Der Kongress Bericht über Folter bestätigt, dass al-Kaida am 11. September nicht beteiligt war


Die öffentlich gemachten Auszüge des Berichts des Senatsausschusses über das geheime CIA-Folter-Programm zeigen eine große kriminelle Organisation. Thierry Meyssan hat für Sie die 525 Seiten dieses Dokuments gelesen. Er hat Beweise dafür gefunden, was er seit Jahren behauptet.

<> on March 11, 2014 in Washington, DC.

Dianne Feinstein, Vorsitzende des Senate Intelligence Committee, veröffentlichte am 9. Dezember 2014 einen Auszug aus ihrem klassifizierten Bericht über das geheime Folter Programm der CIA [1].

Präsentation des Berichts

Der freigegebene Teil ist nur ein Zwölftel von dem ursprünglichen Bericht.

Der Bericht selbst spricht nicht über das umfangreiche System von Entführung und Sequestrierung, welches die US-Navy während der beiden Amte von Präsident George W. Bush geschaffen hat; ein Programm, das dazu geführt hat, dass auf der ganzen Welt mehr als 80.000 Menschen auf 17 Schiffen mit flachem Boden und in internationalen Gewässern stationiert, entführt und eingesperrt wurden. (diese Schiffe sind: USS Bataan, USS Peleliu, USS Ashland, USNS Stockham, USNS Watson, USNS Watkins, USNS Sister, USNS Charlton, USNS Pomeroy, USNS Red Cloud, USNS Soderman, USNS Dahl, MV PFC William B Baugh, MV Alex Bonnyman, MV-Franklin J Phillips, MV-Louis J Huage Jr. und MV James Anderson Jr.). Er begnügt sich, 119 Fälle von menschlichen Versuchskaninchen zu studieren, die zwischen Ende 2002 und 2009, ein Jahr nach der Wahl von Barack Obama, psychologischen Experimenten in Guantánamo und in 50 anderen geheimen Gefängnissen unterworfen wurden,.

Die Auszüge aus dem Bericht zeigen nicht, mit welchen Kriterien diese menschlichen Versuchskaninchen ausgewählt wurden. Sie sagen lediglich, dass jeder Gefangene den folgenden angeprangert habe, sagen aber, dass diese Geständnisse nicht mit Gewalt erzwungen wurden, sondern angelernt waren. Mit anderen Worten hat die CIA sichergestellt, dass ihre Wahl begründet war, indem sie nachträglich die nötigen Denunzierungen fabrizierte.

Im Original-Bericht wurden die Namen der Agenten und CIA Angestellten durch Pseudonyme ersetzt. Darüber hinaus wurden die freigegeben Extrakte weithin zensiert, vor allem um die Namen der ausländischen Komplizen der CIA zu verbergen.

Der Inhalt des Berichts

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Ich habe die 525 Seiten der öffentlichen Auszüge des Berichts in vollem Umfang gelesen. Allerdings bin ich bei weitem noch nicht am Ende aller Informationen, da viele Recherchen notwendig sind, um die zensierten Passagen zu interpretieren.

Die Konditionierungs-Sitzungen wurden in etwa 50 geheimen Gefängnissen unter der Verantwortung der „Alec Station“ gehalten, einer CIA Einheit, die für die Überwachung von Osama Ben Laden verantwortlich war. Die Infrastruktur, das Personal und der Transport waren unter der Verantwortung der „Gruppe der Auslieferung und der Festnahme“ von der CIA. Die Sitzungen wurden konzipiert und durchgeführt unter der Leitung von zwei Vertrags-Psychologen, die im Jahr 2005 eine Gesellschaft gegründet haben. Die Erlaubnisse um Konditionierungs-Techniken zu benützen, wurden auf höchstem Niveau erteilt, ohne anzugeben, ob diese Foltern für Konditionierung oder für Informationsgewinn bestimmt waren.

Vizepräsident Dick Cheney, die nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, der Justiz-Minister John Ashcroft, US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Außenminister Colin Powell und der Direktor der CIA George Tenet haben an Sitzungen zu diesem Thema im Weißen Haus teilgenommen. Sie nahmen teil an Simulationen im Weißen Haus und haben Aufnahmen von solchen Sitzungen angesehen; Aufnahmen, die später illegal zerstört wurden. Diese Treffen sollten natürlich diese Persönlichkeiten als Mittäter anschwärzen, aber es ist nicht möglich, festzulegen, wer von ihnen wusste, wozu diese Methoden verwendet würden.

Jedoch wurde Condoleezza Rice im Juni 2007 persönlich von dem Auftragnehmer der CIA informiert, der die Experimente überwachte. Die Nationale Sicherheitsberaterin autorisierte die Fortsetzung der Experimente, aber verringert die Anzahl der autorisierten Foltermethoden.

Die veröffentlichen Auszüge des Berichts enthalten eine detaillierte Analyse der Art und Weise, wie die CIA die anderen Zweige der Bush-Regierung, die Medien und den Kongress belogen hat.

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James Mitchell und Bruce Jensen, Aufsichtsagenten des Konditionierungsprogramms der CIA. Mitchell wurde in 2012 Mormonen Bischof, aber musste zurücktreten, als die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage seine Tätigkeit erfuhr.

Die Experimente von Professor Martin Seligman

Der öffentliche Auszug aus dem Bericht bestätigt, dass die CIA Experimente ausführte, die auf der Arbeit von Professor Martin Seligman (Theorie der „erlernten Hilflosigkeit“) beruhten. Sie waren nicht gedacht, um Geständnisse oder Informationen zu erlangen, sondern um eine Rede oder ein Verhalten den Opfern einzutrichtern.

Die meisten Zitate, die die Presse von den Auszügen des Berichts gemacht hat, sind irreführend. In der Tat spricht die CIA von „Konditionierungs-Methoden „, unter dem Vokabel „nicht-standard-Verhörmethoden“ (non-standard means of interrogation). Außerhalb des Zusammenhangs können wir daher denken, dass das Wort „Verhör“, Suche nach Informationen bedeutet, obwohl es Konditionierung der Opfer bezeichnet.

Alle Namen der Folterer sind in dem aus dem Bericht freigegebenen Auszug zensiert worden. Man erkennt jedoch Bruce Jessen unter dem Pseudonym „Grayson Swigert“ und James Mitchell unter „Hammond Dunbar“. Ab dem 12. April 2002 überwachten die zwei Männer das Programm. Sie waren persönlich in den geheimen Gefängnissen präsent. Im Jahr 2005 gründeten sie eine Firma, Mitchell, Jessen & Associates (im Bericht als „Firma Y“ bezeichnet). Von 2005 bis 2010 wurde ihrer Firma $ 81 Millionen gezahlt. Anschließend wurden sie von der Armee angestellt, um ein verhaltensbasiertes Programm für 1,1 Millionen US-Soldaten zu führen.

Im Mai 2003 hat ein Senior-Offizier der CIA den Generalinspekteur der Agentur mit dem Argument kontaktiert, dass die Arbeit von Professor Seligman auf der von den Nord-Vietnamesen praktizierten Folter beruhe, um „Geständnisse für Propagandazwecke“ zu erhalten. Der Offizier stellte das Konditionierungs-Programm in Frage. Sein Bericht wurde nicht weiterverfolgt. Überdies beging er einen kleinen Fehler als er Nord-Vietnam zitierte, da Seligmans Forschung, wie die Praktiken der Nord-Vietnamesen, auf Koreanischen Methoden beruhten.

Die Art und Weise, mit der sich die Folterer geschützt haben

Dem Senatsausschuss zufolge wurde das Folterprogramm der CIA von Präsident George W. Bush am 17. September 2001, sechs Tage nach den Anschlägen, befohlen. Es sollte nur besondere Mittel für die Untersuchung der Anschläge vom 11. September 2001 geben. Aber dieses Programm wurde sofort unter Verletzung mancher Anweisungen des Präsidenten entwickelt. Daher hat sich die CIA, ohne Kenntnis des Weißen Hauses, seit den Anschlägen darum bemüht, falsche Beweise herzustellen, die fälschlicherweise die Schuld von al-Kaida bescheinigten.

Präsident George Bush und die Parlamentarier sind durch die CIA getäuscht worden,
- welche ermächtigt wurde, manche Foltern durchführen zu können indem sie ihre wahre Bestimmung maskierte
- und welche eingepaukte Geständnisse fälschlich als solche darstellte, als ob sie unter Folter erhalten worden wären.

Als Präsident Bush am 6. September 2006 die Existenz von einem geheimen CIA-Folter-Programm zugestand, hat er diese Praxis verteidigt, weil sie Informationen geliefert habe, die Leben gerettet hätten. Es stützte sich auf falsche Berichte der CIA und wusste nicht, dass sie Beweise herstellte, statt sie zu suchen. Von da an versank die atlantische Presse in Barbarei und diskutierte die Vorteile der Folter, indem sie sie als etwas Böses für das Gute darstellte.

Die Folterer haben darauf gewacht, sich rechtlich abzusichern. Dafür haben sie die Erlaubnis zur Anwendung beim Justizministerium eingeholt. Aber dieses hat sich nur zur Rechtmäßigkeit der Methoden geäußert (Isolierung, Gefangenschaft in einem kleinen Raum, Beerdigungs-Inszenierungen, Einsatz von Insekten usw.) und nicht zum Programm als Ganzes. Die meisten Anwälte haben bestimmte Haltungen zugelassen, unter Missachtung ihrer kombinierten psychologischen Folgen. Alle Berechtigungen waren schon im August 2002 erhalten worden.

Die CIA-Führer, die diese Experimente erlaubt hatten, haben schriftlich angegeben, dass die menschlichen Versuchskaninchen eingeäschert werden sollten, wenn sie während der Konditionierung sterben sollten oder dass sie lebenslang eingesperrt bleiben sollen, wenn sie überlebten.

„Hergestellte“ Geständnisse

415ACN4QKGL-956faDamit man gut versteht: der Senatsausschuss sagt nicht, dass die Bekenntnisse der Häftlinge der CIA rechtlich falsch seien, weil unter Folter erlangt; sie legt dar, dass die CIA die Häftlinge nicht verhört, sondern konditioniert hat, damit sie Situationen und Taten behaupten, die ihnen fremd sind. Die Kommission macht klar, dass die CIA-Agenten nicht einmal wissen wollten, was die Gefangenen während der vorherigen Verhöre den Behörden, die sie verhaftet hatten, gestanden hatten. Mit anderen Worten hat die CIA nicht nur nicht versucht zu wissen, ob al-Kaida an den Anschlägen beteiligt war, sondern ihre Aktion hatte keinen anderen Zweck als die Herstellung falscher Beweise, welche die Beteiligung von al-Kaida an den Anschlägen des 11. September fälschlicherweise bestätigen.

Die Senat Kommission erörtert nicht, ob die Geständnisse der menschlichen Versuchskaninchen erpresst oder eingetrichtert wurden, aber nachdem sie erklärt hatte, dass die Aufsichtsagenten Experten der Konditionierung und nicht des Verhörs waren, bespricht sie ausführlich die Tatsache, dass kein einziges von diesen „Geständnissen“ erlaubt habe, Unvorhergesehenes abzuwenden. Sie beweist, dass die CIA gelogen hat als sie behauptete, dass die Geständnisse erlaubt hätten, weitere Attentate zu verhindern. Die Kommission schreibt nicht, dass die Informationen über al-Kaida die in diesen Geständnissen enthalten sind, Erfindungen seien, aber sie bemerkt, dass alles Nachprüfbare falsch war. Damit dementiert die Kommission explizit die Argumente, die verwendet wurden, um die Folter zu rechtfertigen und entwertet implizit auch die Zeugenaussagen, die verwendet wurden, um al-Kaida mit den Anschlägen des 11. September zu verknüpfen.

Dieser Bericht bestätigt formell mehrere Informationen, die wir unseren Lesern mitgeteilt haben und die der Arbeit der atlantischen Think-Tanks, Universitäten und der Presse seit dem 11. September widersprechen und sie ungültig machen, sowohl was die Anschläge von 2001 selbst, als auch was die al-Kaida angeht.

Durch die Veröffentlichung der Auszüge aus diesem Bericht wird klar, dass alle in dem Bericht der Präsidenten-Kommission zur Untersuchung des 11. September zitierten Zeugenaussagen über die Verknüpfung dieser Anschläge mit al-Kaida, gefälscht sind. Es gibt heutzutage nicht mehr das geringste Indiz, dass diese Anschläge auf al-Kaida hinweisen: Es gibt keinen Beweis, dass keiner der 19, für Piraterie beschuldigten Personen sich an diesem Tag in einem dieser vier Flugzeuge befunden hätte, und kein einziges Zeugnis von ehemaligen Mitgliedern der al-Kaida, das Anspruch auf die Attentate erhebt, ist verbindlich [2]

1-5011-7c592-8-07747Martin Seligman, Erfinder der Konditionierung des CIA-Programms.

Der Bericht bestätigt, was wir im Jahr 2009 schrieben

Oktober 2009 veröffentlichte ich eine Studie zu diesem Thema in der russischen Zeitschrift Odnako [3]. Ich behauptete darin, dass Guantànamo keine Verhörzentrale, sondern ein Ort der Konditionierung war. Darüber hinaus habe ich Professor Seligman persönlich darin verwickelt. Ein Jahr später, als der Artikel ins Englische übersetzt war, führten US-Psychologen eine Kampagne, damit Martin Seligman sich darüber aussprach. Als Reaktion leugnete er seine Rolle als Folterer und hat rechtliche Schritte gegen mich und das Voltaire-Netzwerk in Frankreich und im Libanon eingeleitet, wo ich wohnte. Schließlich wies Professor Seligman seine Anwälte an, die Verfahren einzustellen, nachdem wir einen seiner Briefe, gefolgt von einer Erklärung des Textes veröffentlicht haben [4]. Martin Seligman verfolgte genauso alle jene, die dieses Thema behandelten, wie Bryant Weich vom Huffington Post [5].

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John O. Brennan war Direktor der CIA (2001-05) und als solcher Direktor des nationalen Anti-Terror-Zentrums. Er war der Hauptarchitekt des geheimen Programms zur Herstellung von Geständnissen unter Folter. Im Jahr 2009 wurde er Berater von Präsident Barack Obama für Fragen der Heimat-Sicherheit. Im Jahr 2013 wurde er zum Direktor der CIA ernannt.

Und jetzt

Senatorin Diane Feinstein gelang es einen Teil ihres Berichts tapfer zu veröffentlichen, trotz der Opposition von dem aktuellen CIA-Direktor John Brennan, der einst für die Überwachung dieses Folter Programms zuständig war.

Präsident Barack Obama erklärte, dass er keinen der Verantwortlichen für diese Verbrechen verfolgen würde, während Menschenrechtsaktivisten kämpfen, um sicherzustellen, dass die Folterer vor Gericht gestellt werden. Es ist das Geringste, was man machen sollte.

Die wirklichen Fragen sind jedoch woanders: Warum hat die CIA solche Verbrechen begangen? Warum fabrizierte sie Geständnisse, die al-Kaida mit den Attentaten des 11. September künstlich verknüpfen konnten? Und als Folge, da al-Kaida nichts mit den Anschlägen des 11. September zu tun hat, wen hat daher die CIA versucht zu schützen?

Und schließlich, das CIA-Programm betrifft nur 119 menschliche Versuchskaninchen, was weiß man von den 80.000 geheimen Gefangenen der US Navy?

Thierry Meyssan

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle: http://www.voltairenet.org/article186217.html

Gruß an die Opfer dieser Verbrechen und Lügen

TA KI

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Bundesverfassungsgericht kippt Erbschaftsteuer


Das Bundesverfassungsgericht erklärt das Erbschaftsteuerrecht für Firmen für teils verfassungswidrig. Vor allem für die rund drei Millionen Familienunternehmen ist die Entscheidung von Bedeutung.

Bundesverfassungsgericht-urteilt-ueber-NPD-Klage

Die Steuerbefreiungen beim Vererben von Betrieben sind weitgehend verfassungswidrig. Der Gesetzgeber muss mehrere Ausnahmeregelungen bis zum 30. Juni 2016 abschaffen, bis dahin sind die Vorschriften weiter anwendbar, wie das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch in Karlsruhe verkündete.

Auch künftig dürfen der Entscheidung zufolge kleinere und mittlere Familienunternehmen bei der Erbschaftssteuer vollständig entlastet werden, um ihre Existenz und Arbeitsplätze nicht zu gefährden. Es sei aber unzulässig, auch Großunternehmen weiter ohne konkrete Bedürfnisprüfung von der Erbschaftssteuer zu verschonen, heißt es im Urteil. Von den geforderten Neuregelungen werden demnach rund drei Millionen Familienunternehmen in Deutschland betroffen sein.

Dem Gericht zufolge verstößt die umfassende Steuerbefreiung beim Vererben von Betriebsvermögen gegen das Grundrecht der sogenannten steuerlichen Belastungsgleichheit, weil 85 bis 100 Prozent der Betriebsvermögen von der Erbschaftssteuer befreit sind. So seien im Jahr 2012 Befreiungsmöglichkeiten in Höhe von fast 40 Milliarden Euro in Anspruch genommen worden, es wurden aber nur 4,3 Milliarden Euro Erbschaftssteuer gezahlt.

Viele Unternehmen planen Generationenwechsel

Firmen, land- und forstwirtschaftliche Unternehmen sowie Kapitalgesellschaften profitieren bislang am meisten von den Ausnahmen. Sie können Steuern sparen oder ganz vermeiden, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen und Arbeitsplätze sichern.

Von der Arbeitsplatz-Klausel sind Unternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten befreit. Das sind dem BFH zufolge mehr als 90 Prozent aller Unternehmen. Vor allem für die rund drei Millionen Familienunternehmen ist die Entscheidung von großer Bedeutung. Rund vier von zehn Unternehmen planen laut einer Umfrage des Industrieverbandes BDI bis 2019 einen Generationswechsel.

Ins Rollen brachte das Verfahren ein Kläger, der mehr als 50.000 Euro geerbt hatte und mehr als 9000 Euro Erbschaftssteuer zahlen musste. Der Mann sah sich gegenüber Unternehmenserben benachteiligt und zog vor Gericht.

Sorge vor steuerlicher Überbelastung des Mittelstands

Bundesfinanzministerium und Wirtschaftsverbände hatten die Vergünstigungen für Unternehmens-Erben stets verteidigt. Sie seien notwendig, um die Finanz- und Investitionskraft insbesondere der Familienunternehmen zu erhalten.

Die Erbschaftsteuer entziehe Unternehmen dringend benötigte Liquidität und gefährde damit Arbeitsplätze in Deutschland, warnte auch BDI-Präsident Ulrich Grillo vor der Entscheidung: „Ohne Verschonungsregelungen würde dies zu einer steuerlichen Überbelastung des Mittelstands führen“.

Vor allem für die rund drei Millionen Familienunternehmen ist die Entscheidung von großer Bedeutung. Rund vier von zehn Unternehmen planen laut einer Umfrage des Industrieverbandes BDI bis 2019 einen Generationswechsel.

