Gipfel in Wales: Nato plant Eingreiftruppe an Grenze zu Russland


Newport ( Wales) NATO gipfel 04.09.2014

Die Nato will bei ihrem gestern begonnenen Gipfel in Newport (Wales) mit der Stationierung von Schnellen Eingreiftruppen in Osteuropa auf Konfrontationskurs mit Russland gehen, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ in ihrer Freitagausgabe.

Angesichts der Ukraine-Krise will Washington das westliche Militärbündnis, das sich seit den 1990er-Jahren vor allem als politisches Bündnis positionierte, wiederbeleben. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf Quellen behauptet, wurde in Newport eine Neuerung am Nato-Vertrag informell erörtert, der zufolge die USA jenen Nato-Ländern „keine Sicherheitsgarantie“ geben werden, die weniger als zwei Prozent ihres BIP für Verteidigungszwecke ausgeben. (In den meisten Ländern sind es derzeit höchstens 1,5 Prozent.)

Die beim Gipfel geplanten Entscheidungen sind im Grunde schon bekannt. Es wird erwartet, dass die Nato-Mitglieder dem ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko ihre Unterstützung zusichern werden, was sie jedoch zu nichts verpflichten wird. Besprochen werden möglicherweise finanzielle Hilfen, deren Höhe allerdings unbekannt ist. Eine militärische Einmischung des Bündnisses in die Ukraine-Krise scheint ausgeschlossen. Trotz der scharfen Kritik an Moskau wird niemand zugunsten der Ukraine einen Krieg gegen Russland vom Zaun brechen. Wie der stellvertretende Nato-Generalsekretär Alexander Vershbow sagte, gilt die „neue Solidarität“ nicht für die Ukraine. Der US-Diplomat Stephen Krasner formulierte es wie folgt: „Wir sollten nicht so tun, als könnten wir die Ukraine verteidigen, wenn wir nicht dazu in der Lage sind“. Deshalb beziehen sich die geplanten Beschlüsse vor allem auf den Schutz der baltischen Länder, wobei sich jedoch die Frage stellt, von wem diese bedroht werden.

Quellen berichten über Kontroversen unter den Nato-Mitgliedsstaaten beim Thema Waffenlieferungen an die Ukraine. Während die Westeuropäer mit Frankreich und Deutschland an der Spitze Militärhilfen für Kiew für unangebracht halten, fordert die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite die Entsendung von Panzern und Kampfjets in die Ukraine.

Auch in Washington gibt es Bedenken bezüglich Waffenlieferungen an die Ukraine. Nach Angaben der „Financial Times“ will das Weiße Haus nicht, dass die Regierung in Kiew ernsthaft daran glaubt, den Krieg im Donezbecken gewinnen zu können. Ein von der Zeitung namentlich nicht genannter Diplomat zitierte den französischen Präsidenten Francois Hollande, dass der Westen durch Waffenlieferungen an die Ukraine „in ein Wettrüsten hineingezogen werden könnte, das er nicht unbedingt gewinnen würde.“

Dennoch hat die Nato das Thema Waffen für Kiew auf die Tagesordnung des Gipfels gesetzt. Wenn es zu keinem einheitlichen Beschluss kommt, könnten die Nato-Mitgliederländer individuell entscheiden, ob sie Poroschenko mit Waffen unterstützen.

Im Mittelpunkt der Gespräche in Wales steht die Bildung der Schnellen Eingreiftruppe. Heute wird ein entsprechender Beschluss erwartet. Sieben Länder (Großbritannien, Dänemark, Lettland, Litauen, Estland, Norwegen und die Niederlande) haben bereits zugesagt, der neuen Einheit Soldaten zur Verfügung zu stellen. Die Eingreiftruppe soll aus 4000 Soldaten bestehen. Geplant ist, dass diese Kräfte innerhalb von 48 Stunden weltweit eingesetzt werden können. Die Mitglieder machen keinen Hehl daraus, dass sie vor allem an der russischen Grenze stationiert werden. Das Kommando soll London übernehmen, Stützpunkte sind in Polen, Rumänien und den baltischen Ländern geplant.

Quelle: http://de.ria.ru/zeitungen/20140905/269476302.html

Gruß an die Russen

TA KI

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Forscher entdecken Neandertaler-Kunst


in-der-gorham-hoehle-hat-sich-ein-neandertaler-kuenstlerisch-betaetigt-Erstmals haben Forscher Felsgravuren der Neandertaler entdeckt. In der Gorham-Höhle in Gibraltar fand das internationale Team kreuzförmige Einkerbungen, die mindestens 39.000 Jahre alt sind. Höhlenkunst wurde bislang nur dem modernen Menschen (Homo sapiens) eindeutig zugeschrieben. Die Wissenschaftler um Ruth Blasco und Clive Finlayson vom Gibraltar-Museum schließen aus, dass die Vertiefungen versehentlich entstanden sind. Über ihre Entdeckung berichten sie in den „Proceedings“ der US-nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Die Gorham-Höhle an der Südspitze der iberischen Halbinsel mit Blick aufs Meer ist seit langem als ehemalige Behausung von Neandertalern bekannt. Die Forscher entdeckten die Gravuren auf einer etwa einen Quadratmeter großen, natürlichen Plattform, die rund 40 Zentimeter über dem Niveau des damaligen Höhlenbodens lag.

Die unterste Deckschicht über der Gravur datierten sie mit geochemischen Analysen auf ein Alter von 39.000 Jahren. Die Symbole selbst müssen also älter sein. Zu der Zeit sei der moderne Mensch noch nicht in dieser Gegend angekommen, schreiben die Experten. Die in der Deckschicht gefundenen Werkzeuge werden der sogenannten Moustérien-Kultur und damit dem Neandertaler zugeordnet.

Einkerbungen stellen dekoratives Muster dar

Die Einkerbungen stellen nach Aussage des Forscherteams keine Gebrauchsspuren dar, sondern dekorative Muster. Um dies mit Sicherheit sagen zu können, unternahmen die Forscher eigene Versuche mit Kalkstein, wie er am Boden der Höhle vorliegt. So zerschnitten sie darauf mit spitzen oder klingenförmigen Steinen die Haut eines Schweins. Doch die dabei entstandenen Rillen unterschieden sich sehr deutlich von den gefundenen Felsgravuren.

Um die tiefsten Rillen zu erzeugen, brauchten die Wissenschaftler mindestens 54 Schläge. Für die acht größeren und fünf kleineren Rillen der Felszeichnung kalkulieren sie insgesamt zwischen 188 und 317 Schläge. „Wir folgern, dass diese Gravuren ein absichtliches Muster darstellen, erdacht, um von seinem Neandertaler-Schöpfer gesehen zu werden und – unter Berücksichtigung seiner Größe und Lage – auch von den anderen in der Höhle“, schreibt das Team.

Der gravierte Kalkstein war überdeckt von Schichten aus Sand, Ton und anderen Gesteinen. Den Erkenntnissen der Forscher zufolge wanderten Phosphor- und Manganionen aus der Deckschicht in die oberste Schicht des Kalksteins. Aus dem tieferen Kalkstein selbst gelangten Magnesium und Kalzium an die Oberfläche. Diese mineralische Härtung des Kalksteins habe die Felsgravuren besonders gut konserviert, erklären die Wissenschaftler.

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/geschichte/id_70841818/hoehlenkunst-der-neandertaler-in-gibraltar-entdeckt.html

Gruß an die Steinzeit

TA KI

IS-Anführer Al-Baghdadi ein israelischer Mossad Agent?


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st Simon Elliot alias Al-Baghdadi jüdischer Abstammung?

IS-Anführer Al-Baghdadi ein israelischer Mossad Agent?

Epoch Times, Donnerstag, 4. September 2014 15:39

Abu Bakr al-Baghdadi ist der Führer von ISIS/IL, Islamischer Staat. Von seinen Anhängern wird Baghdadi er auch „Kalif“ gennant. Laut Informationen des Whistleblowers Edward Snowden ist Baghdadis echter Name Simon Elliot. Es soll ein ehemaliger Schauspieler sein und wurde später vom israelischen Geheimdienst Mossad ausgebildet, heißt es in einem französischen Bericht, übersetzt und veröffentlicht auf veteranstoday.com.

 

Es heißt, dass Simon Elliot (Elliot Shimon) alias Al-Baghdadi jüdische Eltern habe und ein Mossad-Agent wäre. Elliot wurde angeblich vom israelischen Geheimdienst Mossad rekrutiert und in psychologischer Kriegsführung gegen arabische und islamische Gesellschaften geschult.

„Der Kopf des Islamischen Staat Abu Bakr al-Baghdadi, arbeitet mit dem Secret Service der USA, England und Israel zusammen, um eine Organisation zu gründen, die in der Lage ist terroristische Extremisten aus der ganzen Welt zu vereinen,“ so der Bericht. Diese Information wurden bereits in mehreren Zeitungen und Webseiten weltweit veröffentlicht.

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Eine der Webseiten die diese Informationen veröffentlichte ist Egy-Presse. Egy-Press fügte hinzu, dass mit Hilfe eines Fotos die wahre Identität von Simon Elliot bewiesen werden konnte. Er sei ein ausgebildeter zionistischer Agenten und würde für den Mossad als Spion arbeiten. Aktuell sei er unter dem falschen Namen Ibrahim ibn Awad ibn Ibrahim Al Al Badri Arradoui Hoseini als Führer von ISIS tätig, so veteranstoday.com.

Es heißt, dass es der Plan Israels wäre, in das militärische und zivile Zentrum der Länder zu gelangen, welche eine Bedrohung für Israel darstellen. Diese Bedrohungen sollen unschädlich gemacht werden um es Israel zu erleichtern einen noch größeren zionistischen Staat im gesamten Gebiet des Nahen Ostens zu errichten. (so)

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Quellenverweis:

http://www.veteranstoday.com/

Quelle: http://www.epochtimes.de/Al-Baghdadi-ISIS-Chef-ein-israelischer-Mossad-Agent-a1175966.html

Gruß an die Völker dieser Welt

TA KI

Nordische Mythologie


Am Anfang waren Kälte und Hitze

Der Weg nach Norden ­ Norway, Norwegen, Norge ­ wurde immer als schwer zu finden betrachtet, beschwerlich zu gehen und gepflastert mit unsäglichen Gefahren. Für die Schriftsteller der Antike war Norwegen ein Märchenland ­ Ultima Thule, bevölkert von wilden Barbaren und voll von merkwürdigen und phantastischen Wesen.

Von Tor Åge Bringsværd

Der Grieche Pytheas erzählt (im 4. Jahrhundert v.Chr.) von einem Ort, an dem die Naturgesetze nicht zu gelten scheinen, wo Erde und Wasser sich vermischen, und wo alles frei herumzuschweben scheint. Und der berühmte Historiker Herodot klagt, es sei eigentlich gänzlich unmöglich, irgendetwas von diesen nördlichen Gegenden zu beschreiben, weil man ganz einfach seine Hand nicht vor Augen sehe. Das liege an all den weißen Federn, die einem ununterbrochen ins Gesicht flögen, sagt er; die Luft sei voll von solchen weißen Federn, und sie lägen wie ein dichter Teppich auf dem Erdboden. Vermutlich müssen wir diese Aussage als den ein wenig mißglückten Versuch eines Südländers deuten, einen Schneesturm zu schildern… Es stimmt jedoch: Norwegen hat immer schon mehr als genug Eis und Schnee gehabt. Ein großer Teil des Landes liegt nördlich des Polarkreises. Und obwohl sich das Eis schon vor langer Zeit aus unseren Gegenden zurückgezogen hat, dauerte die Eiszeit in Norwegen länger als an den meisten anderen Orten der Welt.

