So schnell kann’s gehen: Flashcrash bei Ethereum-Krypto


Die Nachfrage nach Kryptowährungen ist in den vergangenen Monaten regelrecht durch die Decke gegangen. BitCoin wurden im vergangenen Jahr recht stabil gehandelt und erlebten ihren ersten Höhenflug unmittelbar nach dem Jahreswechsel, als der Kurs erstmals die Marke von $ 1.000 überstieg.

Seit April legte der elektronische Währungsersatz eine außergewöhnliche Rallye hin. Der Kurs hat sich seit Jahresbeginn mehr als verzweieinhalbfacht und steht derzeit bei über $ 2.600:

Neben BitCoin gibt es auch andere Kryptowährungen, wie LiteCoin oder Ethereum und letztere erlebte am gestrigen Mittwoch einen dramatischen Flash-Crash, als der Kurs kurzzeitig von $ 315 auf $ 13 fiel, bevor er sich wieder erholte:

ZeroHedge berichtet:

Der Crash scheint durch einen Verkäufer ausgelöst worden zu sein, welcher per Marktorder den Gegenwert von rund $ 30 Millionen an ETH (96,1k) an einem Stück abstieß, was das Orderbuch ausradiert hat.

Durch den Crash wurde die virtuelle Währung praktisch sofort vom Netz genommen:

Einige ETH-Halter hat der Flash-Crash bis aufs letzte Hemd ausgezogen. So berichtete ein Reddit-Nutzer:

Ich hatte also eine Stopp-Order bei 316 und als GDAX (aus welchen Gründen auch immer) runterging, wurden alle meine Ethers zum höchstmöglichen verfügbaren Preis verkauft. Als ich mich anmeldete sah ich einen kleinen USD-Betrag und ich dachte, das wäre ein Schluckauf. Dann überprüfte ich die Daten und es wurde tatsächlich für 10 Cent verkauft.

Es gibt keine Möglichkeit, dies wieder zurückzusetzen, richtig? Sollte dies der Fall sein, werde ich aus dem Kryptomarkt aussteigen, zumindest bis er sich stabilisiert.

Auch andere Nutzer meldeten hohe Verluste durch gesetzte Stop-Order, einige hat der Flash-Crash derart kalt erwischt, dass sie ihre Kryptoinvestition praktisch vollständig verloren haben. So schnell kann’s gehen – nicht nur bei imaginären Elektro“werten“.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Quelle: http://n8waechter.info/2017/06/so-schnell-kanns-gehen-flashcrash-bei-ethereum-krypto/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

 

“Zinserhöhung“ der FED: Propaganda und Wirklichkeit


Vergangene Woche erhöhte die Federal Reserve erwartungsgemäß die Leitzinsen um 0,25 Prozent, wodurch die offizielle Zinsspanne auf 1 – 1,25 Prozent angehoben wurde. Die Erhöhung, so hieß es allenthalben, sei bereits im Vorfeld “eingepreist“ gewesen, doch was bedeutet diese Zinserhöhung für die realen Märkte?

Um es kurz zu machen: den realen Märkten ist die Zinserhöhung mehr oder weniger egal.

Die FED gibt beispielsweise 10-jährige Anleihen heraus, welche zu einem von Angebot und Nachfrage ermittelten Zinssatz den Besitzer wechseln und der “Geldpreis“ für 10-jährige US-Treasuries ist im laufenden Jahr, trotz einer Erhöhung des Leitzinses um insgesamt 50 Basispunkte, tatsächlich um 30 Basispunkte gesunken.

Dave Kranzler von Investment Research Dynamics kommentiert:

Für gewisse Kreditnehmerkreise hat die FED die Kosten für geliehenes Geld tatsächlich gesenkt. Des Weiteren hat sich die Spanne zwischen der 1-Monat-Treasury-Bill und den 10-jährigen Treasuries dieses Jahr von 193 auf 125 Basispunkt verengt – ein Rückgang um 68 Basispunkt bei den Finanzierungskosten für Kreditnehmer, welche Zugang zu den hochgradig “technisierten“ Derivateprodukten haben, mit denen diese Kreditnehmer in die Lage versetzt werden, den Verlauf der Zinskurve zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen.

Kranzler liefert dazu ein recht aufschlussreiches Diagramm:

Weiter schreibt er: »Folglich würde ich die Meldungen, dass die FED die “Zinsen erhöht hat“ im Bereich Propaganda, wenn nicht gar Fake-News ansiedeln.«

Jim Sinclair von JSMineset bezeichnet diese Art der Realitätsverdrehung gerne als “MOPE“ – Management Of Perception Economics, also sinngemäß die Handhabung der wirtschaftlichen Wahrnehmung. Zu gut deutsch: ob die FED die Leitzinsen erhöht oder nicht, auch hier sehen wir nur ein Stück des uns vorgespielten Illusionstheaters.

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/06/zinserhoehung-der-fed-propaganda-und-wirklichkeit/

Gruß an die Denkenden

TA KI

»Wir werden einen Crash erleben und er wird sagenhaft sein«


Am vergangenen Freitag kam es zu einem kleinen Börsenbeben, nachdem unter anderem Goldman Sachs verlauten ließ, dass der Tech-Bereich “überbewertet“ sei. Die NASDAQ brach ein und leidtragende im sichtbaren Bereich waren vor allem die 5 großen US-Techkonzerne Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google (FAANG). Annähernd $ 100 Milliarden sollen “vernichtet“ worden sein, für einige Marktbeobachter kam der Einbruch »aus dem Nichts« und er scheint auch noch nicht beendet zu sein.

