zur sozialen Intelligenz gezählt werden. Die Diskussion, ob die Gesamtintelligenz diesen Bereich beinhaltet, wird gegenwärtig rege geführt, aber wie in der Einleitung bereits angedeutet wurde, ist die Frage nach einer einheitlichen Definition ohnehin noch nicht abschließend geregelt.

Handlungsintelligenz

Das Konzept der Handlungsintelligenz bezeichnet diese als zweckvolle Handlung. Hier ist die Interpretation dieser zu beachten, schließlich kann diese von Mensch zu Mensch vollkommen anders ausfallen. Während für eine Person beispielsweise der frühe Eintritt in eine Partei als zweckmäßig erscheint, sehen andere gänzlich unterschiedliche Aspekte als sinnvoll an. Darüber hinaus ist auch hier eine kulturelle Differenz zu beachten, denn es hängt stark von der Gesellschaft ab, in der der Betroffene lebt

Schwarmintelligenz

Die Weisheit der Masse ist die Umschreibung der sogenannten Schwarmintelligenz. Im Grunde geht es darum, dass Menschenmassen klügere Entscheidungen treffen als einzelne Personen. Allerdings ist nicht pauschal anzunehmen, dass die Schwarmintelligenz immer die richtige Entscheidung trifft. Als Beispiel dient die Finanzkrise, die aus Sicht eines Forscherteams aus der Schweiz auf die Schwarmintelligenz untersucht wurde. Diese kann, so Ergebnis, schnell in „Schwarmdummheit“ umschlagen, denn Menschen lassen sich von den Meinungen anderer beeinflussen, auch wenn sie falsch ist. Im Tierreich sieht es anders aus, denn hier ist die Schwarmintelligenz eine Methode zu überleben. So beispielsweise in der Unterwasserwelt bei Fischschwärmen.

Intelligenz der Tiere

Die Forschung über die Intelligenz im Tierreich ist noch nicht alt. Lange Zeit wurde dies schlicht ignoriert, denn aus Sicht der Menschen war es nicht möglich, den Tieren eine menschliche Eigenschaft zuzusprechen. Schließlich vertiefte die Harvard-Absolventin Irene Pepperberg 1977 diesen Forschungszweig erstmals.

Der Graupapagei „Alex“ als Vorreiter in der Forschung

Der Papagei Alex war das erste Exemplar, das darlegen sollte, dass Tiere nicht nur auf Automatismen und Reflexe angewiesen sind, sondern durchaus kalkuliert handeln können. Hierfür versuchte Pepperberg, dem Vogel die englische Sprache beizubringen, um ihn im Umkehrschluss über seine Gefühle und seine Gedanken auszufragen. Auf diese Weise wollte sie beweisen, dass die Handlungen nicht nur aus starren und vorprogrammierten Aktionen bestehen. Diese Begabungen, die bisher nur den Menschen nachgesagt wurden, sind inzwischen charakteristisch für viele Tiere. Der Vogel verfügte schließlich über außergewöhnliche Fähigkeiten in Sprache und Rechenleistung. So konnte er Farben benennen, ganze Sätze bilden und sich sogar über bestimmte Aspekte bei den Forschern beschweren. Das faszinierende an diesem Experiment war also nicht, dass der Vogel in der Lage war, unterschiedliche Laute zu imitieren, sondern vielmehr, dass er komplexe Zusammenhänge erschließen und diese auch zum Ausdruck bringen konnte. Darüber hinaus war er in der Lage zu zählen. Wurden ihm beispielsweise mehrere Symbole gezeigt von denen eines häufiger vorkam, so konnte er benennen, welches der Symbole öfter vertreten war.

Ein weiteres Beispiel für die Intelligenz von Tieren ist der Border Collie Rico, der bei „Wetten, dass..?“ verschiedene Wörter unterschiedlichen Spielzeugen zuordnen und diese auch gezielt aus einem Nebenraum holen konnte. Nachdem die Show ausgestrahlt wurde, meldete sich eine Biologin, die den Hund genaueren Tests unterzog und die Forschung mit Tieren weiter vertiefte.

Die Förderung der kognitiven Leistung

Im Allgemeinen wird Intelligenz als Handlung bezeichnet, durch die ein Problem gelöst werden kann. Allerdings muss bei Tieren bedacht werden, dass es trotz der Forschungsergebnisse häufig die Reflexe sind, die die Tiere intelligent wirken lassen. Nichtsdestotrotz gibt es Möglichkeiten, die Tiere zu trainieren, ohne die Reflexe anzusprechen.

Rechentraining

Hunden und Katzen kann das Zählen antrainiert werden. So können Herrchen ihrem Haustier immer regelmäßig lediglich drei Hundekuchen geben. Nach einer Weile fällt auf, dass das Tier nach dem dritten Teil bereits abdreht und kein viertes Stück mehr erwartet, da es mitgezählt hat.

Logisches Denken

Wie bereits beschrieben, sind Papageien besonders intelligent. So können sie durch logisches Denken verschiedene Formen zuordnen. Beobachtet der Vogel oft genug, wie und wo bestimmte Bausteine wieder eingeordnet werden, ist er sogar in der Lage, den Gegenstand selbstständig wegzuräumen.

Beispiele intelligenter Tiere

Studienergebnis: Hunde sind so intelligent wie Kleinkinder

Anhand der Beobachtung der Border-Collie-Dame Chaser haben Forscher herausgefunden, dass die Tiere ähnlich intelligent sind wie Kleinkinder. Sie sind durchaus in der Lage, zwischen unterschiedlichen Spielzeugen, Begriffen und Kommandos zu differenzieren. Darauf geht auch Hundeexperte Stanley Cohen ein, der bekräftigt, dass die Tiere über die geistigen Fähigkeiten eines zwei- bis zweieinhalb-jährigen Kindes verfügen. Diese These stützt zusätzlich der Mathematiker Dr. Norbert Herrmann, der in diesem Artikel bekräftigt, dass Hunde ebenfalls in der Lage sind, zu rechnen. Die Konsequenz, sie können den kürzesten Weg errechnen, wenn es darum geht, einen Stock aus dem Wasser zu holen. Hierfür gibt es eine Formel, deren Ergebnisse deckungsgleich mit den Wegen der Hunde sind. Folglich laufen die Hunde anfangs am Ufer entlang, bis sie schließlich die passende Stelle gefunden haben, um hineinzuspringen. „Es gibt einen optimalen Punkt und den kann ich ausrechnen. Da gibt es auch eine Formel und die Hunde halten die ein“, bekräftigt der Mathematiker und untermauert dadurch die These der Forscher um Stanley Cohen.

Der Bienentanz – Eine besondere Sprache zur Orientierung

Ein Pionier bei der Forschung mit Bienen ist Karl von Frisch, der feststellte, dass die Insekten in der Lage sind, Farben zu sehen, zwischen Düften zu unterscheiden, ein Zeitgefühl haben und die Flugrichtung sowie Entfernung in Form von Tänzen mitzuteilen. Die Koordination erfolgt durch einen Sonnenkompass, sodass sie befähigt sind, durch Erinnerungen zuverlässig zu navigieren. Darüber hinaus ist es ihnen möglich, das Gelernte über einen langen Zeitraum im Gedächtnis zu halten. Planet-Wissen.de beschreibt die zwei verschiedenen Tanzarten, die bisher erforscht wurden.

Rundtanz

Angenommen das Futter ist in einem Umkreis von 100 Metern, so reicht dieser Tanz, um über die Existenz des Futterplatzes zu informieren. Der genaue Standort wird jedoch nicht mitgeteilt.

Schwänzeltanz

Bei größeren Entfernungen kommt der Schwänzeltanz zum Einsatz. Die Biene teilt sich darüber mit. Sie gibt die genaue Richtung, Entfernung und sogar die Qualität der Quelle an.