Schon 1995 und 2006 hatte das Verfassungsgericht wichtige Teile des Erbschaftsteuergesetzes für verfassungswidrig erklärt und vom Gesetzgeber Nachbesserungen verlangt. Union und SPD haben bereits angekündigt, das Karlsruher Urteil lediglich eins zu eins umzusetzen und nicht draufzusatteln.

Die Begünstigung von Betriebserben wollen sie so weit wie möglich erhalten.

Sind Steuervorteile für Firmenerben ungerecht?

Bundesverfassungsgericht-zu-Erbschaftssteuer

Weil der Bundesfinanzhof Steuerprivilegien für Unternehmenserben ungerecht findet, prüft das Bundesverfassungsgericht jetzt, ob die Besserstellung gegen das Grundgesetz verstößt. 
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Gruß an den Mittelstand
TA KI

Sehr schlechte Nachrichten aus Russland und Novorossija


vom Saker

 

Meine Güte, heute ist sicher ein schlechter Tag. Zum Einen hat die russische Zentralbank plötzlich die Zinsen von 10,5% auf 17% erhöht. Ich bezweifle, dass das beim Rubel etwas erreichen wird (der gegenwärtig aus unterschiedlichen Gründen ins Bodenlose fällt), aber, Leute, das wird bei der russischen Wirtschaft auf die Bremse treten, die doch Beschleunigung braucht! Da ich selbst kein Experte bin (ich habe einen MA in internationaler Wirtschaft gemacht, aber vor 30 Jahren), hoffe ich, bald die Ansicht eines Experten dazu posten zu können, also erspare ich Euch mein halb-ignorantes Herumraten darüber, was als Nächstes passieren könnte. Aber aus meiner zugegeben amateurischen Sicht sieht es ganz so aus, dass diese Entscheidung nichts Gutes bewirken, aber eine Menge Schaden anrichten wird.

Und dann gibt es mehr hässliche Auseinandersetzungen im Innern Novorossijas. Um eine lange Geschichte abzukürzen, Motorola wurde dabei gesehen, wie er mit dem Kommandeur der Ukies am Donezker Flughafen die Hände schüttelte. Seine Geste, eine normale Höflichkeit für einen Offizier, wurde sofort missgedeutet und eine häßliche Medienkampagne gestartet, um ihn zu beseitigen. Die einzig schöne Seite an dieser üblen Situation war die Reaktion von Givi, der in einem Interview für seinen Freund eingetreten ist. Seht selbst (da das Video mit Hardsubs ist, lässt es sich leider nicht einfach eindeutschen, AdÜ):

Video hier in der Quelle ansehen: http://www.vineyardsaker.de/uncategorized/sehr-schlechte-nachrichten-aus-russland-und-novorossija/

[Randbemerkung: je mehr ich von Givi sehe, desto mehr mag ich ihn. Er sieht furchtbar jung und sogar unschuldig aus, auf eine gute Art und Weise, aber er hat sich bisher, glaube ich, in sehr vorteilhaftem Licht gezeigt. Ich gebe zu, ich habe Angst um ihn, denn er spielt ein sehr gefährliches Spiel mit einer Menge sehr erfahrener und sehr böser Leute, die gegen ihn antreten]
Wir sehen hier abermals, dass der schrecklichste Feind Russlands nicht in den USA oder in London ist, sondern in Russland. Ich kann nicht sehen, wie Putin noch mehr davon einstecken soll, ohne auf irgendeine Art heftig zu reagieren. Ich meine natürlich keinen Putsch, aber es müssen die ersten Köpfe rollen (bildlich gesprochen, versteht sich). Die fünfte Kolonne muss niedergeschlagen werden, oder Putin selbst ist in Gefahr.

Was die Rumpfukraine angeht, da passieren auch schlimme Dinge. Das letzte von der Junta vorgeschlagene Budget ist das Rezept eines Alptraums: massive Sozialkürzungen, gekoppelt damit, dass alles verfügbare Geld grundsätzlich für das Militär und die innere Sicherheit ist. Es scheint mir unwahrscheinlich, dass dies für etwas Anderes steht als eine gefestigte Entscheidung, die Feindseligkeiten und Unterdrückungsmaßnahmen wieder aufzunehmen.

Ich kriege dieses wirklich schlimme Gefühl “vor der Explosion”, das ich so sehr hasse, und das ich meist erlebe, ehe etwas Schlimmes passiert. Nebenbei, ich habe diese Information über eine nukleare False-Flag gesehen, die Info über israelische Pläne, Khazaria wieder zu besiedeln, und das über die geschlossenen Flughäfen in der Ostukraine. Die ersten beiden nehme ich *ganz und gar nicht* ernst; das mit den Flughäfen könnte bedeuten, dass das Ukie-Militär sie nutzen will, um schnell Verstärkungen und Material zu bringen, möglicherweise mit NATO-Unterstützung. Das passt wieder zusammen mit der Hypothese “die Ukies werden bald angreifen”. Das könnte aber auch ein Weg sein, Russland dazu zu provozieren, das gezwungen sein könnte, diese Flughäfen zu zerstören, um ein plötzliches Anwachsen der Ukie-Truppen zur Unterstützung eines Angriffs auf Novorossija zu verhindern. Nicht gut.

Ich bin immer noch überzeugt, dass die AngloZionisten versuchen, Russland zu einem Eingreifen in der Ukraine zu zwingen, weil dies ihre letzte Hoffnung ist, eine Krise auszulösen, die groß genug ist, um die Welt und Europa so weit wie möglich zu mobilisieren. So wie die Sanktionen, wären diese letzten Züge des Empires nicht so gefährlich, würde Russland nicht von zwei Gruppen regiert, die um die Macht ringen, und deren eine offenbar um jeden Preis sabotieren will.

Ich bin mir sicher, dass die eurasischen Souveränisten bald zurückschlagen, oder die Lage wird sehr schnell sehr übel.

Der Saker

 

Nachtrag d. Ü.: zur ganzen Geschichte um Motorolas Händeschütteln gehören zwei weitere Videos. Das erste, das das nächtliche Treffen auf dem Flughafen zeigt, und das zweite, in dem es um eine Unterschriftensammlung auf ukrainischer Seite geht, gegen den dortigen Kommandeur, weil er Motorola die Hand gegeben hat..
Leider sind auch diese beiden Videos Englisch untertitelt.

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http://vineyardsaker.de/uncategorized/sehr-schlechte-nachrichten-aus-russland-und-novorossija/

Gruß an Wladimir Putin, möge er den Schutz erhalten den er verdient

TA KI

 

Der CIA und die UFOs – Das Ende der Geheimhaltungs-Legende 3


„Pentacle“ ist das Kodewort von Vallée für Howard C. Cross vom Battelle Memorial Institute. Clark wirft Vallée vor verantwortungslos die Pferde scheu gemacht und eine neue Paranoia gezündet zu haben, müßte er doch wissen, wie schnell sich solche Storys und wilde Überzeichnungen in der populären UFO-Literatur festfressen. Verschwörungs-Ängste in der ufologischen Gemeinde würden jetzt erst recht genährt und könnten nie mehr unter Kontrolle gebracht werden. Egal, wie bizarr einige Aspekte des UFO-Phänomens sind, man liebt diese insbesondere – auch wenn Clark die Faustregel einbringt, dass je befremdlicher solche Fälle sind, sie gewöhnlich kaum vertretbares Beweismaterial mit sich bringen. So gälte es übrigens auch für die Entführungsberichte, die nur deswegen ernsthafte Betrachtung finden, weil sich UFOs auch auf Radarschirmen zeigten und Spuren von ihnen am Boden zurückblieben. Bizarre Aspekte werden also nur im Gesamtkonsens akzeptiert, für sich alleine könnten sie nicht durchhalten und bestehen! In Anbetracht des Pentacle-Briefs rät Clark nochmals die historische Betrachtung des UFO-Gegenstandes an, um zu sehen, wo die UFO-Forschung eigentlich steht. Selbst aus heutiger Sicht erbringt die historische Rückschau einen frischen Wind und Einsicht in das UFO-Phänomen, kurz gesagt: Kehrt alle zu euren Wurzeln zurück und verliert nicht den Boden unter den Füßen. Hierbei weist Clark auf die große Airship-Welle von Ende letzten Jahrhunderts hin, die sich erst viele Jahrzehnte später als gewaltiger Spaß von Herausgebern, Zeitungsleuten, Korrespondenten und Spaßvögeln herausstellte, aber dennoch bei unwissenden ETH-Vertretern zu den irrsten Hypothesen führte, ja diese Ereignisse als weitere deutliche Beweise für das ET-Wirken einbrachten. [Übersehen wird dabei gerne, dass die gewaltigen Archive von Blaubuch, NICAP, CSI und APRO aus den 50ziger Jahren nur wenige Hinweise auf die Luftschiffe enthielten und jene paar die dort vorzufinden sind, sprachen selbst nie von solchen Luftschiffen. Ganz zu schweigen gab es Meldungen von gelandeten Airships, ihren Insaßen, deren Erfindern.] 

Jennie Zeidman & Mark Rodeghier nehmen sich dem Pentacle-Letter an. Wie Vallée angab, fand er das diskutierte Stück Papier in Hyneks leicht unorganisierten Unterlagen (soweit also der Beitrag zum „methodisch-arbeitenden Wissenschaftler“!) bereits am 18. Juni 1967*. Es ist zum 9. Januar 1953 datiert und als SECRET klassifiziert („Sicherheits-Information“), es besitzt keinen Briefkopf und ist an Mr. Miles E. Goll auf der Wright-Patterson AFB gerichtet, zur Weitergabe an Capt.Edward J.Ruppelt bestimmt, damals Chef des Projekt Blaubuch. Nach Vallée ist das Pentacle-Dokument ein Beweis dafür, dass es bereits 1953 (und bis wahrscheinlich heute) eine geheime UFO-Studie der US-Regierung gab. Der Brief diskutiert, wie Pentacle (= H.C. Cross) und sein Team (links oben in der Verteilerliste namentlich aufgeführt, nach Zeidman handelt es sich tatsächlich durchweg um Battelle-Personal) einige Tausend Berichte analysiert hätten und man eine Übereinkunft treffen solle, was zwischen Project Stork und dem ATIC ausgetauscht werden solle, um es beim Robertson-Forum vorzulegen, zu analysieren und zu diskutieren. Cross empfahl ebenso ein Experiment um „glaubwürdige physikalische Daten über UFOs zu erhalten“, ein Experiment in welchem vielerlei verschiedene Typen von Luft-Aktivitäten verwickelt seien. Dieses solle in einem ausgesuchten Gebiet im Geheimen durchgezogen werden. 

*= In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch der Robertson-Ausschuß-Bericht und seine Geheimhaltung wichtig zu erwähnen. Erstmals wurde dieser von einem Zivilisten (Dr. James E. McDonald) im Sommer 1966 im Blaubuch-Büro unter Lt.Col. Hector Quintanilla problemlos eingesehen. Inzwischen war der offizielle Zeitraum von 12 Jahren abgelaufen, der für die Geheimhaltung solcher Akten gilt. Trotzdem hatte der Robertson-Report noch nicht die Welt erreicht, McDonald sah dies als Geheimhaltungs-Skandal an und haute auf die Buschtrommeln. Parallel einher wollte er eine Kopie des Berichts haben, woraufhin ihm Quintanilla sagte, dass dazu das Okay zur Freigabe durch die CIA notwendig sei – aber einige der Teilnehmer am Ausschuß von damals wollten nicht als Berater der CIA geoutet werden und so zog sich die Freigabe noch einige Jahre wegen der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen hin. McDonald dagegen reagierte harsch und er erklärte öffentlich im Frühjahr 1967 in einer Zeitung: „Ich habe das Gefühl, dass die Air Force uns seit 20 Jahren falsch informiert!“ Zunächst klingt dies potentiell sensationell und Hynek wurde bereits damals gedrängt, die Sache platzen zu lassen. Hynek kannte H.C. Cross (damals Koordinations-Direktor bei Battelle) bereits seit den frühen 50ern und hielt auch 1967 noch zu ihm Kontakt, doch er kümmerte sich nicht weiter darum, was Vallée die Affäre einen „intellektuellen Skandal“ rufen ließ. Die vom IUR verwendete Kopie des beanstandeten Briefs ist eine leicht andere Version als jene die das UFO-Magazin aus Kalifornien vorliegen hat. Hynek hatte mehrere Versionen in seinem Archiv aufliegen, die Kopie in California UFO ist wohl das schlußendliche Papier, während alle anderen herumgeisternden Versionen vorläufige Aufsätze waren und mehrfach Korrekturen, Verbesserungen und Einschübe aufweisen. Man kann durchaus davon ausgehen, dass der Schreiber überhastet das Dokument abfaßte, da fünf Tage später bereits der Robertson-Ausschuß tagte. 

Wie Hynek an die verschiedenen Dokumente kam ist leicht erklärbar, er verbrachte genug Zeit bei Battelle und den Leuten vom UFO-Projekt um auch deren Unterlagen „abzustauben“. Das im IUR abgedruckte Cross-Papier wird nicht als Beweis einer Regierungs-Doppelzüngigkeit vorgebracht, es gibt dazu auch keinen Grund, wie Zeidman & Rodeghier betonen! Sie wundern sich ganz im Gegenteil, wie Vallée, Fred Beckman und andere es so total falsch auslegen konnten! Historische Perspektive. Folgende Chronologie stellten die beiden IUR-Autoren aus Blaubuch-Dokumenten und den beiden Büchern „The Report on Unidentified Flying Objects“ (Ruppelt, 1956) und „The UFO Controversy“ (Jacobs, 1975) [beide auch als zusammenfassende CENAP-Dokumentationen erhältlich, fragen Sie nach!] zusammen. Vom Sommer 1947 bis Anfang 1949 unternahm die USAF eine ernsthafte UFO-Studie, aber nachdem Projekt SIGN´s Bericht vorgelegt worden war, stufte die USAF das UFO-Projekt herab und wechselte zum Namen GRUDGE (= Groll) über, gleichsam wurden die Mittel für Untersuchungen und Analysen gekürzt. Im September 1951 wurde GRUDGE-Offizier Lt. Jerry Cummings von Maj.Gen. C.B.Cabell ins PENTAGON berufen, wo man ihm eine schlechte Arbeit vorwarf und ihn schuldig darin hielt, dass die Organisation so schlecht lief. Cummings wurde bald darauf abberufen und Capt. Ruppelt eingesetzt, der aber Hynek stärker als wissenschaftlichen Berater einband (einige Zeit war Hynek so gut wie nicht eingesetzt worden). Ruppelt wollte es jedoch wissen und mit jetzt erweiterten Mitteln nutzte er das Zugpferd Hynek aus, um Wissenschaftler beim Besuch auf WPAFB für die UFO-Sache einzuspannen. Diese machten ihn auf kritische Elemente aufmerksam, es ging um bessere Bestimmungen von Größe, Beschleunigung und Flughöhe der UFOs. Ruppelt machte sich so Gedanken darum, wie er bessere, instrumentengestützte UFO-Daten erhalten könnte. Gen.Cabell schlug elektronische Ortung von UFOs vor, wozu er Radar empfahl, welches zusätzliche fotografische Ausrüstung zugeschaltet bekommen sollte. Ruppelt war begeistert und machte sich so seine Gedanken. Inzwischen hatte Ruppelt es mit Unterstützung seiner Vorgesetzten im PENTAGON geschafft, einen Vertrag mit Battelle zu schalten, welches er in seinem Buch „Project Bear“ nannte. 

BMI sollte eine zusammenfassende statistische Studie der gemeldeten UFO-Parameter durchführen und auch über die Zeugen einige Erhebungen statistischer Art durchziehen. Das BMI erhielt diesen Vertrag, da es bereits zuvor schon für die USAF arbeitete und im Project Stork bereits feste Kontakte besaß. „Project Bear“ war als SECRET gestempelt. Nebenbei sei gesagt, das Battelle-Wissenschaftler bereits zuvor als Berater des UFO-Projektes bereitgestanden hatten, um individuelle UFO-Sichtungen aufzuklären, wie Hynek später zugab. Im Januar 1952 meldete Ruppelt mit seinem Project GRUDGE Status Report No.3, dass der GRUDGE-Stab festgestellt habe, dass die UFOs die Tendenz dazu zeigten, sich in bestimmten geografischen Gebieten zu konzentrieren: White Sands, Albuquerque, Dayton und Columbus. Der Aufbau von UFO-Verfolgungsanlagen empfahl sich hier von selbst. Anfang 1952 versuchte Ruppelt alles, um bessere UFO-Fakten einzubringen. Er brachte das Air Defense Command dazu, sein Ground Observer Corps nach UFOs Ausschau halten zu lassen. In Report No. 5 wird eine „organisierte“ UFO-Watch mit Kameraausstattung an der Holloman AFB in New Mexico erwähnt. Zur selben Zeit empfahl Dr. Joseph Kaplan als Mitglied des AF-Beraterstabs den Einsatz von Kameras mit Lichtbrechungsgittern, um Spektrum-Daten über die Elementzusammensetzung der UFOs zu erhalten (die Idee wurde erst im nachfolgenden Jahr weiter verfolgt). Im März 1952 wurde das Project GRUDGE erweitert und bekam zudem den bekannten Namen Project Blue Book. Ruppelt blieb weiterhin Chef des UFO-Projekts, was ein wichtiges Zeichen ist. Angeregt suchte Ruppelt den Kontakt zur sogenannten „Beacon Hill Group“ (technische Beratergruppe der USAF) beim Cambridge Research Laboratory in Massachusetts. Diese Gruppe empfahl den Einsatz verschiedener Ortungsanlagen (so auch Sound-Detektoren) in Gebieten mit erhöhter UFO-Konzentration. Bis Juni 1952 war Projekt Blaubuch eine dynamische, fortschrittliche Einrichtung. Und einige PENTAGON-Geheimdienstler glaubten daran, dass die ultimative Lösung des UFO-Rätsels in einer außerirdischen Erklärung lag (der Blaubuch-Stab selbst war dieser Theorie gegenüber recht offen eingestellt). Als dann im Juni die UFO-Meldungen anstiegen, wurde Ruppelt von Geheimdienst-Offizieren gebeten, tiefergehende Informationen von wissenschaftlichem Wert zu organisieren. Kaplan und die RAND Corporation wurden herbeigezogen, um Kameras mit großer Brennweite und Diffraktions-Gittern an UFO-Hotspots aufzubauen. Es wird deutlich, dass Ruppelt und sein Stab im Juni 1952 ernsthafte Bemühungen zeigten, um glaubwürdige physikalische UFO-Daten zu erhalten, genauso wie es Cross und seine Kollegen anstrebten. Die PENTAGON-Förderung war sicher! Battelle war weiter am Ball mit „Project Bear“, im Mai legte man von da aus einen Standard-Fragebogen zur Erfassung von UFO-Wahrnehmungen vor, der lange Zeit Verwendung fand und in abgewandelter Form auch schließlich zum CENAP-Erhebungsbogen führte. 