Das Finanzsystem wie wir es kennen hat sein Verfallsdatum bekanntlich seit vielen Jahren überschritten und das Einzige, was die Märkte weiterhin am Leben hält, sind die massiven Ankaufprogramme der großen Zentralbanken. Allein im laufenden Jahr wurden bis Ende Mai $ 1,5 Billionen in die Märkte gepumpt und die Summen erhöhten sich zuletzt von $ 200 Milliarden zu Jahresbeginn, über $ 300 Milliarden im April auf atemberaubende $ 500 Milliarden im Mai. Diese steigende Tendenz lässt nichts Gutes erahnen.

Neben den bekannten Warnern haben sich nach den jüngsten Bewegungen eine Reihe recht prominenter Stimmen zu Wort gemeldet, welche von “Korrektur“ bis “Crash“ so ziemlich alles im Gepäck haben. Den Anfang machte bereits am vergangenen Wochenende der bekannte und höchst erfolgreiche Großinvestor Jim Rogers, welcher »den größten Crash seines Lebens« auf die Welt zukommen sieht:

Man wird Regierungen scheitern sehen. Man wird dann auch Länder scheitern sehen. Island scheiterte beim letzten Mal, andere Länder werden scheitern. Man wird mehr davon sehen.

Man wird sehen, wie Teilnehmer verschwinden. Man wird sehen, wie Institutionen, welche lange Zeit da waren – Lehman Brothers gab es über 150 Jahre -, einfach weg sind. Sie werden den meisten Menschen nicht in Erinnerung bleiben. Man wird bald viel mehr davon sehen, ob es nun Museen oder Krankenhäuser oder Universitäten oder Finanzfirmen sind.

Ein weiterer großer Name ist Felix Zulauf von Zulauf Asset Management, welcher der Ansicht ist, dass »Aktien und Sektoren [sich] zu weit oberhalb ihrer Moving Averages [Durchschnittslinien] bewegen« und im aktuellen Markt deutliche Parallelen zum Jahr 1999 sieht. Zulauf sagt:

»Es gibt ein Fenster der Verwundbarkeit in den Märkten. Ich rede nicht von einem Rückgang von 5 %, es könnten von August bis November 20 % werden.«

»Investoren sollten die Risiko-Management-Strategien ihrer Portfolios straffen. Ich erwarte, dass die FAANG-Aktien und die NASDAQ einen großen Ausverkauf durchlaufen. Sie könnten problemlos um 30 oder 40 % fallen.«

Auch der sehr erfolgreiche US-Investor, Milliardär und Geschäftsführer von DoubleLine, Jeff Gundlach, sieht große Gefahren in den aktuellen Märkten. Er hält nach »wachsender Volatilität« Ausschau und rät in seinem jüngsten Webcast die derzeit kaum vorhandene Volatilität an den Märkten zu nutzen und sein Geld vorläufig abzuziehen:

»Als Händler oder Spekulant sollten Sie buchstäblich heute Cash gehen. Wenn Sie ein Investor sind, dann können sie die saisonal schwache Zeit einfach aussitzen.«

Auch wenn Gundlach nicht explizit von einem Crash redet, so erweckt eine derartige Aussage ebenfalls den Anschein, dass erhebliche Abwärtsbewegungen an den Märkten zu erwarten sind.

Bill Gross, Mitbegründer der Pacific Investment Management Company (PIMCO) und in Finanzkreisen als “Bond-Guru“ bezeichnet, ist der Ansicht, dass das Paradigma “Geld mit Geld zu machen“ aufgrund der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken nicht mehr funktioniert. »Die Arterien des Kapitalismus sind jetzt verstopft oder gar durch weltliche Kräfte blockiert«, sagt Gross und Investoren müssen »dieses Risiko jetzt endlich erkennen«. Er warnt:

»Lassen Sie sich nicht durch die lockere Geldpolitik der Zentralbanken und die fortwährend niedrigen Zinsen fesseln. Alle Märkte sehen sich einem wachsenden Risiko ausgesetzt.«

Deutliche Worte findet auch Mark Yusko, Gründer und Chef von Morgan Creek Capital Investment, welcher bei einer aktuellen Präsentation Präsentation sagte:

»Ich sage Ihnen, wir werden einen Crash erleben und er wird sagenhaft sein. Ich weiß nicht wann er geschehen wird, vielleicht im September oder Oktober, aber er wird geschehen.«

Weiter befürchtet Yusko, dass sollten die USA wie in den 1930er Jahren Zölle erheben, um Arbeitsplätze im Exportbereich zu schützen, »werden wir eine Rezession in eine Depression verwandeln«. Es werde eine deflationäre Pleitewelle geben, denn das Ausland werde sich mit noch höheren Zöllen zur Wehr setzen. »Die US-Märkte waren niemals ruhiger, dann kommt es normalerweise zum Crash«, sagt Yusko.

In der jüngsten Umfrage der Bank of America unter Fondmanagern stellte sich derweil heraus, dass inzwischen 44 % den Aktienmarkt für überbewertet halten und ganze 84 % erkannt haben, dass die US-Märkte von allen in der größten Blase stecken:

Das Gesamtbild der Marktwahrnehmung hat sich in den letzten Tagen spürbar verändert. Die vornehmlich von den Zentralbanken massivst aufgeblasenen Märkte werden inzwischen als hochriskant eingeschätzt, was unzweideutig darauf hinweist, dass seit letzten Freitag etwas in Bewegung gekommen ist. War dies bereits der auslösende Moment?