Auch das sogenannte „Heidentum“ hielt sich hier im Norden länger als andernorts. Während das übrige Europa bereits seit tausend Jahren christianisiert war, beteten wir hier oben weiterhin unsere alten „heidnischen“ Götter an.

Wikinger wurden sie genannt, die alten Norweger, die um das Jahr 1000 Europas Küsten unsicher machten und Schrecken und Grauen bis nach London und Paris und weit ins Mittelmeergebiet verbreiteten, die wilden und gnadenlosen „Barbaren“, die nicht gerade einen großen Bogen machten, um Kirchen und Klöster zu plündern… War ihnen denn nichts heilig? Was glaubten sie selbst, diese blonden Seeräuber?

In diesem kurzen Artikel wird versucht, einen Umriß von der alten nordischen Mythologie zu zeichnen ­ so wie wir sie aus der Lieder-Edda kennen ­ der mächtigen Götterdichtung, die vor tausend Jahren entstand (niemand weiß, von wem), und die in isländischen Pergamenthandschriften aus dem 13. Jahrhundert erhalten ist.

Haben diese alten Erzählungen auch für uns heute noch Bedeutung?

Mythen und Märchen werden nie inaktuell. Sie handeln nämlich nicht nur von „damals“ und „zu der Zeit“. Genauso gut können sie von „jedesmal“ und „zu allen Zeiten“ berichten. Und die nordische Mythologie gehört – meiner Meinung nach – ganz einfach zu den spannendsten, originalsten und den am stärksten zum Nachdenken zwingenden Versuchen, die es überhaupt gibt, unsere innere und äußere Wirklichkeit zu beschreiben ­ mit Worten und poetischen Bildern Leben und Dasein einzufangen.

Wie entstand die Welt?

Am Anfang waren Kälte und Hitze. Auf der einen Seite die Gegend Niflheim (Nebelheim) mit Frost und Nebel. Auf der anderen Seite Muspellsheim, ein Meer von lodernden Flammen. Zwischen ihnen war nichts. Nur eine große, gähnende Schlucht, Ginnungagap. Hier in dieser gewaltigen Leere ­ mitten zwischen Licht und Dunkel ­ sollte alles Leben seinen Anfang nehmen. In der Begegnung zwischen Eis und Feuer… Denn langsam begann der Schnee zu schmelzen, und geformt von der Kälte, aber von der Hitze zum Leben erweckt, entstand ein seltsames Wesen ­ der Frostriese Ymir. Ein größerer Riese hat nie gelebt.

Da, wo das Eis schmolz, formten die Tropfen auch ein anderes Wesen ­ eins mit Euter und Hörnern, eine riesige Kuh. Sie hieß Audhumla. Ihre überreichliche Milch floß in mächtigen Strömen aus ihren gewaltigen Zitzen. Auf diese Weise fand Ymir Nahrung. Aber wovon nährte sich die Kuh? Sie beleckte die in ihrer und des Riesen Umgebung umherliegenden Eisblöcke, die salzig waren. Dann aber geschah etwas Merkwürdiges: Als sie die Blöcke beleckte, kam aus einem von ihnen plötzlich langes Menschenhaar hervor! Am nächsten Tag kamen ein Kopf mit einem Gesicht hervor! Und am dritten Tag legte sie beim Lecken den ganzen Körper frei… Es war ein Mann. Er war hochgewachsen und schön. Buri war sein Name – und von ihm stammen die Götter ab, die wir Asen nennen.

Der Riese Ymir bekam Kinder mit sich selbst. Als er schlief, fing er an zu schwitzen… und da wuchs ihm unter seinem linken Arm Mann und Weib. Ymirs Beine wollten seinen Armen offensichtlich in nichts nachstehen… seine Füße paarten sich, und ein Sohn mit sechs Köpfen wurde geboren. Das ist der Ursprung der Geschlechter der Hrimthursen, die wir Trolle und Riesen nennen können, die wir jedoch auch unter dem Namen Jöten kennen.

Den verschiedenen Geschöpfen muß es lange gelungen sein, in Frieden miteinander zu leben. Sie bekamen jedenfalls Kinder miteinander… Odin ­ er, der später aller Götter Oberhaupt wurde ­ ist der Sohn der Riesen-Tochter Bestla und von Bur, dem Sohn von Buri. Es wimmelt sozusagen von Jöten. Und eines Tages üben Odin und seine Brüder ­ Wili und We ­ den Aufstand gegen Ymir und sein Geschlecht. Es kommt zu einem schweren Kampf; Odin und seine Brüder aber siegen. Sie töten Ymir ­ und aus seinen Wunden ergießen sich Ströme von Blut über die Feinde der Asen, in denen sie nahezu alle ertrinken… alle, bis auf zwei. Von diesem Riesen-Paar, das in die Nebelwelt flüchtet und sich dort versteckt, stammen alle späteren Hrimthursen-Geschlechter ab… Auch Audhumla ­ die erste Kuh ­ muß über die Kante in den Abgrund hinuntergespült worden sein, denn nach diesem Blutbad hat nie wieder jemand von ihr gehört oder sie gar gesehen…

Die Asen schleppen den toten Ymir bis in die Mitte der Schlucht Ginnungagap ­ in die große Leere. Dort legen sie ihn wie einen Deckel über den Abgrund.

Hier erschaffen sie die Welt – aus der Leiche des Riesen.

Sein Blut wird zum Meer. Sein Fleisch zur Erde. Seine Gebeine werden zu Gebirgen und Klippen. Die Zähne und zersplitterte Knochenreste werden zu Steinen und Geröll. Die Haare zu Bäumen und Gras. Sein Gehirn werfen die Götter hoch in die Luft. Auf diese Weise entstehen die Wolken. Und der Himmel? Er entsteht aus seiner Schädeldecke…, die sie wie ein Gewölbe, eine Kuppel über alles Erschaffene stülpen. Danach fangen die Götter Funken aus dem heißen Muspellsheim ein und setzen sie an den Himmel. Dort hängen sie jetzt und funkeln. Auf der Innenseite dessen, was einst des Riesen Ymir Schädel war… So wurden die Sterne erschaffen.

Aus Ymirs Leiche kriechen kleine Würmer. Sie sind der Ursprung der Zwerge, der Unterirdischen, die in Grotten und Höhlen leben. Die Asen wählen vier von ihnen, die das Himmelsgewölbe tragen, die vier Ecken der Welt bewachen sollen. Diese Zwerge heißen: Osten, Westen, Norden und Süden.

So bekommt alles Ziel und Sinn.

Wie wurde der Mensch erschaffen?

Als Odin und seine Brüder Wili und We einmal am Meeresstrand entlanggehen, finden sie zwei an Land gespülte Baumstämme.

Sie nehmen die Stämme und schaffen Menschen daraus.

Odin ist es, der ihnen Leben einhaucht, so daß sie selbst atmen und leben können. Wili gibt ihnen Verstand und Bewegung. We gibt ihnen Antlitz, Sprache, Gehör und Gesicht. Sie geben ihnen Wärme und Farbe.

Jetzt sind die Stämme kein Treibholz mehr; sie sind Mann und Frau.

Die Asen geben dem Mann den Namen Ask („Esche“) und der Frau den Namen Embla (vielleicht „Ulme“ oder „Rebe“). Von ihnen stammen alle Menschen ab.

Wie entstand die Zeit?

Am Anfang gab es keine Zeit. Alles steht seltsam still.

Aber die Asen geben der Riesen-Frau Nacht und ihrem Sohn Tag jeweils ein Pferd und einen Wagen – und setzen sie an den Himmel, so daß sie jeden Tag und jede Nacht um die Welt fahren können. Nacht fährt vorweg. Ihr Pferd heißt Rimfakse. Es hat Rauhreif in der Mähne, und der Tau, der sich jeden Morgen auf Felder und Wiesen senkt, sind Schaumtropfen aus seinem Zaumzeug. Hinter ihr fährt ihr Sohn Tag. Sein Pferd heißt Skinfakse, denn aus der Mähne des Pferdes strahlt und leuchtet es…

Auch die Sonne ist jetzt erschaffen ­ aus Funken aus Muspellsheim, und der Mond hat seine richtige Bahn bekommen. Auch ihnen hat man je ihren Himmelswagen gegeben. Zwei Kinder haben die Aufgabe, darauf zu achten, daß Sonne und Mond nicht von ihren Wagen fallen ­ und die schnellen Pferde zu lenken. Und hier ist Tempo die Devise! Zwei riesige Wölfe sind ihnen ständig auf den Fersen; sie schnappen nach der Sonne, dem Mond und wollen sie verschlingen! Irgendwann … irgendwann einmal wird es ihnen vielleicht gelingen…

Man sagt, die Welt ist rund?

Sie ist rund – aber nicht wie ein Apfel oder ein Ball. Die Welt hat die Form eines Kreises… eine dünne, flache Scheibe, wie abgeschnitten vom Ende eines Stücks Holz.

Wo in der Welt wohnen die Asen – und wo wohnen wir?

Am Anfang war alles Urwald und Einöde. Aber die Asen glichen Pionieren. Sie schufen Lebensraum für sich selbst und uns. Midgard nannten sie die Wohnstätte der Menschen, da sie mitten in der Welt liegt. Und im Zentrum von Midgard bauten die Götter ­ damit die Menschen sich nicht allein und verlassen fühlen sollten ­ für sich selbst einen gewaltigen Wohnsitz: Asgard ­ eine mächtige Götterburg, beschützt von dicken Mauern. Um dorthin zu gelangen, muß man über den Regenbogen reiten ­ eine Brücke aus loderndem Feuer. Auch um Midgard herum wurde ein Schutzwall angelegt – denn draußen, im Wilden und Unbekannten, herrschen Dunkelheit und unheimliche Kräfte. Hier ­ in Utgard und Riesenheim (Jötunheim) wohnen Riesen (Jöten) und Trolle. So hat alles seine Ordnung ­ wie die Jahresringe eines Baums. Und ganz weit draußen ­ an allen Kanten ­ wogt das große Weltmeer.

Aber gibt es nicht auch Zwerge und Elfen auf der Welt?

Und ob! Aber auch Zwerge und Elfen haben ihre Wohnstätte. Die Zwerge hausen gewöhnlich in Felswänden und zwischen Felsblöcken, häufig auch im Innern der Erde. An versteckten Orten in Midgard und Utgard. Sie sind tüchtige Schmiede, wobei man ihnen jedoch nie ganz trauen kann… Die Elfen demgegenüber sind sowohl Göttern als Menschen freundlich gesinnt. Alfenheim wird ihr Land genannt. Einige meinen, Alfenheim liege innerhalb der Mauern von Asgard; andere meinen, es sei in Midgard zu finden. Über Zwerge und Elfen herrscht große Unsicherheit. Einige meinen sogar, sie gehören zu ein und demselben Geschlecht und sollten „Lichtalfen“ und „Schwarzalfen“ genannt werden. Einst gab es noch ein anderes Göttergeschlecht als die Asen ­ Wanen wurden sie genannt. Sie wohnten in Wanaheim. Ihre Burg aber wurde dem Erdboden gleichgemacht, und kein Mensch weiß heute mehr, wo dieser Ort liegt…

Hat die Welt ein Zentrum?