Ein Forum von 12 Ingenieuren, Wissenschaftlern & Psychologen standen beim BMI bereit, um Ruppelt zu dienen. Gleichsam begann man beim BMI Sichtungsberichte auf Lochkarten zu übertragen und für IBM-Computerauswertungen vorzubereiten. Der gewaltige Flap vom Juli 1952 und dessen nachfolgende Publizität nahm Blaubuch völlig in den Griff, sodass man zwischen Mai und Dezember keinen Statusbericht abgeben konnte. Washington konnte nicht mehr länger UFO-Reporte ignorieren und der CIA entwickelte hektisches Interesse, da die UFO-Berichte alle Nachrichtendienst-Kanäle verstopften. Ein neues Projekt sollte ausgerufen werden, wie es die CIA-Abteilung „Plans and Estimates“ empfahl. Am 22. August gab es zwischen USAF und CIA ein Briefing, wobei die CIA alle Aktivitäten über UFOs herabschrauben wollte und anriet sie als alltägliche psychologische und atmosphärische Phänomene zu erklären (eine Position, welche auch von vielen Offizieren auf WPAFB und im Pentagon vertreten wurde). Jetzt brachen für Ruppelt alle weiterführenden Pläne zusammen, der CIA-Einfluß wurde zu stark und man setzte gar eine Sitzung von hochrangigen Wissenschaftlern zur Betrachtung der UFO-Situation anhand der Datenlage ein. Ruppelt zeigte sich jedoch unbeeindruckt und plante weiterhin den Einsatz von technischen Anlagen zur Ermittlung besserer Daten. So sollten Beobachtungsposten im nördlichen New Mexico für etwa § 250.000 aufgezogen werden; der ATIC unterstützte den Plan und schickte die Unterlagen hierzu ins Pentagon. Inzwischen arbeitete BMI an der Auswertung von Sichtungsberichten via Lochkarten-Verarbeitung, erste Ergebnisse wurden für Dezember 1952 angesetzt. Doch der CIA hatte großen Einfluß und sah die UFO-Affäre nicht als wissenschaftliche Herausforderung, sondern als Sicherheitsproblem. 

Kaum bekannt ist, dass am 4. Dezember 1952 es eine einstündige UFO-Sitzung verschiedener betroffener Behörden im Büro des CIA-Direktors gab, um eine Übersicht zum UFO-Problem zu diskutieren. Hieraus entwickelte sich das Robertson-Forum, welches alsbald angesetzt wurde. Die besten Wissenschaftler der Nation wurden dazu einberufen. Am 12.12.1952 gab es ein Treffen von ATIC- und CIA-Personal auf WPAFB, wobei BMI-Leute erstmals von dem CIA-gesponserten Meeting erfuhren. Ruppelt stimmte dem zu, BMI lehnte es als zu kurzfristig angesetzt ab. Hier liegt also die Story des Howard Cross-Briefs vergraben. Es ist wohl gut, wenn wir mehr über das BMI lernen. Es versteht sich als eine internationale technologische Organisation, welche der Industrie und Regierung (in dieser Reihenfolge!) hilft, Technologie zu verkommerzialisieren. Große Geschäftsbereiche sind sonach auch Sektionen der „nationalen Sicherheit“ [und dieser Bereich ist der Job der CIA]. Unter dieser Sicht muß man verstehen, dass das BMI bereits früh in den 50zigern begann Verpflichtungen mit der US-Regierung einzugehen, um die sowjetischen Fähigkeiten im technischen Kriegsbereich zu studieren. Dies lief unter dem Kodenamen „Project Stork“, die Leute im Verteiler des Cross-Briefs gehörten durchweg dem Projekt Stork an. Stork war nur eines von vielen Geheimprojekten beim BMI für die US-Regierung während des Kalten Kriegs. Verschiedentlich wurde fälschlicherweise dargestellt, dass das Projekt Stork alleine nur der UFO-Studie diente, dies stimmt nicht, die UFOs waren nur ein Randbereich davon, wie Zeidman erklärt, die einige Jahre lang mit dem Project Stork-Personal zu tun hatte. Howard Clinton Cross aus Washington kam 1929 zum BMI und diente als Berater des Office of Scientific Research and Development, dem National Defense Research Committee und dem National Advisory Committee on Aeronautics; er starb am 30.3.1992 im Alter von 88 Jahren. Unter Cross hatte das BMI zwar einige tausend UFO-Berichte auf Lochkarten übertragen, aber immer noch keine ernsthafte statistische Studie einbringen gekonnt. Der Druck war also groß. Zeidman & Rodeghier haben sechs Monate lang nachgeforscht und kamen mit ehemaligen BMI-Stork-Personal zusammen: Art Westerman, Perry Rieppel und William Reid, die im Gebiet von Columbus leben. 

Alle waren offenherzig und zugänglich, sie scheuten sich nicht über das BMI-UFO-Projekt und Stork zu sprechen. Hilfreich war dabei, das Zeidman ihnen als Hynek-Mitarbeiterin bekannt war und ihr Ehemann mit ihnen damals einige Bier getrunken hatte und als guter BMI-Kollege in Erinnerung geblieben war. Aber nur Westerman konnte sich an den Cross-Brief erinnern. Tatsächlich war das Papier in aller Hast verfaßt worden, der Zeitdruck war zu groß gewesen. Unsicherheit herrschte vor, da das BMI einen Vertrag mit dem ATIC hatte und sich diesem gegenüber loyal verhalten wollte, schließlich war der CIA in dieser Affäre kein Kunde des BMI. Im Detail wollte das BMI sich nicht offenbaren. Cross aber erklärte, dass selbst die besseren Berichte mangelhafte kritische Informationen enthalten, wodurch Identifikationen unmöglich würden. Aus diesem Grunde empfahl er ein kontrolliertes Experiment, was nach Auskunft von Perry Rieppel alleinig die Idee von Cross war. Cross hatte schon recht, wenn er erklärte, dass solange keine glaubwürdigen Daten vorliegen, es keine positive Antwort zum UFO-Problem geben könne. Die bisher eingegangenen UFO-Daten war unzureichend, um eine definitive Folgerung vom BMI gegenüber seinem Kunden der USAF abzugeben. Die von der USAF bereitgestellten Informationen waren von schlechter Qualität und Cross ging davon aus, dass die CIA-gesponserten Wissenschaftler falsche und übereilte Folgerungen durch ihre BMI-Vorlagen erzielen konnten. Beim BMI ging man sogar davon aus, dass die Robertson-Forum-Tagung lieber nicht stattfinden sollte, zu dieser Zeit. Hinsichtlich des angesagten Geheim-Experiments erfahren wir, dass dieses dazu dienen sollte bekannte Aktivitäten mit UFO-Darstellungen zu vergleichen, um hieraus mehr zu lernen, ob daraus was wurde, ist anzuzweifeln. Wie auch immer, Dr. Walter Riedel von der „Civilian Saucer Investigation“, Los Angeles, erklärte 1952, dass es in jenem Jahr pyrotechnische Effekte über dem Ozean gab, um die Sicherheit von Zeugenbeobachtungen auszukundschaften. Vallée muß vom Wort „Geheim“ angestachelt worden sein, aber jedes wissenschaftliche Doppelblind-Experiment lebt davon, dass die Teilnehmer der Studie (die Kontrollgruppe), nicht weiß, um was es schließlich geht. 

Wie wir diskutierten, hatte die 1952er Welle den CIA angesprochen und man kann davon ausgehen, dass der CIA rasche und schnelle Lösungen zur Klärung des UFO-Problems bevorzugte. Man wollte die UFOs „entlarven“ und dies wurde Regierungspolitik. Cross sah diese Gefahr deutlich auftauchen und wußte auch, dass die UFOs im vergangenen Sommer einen Alptraum für die USAF-PR waren. Andererseits wollte Cross mit dem vorgeschlagenen Experiment den Geheimdienst-Belangen entgegenkommen, damit die USAF erklären könne, „alles sei unter Kontrolle“. Sicher, die BMI-Studie war damals GEHEIM, aber deren Folgerungen wurden vor dem Robertson-Forum nicht zurückgehalten. Aber: viel gab es mangels Daten nicht zu bekunden. Vallée schrieb, dass die BMI-Studie um die 600.000 $ kostete, dies ist völlig übertrieben, wie die ganze Diskussion um den Fall. Das BMI erhielt keine zusätzlichen Gelder für die UFO-Studie, diese lief unter dem Projekt STORK zur Ermittlung sowjetischer Technik-Kapazitäten mit. Die UFO-Studie bedeutete zusätzliche Arbeit für die BMI-Mitarbeiter! Die IUR-Autoren fragten deswegen bei ihren Kontakten nach, die maximal 150.000 $ für die gesamte UFO-Studie veranschlagten, wahrscheinlich reichte schon die Hälfte des Betrags dafür aus. Die betroffenen Leute brachten kaum 25 % ihrer Arbeitszeit für die UFO-Untersuchung auf, sie hatten wenig Interesse daran und dadurch war ihre Aufwendung damit gering. So mancher brauchte gerade mal 10 % seiner Arbeitszeit beim BMI für die UFOs auf, wie es Reid selbst betraf. Dies begründet sich damit, dass man beim BMI niedrige Erwartungen hinsichtlich irgendwelchen UFO-Entdeckungen hatte und man die ganze Affäre als „einen Dummy von Projekt“ ansah. Das BMI liegt nur 60 Meilen von der WPAFB entfernt, es ist das ideale Zentrum für UFO-Bruchstück-Untersuchungen. Doch niemals stand das BMI in der Diskussion, irgendwelche Fliegende Untertassen oder sonstige Bruchstücke außerirdischer Herkunft übermittelt und untersucht zu haben! Weder in der Roswell-Diskussion noch in anderen Fällen kam diese Einrichtung ins Gespräch. Während der frühen 60ziger Jahre hatte BMI ein „Meteoriten-Analyse-Projekt“ bereitgestellt; und im Zuge des Projekt STORK hatte BMI Muster der sowjetischen Technologie untersucht. Deutlich wird: BMI hat nur irdische Proben bearbeitet und niemals außerirdisches Material. Es ist also nicht so gelaufen, wie uns diverse Sensations-Autoren der ufologischen Spekulations- und Dramatisierungs-Literatur über die Jahrzehnte hinweg eintrichterten. Seither ist der Begriff „debunking“ (also etwa „Geheimnislüftung“ im Sinne vom „unter den Teppich kehren“) ein Modewort in der UFOlogie geworden, um damit immer den Finger auf jene Leute zu zeigen, die in Sachen UFOs Aufklärung betreiben und die „Aura des Geheimnisvollen“ diesen Dingern nehmen. Sicher empfahl der Robertson-Ausschuss die „Reduzierung des öffentlichen Interesses an Fliegenden Untertassen“ durch ein Aufklärungs-Programm, aber dieses wurde nie umgesetzt. 

Die UFOlogie dagegen will das UFO-Phänomen gar nicht aufklären, sondern es erhalten und weiterhin fördern. Nehmen wir z.B. als deutliches Muster den Beitrag aus dem ‚Arsch- und Tittenblatt‘ (Branchenjargon in der Medien-Industrie) Quick, Nr. 34/1978, „Das UFO-Phänomen: Sinnestäuschung oder Realität?“, aus der Ecke der ufologischen Edelfeder Johannes von Buttlar (alias Johannes Busacker). Hier findet man eine breite Palette von typischen Überzeichnungen und Verdrehungen, nur um UFO-Storys spannend und unterhaltsam darzubieten. von Buttlar erklärte hier, in einem exklusiven Vorabdruck zu seinem Mega-Beststeller „Das UFO-Phänomen“: Nach der Gründung des USAF-UFO-Projektes Grudge „trat gleichzeitig eine Organisation auf den Plan, die sich fortan mit den UFO-Untersuchungen zu beschäftigen hatte: der neu gegründete geheime Nachrichtendienst CIA“, dessen Agenten unter der Zwischenschlagzeile „Der Geheimdienst CIA schickt Agenten aus“ nur darauf warteten so ein außerirdisches Raumschiff in die Hände zu bekommen, um damit auf einem Schlag in den Besitz einer absolut neuartigen Technologie zu gelangen. Die Historie zeigt auf, dass diese Darstellung einmal mehr nicht richtig ist, auch wenn sie spannender als der banale Geheimdienst-Alltag jenseits von James Bond-Vorstellungen ist, denen von Buttlar als vorgeblich ehemaliger Geheimdienst-Mitarbeiter selbst nachpirscht. Markus Pössel hat im Januar 2000 bei rororo das Buch „Phantastische Wissenschaft“ herausgebracht und nahm sich dort umfangreich auch der (Pseudo)Biografie Buttlars an. So gibt jener vor: 1969 sei er zum Fellow der Royal Astronomical Society ‚berufen‘ worden und habe danach am Institute for Scientific Information (ISI, einem „internationalen wissenschaftlichen Informationszentrum“) gearbeitet, was er gerne mit „Geheimdienstarbeit“ umschreibt. Später sei er dort zum „Leiter der zentraleuropäischen Abteilung“ aufgestiegen. Pössel fand aber heraus: „Buttlars Arbeit am Institute for Scientific Information (ISI) in einem Atemzug mit seinen Studien zu nennen, gerade so, als sei er dort wissenschaftlich tätig gewesen, ist eini germaßen irreführend. Das ISI ist eine in Philadelphia ansässige Privatfirma, deren Haupttätigkeit darin besteht, den Science Citation Index (SCI) herauszugeben – eine Übersicht, in der die wichtigsten (natur)wissenschaftlichen Fachartikel eines Jahres und alle darin zitierten Veröffentlichungen aufgeführt sind, nach Stichworten und Autoren geordnet. Laut Auskunft seiner damaligen Arbeitgeber und Vorgesetzten arbeitete Buttlar dort als Vertreter, dessen Aufgabe unter anderem darin bestand, Bibliothekaren den Science Citation Index vorzuführen und, wenn möglich, zu verkaufen. 

Dieser Vertreterposten habe nichts mit dem ‚Sammeln naturwissenschaftlicher Daten‘ zu tun gehabt – die einzige Tätigkeit im ISI, die man im weitesten Sinne so beschreiben könne, sei die Auswertung der Fachzeitschriften für den Science Citation Index. Diese Arbeit, ein einfaches Zuordnen von Stichworten, werde zumeist als Ferienjob an Studenten vergeben. Rechtlich gesehen kann sich jeder ‚Astrophysiker‘ nennen, da der Begriff nicht geschützt ist. Davon abgesehen sollte man erwarten, dass jemand, der sich so bezeichnet, aktiv an Forschungen im Bereich der Astrophysik teilnimmt oder zumindest teilgenommen hat. Die Ergebnisse ihrer Arbeit veröffentlichen Astrophysiker im wesentlichen in Fachzeitschriften [aber nicht jenen wie dem Magazin 2000]. Ich konnte in den entsprechenden Fachbibliographien (unter anderen dem erwähnten Science Citation Index) keinen Hinweis finden, dass Buttlar jemals einen solchen Fachartikel veröffentlicht hätte.“ Ähnlich verhält es sich auch mit solchen ufologischen Äußerungen wie man sie in der Abendzeitung vom 21. Januar 1980 in dem Feature-Artikel „UFO: Warum manche daran glauben – und warum nicht“ nachlesen konnte. Hier hatte Adolf Gegenthaler von der UFO-Studiengruppe München erklärt, dass die Wissenschaft bereits UFO-Teile untersucht habe, aber der CIA derartige Informationen unterdrücke. In die gleiche Kerbe hieb damals Ilse von Jacobi als Mitbegründerin der Wiesbadener DUIST: „Die Beweise für die Existenz dieser intelligenten Wesen werden in bösartiger Weise vom CIA unterdrückt. Es gibt inzwischen übrigens auch Menschen, in deren Körper Außerirdische wohnen, sogar hier in München.“ Hier zeigte sich schon das frühe Muster des New Agelers vom Typus „Walk-In“, wahrscheinlich entweder eines cleveren Geschichtenerzählers oder eines Schizophrenen. Auch die Zeitschrift Neue Revue hatte in einer Artikelserie auf den Putz gehauen. In Heft 7/1980 schrieb man dort: „US-Präsident Harry S.Truman. Auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz in Key West sagte Truman am 4. April 1950: ‚Ich kann Ihnen mit Sicherheit sagen, dass die gemeldeten unbekannten Flugobjekte weder aus Amerika noch irgendeinem anderen Land dieser Erde stammen!‘ Woher der Präsident sein Wissen bezog, war den Reportern augenblicklich klar: aus den zurückgehaltenen Geheiminformationen des CIA!“ Dabei wird schnell übersehen, was der historische Anlaß damals war. In jenen Tagen spekulierte man in Anbetracht der Fliegenden Untertassen über ein neues, wundervolles Flugzeug im Statium des Experiments. Die Neue Revue hatte aber im Kontext die Absicht, die Leser auf außerirdische Besucher zu trimmen. Zudem war nicht der CIA für UFO-Untersuchungen zuständig, sondern die USAF mittels ihres auf Wright-Patterson AFB stationierten Spezialprojektes. 

Bereits in Huters Neue Weltschau vom 5. Juli 1979 hatte Herbert Mohren (damals eine gewiße Größe im Amateur-Umfeld zwischen Prä-Astronautik und UFO-Forschungs-Bemühungen) die Trommeln in eine ganze bestimmte Richtung geschlagen, um der BILD-Zeitung ufologische Konkurrenz in der Erzeugung von Schlagzeilen zu machen: „CIA-Geheimberichte freigegeben – UFO-Groß-Alarm in Amerika – US-Kampfflugzeuge verfolgen Außerirdische“. UFOs haben sonach zwei Wochen lang „Atomwaffenlager und Bomberbasen in mehreren US-Bundesstatten inspiziert – für die amerikanische Luftwaffe gab es Großalarm. Das geht aus Berichten des US-Geheimdienstes CIA hervor, die überraschend an die Öffentlichkeit gelangten.“ Der CIA habe seit Anfang an alles daran gesetzt, „die UFO-Forschung und den Glauben an außerirdische Intelligenzen lächerlich und unglaubwürdig zu machen“, schrieb Mohren nieder, um die Esoterik- und Okkult-UFOlogen der Szene aufzuheizen und ihre Glaubensvorstellungen zu bestätigen. Wenig erstaunlich deswegen seine selbstverständliche und in einem Atemzug gemachte Feststellung, das UFO-Forschung und der Glaube an außerirdische Intelligenzen in einem Pott gehören. Mit flotter, ufologisch-ideologisierter Schreibe verweist er darauf, dass das Projekt Blaubuch „mehrere hundert Sichtungen“ untersuchte (es waren mehr als 12.000), aber von Anfang an für sich das Vorurteil „Es gibt keine UFOs, weil es keine geben kann oder darf!“ pflegte. Wieder falsch: Mehrere hundert (700 Fälle) blieben unidentifiziert zurück und das von Mohren und UFOlogen gepflegte Vorurteil der US-Luftwaffe und anderen Einrichtungen gegenüber sollte hier nur auf dem ideologisch-festgefahrenen Rasen gedüngt werden. Den apostrophierten Satz kann selbst der informierteste Pro-gestimmte UFOlogie nirgends in US-Air Force-Unterlagen nachweisen, während ganz im Gegenteil fortlaufend als UFO-Eingeständnis die „Estimate of Situation“ von 1948 vorgeführt wird und damit selbst schon die Mohren-Behauptung sich selbst erledigt hat. Wie auch immer, Mohren ‚übersah‘, dass der Vorfall über die Freedom of Information-Act (FOIA) gezielt, durch UFO-Forscher der Ground Saucer Watch (GSW) nachgefragt, und bewußt von den Behörden freigegeben wurde. Bereits am 20. Januar 1979 hatte so z.B. die Abendpost aus Frankfurt/a.Main die fette Schlagzeile „Pentagon facht die Diskussion an: ‚UFOs flogen über Atom-Waffenlager'“ gesetzt während die BILD am 15. Mai 1979 titelte „Geheimbericht des CIA: UFOs spionierten Waffenbunker aus“. 