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/06/wir-werden-einen-crash-erleben-und-er-wird-sagenhaft-sein/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

NASDAQ-Einbruch am vergangenen Freitag: »Es kam aus dem Nichts«


Am gestrigen 11. Juni 2017 zwitscherte US-Präsident Donald Trump mit unüberhörbarer Euphorie und der gewohnt bissigen Kritik an den LeiDmedien:

Die #FakeNews-MSM berichten nicht über die großartigsten Wirtschaftsnachrichten seit der Wahl. #DOW 16 % hoch, #NASDAQ 19,5 % hoch. Förderbereich deutlich gestiegen. Regulierungen deutlich gesunken. 600.000 neue Arbeitsplätze. Arbeitslosigkeit auf 4,3 % gefallen. Geschäftlicher und wirtschaftlicher Enthusiasmus deutlich gestiegen – auf Rekordniveaus!

Was dem Donald womöglich entgangen ist, ist dass es gegen Ende vergangener Woche einige Bewegungen an den US-Märkten gab, welche man nur als unzusammenhängend seltsam bezeichnen kann. Kritischen Marktbeobachtern hingegen ist dies alles andere als entgangen. So berichtet ZeroHedge am 11. Juni:

»Die Volatilität hat sich nicht wirklich bewegt«, sagte Roadrunner nach dem Rückgang der Luftblase in der Nasdaq am Freitag. »Es gab keine wirklichen Flüsse, niemand kaufte Optionen«, so der größte Volatilitäts-Trader des Marktes. […]

»$ 100 Milliarden an Tech-Aktien wurden verkauft und trieben den NASDAQ 100 um 4 % herunter, wobei der S&P 500 und der Russell 2000 unverändert blieben. Ich bin mir nicht sicher, wie das passiert«, sagte Roadrunner. »Aber der Sommer ist da, die Leute gehen zur Mittagszeit und die Liquidität dünnt sich aus«.

Auch bei Jim Sinclair’s Mineset finden sich Meldungen über die sehr seltsamen Bewegungen im Tech-Bereich vom Freitag. Dort wird festgestellt, dass alle maßgeblichen Konzerne des Sektors erhebliche Einbußen erlebt haben: “Apple – gefallen, Amazon – gefallen, Netflix – gefallen, Google – gefallen, Twitter – gefallen, Snapchat – gefallen, Microsoft – gefallen“, während “der DOW zeitgleich um 100 Punkte nach oben“ schoss.

Gregory Mannarino und Greg Hunter gehen davon aus, dass die aktuellen Bewegungen an den Märkten vom “Tiefen Staat“ und der FED ausgelöst wurden. Über das “Warum?“ wird spekuliert, doch beide nehmen an, dass Donald Trump mit seiner Wirtschaftspolitik getroffen werden soll:

»Der Tech-Sektor wurde aus dem Nichts getroffen«, sagt Mannarino in dem Gespräch und hält es für denkbar, dass damit »eine Kaskade an Ereignissen« losgetreten werden könnte. »Wir sind im finanziellen Phantasieland«, stellt er fest und fügt hinzu, dass es kein geopolitisches Ereignis, keinen offensichtlichen Grund für den plötzlichen Absturz der NASDAQ gäbe: »Es kam aus dem Nichts«.

Überall seien Blasen und diese »werden sich korrigieren«. Zudem sei »nichts real« und es werde zwangsläufig zu einem »Moment der Abrechnung« kommen. Mannarino ist der Ansicht, dass das Plunge-Protection-Team zu irgendeinem Zeitpunkt aufhören werde, alles aufzukaufen. Die Zentralbanken hätten allein im laufenden Jahr bereits fast $ 2 Billionen an Aktien und Wertanlagen aufgesogen (Business Insider hatte bereits im April für das Jahr 2017 eine Zahl von $ 3,6 Billionen hochgerechnet).

»Der Markt ist nicht echt«, sagt Mannarino. »Alles ist manipuliert, es werden beispiellose Blasen erzeugt« und dabei handele es sich um die »schlimmsten Verzerrungen, die es jemals in der Geschichte der Finanzwelt gegeben« habe. Im Vergleich zu den beiden letzten Markteinbrüchen in den Jahren 2000 und 2008 werde der kommende aussehen, wie »ein Spaziergang mit einem Eis durch den Central Park«. Man müsse auf alles gefasst sein, so der Trader.

Für Mannarino waren »die Marktaktionen vom Freitag ein Augenöffner«. Er befürchtet, dass wenn der “Tiefe Staat“ und die Zentralbanken »zulassen, dass dieser Markt herunterkommt – und wir haben gerade den Eröffnungsakt erlebt -, dann haben wir das Potenzial für Bürgerkrieg hier in den Vereinigten Staaten«.

Mehrfach betont er in dem Gespräch, dass der Rückgang der NASDAQ »aus dem Nichts« kam. »Was den DOW am Freitag gestützt hat, waren Bankwerte (Financials). Wenn die Financials keine Rallye hingelegt hätten, dann hätte der Markt erheblich größeren Schaden genommen«, so Mannarino.