Dabei bewegt sich die Biene auf einer Wabe und durchläuft dabei mehrere Zyklen, die die Form einer Acht darstellen. Wichtig ist die Gerade, auf welcher das Insekt schwänzelt, denn hier teilt es die grundlegenden Informationen mit. Auch der Winkel im Zusammenhang mit der Sonne ist wichtig, denn dieser verdeutlicht die Richtung.

Elefanten – Intelligenz als Schutz vor Feinden

Eine Studie ergab, dass auch Elefanten über eine besondere Intelligenz verfügen. So sind sie in der Lage, zu differenzieren, ob es sich bei nähernden Menschen um Feinde oder Freunde handelt. Dies erkennen die Dickhäuter mit Hilfe ihres Gehörs. Durch eine Stimmenanalyse stellen sie fest, welches Alter, Geschlecht oder Ethnie die nahenden Menschen haben. Die Forscherin Karen McComb hat dies gemeinsam mit ihrem Team in einer aktuellen Studie herausgefunden. Die Tiere reagieren bei Stimmen von Jägern eingeschüchtert und rückten enger zusammen. Bei anderen Stimmen, beispielsweise der von Landwirten, war dies nicht zu beobachten. Völlig entspannt blieben sie schließlich bei Frauen- oder Kinderstimmen. Auch zwischen den Stämmen wurde differenziert. So leben in der Region sowohl das Kriegervolk der Massai, das die Elefanten öfter jagt, als auch das Volk der Kamba, das sich durch die Landwirtschaft ernährt. Die Tiere unterschieden und blieben bei den Kambamännern entspannt, während sie bei den Massai nervöser reagierten. Darüber hinaus verfügen die Tiere über ein langfristiges Gedächtnis, denn je älter die Tiere waren, desto besser konnten sie zwischen den Gefahren differenzieren.

Raben und Krähenvögel – Meister der Improvisation

National Geographic erläutert die Intelligenz der Raben, die bereits als eine Vorstufe der komplexen Kommunikation anzusehen ist. Im Jahre 2011 fanden Forscher diesen Umstand heraus. Zuvor war es lediglich den Menschen und den Menschenaffen vorenthalten, sich auf diese Art und Weise mitzuteilen. Besonders die Zeigegesten sind in dem Zusammenhang von Belang. Allerdings wird diese erst dann ausgeführt, wenn der Partner den Blickkontakt erwidert. Wissenschaftler haben die Fähigkeiten der Raben im Magazin „Nature Communications“ verdeutlicht. Die Vögel nutzten dabei ihre Schnäbel wie Menschen ihre Hände und hoben Gegenstände hoch, die sie schließlich dem „Gesprächspartner“ zeigten.

Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich ebenfalls mit der Kommunikation zwischen Raben befasst und kam zusätzlich zu dem Schluss, dass die Gesten, also das gegenseitige Zeigen von Gegenständen dazu dient, das Interesse möglicher Partner zu erkunden.

Hintergrund dieser Studie von 2012 ist jedoch nicht nur die Erforschung der Vögel, sondern vielmehr ein vergleichender Ansatz, um die Kommunikation und die Komplexität der Vorfahren des Menschen zu erkunden. Eine Betrachtung der Raben ergab, dass deren Gestik durchaus mit der der Primaten vergleichbar ist. Darüber hinaus improvisieren Raben bezüglich des Täuschens und des Tricksens. So berichten Forscher, dass sich die Tiere neben einem essbaren Kadaver tot stellen, um den Eindruck zu erwecken, dass das Tier vergiftet wurde.

Grundsätzlich sind die Tiere extrem anpassungsfähig und einfallsreich, um an Nahrung zu gelangen oder sich und ihre Artgenossen zu schützen. In Idaho leben die Tiere inzwischen vorzugsweise auf Strommasten, um sich einerseits besser vor natürlichen Feinden zu schützen und andererseits eine höhere Geschwindigkeit bei der Jagd zu erzielen. Denn beim Hinunterstürzen von den Strommasten erreichen die Tiere eine höhere Geschwindigkeit als normal.

Der Affe – soziale Intelligenz und Empathie

Forscher der Universität Georgia fanden heraus, dass Affen über große soziale Intelligenz verfügen. So haben sie beispielsweise einen großen Sinn für Gerechtigkeit und sind sich über die Vorteile der Arbeit im Team bewusst. Entsprechend zeigte eine Studie, dass Menschen und Affen gemeinsam Rätsel lösten, um an die Belohnung zu gelangen. Den großen Unterschied, den die Studie aufzeigte, war der Einsatz der Sprache. Denn sobald die menschlichen Teilnehmer miteinander sprechen konnten, erzielten sie noch größere Erfolge.

Empathie ist bei Affen ebenfalls zu beobachten und wird als Fähigkeit bezeichnet, zu erkennen, dass ein anderes Lebewesen leidet. Schimpansen sind beispielsweise in der Lage, die Empfindungen der Artgenossen zu erkennen. Dies ist anhand unterschiedlichster Tests nachvollziehbar.

Der Delfin – Erkennen positiver und negativer Empfindungen

Eine Studie der schottischen Universität St. Andrews ergab, dass sich Delfine anhand ihrer Laute gegenseitig identifizieren können. Durch einen bestimmten Pfeifton erkannten sich die Tiere untereinander. Zunächst klang der Ton immer gleich, dennoch waren minimale Unterschiede zu hören, die bei jedem untersuchten Tier variierten. Die Studie ergab, dass die Tiere zwar nicht auf fremde Pfeiftöne reagierten, aber auf ihre eigenen. Die Forscher schlossen daraus, dass die Meeressäuger die Signale nutzen, um Artgenossen „anzusprechen“.Deren erhöhte Intelligenz wurde jedoch kürzlich von einer Studie widerlegt. Sicherlich sind die Tiere weiterhin intelligenter als viele ihrer Artgenossen, jedoch nicht so schlau wie verbreitet angenommen wurde.

Erstaunliche Geistesleistung: Drei Beispiele

Krake – Futter in verschlossenen Glasbehältern

In diesem Video wird das Verhalten der Tintenfische näher beleuchtet. Deren Intelligenz ist mit den höheren Wirbeltieren vergleichbar. Dies verdeutlicht sich anhand einer Kokosnussschale, die ein Tintenfisch vorausschauend mit sich führt, um sich auf offenem Terrain verstecken zu können. Wissenschaftler sind erstaunt über die Intelligenz der Tiere. Besonders die Lernfähigkeit ist bemerkenswert. Problemlösungskompetenz, Gedächtnis und Neugier sind Indikatoren, die für die Biologen von übergeordneter Bedeutung sind. Besonders die Lernfähigkeit und das Gedächtnis erstaunt. So haben Forscher dem Tier zunächst gezeigt, wie es einen Deckel von einem Behältnis entfernen kann. Wochen später wird das Experiment erneut gemacht mit einem Shrimp im Behältnis als Motivation. Das Tier war in der Lage, den Behälter zu öffnen, konnte sich also an das Gelernte erinnern, obwohl bereits einige Zeit vergangen ist.

Ritualisiertes Verhalten von Elefanten

Häufig wird von mysteriösen Elefantenfriedhöfen gesprochen. Deren Existenz ist jedoch nur ein Gerücht. Dennoch üben die Tiere beim Umgang mit dem Tod ein ritualisiertes Verhalten aus und verfügen über Empathie sowie Trauer. Stirbt ein Elefant, so trauern die anderen Artgenossen um den Verstorbenen. Es findet eine Art Totenwache statt, die Tiere kehrten über einen gewissen Zeitraum täglich zu dem Verstorbenen zurück und betrauerten dessen Tod. Dies beobachtete das Forscherteam des Biologen Ian Redmond, der die Tiere in der afrikanischen Steppe und deren Verhalten erforschte.