Sicher, es waren 1975 nächtlich über strategisch wichtigen Basen für Nuklearraketen und mit A-Waffen bestückten Bombern in den US-Bundestaaten Montana (Malmstrom AFB), Michigan (Wurthsmith AFB) und Maine (Loring AFB) zwei Wochen lang UFOs gesehen worden und sorgten freilich für Aufregung. Doch die Vorfälle waren „nicht weiter verfolgt worden“ weil die USAF seit dem 1969 abgeschlossenen Projekt Blaubuch die Untersuchung von UFOs eingestellt hatte und es keine weitere Bedrohung durch sie gab. Zudem wurde festgestellt, dass der Bericht zu den Vorfällen aus dem Pentagon (US-Verteidigungs-Ministerium) und nicht der CIA kam. Die GSW hatte in jener Ära mittels der FOIA bei vielen Behörden Anträge zur Freigabe von UFO-Unterlagen gestellt, so auch beim CIA. Dies ließ aber UFOlogen nicht davon ab zu behaupteten: „Die CIA weiß alles über UFOs.“ So war es auch bei Rechtsanwalt Henry Rothblatt gewesen, der für die Citizen Against UFO Secrecy (CAUS) das Material ‚erstritt‘ (nachdem die GSW diese Aufgabe der Prozesse zur „Herausgabe von brisantem UFO-Material“ ihr weiterdelegiert hatte) und vorher dafür einen mächtigen Pressewirbel erzeugte als er erklärte: „Ich besitze unwiderlegbare Beweise dafür, dass die CIA unzählige wichtige Dokumente über UFOs zurückhält.“ In der International Herald Tribune vom 20. Januar 1979 brachten Ward Sinclair und Art Harris hierzu einen Hintergrundbericht, worin extra betont wurde, dass diese Story von der USAF im Pentagon kam während die CAUS & GSW gleichsam über 900 Seiten vom Auslandsgeheimdienst CIA erhielt, dieses Material erhielten wir kurz darauf ebenfalls – aber darin ist naturgemäß von dieser Affäre nichts enthalten. Die beiden Reporter vom Tribune fragten dennoch beim CIA nach, der aber erklärte, seit 1953 nicht mehr aktiv im UFO-Business (Robertson-Forum) zu sein, auch wenn man dort immer noch „passiver Empfänger von UFO-Meldungen ist, aber das Material nicht weiter analysiert wird“. Es wird der Fall vom 7. November 1975 an der Malstrom AFB ausgeführt, als Captain Thomas O’Brien seinen Dienst als Raketen-Start-Offizier beendet hatte bemerkte er beim Verlassen seiner Anlage ein Objekt mit deutlichem Rotorengeräusch und weißen sowie roten Lichtern. In der Dunkelheit konnte er aber nichts weiter erkennen. Nach einer Minute flog das Objekt dann fort. Bereits am 30.und 31. Oktober war ein „unidentifizierter Helikopter“ über der Basis geflogen, der keineswegs gemeldet war und identifiziert werden konnte. Vergessen wird auch schnell, dass der Begriff UFO für „unidentifiziertes Flug-Objekt“ in der Fliegersprache steht und nicht außerirdisches Raumfahrtgerät damit gemeint ist. 

Jedes nicht-gemeldete und unauthorisiert einen Luftraum durchkreuzende irdische Flugzeug (oder Hubschrauber) wird somit bereits und zurecht als U.F.O. tituliert. Interessanter Weise merkte auch Mohren in einem Nebensatz an: „Von dem Wachpersonal und den Radarspezialisten wurden die Objekte im Aussehen wie Hubschrauber bezeichnet… Es ist schon komisch.“ Doch dies ist nur die halbe Wahrheit: Wie die Tribune berichtete, sahen die Objekte nicht nur aus wie Hubschrauber, sondern sie gaben auch deren Geräusche von sich! Es war nur unklar, woher diese Helikopter kommen und was sie genau an Ort suchten. So gesehen waren sie tatsächlich unidentifizierte fliegende Objekte. Aber für Mohren waren es natürlich keine Hubschrauber, weswegen man natürlich auch wissen muß, dass der Schreiber einer Generation entspringt, in welcher August Wörner aus der Eifel hierzulande gewaltig die PR-Maschine für sich laufen ließ und das Schlagwort „[außerirdische Raumschiff-]UFOs tarnen sich als Flugzeuge!“ ausgab. dass die Geheimdienste sich für unerlaubte, irdische Eindringlinge über amerikanischen Hochsicherheitszonen naturgemäß interessierte und deswegen auch entsprechende mit UFO deklarierte Berichte auswertete sollte einem nicht verwundern, schließlich ist ein Geheimdienst nichts weitere als eine Sicherheitsbehörde. Dennoch wird in der Denkart von Mohren auch heute noch aus UFO-Kreisen über die Ereignisse von 1975 sensationalisiert berichtet. Diese unqualifizierten Flops mit all ihren Übertreibungen im Boulevardblatt-Stil hätte es gar nicht gebraucht, wenn die jeweiligen Autoren informiert gewesen wären und sich nicht ihren Träumereien und „James Bond“-Phantasien hingegeben hätten. Die nachfolgenden Zeilen machen es klar, da wir uns auf „ufologische Grundlagen-Literatur“ beziehen, die eigentlich zum Standard gehören sollte. Beim amerikanischen National Investigation Committee on Aerial Phenomena (NICAP) hatte es nämlich eine gerade revolutionäre Sitzung gegeben, über die alsbald auch in einer Sonderpublikation die ufologische Öffentlichkeit unterrichtet wurde. Geheime Spionageflüge über deutschen Kasernen nannte sich ein Artikel von H.G.Tolmein in der BILD-am-Sonntag vom 4. September 1983, der uns mehr Erhellung zu obiger Affäre gibt: Im Bundesverteidigungsministerium in Bonn und beim Militärischen Abschirmdienst (MAD) arbeiten Spezialisten mit Hochdruck an der Aufdeckung einer offenbar großangelegten Spionage-Aktion aus der Luft. BILD am SONNTAG erfuhr jetzt zuverlässig in Bonn: Im Juli und August spähten unbekannte Hubschrauber-Besatzungen Bundeswehrkasernen und Flugabwehr-Raketenstellungen, vor allem aber wichtige Fernmeldeteanlagen aus. 

Die geheimnisvollen Helikopter gingen stets nach der gleichen Methode vor: Die Kennzeichen waren mit Klebeband unkenntlich gemacht, in den meisten Fällen war eine Tür ausgehängt. Durch die Öffnung filmte und fotografierte ein Mann nach unten. BILD am SONNTAG sind Einzelheiten von mehreren dieser Spähflüge bekannt, bei denen aus unidentifizierten Hubschraubern und Sportflugzeugen militärische Anlagen gefilmt wurden. Beispiele: l Über der Thorsberg-Kaseerne im schleswig-holsteinischen Süderbrarup. l Über einer Raketenstellung in Talk (Schleswig-Holstein). l Dreimal über der Funk-Kaserne in Euskirchen. l Über der Rommel-Kaserne im grenznahen Osterode/Harz l und über den Antennen des Wehrbereichskommanod IV in Mainz. l Aus einem Hubschrauber mit weiß verdeckten Kennbuchstaben wurde außerdem eine Richtfunkstelle bei Illmensee, nahe dem schwäbischen Fullendorf, und aus einem anderen eine ebensolche Richtfunkstelle in Tussenhausen/Bayern aufgenommen. Die auffällige Konzentration der Himmels-Spionage auf Fernmelde-Knotenstellen deutet nach Meinung der von BamS befragten Abwehr-Experten darauf hin, dass für den „Tag X“ ihre schlagartige Zerstörung geplant ist. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums zu BILD am SONNTAG: „Inzwischen ist uns aber die Identifizierung einer größeren Zahl der geheimnisvollen Hubschrauber gelungen. Weitere Ermittlungen sind im Gang.“ Dialog über die Regierungs-Vertuschung Die Frage zur Regierungs-Verschwörung ist ein dominantes Thema der UFO-Literatur. Die Verschwörungen haben alle eine seltsame Schleife in ihrer Konstruktion: Jeder Beweis gegen sie funktioniert gleichzeitig als Beweis für sie, wenn man die Dinge so sehen will. Jenseits der offiziellen Regierungs-Verlautbarungen sehen viele UFO-Gruppen noch den Schatten einer heimlichen Aktivität die ob verborgen entdeckter Beweise durch Regierungs-Untersuchungen durchgeführt wird. Fokus dieser geheimen Regierungsaktivitäten sollen abgestürzte Fliegende Untertassen sein. Um sich einmal dieser Frage zu nähern, berief NICAP-Führungsmitglied Stuart Nixon am 7. März 1973 eine Sitzung mit zwei NICAP-Mitgliedern in Washington, D.C. ein, die aufgrund ihrer beruflichen Hintergründe, hierzu etwas beizusteuern wissen: Harold H. Cooper, der 19 Jahre beim CIA als Assistent des Deputy Director for Intelligence diente, und John O. Coyle, der zu jenem Zeitpunkt noch als Forschungs-Spezialist der Marine im Office of the Chief of Naval Operations arbeitete und vorher dem Marine-Gegenstück zu RAND, beim Center for Naval Analysis, diente. 

In diesem Gespräch, welches in der April-Juni 1973-Ausgabe der NICAP-Spezial-Veröffentlichung UFO Quarterly Review erschien, kamen einige interessante Fakten zur Oberfläche. Cooper berichtete so, dass der CIA schon ein Jahr vor dem sowjetischen SPUTNIK-Start den Nationalen Sicherheits-Rat (NSC) darauf aufmerksam machte, dass das Ding wohl bald hochgehen würde – doch keiner der Männer unter Eisenhower interessierte sich sonderlich dafür und sie dachten wohl, dass dies eine Science-Fiction-Idee der CIA sei. Als der SPUTNIK dann oben war, war es plötzlich die wichtigste Sache der Welt und ein Schock gewesen. So soll es auch mit anderen Dingen gewesen sein – sobald sich die Mächtigen etwas nicht vorstellen konnten, konnte man ihnen Briefings geben wie man wollte, aber sie hörten nicht hin. Man gab dann eine Erklärung heraus, wonach die US-Regierung angeblich vom SPUTNIK nicht überrascht gewesen sei – gut, das ist wahr, soweit es Allen Dulles betraff, aber ansonsten war die Regierung vom SPUTNIK nicht nur überrascht, sondern sie war deswegen sogar platt. Coyle wies darauf hin, das nach dem SPUTNIK-Schock plötzlich alle in der Regierung einen eigenen Satelliten oben haben wollten. In diesem Durcheinander gab es viele Entwicklungen, die eigentlich von der Regierung nicht authorisiert waren. Coyle wußte so von Leuten bei der Naval Ordnance Test Station, Kalifornien, die sofort eigene Ideen entwickelten und sich dran machten, einen Satelliten-Träger zu bauen, den sie auch ohne Regierungs-Wissen hochgeschoßen hätten, wenn die Sache geglückt wäre – alles nur aus verletztem Nationalstolz heraus. Coyle: „Die amerikanische Regierung wäre von einem eigenen Satelliten überrascht worden. Das einzige Problem war, das sie es nicht hinbrachten.“ – „Und solche Dinge geschehen immer wieder einmal, sobald Washington weit weg ist und man keine Regierungs-Gelder dafür extra beantragen muß“, fügte Cooper an. Ja, selbst das erfolgreiche Luft-Luft-System der Sidewinder-Rakete war ohne jegliche Authorisierung entstanden, als Ingenieure dabei waren, Waffen-Systeme zu analysieren und dabei die besten Einzelfaktoren zusammenwürfelten und aus vorhandenen Mitteln einfach das best-mögliche Waffen-Objekt entwickelten – die Sidewinder entstand so unter relativ simplen Umständen, weitab aller Bürokratie und ihren Hinternissen. Hinsichtlich UFOs kommentierte Cooper, als UFOloge und als NICAP-Mitglied, warum man UFOs in der Regierung nicht so ernst nimmt wie es die privaten UFO-Forschern tun, so: „Warum sollte die Regierung sich selbst für etwas interessieren, was soweit kein faktisches Thema für sie ist? Warum sollte sie daran interessiert sein? Niemand läuft deswegen dort Amok, niemanden Gesundheit ist durch die UFOs betroffen. Die Sache ist völlig eine Sache des intellektuellen Interesses und tatsächlich werden solche Randgebiete auch schon immer von einzelnen Leuten auf eigene Rechnung angegangen.“ Coyle stimmt dem in gewißer Weise zu, da er das UFO-Thema nur dann für die Regierung von Bedeutung sieht, wenn es um Sicherheitsbelange geht, die weitaus größere Fragen mit sich bringen. Fest steht doch, dass die Regierung keine Bedrohung durch das Phänomen sieht, bestenfalls in der gelegentlich deswegen ausbrechenden Hysterie. 

Coyle weiter: „Zudem, denken Sie daran, ist die Sache mit Schwindeln und Fehldarstellungen so belastet, weshalb ein Durcheinander entstand, was kaum noch zu durchschauen ist, daran will sich niemand die Finger verbrennen, wenn er sich offiziell damit beschäftigt – privat ist das schon eine andere Sache.“ In diesem Sinne war er schon erstaunt, das es Blue Book gab, „aber es gibt ja auch noch andere Büros in der Regierung die uneffektiv sind und in die man bestimmte Personen abschiebt. Wissen Sie, Blue Book bestand aus zwei Zimmern, ein paar Offizieren und einer Schreibkraft – Aktenverwalter eigentlich. Gab es nicht eine große Fluktuation dort? Sehen Sie, daran kann man schon die Bedeutung eines solchen Büros ermessen.“ Stuart Nixon faßte aber gleich nach und fragte, ob dies nicht ein Hinweis sei, dass die „wirkliche“ UFO-Forschung wo anders lief. Coyle konnte sich dies nicht vorstellen, dies hätte zu einer Konfusion in der Regierungs-Maschine geführt, da allen Aussagen und internen Anordnungen sowie Befehlsausgaben nach, Blue Book schlußendlich Ansprechpartner in UFO-Fragen war. Trotz aller Bürokratie herrscht dennoch dort „eine pragmatische Logik“ vor. Dazu gehöre auch, so Cooper, dass die Bürokratie auch genau wisse, wer was zu tun habe. Als einmal in den 50ern der Marine-Minister über dem Pazifik bei hellem Tageslicht ein UFO wahrnahm, wollte er mit seinem Stab der Sache später in Washington nachgehen, aber der Fall drang trotz der ewigen Zwistigkeiten zwischen Marine und Luftwaffe nach außen und wurde der USAF bekannt, die schnell die Marine ausschalten konnte und die Sache, wegen ihrer verbrieften Zuständigkeit, übernahm. Coyle hat seine Probleme mit einem jahrzehntelangen UFO-Geheimprojekt jenseits von Blue Book: „Immer wieder gab es dort Leute, die wissen wollten, was lief und die sich umhörten. Wären sie auf etwas gestoßen, sei es auch aus Zufall, irgendwann wäre dies durchgesickert. Und solche Pannen wären zwangsläufig aufgekommen. Allein schon bei den Fall-Untersuchungen müßten sich diese Leute aus dem offiziellen und dem inoffiziellen laufend über die Füße gelaufen sein, da es aufgrund der Fülle von Untersuchungen es unmöglich ist, nicht überlappend zu wirken. Auch ist bei den Zeugen-Darstellungen so gut wie nie davon berichtet worden, dass diese durch zwei verschiedene UFO-Projekte der Regierung interviewt wurden, noch hat jemals ein Reporter oder NICAP etwas davon ernsthaft in Erfahrung bringen gekonnt. Außerdem macht ein vorgeschobenes Projekt wie Blue Book keinen Sinn bei so kontroversen Themen; will man im Hintergrund ein Geheimprojekt verbergen, welches sich mit den selben Inhalten beschäftigt, läuft man schnell Gefahr, selbst aufgespürt zu werden. Dann hätte man es gleich völlig geheim durchgezogen“, was natürlich bei einem heftig und intensiv öffentlich diskutierten Thema nicht geht. Das schönste Geheimnis ist keines, wenn es im Kino läuft und fortlaufend in den Schlagzeilen ist. Nixon brachte das ufologische Argument ein, wonach es ein Geheim-Projekt geben mag, das so geheim ist, das selbst Schlüßelfiguren der Regierung, des Militärs und der Geheimdienste nichts davon wissen. Cooper: „Das kaufe ich niemanden ab! Sicher, die Regierung tut zu Kriegszeiten Dinge im geheimen, aber irgendwann kommen diese auch heraus. Nehmen wir damals die A-Bombe, da waren Tausende daran beteiligt und ich wurde damals durch eine mitwirkende Person davon inoffiziell unterrichtet – Sie können sich die Überraschung bei uns vorstellen, obwohl es unser Geschäft war, Geheimnisse zu knacken oder auch solche zu wahren.“ 