Auch Rohöl habe im Laufe der vergangenen Woche eine »Kernschmelze« erlebt (von 43,15 in der Spitze am 6.6. auf unter 41,50 zum Handelsende am Freitag). Dazu kämen die beispiellosen $ 4 Milliarden an auf den Markt geworfenen Gold-Futures vom Donnerstag, unmittelbar vor der Anhörung des ehemaligen FBI-Chefs Comey in Washington (ZeroHedge berichtete am 8. Juni von 30.000 Kontrakten, welche innerhalb von Minuten “den Markt geflutet“ hatten).

»Die weltweiten Zentralbanken haben einen finanziellen Frankenstein erschaffen und wir werden leider dafür zur Verantwortung gezogen«, sagt Mannarino und führt weiter aus: »Immobilien stecken in einer Blase, sie platzt. Die Märkte befinden sich in einer Blase und all dies wird von der Schuldenblase gestützt«. Greg Hunter und Mannarino sind sich einig: Wenn der “Tiefe Staat“ Trump nicht anders erwischen könne, dann werde eben die Wirtschaft zum Einsturz gebracht.

Wie stets bemühen sich also Marktanalysen und Händler um Erklärungsmodelle für bestimmte Abläufe an den Märkten. An der Oberfläche betrachtet mag die Verbindung zwischen Donald Trump und dem “Tiefen Staat“ einen gewissen Sinn ergeben, doch könnten die Vorgänge am vergangenen Freitag auch bereits die ersten Hinweise auf etwas viel Größeres sein.

An dieser Stelle nochmal die Worte des Bondaffen vom 10. Juni:

Das System steht unter Volldampf. Nicht nur auf der Finanz- oder Börsenebene, sondern auch auf politischer und gesellschaftlicher Ebene. Geregelt Dampf ablassen erscheint unmöglich, daher wird die Dampfmaschine in letzter Konsequenz zusammenkrachen. Ein guter Spezl von mir brachte es in einem heutigen Gespräch auf den Punkt. Er sagte: „Etwas muß IN AKTION treten!“ Wenn es in Aktion tritt, werden wir es alle spüren.

Mannarino betonte es im Gespräch oft genug:

»Es kam aus dem Nichts!«

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/06/nasdaq-einbruch-am-vergangenen-freitag-es-kam-aus-dem-nichts/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

John Embry: Weltweite Geld- und Kreditschöpfung – Auf dem Weg in einen entsetzlichen Zusammenbruch


Printing US dollar banknotes

John Embry im Gespräch mit Eric King von King World News,
veröffentlicht am 31.05.2017


John Embry: »Eric, an der Oberfläche erweckt es den Anschein, als würde nur wenig passieren, denn die wichtigsten Aktien- und Bondmärkte werden von den üblichen Verdächtigen bis zu dem Punkt manipuliert, an dem sich die Volatilität nahe historisch niedriger Niveaus bewegt. Die Regierungen geben weiterhin weltweit unverhohlen gefälschte Berichte über den Zustand ihrer Volkswirtschaften heraus. Die Chinesen sind jetzt genauso schuldig, wenn inzwischen nicht gar mehr, als ihre westlichen Gegenstücke.

Es finden sich mittlerweile zunehmend Zeichen, dass der weltweit geschaffene Überschuss an Geld und Kredit die Preise beeinflusst, was zu explosiven Bewegungen bei attraktiven Immobilien, Sammlerobjekten und Aktien wie Amazon, Google, Apple, usw. führt. Dies sollte niemanden überraschen, denn Geld und Kredit müssen irgendwo einen Abnehmer finden.

In den meisten Fällen sind die Verbraucher jedoch über alle Maßen verschuldet und folglich ist ihre Fähigkeit noch mehr Schulden aufzunehmen begrenzt. Dies zeigt sich in den trostlosen Verbraucherausgaben in den meisten Ländern und in den insgesamt schwachen wirtschaftlichen Ergebnissen. Sofern man in einem Ausmaß an die Österreichische Nationalökonomie glaubt wie ich, erkennt man, dass es in einem von Schulden angeheizten wirtschaftlichen Wachstum immer größerer Mengen an Schulden bedarf, um dasselbe Wirtschaftswachstum zu erreichen – denn jeder Zyklus ist irgendwann reif.

Global gesehen befinden wir uns bereits jenseits des Punktes, an dem es kein Zurück mehr gibt und die fortlaufende Zunahme von Geld und Kredit hat immer weniger Einfluss auf die Realwirtschaft. Japan liegt bei diesem bedauerlichen Trend an vorderster Stelle und hat die Stagnation nun seit fast drei Jahrzehnten bekämpft. Allerdings holen die anderen Länder rasch auf, wobei China die Verfolger nach einer historischen Schuldenausweitung infolge der Finanzkrise 2007/2008 anführt.

Historisch gesehen enden diese von Schulden angefeuerten Expansionen ausnahmslos schlecht. Und diese, welche eine wahrlich weltumspannende Dimension hat, wird sogar noch katastrophaler enden. Innovationen im Finanzbereich haben bislang ungeahnte Hebelwirkungen im System ermöglicht und Algorithmen, Hochfrequenzhandel, Derivate, und dergleichen haben diese Entwicklung gefördert.