Mitten in Midgard liegt Asgard – und mitten in Asgard haben die Götter einen „Hofbaum“ gepflanzt, eine riesige Esche, genannt Yggdrasil. Eine ihrer Wurzeln liegt in Asgard, eine weitere in Riesenheim und eine dritte in Niflheim. Ihre Zweige ragen so weit, daß sie die ganze Welt überschatten. Yggdrasil ist das Zentrum der Welt ­ und solange der Baum grün ist und fruchtbar und neue Triebe trägt ­ so lange wird die Welt bestehen.

Wer kennt das Schicksal; wer kann Kommendes voraussehen?

In unmittelbarer Nähe einer Quelle in Asgard leben drei Schicksalsgöttinnen – Urd, Werdandi und Skuld. Sie werden Nornen genannt. Die Nornen kennen das Schicksal eines jeden lebenden Wesens, und sie wissen, wie es einem jeden ergehen wird. Manche meinen, es gebe mehr Nornen als diese, unter Elfen und Zwergen. Auch unter den Menschen gebe es Frauen, die mehr sehen als andere. Eine solche Seherin oder Sibylle wird Wölva genannt. Der Name bedeutet „Stabträgerin“. Ihr Stab ist Symbol für ihre übernatürlichen Kräfte. In Trance kann sie mit der Geisterwelt Verbindung aufnehmen. Sie kennt zahlreiche wirkungsvolle Zauberlieder.

Wie heißen die wichtigsten Götter?

Odin ist der wichtigste unter den Asen. Er ist weise und des Zauberns mächtig; er ist der König der Götter. Der Mittwoch ist sein Tag (norw. onsdag – Odins Tag). Seine Frau heißt Frigg, und ihr Tag ist der Freitag (norw. fredag – Friggs Tag). Sein Pferd heißt Sleipnir. Es hat acht Beine. Odin besitzt zwei Raben – Huginn und Muninn. Jeden Morgen fliegen sie über die Welt, um zu sehen und zu hören, und am Abend kommen sie heim, um Odin alle Neuigkeiten zuzutragen. Sein Speer heißt Gungnir; er trifft jedes Ziel. Von Odins Ring – Draupnir (Träufler) – tropfen jede neunte Nacht acht gleich prachtvolle Ringe ab. Odin hat nur ein Auge, das zweite verpfändete er einst in seiner Jugend an den Riesen Mimir, um aus der wunderbaren Quelle der Weisheit trinken zu dürfen, die Mimir bewachte. (Bei einer späteren Gelegenheit wurde Mimir enthauptet; Odin aber fand das blutige Haupt des Riesen und salbte es mit heilenden Kräutern. Die Augen öffneten sich sofort, und der Mund konnte wieder Worte formen. Seitdem war Mimirs Kopf einer der besten Berater Odins…)

Odins Sohn Thor ist der zweitmächtigste der Götter. Der Donnerstag (norw. torsdag ­ Thors Tag) ist sein Tag. Thor ist stark und hitzig – und geht nie der Möglichkeit aus dem Weg, mit Riesen oder Trollen einen Kampf auszufechten. Obwohl Tyr (norw. tirsdag ­ Tyrs Tag) ihn vielleicht an Mut übertrifft, gibt es auf der ganzen Welt niemanden, der so stark wäre wie Thor. Und sein Hammer ­ Mjöllnir ­ ist die gefährlichste Waffe im Himmel und auf Erden. Thor kann ihn so klein oder so groß machen, wie es ihm gefällt. Wirft er den Hammer, trifft dieser alles, was der Gott anvisiert und ­ kehrt immer in seine Hand zurück. Wenn Thor sich auf Reisen begibt, spannt er Böcke statt Pferde vor seinen Wagen. Selbst wenn die Böcke am Abend geschlachtet werden, sind sie am nächsten Morgen wieder quicklebendig ­ vorausgesetzt, man achtet genau darauf, beim Essen keinen einzigen ihrer Knochen zu brechen und alle Reste zu sammeln und sie nach Beendigung der Mahlzeit wieder fein säuberlich in ihr Fell zurückzulegen. Wenn Thors Wagen am Firmament entlangfährt, haben wir Gewitter ­ (Thor = Donar = Donner). Sif heißt seine Frau. Ihr Haar ist aus Gold, und von allen Asinnen, den nordischen Göttinnen, ist es nur die Liebesgöttin Freyja, die schöner ist. Sie ist es auch, die die Asen das Zaubern lehrte. Sie besitzt ein magisches Falkengewand, dank dessen sie sich jederzeit in den Raubvogel verwandeln kann; und auf Ausfahrten läßt sie ihren Wagen mit Vorliebe von einer Meute Katzen ziehen. Jeder, der in Herzensangelegenheiten Rat und Trost sucht, wendet sich an Freyja, aber sie kann nicht helfen, hat die Liebesgöttin selbst doch einen für Zeit und Ewigkeit währenden Liebeskummer! Ihr eigener Ehemann hat sie verlassen und ist seiner Wege gegangen (niemand weiß, wohin). Freyja weint oft bittere Tränen um ihn, und jedesmal sind ihre Tränen aus reinstem Gold… Freyjas Bruder heißt Frey. Der Name bedeutet „der Herr“ oder „der Vornehmste“. Er ist der Gott der Fruchtbarkeit. Eigentlich stammen sowohl er als auch Freyja aus dem Geschlecht der Wanen (das heißt, sie gehören zu den Göttern, mit denen die Asen einst am Anfang aller Zeiten um die Weltherrschaft kämpften). Das Geschwisterpaar kam ursprünglich, zusammen mit seinem alten Vater, als Geiseln zu den Asen… Frey besitzt den phantastischen Eber mit den goldenen Borsten, Gullinborsti – das Schwein, das sich zu Lande, zu Wasser und in der Luft gleich gut bewegen kann! Und er besitzt das magische Schiff Skidbladnir, das immer nur in achterlichem Wind segelt und das man nach Verwendung wie ein Tischtuch zusammenfalten und in einen Beutel stecken kann. Bei den Göttern in Asgard gibt es zahlreiche andere herrliche Schätze; am kostbarsten sind die magischen Äpfel, die die Göttin Idun hütet – die Äpfel der ewigen Jugend, von denen die Götter hin und wieder ein Stück essen müssen, um nicht alt und gebrechlich zu werden.

Odin hat viele Söhne. Es hat keinen Sinn, sie alle zu nennen. An Heimdall kommen wir jedoch nicht vorbei. Er wurde vor Urzeiten auf wunderbare Weise von neun (!) Riesen-Mädchen geboren und ist der Wächter der Götter. Er wohnt am Himmelsberg und bewacht die nach Asgard führende Regenbogenbrücke Bifröst. Heimdall braucht weniger Schlaf als ein Vogel; er sieht nachts ebenso gut wie am Tage und kann das Gras wachsen hören… Heimdall besitzt das Horn Gjallarhorn, in das er am letzten Tag blasen soll, um die Asen zum letzten großen Kampf gegen Trolle und dunkle Mächte zu den Waffen zu rufen.

Balder ist der Sohn von Odin und Frigg. Er ist bekannt für seine Freundlichkeit, Milde und Klugheit. Balder hat schlechte Träume und fürchtet sich davor, zu sterben; aber dank seiner Mutter ­ die mächtigste aller Göttinnen von Asgard ­ schwören alle belebten Wesen und unbelebten Dinge, daß sie ihm niemals etwas antun werden. In Asgard vergnügen sich die Götter nun damit, spielerisch auf Balder zu schießen, da er ja weder getötet noch verwundet werden kann. Frigg jedoch hatte vergessen, den Mistelzweig zu befragen ­ ihrer Meinung nach war er zu klein und unansehnlich. Das kommt dem Intriganten Loki zu Ohren, und mit List stachelt er den blinden Höd dazu an, Balder zu erschießen. Die Asen senden berittene Boten ins Totenreich, damit sie um Balders Rückkehr bitten. Hel, die Königin des Totenreichs sagt, wenn die ganze Welt um Balder weine, solle er wieder lebendig werden. Und alle Dinge und alle Wesen ­ selbst Steine und Bäume ­versuchen (vergeblich), den Toten ins Leben zurückzuweinen.

Wer sind Götter und dabei Feinde der Menschen?

Man kann sie Hrimthursen oder Trolle und Riesen (Jöten) nennen. Sie wohnen in Utgard und Riesenheim (Jötunheim) – in der Einöde und im rauhen Gebirge. Sie sind die Chaoskräfte, häufig große und starke Kerle. Der einzige unter den Asen, der ihnen wirklich gewachsen ist, ist der Donnergott Thor. Die Riesen aber sind wie niemand sonst der Zauberkünste mächtig. Einmal zum Beispiel schufen sie aus Lehm einen mächtigen Raufbold ­ ein künstliches lebendes Wesen mit furchterregendem Aussehen ­ neunzig Meilen groß und mit dreißig Meilen Brustumfang! Die Jötun-Frauen werden Riesinnen genannt. Ihre Reittiere sind Wölfe, deren Zaumzeug aus Kreuzottern besteht. Sie können häßlich sein wie die Nacht und echte Monstren, aber sie können auch unglaublich schön sein… und so herrlich, daß selbst Odin sich mehr als einmal zur Brautwerbung und wilden Liebesabenteuern hat verlocken lassen.

Eigentlich aber sind wohl Loki und seine Kinder weit gefährlicher?

Loki ist der Unruhestifter und Intrigant. Ursprünglich ein Riese, hat er jedoch in jungen Jahren sein Blut mit dem Odins vermischt und wurde deshalb in den Kreis der Asen aufgenommen.

Loki ist ein Spaßvogel, mit dem es am Ende jedoch aus und vorbei ist. Er verrät die Asen und ist die Ursache für Balders Tod. Dafür wird er bestraft, indem er gefesselt wird – mit einer Schlange über sich, die giftigen und ätzenden Eiter auf sein Gesicht tröpfelt. Seine Frau Sigyn demgegenüber ist treu. Geduldig steht sie neben ihm, eine große Schüssel haltend, die den tödlichen Eiter auffangen soll. Ab und zu aber muß sie sich entfernen, um die Schüssel zu leeren. Dann tropft der Eiter direkt auf Lokis Gesicht, und er schüttelt den Kopf so stark, daß die ganze Erde bebt. Das ist es, was man Erdbeben nennt. Loki hat Kinder in Asgard. Außerdem aber hat er andere und dabei seltsamere Sprößlinge. Mit der Riesin Angrboda ist er Vater des Fenriswolfs, der Midgardschlange Jörmundgand und der Hel, der Göttin des Totenreichs. Und mit dem Hengst Swadilfari wurde er Mutter (!) des Pferdes Sleipnir.

Der Fenriswolf ist ein regelrechtes Monstrum von einem Wolf. Er wuchs in Asgard auf, wurde aber sehr bald riesengroß, wild und wahnsinnig, so daß nur der Gott Tyr es wagte, ihm Futter zu geben. Den Asen gelang es, die Zwerge zu beauftragen, gleichsam in Maßarbeit eine Fessel herzustellen, wobei sechs Bestandteile Verwendung finden sollten: der Schall des Katzentritts, der Bart der Frauen, die Wurzeln der Berge, die Sehnen der Bären, der Atem der Fische und der Speichel der Vögel (deshalb haben die Katzentritte keinen Schall mehr, die Frauen keinen Bart usw.). Und mit List gelang es ihnen, den Wolf so fest zu fesseln, daß er sich kaum rühren konnte, und es wurde ihm ein Schwert in den Rachen geklemmt, so daß er nur bewegungslos dasteht mit weit geöffnetem Rachen, ohne zubeißen zu können. Erst am Weltenende wird er sich endlich losreißen…

Das zweite Kind, das Loki mit der Riesen-Frau Angrboda bekam, war eine Schlange. Die Asen warfen sie ins Meer, wo sie mit der Zeit so unbeschreiblich groß wurde, daß man sie von da an Midgardschlange nannte ­ da sie die ganze Menschenwelt umgibt und sich selbst in den Schwanz beißt.