Coyle bestätigte: „Wir wußten fast alles, was in Alamogordo lief und wurden erst durch ein nebenbei eingestreutes Wort einer unserer nahestehenden Physiker darauf aufmerksam, was wirklich Sache war.“ Cooper weiter: „Ja, solche Sache passieren eben. So geschah es einmal, das ich mit einem Taxi vor ein besonderes Marine-Gebäude gefahren wurde und mir der Fahrer sagte ‚Ach, da werden ja die japanischen Kodes geknackt!‘ Ich war zur Salzsäule erstarrt, weil dies eines unserer großen Geheimnisse war, so geheim, das es die Taxifahrer schon längst kannten! Natürlich, der Mann hatte recht gehabt und wir haben es noch Jahre lang verdeckt gehalten, obwohl es bereits schon Taxifahrern bekannt war.“ Dies weist nach, das man machen kann, was man will, irgendwie kommt alles raus, je mehr Leute daran beteiligt sind und je mehr sie via Zufall dem Geheimnis zugeordnet werden, je schneller geht es. Coyle: „Es ist Wunschdenken, wenn man davon ausgeht, dass die Regierung so effizient sei, um einen großen Personalstab für immer und ewig kontrollieren zu können. Wie oft kommt es vor, das Regierungs-Pensionäre nach einem Umzug nicht mehr gefunden werden und sie sich erst selbst melden, wenn sie merken, sie sind aus den Augen der Verwaltung geraten? Gut, 90 Prozent der Beteiligten an einem Geheim-Projekt werden vielleicht vorsichtig sein, sich nicht versprechen und sogar völlig schweigen, aber bei 10 Prozent wird dies nicht zutreffen.“ Für Cooper steht fest, dass die UFOs zu den „nicht-existierenden“ Dingen der Regierung gehören. Und dies gälte solange, bis man endlich ein Stück von einer solchen Maschine herbeibringe, erst dann würde es eine organisierte Untersuchung auf Regierungs-Ebene geben. Und für Coyle ist es soweit nicht vorstellbar, das es bereits physikalische Beweise irgendeiner Art in Regierungshänden gibt, da dies zweifelsohne eine großes und deutliches Interesse im Apparat hervorrufen würde und sich sogar in die wissenschaftliche Gemeinde draußen durchschlagen würde: „Es ist undenkbar, dass man solches Material von der Wissenschaft fernhält und diese sicherlich jenseits von Loyalität und politischen Interessen handeln wird. Ehrlich gesagt, ich glaube, dass das ganze Gesumme um Geheimprojekte auf diesem Gebiet Zeitverschwendung und Energie-Vergeudung ist. Einmal sagte mir ein General: ‚Die Welt ist voller Dinge, die wir nicht erklären können. Was läßt Dich denken, das Du es kannst?‘ Vielleicht hat er recht gehabt.“ Und auch Coyle kommen schließlich weitere Bedenken, wenn er daran denkt, dass gerade die höchsten „Affen“ am meisten im Blickpunkt stehen und somit gar keine Gelegenheit für eine Solo-Nummer zur geheimen UFO-Untersuchung hätte und somit auf untergeordnete Ränge angewiesen wären, die diese Forschungen bzw Ermittlungen für sie tätigten: „Ein Mann kann etwas bis in Grab für sich behalten, vielleicht auch zwei Männer, aber kaum wenn mehr beteiligt sind. Es wäre aus konservativer Sicht schön, wenn die Regierung ein Geheimnis für sich behalten könne, aber das ist Wunschdenken. Und die Sachen die geheim geblieben sind, sind wieder solche Dinge, die keinen interessieren…“ – Cooper: „Ja, es gab während des Kriegs einen nachrichtendienstlichen Erfolg, von dem etwa 10.000 Leute wußten, fünf oder sechs boten das Geheimnis bereits 1958 der Presse an, aber da die Sache eine solche Minorität war und vom Thema her sowieso keinen Hund hinter den Ofen vorlockte, ist es bis heute ein Geheimnis geblieben. Ob das bei einem UFO-Geheimnis genauso wäre, zweifle ich stark an.“ Auch John Keel, der für die November 1977-Ausgabe der Zeitschrift UFO-Report interviewt wurde, erklärte hinsichtlich aller Cover-Up-Gerüchte betreffs einer geborgenen Fliegenden Untertasse oder sonstiger Alien-Hardware, dass er niemals von der US-Regierungen bei seinen UFO-Recherchen Schwierigkeiten gemacht bekam. Im Gegenteil, er erfuhr oftmals völlige Kooperation. 

„Sie wissen ja, man hört soviel über die Regierungs-Vertuschung und all solchen Dingen. Ich hatte nie diesen Eindruck gewonnen. Ich ging immer wieder mal zur Luftwaffe oder ins Pentagon und fragte dort in Sachen UFOs nach diesem oder jenem. Ich konnte sogar geheime Radaranlagen besuchen und erfuhr viele Hintergründe zu UFO-Fällen. Wissen Sie, ich habe selbst vor Jahren einmal in der Regierung gearbeitet und weiß wie es dort läuft. Ich kann mir nicht vorstellen, das es irgendeine Verschwörung über 20 oder 30 Jahren hinweg von irgendetwas geben kann. Vielleicht für vier oder fünf Jahre, soetwas kann es schon mal geben und gab es auch, aber dann beginnen die Leute zu reden. Leute die aus den Dienst scheiden schreiben Bücher, wir alle kennen das und das damit verbundene Gejammer z.B. beim CIA, gerade dort kann man offenbar vieles über Jahre nicht wasserdicht halten. Sehen Sie sich den Fall Nixon um Watergate* an, der hat versucht den Deckel drauf zu halten, aber es klappte doch nicht und die Vergangenheit holte ihn unerbittlich ein. Und ein Ding wie ausserirdische Raumschiffe, also eine Sache von einer derartigen Größenordnung – nein, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass man dies so lange geheimhalten könnte.“ *= Das wichtigste Ereignis der Jahre 1972/73 war jenes, das die Amerikaner lehrte, ihrer eigenen Regierung zu misstrauen. Bereits in den Jahren zuvor hatte es massive Studentenunruhen und Demonstrationen gegeben, die hauptsächlich gegen den Vietnam-Krieg gerichtet waren. Der Durchschnittsbürger aber lebte nach wie vor mit der Überzeugung, dass er den Worten der Regierung trauen konnte. Doch dann versuchten am 17. Juni 1972 Einbrecher, im Hauptquartier des demokratischen Kandidaten im Watergate-Apartmentkomplex in Washington Abhörgeräte zu installieren. Amerika trug den Kopf sehr hoch. Richard Nixon hatte Anfang 1972 als erster US-Präsident die Volksrepublik China besucht und mit dem Parteivorsitzenden Mao Tse-tung „ernste und offene“ gespräche geführt. Einige Monate später war er auf Staatsbesuch in der UdSSR. Breschnew reiste im Folgejahr nach Washington. Zum Jahreswechsel 1972/73 endete das amerikanische Engagment im Vietnam-Krieg; Nixon konnte die Lorbeeren für das im Januar 1973 in Paris unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen für sich beanspruchen. Ende März verließen die letzte US-Truppen Vietnam. Aber während die Amerikaner sich und ihren Präsidenten dazu beglückwünschten, dass sie die einzige wirkliche Supermacht waren – noch dazu eine, die der ganzen Welt Frieden brachte -, mußte sich Nixon buchstäblich Tag für Tag gegen die Medien seines Landes verteidigen, die ihn wegen seiner indirekten beteiligung an dem Einbruch in den Watergate-Komplex löcherten. Im Mai 1973 begannen die Anhörungen des Senats zu diesem Thema. Im November wanderten die Täter ins Gefängnis, und im August 1974 mußte Nixon selbst in Schmach und Schande zurücktreten. Gegen Ende 1973 hatte Gerald Ford den Posten des Vizepräsidenten übernommen, nachdem sein Vorgänger Spiro Agnew wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden war. 1973 verkehrte sich der Wirtschaftsboom in sein Gegenteil. Die Nahost-Krise begann am 6. Oktober mit dem gemeinsamen Überfall Ägyptens und Syriens auf Israel, das gerade das Yom Kippur-Fest feierte. 

Nur elf Tage später stiegen die Ölpreise weltweit um siebzig Prozent. Die Medien und das gesellschaftliche Umfeld erzeugten das gesellschaftliche Umfeld, in der UFO-Meldungen akzeptabel, um nicht so sagen gang und gäbe wurden. Die Zeitung zu lesen war in den Tagen von Watergate und zur Zeit des Nahost-Konflikts eine ziemlich deprimierende Angelegenheit; die Medien hatten also Grund genug, unterhaltsame Schon kost zur Ablenkung mit ein paar neuen, ungewöhnlichen und unterhaltende Stories zu bringen. Angesichts der Flut von Berichten aus Saylor´s Lake über Lichter am Himmel (die ganze Story lesen Sie bitte in Paris Flammonde´s TB „UFOs – Es gibt sie wirklich“, Heyne, 1978, nach) entschieden sie sich für UFOs und schufen ein Klima, in dem auch andere Geschichten dieser Natur hochkommen konnten. Infolgedessen kam es zu einem Wiederaufleben der niederliegenden UFOlogie nach dem Condon-Report und dem Ausstieg der USAF aus dem Thema. Im selben Jahr erschien Victor Marchettis Buch „The CIA and the Cult of Intelligence“, das äußerst dubiose und häufig illegale Machenschaften des Geheimdienstes offenlegte. Die Amerikaner hatten also in diesen beiden Jahren Grund genug zu der Annahme, dass ihre Regierung sie belog, betrog und verriet. Es war J.A. Hynek, der bei einem Vortrag in London 1973 die Verbindung knüpfte: „Wenn unsere Regierung Watergate deckt, dann ist ihr Umgang mit dem Thema UFOs nichts anderes als ein kosmisches Watergate.“ Daher also auch das später von Stan Friedman immer wieder aufgebrachte Wort vom „Kosmischen Watergate“! Aus all diesen Gründen standen die USA 1973 sozusagen unter Schock. Das Land sah sich gezwungen, mit Korruptionsskandalen auf höchster Ebene fertig zu werden, es war enttäuscht vom Scheitern des Apollo-Raumfahrtprogramms, weil dieses den großen Traum Präsident Kennedys nicht erfüllt hatte, und es suchte nach etwas – nach einem Sinn, nach einem Feind gar, gegen den es das eigene Volk vereinen konnte, ohne die Schrecken und Unannehmlichkeiten eines realen Krieges und tatsächlichen Blutvergießens hinnehmen zu müssen. Es suchte nach einer Kraft, die größer war als die korrupten und niederträchtigen menschlichen Instinkte. Es suchte nach einem neuen Glauben, der sich als fester erweisen würde als der zerschlissene alte. In dieser Suche manifestierte sich etwas, was die leitenden Stellen ohnehin schon wußten: dass ein Volk ein Ziel braucht, das die Menschen eint und sie davor bewahrt, sich in sich selbst zurückzuziehen. 

Der Harvard-Politologe und spätere Außenminister Henry A. Kissinger bemerkte in seinem Buch „Kernwaffen und Auswärtige Politik“, dass das Überleben Amerikas „nicht nur von unserer Stärke abhängt, sondern auch von unserem Vermögen, Aggression in all ihren Formen zu erkenen (und zu bekämpfen)“. Und bereits 1959 hatte der Kolumnist Walter Lippmann geschrieben: „Die eigentliche Schwäche unserer Gesellschaft besteht darin, dass sie gegenwärtig kein großes, einendes Ziel hat, auf das sie in gemeinsamer Anstrengung hinarbeiten könnte.“ Als ob es noch weiterer Mittel bedurft hätte, um die UFOlogie wieder Auftrieb zu verschaffen, setzte das amerikanische Boulevardblatt National Enquirer einen jährlichen, mit fünftausend Dollar dotierten Preis für die UFO-Geschichte aus, „die den wissenschaftlich brauchbarsten Beweis“ lieferte. Ohne Frage waren diese Auszeichnungen gut für die Auflagenstärke des Blattes, doch für Meldungen von UFOs kann eine derartige Initiative nur negative Folgen zeitigen. Zu groß war die Versuchung, wirkliche Geschichte mit ein paar „Extras“ aufzubauschen, um in den Genuß der Prämie zu bekommen. Und ob preisgekrönt oder nicht – es war unvermeidlich, dass einige dieser erfundenen Geschichten Eingang in die UFO-Literatur fanden. Nun schien die Bühne bunter ausgeleuchtet, die Schminke ein bißchen dicker aufgetragen zu sein, es wurde ein Jahrzehnt der Veränderungen Wie auch immer, all dies zusammengenommen führte zu dem Resultat, dass die UFOs 1973 wieder mächtig ins Rampenlicht gerieten – das Jahrzehnt kam für die UFOlogie einer Achterbahnfahrt gleich, und es endete entsprechend in der Ära der Verschwörungen, der ansetzenden Popularität von Entführungen und gab auch in der Schweiz Billy Meier seine Chance um das Kontaktlertum ‚zurückzurufen‘ und das „ufologische Absurdistan“ nochmals zu vitalisieren. 

Bereits Ende 1981 berichteten wir unter dem Titel „Blick ins CIA-Archiv“ in der damals noch erscheinenden PEGAP Info von Roland Horn exklusiv für Deutschland und stellten hier erstmals auch Originaldokumente einem breiter angesetzten Publikum zur Einsicht vor. Wir bedeuteten auch, dass der Nachrichtendienst CIA sich hauptsächlich auf das „sammeln und analysieren von Nachrichten“ spezialisierte, um dabei die vorgebliche Wahrheit aus einer Vielzahl von zunächst vielleicht nebensächlich erscheinenden Informationen abzuleiten. Die tiefgreifende Verschwiegenheit des Dienstes hat Gründe, die wir damals bereits ausführten: „Man weiß nie, was dem Gegener nützen könnte; wenn man etwa zugibt, reizt man die andere Seite, weiter nachzuforschen. Im geheimen getroffene politische Maßnahmen führen, wenn sie aufgedeckt werden, in den meisten Fällen zu Peinlichkeiten“, die man dem obersten Dienstherrn, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, nicht angedeihen lassen will. Wir führten die Arbeitsweise grob umrißen auf und wiesen darauf hin, dass der CIA täglich einen Tagesbericht dem Präsidenten anhand der angelaufenen Informationen, weitgehendst stammen sie aus den Medien der Welt, vorzulegen hat. (Weitere Ausführungen zur Tätigkeit der CIA lesen Sie bitte in Thomas Powers umfangreichen Buch CIA: Die Geschichte – Die Methoden – Die Komplotte nach, welches damals beim Verlag Hoffmann und Campe erschienen war.) Wichtig für unsere Aufarbeitung und unser Verständnis ist festzustellen, dass die allermeisten Unterlagen, die die UFO-Forschung aus dem CIA-Archiv via der Freedom of Information Act erhalten konnte, tatsächlich nur Übersetzungen von Zeitungs- und Zeitschriftenartikel bzw Mitschriften von Radiosendungen zum Thema UFO, meist Sichtungsberichte irgendwo entlang des Eisernen Vorhangs, sind und mit „ohne Bewertung“ klassifiziert wurden. Man nahm die Berichte entgegen, legte sie ab und – basta. Tatsächlich findet man auch sehr selten Berichte, in denen Nachrichtendienstleute den gemeldeten Erscheinungen zumindest ansatzweise nachgingen, indem sie die Zeugen nochmals interviewten. 

Hierzu ein Muster: UFO auf See Bericht Nr.00-B-19864, Datum des Eingangs war der 18. August 1950. Es vergingen also zwei Wochen, bis der Bericht im CIA aufgenommen, niedergeschrieben, registriert und schließlich abgelegt wurde. Derartige lange Zeitdauern für vorgeblich „hoch-brisantes“ UFO-Material sind durchaus üblich gewesen, was ja nicht gerade ein Licht auf die Bedeutsamkeit und angebliche Dringlichkeit der UFO-Bearbeitung bei den Leuten der Firma in Langley aufweist, wenn man jeden Morgen einen topaktuellen Lagebericht über die wirklich wichtigen Ereignisse auf dem Globus dem amerikanischen Präsidenten vorzulegen hat! Der jetzt abzuhandelnte Bericht umfaßt zwei Seiten und wurde bereits am 4. August 1950 abgefaßt, sein Thema: ein ‚unidentifiziertes Luft-Objekt‘. Auch dieser Bericht ist trotz späterem Gespräch mit den Hauptzeuge ‚ohne Bewertung‘ geblieben, also ohne Folgerung, was allein schon darauf hinweist, dass der Dienst gar kein besonderes Nachforschungs- und Recherchen-Interesse ob des dahinterstehenden Auslösers hatte. Die Darstellung erfolgt durch die drei Zeugen des Geschehens: „1.) Am 4. August 1950 zog um 10 h mein Schiff gegen 245°, die See war ruhig und das Wetter klar, die Sichtweite betrug 14 Meilen, das Barometer zeigte 30.03 an, wir waren von Walton/Nova Scotia zu einem Ostküsten-Hafen unterwegs. Ich war im Kartenraum der Brücke, als der dritte Maat, welcher auf der Brücke den Kompaß überprüfte, aufschrie, weil ein Flugobjekt am Steuerbordbug erschien. Ich stieg sofort auf den Kommandoturm und zu dieser Zeit war das Objekt an der Seite unseres Steuerbord-Lichts. Es bewegte sich auf einer Art Kollisionskurs zu uns und vielleicht 30 Meter über dem Wasser mit einer Geschwindigkeit von ca 40 Kilometern in der Stunde. Vom Kommandoturm aus observierte ich es mit dem Feldstecher für eine Dauer von etwa eineinhalb Minuten, bis es dann am Horizont in nordöstlicher Richtung verschwand. Ich schätze, dass seine näheste Position zu meinem Schiff bei mehr als 300 Meter lag und es war ein einförmiges, zylinderartiges Objekt, soetwas habe ich bisher niemals zuvor gesehen gehabt. Das Objekt war ganz schmal und ich schätze, dass es einen Durchmesser von schätzungsweise 3 Meter hatte. Es besaß auch eine gewiße Tiefe, aber ich war nicht imstande mehr zu erkennen. Das Objekt verursachte keinen Ton und es passierte uns mit beträchtlicher Geschwindigkeit. Es flog nicht gleichmäßig und ich hatte den Eindruck, als habe es eine rotierende Bewegung. Es besaß eine leuchtende Alumiumfarbe und glitzerte im Sonnenlicht. 2.) Ich war auf dem Hauptdeck zur Linken gerade vor der Brücke, als der dritte Maat aufschrie, dass ein Objekt an unserem Steuerbord-Bug sich befindet. Ich schaute zur Steuerbordseite und sah ein Objekt von elliptischer Gestalt, ähnlich einem helben Ei, welches längsseits durchgeschnitten war, es bewegte sich mit großer Geschwindigkeit auf Gegenkurs. Ich rannte sofort zum Heck zur Linken hinüber und mit meinem Feldstecher war ich imstande das Objekt zu beobachten bis es am Horizont verschwand. Von da an, wo ich zuerst alarmiert wurde, bis es außer Sicht verschwand, vergingen 15 Sekunden. Ich glaube, dass es sich mit einer gewaltigen Geschwindigkeit bewegte, vielleicht schneller als 800 Kilometer in der Stunde. Während der Zeit als ich es sah, war cirka 20 Meter über dem Wasser und ich nehme an, dass es etwa 16 Kilometer entfernt war. Ich sah deutlich seinen Schatten auf dem Wasser. Ich sah es zuletzt im Steuerbordviertel und es nahm an Geschwindigkeit zu und stieg an. Es hatte eine elliptische Gestalt und ich konnte es klar in seinen drei Dimensionen sehen. Es wippte in der Luft, verursachte keinen Ton und war von metallisch-weißer Farbe. Die Länge war etwa sechs Mal seine Breite und es war etwa fünf Mal so tief. 