Ich glaube weiterhin daran, dass sich reale Werte von der letztlichen Zerstörung aller reinen weltweiten Fiatwährungen loslösen und am Ende die bevorzugten Wertanlagen sein werden. Die Explosion bei den Preisen für Kryptowährungen, Kunst, Diamanten, usw. werden letztendlich zu einem dramatischen Anstieg der Preise für Gold und Silber führen, sobald sie endlich die Fesseln der von den westlichen Zentralbanken gestützten Preisdrückung abstreifen.

Es gibt einige Vorzeichen, dass die Bullionbanken ihre Positionen umschichten und auf diese Entwicklung vorbereitet sind. Allerdings können Investoren nicht sicher sein, bis Gold und Silber Preissteigerungen in einer Form erleben, wie es kürzlich den Kryptowährungen ergangen ist. Einfach gesagt: Gold und Silber waren über Jahrtausende Wertspeicher und werden sich bald wieder behaupten. Also ist Geduld angesagt.«

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Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

>> zum englischsprachigen Originalbeitrag

Quelle: http://n8waechter.info/2017/06/john-embry-weltweite-geld-und-kreditschoepfung-auf-dem-weg-in-einen-entsetzlichen-zusammenbruch/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI

Egon von Greyerz: Die weltweiten Schulden können niemals zurückgezahlt werden


Am 27. Mai 2017 veröffentlichte King World News ein aktuelles Gespräch zwischen Seitenbetreiber Eric King und dem Edelmetallexperten Egon von Greyerz. Dieser stellt in dem Gespräch fest, dass »die Welt zwei große chronische Probleme« habe.

Dabei handele es sich einerseits um Schulden und zum Anderen um den US-Dollar. Die weltweiten Schulden belaufen sich laut von Greyerz auf $ 2,5 Billiarden, ein Betrag, welcher neben den offiziellen Staatsschulden auch ungedeckte Verbindlichkeiten und Derivate miteinschließe. $ 2,5 Billiarden entsprächen überdies dem 35-fachen des weltweiten BIP und »wir alle wissen, dass diese Schulden niemals zurückgezahlt werden können«, sagt von Greyerz.

»Die Welt kann dieses Problem nicht lösen und die erste Reaktion, welche wir bekommen werden, ist die Währungsreaktion, was selbstverständlich der Dollar sein wird, welcher seinen Fall bereits begonnen hat«, stellt er weiter fest.

Neben den enormen Problemen im Finanzmarktsektor sieht der Goldfachmann ein zusätzliches Problem im politischen Bereich, namentlich US-Präsident Donald Trump. Dieser sei »für die bereits zerbrechliche US-Wirtschaft leider zu einer Bürde geworden, denn der Tiefe Staat in den USA wird alles erdenkliche tun um ihn zu stoppen«. Von Greyerz schätzt die »politische Seite in den USA als massives Problem« ein, was jedoch für jeden politischen Führer so wäre, denn die USA seien das verschuldetste Land unter den Industrienationen und es gäbe Blasen in allen Märkten, was »die Chancen auf Erfolg« für den US-Präsidenten sehr einschränke.

Weiter führt von Greyerz aus, dass »die Regierungen der Welt die totale Kontrolle über die Menschen und das System übernehmen«. Der Westen verwandele sich, seiner Ansicht nach, in »totalitäre Staaten« und ein Beispiel dafür sei die Bargeldverfügbarkeit. »Ein Land nach dem anderen hat die Menge Bargeld eingeschränkt, welche man vom Bankkonto abheben kann«, sagt er und »viele Länder schaffen Bargeld zunehmend ab«, wobei er Schweden als Beispiel nennt, wo bereits heute überwiegend mit elektronischem Geld bezahlt werde.

Die Regierungen täten dies, weil »das Bankensystem pleite ist« und sie im Fall eines Bankrun einfach auf Knopfdruck den Zugang zu Geld stoppen könnten. Dies sei auch einer der Gründe, warum die Nachfrage nach BitCoin so hoch sei. »BitCoin ist heute vollkommen unkontrolliert, doch ich bezweifle, dass dies so bleiben wird«, sagt von Greyerz. Ab einem gewissen Punkt werden Regierungen einschreiten und BitCoin regulieren, womit es »einfach zu einer anderen Form von Fiatgeld« werde. Zur Vermögenssicherung sei BitCoin ungeeignet, doch als spekulatives Investment könne es möglicherweise für einige Menschen interessant sein.

In seinen Gesprächen mit den Gold-Raffinerien stelle sich regelmäßig heraus, so von Greyerz, dass es einen stetigen Fluss von Gold hauptsächlich nach China und auch nach Indien gäbe. »Die ganze weltweite Goldproduktion wird von China und Indien aufgenommen und sie (die Raffinerien) sehen niemals irgendwelche Exporte aus China«, sagt er. Die Raffinerien würden demnach davon ausgehen, dass das in China geförderte Gold auch im Land bleibe, welches rund 400 Tonnen jährlich ausmache.

»Jede einzelne Unze der weltweit jedes Jahr geförderten 3.000 Tonnen (Gold) wird verkauft«, sagt von Greyerz und die Minen bräuchten nicht einmal eine Werbeabteilung dafür, »denn es gibt eine konstante Nachfrage nach allem Gold, welches gefördert wird«. Es laufe vollautomatisch, »sobald Gold abgebaut wird, wird es vorverkauft – alles«.