Dennoch fragt es sich, ob nicht das letzte der drei Kinder von Loki und Angrboda Asen und Menschen den größten Kummer bereitet hat. Es handelt sich um ein unheimliches Mädchen ­ halb weiß, halb blauschwarz. Sie wurde aus Asgard verwiesen und ließ sich hoch im Norden nieder. Hier schuf sie ein unterirdisches Totenreich ­ eine graue, kalte, feuchte Welt. Hel heißt sie, und Hel ist auch der Name ihres Königinnen/Totenreichs. Nach Hel kommen alle, die an Krankheit oder Altersschwäche sterben. Hier „leben“ sie ein geborgenes „Schattendasein“. Die Todeskönigin selbst erinnert an einen Kadaver, und all ihr Hab und Gut trägt Namen, die an das kalte „Leben“ im Grab denken lassen. Wenn man in alten Zeiten meinte, „Wiedergänger“ gingen um, hieß es häufig: „Die Pforte zur Hel (Hölle) ist offen.“ Am letzten Tag werden Hel und ihr Heer von Toten gegen die Asen kämpfen.

Können wir nach dem Tod auch an andere Orte kommen?

Diejenigen, die sich auf dem Schlachtfeld tapfer schlagen, kommen nach dem Tod zu Odin oder Freyja. Walküren oder „Kampfjungfrauen“ werden die mit Brünnen bekleideten Frauen genannt, die der Götterkönig entsendet, um solche gefallenen Helden zu holen. Die Walküren sind bewaffnet und können durch die Luft reiten. In Asgard teilen Odin und Freyja den Kriegerhaufen unter sich auf. Die eine Hälfte kommt zu Odin nach Walhall und die andere Hälfte zu Freyja nach Volkwang.

Vom Leben in Volkwang wissen wir nicht viel. Über das Dasein in Walhall aber gibt es viele Berichte. Auf dem Festungswall dieser riesigen „Soldatenkaserne“ dürfen die Helden sich den ganzen Tag lang nach Lust und Laune schlagen, und es spielt keine Rolle, ob sie einen Arm oder zwei verlieren, denn am Abend erheben sie sich wieder unversehrt und im Besitz aller ihrer Glieder. Als Freunde und in gütlichem Einvernehmen ziehen sie in den mächtigen Festsaal ein, wo schöne Walküren ihnen Met einschenken und gekochtes Schwein servieren. Und das Schwein selbst, das sie verzehren, ist ziemlich einmalig. Sährimnir heißt es. Jeden Tag wird es geschlachtet und verspeist, aber am Abend ist es wieder quicklebendig.

Am letzten Tag wird Odin Asen und tote Helden in den letzten großen Kampf gegen Riesen und Mächte der Finsternis führen. Er selbst wird gegen den Fenriswolf kämpfen ­ und die Bestie wird ihn verschlingen. So die Weissagung.

Können Götter sterben?

Ja, Götter können sterben.

Wie wird die Welt enden?

Gegen Ende der Zeit werden Mangel und Unfrieden herrschen. Diese Zeit nennt sich Ragnarok oder „Weltuntergang“ – das heißt, „die Zeit, in der sich alle Mächte auflösen“. Brüder fallen einander in den Rücken, und der Sohn verschont seinen eigenen Vater nicht. Danach werden drei Jahre kommen, die nur ein einziger langer Winter sind, genannt Fimbul. Gebirge stürzen ein, und alle Fesseln werden reißen. Anschließend werden Himmel-Wölfe Sonne und Mond verschlingen. Dabei wird auch der Fenriswolf endlich loskommen. Er wird mit weit aufgesperrtem Rachen durch die ganze Welt laufen. Dabei berührt sein Unterkiefer die Erde, sein Oberkiefer den Himmel. In seinen Augen brennt Feuer, und aus seinen Nasenlöchern züngeln Flammen. Auch Loki wird freikommen. Er wird ein unheimliches Schiff auftakeln ­ Naglfar, das Schiff, das aus den ungeschnittenen Nägeln toter Menschen gebaut ist. Mit zerfetzten Segeln und einer Besatzung aus verwesten Leichen wird Loki mit diesem Schiff das Totenreich seiner Tochter verlassen… Und die Midgardschlange wird sich aufs Land wälzen. Sie wird sich über Felder und Wiesen vorwärtsschlängeln. Im Süden birst der Himmel. Und aus dem Land dahinter ­ dem unbekannten und bedrohlichen Muspellsheim, dem Feuerland, das lange bevor Odin und seine Brüder die Welt erschufen existierte ­ kommt ein gewaltiges Heer von glänzenden Reitern. Sie tragen Flammenschwerter in ihren Händen. Überall da, wo sie heranstürmen, wird alles in Brand gesetzt. Und die große Regenbogenbrücke stürzt ein unter ihrem Gewicht… An der Stelle, die Wigrid-Wall heißt (hundert Meilen breit und hundert Meilen lang) wird die letzte entscheidende und blutige Schlacht stattfinden. Odin wird vom Fenriswolf verschlungen. Thor und die Midgardschlange bringen einander um. Heimdall und Loki ebenso. Die ganze Welt brennt. Selbst Yggdrasil ­ der große Weltenbaum ­ steht in Flammen. Wenn der Feuersturm sich ausgetobt hat, ist die ganze Welt eine qualmende Brandstätte. Die verbrannten Reste versinken im Meer und verschwinden.

Und das ist das Ende?

Nein. Aus dem Meer wird sich eine neue Erde erheben, grün und wunderbar. Fruchtbar wie ein Traum. Mit Feldern, die ungesät Früchte tragen. Mit Fisch und Wild im Überfluß. Niemand soll mehr hungern. Denn siehe! Die Sonne hat eine Tochter geboren. Alles Übel hat ein Ende genommen! Die Erde ist reingewaschen. Ein neues Leben kann beginnen! Asgard ist verschwunden. Die alte Götterburg ist dem Erdboden gleichgemacht. Trotzdem versuchen sie, hierher zurückzukommen ­ die Asen, die im letzten großen Kampf nicht fielen…

Es gibt also Überlebende?

Die Zufälligen ­ diejenigen, die die Erde erben sollen.

Gibt es auch Menschen unter ihnen?

Ein einziges Menschenpaar hat überlebt. Sie heißen Liv und Livtrase. Sie suchten Zuflucht an einem Ort, an dem der Feuersturm vorbeiraste, ohne sie aufzuspüren. Und das Meer gab sie lebend zurück. Lange Zeit hatten sie sich nur vom Morgentau genährt. Von diesen beiden wird ein neues Menschengeschlecht kommen…

Es gibt also Hoffnung – trotz allem?

Die Mythen sagen uns, daß es immer Hoffnung gibt.

Der Autor des Artikels, Tor Åge Bringsværd (geb. 1939), ist preisgekrönter Schriftsteller und Dramatiker. Er schreibt gleich gern für Kinder und Erwachsene. Bringsværds Werke sind in fünfzehn Sprachen übersetzt, und seine Theaterstücke wurden bisher in dreizehn Ländern aufgeführt.

Quelle: http://www.asatru.de/nz/index.php?option=com_content&view=article&id=98:nordische-mythologie-&catid=8:mythologie&Itemid=27

Gruß an unsere Ahnen

TA KI

Vor 30000 Jahren bekannt: Eisen und Galvanoplastik


von Robert Charroux

Charroux

Aber, so werden die Prähistoriker protestieren, die Verarbeitung von Eisen war doch im Paläolithikum gar nicht bekannt! Das Eisen soll nicht bekannt gewesen sein? Wie ist es dann zu erklären, daß man in den an Eisenerzen besonders reichen Departements – vor allem in Elsaß-Lothringen (Abb. 1) – nicht die geringste Spur einer steinbearbeitenden Kultur findet. Gleichwohl war das Land reich, und der Feuerstein, den man exportierte, konnte genausogut in den Osten des Landes [d. h. Frankreich; d. Red.] gelangen.

Sicher waren diese Departements von prähistorischen Menschen bewohnt, hauptsächlich fünf- bis sechstausend Jahre vor unserer Zeitrechnung; trotzdem findet man dort keine bearbeiteten Feuersteine, weil es bequemer und rationeller war, selbst für die untersten Schichten, Gegenstände aus Eisen herzustellen und zu benutzen. Wahrscheinlich entfalteten sich vor Tausenden und aber Tausenden von Jahren auf allen Kontinenten sogar Kulturen, denen der Stahl, die Luftfahrt und die Atomwissenschaft bekannt waren.

Bereits im 19. Jahrhundert hatten Forscher und Gelehrte diese Gewißheit, ohne daß sie sie auszusprechen gewagt hätten wie im Fall des französischen Ägyptologen Mariette, der das Serapeum von Memphis und die Grabmale der Apisstiere entdeckte.

Als er in einer Tiefe von etwa sechzig Fuß unter dem Sphinx von Gizeh mit Ausgrabungen beschäftigt war, legte er unter einem harten und dichten, mit Steinen vermischten Boden Bauwerke von gigantischen Ausmaßen frei, in denen er wundervolle Gegenstände von höchster künstlerischer Vollendung fand.

Das Alter des Sphinx verliert sich im Dunkel der Zeiten. Daraus folgt aber, daß die Bauten unter dem im Laufe von Jahrtausenden angehäuften, jetzt festen und harten Erdreich noch viel älter waren. Doch das ist noch nicht alles. Unter den so tief in der primhistorischen Erde vergrabenen Gegenständen entdeckte man – wir zitieren Zeugnisse aus dem Jahre 1850 – Schmuckstücke aus Gold, die auf Grund ihres geringen Gewichts an galvanoplastische Relieftechnik erinnern, ein industrielles Verfahren, das bei uns seit kaum zwei oder drei Jahren bekannt ist. Für diejenigen, die die Kultur um jeden Preis vor höchstens sechstausend Jahrenin Sumer beginnen lassen wollen, ist diese Entdeckung offenbar sehr peinlich.

An anderer Stelle wurden ähnliche Entdeckungen gemacht. In der Tat läßt sich bei sehr vielen Gegenständen, die aus Memphis und Theben stammen, z.B. Vasen, Schalen, Bechern, Lanzenspitzen usw., eine dünne Metallschicht feststellen, ohne daß es möglich wäre, Spuren einer Löt- oder Schweißstelle oder sonstiger manueller Bearbeitung zu entdecken. Die Schicht ist so gleichmäßig, ihre kristalline Beschaffenheit ist der von auf galvanoplastischem Wege erhaltenen Gegenständen so ähnlich, daß Wissenschaftler nicht länger zögerten, den Ägyptern die Kenntnis dieser Technik zuzuschreiben (M. Crüger, Dinglers Polytechnisches Journal, 1851). [1]

Was die Verwendung von Eisen betrifft, so ist sie bei den Haddaden Afrikas seit achttausend Jahren bekannt und läßt sich noch viel früher nachweisen. [Vergl. dazu auch: Eine versunkene Stadt bei Marseille von Robert Charroux; d. Red] Die Eisengruben auf der Insel Elba wurden nach den mit größter Sorgfalt durchgeführten Berechnungen von Bergbauingenieuren zu einer Zeit genutzt, die wenigstens zehn mal älter ist als die uns bekannte Zeit.