3.) Um 10 h des 4. August 1950 überprüfte ich den Kompaß auf der Brücke, als ich durch ein Bullauge der Brücke ein Flugobjekt am Steuerbord-Bug observierte. Ich rief sofort nach dem Kapitän, welcher im Kartenraum war, und den Chef-Maat, welcher unten auf dem Vordeck sich befand; ich zeigte ihnen was ich beobachtete und wandte mich nach draußen vor die Brücke um. Das Objekt war cirka 70° über dem Horizont, in einer Entfernung von knapp 20 Kilometern. Es kam auf uns zu, dann nahm es einen Kurs von uns weg und zog zum Horizont im Nordosten. Ich sah deutlich seinen Schatten auf dem Wasser. Mein Eindruck von dem Objekt war, dass es elliptisch erschien, nicht ganz unähnlich eines japanischen Rhombus-Kasten-Drachens. Ich habe keine Vorstellung von der Größe, aber die Länge war etwa sechs Mal die der Breite und es war nicht sehr tief, maximal 1,5 Meter. Es verursachte keinen Ton und bewegte sich mit einer sich drehenden oder wippenden Bewegung. Nachdem es am Horizont verschwand, sah ich es nochmals für einige Sekunden erscheinen, wobei es an Geschwindigkeit zugenommen hatte, mehr als es zuvor drauf gehabt hatte. Ich habe keine Vorstellung von dem, was das Objekt war, ich sah noch niemals etwas Vergleichbares zuvor und es war eine der schrecklichsten Erfahrungen die ich jemals machte. Ich bestimmte grob, dass das Objekt sich über 45 Kilometer hinweg in 17 Sekunden bewegte, als ich es unter Beobachtung hatte.“ Dann gab es eine „Anmerkung des Kollektors“: „Der Chief und der dritte Maat wurden am 8.August durch zwei Agenten interviewt. Der Kapitän, welcher zu dieser Zeit nicht anwesend war, wurde am 9.August durch einen der beiden Agenten interviewt. Während der Beschreibung des Vorfalls führten die Chief und der dritte Maat ihr Verhalten während der Sichtung vor und die Dauer der Zeit, von wo aus der Chief das Objekt sah und bis er das Deck erreichte wurde mit 15 Sekunden gestoppt. In Anlehnung an die Höhenwinkel der Beobachtung und die Verwendung einer Karte, sowie unter Berücksichtigung der Observationszeit ist denkbar, dass es sich mit einer sehr hohen Geschwindigkeit irgendwo zwischen 645 bis 800 Stundenkilometer bewegte. Es muß festgestellt werden, dass es da eine große Diskrepanz zwischen der Schätzung der Geschwindigkeit vom Kapitän und den beiden Offizieren gibt, die man nicht erklären kann, da beide Seiten auf ihrer ursprünglichen Erklärung beharren und erklären, dass diese völlig korrekt sind. Alle drei Männer sind völlig von ihrer Observation überzeugt und durch nichts davon abzubringen. Die Agenten erhielten bei ihren Interviews durchaus den Eindruck, dass die Männer etwas ganz besonders, für sie völlig ungewöhnliches gesehen haben und sie sich dies nicht erklären können. Fest steht, dass dies auf keinem Fall irgendein konventionelles Flugzeug war.“ Und damit beließ es die mächtige CIA in Sachen UFOs, ja dieser dokumentierte Bericht von einem „was-auch-immer-es-war“ (bitte nennen Sie es ein U.F.O., wenn Sie wollen) ist schon einer der weitergehenden Darstellungen aus den Geheimdienst-Akten. 

Genauso verblüfft wie die drei Seeleute blieb die Behörde zurück. Was sollte sie, und was sollen wir mit diesem Bericht schon anfangen? Schlüßig ist hierzu keine Folgerung, soweit, möglich – weder in Richtung IFO-Deutung noch Klassifizierung ‚authentic UFO‘, ganz zu schweigen von irgendeiner damit einhergehenden Arbeitshypothese in Anbetracht der Diskrepanzen in den Darstellungen sicherlich überzeugter, aufrichtiger Staatsdiener, die zusammen ein und das selbe Phantom der Lüfte am hellen Tage ausmachten. Der Gordische UFO-Knoten wäre wahrscheinlich nur zu lösen gewesen, wenn praxiserfahrenes ‚UFO-Phänomen-Untersuchungs-Personal‘ der Sache damals schon nachgegangen wäre. So waren zwar CIA-Agenten zur Befragung an Bord des Schiffs erschienen, nahmen den Bericht nochmals auf und stoppten die Zeiten des Vorgangs in einer Nachstellung, um dann am Kartentisch die Situation mathematisch zu bewerten. Kein Wunder, wenn so mancher UFO-Phänomen-Untersucher in Anbetracht solcher Fälle vom „ärgerlichen Rest“ spricht, der seit jeher mit Problemen belastet ist, die allein die darin aufzufindenden Zeugen- und phänomenologischen Widersprüche sich deutlich abheben. Tatsächlich, die Wissenschaft kann mit solchem Datenmaterial nichts anfangen. Wie sagte es schon einmal General Samfort auf seiner Presse-Konferenz zu den UFO-Ereignissen im Sommer 1952 zu Washington, D.C.? „Glaubwürdige Zeugen berichten von unglaublichen Dingen“? Der Mann hat irgendwie recht behalten. CIA zur Herausgabe von UFO-Geheimakten gezwungen/Fan-Gruppe „Untertassen-Bodenwache“ will weiteres Material/US-Luftwaffe war relativ hilflos hieß es bei Reuter aus Washington und am 14. Mai 1979 schrieb so die Frankfurter Rundschau: In den USA geht wieder einmal das UFO-Fieber um. Schuld daran ist eine hartnäckige Gruppe von UFO-Gläubigen, die den Auslandsgeheimdienst CIA zur Herausgabe von bisher geheimen Akten über unbekannte fliegende Objekte (kurz: UFOs) zwangen. Aus den Papieren geht hervor, dass Ende 1975 mehrere Luftstützpunkte und Atomwaffensilos „Besuch“ von Flugobjekten bekamen, die sich allen Identifizierungs- und Verfolgungsversuchen entzogen. Obwohl die UFOs Düsenflugzeuge mehrfach glatt abhängten, werden sie den Akten zufolge – wohl nach der Devise: Was nicht kann sein, das nicht sein darf – von der CIA als „Hubschrauber“ geführt. Die UFO-Gruppe – sie heißt „Ground Saucer Watch“ (etwa: Untertassen-Bodenwache) und hat ihren Sitz im Bundesstaat Arizona – ist trotz ihres Anfangserfolges beim Einklagen von CIA-Akten überzeugt, dass der Geheimdienst nur einen Teil seiner Unterlagen über mögliche Besucher aus dem Weltraum herausgegeben hat und will deshalb erneut vor Gericht ziehen. Das die CIA nicht mit offenen Karten spielt, könnte sich bewahrheiten: Das Verteidigungsministerium (Pentagon) in Washington – ansonsten allzu neugierigen Besuchern von streng geheimen Anlagen gegenüber gar nicht gleichgültig – gab sich entgegen allen Erfahrungen nach außen hin in auffälligem Maße unbesorgt. 

„Wir behandeln diese Vorfälle genauso, als ob wir es mit einem betrunkenen Autofahrer zu tun hätten, der in die Tore eines Stützpunktes gekracht ist“, sagte ein Sprecher des Pentagon. Er fügte hinzu, die Luftwaffe gehe davon aus, dass es sich bei den unbekannten Flugkörpern um „Hubschrauber“ ungeklärter Herkunft gehandelt habe. Gegen die Helikopter-These spricht allerdings einiges: Laut den CIA-Akten entdeckte die Wachmannschaft des Luftwaffenstützpunktes Wurtshmith im Staate Michigan in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober 1975 einen „unbekannten Hubschrauber“, der über den Waffenbunkern schwebte. Ein im Anflug befindliches Tankflugzeug vom Typ KC-135 wurde angewiesen, den Eindringling zu stellen. Der „Hubschrauber“ erwies sich aber als unerwartet schnell: beim Herannahen der Maschine verschwand er blitzschnell vom Schirm des Bordradars der KC-135. Wenig später hatten die Soldaten des Stützpunktes Malmstrom in Montana ihre unheimliche Begegnung der dritten Art: Ein „großes Flugzeug“ schwebte drei bis fünf Meter über dem Raketensilo. Es klang den Angaben zufolge wie ein Hubschrauber, Zwei nahegelegene Silos berichteten, in der gleichen Nacht Lichter über den Verteidigungsanlagen gesehen, aber keine Geräusche gehört zu haben. Gleich mehrere UFOs statteten dem Luftwaffenstützpunkt Loring in Maine einen Besuch ab. Die Objekte waren auf den Radarschirmen und mit bloßem Auge zu sehen. Eine weitere KC-135 nahm die Verfolgung auf, wurde von den UFOs aber ebenfalls abgehängt. Da die unbekannten Objekte in Richtung Kanada verschwanden, wurden dort Abfangjäger in Alarmbereitschaft versetzt. Die eigenartigen Flugobjekte wurden aber nicht mehr gesichtet. Das das Verteidigungsministerium durchaus an dem Phänomen interessiert war, geht deutlich aus den CIA-Akten hervor: So forderte das Pentagon 1976 Einzelheiten über einen Bericht aus Iran an, wonach zwei Jagdbomber vom Typ F-4 „Phantom“ zur Überprüfung eines helleuchtenden Objektes von der Größe eines Verkehrsflugzeugs bei Teheran entsandt wurden. Als die Maschinen sich dem unbekannten Flugkörper näherten, stellten die Piloten Störungen der elektrischen Systeme fest. Als einer der Jagdbomber auf ein kleines Objekt schießen wollte, das sich von dem größeren gelöst hatte, versagte die gesamte Waffentechnik. Zur Entschuldigung der unliebsamen Besuche und der relativen Hilflosigkeit der Luftwaffe führte ein US-Sprecher an, die Sicherheitsvorkehrungen seien in einigen der älteren Stützpunkte in den letzten Jahren gelockert worden. Deshalb sei es vielleicht möglich, ein Flugzeug zu mieten und die Silos in Augenschein zu nehmen, ohne dass Abfangjäger herbeibeordert würden. 

Für die Geschwindigkeit der „Hubschrauber“ hatte auch er keine Erklärung. Nach ihrem Anfangserfolg will „Ground Saucer Watch“ die CIA zur Herausgabe allen Materials über UFO-Sichtungen veranlassen. Ein Gericht machte es dem Geheimdienst zur Auflage, Einsicht in alle UFO-Unterlagen der letzten 30 Jahre zu geben. Das, so glaubt die Gruppe, hat die CIA nicht getan. Vor Gericht wollen die UFO-Fans jetzt die ganze Wahrheit über die Besucher aus dem Weltall einklagen. Das Neue Zeitalter hatte in seiner Nr. 30/1982 eine geifernde Enthüllung parat: DNZ enthüllt: Amerikanischer Geheimdienst unterdrückt UFO-Beweise! Niemand anderes als Michael Hesemann erklärte: „Die CIA weiß alles über UFOs.“ Hier beschrieb er, dass die Gruppe Ground Saucer Watch mittels des 1977 in Kraft getretenen FOIA-Gesetz die CIA-Akten erhalten hatte, er beschrieb es so, als „erklagte“ sie die „Freigabe von bisher geheimen UFO-Akten“. Hier baute er den Lesern eine neue Phantasiewelt auf: Blaubuch habe eine „bewußte Irreführung und Volksverdummung“ (eine große Propagandalüge genannt) betrieben, sodass Blue Book-Berater Hynek „dies nicht mehr mitmachte, kündigte und eine eigene seriöse UFO-Organisation gründete“. Blue Book war sonach eine reine Farce für die Öffentlichkeit, „um gleichermaßen die Wahrheit über die UFO-Phänomene zu vertuschen und von etwas anderem abzulenken. Denn in Wirklichkeit flossen die interessantesten Fälle in ganz andere Kanäle“. Hesemann zitiert William H.Spaulding als GSW-Chef: „Jahrelang wurde der Luftwaffe der Vorwurf gemacht, Beweise zurückzuhalten. Wir nahmen an, dass die Luftwaffe die Schuldige ist. Aber in Wirklichkeit ist die CIA die Dienststelle, die hauptsächlich die Beweise unterdrückt.“ Fertig war das Schwarz-Weiß-Bild, welches auch noch ein von GSW eingesetzter Anwalt unterstrich: Wir haben Beweise, „dass die CIA eine fortlaufende Untersuchung durchführt, die geheimgehalten wird. Die CIA weiß alles über UFOs, ich verfüge über unwiderlegbare Beweise, dass die CIA Tausende wichtige Dokumente über UFOs zurückhält.“ 

Als das Material dann freikam, erklärte Spaulding: „Aufgrund dieser von der CIA gesammelten Beobachtungen sind wir zu dem Schluß gekommen, dass UFOs tatsächlich existieren.“ Allein damit besaß nun GSW und die Untertassen-Welt Beweise für eine Verheimlichung und kategorische Irreführung. In Rage gebracht ließ er durchblicken: „Wir haben sie beim Lügen ertappt!“ Was da so arg heiß gekocht wurde, kann so natürlich nicht gegessen werden. Das ganze Schauerstück auf billigem Agenten-Thriller-Niveau ist nämlich eine satte und maßlose Übertreibung. Bereits in Heft Nr. 2/1980 (also bereits zwei Jahre vor dem DNZ-Artikel!) des gerade neu auf den Markt gekommenen Magazin 2000 (damals noch von John Fisch aus Luxemburg verantwortet) hatte Beat Biffiger Dr. Hynek interviewt. Hynek erklärte hier a.) dass die NASA keine materiellen UFO-Beweise im Sinne von außerirdischen Raumschiffe habe und b.) der CIA zwar Berichte über UFOs besitzt, aber dazu muß man verstehen, „was man eigentlich unter einem UFO versteht. Das U in UFO bedeutet unidentifiziert. In diesem Fall gibt es ja tausende Berichte, die dies beweisen. In diesem Sinne hat die CIA ganz sicher Beweise für die Existenz dieser Flugkörper. Wenn jedoch aufgrund des vorliegenden Materials die Behauptung aufgestellt wird, UFOs wären außerirdische Besucher, so muß ich sagen, dass es zuwenige Beweise gibt.“ Wer die CIA-„Akten“ oder -„Beweise“ kennt, wird zustimmen und wird sich beim Lesen vorigen Absatzes mehrfach vor Brüllen auf die Schenkel geklopft haben nachdem er nun die betont umsichtigen Worte von Hynek las. Wenn „Beweise“ übersetzte Zeitungsartikel sind und wenn durch die Quantität der angesammelten Zeitungsberichte im CIA-Archiv nun „unwiderlegbare Tatsachen“ über UFOs zustandekamen, dann ist man mit Mickey Mouse genauso gut bedient. 

Jeder gute UFO-Forscher hat in seiner privaten UFO-Sammlung u.U. sogar mehr in der Pfanne als der CIA jemals ansammelte. Durchweg sind die Zeitungsmeldungen ohne Bewertung, von einer Fall-Untersuchung kann schon gar keine Rede in diesen Dimensionen sein. Die Studie und analytische Auswertung von Zeitungsberichten ist tatsächlich mit ein großer Job der CIA – und genau den hat sie gemacht, aber ohne praktischen Nutzen muß soetwas verbleiben, wie der Haines-Report schließlich auch zeigte. Nur wer Fall-Untersuchungen und die Aussortierung von Meldungen nach IFO/UFO durchführt, wird weitere Erkenntnisse gewinnen, wie z.B. Blaubuch oder einige Reihe von privat-engagierten UFO-Phänomen-Untersuchern. Die geheimdienstliche Studie von angesammelten Zeitungsberichten kann niemand mit „amerikanischer Geheimdienst unterdrückt UFO-Beweise“ betiteln, der wirklich den Gesamtkontext und den Detailinhalt kennt. Die rein theoretische und praxisferne Studie kann man nicht als Untersuchung im eigentlichen Wortsinne vortragen. Aufgezogen als „UFOgate“ oder „noch schlimmer als Watergate“ kann man zwar ein gutgläubiges, aber uninformiertes Publikum, faszinieren – und doch sind dies alles Papiertiger-Tatzen. Die MUFON-CES- und UFO-Nachrichten-Autoren Helmut Lammer & Oliver Sidla haben in ihrem Stück UFO-Nahbegegnungen (erschien 1996 bei Herbig) obigen Vorfall ebenfalls aufgegriffen (siehe dort ab S. 186). Auch sie wiesen auf den Umstand Hubschrauber so hin: „Obwohl man keine Geräusche vernahm, vermutete man aufgrund der Größe und des Flugverhaltens, dass es sich bei dem Eindringling um einen Hubschrauber unbekannter Herkunft gehandelt hat.“ Ein auf S. 191 von den beiden UFO-Forschern abgedrucktes „Memo for the Record“ vom 18. Januar 1979, übrigens ob des Zwischenfalls als „spektakuläre UFO-Sichtung und UFO-Nahbegegungen“ von Ende 1975 ziemlich spät erst als halbwegs bedeutungsschwanger erfaßt, läßt aber das Geschehen gleich nach Halloween (!) in einem anderen Licht erscheinen, weil hier entscheidende Fakten festgestellt wurden: Ein Militär-Polizist hatte nämlich, im Gegensatz zu den bisherigen ufologischen Darstellungen von der Geräuschlosigkeit des Geschehens, tatsächlich ein „Geräusch wie von einem Hubschrauber über sich“ wahrgenommen und eine Flugzeug-Crew hatte bei der Verfolgung eines dieser angeblich seltsamen Objekte „zwei verschiedene Arten von Stroboskop-Lichtern“ daran aufblitzen sehen. 