Logisches Denken von Krähen

Wie die amerikanische Fachzeitschrift „Current Biology“ berichtete, sind Krähen in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu durchschauen. So können sie Spielkarten in einer bestimmten Reihenfolge ordnen, eine Leistung für die sich auch Menschen anstrengen müssen. Die Krähen hatten eine Erfolgsquote von 78 Prozent. Ein deutlicher Beleg für die Fähigkeit, die komplexen kognitiven Herausforderungen zu meistern. Auf ähnlich positive Ergebnisse kamen bei dem Test lediglich die Primaten oder Menschen. Dabei ist dies nicht das erste Experiment, das das logische Denken der Krähen hervorhebt. In diesem Interview erläutert der Ornithologe Josef H. Reichholf, dass die Vögel vorneweg denken können. Ähnlich wie der Mensch spielen sie die Ereignisse im Geiste durch, überlegen sich einen Plan und setzen diesen dann in die Tat um.

Fazit

Fakt ist, das abstrakte Denken ist keinesfalls eine menschliche Domäne, sondern findet sich auch in vielen Bereichen des Tierreiches wider. Grundsätzlich sind viele Tiere intelligenter als auf den ersten Blick angenommen. Die überlegene Intelligenz des Menschen wird seit Jahrtausenden so weitergegeben, obgleich es durchaus Bereiche gibt, in denen die Tiere den Menschen in nichts nachstehen. Besonders in den Bereichen der Vernunft wurde, ausgehend von Aristoteles, eine Überlegenheit des Menschen verbreitet, obgleich auch Tiere vernünftig handeln.

Ein vermeintlich großer Vorteil des Menschen ist die Sprache. Denn wie einige Experimente zeigen, ist es besonders durch eine ausführliche Kommunikation möglich, das Potential voll auszuschöpfen. Aber auch die Tiere sind in der Lage, zu kommunizieren. Der Mensch hat bisher schlicht nicht das Wissen, diese Form der Unterhaltung adäquat zu interpretieren.

Diese scheinbare Überlegenheit des Menschen und die Mängel in der bisherigen Forschung thematisiert der Evolutionsbiologe und Professor für Psychologie Dr. Gordon Burghardt gegenüber der Huffingtonpost:

„Es heißt oft, dass wir durch unsere Sprache und die Möglichkeit, alles aufzuzeichnen, eine Gemeinschaftskultur haben. Dass wir Dinge erreichen können, die für andere Tiere nicht möglich sind. Das bedeutet aber nicht, dass der Mensch als Einzelperson anderen Gattungen in allen Bereichen überlegen ist.“

weitere Bilder:

Der Graupapagei zeigte Gefühle und konnte kontrolliert und kalkuliert handeln. (Foto: Hans, <a href="http://pixabay.com/de/papagei-vogel-grau-graupapagei-406880/" rel="nofollow">pixabay</a>, Public Domain)

Der Graupapagei zeigte Gefühle und konnte kontrolliert und kalkuliert handeln. (Foto: Hans, pixabay, Public Domain)
Die Schwergewichte unter den intelligenten Tieren: Elefanten halten Totenwache und laufen eine Zeit lang jeden Tag zu den Leichen anderer Elefanten. (Foto: RoDobby, <a href="http://pixabay.com/de/afrika-afrikanischer-elefant-285403/" rel="nofollow">pixabay</a>, Public Domain)

Die Schwergewichte unter den intelligenten Tieren: Elefanten halten Totenwache und laufen eine Zeit lang jeden Tag zu den Leichen anderer Elefanten. (Foto: RoDobby, pixabay, Public Domain)
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Gruß an die, die das Wesen der Tiere erkennen und schä-/(ü)tzen
TA KI

 

 

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Kann das ein „Zeichen“ sein…???


Die Friedenstauben des Vatikans von schwarzer Krähe und angriffslustiger Seemöwe attackiert

Die Taube des Friedens von einer Möwe angegriffen

Er erinnerte, dass „der Geist des Friedens und eine Suche für das Gemeinwohl in … wurden sie sofort von einer Krähe und einer Möwe angegriffen. Die Menge keuchte auf, als eine Taube aus dem Angriff Möwe hervorbrach,
Wenig Glück hatte eine weiße Taube, die der Papst am Sonntag als … Beim Flug über dem Vatikan wurde sie von einer Gruppe Möwen angegriffen.
Eine Taube wurde von der Möwe angegriffen. Dabei verlor sie zwar einige Federn … Schlechte Vorzeichen für den Frieden oder für die Kirche?
Er erinnerte, dass „der Geist des Friedens und eine Suche für das … sobald die Vögel davonflogen, wurden sie sofort von einer Krähe und einer Möwe angegriffen. Die Menge keuchte auf, als eine Taube aus dem Angriff Möwe hervorbrach, …
Genau dieser letzte Punkt der Alternative soll in einer zweiten Gesetzänderung angegriffen werden. ….. ist die Quelle jeder Brüderlichkeit und daher auch das Fundament und der Hauptweg des Friedens, denn aufgrund ….. Huhn oder Möwe?

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Gruß an die Möwen und Krähen

TA KI

 

Zwei Vögel für ein Halleluja


Vögel sind auch nur Menschen – auch wenn sie nicht Auto fahren, kein Sparkonto haben und nicht jedes Wochenende shoppen gehen. Vielleicht sind sie etwas glücklicher und freudiger als wir. Und was wir schon gar nicht wahrhaben wollen: Sie sind zu unserer Freude da!

Von: Ursula Seiler

Einer der größten Philosophen der arabischen Welt heißt Abu Markub. Fast den ganzen Tag steht er irgendwo an den Ufern des Nil und denkt nach. „Ich stehe ganz friedlich, meist auf einem Bein, in der Gegend herum und lasse die Dinge um mich herum geschehen“, erläutert Abu. Dafür, dass er nur rumsteht und scheinbar nichts tut, hat er kein schlechtes Gewissen, im Gegenteil: „Große Denker waren niemals große Flitzer“, verteidigt er sich. „Wenn man in der Gegend rumflitzt, kann man nicht so gut nachsinnen.“

zuversicht

Abu steht also da – gern auch in den Papyrussümpfen und sinniert. Beispielsweise über die Zusammenhänge zwischen den Religionen – und ganz besonders innig über die Beziehung zwischen dem Judentum, dem Islam und dem Christentum. Das tut er, weil all diese Religionen gewissermaßen in seiner Heimatgegend entstanden sind. Hören wir einmal, zu welchen Schlüssen Abu Markub gekommen ist: „Ihr vergesst alle, bei diesen eher patriarchalischen Religionen, das Weibliche. Das Weibliche kommt in diesen Religionen fast nur im Jungfräulichen und im Hurenhaften vor. Die Frau hat in diesen Religionen keine sehr große Wertschätzung. Das ist nicht richtig. Das hatte die Kultur am südlichen Nil, am Weißen Nil, begriffen. Sie hat die matriarchalischen und die patriarchalischen Strukturen in einer guten Weise verknüpft. Darüber sinne ich nach.“

Abu Markub hat Kenntnis von der siebenhundertjährigen, matriarchalischen Kultur im Reiche Kusch, das in vorchristlicher Zeit im Bereich des heutigen Sudan am Nil blühte. Dort herrschten Pharaoninnen und es gab auch Pyramiden, wenn auch nicht ganz so große wie die patriarchalischen im Norden Ägyptens.