Wenn man berücksichtigt, daß schon die Griechen zu Homers Zeiten diese Insel kannten, die sie wegen des Rußes und der weithin sichtbaren Rauchschwaden aus den Hüttenwerken Aithalia (griech. aithálē = Ruß) nannten, gelangt man zu dem Schluß, daß diese Gruben vor mehr als dreißigtausend Jahren in Betrieb gewesen sein müssen. [2]

Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Robert Charroux wurde seinem Buch „Verratene Geheimnisse – aus biblischen und vorbiblischen Dokumenten“ entnommen, das 1979 in der TB-Edition Grenzwissenschaften im Wilhelm Goldmann Verlag erschienen ist (Franz. Originalausgabe im Verl. Robert Laffont, Paris, 1965). Leider war es uns trotz langwieriger und umfassender Recherchen nicht möglich, den derzeitigen Inhaber der Rechte an Robert Charroux´ Werken in deutscher Sprache zu ermitteln. Daher erscheint dieser Beitrag bei Atlantisforschung.de vorläufig, in einer redaktionell bearbeiteten Fassung, als wissenschafts- und atlantologie-geschichtliche Dokumentation zu Lehr- und Studienzwecken.

  1. Red. Anmerkung: Vergleiche auch: Elektrizität in der AntikeMesopotamische Batterien und Wunderlampen im alten Rom (bb)
  2. Red. Anmerkung: Uns erschließt sich die Logik in Charroux´ letztem Absatz nicht ganz. Jedenfalls erscheint es durchaus bedenkenswert, ob Elbas Erzgruben – möglicherweise mit SEHR langen Unterbrechungen – sowohl zu primhistorischen Zeiten (während der so genannten „Altsteinzeit“) als auch während der protohistorischen Periode (zu „Homers“ Zeiten) ausgebeutet wurden.

Dramatische Veränderungen in unserem Sonnensystem, Teil 2


Im Jahr 1995 erreichte die Galileo-Sonde den Jupiter und begann, eine Vielzahl von Veränderungen zu messen. Die NASA-Wissenschaftler entdeckten, dass die Jupiteratmosphäre mehrere hundert Grad heißer war als erwartet.39 Der Anteil schwerer Elemente (wie z. B. Sauerstoff) in der Jupiteratmosphäre hat von 1979 bis 1995 um atemberaubende zehn Prozent abgenommen – ein Gewicht von 20 Erdmassen an Sauerstoff, die innerhalb von 16 Jahren „peinlicherweise“ verschwunden sind.40,41 Im gleichen Zeitraum nahm die Emissionsstrahlung des Jupiters um etwa 25 Prozent zu.42

ungekl-rter-320-kilometer-hotspot-auf-ioAbbildung 19: Ungeklärter 320-Kilometer-„Hotspot“ auf Io, der innerhalb von 16 Monaten entstanden ist (NASA/HST/WFPC2, 1995)

Oktaedrische Geometrie im Helligkeitsanstieg auf Io

Abbildung 20: Oktaedrische Geometrie im Helligkeitsanstieg auf Io von 1994-95. (Wilcock, 2004 und NASA/HST, 1995)

Der jupiternächste Mond ist Io, der vulkanisch aktivste Trabant im Sonnensystem. Vergessen wir nicht, dass der Einschlag des Kometen Shoemaker-Levy 9 zu einem gewaltigen Energieanstieg im Jupiter führte, der am 19. Juli 1994 mit dem Einschlag des K-Fragmentes begann und die Aurorabögen verursachte (Abb. 16, NEXUS 16/08), von denen einer in Ios Nord- und Südpol strömte und danach ein fester, dauerhafter Bestandteil des Jupitersystems wurde. Ein Jahr später, im Juli 1995, hatte sich auf Io ein riesiges, helles und 320 Kilometer breites Charakteristikum entwickelt – und zwar nicht in den Polbereichen, an denen die hellen Energiebögen eingetreten waren, sondern unmittelbar entlang des Äquators! Diese Veränderung war dramatischer als alles, was in den 15 Jahren zuvor beobachtet worden war.43

Dieser plötzlich auftauchende und unerklärlich helle runde Fleck passt perfekt in das HD-Modell; in diesem Fall zeigt sich uns die „reine“ Geometrie eines höherenergetischen „oktaedrischen Resonanzmusters“, das an einem seiner Eckpunkte auf Ios Äquator in Erscheinung tritt. Die hyperdimensionale Energie drang in die Polbereiche des Mondes ein und brach dann durch den Drehimpuls von Ios Rotationsbewegung an einem geometrisch festgelegten Punkt am Äquator hervor, ähnlich wie ein Rasensprenger, der Wasser in die Gegend sprüht.44

Auf der NASA-Website des Hubble-Teleskops wurde behauptet, dass bis zum Auftauchen dieses eigentümlichen Merkmals am Äquator „die Oberfläche von Io sich nur geringfügig verändert hatte, seit sie 1979 das letzte Mal von der Raumsonde Voyager 2 aus der Nähe beobachtet worden war.“ 45 Allerdings sagte das JPL (Jet Propulsion Laboratory) nur ein Jahr später, dass „die Veränderungen, die wir beobachten, dramatisch sind […] Die Farben bestimmter Bodenmaterialien und deren Verteilung haben sich seit dem Voyager-Vorbeiflug 1979 wesentlich gewandelt.“ 46 Haben diese Veränderungen innerhalb eines Jahres stattgefunden, oder werden die Daten von den Forschern am JPL und am Hubble-Teleskop nur unterschiedlich interpretiert? Die „dramatischen“ Farbveränderungen auf Io könnten darauf hindeuten, dass von den Vulkanen neue Arten von Materie ausgestoßen worden sind, und das in nur 17 Jahren.

Noch interessanter ist, dass die NASA im Jahr 2000 tatsächlich zugegeben hat, dass Io sich „wie ein Fluid“ verhält,47 eine Eigenschaft, die unserer Meinung nach für das Auftreten zumindest einiger ansonsten unerklärlicher geometrischer Wirkungen verantwortlich sein könnte. Das Fluid-Konzept wird durch die folgende Tatsache gestützt: „Innerhalb von 42 Stunden durchläuft jeder Punkt auf Io Ebbe und Flut, wobei seine steinige Oberfläche bis zu 90 Metern und mehr angehoben wird und wieder absinkt […] Diese fortwährende Gezeitenbewegung verursacht die unzähligen Vulkane.“ 48

Ein weiterer Hinweis darauf, dass eine hyperdimensionale Oktaeder-Geometrie am Werk sein könnte, wurde 1997 entdeckt. Wie auf Detailbildern von Ios Oberfläche leicht zu erkennen ist, befindet sich der Vulkan Prometheus direkt auf dem Äquator, was (laut HD-Modell) darauf schließen lässt, dass er von einer internen „oktaedrischen“ geometrischen Welle erzeugt wird – ähnlich wie Mars, Venus und Erde, die auf dem „tetraedalen“ 19,5-Breitengrad stark vulkanisch aktiv sind. Gemäß NASA wies Prometheus zwischen 1979 und 1997 eine „faszinierende Abweichung“ auf: Der Vulkan „bricht nun an einer Stelle aus, die 75 Kilometer westlich von der Position liegt, an der sich der Hotspot 1979 befand.“ 49

Laut etablierter Modelle dürften Vulkane sich eigentlich nicht erheben und 75 Kilometer über die Oberfläche eines Satelliten wandern, doch sollte Prometheus tatsächlich ein Indiz für die oktaedrische Wirbelaktivität sein, dann wäre es möglich, dass die geometrische Welle innerhalb Ios langsam rotiert. Die Hawaii-Inseln auf der Erde, die auf einer Kette entlang des kritischen 19,5-Breitengrads aufgereiht sind, könnten ein weiteres Beispiel derartiger Veränderungen sein … nur dass die alten Vulkane aufgrund der härteren, kälteren Kruste der Erde an Ort und Stelle bleiben, während sich der Wirbel langsam weiterbewegt.

Der Kometeneinschlag, der Energiering und die anschließende „Druckentladung“ auf Io im Jahr 1995 sowie die vulkanischen Unregelmäßigkeiten sind nur ein Aspekt umfangreicher Veränderungen in und um Io … obwohl diese Kette von Ereignissen ein wichtiger Wendepunkt in Ios energetischer Transformation gewesen sein könnte. Ios Ionosphäre wuchs von 1973 bis 1996 um 1.000 Prozent: von 50 bis 100 Kilometern Höhe auf 900 Kilometer.50

Ios Oberfläche erwärmte sich von 1979 bis 1998 um 200 Prozent und trug schließlich eine Temperatur zur Schau, die drei Mal höher war als auf der sonnenbestrahlten Oberfläche des Merkur. Laut NASA „haben die Wissenschaftler noch keine Erklärung für das, was auf Io geschieht.“ 51 Im Jahr 2000 räumte die NASA auch ein, dass „der größte Teil der Wärme von Io selbst [stammt], und nicht von absorbiertem Sonnenlicht“.52 Neue Farben [spektrale Hinweise auf neue Ionen in Ios Umwelt, die vorher nicht vorhanden waren] wurden 1998 in Ios Polarlichtern beobachtet,53 weitere neue Farben wurden 2001 entdeckt.54,55

Anfang Januar 2001 tauchte auf Io – während der Vulkan Pele ausbrach, der sich auf 19,5 Grad südlicher Breite befindet – ein unerklärlicher „heller Fleck“ im ultravioletten Bereich auf. Laut NASA „kann Silikatlava nicht so heiß werden, um einen hellen Fleck im Ultraviolett erklären zu können, daher bleibt der Ursprung dieses hellen Flecks ein Rätsel.“ Im gleichen Artikel findet sich auch „das erste Bild, das je von einer aktiven [vulkanischen] Wolke über einem Polargebiet von Io aufgenommen wurde“ (Abb. 21).56 „Die Wissenschaftler waren überrascht, so nahe am Pol eine derart riesige Rauchwolke zu entdecken, da alle bisher entdeckten aktiven Rauchwolken im Bereich des Äquators zu finden waren und keine davon so groß wie Peles Rauchwolke war.“ 57 Vulkane in Polargebieten ergeben für die etablierte Wissenschaft keinen Sinn, sind aber eine logische Konsequenz des HD-Modells, da sich in diesen Bereichen geometrisch definierte Wirbel befinden.

Ein neuer Vulkan auf Io

Abbildung 21: Ein neuer Vulkan auf Io setzt im August 2001 die größte je gesichtete Rauchwolke frei. (NASA)

Am 6. August 2001 setzte ein „bisher unentdeckter und noch unbenannter“ (soll heißen: brandneuer) Vulkan eine 500 Kilometer hohe Rauchwolke frei, die „damit zur höchsten Rauchwolke wurde, die je auf Io gesichtet wurde“ (Abb. 21).58 Wie können die konventionellen Modelle erklären, dass plötzlich ein nagelneuer Vulkan auf der Oberfläche eines Trabanten hervorbricht und dann die höchste Gas- und Staubwolke freisetzt, die je dort beobachtet wurde?

Die geometrische Lage des neuen Vulkans bei grob geschätzten 60 Grad nördlicher Breite lässt stark vermuten, dass er von derselben pentagonalen (dodekaedrischen) Polgeometrie hervorgerufen worden sein könnte, die wir auch von der Nordhalbkugel des Jupiters kennen – eine Geometrie, die ab Oktober 2000 aktiv wurde, kurz nachdem sich im September 2000 die weißen Wirbel nahe der Planetenmitte endgültig aufgelöst hatten. Möglicherweise benötigte dieser hyperdimensionale Umschwung auf Jupiter etwas weniger als ein Jahr, um nach Io „hinübergeleitet“ zu werden und dort eine ähnliche energetische Wirkung zu zeitigen – den gewaltigsten Vulkanausbruch, der jemals beobachtet werden konnte.