Der Papiermarkt sei bis zu 600 Mal größer, als der physische Markt für Gold, weshalb »dieser Papiermarkt nichts mit dem wahren Preis für Gold zu tun hat«, stellt von Greyerz fest. Mit dem Papiermarkt werde nur der Goldpreis manipuliert, was beim 600-fachen des physischen Marktes auch einfach sei. Doch er ist sich sicher, dass »dies in den kommenden Monaten und Jahren scheitern wird«. Die ersten Anzeichen dafür seien mit der Trendwende beim US-Dollar bereits sichtbar geworden, »der Abwärtstrend des Dollars hat begonnen und dies ist ein starkes Zeichen dafür, dass Gold sich nach oben bewegen wird«, resümiert der Goldexperte.

Von Greyerz geht davon aus, dass die Aktien- und Bondmärkte spätestens im Herbst deutlich einbrechen werden und die Edelmetallmärkte im Gegenzug erheblich steigen werden. Für regelmäßige Marktbeobachter mag diese Einschätzung durchaus Sinn ergeben, doch könnte hier unter Umständen auch die Rechnung ohne den Wirt gemacht werden!?

Hier das Gespräch in voller Länge:

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter
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Übersetzungen aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/05/egon-von-greyerz-die-weltweiten-schulden-koennen-niemals-zurueckgezahlt-werden/

Gruß an die Erkennenden

TA KI

Egon von Greyerz: Die verbleibende Zeit ist sehr, sehr knapp


Von Egon von Greyerz

Seit den Hochs in Gold und Silber von 2011 wurde die Geduld der Edelmetallinvestoren ernsthaft getestet. Sechs Jahre später steht Silber 66 % unter dem Hoch von $ 50 und Gold 35 % unter seinem Hoch von $ 1.920. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass diese Metalle dieses Jahrhundert bei $ 280 und $ 5 begannen. Dennoch ist dies kein Trost für Investoren, welche nahe der Hochs eingestiegen sind.

Die beste Zeit eine Wertanlage zu kaufen ist dann, wenn sie unbeliebt und unterbewertet ist – wie Gold und Silber Anfang der 2000er. Was nur wenige Investoren erkennen ist, dass die derzeitigen Preise für Gold und Silber, sofern man die Inflation mitberücksichtigt, den Preisen von 2000 bis 2002 sehr ähnlich sind. Folglich sind Gold bei $ 1.255 und Silber bei $ 17 ein absolutes Schnäppchen und werden kaum lange auf diesen Niveaus verbleiben.

Während die Edelmetalle über sechs Jahre korrigiert haben, erlebten viele Märkte einen Boom. Geldschöpfung und Kreditschaffung können in Anlagemärkten Wunder bewirken. Seit 2009 haben sich Aktien in den USA verdreifacht und viele andere Anlageklassen, wie zum Beispiel Immobilien, haben substantiell zugelegt. Die weltweiten Schulden sind seit 2006 um 75 % oder $ 100 Billionen angewachsen und kurzfristige und langfristige Zinsen in der westlichen Welt sind seitdem von 5 bis 6 % auf irgendwas zwischen negativen und bis zu 2 % gefallen. Dies hat die Aktien und Immobilien angeheizt, hatte jedoch bisher nur einen eingeschränkten Effekt auf Gold und Silber.

Es war der Supprime-Hypothekenmarkt, welcher 2006 bis 2009 die Krise einläutete. Seitdem finden sich in vielen Teilen der Welt Immobilienblasen: Kanada, Australien, das Vereinigte Königreich, Skandinavien, Hong Kong, China, sie alle haben Immobilienmärkte, welche in den kommenden paar Jahren sehr wahrscheinlich crashen werden – zusammen mit den USA, welche sich nach wie vor in einer Blase befinden.

Die meisten Anlagemärkte sind seit 2009 stark gestiegen, warum nicht Gold und Silber? Die Antwort auf diese Frage bedarf einer etwas längeren Perspektive. Seit Beginn dieses Jahrhunderts hat Gold die meisten Anlageklassen deutlich hinter sich gelassen. Der DOW ist beispielsweise seit Anfang 2000 gegen Gold um 61 % gefallen. Folglich war Gold in den 2000ern ein außergewöhnliches Investment und auch eine Anlage zum Vermögenserhalt.

Seit 2009 jedoch hat Gold die stattgefundene massive Geldschöpfung und Kreditschaffung nicht abgebildet. Viele Investoren vergleichen Gold mit BitCoin. BitCoin stand 2011 bei $ 3 und steht jetzt bei $ 2.250 – ein wahrlich bemerkenswerter Anstieg. Ich habe vor einiger Zeit gesagt, dass BitCoin ein exzellentes Investment sein könnte und dies stellt sich als zutreffend heraus. Aber BitCoin hat nichts mit Vermögenssicherung zu tun. Genau wie Papiergeld ist es durch kein greifbares Gut gedeckt.

Kryptowährungen sind dazu vollkommen abhängig von einer elektronischen Welt und dem Internet. Während BitCoin also weiter in spekulativem Rausch nach oben gehen könnte, wird es niemals das einzige Geld ersetzen, welches über 5000 Jahre lang überlebt hat – Gold.

BitCoin ist nur eine von vielen Kryptowährungen. Es werden ständig neue gestartet und in ähnlicher Manier erschaffen, wie Papiergeld gedruckt wird – also ohne zugrundeliegende Güter und Dienstleistungen. Der einzige große Vorteil von BitCoin und warum es so beliebt ist, ist dass es nicht von Regierungen kontrolliert wird und diese sie folglich nicht manipulieren können. Falls Kryptowährungen zu erfolgreich werden sollten, könnte sich dies natürlich ändern.