Abu Markub wüsste auch, wie die drei monotheistischen Weltreligionen sich mit dem Ur-Weiblichen wieder versöhnen könnten – würde man ihn nur um Rat fragen: „Indem ihr einen anderen Umgang mit der Sexualität lernt. Das wird das Entscheidende sein, denn Sexualität ist eine Angelegenheit, die weder nur heilig noch nur verwerflich ist, sondern sie gehört zu den normalen Lebensbedingungen der Menschen; und zwar noch eine ganze Weile. Durch eure Fixierung auf dieses Thema – entweder in der Ablehnung auf der einen Seite oder aber in der Gier auf der anderen – kommt die Missachtung der Frau in die Religion hinein, auch in das übrige Leben.“ Das Männliche und das Weibliche, so Abu Markub, müssten endlich als gleichwertig erkannt werden. „Dann würde die Fixierung auf die männliche Seite normalisiert und die Frau mehr wertgeschätzt werden. Dann würde es nicht mehr so wichtig sein, dass der Mann in Bezug auf die Frau behauptet: Sie ist mein! Eigentlich wird damit auch der Wert der Frau, wenn auch in übersteigertem Sinn, angedeutet. Denn wenn die Frau wertlos wäre, gäbe es keinen Grund, sie als Besitztum des Mannes zu bezeichnen. Insofern solltet ihr erkennen, dass die Frau sehr wertvoll ist, aber ihr solltet sie auf die gleiche Stufe wie den Mann stellen.“

Abu Markub kennt sich auch mit Tabus aus. Er sagt, die in Afrika noch immer weit verbreitete Genitalverstümmelung habe nichts mit dem Islam gemein, sondern stamme aus viel älteren Quellen. „Es geht darum, dass man das, was eigentlich einen hohen Wert hat, verstümmelt. Das kommt daher, dass die Frau und ihre Scheide als besonders magisch angesehen wurden. Da man der Frau aber diese Magie nicht gegönnt hat, hat man durch die Genitalverstümmelung die Magie auf den Mann übertragen. Die Genitalverstümmelung ist eine widerliche Praxis, die mit Kultur nichts zu tun hat.“

Der deutsche Abenteurer und Extremsportler Rüdiger Nehberg hat sich bei diesem Thema besondere Verdienste erworben. Er reiste nach Äthiopien, rief alle islamischen Würdenträger und Stammesführer zusammen und erklärte ihnen, dass die Genitalverstümmelung überhaupt nichts mit dem Islam zu tun habe und dass auch nichts dergleichen im Koran enthalten sei – und erreichte damit, dass man offiziell feststellte, Genitalverstümmelung sei Gottesanmaßung. Schließlich hat Allah die Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen, und das Herumschnippeln am Menschen bedeutet, dass man sich über Allah erhebt. Nehberg erreichte sogar, dass dies von den obersten Geistlichen des sunnitischen Islam in Kairo an der Al-Azhar-Universität entsprechend festgestellt wurde. Die Stammesführer sind nun gehalten, dies den Menschen in ihrem Bereich mitzuteilen.

Abu Markub gibt preis, dass er versucht habe, Nehberg unbewusst für diese grandiose Leistung zu inspirieren. „Ich habe ihm die Zugänge zu diesem Thema und zu den entsprechenden Menschen geschaffen.“

Abu Markub ist für die Afrikaner ein Heiliger. Das ist auch der Grund, weshalb er nicht gejagt wird. Im Übrigen ist er ein „Mann“ der Tat, nicht nur der Worte. Selbst lebt er die Gleichberechtigung in vollkommener Weise: Einmal brütet er, einmal seine Frau. Denn Abu Markub ist von Beruf Schuhschnabel (das ist die deutsche Übersetzung seines arabischen Namens) und gehört zur Gattung der Schreitvögel.

Wenn Sie, lieber Leser, nun denken, die ZeitenSchrift spinnt, dann kann ich das gut nachvollziehen. Wobei ich den Ball weitergeben müsste und sagen, die Flensburger Hefte spinnen. Stammen die Informationen doch aus deren drittem Band der Gespräche mit Tieren. Eigentlich sind wir allen Kommunikationen mit höheren Wesen oder Welten gegenüber extrem kritisch – das meiste davon ist nicht, was es vorgibt zu sein. Einiges spricht dafür, dass Verena Staël von Holstein keine abgedriftete Spiritismus-Tante ist, hat sie doch so Bodenständiges wie Vermessungswesen und Hydrographie studiert und arbeitete als Programmiererin und in der Seevermessung. Dass sie schon als Kind Naturwesen sehen konnte, erschien ihr als normal und sie macht in keiner Form ein Geschäft aus ihrem „Gewerbe“ – auch nicht in Sachen Ruhm. Sie scheut jede Form der Öffentlichkeit und möchte ein so unbehelligtes Leben wie möglich führen.

Wenn sie mit einem Tier spricht, dann wendet sie sich an die Seele dieses Tieres, die bei höher entwickelten Spezies durchaus individuelle Züge aufweist. Eine Seele, die „eigentlich ein ziemlich hochstehendes geistiges Wesen“ ist. „Eine solche Seele“, so Staël von Holstein, „hat auch ein einzelnes Tier. Mit dieser Seele kann man sprechen. Und diese Seele kann auch nicht vergessen. Die äußere wissenschaftliche Forschung hat schon mehrfach belegt, z.B. bei Elefanten, dass Tiere nicht vergessen können. Das ist eigentlich der schlüssige Beweis, dass Tiere am Allwissen teilnehmen. Normalerweise brauchen sie, um ihren Alltag zu bewältigen, das Allwissen nicht.“ Denn natürlich denkt ein Schuhschnabel nicht pausenlos über die von ihm erwähnten Themen nach. „Wenn sie aber in eine solche Sondersituation kommen, dass sie für Menschen, sogar zur Veröffentlichung, interviewt werden, dann schließen sie sich blitzschnell an das Allwissen an, denn auch jedes höher entwickelte Tier ist nicht dumm. Jeder Besitzer einer Katze oder eines Hundes weiß, dass diese Tiere eigentlich ziemlich schlau sind. Mit einem Regenwurm funktioniert das allerdings nicht. Der hat zwar auch eine Seele, aber die ist fast genauso weit weg wie sein Ich. Wenn wir mit niederen Tieren sprachen, so hat sich meist das Tier-Ich, also das Große Tier oder der Engel eingeschaltet. Denn die einzelne Seele eines niederen Tieres bekomme ich nur sehr schwer zu packen.“

Befragt, ob die Seele eines solch höheren Tieres dann einfach in der ätherischen Welt, dem Allwissen und in der Akasha-Chronik nachschaue, wenn sie durch eine entsprechende Menschenfrage auf etwas verwiesen werde, antwortet Staël von Holstein, dass es sich dabei um drei verschiedene Bereiche handle: „Die ätherische Welt ist nicht unbedingt identisch mit der Akasha-Chronik, auch nicht identisch mit dem Allwissen. Das Allwissen und die Akasha-Chronik sind Geschwister. Die Akasha-Chronik ist das Archiv des Allwissens. Das Allwissen selbst ist die Sphäre des Wissens, die die Erde umgibt, die auf der einen Seite von den Menschen angezapft werden kann, andererseits genauso von den Menschen bestückt wird. Genauso wird die Sphäre des Allwissens aber auch von höheren Naturwesen und von geistigen Wesen – bildlich von oben – bereichert. In dieser Sphäre sind die Ideen, die um die Welt schweben und in das Bewusstsein einzelner Menschen treten – im Guten wie im Bösen. Die Sphäre des Allwissens ist moralfrei. Diese Sphäre kann sowohl von der guten als auch von der schlechten Seite genutzt werden. Moral bringen erst wir Menschen dort hinein. Die ätherische Welt ist diejenige Welt, in der die Lebenskräfte weben.“

„Viele Menschen haben an mich die Frage: Wie machen Sie das eigentlich? Dabei schwingt auch immer ein gewisser Zweifel mit. Wenn ich Besuch habe, kommen die Leute oft mit dieser Frage auf den Lippen. Wenn sie dann einmal miterlebt haben, wie ich mit den Naturwesen spreche, ist diese zweifelnde Frage verschwunden. Das habe ich bis jetzt niemals anders erlebt.“ Im Übrigen würden die Gespräche für sich sprechen.