Wie wir in Abbildung 15 gesehen haben, besteht Ios Orbit aus einer donutförmigen Röhre aus strahlender Plasmaenergie. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Röhre von geladenen Teilchen erzeugt wird, die von Ios Vulkanen ausgespien werden. Die geladenen Teilchen in dieser Röhre wurden von 1979 bis 1995 um 50 Prozent dichter.59 Die Gesamtdichte der Röhre stieg von 1979 bis 1995 um 200 Prozent,60 und wie wir bereits erwähnt haben, gab es diese Röhre vor 1979 nicht. Ein „kalter“ Teil dieser Röhre sonderte sich ab und wurde von 1999 bis 2000 signifikant heller. Durch diesen neuerlichen Wandel kamen NASA-Wissenschaftler zu dem Schluss, dass „möglicherweise nicht genügend Daten vorhanden sind, um die Ursache oder die Auswirkungen der Torus-(Plasmaröhren-)Schwankungen zu erklären.“ 61 Das ist eine sehr höfliche Art zu sagen: Wir wissen einfach nicht, was zum Teufel da wissenschaftlich gesehen vor sich geht!

Io-Plasma-Torus

Abbildung 22: Io-Plasma-Torus (innen) und neuentdeckter Plasma-Torus Europas (außen) um Jupiter. (NASA, 2003)

Was die etablierten Modelle noch mehr durcheinander brachte, war die Entdeckung einer weiteren „großen und überraschend dichten“ Plasmaröhre im Jahr 2003 (Abb. 22), diesmal jedoch in der Umlaufbahn des Mondes Europa. Nun gibt es aber auf Europas Oberfläche keine Vulkane, die erklären könnten, woher die geladenen Teilchen in der Röhre stammen, obwohl die konventionellen Modelle des Jupitersystems darauf bestehen, dass Vulkane die Hauptquelle des neuen Plasmas sein müssen.62 Diese dramatischen Veränderungen ab etwa 2003 werden dadurch unterstrichen, dass in Europas Polarlicht ein „deutlich hellerer Bereich“ beobachtet werden konnte, als aufgrund eines Modells von 1998 erwartet worden war. Wieder sagt das Bild in Abbildung 23 eigentlich schon alles.63

Europas Helligkeit: Das theoretische Modell

Abbildung 23: Europas Helligkeit: Das theoretische Modell (links) im Vergleich zu den tatsächlichen HSTBeobachtungen (rechts). (NASA/HAST/McGrath et al., 2004)

Die Polarlichthelligkeit von Jupiters drittem Mond, Ganymed, nahm von 1979 bis Mitte der 1990er um 200 Prozent zu, und einige Bereiche sind inzwischen um bis zu 700 Prozent heller als alles, was zuvor beobachtet wurde (Abb. 24).64 Dieser Helligkeitsanstieg könnte von einem 1.000-prozentigen Anstieg von Ganymeds Atmosphärendichte verursacht worden sein, der seit 1979 beobachtet wurde.65 Ungeachtet aller Erwartungen hat Ganymed auch ein eigenes Magnetfeld, was einen NASA-Wissenschaftler zu folgender Aussage veranlasste: „Entweder stimmt unsere [interne Dynamo-] Theorie nicht, oder unser Verständnis von Ganymeds Geschichte.“ 66

Sauerstoffleuchten im Polarlicht Ganymeds

Abbildung 24: Sauerstoffleuchten im Polarlicht Ganymeds (NASA/HST/McGrath et al., 2004)

In der Umlaufbahn von Jupiters viertem Mond, Kallisto, ergaben die Elektronendichtemessungen der Galileo-Sonde, dass 1.000 Mal mehr Elektronen pro Kubikkilometer vorhanden waren, als von Jupiters eigener Magnetosphäre in dieser großen Entfernung erwartet worden waren.67 Das lässt stark vermuten, dass derzeit irgendeine Substanz (möglicherweise Wasser) von Kallisto freigesetzt wird, obwohl hier keine entsprechenden vulkanischen Aktivitäten oder dergleichen beobachtet werden konnten. Würde diese Substanz von Jupiters eigenen Strahlungsgürteln ionisiert werden, so würde sie in direkter Umgebung von Kallistos Umlaufbahn Überschusselektronen freisetzen – ein weiterer, wenn auch indirekter Hinweis auf eine verstärkte Energie, die von „irgendwoher“ auf Kallisto eingelagert wird.

Darüber hinaus stieß Galileo am 12. August 1999 auf ihrem Weg in Richtung Kallisto, zwei Tage vor ihrer größten Annäherung, auf eine „unerwartete Riesendosis Strahlung“, wie es von der NASA bezeichnet wurde. Ein Wissenschaftler sagte: „Wir rechneten damit, dass der Star Scanner der Sonde um die 300 bis 400 Strahlungsimpulse pro Sekunde messen würde – stellen Sie sich also vor, wie überrascht wir waren, als die Geräte angaben, dass Galileo durch 1.400 Impulse pro Sekunde geflogen war! […] Andererseits untersuchen wir Jupiter und seine Monde genau deswegen: um solche ungewöhnlichen Phänomene zu entdecken.“ 68 Die Strahlung verursachte vier verschiedene Störungen der Raumsonde, die von der Bordsoftware bewältigt werden konnten, darunter das Abschalten eines Ersatz-Spindetektors, der während des Vorfalls beschädigt worden war.

Die unvorhergesehene Strahlungsexplosion „fand eine Woche nach dem größten Hitzeausstoß von Jupiters Vulkanmond Io seit 1986 statt.“ Es könnte von Bedeutung sein, dass all diese Ereignisse sich zur Zeit des großen Himmelskreuzes häuften – dem astrologischen Ereignis im August 1999, bei dem viele Planeten in hyperdimensional dissonanten Winkeln von 90 und 180 Grad zueinander standen.

Entfernen wir uns noch weiter von Jupiters Zentrum, so finden wir einen neuen „Staubring“ um den Planeten, der 1998 entdeckt wurde, und dessen Teilchen aller bekannten Himmelsmechanik zum Trotz entgegengesetzt zu Jupiters Eigendrehung und der Bewegungsrichtung seiner Monde um den Planeten kreisen.69 Noch einmal: Gegenläufig rotierende Felder sind ein Grundaspekt von Wilcocks hyperdimensionalem Modell.70

Während der Recherchen zu diesem Artikel förderten wir zwei weitere Unregelmäßigkeiten Jupiters zutage, die Hoaglands hyperdimensionales Modell, das auf der Geometrie eines Tetraeders in einer Kugel (siehe Abbildungen 3 und 4 in NEXUS 16/08) fußt, stützt. Wir stellen diese Unregelmäßigkeiten am Ende dieses Abschnitts vor, da sie eigentlich keine Veränderung in Jupiters energetischer Aktivität darstellen, sondern lediglich die zugrundeliegende „neue“ Physik veranschaulichen.

Zunächst druckte das Magazin Science im März 2003 ein Diagramm, in dem die Geschwindigkeiten von Jupiters Wolkenbändern nach Breitengraden abgebildet waren. Die langsamsten und schnellsten Wolkengeschwindigkeiten treten bei exakt 19,5 Grad Nord bzw. Süd auf. Diese Geschwindigkeitsanomalien waren erstaunlich beständig – sie waren vorhanden, als Jupiter 1979 von Voyager 2 besucht wurde, und auch die jüngsten Cassini-Daten von 2003 zeigen noch immer das gleiche Phänomen. Die zuständige NASA-Wissenschaftlerin sagt dazu: „Die Beständigkeit von Jupiters zonalen Winden ist angesichts der turbulenten Natur seiner Wolkenmuster eine bemerkenswerte Besonderheit seiner Atmosphäre.“71

Diagramm der Windgeschwindigkeiten auf Jupiter

Abbildung 25: Diagramm der höchsten und niedrigsten Windgeschwindigkeiten auf Jupiter, die auf „hyperdimensionalen“ Breitengraden besonders aktiv sind (Porco et al. 2003)

Die „hyperdimensional einströmende“ Tetraeder-Geometrie scheint den Großen Roten Fleck bei 19,5 Grad südlicher Breite zu erzeugen sowie die Geschwindigkeit der Wolkenrotationen in diesen Breitengraden zu verlangsamen. Wenn diese geometrische Formation wirklich existieren sollte, dann müsste sie auch am geometrischen Nordpol des Jupiters zu finden sein. Interessanterweise wurde in einer neueren Studie herausgefunden, dass in rund 45-minütigen Intervallen Röntgenstrahlen am geometrischen Nordpol des Jupiter aufblitzen – obwohl, wie wir in Abbildung 26 sehen, Jupiters Polarlicht nicht um den Pol herum zentriert ist. Die Energie, die an diesem Punkt freigesetzt wird, gleicht einem kolossalen Energieimpuls im Gigawatt-Bereich, der durch das Sonnensystem schießt.

Ein NASA-Artikel, der das Phänomen diskutiert, schreibt dazu Folgendes:

‚Es überraschte uns nicht, Röntgenstrahlen vom Jupiter zu entdecken‘, fuhr er [Dr. Randy Glandstone] fort. Das hätten andere Observatorien schon vor Jahren getan. Überraschend war hingegen das, was Chandra zum allerersten Mal erkennen ließ: die Position des Signalfeuers – überraschenderweise in der Nähe des Planetenpols – und dessen regelmäßiger Puls […]
‚Die 45-minütigen Pulsationen sind sehr rätselhaft‘, ergänzt Elsner. Sie sind nicht ganz so regelmäßig, wie man es von einem außerirdischen Signal erwarten würde; die Schwingungsdauer wandert um ein paar Prozent auf und ab. ‚Das ist ein natürlicher Prozess‘, fügt er hinzu, ‚wir haben nur einfach keine Ahnung, was es ist […]‘
72 (Hervorhebung durch den Autor)

Beim Jupiter sind die geometrischen Fingerabdrücke der hyperdimensionalen Energie deutlich zu erkennen. Im rechten Bild in Abbildung 26 können wir sehen, dass die dünnen Linien der Röntgenstrahlen (inmitten des Polarlichtkreises) sogar wie die Spitze eines Tetraeders aussehen. Wir meinen hier allerdings nicht den senkrechten länglichen Bereich zusätzlicher Helligkeit auf der linken Seite, sondern die große rundliche helle Stelle rechts. Diese könnte die Spitze des Tetraeders sein, von der offenbar zwei Linien wie in einem Dreieck nach unten führen, wobei sie, wie wir erwarten würden, einen 60-Grad-Winkel bilden.

Jupiter, leuchtender Polarlichtring polare Röntgenstrahlen

Abbildung 26: Zusammengesetztes Bild – Jupiter, leuchtender Polarlichtring
(außen) und polare Röntgenstrahlen (innen) (NASA, 2002)

Das Röntgenphänomen ereignet sich 15 Mal je Eigendrehung Jupiters um seine eigene Achse. Weitere Forschungen werden möglicherweise eine Antwort auf die Ursache dieses Zyklus’ liefern – wir könnten uns beispielsweise vorstellen, dass die verschiedenen „hyperdimensionalen“ Winkel, die durch die Umläufe der vier Hauptmonde des Jupiters zustande kommen, dafür verantwortlich sein könnten –, doch zumindest ist der Bereich, aus dem die Röntgenstrahlen stammen, eindeutig geometrisch, anstatt im Zentrum von Jupiters elektromagnetischem Polarlicht aufzutreten.