1979 wurde der hier behandelte Fall übrigens erst aufgrund einer Anfrage durch das Kongreß-Mitglied Stratton ob eines Artikels in der 10.Dezember 1978-Ausgabe des Parade Magazie vom historischen Büro des SAC als Untersuchungsakte erfaßt. Auch wenn das FBI aufgrund von Nachforschungen „zur gegebenen Zeit keine gemeldeten Helikopter“ im Luftraum festmachte, heißt dies noch lange nicht sofort, dass die wie Hubschrauber klingenden und hubschrauberkonform mit Stroboskoplichter blitzenden Luftkutschen gleich exotische UFOs sein müßen, sondern plausibel als irdische Hubschrauber der ungewöhnlichen Art einzustufen sind. U.F.O. steht, es sei nochmals daran aus gegebenen Anlaß erinnert, für ein unidentifiziertes Flug-Objekt und nicht gleich für die Phantasie-Ausgeburten der unterschiedlichsten Art aus dem Dunstkreis der UFOlogie. Wir dürfen bei unseren Erhebungen nie vergessen, dass der UFO-Begriff ja schließlich aus der Terminologie der Flieger stammt. Darüber hinaus existiert ein Dokument der US Air Force vom 17. November 1975 mit dem Titel „Unauthorized Helicopter Overflight of Loring AFB“ als Reaktion auf Nachrichtenmedien-Anfragen. Das Ereignis selbst war in der Nacht des 29. Oktober 1975 geschehen. Das Caribou Police Department hatte der Presse gegenüber erklärt, man sei gegen 1 h an diesem Morgen von der Loring Security Police alarmiert worden, weil ein nicht-gemeldeter Hubschrauber über den Silos ausgemacht worden war und man deswegen bei der Polizei nachfragte, ob man darüber etwas wisse. Janet Cooperstein von der AP in Ft. Fairfield rief daraufhin Major Quimby von Lorin AFB an und bekam die Tatsache bestätigt, das ein „unauthorisierter Hubschrauber-Überflug“ über den A-Waffen-Silos stattgefunden hatte. Die Maschine wurde vom Boden aus gesehen und mittels Radar regitriert. Um das ideologische Problem aufzuzeigen, greifen wir auf eine Meldung der BZ vom 30. Juli 1996 zurück: „UFO-Alarm bei Berlin! Polizei-Großeinsatz um Mitternacht! Was war das? Hubschrauber? Drogenkuriere? Waffenschmuggler? Mädchenhändler?“ Erst ein geheimnisvolles Geräusch, das die Luft zerschnitt, dann ein dunkler Schatten. Ein unbekanntes Flugobjekt donnerte um Mitternacht über den Süden Oranienburgs: UFO-Alarm! Das Fluggerät verschwand gensuao geheimnisvoll, wie es gekommen war – trotz Großeinsatz der Polizei. Ein ehemaliger Russen-Flugplatz wurde in der Nacht und am Morgen noch einmal durchkämmt. Verdacht: Die Russen-Mafia fliegt jetzt Drogenkuriere, Waffenschmuggler oder Mädchenhändler ein. Ein bisher unbekanntes Flugobjekt war im Tiefflug über den Häusern der Stadt gezogen und rief einen UFO-Alarm vor den Toren Berlins hervor! Unter den Zeugen die 40jährige Veronika Wiese: „Ich sah und hörte einen unbeleuchteten Schatten über uns hinwegknattern.“ Trotz Großeinsatz kam die Polizei dem „Rätsel um das UFO“ nicht auf die Spur. Seltsam: Weder der naheliegende Flughafen Tegel, die Deutsche Flugsicherung noch die Korps- und Territorialverwaltung Ost hatten das Objekt gemeldet bekommen noch erfaßt: „Allerdings erfaßt unser Radar nur Flüge über 300 Meter.“ Bundesgrenzschutzsprecher Volker Amler gegenüber der Zeitung: „Wir bekommen immer häufiger Hinweise, dass Hubschrauber oder Flugzeuge aus Osteuropa in Brandenburg gelandet sein sollen. Doch außer dürftigen Augezeugen-Berichten haben wir bisher nichts in der Hand.“ Zeugin Wiese wurde bereits fünf Mal von diesem UFO heimgesucht: „Immer das gleiche Geräusch, immer nachts, immer unbeleuchtet, immer im Tiefflug! Und wer kennt sich hier besser aus, als die Russen selbst?“ 

Bereits am 11.1.1996 hatte Vox in der Sendung „Die Zeit“ das Thema UFOs über Sperenberg eingebracht. 50 Km südlich von Berlin werden die Bewohner von Sperenberg von unbekannten Flug-Objekten belästigt, immer am Wochenende tauchen sie auf. Immer rund um einen aufgelassenen alten Flugzeugstütztpunkt der russischen Militärs. Zwei Jahre nach Abzug der Russen gibt es wieder heimlichen Flugbetrieb auf einem ehemaligen großen Luftwaffenstützpunkt, der bei seiner Aufgabe 1994 für Skandale sorgte, da hier gestohlene deutsche Luxus-Karossen in Transportmaschinen der russischen Luftwaffe abtransportiert worden waren. Wie es scheint, kamen nun die Russen in finsteren Absichten wieder zurück. Und die Fluglotsen der Flugsicherung in Berlin-Tempelhof schauen nur in die Röhre, sie kontrollieren den Luftraum in Ostdeutschland und können den russischen Fliegern nicht gewahr werden: Weder die militärische noch die zivile Luftüberwachung ist lückenlos, immer wieder kommt es vor, das Flugzeuge durch das Radarnetz schlüpfen. Dieter Rosse tritt als Sprecher der Flugsicherung Berlin-Tempelhof vor die Kamera und erklärt: „Dabei gibt es Flüge, die in relativer Nähe zum Boden durchgeführt werden – auch in Bereichen, wo wir sie mit Radar gar nicht erfassen können. Und es gibt Flüge, die durchaus auch auf dem Radar erscheinen, allerdings als unidentifizierte Ziele. Wir werden hierbei nur aktiv, wenn eines dieser Ziele einem der durch uns kontrollierten Flüge nahekommt – dann würden wir eine Verkehrsinformation abgeben.“ Wer tiefer als 750 Meter fliegt, wird in dieser Gegend gar nicht erfaßt. Rosse: „Herr Rust ist bis zum Roten Platz geflogen, ohne bemerkt zu werden.“ Merke also: Wo UFO draufsteht, ist nicht gleich eine Fliegende Untertasse drin. Über die tatsächlichen Umstände des Zwischenfalls „UFOs über Atomwaffen-Silos“ lesen Sie bitte in CR 124 nach, entscheidend dabei ist aber auch die Feststellung vorab, dass die oben zitierten amerikanischen Fälle sich entlang der kanadischen Grenze abspielten, wohin die hubschrauberartigen Objekte auch immer wieder abtauchten. Bemerkenswert ist, historisch betrachtet, dass die Herren Lammer/Sidla auch vermerken, dass die US-Streitkräfte ein „Sabotage-Alarm-Team“ (SAT) in Bereitschaft versetzten – kein Wunder, die USA wurden zu genau jener Zeit von verschiedenen Terror-Gruppen mit Anschlägen überzogen, sodass man die Ereignisse an einer Reihe sicherheitsempfindlicher Einrichtungen unter diesem sicherheits-politischen Aspekt zu betrachten hat. Es gibt sogar heute noch UFO-Forscher, die als ehemalige Soldaten, die Überzeugung vertreten, dass die Ereignisse von 1975 auf geheime Übungseinsätze von Sondereinheiten wie Navy Seals oder Delta Force zurückgehen, weil in einem Fall das fragliche Objekt sich in Richtung Hafen absetzte und dort im Licht der vielen ankernden Fischerboote quasi unsichtbar machte. Der Neue Weltschau-Artikel, so muß man wissen, erschien in einer Epoche, in welcher verschiedene Para-Zeitschriften sich gegenseitig Konkurrenz machten und nach UFO-Schlagzeilen suchten, die dann ob ihrer Berichterstattung wieder Ausstrahlung auf weitere Autoren später haben, so setzt sich ein Mythos in Gang. Zu jenen Blättern gehörte auch Das Neue Zeitalter, welches z.B. Mitte 1976 eine ganze Artikelserie namens „Alarm bei der Weltraumbehörde NASA: Angriff aus dem Kosmos“ laufen hatte. 

Hier ging es um „unheimliche Ereignisse im Schatten der Raumfahrt“, um ein „Super-Bermuda-Dreieck im Kosmos“, ja um „Apollo-Programme im Zwielicht kosmischer Zugriffe“ und ähnlicher wahnwitziger Spekulationen aus der Feder von Hellmuth Hoffmann, der damals von Italien aus einen starken Einfluß auf die UFOlogie mit derartigen Storys nahm. Das einzige Vertuschungsmanöver, welches der CIA und die USAF Hand in Hand durchzogen, war jenes, worüber die Welt nun erstmals erfuhr: Die Geheimhaltung von zufällig beobachteten Test-, Experimental- und Operations-Flügen der geheimen U-2-Missionen ab dem August 1955 vom Groom Lake aus. Diese Maschinen wurden in sehr großer Höhe und jenseits des damals gültigen Höhenflug-Rekords von Zivil-Piloten und Luftverkehrs-Kontrolleuren festgestellt. Zum besseren Verständnis sollte man deutlich machen, das zu jener Zeit die kommerziellen Airliner in Höhen zwischen 3.300 und nicht ganz 7.000 Metern flogen. Militärmaschinen wie die B-47 und B-57 operierten in Höhen von unterhalb 13.000 Metern. Niemand glaubte damals, das Flugzeuge in größere Höhen vorstoßen könnten! Die geheimen U-2 selbst flogen aber tatsächlich in Höhen von über 20.000 Metern und waren dadurch selbstverständlich völlig unerklärliche, ja irdisch unmöglich erscheinende Phänomene, sodass die Luftverkehrs-Kontrolleure von Piloten etc verstärkt UFO-Berichte erhielten, ja geradezu erhalten mußten, wenn die Piloten nicht mit Blindheit geschlagen waren. Die damals noch typisch silberfarbig gehaltenen Maschinen blitzten und glänzten in der Sonne und wurden als glitzernde Fliegende Untertassen oder UFOs gemeldet. Bei Sonnen-Aufgang oder -Untertgang wurden sie dann „als feurige Objekte“ beschrieben. In dieser Epoche schrieben aber auch Piloten, Luftverkehrs-Kontrolle und Bodenbeobachter dieser Objekte ans Wright-Patterson AFB-UFO-Büro, um ihre UFO-Darstellungen abzugeben. Als Blue Book-Ermittler in Washington nachfragten, erfuhren sie die Wahrheit um diese Objekte und konnten späterhin immer wieder in Rücksprache mit dem CIA-Büro derartige Meldungen aussondern. Der CIA weihte das verantwortliche Blue Book-Personal notgedrungen in diese Flüge ein und im Zeichen von „Schadenskontrolle“ fand dann dort eine tatsächliche „Wegerklärung“ dieser verborgen-gehaltenen U-2-Flüge als „Naturphänomene wie Eiskristallwolken und Temperatur-Inversionen“ statt. Dies war tatsächlich einer der wenigen CIA-Erfolge in seiner langen Historie. Und damit hatte Blue Book einen Bonus weg, weil z.B. Generalstabs-Chef Twining erst im letzten Drittel 1956 über die Existenz der U-2 erfuhr, da der CIA ein geheimes Spiel trieb nachdem die Präsidenten Truman und Eisenhower Spionageflugzeuge und ihren Einsatz über sowjetischem Territorium verboten hatten, der CIA sich dem aber wiedersetzte und mittels der U-2 (und anderem Gerät zuvor) schlichtweg ihrem Oberbefehlshaber in den Rücken fiel – wegen die ganze Affäre natürlich äußerst heikel und brisant war! Zumindest „die Hälfte dieser so erklärten Sichtungen gingen auf bemannte U-2-Flüge zurück“*, machte Haines nochmals deutlich (eine Zahl die mir viel zu hoch gegriffen scheint). 

In Zeiten des Kalten Kriegs war nämlich die U-2- das einzige greifbare Fernaufklärungs-Gerät der USA gewesen, welches kontrollierbar einzusetzen und zudem lange Zeit auch vom überwachten Gegener, die damalige UdSSR, nicht abzuschießen war. Das U-2-Projekt war also ein sehr sensitiver Teil der nationalen Sicherheit gewesen, weswegen man auch Druck in diesen Fällen auf die USAF-UFO-Untersuchung ausüben konnte, um dieses nationale, technische (Fernaufklärung-) Geheimnis zu bewahren (was uns auch an Projekt MOGUL erinnert). Das Thema U-2 gewann 1960 an weltpolitischer Brisanz, als der für den CIA-fliegende US-Pilot Gary Powers über Swerdlowsk in der UdSSR durch sowjetische Raketen abgeschossen wurde – damit geriet die U-2 zum Symbol des Kalten Kriegs und rückte erstmals voll ins Blickfeld der Welt-Öffentlichkeit (eine Woche vor Power´s Abschuß hatte Aviation Week die ersten Fotos des U-2-Flugzeugs veröffentlicht) und erboste auch den US-Präsidenten aus zwei Gründen: er hatte gesehen, dass „die Firma“ ihn hintergangen hatte und er mußte sich deswegen vom sowjetischen Staatschef unerwartet vor der Welt-Öffentlichkeit kompromitieren lassen. Dennoch, auf anraten des CIA stellte der US-Präsident den U-2-Flug von Powers als den eines “ verlorengegangenen Wetterbeobachtungsflugzeugs“ vor und Moskau konnte diese Behauptung als Lüge nachweisen. Genauso wie der Stratosphären-Ballon von Roswell als „Wetterballon“ ausgegeben worden war, war es mit der U-2 mit Powers an Bord geschehen. Ja, hier gibt es also Desinformation des Gegners. *= Es hat keinen Sinn jetzt nur den Finger nach Langley auszustrecken, da in Moskau genau das gleiche geschah, als man „UFO-Sichtungen“ wie die vom Spätsommer 1977 beim karelischen Petrozawodsk etc. als solche durchgehen ließ, nur um von einem geheimen militärischen Raumfahrtprogramm abzulenken, welches von Moskau schon lange Zeit vehemment geleugnet wurde es zu betreiben – und genau dies ist der Schlüssel in beiden Fällen. In diesem Gesamtrahmen ist vielleicht der Fall von der Luke AFB, Arizona, vom 3. März 1953 zu erwähnen. Unter dem von Projekt Blaubuch freigegebenen Filmaufnahmen von UFO-Erscheinungen findet sich ein b&w-Streifen, den Captain Roderick Thompson mit einer sogenannten „gun camera“ an Bord seiner F-84 aufnahm. Thompson befand sich über der Wüste Arizona gerade kurz vor 13:30 h in 23.000 ft Höhe als er eine simulierte Abfangmission mit zwei anderen Maschinen übte. Dabei machte er einen Kondensstreifen aus, der links über ihm sich ausbildete. Der Kondensstreifen bewegte sich quer über sein Gesichtsfeld, aber er konnte selbst mit seinen scharfen Augen am Kopf des Kondensationsphänomens keine Maschine erkennen, die wohl für diesen Dampfstrahl verantwortlich war. Auch seine beiden Kollegen konnten eine Maschine dort nicht ausmachen. Thompson stieg auf 30.000 ft um vielleicht mehr und besser zu sehen – doch Fehlanzeige. Und der Verursacher schien zu reagieren, stieg selbst weiter auf und beschleunigte noch etwas. 

Diese Szene filmte der USAF-Pilot etwa 30 Sekunden lang. Dann gab Thompson auf, da er wohl dem Erzeuger des Kondensstreifen nicht näher kommen konnte. Thompson selbst schloß, dass das wohl irgendein unbekanntes Experimentalflugzeug war. Trotzdem, der Fall wanderte zu Blaubuch und man suchte dort nach einer Erklärung. Doch gemeldeten Flugverkehr gab es in dieser Gegend zusätzlich zu der F-84 von Thompson und den beiden Maschinen seiner Übungskollegen nicht. Wie in dem Fallbericht ausgewiesen wurde, habe es angeblich keine Radarortung der überaus flugzeugartigen Erscheinung gegeben. Derartige Situationen kamen in der Gegend noch zwei oder drei Mal in der Folgezeit auf, all diese Fälle wurden als UFO durchgehen gelassen, auch wenn Kondensstreifen-abgebende UFOs, wie von irdischen Flugzeugen produzierte, sehr sehr selten sind. Viel eher will hier scheinen, als ob man diesen Fall einfach nicht mit dem erklären wollte, was es war: ein Flugzeug. Dann hätte nämlich jeder gleich gefragt: Ja, was war dies denn für ein Flugzeug? Und dieser Frage wich man aus, indem man den Fall als unidentifiziert katalogisierte. Die Zeit des Kalten Kriegs Die Ereignisse, Entwicklungen und Geschehnisse in Sachen UFOs der Epoche ab 1947 kann man nicht losgelöst von unserer Real-Geschichte sehen. Als sich die amerikanischen und rußischen Verbände 1945 an der Elbe begegneten wurde dies noch positiv als „East meets West“ ausgelegt – die Nachkriegshoffnungen einer ganzen Generation wurden damit festgemacht. „Dies ist Euer Sieg, wir haben keinen größeren erlebt“, so beteuerten es die politischen Führer damals als die Nazi-Diktatur niedergerungen worden war. Es war eine glorreiche Stunde und die „Fahnen der Freiheit“ wehten über Europa. Begann damit eine schöne, neue Welt? Auch wenn in direkter Folge des 2. Weltkriegs sich dies viele wünschten – die Wirklichkeit sah (leider) anders aus. Im Juli 1945 präsentierten sich die Gewinner des Krieges noch einträchtig auf der Potsdamer Konferenz. Doch die Einmüdigkeit der Sieger war Fassade, nur der Diktator Hitler hatte die Zweckgemeinschaft zwischen den USA, England und der Sowjetunion zusammengehalten. Mit dem Ende des Dritten Reiches zerfiel das Bündnis, die Ära des Kalten Kriegs zeichnete sich ab – die Welt ist nun ist in ein westliches und östliches Lager geteilt. Völker werden durch den „Eisernen Vorhang“ auseinandergerissen. Die Landkarte des Nachkriegs-Europa bestimmte die Politik. Die siegreichen Aliierten repräsentierten zwei grundsätzlich verschiedene Systeme. Die Zukunft in Mitteleuropa hing davon ab, unter welchem System sie leben würden. Die Besatzungsmächte traffen sich in Potsdam um sich über eine neue Ordnung zu einigen. Die Sowjetunion hatte Angst, das sich Deutschland neu erheben würde – deswegen wurden die Grenzen neu gezogen. Millionen Menschen wurden entwurzelt. Beide Seiten standen sich zutiefst mißtrauisch gegenüber. Die Gegensätze wurden aber vertuscht und die Propaganda vermittelte den Eindruck, als würde nun ein gerechter und dauerhafter Frieden in Europa entstehen. 