Wenn sie mit einer einzelnen Tierseele spreche, so Staël von Holstein, dann geschehe es schon ab und zu, dass auch das „Große Tier“ hinzukomme. Als „Großes Tier“ bezeichnen wir jenes Wesen aus der Naturengel-Hierarchie, welches die Gesamtheit seiner Tierart beseelt, lenkt und leitet. Dieser Naturengel ist in Wahrheit das, was die Wissenschaft „Instinkt“ nennt. Der Naturengel – meist mit dem Sanskrit-Wort „Deva“ bezeichnet – ist es, der den Zugvögeln den richtigen Zeitpunkt vermittelt, wann und wo sie sich zu versammeln und gen Süden zu ziehen haben. Er begleitet sie auch auf ihrem Weg – und er, sein Wesen und seine Energie sind es, die sich auch im Einswerden des Schwarms manifestieren: Jeder Vogel ist dann nur noch eine zentral gelenkte Zelle im großen Schwarm-Organismus. Das ist auch der Grund dafür, weshalb Schwarmvögel sehr oft, wenn sie landen, sich schütteln und plustern – sie gehen von der Zelle im Gesamtorganismus wieder in ihre Individualität über. Die Schwarm-Kommunikation findet auf elektromagnetischer Ebene statt und kann daher durch eine gewisse Menge an Elektrosmog in der Luft auch gestört werden.

Wenn sich also ein Tier beim „Interview“ etwas überfordert fühlt, kommt das Große Tier hinzu und hilft beim Beantworten der Fragen. Wie beim Menschen ist die Intelligenz der Tiere unterschiedlich ausgebildet. Während beispielsweise der tanzbegabte Paradiesvogel und der Strauß nicht gerade Intelligenzbestien seien, sind Spechte oder Raben ziemlich klug, aber lange nicht so intelligent wie Papageien.

Wie der Papagei plappern lernt

„Wir sind die klügsten Vögel“, sagt denn auch Ferdi, ein hellroter Ara, stolz von seiner Art. Wie hoch entwickelt Papageien sind, zeigt sich auch in ihrem Sozialverhalten. „Wir haben keinen Chef und benehmen uns auch ohne Chef gut. Wir sind der durchlichtete Freundesverband, wir sind alle Gleiche unter Gleichen. Wir ehren das Alter, lassen die alten Aras immer vor und trotzdem gibt es unter uns keine Streitigkeiten, weil jeder von uns genügend eigenständige Persönlichkeit hat und nicht dauernd etwas von einem anderen abgucken muss. Ein solches Sozialverhalten gibt es sehr selten unter Vögeln“. Aras haben auch kein festes Revier. Warum das so ist, erklärt Ferdi so: „Wir sind Weltbürger! Die ganze Welt ist unser Revier! Wir sind überall dort, wo das Licht hinscheint. Am liebsten sind wir aber dort, wo das Licht einmal am Tag direkt von oben kommt. Überall dort, wo die Sonne einmal am Tag den Boden küsst, sind die Aras zu Hause.“ Diese starke Lichteinstrahlung in der Äquatorgegend sei auch der Grund für die Buntheit seines Gefieders. „Da die Farbigkeit in den Tropen einmal pro Tag um die Mittagszeit direkt von oben in die Erde eintätowiert wird, ergeben sich bei den Aras diese wunderschönen Farben.“ Diese Beziehung zum Licht, das immer auch eine inspirative Qualität habe, sei auch der Grund dafür, dass die Aras „sprechen“ lernen können. Wobei es sich dabei lediglich um ein Nachahmen handelt.

Ferdi: „Ich kann auch einen Staubsauger nachmachen. Wenn ein Mensch eine Katze im Haus hat und ich einen Staubsauger nachmache, ist die Katze verschwunden. Katzen mögen keine Staubsauger. Katzen finden Staubsauger grässlich. Wenn wir einen Menschen sprechen hören und dies nachsprechen wollen, müssen wir üben. Wir beginnen immer mit Teilen des Lautgebildes und setzen mit der Zeit alles richtig zusammen. Wir können nicht gleich das gesamte Wortgeräusch nachahmen. Wir hören immer wieder hin, dann üben wir, wie es den Vögeln allgemein zu Eigen ist. Auch eine Amsel nimmt Melodien anderer Vögel oder Geräusche von Menschen in ihren Gesang auf, wenn sie diese regelmäßig hört.“ Wobei der Ara durchaus unterscheiden kann, ob er etwas richtig oder falsch nachspricht – „sonst könnte ich ja durch Üben nicht besser werden. Den Sinn verstehe ich nicht.“

Die Reaktion der Menschen ist ihm dabei keineswegs egal: „Nein, das ist mir nicht egal, weil ich ein geselliges Tier bin. Und so suche ich durch meine Äußerungen, die Wesen um mich herum zu motivieren, dass sie sich mit mir beschäftigen. Normalerweise sind wir ja viele, sitzen nebeneinander und kuscheln miteinander und deswegen schmusen wir auch mit Menschen. Wir brauchen Körperkontakt. Wie gesagt, den Sinn des Wortes verstehe ich nicht, ich merke aber schon, ob ein Mensch darauf positiv oder negativ reagiert. Wenn ihr mir ein übles Wort beibringt und darauf positiv reagiert, werde ich meinen, dass dies etwas Positives ist. Ich spreche nicht bedeutungs-, sondern nur situationsbezogen. Ich kann wissen, wenn ich jeden Morgen zu einem Menschen immer das Gleiche sage, dass er dann positiv reagiert.“ (Hierbei sei angefügt, dass die Kommunikation mit Verena Staël von Holstein auf einer Ebene stattfindet, die über der Wörtersprache liegt. Sie geschieht sehr schnell und in übersprachlichen Begriffen oder Gedanken. Es ist an ihr, das Empfangene jeweils in menschliche Sprache zu kleiden.)

Da die Aras so gesellige Vögel sind, brauchen sie unbedingt Gesellschaft, wenn sie vom Menschen gehalten werden. „Deswegen sind Käfige mit einsamen Aras, um die sich niemand kümmert, etwas ganz Hässliches“, sagt Ferdi. „Dann beginne ich, mir die Federn auszureißen. Denn dann werde ich melancholisch und will nicht mehr schön sein. Wenn man mir aber einige Gesellen in den Käfig gibt oder ein Mensch sich sehr intensiv um mich bemüht und eine Freundschaft zwischen Papagei und Mensch entsteht, dann bin ich auch dem Menschen ein guter Gefährte – und der Mensch mir. Denn der Mensch tut viele verrückte und spannende Sachen für mich. Außerdem hat der Mensch keinen Schnabel. Warum habt ihr keinen Schnabel? Warum habt ihr einen so unpraktischen Mund?“

Wolfgang Weirauch (der Interviewer): „Das weiß ich nicht.“

Ferdi: „Ihr könnt euch nicht am Mund aufhängen, ihr könnt damit keine Nüsse knacken. Außerdem habt ihr nicht eine so kräftige Zunge wie wir. Wir sind nämlich sehr bewusste Vögel und ein Teil dieses Bewusstseins geht in unsere Zunge hinein.“

Papageienpärchen bleiben übrigens das ganze Leben zusammen. Und unter den Männchen gibt es auch keine Rivalenkämpfe. „Organisiert euch Menschen doch auch so, wie wir es tun“, rät Ara Ferdi. „Dann wird es unter euch kaum noch Streit geben. Unser einziger Feind ist der Mensch.“

Was die Amsel unanständig findet

raubvögelPapageienpärchen bleiben übrigens das ganze Leben zusammen. Und unter den Männchen gibt es auch keine Rivalenkämpfe. „Organisiert euch Menschen doch auch so, wie wir es tun“, rät Ara Ferdi. „Dann wird es unter euch kaum noch Streit geben. Unser einziger Feind ist der Mensch.“ Das ist besonders tragisch, da das Vogelreich dem Menschen ein Freund sein will und sein Lied meist für den Menschen singt. Zwar sind die Morgengesänge der Vögel eine Hymne an die Sonne – das Göttliche – das einen neuen Tag schenkt, doch ansonsten singt ein Vogel zu des Menschen Erquickung. Das sagt auch die Amsel, deren Gesang fast nur noch von der Nachtigall übertroffen wird. Meist ist es der Amselmann, der singt, weil das Weibchen ja mit der Aufzucht der Jungen beschäftigt ist. Und singen und brüten geht nicht zusammen, jedenfalls nicht im Vogelreich. „Das Singen ist uns so wichtig, dass wir während dessen alles andere lassen. Nach euren wissenschaftlichen Vorstellungen ist das Singen sehr unnütz, nach unseren Vorstellungen ist alles andere unnützer als das Singen“, stellt Amseldame Nanine für ihre Gattung im Gespräch klar.