Fassen wir noch einmal die bemerkenswerte Vielzahl energetischer und hyperdimensionaler Veränderungen, die Jupiter und seine Satelliten in den letzten 30 Jahren erfahren haben, zusammen:

  • Wirbel verschwanden aus Jupiters mittleren Breitengraden und tauchten an geometrisch definierten Punkten in den Polarregionen wieder auf.
  • Eine Plasmaröhre in der Umlaufbahn des Mondes Io verzeichnete einen beachtlichen Anstieg in Helligkeit und Dichte.
  • In Jupiters Atmosphäre nahm der Anteil schwerer Elementen stark ab und der Heliumgehalt zu; ebenso hat die gesamte Emissionsstrahlung zugenommen.
  • Der Einschlag eines Kometen führte dazu, dass riesige, helle Bögen aus Jupiter hervorbrachen, von denen sich einer mit Io verband und bestehen blieb. Die hyperdimensionale Energie, die durch Ios Nord- und Südpol einströmte, wurde an einen perfekt geometrischen, einzelnen Fleck von 320 Kilometern Breite am Äquator umgeleitet. Neue Farben konnten auf Ios Oberfläche beobachtet werden, und etwa ein Jahr später tauchte zum ersten Mal der größte je gesichtete Vulkan auf. Ios Ionosphäre wuchs beträchtlich, seine Oberfläche wurde heißer, und im Polarlicht zeigten sich neue Farben.
  • Auch bei Europa fand sich eine rätselhafte Energieröhre in der Umlaufbahn, und erst vor kurzem wurde entdeckt, dass der Mond viel heller ist als erwartet.
  • Ganymeds Polarlichthelligkeit stieg deutlich an, was auf einen Anstieg seiner atmosphärischen Dichte weisen könnte.
  • Das Polarlicht von Kallisto war volle 1.000 Mal heller, und die Strahlungsniveaus in seiner Umgebung waren ganze 467 Prozent höher als erwartet.
  • Eine weitere gigantische Energieröhre wurde außerhalb von Kallistos Orbit entdeckt und rotierte unerklärlicherweise in der Gegenrichtung.
  • Die langsamsten Wolkengeschwindigkeiten finden sich bei 19,5 Grad südlicher Breite, die schnellsten bei 19,5 Grad nördlicher Breite, in genauer Übereinstimmung mit dem HD-Modell.
  • Alle 45 Minuten dringt ein kolossaler Röntgenpuls im Gigawattbereich aus dem exakten geometrischen Nordpol und lässt uns die Spitze des gleichen tetraedalen Energiefelds erkennen, das auch als Großer Roter Fleck in Erscheinung tritt – der übrigens der Größe von zwei Erden entspricht.

Zusammengenommen veranschaulichen die genannten Forschungsergebnisse die bemerkenswerten geometrischen Eigenschaften des Jupiter sowie eine unbestreitbare Evolution seiner Systemeigenschaften in Bezug auf Temperatur, Zusammensetzung und energetisches Verhalten. Im weiteren Verlauf dieses Artikels werden wir sehen, dass auch die restlichen Planeten – Saturn, Uranus, Neptun und Pluto – ähnliche Veränderungen aufweisen und damit endgültig beweisen, dass wir es hier mit einer interplanetarischen Transformation zu tun haben.

Saturn

Wie Abbildung 27 zeigt, weist Saturn ein quasi-stationäres, hochgeometrisches, mehrstufiges lineares Wolkenmuster auf, das die Form eines perfekten Hexagons besitzt und präzise über der Nordpolarregion zentriert ist. Diese außergewöhnliche Formation (die Wolken innerhalb dieses geometrischen Musters bewegen sich stetig rückwärts, entgegen der östlichen Eigendrehung Saturns) wurde erstmals auf Zeitrafferaufnahmen der unbemannten Voyager-Missionen 1980-81 entdeckt. Das offensichtliche „stehende Wellenmuster in der oberen Atmosphäre“ blieb mindestens 15 Jahre lang stabil und sichtbar, „was darauf schließen lässt, [dass es sich dabei um] ein langlebiges Merkmal [handelt], das anscheinend für die starken jahreszeitlichen Kräfte in den Polarregionen Saturns unempfänglich ist.“ Die hexagonale Wellenstruktur ist daher „vermutlich fest in Saturns Innerem verankert.“ Sie ist ein überzeugender geometrischer Beweis für einen beständigen, inneren hyperdimensionalen Energiefluss durch Saturn, der infolgedessen ein resonantes, hexagonales (eingebettet tetraedales) atmosphärisches Höhenmuster um seine nördliche Rotationsachse erzeugt.73

Saturns Nordpolar-Hexagon in der Aufnahme der Voyager-Sonde

Abbildung 27: Saturns Nordpolar-Hexagon in der Aufnahme der Voyager-Sonde 1980 (Bild A, Auflösung 566 nm; aus: Godfrey, 1988) und im HST-Bild vom Juli 1991 (Auflösung 656 nm)

Im der unmittelbaren Umgebung Saturns nahm die Dichte der planetaren röhrenförmigen (toroidalen) Plasmawolke (die derjenigen in der Umlaufbahn von Jupiters Mond Io ähnelt) von 1981 bis 1993 entgegen den Erwartungen um 1.000 Prozent zu – eine wirklich erstaunliche Veränderung in nur zwölf Jahren, genau wie die energetischen Zuwächse, die wir beim Jupiter beobachten.74 Wir wissen, dass diese Wolke sehr eng mit der Umlaufbahn von Saturns Mond Enceladus verknüpft ist. Unglücklicherweise war es uns nicht möglich, Bilder dieser erstaunlichen, sich rasch verändernden Wolkenformation aufzuspüren.

Obwohl Saturn bereits drei Mal angeflogen wurde – von Pioneer II (1979) und Voyager 1 und 2 (1980 bzw. 1981) – konnte erst 1995 ein helles Polarlicht vom Hubble-Teleskop um Saturns Pole photographiert werden, ein Polarlicht, dessen „Helligkeit sich plötzlich und innerhalb kürzester Zeit verändern“ konnte.75 Dies beweist zwar nicht endgültig, dass die Polarlichter des Saturn ein neuartiges Phänomen darstellen, doch es ist mit Sicherheit ein weiteres interessantes Detail, das gut zu dem über 1.000-prozentigen Anstieg der Dichte in Saturns Plasmatorus passen könnte. Abbildung 28 zeigt das Hubble-Bild der brillanten Polarlichter von 1998.

Polarlichter des Saturns an beiden Polen

bbildung 28: Polarlichter des Saturns an beiden Polen, aufgenommen vom Hubble-Weltraumteleskop
(NASA, 1998)

Von 1980 bis 1996 verlangsamten sich die Rotationsgeschwindigkeiten von Saturns Äquatorwolken um kolossale 58,2 Prozent, was als „unerwarteter und dramatischer Wetterwandel“ beschrieben wurde. Die Erklärung der NASA für dieses eindeutig ungewöhnliche Verhalten jedoch war das ewig alte „jahreszeitliche Veränderungen“:

„Saturn, einer der windigsten Planeten, erlebte vor kurzem einen unerwarteten und dramatischen Wetterwandel: Seine Äquatorialwinde flauten von rasanten 1.700 km/h während der Voyager-Vorbeiflüge 1980-81 auf mäßige 990 km/h zwischen 1996 und 2002 ab. Die Abnahme der Windgeschwindigkeiten wurde von einer spanisch-amerikanischen Forschergruppe entdeckt, […] die ihre Ergebnisse in der Juni-Ausgabe des Magazins Nature veröffentlichen werden (Bd. 423:623-5, 05.06.03) […] Dank der hohen Auflösung der Wide Field Planetary Camera an Bord des Hubble-Teleskops konnte das spanisch-amerikanische Team genügend Wolkenelemente des Saturn verfolgen, um die Windgeschwindigkeit über ein breites Spektrum an Breitengraden zu messen. Die Äquatorialwinde, die von 1996-2001 gemessen wurden, sind nur halb so stark wie 1980-81, als die Voyager-Sonden den Planeten besuchten. Dagegen blieben die Jetwinde abseits des Äquators unverändert und wiesen eine eindeutige hemisphärische Symmetrie auf, die auf Jupiter nicht entdeckt worden war.

Das ungewöhnliche Verhalten von Saturns Winden könnte eine einfache Erklärung haben, merken die Wissenschaftler an. Der lange jahreszeitliche Zyklus in Saturns Atmosphäre (ein Saturnjahr entspricht etwa 30 Erdenjahren) sowie die äquatoriale Beschattung durch seine riesigen Ringe könnten für die plötzliche Verlangsamung der Äquatorialwinde verantwortlich sein […]“ 76 (Hervorhebung durch den Autor)

Noch provokantere Veränderungen auf Saturn wurden anhand nichtoptischer Teleskopdaten festgestellt.

Im Gegensatz zu den Röntgenstrahlen, die wie erwartet die Polarlichter begleiten, wurden in Saturns Äquatorregion „massive“, höchst ungewöhnliche Röntgenemissionen entdeckt, die 2004 zum ersten Mal vom NASA-Röntgenobservatorium Chandra, das in der Erdumlaufbahn betrieben wird, geortet werden konnten (Abb. 29).77 Wenngleich das linke Bild einen „Großen Fleck“ wie den auf dem Jupiter zu zeigen scheint, handelt es sich hierbei um eine rund 20-stündige Zeitraffer-Aufnahme, die fast zwei zehnstündige Saturnrotationen umfasst. Die Helligkeitskonzentration stammt hier also nicht von irgendeinem „Großen Saturnfleck“, sondern kann auf geometrische Faktoren während des Röntgenbild-Erfassungsvorgangs selbst zurückgeführt werden. Die hellsten Röntgenstrahlen treten entlang der gesamten Äquatorebene auf, nicht nur in einem bestimmten Bereich.

Chandra-Röntgenbild von Saturn

Abbildung 29: Chandra-Röntgenbild von Saturn (links), verglichen mit einer Hubble-Aufnahme (rechts). Beachten Sie die Konzentration von Röntgenemissionen aus Saturns äquatorialer Atmosphäre direkt unterhalb der sonnenbestrahlten Ringebene. (NASA)

Die NASA-Wissenschaftler mussten sich aber auch mit gleichfalls dramatischen Veränderungen auseinandersetzen, die in Saturns bekanntestem und illustrem Merkmal aufzutreten schienen – seinen atemberaubenden planetarischen Ringen.

Bei den bereits erwähnten Voyager-Vorbeiflügen 1980-81 konnten zum ersten Mal sonderbare, geradlinige dunkle Streifen entdeckt werden, die quer zu den Ringen lagen und als „Speichen“ bezeichnet wurden (Abb. 30). Ihre ungewöhnlichste Eigenschaft war die, dass die Speichen den Planeten auf eindeutig „unkeplerische“ Art umliefen: Die äußeren Bereiche der schmalen, unerklärlich strahlenförmigen Gebilde bewegten sich viel schneller um den Saturn als die darunterliegenden Ringteilchen dies bei gleicher Entfernung zum Riesenplaneten aufgrund der Massenanziehung überhaupt können.78

Zusammengesetztes Bild der Speichen

Abbildung 30: Zusammengesetztes Bild der „Speichen“, die von Voyager 1980-81 beobachtet wurden (NASA)

Eine atemberaubende Aufnahme des Saturn

Abbildung 31: Eine atemberaubende Aufnahme des Saturn durch die anfliegende Cassini-Sonde. Und … keine „Speiche“ zu sehen. (NASA)

Im Dezember 2003 warteten die Planetenwissenschaftler der Cassini-Mission – der ersten Sonde, die seit den Voyager-Besuchen in den 1980ern zum Saturn zurückkehren sollte – ungeduldig darauf, mehr über diese beeindruckenden sternförmigen Gebilde herauszufinden, dieses Mal durch extreme Nahaufnahmen, die durch Cassinis CCD-Bildsystem um ein Hundertfaches besser werden sollten als durch Voyagers „primitive“ Vidikon-Kameras.79 Wie würden sie wohl aussehen? Was könnten wir Neues von ihnen lernen? Wie sind sie entstanden? Warum existieren sie überhaupt?