BitCoin ist also derzeit ein Investment, welches nicht durch Regierungen oder Manipulationen beeinflusst wird. Investoren lieben die Tatsache, dass sie etwas kaufen können, bei dem sich die Hintergrundmächte nicht einmischen. Leider kann dasselbe nicht für Gold und Silber gesagt werden. Regierungen und Zentralbanker haben still und heimlich zugegeben, dass sie Gold nicht zu schnell steigen sehen wollen und folglich den Anstieg managen. Der Grund, warum Regierungen Gold verachten ist, dass es ihre Misswirtschaft der eigenen Volkswirtschaft reflektiert. Wie Investoren in physischem Gold jedoch wissen, geht der Goldpreis nicht hoch. Stattdessen verfällt der Wert von Fiatgeld fortlaufend dadurch, dass Regierungen immer und immer mehr davon in Umlauf bringen.

Seit der Gründung der FED im Jahre 1913 sind alle großen Währungen um 97 bis 99 % gegen Gold gefallen. Dasselbe ist in der Geschichte bereits viele Male geschehen, beispielsweise als das Römische Imperium kollabierte. Der Silberanteil des Denarius fiel zwischen den Jahren 180 und 280 n.Chr. Von 100 auf 0 %.

Regierungen und Zentralbanken haben derzeit einen sehr effektiven Weg für die Manipulation des Goldpreises und deshalb ist Gold bisher auch nicht so gestiegen wie BitCoin. Dies wird sich zu gegebener Zeit jedoch ändern. Wenn wir uns den Papiergoldmarkt anschauen, dann ist die dort gehandelte Menge verblüffend. Im Jahr 2016 wurden an vier Börsen $ 10 Billionen an Papiergold gehandelt, wobei die COMEX in New York ganze 76 % davon ausmachte. $ 10 Billionen sind mehr als alles jemals in der Weltgeschichte gewonnenes Gold, welches sich auf $ 7 Billionen beläuft.

Aber das in den Futuresmärkten gehandelte Papiergold wird von der durch die LBMA-Banken in London gehandelten Mengen vollkommen in den Schatten gestellt. Im Jahr 2016 belief sich das in London gehandelte Gold auf geschätzte $ 64 Billionen, weniger als 1 % davon in physischer Form. Rechnet man den Goldhandel in der LBMA und den Futuresmärkten zusammen, kommen wir auf erstaunliche $ 74 Billionen im Jahr. Die Welt handelt also mehr Papiergold, als Güter und Dienstleistungen, welche sich im Welt-BIP auf $ 70 Billionen belaufen. Und das gehandelte Gold übertrifft die jährlich in Minen abgebaute Menge um das 600-fache. Noch unglaublicher ist, dass das im Jahr 2016 gehandelte Gold 10 Mal so viel ist, wie jemals in der Weltgeschichte gewonnen wurde.

Angesichts derart riesiger Mengen an gehandeltem Papiergold ist klar, dass der Goldmarkt heute nur noch sehr wenig mit physischem Gold zu tun hat. Der Anstieg der physischen Goldmenge im Jahr 2016 belief sich auf 3.000 Tonnen oder $ 120 Milliarden. Dies sind nur 0,16 % allen im Jahr 2016 gehandelten Goldes. Der Goldpreis steht demnach in sehr geringer Relation zum physischen Markt, denn der Goldpreis wird von einem Papierarkt bestimmt, welcher das 600-fache der Goldminenproduktion bewegt.

Ohne die unverhohlene Manipulation des Goldes würde der Preis ein Vielfaches der derzeitigen $ 1.255 sein. Die weltweite Verschuldung wächst in einem alarmierenden Ausmaß, ohne Zeichen von Unterlass. Seit 2006 haben die sechs größten Zentralbanken der Welt weitere $ 13 Billionen gedruckt. Während desselben Zeitraums haben sich die Weltschulden um 70 % oder $ 100 Billionen erhöht. Regierungen drücken den Goldpreis, um ihre betrügerische Misswirtschaft zu verbergen. Chronische Defizite, wie sie die USA seit über 55 Jahren fahren, kombiniert mit Geldschöpfung zur Abdeckung der Schulden, ist vollkommen skandalös und das abscheulichste Ponzi-Schema, welches es jemals in der Weltgeschichte gegeben hat.

In einem freien Markt lägen die Zinsen angesichts der Rekordkredite bei mindestens 10 bis 15 %. Stattdessen stehen die kurzfristigen Zinsen auf einem Niveau, bei dem die Sparer vernachlässigbare Erträge erhalten. Der Effekt der desaströsen Politik der Regierungen ist demnach, die normalen Leute eines anständigen Ertrags auf ihr Geld zu berauben. Banken und Wohlhabende dagegen können sich praktisch ohne Kosten Geld leihen und dieses vielfach hebeln und damit substantielle Erträge in aufgeblasenen Anlagemärkten erwirtschaften.

Investoren, welche physisches Gold besitzen, verstehen die Wichtigkeit der Vermögenssicherung, auch wenn die Meisten von uns wissen, dass der aktuelle Gold- und Silberpreis nichts mit dem wahren Preis dieses Metalls zu tun hat. Denn den wahren Preis werden wir in den kommenden Jahren sehen, sobald die Manipulation in den Papiermärkten scheitert und die Halter von Papiergold die Auslieferung fordern. Dann wird in den Gold- und Silbermärkten die Hölle losbrechen und die Metalle werden zu keinem Preis mehr angeboten.