Die Amsel ist dem Menschen sogar aus dem Wald in seine Wohngebiete gefolgt, damit sich der Mensch an ihrem herrlichen Gesang erfreuen kann: „Mein Gesang wird erst dann richtig gut, wenn er wahrgenommen wird. Du würdest ja auch nicht im Wald einen Vortrag halten, da dort keine Menschen sind, die dir zuhören. Wir singen für das Herankommen des Ichs, und das Menschen-Ich ist gegenwärtiger als unser Ich.“ Sprich, die Amsel ehrt mit ihrem Gesang das im Menschen, was göttlich ist.

Wobei sie gelegentlich auch dem Schabernack nicht abgeneigt ist. Nanine beispielsweise ahmt gerne den Klang einer Fahrradklingel nach: „Ich wohne hier bei der Wassermühle und der Sohn dieses Hauses findet es sehr spannend, mit seiner Fahrradklingel zu klingeln. Ich habe gelernt, das Klingeln der Fahrradklingel nachzumachen. Deshalb singe ich inmitten meines Gesangs auch wie eine Fahrradklingel. Ich kann natürlich auch sehr amselig singen, vor allem auch sehr melodiös; aber immer wieder baue ich in meine Melodiebögen ein Fahrradklingeln ein. Das ist deswegen relativ nett, weil die Menschen sich dann immer umschauen und das Fahrrad suchen.“

— Ende des Artikelauszugs —

Der Rabe


Amulette-der-Kelten-RabeDer wilde Todesrabe hockte drohend auf dem Turm,
Schrie in Mitten des Lärms und erweckte den Sturm.

“Der Todesrabe“ von George Borrow (1803-1881),
englischer Schriftsteller

Amulette-der-Kelten-Macha-und-MedbIm linken Bild unterhält sich Macha, die rote Göttin des Krieges, mit einem Raben – im rechten bearbeitet die Erdgöttin Medb den Acker, während Krähen über ihr Kreisen

Die Gründung der französischen Stadt Lyon, die zu keltischen Zeiten die Hauptstadt des gallischen Reiches darstellte, soll an einer Stelle erfolgt sein, an der Raben vom Himmel fielen. Aus diesem Grund waren Rabenvögel in der gallischen Hauptstadt beliebte Motive für Münzen und Kunstgegenstände. Außerdem lebte in der Nähe dieser Stadt ein keltischer Clan mit dem Namen Branovices, was “Rabenkrieger“ bedeutet. amulett der Kelten Branwen

Ursprünglich standen die Rabenvögel im keltischen Glauben wohl für Ruhelosigkeit und galten als Auslöser von Zwistigkeiten. Später erhielten sie ähnlich wie die Raben, die viele amerikanische Indianerstämme als Totemtier verehrten, die Eigenschaften der Weisheit und der Wahrheitsliebe zugeordnet.

Es gibt eine Reihe von keltischen Orten, die das Wort “Rabe“ in ihrem Namen enthalten, und wahrscheinlich gab es ursprünglich sogar einen eigenen Rabengott mit dem Namen Brendigeidvran, was “Gesegneter Rabe“ bedeutet. Dieser Gott war vermutlich der Bruder von Branwen, der keltischen Göttin der Liebe und Schönheit, die einen weißen Raben als Begleiter hatte und mit Seen und anderen Wasserflächen in Verbindung gebracht wurde. Zu der Zeit als Branwen und Brendigeidvran verehrt wurden, trat die militärische Seite der Rabenvögel bereits in den Hintergund und ihre magische Bedeutung nahm im Glauben der Kelten zu. Als Brendigeidvran starb, sagte er z.B. seiner Frau, die bei ihm am Totenbett wachte, mit Hilfe seiner Raben die nächsten 87 Jahre vorher. Und nach seinem Tod soll sein Kopf an der Stelle Londons begraben worden sein, wo heute der Tower steht, der wegen seiner vielen Raben berühmt ist.

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Amulette-der-Kelten-Arthur-und-OwainOh wilder Todesrabe, zügle deine schreckliche Wut,
führ keinen Krieg mit einem, dem zum Kriege fehlt der Mut.

“Der Todesrabe“ von George Borrow (1803-1881),
englischer Schriftsteller

Raben als militärische Symbole

Die folgende walisische Erzählung mit dem Titel “Der Traum von Rhonabwys“ stammt aus dem Sagenkreis um König Arthus und zeigt deutlich, wie die Rabenvögel im keltischen Glauben mit Krieg und Schlachten verbunden waren. Die Erzählung handelt von den Raben Owains, welche die tödliche militärische Macht dieses Anführers der britischen Armee symbolisieren:

Amulette-der-Kelten-RitterArthur und Owain ap Urien saßen an einem Tisch und spielten das Gwyddbywll-Spiel, welches wörtlich übersetzt “Das Spiel des verständigen Holzes“ bedeutet und dem heutigen Schach ähnlich war. Während die beiden spielten, bekämpften sich ihre Armeen und drei Schildknappen Owains kamen und meldeten, dass Arthus Krieger einige Raben gefangen, angegriffen und getötet hatten. Owain bat daraufhin Arthus, seine Krieger zurückzuziehen. Doch dieser beendete nur das laufende Spiel und begann eine neue Partie. Wieder kam ein Schildknappe mit einer ähnlichen Meldung. Owain bat Arthus erneut, er möge seinen Männern Einhalt gebieten, aber Arthus reagierte nicht. Sie beendeten das augenblickliche Spiel und begannen eine neue Partie. Erneut kam ein Schildknappe und meldete den Tod vieler Raben. Und Owain bat Arthus wieder, seine Männer zurückzuziehen. Da Arthus aber offensichtlich nicht auf ihn hören wollte und Owain nur aufforderte weiterzuspielen, ließ Owain seine Standarte in Mitten des Schlachtengetümmels aufstellen. Sofort erholten sich seine Raben und gingen zum Gegenangriff über. Sie trugen die Köpfe, Augen, Ohren und Arme derer davon, die sie verwundet hatten, zerhackten sie in kleine Stücke und fraßen sie auf. Einer von Arthus Rittern kam zu den Spielenden und meldete ihm den Tod vieler seiner Krieger. Da bat Arthus Owain, er möge sich zurückziehen. Doch diesmal bestand Owain darauf, weiterzuspielen. Und so ging die Schlacht weiter bis wieder einer von Arthus Rittern kam und das Abschlachten von so vielen guten Kriegern Britanniens meldete, dass es nur mehr schwer möglich wäre, die Insel zu verteidigen. Wieder bat Arthus Owain, er möge seine Raben zurückziehen. Aber Owain ließ sich nicht stören und bestand darauf, das Spiel fortzusetzen. Und sie spielten diese Partie zu Ende und begannen eine neue. Und als dieses Spiel endete kam erneut ein Ritter zu Arthus und meldete, dass alle edlen Krieger der Insel gefallen seien. Erneut verlangte Arthus den Rückzug von Owains Raben und zerschlug zugleich die goldenen Spielfiguren zu Staub. Nun ließ Owain endlich die Standarte einholen und es herrschte wieder Frieden.

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Amulette-der-Kelten-Rabe-im-FlugSie überprüfte das Gewebe:
Ein Rabenumhang, gesponnen von einer Gottheit längst vergessen,
um sich beim Herumstreifen in dunkler Verborgenheit zu kleiden.