Im Februar 2004 konnte das Problem dann nicht länger ignoriert werden: Die Forschergruppe, die für die Cassini-Bilder zuständig war, musste zugeben, dass die Speichen rätselhafterweise – trotz weitaus schärferer Bilder, die aus geringerer Entfernung als die ursprünglichen Voyager-Bilder aufgenommen wurden – nicht mehr zu sehen waren.80 Sie waren buchstäblich verschwunden! Demzufolge hat sich in nur zwei Jahrzehnten auch in Saturns prächtigen Ringen „irgendetwas“ dramatisch verändert, zeitgleich zu den anderen Veränderungen, die wir auf Saturn und im ganzen Sonnensystem beobachten.

Kommen wir nun zu einigen von Saturns Hauptmonden:

Die Chandra-Röntgenaufnahmen von Saturns größtem Mond, Titan, brachten eine große Überraschung: Titans Atmosphärenhöhe scheint seit Januar 2003 um 10-15 Prozent gewachsen zu sein. Die offizielle Pressemitteilung der NASA lautete:

„Am 5. Januar 2003 zog Titan – Saturns größter Mond und der einzige Mond im Sonnensystem mit dichter Atmosphäre – vor dem Krebsnebel vorbei […]

Der Durchmesser von Titans Schatten war größer als der bekannte Durchmesser seiner festen Oberfläche. Die Messung ergab für die röntgenabsorbierenden Bereiche der Titanatmosphäre eine Differenz von rund 880 Kilometern.

Die Ausdehnung der oberen Atmosphäre stimmt mit derjenigen überein – oder ist leicht (10-15 Prozent) größer als die –, die 1980 von Voyager 1 im Radio-, Infrarot- und Ultraviolettbereich gemacht wurden. Saturn befand sich 2003 rund fünf Prozent näher an der Sonne, daher könnte die erhöhte Sonneneinstrahlung zu einer Ausdehnung von Titans Atmosphäre geführt haben.“ 81

Das Chandra-Röntgenteleskop fängt den Röntgenstrahlen-Schatten von Titan ein

Abbildung 32: Das Chandra-Röntgenteleskop fängt den Röntgenstrahlen-Schatten von Titan ein und misst dessen Durchmesser, als Saturns größter Trabant vor dem Krebsnebel vorbeifliegt – dem Überrest eines zerborstenen Sterns, der reichlich Röntgenstrahlen emittiert und annähernd 6.000 Lichtjahre hinter Saturn liegt. (NASA)

Sollten allerdings die zurückhaltenderen Schätzungen der NASA über Titans frühere Atmosphärentiefe zutreffen (400 Kilometer laut Voyager-Beobachtungen 1981),82 dann könnte sich Titans gesamte Atmosphäre wirklich um ganze 200 Prozent ausgedehnt haben – allein in den letzten 23 Jahren von 400 auf 880 Kilometer!

Innerhalb der Atmosphäre selbst wurden mit dem Keck-Teleskop auf Hawaii im optischen und infraroten Bereich rasante, helle Methanwolken auf der Südhalbkugel Titans beobachtet – die mit dem herkömmlichen Modell ebenfalls schwer zu erklären sind. In einem Artikel in Nature heißt es dazu:

„Die Wolke vom Dezember 2001 hat eine Helligkeit, die etwa 0,3 Prozent der Gesamthelligkeit von Titans Scheibe bei diesen Wellenlängen entspricht und kann durch eine einzige (verkürzt erscheinende) Wolke von 200 Kilometern Durchmesser oder kleinere Wolken im gleichen Areal erklärt werden. Die Wolke vom 28. Februar 2002 ist bedeutend größer und reflektiert eine Flussdichte, die rund einem Prozent der Gesamtflussdichte von Titan entspricht […]

Die auffälligste Eigenschaft dieser flüchtigen Wolkenvorkommen ist deren unerwartete Konzentration um Titans Südpol. Obwohl die Erwärmung während der südlichen Sommersonnenwende die polare Konvektion stimulieren könnte, haben Untersuchungen der toposphärischen Bedingungen auf Titan die Abwesenheit jahreszeitlicher Veränderungen ergeben und vorausgesagt, dass Methanwolken, falls sie existieren, sich ganzjährig um den Äquator konzentrieren würden […]“ 83 (Hervorhebung durch den Autor)

Die konventionelle Titan-Meteorologie würde „helle“ Wolken über den wärmsten, jedoch nicht über den kältesten Regionen erwarten (durch die Wärmekonvektion würde es durch die Erhitzung zu einer Aufwärtsbewegung kommen, die in den höheren Schichten zur Kondensation von stark reflektierendem „Zirruseis“ aus Methan führen würde). In kälteren Breitengraden würde man von solchen Methanzirruswolken – falls man sie dort überhaupt vermuten würde – zumindest nicht erwarten, dass sie sich so schnell bewegen. Die Sichtung von „rasanten, hellen Wolken“ in Titans südlichen Polarregionen ist also das nächste große Rätsel des Saturnsystems.

Da Titans Südpol im HD-Modell wie üblich einen perfekten Resonanzpunkt bzw. eine „stehende Welle“ darstellt, überrascht es nicht, an und um eben jenen Punkt Helligkeitsausbrüche zu sehen, da dort hyperdimensionale Kräfte – die im Grunde noch durch die extreme Kälte unterstützt werden, weil diese zufällige Wärmeaktivität unterbindet – die beobachtete Kondensation in den höheren Schichten hervorrufen. Wenn Sie Abbildung 33 noch etwas genauer betrachten, dann können Sie – insbesondere auf den Bildern vom 10. und 11. Dezember 2001 und auf dem vom 22. Februar 2002 – möglicherweise etwas erkennen, das wie zwei gerade Linien aussieht, die einen helleren Bereich umgeben, der ein Teil eines „Hexagons“ oder „Pentagons“ sein könnte. Im Bild vom 11. Dezember sind sogar drei Linien zu erkennen.

Sequentielle Infrarotmessungen des Keck-Teleskops

Abbildung 33: Sequentielle Infrarotmessungen des Keck-Teleskops über einen Zeitraum von mehreren Monaten zeigen Titans Oberflächenmerkmale sowie helle, methanhaltige Höhenwolken im Polarbereich.

Und da wir gerade beim Thema Titan und „hyperdimensionale Abdrücke“ sind, fällt es uns schwer fortzufahren, ohne ein weiteres Beispiel zu nennen: Vor einigen Jahren wurde bei einer der ersten bodenbasierten Teleskopaufnahmen, die Titans dichte Methanatmosphäre im Infrarotbereich durchdrangen und einen Blick auf die tatsächliche Oberfläche des Mondes werfen konnten, ein heller „Berg in der Nähe von Titans Äquator“ entdeckt. Eine exakte Bestimmung seiner Lage durch einen von uns (Hoagland) brachte eine weitere faszinierende Bestätigung des HD-Modells innerlich resonanter Fluide (Abb. 34).

Keck-Teleskops Titan Berg

Abbildung 34: Das Infrarotbild des Keck-Teleskops zeigt möglicherweise einen „großen Berg“ auf Titan … bei 19,5 Grad südlicher Breite. (Keck)

Was die anderen Saturnmonde betrifft: Ende der 1990er wurden durch das Hubble-Teleskop zum ersten Mal Ozonmoleküle über zwei Trabanten entdeckt. Das Ozon schwebte 1997 über den beiden Monden Dione und Rhea. Das Vorhandensein von Ozon ist ohne freien Sauerstoff unmöglich, der vermutlich von den ausgedehnten (Wasser-) Eisvorkommen auf den beiden Monden stammt.84

Doch wie könnte plötzlich ausreichend Wasserdampf auf den eisigen Satelliten freigesetzt werden, der dann in freien Sauerstoff aufgespalten wird, um sich daraufhin zu dem neu entdeckten Ozon zusammenzusetzen – in dem unerlässlichen Vakuum, das sich direkt über den ewigen Eislandschaften befindet? Das ginge selbstverständlich nur, wenn Wasserdampf aus warmem Wasser, das sich unter dem ganzen Eis befindet, aufsteigen (doch durch was würde dieses Wasser erwärmt werden – durch Unterwasservulkane?) und sich der Wasserdampf dann in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten würde, wenn er (durch Oberflächenrisse) entkommen und dann der intensiven ionisierenden Strahlung um den Saturn ausgesetzt worden wäre. Die abgespaltenen Sauerstoffatome würden sich dann (rasch) zu den entdeckten Ozonmolekülen zusammensetzen.

Wie auch immer die endgültige Erklärung lauten wird, die Hubble-Beobachtungen sind ein deutlicher zusätzlicher Hinweis darauf, dass sich irgendetwas „aufheizt“ – dass von „irgendwoher“ mehr Energie verfügbar ist – und zwar im gesamten Saturnsystem.

Cassini bremst in die Umlaufbahn des Saturns

Abbildung 35: Cassini bremst in die Umlaufbahn des Saturns unmittelbar über den Ringen, indem sie das bordeigene Triebwerk zündet, um von Saturns gigantischem Gravitationsfeld eingefangen zu werden. (künstlerische Darstellung der NASA)

All diese neueren Beobachtungen – von den beständigen polaren hexagonalen Wolkengeometrien und den rätselhaften „Methanwolken im Polarbereich“, über das Auftauchen von molekularem Ozon über ansonsten geologisch inaktiven Eissatelliten, die wiederum auf hyperdimensionale Resonanzmuster innerhalb von Saturn sowie seinem größtem Mond schließen lassen, bis zu den völlig verwirrenden Röntgenphänomenen in Saturns Atmosphäre, dem 1.000-prozentigen Dichteanstieg in der hellen Wolke um Saturn und dem verrückten Verschwinden eines der faszinierendsten „neuen Voyager-Phänomene“ in den Saturnringen, den bemerkenswerten „Speichen“ – sind ein überwältigender Beweis dafür, dass sich Saturn, wie auch der Rest des Sonnensystems, unerklärlich verändert. Nicht in einer Zeitskala von „geologischen Epochen“ oder während der Dauer eines Menschenlebens, sondern in wenigen Jahrzehnten.

In einem weiteren Artikel sollten wir näher auf zwei dieser dramatischen Veränderungen eingehen – das höchst rätselhafte Verschwinden der „Speichen“ und die zeitgleiche Entdeckung von ebenso unerklärlichen Röntgenstrahlen aus den Äquatorbereichen des Saturns – sowie auf deren Zusammenhang. Denn aus den offiziellen Kommentaren – „Es ist rätselhaft, da die Stärke von Saturns Röntgenstrahlen voraussetzt, dass Saturn Röntgenstrahlen 50 Mal besser reflektiert als der Mond.“ 85 – geht klar hervor, dass die offiziellen Planetenforscher der NASA keinen blassen Schimmer haben, durch was diese beiden zeitgleichen Phänomene hervorgerufen werden könnten … oder die ernste Bedrohung, die sie für die milliardenschwere, im Anflug befindliche Cassini-Mission darstellen.

Glücklicherweise wissen wir es.

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Quelle: http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/dramatische-veraenderungen-in-unserem-sonnensystem-teil-2

Gruß ans All

TA KI