Die Bombe: Am 6. August 1945 detonierte „Little Boy“ in 576 Metern Höhe über Hiroshima. Sekunden danach starben 70.000 Menschen. Drei Tage später werfen amerikanische B-29-Bomber eine zweite Atombombe ab, diesmal über Nagasaki; Japan kapituliert. In der Wüste von Neu Mexiko hatten US-Experten und europäische Wissenschaftler, die vor den Nazis geflohen waren, unter der Leitung von Robert Oppenheimer die neue schreckliche Waffe entwickelt. Die amerikanische Regierung investierte Milliarden von Dollars in das so genannte „Manhattan-Projekt“. Die amerikanische Regierung investierte Milliarden von Dollars in das so genannte „Manhattan-Projekt“. Freie Wahlen wurden versprochen, doch in den sowjetisch besetzten Gebieten wurden alle Regierungsschlüsselfunktionen an Kommunisten vergeben. Den Sowjetbürgern wurde gesagt, dass die Niederverwerfung des Faschismus ein wichtiger Schritt für den Sieg des Sozialismus für die ganze Welt sei. Auch wenn von Einigkeit die Rede war, wurde den russischen Soldaten auch gesagt, dass der Kampf noch nicht zu Ende sei. Das ganze imperalistische System sei Schuld am 2.Weltkrieg gewesen wurde den Offizieren der Roten Armee eingetrichtert, also die selben Verbündeten mit denen sie gegen Hitler gekämpft hatten! Das Leben entwickelte sich in beiden Ideologien anders weiter. In den USA ließ man ganz schnell alles militärische hinter sich – und lebte das Leben, es war ja Frieden. Luxusgüter der Zivilindustrie bereicherten die große Nation und stabilisierten ihr wirtschaftliches System. Ein Wirtschaftsboom setzte sich durch. Kurze Zeit herrschte in den USA eine „selbstgerechte Zufriedenheit“, doch dann bereiste im Frühjahr 1946 Englands Regierungschef Churchill „Gottes eingenes Land“ und versuchte die Amerikaner aus ihrer Selbstzufriedenheit herauszureißen indem er sie darüber aufklärte, wie die Roten in Europa vorgingen. Er sprach vom „Eisernen Vorhang“, der sich über den europäischen Kontinent gesenkt hatte. Hinter dessen Zaun befanden sich inzwischen alle Hauptstädte Mittel- und Osteuropas. Warschau, Berlin, Prag und Budapest – alle diese Städte lagen nun im Machtbereich der Sowjets. Dies sorgte für einen bewußten Schock! Dies führte auch zu einem Wandel der öffentlichen Meinung. Bisher hatte die Presse eine Allianz von drei gleichberechtigten Partern gezeichnet, nun erschien Stalin als hemmungsloser Despot der ganze Länder unterwarf. Moskau antwortete mittels Berichten, die eine neue Art von psychologischer Kriegsführung einläuteten und die westlichen Mächte dämonisierten. 

1947 wurde in Amerika diese Herausforderung angenommen und der Begriff des von der UdSSR ausgelösten „Kalten Kriegs“ (genannt den „radikalsten aller Kriege“) fand erstmals Erwähnung in der amerikanischen Wochenschau. Die Vereinigten Staaten fühlten sich verpflichtet Europa bei der Verteidigung der Freiheit und Unabhängigkeit zu helfen. Damit war der Geist der Einigkeit vorbei, wie er sich im April 1945 an der Elbe gezeigt hatte! Berlin wurde zu einem politischen Feuerherd da es unter der gemeinsamen Kontrolle der Alliierten stand, der Westsektor war ein Vorposten des Kapitalismus mitten im Herzen der kommunistischen Welt – und dies wollte Moskau nicht mehr hinnehmen. Im Juni 1948 unterbrachen die Sowjets alle Versorgungsleitungen nach Westberlin, um den Westen zum Abzug aus Westberlin zu zwingen indem sie das Leben in Westberlin unterträglich machten. Im Westen hatte man tatenlos zugesehen, wie der Osten unter die Kontrolle des Kreml geriet. Jetzt beschloß man aber zu handeln und richtete eine Luftbrücke nach Westberlin ein, egal was sie kostete. Die Rosinenbomber sind legendär. Die Russen fühlten sich deswegen provoziert. Die Blockade Berlins war erst am 11. Mai 1949 zu Ende. Die Russen hatten nachgegeben, aber die Menschen im Osten erfahren davon nichts und man verlangte von ihnen weiterhin ihren Führern zu folgen – ohne zu fragen. Jubellieder auf Stalin („Geliebter Stalin, großer Führer in aller Ewigkeit, Dein Ruhm wächst und wächst immerfort. Du bescherst der Welt Glück und wir haben durch Dich gelernt was Freiheit ist“ gehörte dazu) wurden inszeniert. Die Menschen in Osteuropa sollten davon überzeugt werden, dass die Arbeit im Kollektiv und in der zentralen Planwirtschaft der einzige Weg zu Wohlstand und zu einer gerechten Gesellschaft seien. Und ihre Regierungen versicherten ihnen stets, das alle Welt sie beneide. Als China 1949 kommunistisch wurde, triumphierte die Sowjetunion und verkündete, dass der Sieg der „Weltrevolution unausweichlich ist“. Jetzt gehörte 1/4 der Weltbevölkerung zur sozialistischen Gemeinschaft! Zu Stalins 70. Geburtstag wurden die Massen mobilisiert, um das Fortschreiten des Siegeszug des Kommunismus zu feiern. Peking ging auf Stalin zu. Viele Funktionäre lebten wie in einem Märchen und man sah dort nur noch Stalin. Stalin wurde zu einer Vaterfigur für die sozialistische Welt, ein Kind Lenins. Doch das Bild, welches die Parteifunktionäre zeichneten hatte wenig gemein mit dem wirklichen Leben des normalen Sowjetmenschen, der unter schrecklichen Bedingungen allgemein lebte – ohne Wasser und Elektrizität, Lebensmittelknappheit. Innerhalb dieser geschlossenen Welt unterlag jegliche Information über die westliche Welt einer sehr einseitigen Zensur. Man sprach von Lügen und Verzerrungen, die in Amerika das Leben und die Presse beherrschten. Die Sowjetmenschen bekamen den Eindruck, als sei der Kapitalismus schrecklich und der Sozialismus gerecht. Man baute auf Stalin – und das es besser würde. Mehr als 70 Prozent des Staatshaushalts wurden ausgegeben, um die UdSSR zu einer Supermacht werden zu lassen. Verteidigung war das Gebot der Stunde. 

Im September 1949 war es soweit: Moskau zündete die erste Atombombe und dies war die ernsthafteste Bedrohung für die freie Welt, dem schönsten Land der Welt, wie es sich Amerika nicht nehmen ließ. Der Kommunismus wurde als böse und feindselige Lebenseinstellung angesehen, Amerika reagierte hysterisch und verfolgte alle die, die als Kommunisten gehalten wurden, richtiggehend paranoid. Die Ära von McCarty begann. Alle Menschen mit linker Position wurden vom FBI verfolgt, mit dem ureigenen demokratischen Selbstverständnis hatte dies nichts mehr zu tun. Die Ängst vor einer sowjetischen Weltherrschaft wurden entfacht. Als im Sommer 1950 der Korea-Krieg ausbrach schickte der Westen Truppen, die die kommunistische Expansion aufhalten sollten. Dieser Krieg war ein „Kampf für die Freiheit“. Man war entschloßen, dem kommunistischen Imperalismus ein Ende zu bereiten – koste es, was es wolle. Moskau brachte die umgekehrte Version in Umlauf: Die amerikanischen Imperialisten haben dem friedliebenden Korea den Krieg angesagt, es ist das Werk der Vereinten Nationen. In der UdSSR gab es deswegen keinen Zweifel, die Insel des Kommunismus mußte sich im rauhen Meer des westlichen Imperialismus verteidigen. Und der Krieg wurde auch in der Propaganda geführt. Crusade for Freedom war eine solche Aktion für die der damalige B-Picture-Schauspieler Ronald Reagan einstand. Im Zuge dieser Aktivität wurde mittels den Spendengeldern von aufrechten Amerikanern der Radiosender „Free Europe“ in Westdeutschland installiert, „eine wichtige Waffe im Kreuzzug für die Freiheit. Er durchbohrt täglich den Eisernen Vorhang, setzt die Wahrheit gegen die Lügen des Kreml. Im Kreuzzug für die Freiheit können Sie und ich den Kommunismus bekämpfen.“ Damals war das Radio die einzige Verbindung des Ostmenschen zum Westen gewesen, auch wenn sie nur insgeheim diesen Funk abhörten. Schon wer Louis Armstrong für gut hielt, konnte im Reich des Bären als Konterrevolutionär vor Gericht geschleppt werden. 

Der Kalte Krieg, 1953 war ein heißes Jahr in dieser Zeit, gerade als Stalin starb – aber sein Erbe sollte noch über Jahrzehnte Bestand haben. Die Schnelligkeit mit der die Sowjets eine Atombombe gebaut hatten, kam für die Amerikaner überraschend. Angesichts der enormen Kriegsschäden in der Sowjetunion hatte niemand gedacht, dass Moskau die nötige Infrastruktur zur Entwicklung der A-Bombe besaß. Nach und nach erst wurde klar, wie es den Russen gelungen war ins Manhattan-Projekt einzusickern. Unter den Beteiligten dieses Projektes gab es einige Leute, die nicht einsahen, dass die USA ein Monopol auf die Nuklearwaffe hatten. Darunter der berühmteste Atom-Spion Klaus Fuchs, ein in England geborener deutscher Kernphysiker. Erst im Januar 1950 wurde er in London festgenommen und wegen Spionage zu 14 Jahren Haft verurteilt. Amerika fürchtete die Führungsrolle zu verlieren, wenn Moskau nun nachzog. Als nächster Schritt der Rüstung stand in Los Alamos versteckt im Hochland Neu Mexikos (und damals noch nicht einmal auf den Landkarten verzeichnet und für Insider nur als P.O.Box 1663, Santa Fe, umrissen) die Entwicklung einer thermonukleare Wasserstoffbombe an – tausend Mal stärker als die A-Bombe! Eine Waffe die bei einem neuerlichen Weltkrieg das Ende der Zivilisation herbeiführen würde, wie der Kernphysiker Robert Oppenheimer fürchtete. Doch die Militärs wollten die H-Bombe, weil man fürchtete, dass die UdSSR diese entwickeln würde und damit ein gewichtiges Erpressungspotential in der Hand zu haben. Präsident Truman gab grünes Licht: Unter „Operation Ivy“ lief die Entwicklung der US-Wasserstoffbombe, die 1952 dann fertig war. Im Pazifik detonierte die Superbombe am 1. November 1952 mit einer Sprengkraft von 10 Millionen Tonnen TNT! Eine ganz Insel war danach nicht mehr vorhanden, einfach verdampft. Während die USA gerade die H-Bombe bauten, brach in Asien ein konventioneller Krieg aus. Harry Truman im Juli 1950 in einer Ansprache an das amerikanische Volk: „Korea ist zwar ein kleines Land, was tausende Kilometer weit weg liegt, aber was dort geschieht ist für jeden Amerikaner von Bedeutung. Der Einfall kommunistischer Streitkräfte in Korea muß uns eine Warnung sein, dass es auch in anderen Teilen der Welt zu ähnlichen Akten der Aggression kommen kann.“ Truman scheute den Einsatz der Atombombe in Asien, so kam es hier zu einem konventionellen Krieg. 

1952 startete General Dwight D.Eisenhower („Ike“) als ehemaliger Oberkommandierender der alliierten Streitkräft im Zweiten Weltkrieg seinen Wahlkampagne zur Nachfolge Trumans. „Ike“ war entschloßen, sich auf keinen konventionellen Krieg mehr einzulassen und hielt es besser, wenn Amerika sein wachsendes Kernwaffen-Arsenal zur Abschreckung einsetzte. Dies würde mehr Eindruck machen und zudem Geld sparen. An Moskau ging die Warnung, dass jede weitere Einmischung massive Vergeltungsschläge nach sich ziehen würde! UdSSR-Staats- und Parteichef Joseph Stalin war 1953 verstorben und fand in Nikita Chruschtschow seinen Nachfolger, die Sowjetunion stand im Wandel und langsam verschwanden die dunkelsten Seiten des Stalinismus. In den Ländern Osteuropas wurde der Ruf nach mehr Unabhängigkeit von Moskau laut. In den USA übernahm General Dwight D. Eisenhower die Nachfolge von Harry S. Truman als amerikanischer Präsident. Der Koreakrieg ging zu Ende und die Sowjets zündeten ihre erste Wasserstoffbombe 1955 und stellten damit die A-Bombe, die sie vier Jahre vorher zur Explosion gebracht hatten, in den Schatten – ja bei ihren Tests probte die „Rote Armee“ den nuklearen Krieg, indem sie in Manöversituationen tausende von Soldaten in das Testgelände gleich nach der Explosion zum „Sturmangriff“ schickten. Der damalige sowjetische Verteidigungs-Minister schickte seine Soldaten in den Strahlentod mit der politischen Aussage: „Die Kernwaffen sind gar nicht so furchterregend, wie uns die Imperialisten weißmachen wollen!“ Amerika stand unter innerem Ausnahmezustand in jener Zeit und die Atomkriegs-Angst war zur Psychose geworden. In New York City gab es Zivilschutzübungen und im Kino wie auch Radio machte man die Bevölkerung ‚fit‘ um auf einen Atomangriff zu reagieren. Das Propagandalied „Duck and cover“ wurde zu einem Synonym für diese Zeit. 

Im Oktober 1956 zogen ungarische Studenten mit einem anti-sowjetischen Protestmarsch durch Budapest – die Staatsführung reagierte hart und Arbeiter und Soldaten schloßen sich den Studenten an, ein Bürgerkrieg brach aus. Nach vier Tagen zogen die Russen ab – ganz Ungarn war begeistert. Die Menschen waren nach dem Abzug der Russen im Siebten Himmel. Das ungarische Volk verlangte von den westlichen Regierung seine Anerkennung, aber auch wenn man im Westen gerne von der Befreiung der Unterdrückten sprach – niemand handelte oder unternahm etwas, weil man Ungarn seit 1945 als Teil des sowjetischen Einflußbereichs ansah. Die Teilung der Welt war wieder gesichert und die Führer des Kreml sprachen von der friedlichen Koexistenz der Völker. Man gestatte sogar den Amerikanern eine Ausstellung nach Moskau zu bringen, um die amerikanische Lebensart vorzustellen – für die meisten Besucher war dies eine „Offenbarung“ und eine Öffnung des Eisernen Vorhangs. Für die Menschen war dies unglaublich, die Aussstellung war für sie wie die Entdeckung eines neuen Planeten oder ein Schritt in die Zukunft, weil man kaum glauben konnte, wie der Amerikaner bereits lebte. US-Vizepräsident Nixon forderte hier einen freien Meinungsaustausch der Menschen beider Systeme – vergeblich. Die Sowjets bewachten weiterhin ihre Grenzen zum Westen streng und Berlin erfuhr einen mächtigen Strom von Flüchtlingen aus Osteuropa. Der „Goldene Westen“ war zum Schlagwort geworden. 

Schließlich sollte im Sommer 1961 die DDR-Regierung handeln und die berüchtigte Mauer „zum Schutz des Landes“ aufziehen… Dem westlichen Imperialismus wurde am 13. August 1961 in der DDR-Propaganda klargemacht: „Hier kommt ihr nicht durch!“ In der Insellage Berlins war nun eine zusätzliche Grenze gezogen worden, viele empfanden dies nun als Eingesperrtsein. Tausende versuchten in den ersten Tagen noch zu fliehen. Dramatische und herzzerreißende Situationen kamen auf. Wir kennen alle diese Bilder. Im Westen wurde die berüchtige Mauer als „Schandmauer“ bezeichnet, im Osten bekam sie den Namen „Antimperialistischer Schutzwall“. Dies war also die schöne, neue Welt 16 Jahre nach der Umarmung von sowjetischen und amerikanischen Soldaten an der Elbe… Die Erfüllung der Hoffnung auf einen gerechten und dauerhaften Frieden auf der Welt war niemals weiter entfernt als gerade. 

Gescheitert: Operation ‚Offener Himmel‘ 

Die Rosenbergs wurden als russische Agenten und Verräter der US-A-Waffe vor Gericht gestellt und hingerichtet. Senator McCarthy bereitete eine Reihe von Hearings vor, da er das Militär beschuldigte kommunistisch unterwandert zu sein. Das Verteidigungs-Budget nahm astronomische Höhen (52,4 Mrd. Dollar) in Friedenszeiten an, drei Jahre zuvor waren es lediglich 13,7 Mrd. gewesen. Seit die UdSSR im Besitz der Bombe war, drehte man im Pentagon durch und eine massive Aufrüstung nahm den Anfang und sollte als einzige Chance über die nächsten Jahrzehnte hinweg gesehen werden, der Bedrohung durch das unersättliche kommunistische Reich zu widerstehen. Das war Doktrin, Ideologie und Bekenntnis geworden! Der größte Nutznießer dieses aufgeblähten Verteidigungshaushalts war der Strategic Air Command (SAC) geworden, welches tausend Atombomber anhäufte. 1950 noch hatte es gerade einmal dreißig A-Bomber in Amerika gegeben. Dennoch fürchtete Washington, die nukleare Luftstreitmacht der USA könnte hinter jene der Sowjets zurückfallen. Die seltsame Strategie der amerikanischen Regierung bestand nun darin, dass man Bomber losschickte, welche die geheimen Militäranlagen in der UdSSR fotografieren sollten, um sich ein Bild von der Stärke der sowjetischen Streitmacht machen zu können. Im Sommer 1955 hatte bei einem Gipfeltreffen der Großmächte in Genf Ike vorgeschlagen, einen „Offenen Himmel“ zu verabreden, womit sich beide Seiten kontrollieren könnten. Doch die russische Seite lehnte ab, gab es da was zu verheimlichen? Der Gipfelpunkt des Kalten Kriegs war damit erreicht. Einige Monate später enthüllte die UdSSR auf einer Moskauer Luftfahrtausstellung den Düsenbomber Bison, während gleichsam zeigten sich am Himmel die Langstrecken-A-Bomber Tu-95! Washington hatte bis dahin nicht geglaubt, dass die Sowjets imstande waren, Flugzeuge zu bauen, die Bomben bis nach Amerika trugen. 

 

Aus Furcht vor einer sogenannten „Bomberlücke“, einer angenommenen Überlegenheit der Sowjetunion beim Bau von Langstreckenbombern, fand hier die Wettrüstungsspirale ihren weiteren Ansatz. In Folge dessen wollte Amerika wissen, wie weit die Sowjets nun wirklich waren und wie groß die sowjetische Bomberkapazität war. Das war die Zeit der U-2 (die heute noch fliegt und bis 2020 trotz Satelliten-Spionage noch fliegen soll!). In einem geheimen Krieg, der in beiden Ländern der Öffentlichkeit entging, die feindlichen Mächte jedoch an den Rand eines offenen Konflikts brachte, verschwanden viele amerikanische Soldaten auf Nimmerwiedersehen. Doch auch die Sowjets verbesserten ihre Luftabwehr, was zu immer höherwertigen Entwicklungen von immer schnelleren und immer höher fliegenden Flugzeugen führte, die der Fernaufklärung (Spionage) dienten. Der F-104-Starfighter war ein Produkt dieser Zeit genauso wie die U-2 und die Maschinen des Oxcart- oder Blackbird-Programms, die A-12, der YF-12, der D-21 und schließlich der SR-71-Wundervogel (der übrigens u.a. im Herbst 1977 entlang der innerdeutschen Grenze für geheimnisvolle „Himmelsexplosionen“ sorgte, worüber dann Johannes Fiebag in der Esotera Nr. 9/1978 einen Artikel bastelte, um die Vorgänge zu mystifizieren und UFOs zuzuführen, darüber hinaus machte er aus Miniatur-Heißluftballons in der Silvesternacht 1978 über Nordheim, Dortmund und Düsseldorf von ihm nicht-erkannte UFOs).

Quelle: http://cenap.alien.de/texte/ciac.htm

Gruß an die Forscher

TA KI