“Träger des Lichts“ von Christina K. Tower,
amerikanische Dichterin

Amulette-der-Kelten-CuChulainn

Raben als Begleiter der Helden

Wichtige keltische Helden und Könige wurden oft mit Raben in Verbindung gebracht. So trägt z.B. der Wagenlenker des irischen Volkshelden CuChulainn einen Kapuzenumhang aus Rabenfedern, wenn er seinen Herrn in den Krieg fährt.

Auch die Seele von König Arthus soll, nachdem er bei der Schlacht in Camlan gefallen war, als riesiger Rabe aufgestiegen sein und seitdem über Großbritannien schweben, um eines Tages als Herrscher über das vereinte Königreich wiederzukehren.

Trotz dieser positiven Verbindung zwischen Rabenvögeln und wichtigen keltischen Helden und Königen wurden diese Vögel immer auch mit negativen Dingen in Verbindung gebracht, was sich später zum Volksglauben weiterentwickelte, dass Hexen und dunkle Magier Raben als Begleiter hätten. In einigen walisischen Sprichwörtern ist diese dunkle Seite der Rabenvögel bis heute erhalten geblieben:

“rhwng y cwn a’r brain“ heißt z.B. wörtlich übersetzt “zwischen Hunden und Raben“ und bedeutet, dass etwas ein böses Ende nehmen wird. “ym mhig y fran“ dagegen bedeutet wörtlich “im Schnabel des Raben“ und wird für Dinge verwendet, die unter den schwierigsten Umständen erledigt werden müssen.

Quelle: http://www.amulette-kelten.de

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Gruß an die heiligen Tiere

TA KI

Valkyria


Valkyrjar- Odins Töchter

Walkyrien_by_Emil_Doepler

 

Walküren (nordisch Valkyria) sind die „Wählerinnen der Toten“ und werden allgemein als Odins Töchter und/ oder Helferinnen bezeichnet. Sie erfüllen des Göttervaters Wünsche, führen seine Befehle aus und entscheiden über Sieg und Niederlage von ganzen Kriegsheeren. Als Wohnsitz der Frauen wird Wingolf, die Halle der Freundschaft, angeführt. Das Wort „Valkyria“ entstand im Norden und wurde später allgemein übernommen. Die Wal bzw. Walstatt bezeichnet das Schlachtfeld, manchmal auch die Anzahl der Gefallenen. Wenn die Kämpferinnen nach der Schlacht die „Wal kiesen“, erküren sie die toten Helden, die sie alsdann nach Asgard ins Kriegerparadies Walhall (Totenhalle) geleiten. Dort, in der Halle der Gefallenen, begrüßt der Göttervater die toten Krieger als Einherjer (Einzelkämfer), um sie für den großen Endkampf, die Ragnarök um sich zu scharen.

Ursprünglich waren die Walküren gefürchtete Disen (auch Geister oder Feen), die als dunkle Totendämonen in blutigen Gewändern und von Raben begleitet auf dem Schlachtfeld umherstreiften, um sich am brutalen Gemetzel der Krieger zu erfreuen, von deren Blut sie sich Vampiren gleich ernährten. Im Laufe der Jahrhunderte wandelten sie sich jedoch zu jenen Schutzengeln, die einen beim Überschreiten der Todesschwelle in Empfang nehmen. Die blutige Walstatt wurde in der Vorstellung vieler Kämpfer zu einer Art Wettkampfarena, die somit ein angenehmes Leben nach dem Tod in Aussicht stellte. Dieses Walhall soll mit unzähligen Schilden und Speeren ausgestattet sein und 540 Tore besitzen, durch die am Weltenende je 800 Einherjar ziehen werden. Die Kämpfer trinken den nie versiegenden Met der Ziege Heidrun, der ihnen von den Walküren gereicht wird. Der Koch Andhrimnir sorgt durch seine magischen Kochkünste für das leibliche Wohl der Männer. Diese poetische Beschreibung der Kriegerhalle vermittelt ein farbenprächtiges Bild davon, wie sich die von ständigem Kampf dominierten Menschen ihr Paradies vorstellten.

In zahlreichen Sagen und Liedern wird von den Speer und Schild schwingenden Mädchen berichtet, die auf ihren fliegenden Rössern durch den Himmel reiten, um Schicksalsgewebe zu wirken. In dieser Funktion gleichen sie den Nornen, doch während diese meist sitzend das Schicksal weben, reiten die Walküren in den Krieg, dessen Ausgang nicht selten über das Schicksal ganzer Stämme und Völker entschied.

Im Lied von Wieland, dem Schmied (Wölundlied), tauchen drei Walküren als Schwanenmädchen auf. Beim baden entledigen sich die Jungfrauen ihrer Kleider aus Schwanenfedern, die sie zum fliegen benötigen. Einige Männer, die es nach ihnen gelüstet, rauben diese Gewänder, was zur Folge hat, dass die drei Mädchen sieben Jahre festsitzen und so ihren Aufgaben nicht nachgehen können, was später zu einem blutigen Ausgang der Geschichte führt. Die Männer versuchen, ihr eigenes Schicksal zu verändern, was aber letztlich scheitern muss. In der Sigurdsage ist es die Walküre Sigdrifa, die im Verlauf eines Liebesaktes den Helden Sigurd (Siegfried) in die Mysterien der Runen einweiht.

Quelle:http://www.wodanserben.de/walkueren.php

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Das Wölundlied – Völundarkvida

Nidud hieß ein König in Schweden. Er hatte zwei Söhne und eine Tochter; die hieß Bödwild. Drei Brüder waren Söhne des Finnenkönigs; der eine hieß Slagfid, der andere Egil, der dritte Wölund. Die schritten auf dem Eise und jagten das Wild. Sie kamen nach Ulfdalir (Wolfstal) und bauten sich da Häuser. Da ist ein Wasser, das heißt Ulfsiar (Wolfssee). Früh am Morgen fanden sie am Strand drei Frauen, die spannen Flachs; bei ihnen lagen ihre Schwanenhemden; es waren Walküren. Zwei von ihnen waren Töchter König Hlödwers: Hiadgud Swanwit (Schwanweiß) und Herwör Alwit (Allweiß); aber die dritte war Aelrun, die Tochter Kiars von Walland. Die Brüder führten sie mit sich heim. Egil nahm die Aelrun, Slagfid die Swanwit und Wölund die Alwit. Sie wohnten sieben Winter beisammen: da flogen die Frauen davon, Kampf zu suchen, und kamen nicht wieder. Da schritt Egil aus, die Aelrun zu suchen, und Slagfid suchte Swanwit; aber Wölund saß in Ulfdalir. Er war der kunstreichste Mann, von dem man in alten Sagen weiß. König Nidud ließ ihn handgreifen, so wie hier besungen ist.

1 Durch Myrkwid flogen Mädchen von Süden,
Alwit die junge, Urlog (Schicksal, Kampf) zu entscheiden.
Sie saßen am Strande der See und ruhten;
Schönes Linnen spannen die südlichen Frauen.

2 Ihrer eine hegte sich Egiln,
Die liebliche Maid, am lichten Busen;
Die andre war Swanwit, die Schwanfedern trug Schwanenfrau
(Um Slagfid schlang sie die Hände);
Doch die dritte, deren Schwester,
Umwand Wölunds weißen Hals.

3 So saßen sie sieben Winter lang;
Den ganzen achten grämten sie sich
Bis im neunten die Not sie schied:
Die Mädchen verlangte nach Myrkwid;
Alwit die junge wollt Urlog treiben.

4 Hladgud und Herwör stammten von Hlödwer;
Verwandt war Aelrun, die Tochter Kiars.
Die schritt geschwinde den Saal entlang,
Stand auf dem Estrich und erhob die Stimme:
„Sie freuen sich nicht, die aus dem Forste kommen.“

5 Von Waidwerk kamen die wegmüden Schützen,
Slagfid und Egil, fanden öde Säle,
Gingen aus und ein und sahen sich um.
Da schritt Egil ostwärts Aelrunen nach
Und südwärts Slagfid Swanwit zu finden.