Wer verstanden hat, dass den Schulden- und Anlageblasen nur noch wenig Zeit verbleibt, bevor sie implodieren, für den sind physisches Gold und etwas Silber die ultimative Absicherung, solange es nicht innerhalb des Finanzsystems gehalten wird. Für die Wenigen, welche physisches Gold und Silber besitzen, ist Geduld nicht die Fähigkeit auf den Zusammenbruch zu warten, sondern die Rückversicherung, dass sie umfassend geschützt sind, wenn er geschieht.

Ich habe einige wenige verschiedene Signale im Blick, um das Drehen des Marktes und den ernsthaften Beginn der Unannehmlichkeiten zeitlich einzuschätzen. Meiner Ansicht nach ist der US-Dollar ein führender Indikator. Der Dollar, bei dem es sich um eine bankrotte Währung handelt, wird uns anzeigen, wann sich die Märkte und die Wirtschaft drehen.

Seit Jahren haben all die “Experten“ den Euro schlechtgeredet und erwartet, dass sich die Dollar-Stärke fortsetzt. Der Euro ist natürlich eine vollkommen künstliche Quatschwährung und sollte gar nicht existieren. Dazu kommt, dass die politische und wirtschaftliche Situation im Euroland gelinde gesagt düster ausschaut. Währungen sind jedoch ein relatives Spiel und die USA haben wirtschaftliche Probleme, welche sogar noch größer sind, als die in Europa. Die USA ist dazu das verschuldetste Land der Welt.

Der Dollar hätte vor langer Zeit bereits crashen sollen, aber der Wettbewerb ist so schwach, mit furchtbar gemanagten Volkswirtschaften auf der ganzen Welt, dass sich der Dollar aufgrund seines Status als Reservewährung gehalten hat. Aber die glorreichen Tage des Dollar gehen jetzt zu Ende. Es scheint, als habe der Dollar seine Spitze im Dezember 2016 gehabt und dass er sehr bald seine Reise hin zu seinem innewohnenden Wert von Null antreten wird.

Wenn die Märkte sich drehen, gibt es oftmals einen Auslöser. Eine interessante Beobachtung ist, dass Währungsmärkte meistens viel intelligenter sind, als Aktien-, Bond-, oder Metallmärkte. Der Hauptgrund dafür ist, dass Währungsmärkte wegen ihrer Größe sehr schwer zu manipulieren sind – ausgenommen alle Zentralbanken koordinieren ihre Eingriffe. Heute gibt es jedoch nur sehr wenig Bereitschaft seitens Chinas oder Russlands mit den USA zu kooperieren. Und selbst die USA wollen einen schwächeren Dollar. Trumps Wahl wurde von den Währungsmärkten übel genommen, denn der Dollar drehte kurz nach seinem Wahlsieg, während die Aktien weiterhin stiegen.

Ein weiterer Auslöser aus den USA ist die politische Situation. Es kommen im Moment täglich sensationelle Meldungen aus Washington. Gewisse Kreise scheinen entschlossen zu sein, sich Trumps zu entledigen. Er mag es sogar so satt bekommen, dass er selbst zurücktritt. Die Wahrscheinlichkeit, dass er vier Jahre lang im Amt bleiben wird, sinkt mit jedem Tag.

Ein anderer von mir sehr aufmerksam beobachteter Indikator ist die Gold-/Silber-Ratio. Dieses Verhältnis begann im Februar 2016 von einem Wert oberhalb 80 zu fallen. Dies ist das dritte Mal innerhalb der letzten14 Jahre, dass wir auf diesem Niveau eine Wende erleben. Nach einer Spitze der Ratio im Jahr 2008, kam es 2010 bis 2011 zu einem regelrechten Einbruch, als das Preisverhältnis über neun Monate zusammenbrach und Silber von $ 17 auf $ 50 anstieg. Das korrektive Muster sieht aktuell sehr ähnlich aus, wie 2010 vor dem großen Einbruch der Ratio.

Es ist also wahrscheinlich, dass wir große Veränderungen in allen Märkten erleben werden – entweder bevor der Sommer zu Ende geht oder möglicherweise zu Beginn des Herbstes. In jedem Fall wird 2017 den Anfang des Zusammenbruchs der weltweiten Aktienmärkte markieren, zusammen mit einem stark fallenden US-Dollar. Die Bondmärkte werden ebenfalls herunterkommen, ungeachtet der Versuche der Zentralbanken die Zinsen unten zu halten.

Die Hauptprofiteure der kommenden Krise werden natürlich physisches Gold und Silber sein. Zentralbanken werden ihre Fähigkeit zur Manipulation dieser Märkte einbüßen und erkennen, wo der echte Preis für Gold und Silber liegt. Es ist wahrscheinlich, dass dieser bei einem Vielfachen der derzeitigen Preise liegen wird. Es ist nach wie vor Zeit, seine Wertanlagen gegen die kommenden Schocks abzusichern, aber diese Zeit ist sehr, sehr knapp bemessen.

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Übersetzung aus dem Englischen vom Nachtwächter

Quelle: http://n8waechter.info/2017/05/egon-von-greyerz-die-verbleibende-zeit-ist-sehr-sehr-knapp/

Gruß an die Vorbereiteten

TA KI