6 Derweil im Wolfstal saß Wölund,
Schlug funkelnd Gold und festes Gestein
Und band die Ringe mit Lindenbast.
Also harrt er seines holden
Weibes, wenn sie ihm wieder käme.

7 Das hörte Nidud, der Niaren Drost,
Daß Wölund einsam in Wolfstal säße.
Bei Nacht fuhren Männer in genagelten Brünnen;
Ihre Schilde schienen wider den geschnittnen Mond.

8 Stiegen vom Sattel an des Saales Giebelwand,
Gingen dann ein, den ganzen Saal entlang.
Sahen am Baste schweben die Ringe,
Siebenhundert zusammen, die der Mann besaß.

9 Sie bänden sie ab und wieder an den Bast,
Außer einem, den ließen sie ab.
Da kam vom Waidwerk der wegmüde Schütze,
Wölund, den weiten Weg daher.

10 Briet am Feuer der Bärin Fleisch:
Bald flammt am Reisig die trockne Föhre,
Das winddürre Holz, vor Wölund.

11 Ruht auf der Bärenschur, die Ringe zählt er,
Der Alfengesell: einen vermißt er,
Dachte, den hätte Hlödwers Tochter:
Alwit die holde war heimgekehrt.

12 Saß er so lange bis er entschlief:
Doch er erwachte wonneberaubt.
Merkt harte Bande sich um die Hände,
Fühlt um die Füße Fesseln gespannt.

13 „Wer sind die Leute, die in Bande legten
Den freien Mann? Wer fesselte mich?“

14 Da rief Nidud, der Niaren Drost:
Wo erwarbst du, Wölund, Weiser der Alfen,
Unsere Schätze in Ulfdalir?

Wölund:
15 Hier war kein Gold wie auf Granis Wege,
Fern ist dies Land den Felsen des Rheins.
Mehr der Kleinode mochten wir haben,
Da wir heil daheim in der Heimat saßen.

König Nidud gab seiner Tochter Bödwild den Goldring, den er vom Baste gezogen in Wölunds Haus; aber er selber trug das Schwert, das Wölund hatte. Da sprach die Königin:

16 Er wird die Zähne blecken vor Zorn, erkennt er das Schwert
Und unsers Kindes Ring.
Wild glühn die Augen dem gleißenden Wurm.
So zerschneidet ihm der Sehnen Kraft
Und laßt ihn sitzen in Säwarstad.

So wurde getan, ihm die Sehnen in den Kniekehlen zerschnitten und er in einen Holm gesetzt, der vor dem Strande lag und Säwarstad hieß. Da schmiedete er dem König allerhand Kleinode, und niemand getraute sich, zu ihm zu gehen als der König allein. Wölund sprach:

17 „Es scheint Nidudern ein Schwert am Gürtel,
Das ich schärfte so geschickt ich mochte,
Das ich härtete so hart ich konnte.
Dies lichte Waffen entwendet ist mir’s:
Säh ich’s Wölundern zur Schmiede getragen!

18 Bödwild trägt nun meiner Getrauten
Roten Ring: rächen will ich das!“
Schlaflos saß er und schlug den Hammer;
Trug schuf er Nidudern schnell genug.

19 Liefen zwei Knaben, lauschten an der Türe,
Die Söhne Niduds, nach Säwarstad;
Kamen zur Kiste den Schlüssel erkundend;
Offen war die üble, als sie hineinsahn.

20 Viel Kleinode sahn sie, die Knaben daucht es
Rotes Gold und glänzend Geschmeid.
„Kommt allein, ihr zwei, kommt andern Tags,
So soll euch das Gold gegeben werden.

21 Sagt es den Mägden nicht noch dem Gesinde,
Laßt es niemand hören, daß ihr hier gewesen.“
Zeitig riefen die Zweie sich an,
Bruder den Bruder: „Komm die Brustringe schaun!“

22 Sie kamen zur Kiste die Schlüssel erkundend;
Offen war die üble, da sie hineinsahn.
Um die Köpfe kürzt er die Knaben beide;
Unterm Fesseltrog barg er die Füße.

23 Aber die Schädel unter dem Schopfe
Schweift er in Silber, sandte sie Nidudern.
Aus den Augen macht er Edelsteine,
sandte sie der falschen Frauen Niduds.

24 Aus den Zähnen aber der Zweie
Bildet er Brustgeschmeid, sandt es Bödwilden
Da begann den Ring zu rühmen Bödwild;
Sie bracht ihn Wölundern, da er zerbrochen war:
„Keinem darf ich’s sagen als dir allein.“

Wölund:
25 Ich beßre dir so den Bruch am Goldring,
Deinen Vater dünkt er schöner,
Deine Mutter merklich besser;
Aber dich selber noch eben so gut. –

26 Er betrog sie mit Met, der schlauere Mann;
In den Sessel sank und entschlief die Maid.
„Nun hab ich gerochen Harm und Schäden
Alle bis auf einen, den unheilvollen.“

27 „Wohl mir“, sprach Wölund: „war ich auf den Sehnen,
Die mir Niduds Männer nahmen.“
Lachend hob sich in die Luft Wölund;
Bödwild wandte sich weinend vom Holm
Um des Friedels Fahrt sorgend und des Vaters Zorn.

28 Außen stand Niduds arges Weib,
Ging hinein den ganzen Saal entlang;
– Auf des Saales Sims saß er, und ruhte –
„Wachst du, Nidud, Niaren Drost?“ –

Nidud:
29 Immer wach ich, wonnelos lieg ich, Valkyrie's_Vigil
Mich gemahnt’s an meiner Söhne Tod.
Das Haupt friert mir von deinen falschen Räten:
Nun wollt ich wohl mit Wölund rechten:

30 Bekenne mir, Wölund, König der Alfen,
Was ward aus meinen wonnigen Söhnen?

Wölund:
31 Erst sollst du alle Eide mir leisten,
Bei Schwertes Spitze und Schiffes Bord,
Bei Schildes Rand und Rosses Bug,

32 Daß du Wölunds Weib nicht tötest,
Noch meiner Braut zum Mörder werdest,
Hätt ich ein Weib auch euch nah verwandt,
Oder hätte hier im Haus ein Kind. –

33 So geh zur Schmiede, die du mir schufest,
Da liegen die Bälge mit Blut bespritzt.
Die Häupter schnitt ich deinen Söhnen ab;
Unterm Fesseltrog barg ich die Füße.

34 Aber die Schädel unter dem Schopfe
Schweift ich in Silber, schenkte sie Nidudern.
Aus den Augen macht ich Edelsteine,
Sandte sie der falschen Frauen Niduds.

35 Aus den Zähnen der Zweie dann
Bildet ich Brustgeschmeid und sandt es Bödwilden.
Nun geht Bödwild mit Kindesbürde,
Euer beider einzige Tochter.“

Nidud:
36 Nie sagtest du ein Wort, das so mich betrübte,
Nie wünscht ich dich härter, Wölund, zu strafen.
Doch kein Mann ist so rasch, der vom Roß dich nähme,
So geschickt kein Schütze, der dich niederschösse
Wie du hoch dich hebst zu den Wolken.

37 Lachend hob sich in die Luft Wölund;
Traurig Nidud schaut ihm nach:

38 „Steh auf, Thankrad, meiner Träle bester,
Bitte Bödwild, die Brauenschöne,
Daß die Ringbereifte mit dem Vater rede.“

39 „Ist das wahr, Bödwild, was man mir sagte:
Saßest du mit Wölund zusammen im Holm?“

Bödwild:
40 Wahr ist das, Nidud, was man dir sagte:
Ich saß mit Wölund zusammen im Holm,
Hätte nie sein sollen! Eine Angststunde lang.
Ich verstand ihm nicht zu widerstehen,
Ich vermocht ihm nicht zu widerstehen!

Quelle:http://www.lokis-mythologie.de/Voelundarkvida.html

Gruß an Odins Valkyrjar

TA KI